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(19.2.1945) 42
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der Nalionalsozialisien Bremens

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Parteiamtliche Tageszeitung

Da» Amtsblatt da» Basierenden Bfirgermeiafer» dar Fraiaa H-m»a«fnrit Bramen

Nummer 42 15; Jahrgang

Montag, 19. Februar 1945

Einzelpreis 15 Rpf.

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Befürchtungen in Ankara

Drahtbericht unseres Vertreters kl. Stockholm, 18. Febr. Das Kommunique, das auf der Krim-Konteren aüsgegeben wurde, ist in der Türkei mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Nach außen hin bemüht man sich freilich, ein zufriedenes Gesicht zu zeigen und tut so, als ob man in

■ der Türkei über die auf der Krim-Konferenz erzielte Einigung zwischen England und den USA sehr zufrieden sei. Inoffiziell pimmt man einen ganz anderen Standpunkt ein. Man verweist zunächst auf die, vielen Schönheits­fehler in dem Krim-Kommunique und unter­streicht besonders die Preisgabe Polens und

•IjjjiyK Jugoslawiens ein die Sowjetunion. Stark be- i e tL, iunruhigt zeigt man sich darüber, daß die ■Türkei in dem Kommunique nicht erwähnt wurde. Die Dardanellenfrage ist seit Monaten aktuell, und über die sowjetischen Wünsche herrscht gar kein Zweifel. Das Schweigen über eine so wichtige Frage auf einer so wich­tigen Konferenz, die angeblich alle politischen

■ Fragen von Gewicht behandelte, wird in der Türkei nicht beruhigend empfunden.

Immer mehr hat man in Ankara das Ge­fühl, daß Moskau der Türkei gegenüber eine ausgesprochene jäünkreisungspolitik betreibt, um in dem Augenblick, der den Sowjets als günstig erscheinen wird, zuzuschlagen. Beson-. ders beunruhigt zeigt man sich über die Ent­wicklung' auf dem Balkan. Der bekannte Ab­geordnete Jaltschin schreibt im „Tanin“, daß die Entwicklung auf dem Balkan genau in entgegengesetzter Richtung zu den türkischen Wiitischen verläuft. In dem Aufsatz Jalt-- süiins heißt es dann weiter: „Zwischen Bul­len und Tito besteht ein Komplott. Tito fenutzt die mazedonische Frage dazu, um den Widerstand der übrigen Balkänvölker gegen seine Diktatur zu brechen. Sein Ziel ist ein größerer slawischer Balkonblock, der bis nach Saloniki und ans Mittelmeer reichen soll. Die Türkei kann sich gegen diese Gefahr nur wehren, wenn sie engen Anschluß an erssd j Griechenland sucht und Albanien auf ihre t-Wa i Seite zu ziehen trachtet. Außer uns aber ist England, an dieser Entwicklung, die seine Mittelmeerposition bedroht, stärkstens inter-

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11 I ' Jaltschins; Aufsatz läßt an Offenheit bei > V der Beurteilung der außenpolitischen Lage | der Türkei nichts zu wünschen übrig. Man kann sicher sein, daß diese Auffassung auch die Auffassung der amtlichen Kreise ist, die nur nicht den Mut haben, sich öffentlich zu Ihr zu bekennen. Man befürchtet in Ankara, daß die künftige Expansion der Sowjetunion^ vor allem in südlicher ■ und südwestlicher Richtung, zum Mittelmeer erfolgen wird. Die u - f t ^I Türkei Hegt auf dem Wege der kommenden 5 gaii:l Moskauer Expansionspolitik und fühlt den u. AjjAngriff mit jedem Tage näher kommen. Wie in. E 4 wenig hat der Türkei die Nachgiebigkeit den t snglo-amerikanischen Wünschen gegenüber auf Abbruch der Beziehungen zu Deutsch­land genützt! Die Türkei meinte das Züng- liiti an der Waage im europäischen Krieg Hinzu können. Sie ist heute in der.Welt- »lttik ein Staat geworden, den man bei den men politischen Entscheidungen nicht TOtir länger in Rechnung zu stellen braucht.

Unruhen in Rumänien

Drahtbericht unsere» Vertreters /, ft. Genf. 18. Febr. Beunruhigende Meldun- ‘ Sdi treffen aus dem von den Bolschewisten letzten Rumänien ein. Man rechnet täglich mit dem Ausbruch einer neuen Regierungs­krise. im ganzen Lande herrscht nach den vorliegenden Meldungen-große Spannung, und die „Regierung“ gibt sich alle nur erdenkliche Mühe, um der schwierigen Lage Herr zu wer­den. Unruhen sind überall ausgebrochen, die offensichtlich antibolschewistischen, Cha­rakter tragen, denn in dem vorliegenden Be­richt wird mit Nachdrück betont, daß sich eine starke Opposition gegen das sogenannte Kriegsverbrechergesetz bemerkbar mach®, das heißt also jene Vorlage, die von den Bol­schewisten dem Bukarester Regime aufge- vvungen wurde und wonach jeder Rumäne, der den Bolschewismen aus irgendwelchen Gründen nicht genehm erscheint, als „Kriegsverbrecher“ vor Gericht .gestellt und nm Tode verurteilt werden kann. \

Elultribunal arbeite! weiter

kl. Stockholm, 18. Febr. Wie das bulgarische Vsicgramm-Büro meldet, hat vor dem bulga­rischen Bluttribunal ein Prozeß gegen zwöll tollere Offiziere der ehemaligen bulgarischen •kcmee begonnen. Die Offiziere sind angeklagt, d| e kommunistische Propaganda innerhalb des Heeres unterdrückt zu haben. Weitere Prozesse »'•toen folgen. Nach den Politikern werden somit auch die Offiziere zur Schlacht- ij ak geführt. Das bolschewistische Regime khgariens will alles ausrotten, was im alten Bulgarien Rang und Namen hatte.

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als Druckmittel

Offenherzige amerikanische Aeufierungen ™" Bruial und rücksichtslos

Drahtbericht unserer Berliner Schrlftleltung g. B e r I i n A 18. Febr. Wenn es nicht längst am Beispiel der sogenannten „befreiten“ Län­der erkennbar geworden wäre, wie die Alliier­ten die Bevölkerung der von ihnen besetzten Gebiete zu behandeln pflegen und wie statt Freiheit nnd Wohlstand überall Hunger und Anarchie bei diesen Völkern Einzug halten, so würde jede etwa noch vorhandene Illusion über das Schicksal Deutschlands im Falle einer Besetznng durch die Alliierten durch eine Erklärung zerstreut werden, die jetzt ein hoher amerikanischer Offizier abgegeben hat. Reuter berichtet, daß Oberstleutnant Canby, der Offizier für zivile Angelegenheiten in der 7. Armee des amerikanischen Generals Patch, sich dahin geäußert hat, die Deutschen wür­den von den Alliierten keinerlei Hilfe zu er­warten haben. Eine Versorgung mit Lebens­mitteln würde für Deutschland nioht in Frage kommen, als bis die deutschen 'Vorräte völlig aufgebrauoht seien und bis etwa die hun­gernde Bevölkerung zu einer drohenden Ge­fahr für die Besatzungmächte werden könnte. Der Offizier verwies dabei auf das Beispiel

Italiens, fügte aber hinzu, für die Italiener hätten die Alliierten immerhin noch Sym­pathien, für Deutschland aber natürlich nicht.

Die Amerikaner würden sich auch keine Mühe geben, die zerstörte deutsche Industrie wieder: herzustellen oder sonst irgendwelche Hilfe zu leisten. Nur wenn die Haltung der ■Bevölkerung hi Deutschland durch Hunger gewissermaßen zu einer öffentlichen Gefahr geworden sei, würde man Vielleicht Hilfsmaß­nahmen ergreifen müssen, also nur um der eigenen Sicherheit willen.

Wir sind über diese Äußerungen nicht er­staunt, denn wir haben ihre praktische Ver­wirklichung in anderen Ländern oft genug beobachten können. Soeben spielt sich ein ganz ähnlicher Vorgang in Belgien ab, wo der neue Ministerpräsident van Acker bereits wieder in die Gefahr kommt, zürücktreteh zu müssen, weil er außerstande ist, die Lebens­mittelkatastrophe in Belgien zu überwinden., Und dabei wird Belgien al^ ein von den Alli­ierten „befreites“ und „beschütztes“ Land be­trachtet. Selbst dort aber ist die Regierung davon abhängig, ob ein amerikanisches Le­bensmittelschiff eintrifft, oder ob es den Alli­

ierten beliebt, die Belgier weiter hungern zu lassen. Was würde erst in Deutschland ge­schehen, wenn unser Schicksal von den Alli­ierten abhängig würde. " '

Tarnung der wahren Absichten

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Genf, 18. Febr. Der Londoner Korrespondent der Basler Zeitung <;Tat“ befaßt sich vor­nehmlich mit den Plänen def drei Kriegs­verbrecher zur Vernichtung der deutschen Industrie. Auf Grund genauer Kenntnis der Absichten Englands weist er darauf hin, daß die geplante Kontrolle und Zerstörung der sogenannten rüstungswichtigen Industrie in Deutschland nichts anderes bedeute, als die Vernichtung der gesamten deutschen Indu­strie. Unter den moderten Bedingungen sei heute jede Industrie ’ mehr oder minder rü­stungswichtig. Damit wird unterstrichen, daß die Betonung der Rüstungswichtigkeit der Industrie nur eine Tarnung der wirklichen Feindabsichten ist, die eine Vernichtung der gesamtdeutschen Industrie und eine Brotlos- machung von Millionen deutscher Arbeiter erstrebe.

Vorbereitungen für die eigentlichen großen Enlscheidungsknmpfe

beiden Seiten — Beachtliche Erjolge im ungarischen und ppmmerschen Kampfraum

Drahtbericht unserer Berliner Schrlftleltung

g. Berlin, 18. Febr. Ein sehr bedeutsamer Vorgang wird heute vom südlichen Teile der Ostfront gemeldet, wo wir nach den Fest­stellungen des Wehrmachtberichtes tief in den gegnerischen Brückenkopf am Gran einge­drungen sind. Obgleich dieser Erfolg in einem' Raume erzielt wurde, der ziemlich weit von den eigentlichen Brennpunkten der großen Schlacht im Osten entfernt liegt, darf seine Wichtigkeit nicht unterschätzt werden.

Der Brückenkopf, den die Bolschewisten längere Zeit am Gram, also westlich des gro­ßen Donaukniee, gebildet hatten, stellte ohne Zweifel eine ernste Bedrohung dar, denn er reichte fast bis Neuhäusel, womit die Bolsche­wisten ungefähr den dritten Teil des Weges zwischen Gran , und Preßburg zurückgeiegt hatten. Vor einigen Wophen konnte gemeldet werden, daß dort ein starker deutscher Ge­genstoß erfolgt war, der den Feind am wei­teren Vordringen hinderte. Jetzt aber ist es uns gelungen, sehr tief in diesen bolschewisti­schen Einbruchsraum hirieinzustoßen und die dort stehenden feindlichen Verbände größten­teils zu zerschlagen, womit die Gefahr eines weiteren Vorrückens des Gegners in der Rich­tung Preßburg zunächst behoben ist.

Ein ähnlicher Vorgang wird vom nördlichen Teile der. Front aus dem pqmmerschen Kampf­raum berichtet. Dort sind sehr harte Kämpfe lm Gange, well die Sowjets neue starke Kräfte an ihre rechte Flanke heranführen und weil wir demgegenüber energische Gegenmaßnah­men treffen, in deren Verlauf es uns gelungen ist, den Feind, der bis in die Nähe von Stär- gard vorgedrungen ist, von dort ein erheb­liches Stück zurückzuwerfen. Wir befinden uns im Augenblick in diesem Abschnitt ln weiterem Vordringen, nachdem wir die feind­liche Front durchstoßen und dabei auch Ge­fangene eingebraoht haben.

Wenn von den beiden Flügeln iin Süden und im Norden wertvolle Ergebnisse unserer

Gegenangriffe festzustellen sind, so hat es sich im mittleren Teile der Ostfront, also in Schlesien und im Frankfurter Abschnitt, in der Hauptsache um die erfolgreich^ Abwehr feindlicher Angriffe gehandelt. Im Raume von Ratibor konnten die Einbrüche des Geg­ners fest abgeriegelt werden, und alle An­griffe, die gegen den von den' Sowjets beson­ders heiß begehrten Raum von Mährisch- Ostrau gerichtet wurden,, sind abgeriegelt worden. Wir konnten unsere Front im mittel­schlesischen'Raum-festigen, und die-Angriffa auf die Festung Breslau, die sich sämtlich noch im Vorfelde außerhalb der eigentlichen Befestigungslinien um. die Stadt abspielen, zum Scheitern, bringen. Sehr wechselreich .gestalteten sich die Kämpfe an der großen Sperrstellung östlich von Sorau und Som­merfeld. Erhebliche Truppen feindlicher Panzer bewegen sich in dieser Gegend. Wir konnten diese Gruppen zeitweilig völlig ab­schneiden, während sie immer wieder durch­zubrechen b^to. vorzudringeh suchten, Um die Brückenköpfe an der Frankfurt-Küstriner Front haben nur Kämpfe, von örtlicher Be­deutung stattgefunden. An der Westfront wirken sich immer noch die Folgen der gro­ßen Überschwemmung am'Niederrhein aus, so, daß keine wesentlichen Veränderungen def Front eingetreten sind.

Für den Osten wie für den Westen besteht' jetzt ein gemeinsames wichtiges Merkmal: beide Fronten befinden sieh lm Stadium der Vorbereitung für neue große Schlachten, für die bei uns wie beim Gegner der Aufmarsch im vollen Gange ist. Die Bolschewisten, die in der Mitte Ihrer Front weif in’der Richtung auf Berlin vorgestjßen waren, bemühen .sich jetzt, ihre zurückgebliebenen Flügel lm .Süden und im Norden vorzuschieben und zu ver­stärken, wofür sie bereits viel Material herbei- schaff^n. Wir aber benutzen diese Zeit selbst­verständlich ebenfalls zu einem großen Auf­marsch für den angekündigten strategischen

Harle Angriffs- und Abwehrkämpfe in Ost und West

Auf dem Führerhauptquartier, “IS. Febr. Da« Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Unsere Truppen *brachen nördlich der Donau tief ln den feindlichen Gran-Brjlckenkopf ein und stießen bis zum Südufer des Parizsky- Kanals durch. Beiderseits der Straße Losonc- Altsohl und bei Schwarzwasser wurden wiederum Durchbruchsversuche des Gegners verhindert.

Der starke Druck def Bolschewisten nördlich Ratibor sowie zwischen Strehlen und Kanth dauert an. Unsere Truppen vereitelten jedoch jeden größeren Erfolg des Feindes. Gegen die -Front zwischen Lauban 'und Crossen an der Oder greifen die Sowjets weiter an. Der gegen die Süd- und Südwestfront der Festung Breslau angreifende Gegner wurde in harten Kämpfen abgeschlagen. In süd-Pomm«rn wurden im An­griff feindliche Stellungen durchstoßen und Ge­fangene ejngebracht. In der Tucheier Heide und westlich Graudenz leisten unsere Truppen den

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Japaner schosson 275 USÄ-Flugzeugo ab

Tokio, 18. Febr. Der zweite Tag

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I.J*. Gr oßangri(fs von trägerbasierten Flugzeugen aM die Umgebung von Groß-Tokio ergab einen "och größeren Abwehrerfolg der Japaner als am orsten Tage, wie aus einer Mitteilung des Kai- «tlichen Hauptquartiers am Sonntag hervor- t 01 «- 10t feindliche Flugzeuge wurden ab-

Swiiossen und weitere 28 beschädigt, bei einem Spanischen von nur 17 Maschinen. Der vom Tfina angerichtete Schaden wird als außer- oriientl ich gering bezeichnet. p>".[' Weitere Feststellungen haben inzwischen er- f «ta. daß zu der feindlichen Verlustzahl vom rf.'-Uf Trpisag. dem . rs ten Angriffstag, noch 27 Ma­rt": Khlnen hinzuhqmmen, so daß sich die Gesamt-

!ahl der Abschüsse am Freitag auf 174 stellt. ,n<s'4 ^cbetnend infolge der am ersten Angriffstag :,n , , iUE nen Verluste waren die Angriffe am zwet- p\-~f. Tag erheblich schwächer. Die Zahl der ein-

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des USA- rund 80» lm Gegensatz zu über 1000 am ersten Tage geschätzt.

Die ersten zwei Tage der Landungskämpfe um die Schwefel-Insel der Bonin-Gruppe haben sich bereits als überaus verlustreich für die USA- Kriegsmarine erwiesen. Nachdem bereits am Sonnabend vom Kaiserlichen Hauptquartier die Versenkung eines Schlachtschiffes, zwei Kreu­zern und zwei Kriegsschiffen unbekannten Typs durch di« Japaner bekanntgegeben worden war, meldete das Hauptquartier am Sonntag weitere USA-Verluste, und zwar wurden versenkt ein Kreuzer, ein Kriegsschiff unbekannten Typs, zwei Minensucher und vier Landungsbarken. Beschädigt: ein Kreuzer, fünf Landungsbarken. Außerdem meldet das Kaiserliche Hauptquartier die Versenkung eines feindlichen Flugzeugträ­ger», eines Kreuzers und eines Zerstörers durch Japanische U-Boote in den Gewässern westlich

teTokte auf ier Lingayen-Bucht (Philippinen).

mit verstärkten Kräften angesetzten feindlichen Durchbruchsversuchen erbitterten widerstand. Auf östpreußischem Gebiet ließ die Kampf­tätigkeit etwas nach. Versuche des Feindes, die Fronf in den bisherigen Brennpunkten aufzu- spalten, wurden auch gestern nach Vernichtung von 38 Panzern vereitelt! Starke feindliche An­griffe südöstlich Litau und nordwestlich Doh­len scheiterten. Mehrere Einbrüche wurden ab­geriegelt oder im Gegenstoß beseitigt.

Nach dem Festlaufen, ihrer Angriffe beiter- selts der Straße Cleve-Kalkar verlegte die L kanadische Armee am 10. Tage der Abwehr­schlacht zwischen Niederrhein und Maas ihren Angriffsschwerpunkt in den Südtell des Reichs­waldes. Unter stärkstem Feuerschutz an- greifende Infanterie- und Panzerverbände brachen trotz erneuter Verstärkung nordöstlich Goch im Feuer unserer Waffen zusammen. West­lich davon konnten sie sich nach harten Kämpfen näher an die Stadt heranschieben. An der Sauer behaupteten unsere Truppen das Kampffeld gegen amerikanische Vorstöße. Telle der 7. amerikanischen Armee traten gestern gegen unseren Brückenkopf südlich Saar­brücken zurö Angriff an. Die Kämpfe mit Schwerpunkt beiderseits Forbach halten noch an. Vor La Rochelle yrarfen unsere Truppen den Ffind aus einem Stellungsabschnitt. Die Be­satzung von Gironde-Süd wies einen feindlichen Stoßtrupp ab und brachten Gefangene ein.

In Kroatien blieben Angriff« stärkerer Ban­den nördlich Mostar ln unserem Feuer liegen. Feindliche Ubersetzversuche über die Drau nördlich Virovitiea wurden zerschlagen. Die Angriffsziele der anglo-amerikanischen Terror­verbände waren am gestrigen Tage das Rhein- Main-Gebiet und Südostdeutschland. Durch Bombenwürfe entstanden Schäden vor allem in Wohnvierteln von Frankfurt am Main.

London lag unter Vergeltungsfeuer.

Kleinst-Unterseeboote versenkten auf dem feindlichen Geleitweg zwischen Themse- und Scheldemündung einen Nachschubfrachter von 3000 BRT. und torpedierten einen weiteren, dessen Untergang wahrscheinlich ist.

Gegenschiag. Die Alliierten jpi Westen ver­fügen nur über einen Bruchteil der Truppen- massen, die Stalin im Osten einsetzt. Sie werden außerdem durch schlechtes Wetter, durch die starken Befestigungen des deut­schen Westwalles und durch Nachschab­schwierigkelten aufgehalten. Jedenfalls sind wir nach wie vor in der Lage, unsere Haupt­kräfte gegen den östlichen Feind einzusetzen, und unter diesen Voraussetzungen sowie un,ter ständigen Verteidigungskämpfen vollziehen steh nunmehr die Vorbereitungen für die eigentlichen großen Entscheidungskämpfe, die an beiden Fronten beginnen dürften.

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Besondere Bedeutung gewinnt in diesem Zusammenhang auch, daß die Westfront in ailefi Abschnitten vom Raume Kleve bis zu der neuen amerikanischen Angriffsfront von Forbach und Saargemünd sich als durchaus tarnest erweist. Daß der Gegner von dort aus einen Einbruch zu erzielen versuchte, kann keine operative Bedeutung beanspruchen. So haben wir nun im vorbereitenden Stadium in der kommenden entscheidenden Schlacht an der östlichen Schicksalsfront das Bewußtsein, der sicheren Rückendeckung, und das steigert unsere Zuversicht, daß gleichzeitig mit der gegenwärtigen Versteifung in den östlichen Kämpfen der dauernde Kräftezustrom aus der Heimat die Voraussetzungen dafür zu schaf­fen vermag, daß wir den in unsere östliche Heimaterde eingedrungenen feind wieder vom deutschen Boden zu verjagen vermögen.

London droh! Exil-Polen

Drahtbericht unseres Vertreters

ost. S t o c k h o I m , ' 18 . Febr. Das britische Informationsministerium ist nach zuverlässigen Meldungen hei der Londoner Polenregierung Arciszewski vorstellig geworden und hat mit dem Ersohelnungsverbot sämtlicher polnischer Zei­tungen und Zeitschriften in England gedroht, wenn nicht sofort dlle „antibolscewistische“ Agitation eingestellt würde. Anlaß zu diesem Schritt'der britischen Behörden ist die Tat­sache, daß die Zeitungen der polnischen Emi­granten in England in den letzten Tagen mehr und mehr Berichte über die Verhältnisse in den von den Sowjets besetzten Gebieten Polens ver­öffentlicht haben, in denen vor allem geschil­dert wird, daß all diejenigen Polen, die nicht als N Bolschewiken schon seit langem bekannt sind, einfach von den Bolschewisten und ihren polhischen Handlangern verhaftet werden, um dann zu verschwinden. Die Verhaftungen sind besonders systematisch gegenüber den Mitglie­dern der sogenannten polnischen Heimatarmee, also jener Partisanenverbände, die unter dem Befehl der Londoner Polenreglernng standen.

Schwerter für Rundsiedl

Führerhauptquartler, 18. Febr. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern zum, Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Ge­neralf eldmarachall Gerd von Rundstedt, Ober­befehlshaber West, als 133. Soldaten der deut­schen Wehrmacht}

’Sind sie eigentlich besser?

Von Wolfgang Baader

Die beiden anglo-Jhmerikanischen Feinde Deutschlands haben es uns sehr leicht ge­macht, ihnen kein Wort von den trüge­rischen Versprechungen zn glauben, mit denen sie uns vormachen,, wir Deutschen brauchten uns nur zu ergeben, und der Frieden mit all seinen Segnungen sei da. Sie haben uns sechs Jahre mit ihrem Luft­terror einen Anschauungsunterricht erteilt, der seinesgleichen sucht. Sie zerschlugen unsere Städte, töteten Frauen und Kinder, verbrannten unser Eigentum und zerstörten Handel und Wandel in einer Weise, daß da­von Tausende und aber Tausende allein in unserem Nordseegau auf die übelste Art geschädigt und um Hab und Gut gebracht wurden. Ölese Herren von der Themse oder vom Hudson Haben es verdammt schwer, wenn sie uns nun noch weismachen wollen, sie meinten es gut mit uns, Schön 1918 haben sie uns den Weltfrieden versprochen und dafür einen zweiten Weltkrieg geliefert. Die erdrückende Mehrheit unseres Volkes ist durch Schaden klug geworden und zutiefst davon überzeugt, daß sich die anglo-ameri­kanischen Brüder von, ihren bolschewisti­schen Spießgesellen höchstens durch ihre Kappen unterscheiden. Auf keinen Fall/aber liegt dieser Unterschied in den Methoden oder gar ln den Zielen. '

Man braucht gar* nicht erst die sattsam bekannten Hetzapostel vom Schlage eines Ehrenburg, eines Kaufman oder eines Van- sittart zu zitieren. Es genügt schon ein Blick in den „Daily Telegraph“, wo 1943 der ehrenwerte Sir Herbert Ingram schrieb: „Alle deutschen Männer müssen nach dem Krieg auf 25 Jahre in die Sowjetunion ab- transportlert werden . . .“ Diese Äußerung eines Briten steht gar nicht allein. Im Gegenteil, man kann die Liste über die ganz ernsthaften Absichten, bei einer etwa­igen Besetzung unseren Männern eine Ver­bannung in die sibirischen Bergwerke, oder die Zwangsarbeitslager am Weißen Meer zu verordnen, ohne langes Suchen in den ame­rikanischen oder englisohen Zeitungen be­liebig vergrößern. Jene unbelehrbaren Na­turen bei uns, die sieh immer, noch ein­bilden, die Landstriche an der Nordseeküste' würden die Sowjets huldvollst den Anglo- Amerikanern überlassen,-sollen'-gr'ausam ent­täuscht werden, wenn die Soldateska Chur­chills oder Roosevelts hier ihren Einzug halten würde. Diesen sind nämlich um kei­nen Deut besser als die Abgesandten Mos­kaus. Sie bauen uns weder unsere Städte auf, noch sind sie bereit, mit uns friedlich Handel zu treiben. Wie schrieb doch der famose Sir Miles Thomas vor Jahresfrist im

„Daily Expreß"? .ein für allemal", so

hieß es dort, „muß Schluß mit dem deut­schen Piratenhandel gemacht werden.“ Ja, das ist der Krämergeist, wie er drüben gang und gäbe ist. Es ist nichts mit Gentleman- Agreement und jenen ritterlichen Eigen­schaften, die man an-den Söhnen Aibions oder den smarten Jungs aus dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten so schätzte. Nein, das gibt es nicht mehr. Uns tritt jetzt nicht irgendein Mister Smith aus dem Staate New York entgegen, der gutmütig und von edlem Geschäftsgeist getrieben Konservendosen oder Patenthosenträger am Strande der Weser oder Ems vertreiben will. Vielmehr kommt jener Sergeant Brown, der sich in Aachen deutsche Frauen griff, um sie mit viel Gewinn an' ein Bordell für Negersoldaten zu liefern. Er ist genau so gewissenlos wie jene seiner Genossen, die eben vor der deutschen Gegenoffensive vom 10. Dezember 1944 in Kalterherberg bei Monschau an die Kinder Stoffpuppen ver­teilten, die nachher explodierten, weil sie mit Sprengstoff gefüllt waren. Und dabei sind das noch die „harmlosen Scherze“ der Gangster aus der Armee Eisenhowers.

Wir empfehler denen, die heute noch mei­nen, eine anglo-amerikanische Besetzung sei gar nicht mal das Schlimmste, die Lektüre der umfangreichen Aussagen unglücklicher Menschen, die dem Terror in den vom Feinde besetzten Westgebieten entronnen sind. Man fragt sich dabei nämlich sehr bald, ob es überhaupt einen Unterschied zwischen den Sowjetgreuel lm Warthegau oder in Ost­preußen und den „Heldentaten“ der Yankees und Tommies bei Aachen, oder in Luxem­burg gibt. Es komme nun Ja keiner mit dem Einwand, wir hätten bestimmte EJinzelfälle herausgestellt. Wir haben bewußt darauf ver­zichtet, das gesamte erschütternde Material zu diesem. Thema hier sprechen zu lassen. Dazu fehlt uns schon der Platz. Wir wollen

Deportierung deutscher Arbeiter begonnen

Stockholm, 18. Febr. Nach einer in „Stockholms Tidnlnpen“ veröffentlichten Mel- düng des „News W*eek" aus Washington hat "die UdSSR bereits begonnen, Tausende von deutschen Zivilpersonen als Zwangsarbeiter in das Innere der Sowjetunion zu schaffen.

Durch diese Meldung wird die deutsche Fest­stellung, daß die Pläne des Feindes auf Ver­sklavung und Vernichtung des deutschen Vol­kes hinausgehen, eindeutig bestätigt. Was eben erst in dem Jalta-Komuniqui wieder klar und unmißverständlich zum Ausdruck gebracht wurde, daß nämlich Moskau die Sklaven­zentrale werden soll, von der aus deutsche Arbeiter im Falle eines Zusammenbruches Deutschlands zur Zwangsarbeit in Sibirien oder irgendwo fern von der Heimat und Ihrer Fa­milie eingesetzt werden sollen, wird von den Funktionären des Bolschewismus bereits ln die Praxis umgesetzt.

Die zahlreichen Meldungen aus deutschen Orten« die vorübergehend von den Sowjet­

horden besetzt und dann wieder von deutschen Truppen befreit worden waren, bekräftigen die sowjetische Taktik, alle arbeitsfähigen Männer sofort in das Innere Sowjetrußlands zu ver­schleppen. Gerade die letzten Nachrichten aus Oberschlesien zeigen, wie der Bolschewismus vorgeht. Wie auf einem Sklavenmarkt werden die Männer aussortiert; um dann verladen und auf Nimmerwiedersehen abtransportiert zu werden. So ist die Tätigkeit in der Moskauer Sklavenzentrale gedacht, die den Sklaven­handel mit deutschen Arbeitern im großen betreiben soll.

Brillanten für General v. Manieuflel

Führerhauptquartier, lg. Febr. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Panzertruppe Hasso von Manteuffel, Oberbefehlshaber einer Panzer­armee, als 24. Soldaten der deutschen Wehr­macht.

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