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(5.1.1945) 4
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Parteiamtliche Tageszeitung

Pas Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsbkri! des Reichsstatthallers in Oldenburg and Bremen

ist. p 30 1

Nummer 4 15. Jahrgang

Freitag, 5. Januar 1945

Einzelpreis 15 RpL

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Manchester Guardian" bedauert vorzeitige Veröffentlichung alliierter Zerslückelungsabsichten

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2J- Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Spiy i' ; dr. w. sch. Berlin, 4. Jan. Fast noch L St * j stärker als in den Bemerkungen der Feind- J, ^ ^ presse, daß die Neujahrsansprache des Füh- » rers die Darstellung einer historischen Per­sönlichkeit von höherer Warte gewesen ^el, daß siedie letzten Illusionen vertrieben", habe nnd daß man über diesewohlabge­wogene und klug durchdachte Rede sorg­fältig nachdenken müsse, kommt die außer­ordentliche Schockwirkung bei-den Gegnern in heftigen Selbstanklagen znm Ausdruck, die in diesem Zusammenhänge in englischer) und amerikanischen Zeitungen erhoben werden.

Im heutigen Leitartikel'der B. Z. wird auf , i einige Blätterstimmen hingewiesen, in denen Bont die Frage nach der Schuld-an der jüngsten militärischen Entwicklung mit dem HinWeis auf dieUngeschicklichkeit" der verfrüht bekanntgegebenen Vemichtungspläne 'gegen­über Deutschland beantwortet wird. ' Jetzt haut derManchester Guardian mit einer solchen Schärfe in die gleiche Kerbe, daß man daran besonders/ klar erkennen kann, eine wie außerordentliche Betroffenheit die Worte des Führers im Feindlager ausgelöst haben. In der überstürzten und heftigen Reaktion auf der Gegenseite wird aber gleichzeitig vollkommen übersehen, wie nach­drücklich und .eindeutig eines der entschei­denden und wirkungsvollsten Argumente des Führers durch die Formulierung der daran geknüpften Selbstanklage unterstrichen wird.

Hitlers Appell an das deutsche'Volk, so schreibt das erwähnte englische Blatt,,grün­det sich auf die von den Alliierten bisher veröffentlichten Vorschläge für eine ZCr-

r Stückelung Deutschlands. Wenn der Führer erklärte, daß die Deutschen für die Erhal­tung ihrer' Nation Und für die Zukunft ihrer ^ Kinder kämpfen, so haben wir diese Parole selbst .Hitler in die Hand gegebeh. Wir wer- d: möglicherweise feststellen müssen, daß es vielleicht bessere Politik gewesen wäre, auch wenn man uns den Vorwurf mangeln­der Offenherzigkeit machen könnte, wenn wir uns bei der Erörterung unserer Pläne hinsichtlich Deutschlands m e h r Zurück-

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Die Formulierungen des letzten Satzes lassen keinen Zweifel mehr daran, daß der Manchester Guardian und mit ihm natür­lich wpite Kreise der englischen Politik sach­lich absolut in dem Willen zur Aufteilung Deutschlands und zur Ausrottung der . deut­schen Nation mit den lauten Schreiern einig sind und daß sie es nur als taktisch un­zweckmäßig beurteilen,'daß man die wahren Absichten vorzeitig preisgegeben hat. Man hätte, das ist der Sinn dieser Selbstanklage, mehr Zurückhaltung üben sollen, bis von der Veröffentlichung der Vernichtungspläne keine deutsche Gegenwirkung mehr zu er­warten gewesen sei. Dann aber, wenn das deutsche Volk auf die Wiederholung des Wil­son-Schwindels hereingefallen sei nnd noch einmal im Vertrauen auf angio-amerikanische Versprechungen kapituliert habe, würde man kaltschheuzig den Vorwurfmangelnder Offenherzigkeit auf sich nehmen können, da er sich ja keine praktische politische Geltung mehr verschaffen könne.

Man braucht sich im Feindlager wirklich solche Sorgen um die agitatorische Seite der Kriegführung nicht zu machen. Gedanken und Erörterungen in dem Sinne, oh es nicht bei der Anwendung geschickterer taktischer Methoden doch möglich gewesen wäre, die Deutschen noch einmal zu beschwatzen; und ob die Absicht, jede Berüfungsihöglichkeit > auf eine übernommene Verpflichtung von vornherein auszuschalten, nicht lächerlichen

wird, nachdem gerade um die Jahreswende die feindlichen Hlusionen durch die Beweis­führung der ungebrochenen und unzerbrech­lichen deutschen Kraft völlig zertrümmert worden sind. Gerade, die Offenherzigkeit der Vernichtungsphantasten gibt dem Führer vor der ganzen Weltöffentlichkeit recht, wenn er in den Mittelpunkt seiner Neu­jahrsansprache die Feststellung setzte, daß das deutsche Volk von haßerfüllten Gegnern zum Schicksalskampf um Leben und Frei­heit gezwungen wurde und daß wir aus die­ser Erkenntnis zu einer Steigerung, zu einer Höchstentfaltung und zu, einer Unerschüt- terlichkeit der nationalen Kraft gelangen müssen, die uns unüberwindbar macht. Der Manchester Guardian bestätigt uns nur die Systematik der Vemichtungspläne und die vollkommen sachliche Übereinstimmung aller unserer Feinde in dieser Hinsicht, wenn er jetzt die Stärke des von hier aus gegebe­nen Impulses für die Kraft und Unüberwind- lichkeit des deutschen Selbstbehauptungs­willens zu begreifen anfängt.

Weil wir, so konnte darum der Führer sagen,die Vernichtungsziele unserer Geg­ner kennen, weil sie uns dank ihrer propa­gandistischen Schwatzhaftigkeit aus dem Munde iijrer Staatsmänner und Journalisten die nötigt Aufklärung selbst anbieten, sieht

das ganze deutsche Volk, wie das Schicksal wäre, das ihm zugedacht ist* wenn es jemals diesen Krieg verliefen würde. Die Folgerung wurde und wird bei uns unerbittlich und ra­dikal gezogen, JJei cten Feinden beginnt es nun zu dämmern, aber alle Nachbetrachtun­gen und Selbstanklagen kommen zu spät. Jeder Versuch, noch einmal an den grotesken Schwindel der Atlantik-Charta oder ähn­licher Betrugsmanöver anzuknüpfen, kann bei uns nur noch ein grimmiges Hohngeläch­ter auslösen.

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Höhepunkt der Heuchelei

Drahtbericht unseres Vertreters ost. Stockholm, 4. Jan. Der britische 1 Mini­ster für Flugzeugproduktion, Sir Stafford Cripps, der kürzlich als reumütiger ver­lorener Sohn in den Schoß, der Labour- Partei zurückgekehrt ist, von der er sich wegen seiner linksradikalen Einstellung seinerzeit losgesagt hatte, erklärte sich am Mittwoch für eine Politik des Hasses gegen das deutsche Volk. Er sprach auf einer Baptistenversammlung und bezeichnete seine Haltung gegenüber Deutschland alsprak­tischen christlichen Idealismus; Im ein­zelnen führte er aus, man müsse Deutsch­land entwaffnen und die Kontrolle über seine Gesamtindustrie übernehmen.Aber

nur, um . Deutschlands Nachbarn zu schützen.'

Im übrigen unterstützte er aucl^ die neuen Grenzvorschläge, die bekanntlich eine Zer­stückelung des Deutschen Reiches zugunsten seiner Nachbarn vorsehen. Das Programm, das Cripps seinen frommen Zuhörern vor­legte, entsprach also in allen Punkten ge­nau dem Morgenthau-Plan, der eine rest­lose Vernichtung Deutschlands und Redu­zierung des ganzen Landes auf einen Kar­toffelacker vorsieht. Der britische Demister für Flugzeugproduktion suchte dieses Pro­gramm nur duröh eine schamlose Verwen­dung von Ausdrücken der christlichen. Liebe zu verbrämen. Man solle die Deutschenwie Brüger und rrfit Freundschaft behandeln, so sagte er .wörtlich, aber man müsse natür­lich ihre IJachbarn vor ihnen schützen.

' Hier wird also dar Morgenthau-Plan als ein Mittel der christlichen Nächstenliebe angeböten, nicht etwa aus Haß oder. aus Konkurrenzneid, sondern nur, um di? Nach­barn vor Deutschland zu schützen. Die Eng­länder, die sich schon immer in Ihrer blaspherpischen Verwendung christlicher Ausdrücke ausgezeichnet haben, wo es galt, ihre eigenen Interessen, oder Wünsche zu verdecken, haben in dieser Rede von Sir Stafford Cripps einen neuen Höhepunkt der Schamlosigkeit erreicht.

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Feindlicfisr Großangriff in Südosl-Belgien

Bei Bastögne Gegner in die Verteidigung geworfen Erfolge zwischen Saar und Rhein

Aus dem Führerhauptqnartier, 4. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In Belgien ist der Feind zwischen Stavelot und Marche gestern von Norden her zu dem erwarteten Großangriff angetreten, um seinen bei Bastogne schwer ringenden Verbänden

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Entlastung zu bringen. Dort warfen unsere Divisionen den Gegner in die Verteidigung und fügten ihm hohe Verluste zu. Im- ge­samten Kampfgebiet verloren die Amerika­

ner 34 Panzer. Beiderseits Bitsch gsetzen unsere Truppen ihre Angriffe fort. Obwohl der Feind von den benachbarten Fronten

alle verfügbaren Kräfte za Gegenangriffen, iland dauert die Kampfpause an,

heranführte, gelang es ihm nicht) unsere östlich Saargemünd und in den'unteren Vo­gesen vorjiringenden Angriffskolonnen zum Stehen zu bringen. Das pfälzisch-elsässische Grenzgebiet westlich Weißenburg wurde vom Feinde gesäubert. Zur Störung des feind­lichen Nachschubs wurde das Femfeuer auf Lüttieh und Antwerpen fortgesetzt.

In Mittelitalien führte die 8. britische Armee in der Romagna zahlreiche Vorstöße zur Fesselung Unserer Kräfte und trat nord­westlich Ravenna zum Großangriff an. Schwere Kämpfe mit dem in einem Ab­schnitt in unsere Stellungen eingedrungenen Feind sind noch im Gänge. i

Im Raum von Virovitica in Slawonien warfen Kroaten und Kosaken starke feind­liche Banden unter hohen Verlusten aus ihren Stellungen und erbeuteten zahlreiche Waffen. In Ungarn griffen die Bolsche­wisten Budapest Tag und Nacht, vor allem von Osten her, an. In harten Kämpfen schlug die Besatzung die Angriffe zurück. In die Kämpfe im Raum von Budapest griffen' Schlachtflieger mit starken Kräften ein. Durch Bomben und Bordwaffen setzten sie 34 Panzer außer Gefecht und vernichteten über 500 Fahrzeuge. Deutsche und ungarische Jäger und Schlachtflieger schossen 37 sowje­tische Flugzeuge ab. Im südslowakischen Grenzgebiet versuchten die nachts auf brei­ter Front angreifenden Sowjets vergeblich, unsere Front zu durchbrechen. Auch am

Ernste Probleme für die USA

General Eisenhowers Rückschlag in Westeuropa

Drahtbericht unseres Vertreters sch. Lissabon, 4. Jan. Am Mittwoch trat in 1 Skrupeln entsprungen sei, sind völlig fehl am [ Washington der neugewählte 79. Kongreß zu- e l ? y Platze. Gerade seif den Erfahrungen mit dem j sammen. Seine, Hauptaufgabe'wird zunächst von Wilson und Lloyd George im Jahre 1918 I Rieht, Wie zuerst angenommen, in der Bera-

inszenierten größten Weltbetrug ist das deut­sche Volk politisch hellhörig und klarsichtig geworden, upd wir wissen ganz unabhängig von allem, was uns angejdroht oder ver- , sprachen wird, zu genau, daß die sonst so be­trogene Feindkoalition nur durch das ge­radezu tollwütige Ziel der vollkordmenen Ver­nichtung Deutschlands wie Pech und Schwefel. zusammengehalten wird. Das vor­zeitige Geschrei der Morggnthau und Kum­pane war gewiß nicht durch die Sorge vor der Berechtigung eines späteren moralischen Vorwurfs bedingt, sondern hatte seine Ur­sache in der Illusion, daß es mit Deutsch­lands Kraft völlig zu Ende, sei und daß man darum keine Vorsicht mehr zu üben brauche.

Allerdings sind wir den Gegnern wegen der Offenherzigkeit' nicht böse, die jetzt beklagt

♦ung internationaler 1 Verträge, sondern wie der Leiter des Kriegsmobilmachungsamts Byrns sich ausdrückte in der Behandlung von sehrrealen Kriegsfragen bestehen. Da­zu gehört vor allem die Verstärkung und Umstellung der USA-Rüstungsproduktion so­wie die Frage des Menscheneinsatzes in der Wehrmacht und in der Kriegsproduktion. Auf diesem Gebiet hat der Rückschlag Eisen­howers in Europa sehr ernste Probleme auf­geworfen. Auch die Schuldfrage an der Nie­derlage der USA-Truppen in den Ardennen wird eine große Rolle spielen. Die Zeitungen und noch mehr die - Zeitschriften kündigen eine scharfe Kritik an, die sich aber zunächst gegen die englischen Bundesgenossen richtet.

Gewisse englische Stimmeri, die eine Neu­ordnung des Oberbefehls in Westeuropa ver-

Auf die Versprechungen der Feinde hereingeiallen

/ USA-Augenzeugin: Massentod in Bonomi-Itahen

ep. Stockholm, 4. Jan.Das Itali- | Munde. Es ist eine Amerikanerin, die Gattin enische Volk ist auf die Versprechungen der ! des bekannten amerikanischen Verlegers

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amerikanischen Regierung vor den Präsident­schaftswahlen elend hereingefallen. Es würde besser sein, man hätte niemals solche Ver­sprechungen gemacht. Die italienischen Zivi­listen sterben vor unseren Augen zu tausen­den an Kälte und Hunger.

DiesA Erklärung, die das furchtbare Ver­brechen der Alliierten an den Völkern Euro­pas eindeutig festnagelt, stammt nicht aus deutschem, auch nicht aus neutralem

Luce, Frau Claire Booth-Luce, die, wie Reu­ter aus New York meldet, nach ihrer Rück­kehr von . einem Besuch der europäischen Fronten dieses vernichtende Urteil über die Folgen der anglo-amerikanischen Politik ab­gab. Eines Kommentars hierzu bedarf es nicht; ihn geben die Meldungen von der täg­lich sich steigernden Not der betrogenen befreiten Völker immer neu in erschüttern­der Überzeugungskraft.

langten, haben in Amerika große Empörung hervorgerufen. Von britischer Seite war an­geregt worden, General Eiserihower zuent­lasten, man müsse den direkten Befehl über die Bodentruppen einem anderen General überlassen. Genannt wurden die britischen Feldmarschälle Montgomery und Mexander. Wie erinnerlich, hatte etwa viewWochen nach Beginn der Invasion Montgomery unter amerikanischem Druck auf dieses Kommando über die Bodentruppen, das er damals inne hatte, verzichten müssen, da verschiedene USA-Generale, vor allem HodgeS, unter einem Engländer nicht mehr kämpfen wollten. Da­mals hatten USA-Militärkritiker, die mit dem Kriegsministerium in Washington eng Zusammenarbeiten, wie z. B. Hanson Bal- dwih, es als einengroben psychologischen und taktischen Mißgriff bezeichnet, daß Montgomery den Befehl über die. Boden­truppen habe, obwohl Amerika den Hauptteil der Streitkräfte stellte.

Heute kehren die Engländer den Spieß um upd erklären, General Eisenhower sei gar nicht in der Lage, angesichts des Umfanges der militärischen Operationen die alleinige Leitung zu führen. Sie bezeichnen es ge­nau wie s. Z. Hanson Baldwin, nur mit um­gekehrtem Vorzeichen als einen schweren militärischen Fehler, den jetzigen Zustand beizubehalten. In Washington hat man dies aber übelgenommen und am Vorabend des Zusammentritts des Kongresses erklärte der militärische Kongreßkorrespondent derNew York Times, an höchster Stelle stehe man auf dem Standpunkt, ein Wechsel im Ober­befehl sei durchaus notwendig. Die Er­nennung gar eines Engländers zum Ober­befehlshaber der Bodentruppen könne nur Uneinigkeit zwischen den Verbünd'-r- vorrufen.

gestrigen Nachmittag scheiterten erneute Durchbruchsversuche des Feindes. An der Front' zwischen der Ost-Slowakei nnd Kur-

Die anglo-amerikanischcn Terrorflieger, die am gestrigen Tage nach Westdeutschland sowie m das Rhein-Main-Gebiet einflogen, warfen ihre Bomben vor allem auf die Stadt Fulda, wo erneut Schäden und zahlreiche Brände) entstanden. . < .

Das Vergeltungsfeuer auf den Raum von Groß-London wurde fortgesetzt..

Die deutsche Kriegsmarine versenkte Im Monat Dezember 163 600 BRT., feindlichen Schiffsraums und außerdem 16 Zerstörer und Geleitfahrzeuge.

Neue Phase der Winferschlacht

Drahtberieht unserer Berliner 'Schriftleitung b. Berlin, 4. Jan. Das schwere Ringen zwischen Maas und Mosel ist in eine neue Phasp seiner Entwicklung gerückt. Nach­dem die massiert im Raum von Bastogne angreifenden acht Divisionen der 3. nord­amerikanischen Armee von den deutschen Panzern in die Verteidigung gedrängt wur­den, hat Eisenhower das Schwergewicht sei­ner Gegenmaßnahmen an den Nordabschnitt des deutschen Einbruchsraumes verlagert und hier in dem Abschnitt StavelotMarche einen Großangriff mit dem offenbaren Ziel eines Durchbruchs angesetzt. Die nordame­rikanischen Angriffe, über deren StärkeT)is- her keine näheren Informationen vorliegen, die aber im wesentlichen durch die wieder­aufgefüllten Divisionen der im ersten deut­schen Ansturm zersprengten 1. nordamerika­nischen Armee getragen werden dürften, werden sowohl- aus Nördwesten als auch direkt von Norden geführt. Brennpunkte der neuen Schlacht entwickelten sich nach jüng­sten Berichten bei Kalterherberg, Basse Badeux, Bilgette sowie zwischen .Hutton und Rochefort. Bisher konnten alle amerika­nischen Durchbruchsversuche abgewiesen werden. - ,

Die immer neuen Umgruppierungen der nordamerikanischen Divisionen unterstrei­che^ die Tatsache, daß naclPwie vor die deutsche- Führung die Initiative in ihren Händen hält. An der pfälZisch-elsässischen Front und an der Saarfront zwischen For- bach und Weißenburg setzten die deutschen Truppen ihre Angriffe an zahlreichen Ab­schnitten fort. Die Amerikaner versuchten, durch Heranführung aller verfügbaren Kräfte von benachbarten Fronten den deut­schen Angriffen zu begegnen, konnten jedoch, nicht verhindern, daß die deutschen Trup­pen weitere Geländegewinne erzielten. Ober die Möglichkeiten dieser .Angriffe und die 1 Stärke der in ihnen angesetzten deutschen Verbände sind keinerlei nähere Informa­tionen verfügbar. Das deutsche Oberkom­mando übt auch in diesem Falle eine starke Zurückhaltung in der> Nachrichtengebung, die sich bei dem Unternehmen, an anderer Stelle sehr bewährte.

Im Licht der Führerworie

Von unserem Berliner Vertreter

Dr. Walter Schneider

Nach den Stunden der Besinnung nnd Einkehr, die nun einmal für den Deutschen in jeder Lage, des Lebens und noch zu hei­ßen.Kampfes mit Weihnachten und Silvester verbunden sind, stehen wir nunmehr schon seit Tagen fest mit beiden Füßen in dem neuen Jahr, in dem wir das Fieber der -Ent­scheidung fühlen. In ihm bleibt unser Denken und Handeln ausgerichtet nach den grundsätzlichen Darlegungen und Parolen, die wir dankbar und mit leidenschaftlicher Anteilnahme in der vertrauten dunklen Stimme in den ersten Stunden des Jahres auf den Ätherwellen vernahmen. Die Worte, die wir in dieser Stunde hörten, beleuchten naturgemäß alle neuen Ereignisse und Symp­tome der militärischen und politischen Ent­wicklung in besonderer Weise. Die Wehr- hiachtberichte der letzten Tage- bestätigen besonders eindrucksvoll,. was der Führer als eine' der entscheidenden Auswirkungen der umfassenden. deutschen Volkserhebung fest­stellte,daß nämlich das Wiedererstarken und, die Bewegung zur- Höchststeigerung der deutschen Widerstandskraft dem Gegner bei seinem Ansturm gegen das Reich einen Blutzoll abverlangen werden, der so tief ln seine Substanz greifen müsse, daß der Ader­laß auf die Dauer nicht ertragen werden könne.Unsere Gegner müssen wissen, so sagte der Führer,daß jeder Kilometer gegen Deutschland mit einer steigenden Blutlasfr verbunden Ist und daß sie mit einem Erlahmen oder gar Aufgeben dieses Wider­standes niemals rechnen dürfen. Ober 50 000 Mann blutige Verluste und über 24 000 Gefangene neben gewaltigen Beute- und Vernichtungsziffern, das ist ein vor­läufiger Abschlußbericht über den Erfolg des t deutschen Gegenschlages im belgisch-luxem­burgischen Räum, der die Ankündigung des Führers'aufs nachdrücklichste- unterstreicht. Die von deutscher amtlicher Seite Veröffent­lichten Zahlen werden sogar noch von denen übertroffen, die in den Vereinigten Staaten selbst genannt werden. So- beziffert der amerikanische Korrespondent des'News Chronicle", Robert Waithman, in einer Bi­lanz für 1944, nach der die amerikanischen Verluste schon jetzt doppelt so hoch wie im ersten Weltkrieg sind, allein für den Monat Dezember den. von den amerikanischen Truppen entrichteten Blutzoll auf über 100 000 Mapn, also eine für einen einzigen Monat ungeheuerlich erscheinende Höhe. Der Feind selbst also muß durch tatsäch­liche Feststellungen ein wesentliches Argu­ment des/Führers in seiner Neujahrskund­gebung höchst eindrucksvoll unterstreichen.

Das gleiche gilt? auch nach anderer Rich­tung, vor allem für die Beweiskraft der po­litisch-moralischen Ausführungen des Füh­rers, Der Führer begründete die unversieg­baren Quellen der deutschen Kraft im Widerstand und im »Angriff vor allem mit der Klarheit Und sittlichen Unangreifbarkeit unseres Kriegsziels, das durch den Willen zur Erkaltung und Sicherung unserer Frei­heit und Zukunft .gegenüber den absoluten Ausrottungs- und Abwürgungsplänen der Feinde bestimmt wird. Wenn heute im Feindlager erregte Debatten über die Frage stattfinden, wo die Schuld, für dfen militäri­schen Rückschlag im belgisch-luxemburgi­schen Raum zu suchen sei, der den gesamten Feldzugsplan Eisenhowers zertrümmert habe, so wird jetzt in vielen amerikanischen und englischen Zeitungen darüber geklagt, daß man. durch die offene Verkündung der Ver­nichtungspläne zur Stärkung der deutschen Widerstandskraft beigetragen habe.Daily Herald,Sunday Times und andere Blät­ter vertreten nunmehr die Auffassung, daß es höchst unzweckmäßig gewesen sei, dem deutschen Volke schon heute mitzuteilen, was man mit ihm vorhabe. Es wird in die­sem Zusammenhang natürlich nicht gesagt, daß die bis in alle Einzelheiten erörterten Vernichtungspläne an sich politisch falsch Und moralisch verwerflich seien, Klage wird nur über die taktische Ungeschicklichkeit der vorzeitigen Veröffentlichung geführt. Wir können die Feindseite in dem Sinne beruhi­gen, daß auch ohne eine solcheUngeschick­lichkeit nach den Erfahrungen mit dem Wilson-Schwindel am Ende des ersten Welt­kriegs niemand in Deutschland auf die Wiederholung eines solchen Manövers her­eingefallen wäre. Dazu ist die Zeitspanne zu kurz, die zwischen der ^leit nach 1918 und heute liegt. Aber nach allem, was man sich auf der Gegenseite im Siegestaumel an der Ausmalung von Vernich tungspliantasien von Ilja Ehrenburg über Morgenthau bis zu Churchill selbst geleistet hat, konnte der Führer am Neujahrstage mit Recht noch einmal auf seine bereits im Jahre 1939 aus? gesprochene Erkenntnis verweisen, daß die­ser Krieg zu einem unbarmherzigen Ringen

Wieder zwei USA-Transporier versenkt

Tokio, 4. Jan. Einheiten des Kamikaze- Spezialangriffskorps der japanischen Marine griffen am 3. Januar, wie das Kaiserlich japanische Hauptquartier meldet, mit Trup­pen und Munition vollbeladenen Geleitzug in der Mindanao-See an. Zwei große feindliche Transporter wurden bei diesem Angriff ver­senkt, während ein Zerstörer schwer be- schädigt wurde.

Einheiten der japanischen Luftwaffe führ­en am 3. J.. vor Tageranbruch heftige

Saipan durch und verursachten an einigen Stellen der Flugfelder Brände. Ferner wur- ded hie feindlichen Flugplätze von San Jose auf der Insel. Mindoro sowie Tacloban auf der Insel Leyte erneut angegriffen, wobei es ihnen gelang, an dreizehn Steilen dieser Flugplätze Brände und an zwei weiteren große Explosionen zu verursachen.

Starke Einheiten der japanischen Luft-, waffe griffen auch in die Bodenkämpfe im Gebiet von Nordbirma ein. Die motorisierten

Flugfelder auf j feindlichen Streitkräfte hatten große Verluste.