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Parteiamtliche Tageszeitung
Daa Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkfindungsblatt des Reichsstatthallers ln Oldenburg und Bremen
Nummer 34 15. Jahrgang
Freitag, 9. Februar 1945
Einzelpreis 15 Rpf.
Sowjetischer Sadismus lobt sich aus
An der Zivilbevölkerung — Deutscher Osten soll in menschenleere Wilsie verwandelt werden
Berlin, 8, Febr. Beim Oberkommando der ^Wehrmacht und den zuständigen Reichsbe- ; hörden liegt aus den von den BolscheVisten 1 besetzten deutschen Ostgebieten eine Fülle
( beglaubigter unds treng geprüfter Augenzeu- : genberlchte über Grausamkeitsakte der sowjetischen Truppen an der Zivilbevölkerung vor. Von der Veröffentlichung dieses Materials ist bisher abgesehen worden. Sie kann jetzt erfolgen, nachdem der größte Teil der ■'Flüchtlingstrecks sich hinter den deutschen Linien in Sicherheit befindet. Jeder dieser Fälle wird durch zu kontrollierende und beeidigte Zeugenaussagen und teilweise durch Photographien dokumentarisch belegt.
Ein Überblick über das gesamte Material zeigt erbarmungslos die Methodik der Ausrottung, mit der der Bolschewismus Deutschland k | in eine menschenleere Wüste verwandeln will, in J Die deutschen Frauen werden vergewaltigt die: und nachher mit Kindern und Greisen zu
sammen getötetj um so unser Volk biölogisch anszuiöschen. Die Männer werden gequält und gefoltert, aber auch am Leben erhalten und dann als Arbeitssklaven nach der Sowjetunion deportiert.
Dort, wo sich die deutsche Front nicht frhiitzend vor unser Voik stellen kann, wurden alle Befürchtungen und Erwartungen flbertroffen, die der Nationalsozialismus nicht müde wurde, der sterbenden bürgerlich-liberalen Weit entgegenzurufen. Aus dem bisher neun Bände umfassenden Berichtsmaterial wurden folgende Feststellungen erstmals veröffentlicht.
Frauen
massenweise geschändet
e »f ' Major A. D. W. Wilde aus BurgwaSser bei mm J Krappitz, Kreis Oppeln, gab folgendes zu Protokoll: „Als Verwundeter war ich ln Bürg- 5 7$-Wasser, da noch nicht transportfähig, zurückgeblieben,' äts die Bolschewisten- etndrangen. Der größte Teil der Bewohnerschaft hatte den Ort verlassen, Es waren Insgesamt nicht mehr als 25 Familien zurückgeblieben. “Die Bolschewisten plünderten bei ihrem Einmarsch zunächst in- allen Häusern, zerschlugen die /75ftfc Möbel, zerstachen alle Photos, insbesondere r.JTTf di e von deutschen Soldaten, und steckten vor allem Scheunen in Brand. Auf den Straßen lag gestohlene und wieder weggeworfene Wäsche. Den 70 Jahre alten Förster Georg Faltin erschossen zwei Kommissare, weil er ihnen bei der bitteren Kälte nicht seinen letzten Pelz herausgehen wollte. Eine Ordensschwester, die zum Besuch ihrer kranken Mutter im Ort weilte, wurde in der Kirche auf der Chor- 'treppe durch einen Schuß niedergestreckt. Zwei andere Ordensschwestern lagen mit zerrissenen Unterkleidern durch Genickschuß niecäergestreckt im Chorgestühl der Kirche. Am ‘Abend wurden alle Frauen unter dem Vor- •o pJ «and, sie sollten ihre Lebensmittelvorräte ab- 13 , ? feiern, in die Schule bestellt, wo ein großer Lä[ Tdljder Sowjets einquartiert war. Ich muß uoch hinzufügen, daß die Sowjets aus Krappitz froße Kisten mit Sekt und Wein mitgebracht J Sri-*? und vo *lfcornmen betrunken waren. Die Sowjet- Nr SOJda ten ,stürzten sich wie Tiere auf die V Frauen, rissen ihnen die Kleider vom Leibe ; und zwangen sie, an dem Sektgelage teil7.u- nehmeri. Alle Frauen \yurden mehrfach geschändet. Es waren dies, so viel ich in Erfahrung gebracht habe: Frau Monika Rother, geb. Schüttke, geb. 2. 5. 1902, Fräulein Maria Wildczek, geb. 8. 6. 1927, Frau Emilie Maline, 2*. Heinke, geb. 2, 11. 1911, Frau Martha p udek, geb. Rlenek, • geb. 7. 9. 1917, Fräulein Erika Henkel, geb. 19. 3. 1930, Fräulein Rosa Krabes, geb. 2. 7. 1930, Frau Hedwig Schind- ewt . zlelers. geb. Nohl, geb. 16. 4. 1923, Fräulein Iscienski, geb. 14. 1. 1927, Fräulein Elisa- öeth Matuschek, geb. 4. 8. 1922, Fräulein Maria « Dre ssler, geb. 4. 8. 1922.
>r { Ein Junger Bolschewist durchsuchte das Haus des Arbeiters Mletzko und fand auf dem Boden de s Hauses die 13 Jahre alte Tochter des Mletzko, Elisabeth. Als er sich ihr nähern w o«te, stürzte sich die über 70 Jahre alte Großmutter dazwischen. Der Soldat schoß sie Bieder und vergewaltigte die 13 jährige. — Frau Lina Achsel, deren Alter ich nicht genau an- !*ben kann, war wegen ihres leidenden Man- all^f nes zu Hause geblieben. Ein Trupp von Bol- Öjjfr- Sf towis{en schändete sie dort im Beisein ihres llett ^8rlgen Mannes und ihrer Kinder. Drau- iffltuj ^ en stend ein Kommissar und ermunterte die $¥■ ^übergehenden Soldaten zu weiterer Schän-
Frau Agnes Gollr, die sich zunächst ver- 5r<xw borgen gehalten hatte, wurde nach ihrer Ent- J ec kung von nicht weniger als 17 Soldateh in ££i] “ rut aler Weise vergewaltigt. Dabei wurde sie ilfe.? ^chlagen, und ihr Gesicht war stark ver- B?: rtümmelt, weil sie sich gewehrt hatte. Die
8-^| ®°l>chewisten wollten nicht von ihr lassen, ob- ***?{ Woh l sie unpäßlich war.
£53 Ic}l konnte mich in einem abgelegenen Haus h ^ ar t°*felkeller verborgen halten. Ich ver- J? nlce Leben und meine Rettung einer
; Weinen deutschen Kampfgruppe, die sich zur _ , Front durchschlug.“
Wir mußten mit Entsetzen ansehen, wie der) Die auf der Straße von den Bolschewisten erste Panzer aus dem Rudel ausscherte und 1 mit vorgehaltener Maschinenpistole umzingeldauernd schießend eine wahre Treibjagd auf . ten' Männer wurden unter Schlägen uiid Trlt- die dem Wald zulaufenden Menschen ihachte. [ ten ihrer Wertsachen, Uhren und Taschen.-
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Von ihnen ist keiner davon gekommen. Wo die angeschossenen Männer und Frauen sich, in Knäulen liegend, noch bewegten, walzte der Panzer mit seinen Raupenketten den letzten Rest' von Leben nieder.
Aus dem ersten Panzer stieg ein bolschewistischer Kommissar mit einer Maschinenpistole im Anschlag. Er trieb mit Schüssen unsere Kameraden aus dem Straßengraben und trennte sie in Männer und Frauen. Die Frauen wurden wie Vieh sortiert, und die Jüngsten unter ihnen mußten auf die Panzer klettern. Um die Hauptgruppe den Frauen und Kinder schlossen sich die Panzer zu einer Art Dreieck zusammen. Wir erstarrten, als plötzlich Flammenwerferstrahlen auf die Frauen fuhren. Sie verbrannten unter unsäglichen Qualen.
inhalts beraubt und dann unter Bedeckung eines Panzers rückwärts abtransportiert. Den meisten Männern hatte man trotz der grimmigen Kälte die Mäntel, einigen sogar die* Schuhe genommen. Zwischen den Grabhügeln versteck^, warteten wir die Dunkelheit ab und konnten uns dann zu den deutschen Truppen durchschlagen.“ yr|
Der Bauer Siegfried Becker aus Glausche (Niederschlesien) gibt zu Protokoll: „Als die Bolschewisten in Glausche eindrangen, marschierte gerade ein großer Flüchtlingstreck mit mehreren hundert Wagen auf der Straße durch unser Dorf. Der Treck führte viele Verwundete mit, denn er war vorher aus niedriger Höhe von bolschewistischen Tieffliegern'durch
Bomben und ‘Bordwaffenfeuer angegriffen worden. Die Bolschewisten kamen mit Panzern, auf denen Infanterie aufgesessen war.
Die Panzer fuhren rechts und links der Straße über die gefrorenen Felder am ganzen Treck vorbei und beschossen mit Kanonen und Maschinengewehren den Flüchtlingszug. Es entstand ein ungeheures Blutbad. Krepierte Pferde wälzten sich zwischen verwundeten und sterbenden Frauen und Kindern. Von der Spitze der' Straße her tiberwälzten die Panzer nochmals den ganzen Zug. Ich werde hie vergessen, wie am Schluß des Zuges die Menschen auf den Wagen mit Greisen und Kranken weiße Tücher schwenkten, und um Schonung baten. Auch über sie wäizten schießend die Panzer hinweg. Wir haben uns um das furchtbare Geschehen nicht mehr kümmern können, denn auch wir sind nur mit knapper Not dem Sowjetterror entkommen.“
Antwort auf Bolschewistengreuol und Konferenz bei Stalin
Deutsche Entschlossenheit, unserem Volk Vergewaltigung und Untergang zu ersparen
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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung g. Berlin, 8. Febr. Gleichzeitig über zwei Ereignisse dieser Zeit hebt sich. der Vorhang, über das Wirken der Dreierkonferenz „irgendwo am Schwarzen Meer“ und das Wirken der Bolschewisten auf ihrem Kriegszug durch deutsches Land. Die Dreierkonferenz soll nach dem Willen ihrer Veranstalter einen Plan der Kriegführung urid einen Plan für die Nachkriegszeit aufstellen. Die bolschewistische Wirksamkeit in den deutschen Ostprovinzen gibt aus der Gegenwart grausige Hinweise auf das, was von der Zukunft unter einem siegreichen Regiment der Alliierten zu erwarten wäre, die ihrem bolschewistischen Bundesgenossen in Europa freie Hand gegeben haben. Es‘handelt-sich Jbei, den Dokumenten, die heute .über 'die' Schändung von Frauen und jungen Mädchen und über den Mort} an Wehrlosen Zivilisten veröffentlicht werden, nicht um die ersten tatsächlichen Unterlagen über das Wüten bolschewistischer Kräfte in Gebieten, in die es ihnen einzudringen gelungen ist. Die Welt hat wiederholt und nicht nur aus Deutschland Zeugnisse über das Wüten der Bolschewisten im eigenen Land und in fremden Ländern zur Kenntnis nehmen müssen. Die Welt außerhalb Deutschlands hat sich leider oft genug darauf beschränkt, solche Zeugnisse eben nur zur Kenntnis zu nehmen und darüber hinwegzugehen und vom Bolschewismus zu sprechen, als handele es sich um eine Macht in einem Staatssystem neben und 'unter anderen Systemen. Werden diesmal die Meldungen, die mit beabsichtigter Breite über ftoosevelts und. Churchills Besuch bei Stalin in die Welt gesetzt werden, werden die britischen und die amerikanischen Pressestimmen, die beflissen am Werke sind, die Macht und die Rechte des bolschewistischen Kreml zu betonen, werden die Berichte über die militärischen und politischen Pläne der Konferenz am Schwarzen Meer in der Lage sein, die Nachweise bolschewistischer Greueltaten und Bestialitäten für die Welt außerhalb. Deutschlands zu überschatten?
Man weiß, daß es einmal der Zweck dieser Art Berichterstattung ist, die Aufmerksamkeit der Welt öfter von Dingen abzulenken, die der Politik der Alliierten unbequem sind. Diese Politik der Alliierten aber ist, wie sich ganz eindeutig aus den Berichten ergibt, in zuneh- mendemMaße darauf abgestellt, die Unterordnung unter die Wünsche der Bolschewisten und Bestrebungen ejer Sowjets vorzubereiten oder zu vollenden. Wenn schon vor 14 Monaten die damalige Konferenz in Teheran eine weitgehende Einordnung in USA und Eng
lands in die sowjetische Kriegführung und die sowjetischen Kriegsziele bedeutete, so handelt es sich nun um die Fortführung dieser Politik. Das gilt zunächst einmal für das rein Militärische. Man weiß, daß die Sowjetunion sich immer wieder weigerte, den englisch-amerikanischen Anregungen auf Vereinheitlichung der Kriegführung.nachzugeben, weil dabei die angelsächsischen Verbündeten auch ein Mitspracherecht beanspruchten und sich nicht ausschließlich den sowjetischen Interessen unterordnen wollten. Nunmehr wird gemeldet, daß zum erstenmal gemeinsame Stabsbesprechungen stattgefunden hätten und daß ein gemeinsamer Generalstabsausschuß eingesetzt werderr5oll, um durch die Herstellung einer militärischen Einheitsfront die Operationen an den verschiedenen Fronten aufslm ander abzüstimmen. Das kann nur die Unter. Ordnung der Angelsachsen unter die sowje. tische Kommandowelt bedeuten, und es liegt auf der Linie dieser Entwicklung, wenn englische Zeitungen gerade jetzt Kritiken an der Kriegführung Eisenhowers in breitester Form veröffentlichen. Sie haßen die Absicht, die Konkurrenz Eisenhowers und Montgomerys in den Vordergrund zu stellen. Aber sie dienen damit zugleich den sowjetischen Zielen, die' Leitung der Operationen an sich zu ziehen und zu bestimmen, wann, wie die Berichte sagen, nun eine Einheitsfront für die nächste Offensiv-Phase auf der Schwarzmeer-Konferenz ausgearbeitet wird.
Ähnlich sieht es auf politischem Gebiet aus, dem sich nach feindlichen Meldungen die Beratungen jetzt zugewandt haben. Bezeichnend ist eine Äußerung des „Daily Telegraph“: „Die Sowjets wollen bei der künftigen Behandlung Deutschlands eine führende Rolle spielen, und sie treten sehr energisch für ein Kontroll- system gegen ein besiegtes Deutschland ein, aus dem es kein Entweichen gibt.“ Die Sowjetunion werde daher eine Verschärfung der von England und Amerika selbst vorgebrachten Vorschläge befürworten'. Es besteht nicht die geringste Meinungsverschiedenheit darüber, daß Deutschland nie wieder Macht erhalten soll, und im Prinzip kann es auch keinen Streit über die territorialen Veränderungen geben, die Deutschland durchmachen soll. Daraus konstruieren die feindlichen Nachrichten die Absicht der Konferenz bei Stalin, keinesfalls zu einer „Weichheit“ gegenüber dem deutschen Volk überzugehen. Das schließt, wie die Gegner meinen, allerdings nicht aus, daß die Konferenz genauer die Folgen einer „bedingungslosen Kapitulation" angibt, Einzelheiten der Waffenstillstandsbedingungen, künftige Kontrolle der deutschen Ostfront, und wieder einmal bewegt man sich
Moskau rüffelt die Wesimüchte
Wegen ihrer relativen Untätigkeit an der Westfront
Durch Panzer niedergewalzi
hie Bauarbeiter Alexander Artuschewski, «'*>■ 27. Juli 1921, Philipp Dubkow, geb. i» April 1926 ’ Peter Dubkow, geb. 1. Januar T* 3, Ä»ben zu Protokoll: „Am IS. Jan. früh
erhielten wir Befehl, unsere Arbeite;
. tte Welun mit unseren Frauen zu verfassen, weil bolschewistische Panzer durchge- waren. Wir waren insgesamt etwa *™ Menschen. Als wir S bis 8 Kilometer weit »^Sangen waren, hörten wir das Heranrollen mwjettscher Panzer. Die meisten warfen sich °ft in den Straßengraben. Einzelne der F»iü ner und Frau «ft rannten aber über freies einem nahe liegenden Waldrand. Wir He konnten auf einen etwa 70 Meter entfernt ~ Friedhof kriechen und uns zwischen
ahhögeln verstecken. i
Drahtbericht unseres Vertreter* kl. Stockholm, jf. Febr. Die Empörung über die Beiseiteschiebung' Montgomerys durch Eisenhower hat in der letzten Zeit in London eher zu- als abgenommen. Man bezeichnet es als unfaßbar, daß Eisenhower Bradley wieder in den Vordergrund schiebt', obwohl er ihn verschiedentlich offenkundig verneinte. Für Eisenhower *seien jedoch reine Prestigegründe ausschlaggebend. Mit einer gewissen Schadenfreude nimmt man daher in London alle kritischen Bemerkungen, die in Moskau gegen’ die Kriegführung im Westen gerichtet werden, zur Kenntnis. Die „Daily Mail“ veröffentlicht längere Auszüge aus den letzten Artikeln Ilja Ehrenburgs in „Krasnaja Swesda“, injdenen den Alliierten das Fiasko ihrer Kriegführung bescheinigt wird. Ehren- bürg erklärte, in der Sowjetunion habe man sich ehrlich darüber gefreut, als die Alliierten im Westen von der Normandie nach Brüssel vorrückten. Man habe aber in der Sowjetunion keineswegs die Hände über der Brust gekreuzt und sich mit der Rolle eines Zuschauers begnügt. Denn gleichzeitig seien die sowjetischen Armeen von Dobruisk bis an die Weichsel vorgerückt. In zynischer Welse fährt Ehrenburg dann fort und schreibt: „In West- deutschlnnd herrscht, wie berichtet wird, große Kälte. Die beste Methode, sich im Win
ter warm zu halten, ist die, nicht auf dem Fleck zu erstarren, sondern sich zu bewegen. Im Theater gibt es Schauspieler und Zuschauer, Ae applaudieren. Aber auf dem Kriegstheater applaudieren nur die Engel und die Krämer in der Schweiz.“
Moskau fühlt sich trotz aller Erfolge der letzten Zeit doch nicht stark genug, um den Krieg allein zu beenden. Sonst würde es über I die relative Untätigkeit seiner Verbündeten Im Westen nicht aufgebracht sein..
Beim Flug zur Dreierkonferenz abgesiürzi
Stockholm, 8. Febr. Wie Reuter meldet, stürzte ein Flugzeug, das einen Teil des Star bes Churchills zur Dreierkonferenz beförderte, unterwegs ab. 13 Insassen wurden getötet! Luftcomnjodore Sanderson vom Luftfahrt- lfünisterium wurde verletzt, drei Mitglieder der Besatzung werden vermißt, vier wurden verwundet. Zu den Toten gehören sechs Angehörige des Außenamtes, darunter eine Frau, vier Offiziere des Kriegsministeriums, ein Gruppenkapitän und ein führender Zeichner der Flugzeugbranche. Nach einer Exchange- Meldung befindet sich auch der Privatsekretär von Sir Eric Cadogan, Loxley, unter den Toten des Flugzeugunglückes.
in Vorstellungen darüber, daß Berlin von den drei Hauptalliierten gemeinsam besetzt werden soll, wobei nun auch das Frankreich de Gaulles sich dazu drängt, an der geplanten Besetzungsaktion gegen Deutschland . tejlzu- zuriehmen. v
Immer wieder durchklingen solche Angaben die Erklärungen, man habe nicht die Absicht „von der gerechten Strenge zur trügerischen Weichheit gegenüber dem deutschen Volk“ überzugehen. Das deutsche Volk ist sich klar darüber, daß es von seinen Gegnern keinerlei Weichheit zu erwarten hätte, wenn es ihnen in die Hände fallen sollte. Das deutsche Voik hat erlebt, wie sich die Sowjets dort verhalten, wo die deutschen Truppen das deutsche Land und die deutsche Bevölkerung nicht schützen konnten. Aus dem, was die Dokumenie-über die Greueltaten der Bolschewisten ln den deutschen Ostgebieten, berichten, ergibt sich die klare und logische Schlußfolgerung, daß hier ein System am Werk ist, das auf ganz Deutschland ausgedehnt werden würde, wenn das in der Macht der Gegner läge, und es ergibt sich die -^eitere Schlußfolgerung, daß alle Kraft und alle Entschlossenheit daran gewandt werden wird, dem deutschen Volk ein solches Schicksal zu ersparen. Das wird die Antwort auf die Bekanntgabe der Bolschewistengreuel und das wird zugleich die Antwort an die Konferenz bei Stalin sein.
Hitler jungen erhallen das EK. 2
Berlin, 8. Febr. Zur Abwehr eines feindlichen Angriffs im Osten war neben einem Zug des Volkssturms auch ein Zug eingesetzt, der sich aus Jungen eines Wehrertüchtigungslagers, einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt und einer Führerschule mit Wehrertüchtigungslager-Ausbildung zusammensetzte. Die Jungen haben sich dabei hervorragend gehalten und im Sturm eine Ortschaft genommen. Für ihr tapferes Verhalten wurden neun Jungen von dem Kommandierenden General mit dem EK. 2. Klasse ausgezeichnet..
Kameraden in der Noi
Von Hans Hertel
Kameradsfchaft ist einer unserer höchsten Begriffe und ein ebenso oft mißbrauchtes Wort. Ob jemand den Sinn dieses Wortes verstanden hat, das läßt sich in ruhigen Zeiten selten feststellen, denn in ihnen wird das' Wort Kameradschaft für die banalsten Dinge gebraucht. Wahre Kameradschaft zeigt sich in der Not, draußen an der Front, wo der Soldat mit seinem Kameraden das letzte Stück Brot teilt, mit ihm zusammen kämpft, blutet und stirbt. Dort wird von Kameradschaft am wenigsten gesprochen, aber sie ist da.
Für unser ganzes Volk ist nun eine Zeit gekommen., in jier es wieder einmal Kameradschaft im Großen zeigen muß. Viele Hunderttausende von Volksgenossen, fast ausschließlich Frauen und Kinder, strömen aus den Ostgebieten des Reiches nach Wetten. Sie haben fast alle Furchtbares erlebt. Zu den körperlichen Strapazen kam die ständige Sorge vor den bolschewistischen Horden, die ihnen, eine tiefe Blutspur hinterlassend, ständig auf den Fersen folgten. Von einem Gepäckstück nach dem andern mußten sich diese Volksgenossen trennen, um nur schneller wrorwärtszukommen. Die meisten mußten ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen, und auch ihre sehnsüchtigen Gedanken wandern immer wieder zurück in die geliebte Heimat, in der sich nun der bolschewistische Mob austoben kann. Die Menschen aus unseren Ostgauen hat das härteste -Schicksal getroffen, das jemals von Deutschen ln diesem Kriege getragen werden . mußte. Was diese Menschen erdulden, das tragen sie für das Reich, für uns alle. Ihr Schicksal ist unser Schicksal. Jedes Leid, das ihnen zugefügt wird, trifft uns ins Herz. Während die Frauen und Kinder nach Westen ziehen, haben die Männer die Waffen ergriffen, haben sie sich in die Heimaterde gekrallt und verteidigen Zoll um Zoll des Bodens unter hoheri Blut- opfem gegen den modernen Hunnensturm. Sie kämpfen dort für uns und treten mit ihrem Leben der ernstesten Gefahr entgegen, die jemals das Reich bedrohte.
Das Schicksal unserer Volksgenossen Im Osten ist“ für «ns--alle-eine hohe -Verpflichtung zur kameradschaftlichen Tat. Wir müssen aus unserer Rüstung das Letzte herausholen, um den Soldaten und Volks- -sturmmännem an der Ostfront Waffen und Munition zu liefern. Unter Einsatz aller Kräfte muß es gelingen, den Feind im Osten genau so zum Stehen zu bringen, wie es im Westen erreicht wurde. Es gibt auch in dieser Lage kein Unmöglich. Als wir es im Westen geschafft hatten, sprachen unsere Feinde von einem deutschen Wunder. Nun müssen wir beweisen, daß wir die Kraft besitzen, dieses Wunder zu wiederholen. Der deutsche Osten, der im Vorfeld für das Reich kämpft, muß spüren, daß die ganze Nation hinter ihm steht.
Dazu gehört aber vor allem auch die beste Kameradschaft gegenüber denen, die ihre Heimat verlassen mußten. Gewiß, heute ist schon jede deutsche Wohnung beengt. Schon der Bombenkrieg hat uns gezwungen, in jedem einzelnen Haus zusammenzurücken, und •wir alle wissen, daß die kleinen Sorgen des Alltags durch ein gedrängtes Zusammenwohnen nicht geringer werden. Aber was ist das alles gemessen an der großen Not, die jeder Rückgeführte zu tragen hat! Wir alle sind ver
Änhültender Komp! nm die Oder-Brückenköpfe
Hohe Einbußen der Sowjets an Menschen und Material
■ Eigener Drahtbericht ips. Berlin, 8. Febr. Nicht zum erstenmal ist das östliche Deutschland der Schicksats- raum für die deutsche Nation und gleichzeitig für die gesamte europäische abendländische
mehr oder minder vergeblichen Angriffen hohe Einbußen an Menschen und Material und verschleißt damit seine Kräfte.
Gegen die pommersche Südfront hat sich der sowjetische Druck in den letzten Tagen ebenfalls verstärkt, ohne daß der Feind nen-
Kultur. immer wieder haben im Laufe der nenswerte Vorteile’ erzielen'Tonnte! Xuch h^r
Jahrhunderte deutsche Männer mit unge brochenem Mut dem Ansturm aus dem Osten getrotzt. Auch in diesem Kriege hat der Wandel des Kriegsglücks es dahin gebracht, daß nunmehr die deutschen Divisionen und Volkssturmbataillone in stärkster Zusammenballung militärischer Kraft an der Oderlinie das Schicksal des Reiches und Volkes zu verteidigen haben.
Das Bild Ües großen Kampfes hat sich in den letzten Tagen wenig geändert. Immer wieder tauchen in den OKW.-Berlchten die gleichen Orte auf, an denen der Feind Brük- kenköpfe über den Fluß zu bilden versucht oder an denen unsere Truppen derartige Unternehmungen zerschlagen. Wenn es den Bolschewisten z. B. im Raum von Brieg-Ohlau und an einer Stelle weiter oderäbwärts. gelungen ist, ihre Brückenköpfe auf dem linken Flußufer um ein geringes zu erweitern, so sind wiederum andere Brückenköpfe beseitigt worden. Der Feind forciert diese Unternehmungen o'ffensichtlich deshalb, weil er sich Ausgangsstellungen für spätere Operationen schaffen will. Bisher haben die Sowjets mit ihren Infanterie-Divisionen und vor allem auch mit ihrer schweren Artillerie noch nicht soweit aufschließen können, bisher konnten sie auch ihre rückwärtigen Verbindungen nicht so weitlausgestalten, daß sie schon zu einem neuenoroßangriff zu schreiten vermochten. Auf der anderen Seite Ist die gegenwärtige relative Pause im sowjetischen Vorgehen für die deutsche Führung eine durchaus gewünschte Gelegenheit, die taktischen Ab- wehrmaßnahmen und die operativen Gegenmaßnahmen ruhig und gründlich vorzubereiten. Täglich aber erleidet der Feind bei seinen
macht sich die deutsche Initiative in Gestalt von Gegenangriffen bemerkbar; die Bolschewisten haben sich an diesen Stellen blutige Köpfe geholt. Besonders heftig waren die Kämpfe auch an der Nogatfront und lm Raum von Elbing. Diese Stadt wird von unserer tapferen Besatzung auf das hartnäckigste verteidigt. Auch hier laufen Gegenmaßnahmen, um dem sowjetischen Vordringen ein Ziel zu setzen.
An der ostpreußischen Front scheiterten wiederum die Versuche des Feindes, unsere Front zu durchbrechen und aufzuspalten. Im Bereich der Festung Königsberg haben einige Gegenangriffe zu einer Verbesserung der Lage geführt
Das Gesamtbild der Ostschlacht ist somit gegenüber den Vortagen äußerlich einigermaßen unverändert. Es darf aber nicht verkannt werden, daß sich hinter dem Schleier der Kämpfe an der Front, deren fortschreitende Stabilisierung unverkennbar ist, die gegnerischen Formationen zu einer neuen Kraftprobe gruppieren.
Der römische Korrespondent der „New York Times“ schreibt: Sizilien, das erste von den An?lo-Amerikanem betretene Gebiet Europas, sei ein Musterbeispiel für die .chaotischen Kräfte, die überall dort frei würden, wo die Anglo-Amerikaner hinkämen,
WÜe Dome! von efnem t Japanischen Stützpunkt meldet, versenkten japanische Einheiten im 'Westpazifik ein feindliches U-Boot.
Nach einer Reutermeldung aus Jerusalem führte Polizei und Militär am Mittwoch eine Großrazzia nach jüdischen Terroristen in Jaffa und Tel Aviv durch. 646 Personen wu/den festgestellt.