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Parteiamtliche Tageszeitung
Pas Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsbkri! des Reichsstatthallers in Oldenburg and Bremen
ist. p •30 1
Nummer 4 15. Jahrgang
Freitag, 5. Januar 1945
Einzelpreis 15 RpL
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„Manchester Guardian" bedauert vorzeitige Veröffentlichung alliierter Zerslückelungsabsichten
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2J- Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Spiy i' ; dr. w. sch. Berlin, 4. Jan. Fast noch L St * j stärker als in den Bemerkungen der Feind- J, ^ ^ presse, daß die Neujahrsansprache des Füh- » rers die Darstellung einer historischen Persönlichkeit von höherer Warte gewesen ^el, daß sie „die letzten Illusionen vertrieben", habe nnd daß man über diese „wohlabgewogene und klug durchdachte Rede“ sorgfältig nachdenken müsse, kommt die außerordentliche Schockwirkung bei-den Gegnern in heftigen Selbstanklagen znm Ausdruck, die in diesem Zusammenhänge in englischer) und amerikanischen Zeitungen erhoben werden.
Im heutigen Leitartikel'der B. Z. wird auf , i einige Blätterstimmen hingewiesen, in denen Bont die Frage nach der Schuld-an der jüngsten militärischen Entwicklung mit dem HinWeis auf die „Ungeschicklichkeit" der verfrüht bekanntgegebenen Vemichtungspläne 'gegenüber Deutschland beantwortet wird. ' Jetzt haut der „Manchester Guardian“ mit einer solchen Schärfe in die gleiche Kerbe, daß man daran besonders/ klar erkennen kann, eine wie außerordentliche Betroffenheit die Worte des Führers im Feindlager ausgelöst haben. In der überstürzten und heftigen Reaktion auf der Gegenseite wird aber gleichzeitig vollkommen übersehen, wie nachdrücklich und .eindeutig eines der entscheidenden und wirkungsvollsten Argumente des Führers durch die Formulierung der daran geknüpften Selbstanklage unterstrichen wird.
„Hitlers Appell an das deutsche'Volk“, so schreibt das erwähnte englische Blatt,,„gründet sich auf die von den Alliierten bisher veröffentlichten Vorschläge für eine • ZCr-
r Stückelung Deutschlands. Wenn der Führer erklärte, daß die Deutschen für die Erhaltung ihrer' Nation Und für die Zukunft ihrer ^ Kinder kämpfen, so haben wir diese Parole selbst .Hitler in die Hand gegebeh. Wir wer- d: ■ möglicherweise feststellen müssen, daß es vielleicht bessere Politik gewesen wäre, auch wenn man uns den Vorwurf mangelnder Offenherzigkeit machen könnte, wenn wir uns bei der Erörterung unserer Pläne hinsichtlich Deutschlands m e h r Zurück-
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Die Formulierungen des letzten Satzes lassen keinen Zweifel mehr daran, daß der „Manchester Guardian“ und mit ihm natürlich wpite Kreise der englischen Politik sachlich absolut in dem Willen zur Aufteilung Deutschlands und zur Ausrottung der . deutschen Nation mit den lauten Schreiern einig sind und daß sie es nur als taktisch unzweckmäßig beurteilen,'daß man die wahren Absichten vorzeitig preisgegeben hat. Man hätte, das ist der Sinn dieser Selbstanklage, „mehr Zurückhaltung“ üben sollen, bis von der Veröffentlichung der Vernichtungspläne keine deutsche Gegenwirkung mehr zu erwarten gewesen sei. Dann aber, wenn das deutsche Volk auf die Wiederholung des Wilson-Schwindels hereingefallen sei nnd noch einmal im Vertrauen auf angio-amerikanische Versprechungen kapituliert habe, würde man kaltschheuzig den Vorwurf „mangelnder Offenherzigkeit“ auf sich nehmen können, da er sich ja keine praktische politische Geltung mehr verschaffen könne.
Man braucht sich im Feindlager wirklich solche Sorgen um die agitatorische Seite der Kriegführung nicht zu machen. Gedanken und Erörterungen in dem Sinne, oh es nicht bei der Anwendung geschickterer taktischer Methoden doch möglich gewesen wäre, die Deutschen noch einmal zu beschwatzen; und ob die Absicht, jede Berüfungsihöglichkeit > auf eine übernommene Verpflichtung von vornherein auszuschalten, nicht lächerlichen
wird, nachdem gerade um die Jahreswende die feindlichen Hlusionen durch die Beweisführung der ungebrochenen und unzerbrechlichen deutschen Kraft völlig zertrümmert worden sind. Gerade, die Offenherzigkeit der Vernichtungsphantasten gibt dem Führer vor der ganzen Weltöffentlichkeit recht, wenn er in den Mittelpunkt seiner Neujahrsansprache die Feststellung setzte, daß das deutsche Volk von haßerfüllten Gegnern zum Schicksalskampf um Leben und Freiheit gezwungen wurde und daß wir aus dieser Erkenntnis zu einer Steigerung, zu einer Höchstentfaltung und zu, einer Unerschüt- terlichkeit der’ nationalen Kraft gelangen müssen, die uns unüberwindbar macht. Der „Manchester Guardian“ bestätigt uns nur die Systematik der Vemichtungspläne und die vollkommen sachliche Übereinstimmung aller unserer Feinde in dieser Hinsicht, wenn er jetzt die Stärke des von hier aus gegebenen Impulses für die Kraft und Unüberwind- lichkeit des deutschen Selbstbehauptungswillens zu begreifen anfängt.
„Weil wir“, so konnte darum der Führer sagen, „die Vernichtungsziele unserer Gegner kennen, weil sie uns dank ihrer propagandistischen Schwatzhaftigkeit aus dem Munde iijrer Staatsmänner und Journalisten die nötigt Aufklärung selbst anbieten, sieht
das ganze deutsche Volk, wie das Schicksal wäre, das ihm zugedacht ist* wenn es jemals diesen Krieg verliefen würde. Die Folgerung wurde und wird bei uns unerbittlich und radikal gezogen, JJei cten Feinden beginnt es nun zu dämmern, aber alle Nachbetrachtungen und Selbstanklagen kommen zu spät. Jeder Versuch, noch einmal an den grotesken Schwindel der Atlantik-Charta oder ähnlicher Betrugsmanöver anzuknüpfen, kann bei uns nur noch ein grimmiges Hohngelächter auslösen.
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Höhepunkt der Heuchelei
Drahtbericht unseres Vertreters ost. Stockholm, 4. Jan. Der britische 1 Minister für Flugzeugproduktion, Sir Stafford Cripps, der kürzlich als reumütiger verlorener Sohn in den Schoß, der Labour- Partei zurückgekehrt ist, von der er sich wegen seiner linksradikalen Einstellung seinerzeit losgesagt hatte, erklärte sich am Mittwoch für eine Politik des Hasses gegen das deutsche Volk. Er sprach auf einer Baptistenversammlung und bezeichnete seine Haltung gegenüber Deutschland als „praktischen christlichen Idealismus“; Im einzelnen führte er aus, man müsse Deutschland entwaffnen und die Kontrolle „ über seine Gesamtindustrie ‘ übernehmen. „Aber
nur, um . Deutschlands Nachbarn zu schützen“.'
Im übrigen unterstützte er aucl^ die neuen Grenzvorschläge, die bekanntlich eine Zerstückelung des Deutschen Reiches zugunsten seiner Nachbarn vorsehen. Das Programm, das Cripps seinen frommen Zuhörern vorlegte, entsprach also in allen Punkten genau dem Morgenthau-Plan, der eine restlose Vernichtung Deutschlands und Reduzierung des ganzen Landes auf einen Kartoffelacker vorsieht. Der britische Demister für Flugzeugproduktion suchte dieses Programm nur duröh eine schamlose Verwendung von Ausdrücken der christlichen. Liebe zu verbrämen. Man solle die Deutschen „wie Brüger und rrfit Freundschaft“ behandeln, so sagte er .wörtlich, aber man müsse natürlich ihre IJachbarn vor ihnen schützen.
' Hier wird also dar Morgenthau-Plan als ein Mittel der christlichen Nächstenliebe angeböten, nicht etwa aus Haß oder. aus Konkurrenzneid, sondern nur, um di? Nachbarn vor Deutschland zu schützen. Die Engländer, die sich schon immer in Ihrer blaspherpischen Verwendung ■ christlicher Ausdrücke ausgezeichnet haben, wo es galt, ihre eigenen Interessen, oder Wünsche zu verdecken, haben in dieser Rede von Sir Stafford Cripps einen neuen Höhepunkt der Schamlosigkeit erreicht.
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Feindlicfisr Großangriff in Südosl-Belgien
Bei Bastögne Gegner in die Verteidigung geworfen — Erfolge zwischen Saar und Rhein
Aus dem Führerhauptqnartier, 4. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In Belgien ist der Feind zwischen Stavelot und Marche gestern von Norden her zu dem erwarteten Großangriff angetreten, um seinen bei Bastogne schwer ringenden Verbänden
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Entlastung zu bringen. Dort warfen unsere Divisionen den Gegner in die Verteidigung und fügten ihm hohe Verluste zu. Im- gesamten Kampfgebiet verloren die Amerika
ner 34 Panzer. — Beiderseits Bitsch gsetzen unsere Truppen ihre Angriffe fort. Obwohl der Feind von den benachbarten Fronten
alle verfügbaren Kräfte za Gegenangriffen, iland dauert die Kampfpause an,
heranführte, gelang es ihm nicht) unsere östlich Saargemünd und in den'unteren Vogesen vorjiringenden Angriffskolonnen zum Stehen zu bringen. Das pfälzisch-elsässische Grenzgebiet westlich Weißenburg wurde vom Feinde gesäubert. — Zur Störung des feindlichen Nachschubs wurde das Femfeuer auf Lüttieh und Antwerpen fortgesetzt.
In Mittelitalien “ führte die 8. britische Armee in der Romagna zahlreiche Vorstöße zur Fesselung Unserer Kräfte und trat nordwestlich Ravenna zum Großangriff an. Schwere Kämpfe mit dem in einem Abschnitt in unsere Stellungen eingedrungenen Feind sind noch im Gänge. i
Im Raum von Virovitica in Slawonien warfen Kroaten und Kosaken starke feindliche Banden unter hohen Verlusten aus ihren Stellungen und erbeuteten zahlreiche Waffen. — In Ungarn griffen die Bolschewisten Budapest Tag und Nacht, vor allem von Osten her, an. In harten Kämpfen schlug die Besatzung die Angriffe zurück. In die Kämpfe im Raum von Budapest griffen' Schlachtflieger mit starken Kräften ein. Durch Bomben und Bordwaffen setzten sie 34 Panzer außer Gefecht und vernichteten über 500 Fahrzeuge. Deutsche und ungarische Jäger und Schlachtflieger schossen 37 sowjetische Flugzeuge ab. — Im südslowakischen Grenzgebiet versuchten die nachts auf breiter Front angreifenden Sowjets vergeblich, unsere Front zu durchbrechen. Auch am
Ernste Probleme für die USA
General Eisenhowers Rückschlag in Westeuropa
Drahtbericht unseres Vertreters sch. Lissabon, 4. Jan. Am Mittwoch trat in 1 Skrupeln entsprungen sei, sind völlig fehl am [ Washington der neugewählte 79. Kongreß zu- e l ? y Platze. Gerade seif den Erfahrungen mit dem j sammen. Seine, Hauptaufgabe'wird zunächst von Wilson und Lloyd George im Jahre 1918 I Rieht, Wie zuerst angenommen, in der Bera-
inszenierten größten Weltbetrug ist das deutsche Volk politisch hellhörig und klarsichtig geworden, upd wir wissen ganz unabhängig von allem, was uns angejdroht oder ver- , sprachen wird, zu genau, daß die sonst so betrogene Feindkoalition nur durch das geradezu tollwütige Ziel der vollkordmenen Vernichtung Deutschlands wie Pech und Schwefel. zusammengehalten wird. Das vorzeitige Geschrei der Morggnthau und Kumpane war gewiß nicht durch die Sorge vor der Berechtigung eines späteren moralischen Vorwurfs bedingt, sondern hatte seine Ursache in der Illusion, daß es mit Deutschlands Kraft völlig zu Ende, sei und daß man darum keine Vorsicht mehr zu üben brauche.
Allerdings sind wir den Gegnern wegen der Offenherzigkeit' nicht böse, die jetzt beklagt
♦ung internationaler 1 Verträge, sondern — wie der Leiter des Kriegsmobilmachungsamts Byrns sich ausdrückte — in der Behandlung von sehr „realen Kriegsfragen“ bestehen. Dazu gehört vor allem die Verstärkung und Umstellung der USA-Rüstungsproduktion sowie die Frage des Menscheneinsatzes in der Wehrmacht und in der Kriegsproduktion. Auf diesem Gebiet hat der Rückschlag Eisenhowers in Europa sehr ernste Probleme aufgeworfen. Auch die Schuldfrage an der Niederlage der USA-Truppen in den Ardennen wird eine große Rolle spielen. Die Zeitungen und noch mehr die - Zeitschriften kündigen eine scharfe Kritik an, die sich aber zunächst gegen die englischen Bundesgenossen richtet.
Gewisse englische Stimmeri, die eine Neuordnung des Oberbefehls in Westeuropa ver-
Auf die Versprechungen der Feinde hereingeiallen
/ USA-Augenzeugin: Massentod in Bonomi-Itahen
ep. Stockholm, 4. Jan. „Das Itali- | Munde. Es ist eine Amerikanerin, die Gattin enische Volk ist auf die Versprechungen der ! des bekannten amerikanischen Verlegers
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amerikanischen Regierung vor den Präsidentschaftswahlen elend hereingefallen. Es würde besser sein, man hätte niemals solche Versprechungen gemacht. Die italienischen Zivilisten sterben vor unseren Augen zu tausenden an Kälte und Hunger.“
DiesA Erklärung, die das furchtbare Verbrechen der Alliierten an den Völkern Europas eindeutig festnagelt, stammt nicht aus deutschem, auch nicht aus neutralem
Luce, Frau Claire Booth-Luce, die, wie Reuter aus New York meldet, nach ihrer Rückkehr von . einem Besuch der europäischen Fronten dieses vernichtende Urteil über die Folgen der anglo-amerikanischen Politik abgab. Eines Kommentars hierzu bedarf es nicht; ihn geben die Meldungen von der täglich sich steigernden Not der betrogenen „befreiten“ Völker immer neu in erschütternder Überzeugungskraft.
langten, haben in Amerika große Empörung hervorgerufen. Von britischer Seite war angeregt worden, General Eiserihower zu „entlasten“, man müsse den direkten Befehl über die Bodentruppen einem anderen General überlassen. Genannt wurden die britischen Feldmarschälle Montgomery und Mexander. Wie erinnerlich, hatte etwa viewWochen nach Beginn der Invasion Montgomery unter amerikanischem Druck auf dieses Kommando über die Bodentruppen, das er damals inne hatte, verzichten müssen, da verschiedene USA-Generale, vor allem HodgeS, unter einem Engländer nicht mehr kämpfen wollten. Damals hatten USA-Militärkritiker, die mit dem Kriegsministerium in Washington eng Zusammenarbeiten, wie z. B. Hanson Bal- dwih, es als einen „groben psychologischen und taktischen Mißgriff“ bezeichnet, daß Montgomery den Befehl über die. Bodentruppen habe, obwohl Amerika den Hauptteil der Streitkräfte stellte.
Heute kehren die Engländer den Spieß um upd erklären, General Eisenhower sei gar nicht in der Lage, angesichts des Umfanges der militärischen Operationen die alleinige Leitung zu führen. Sie bezeichnen es — genau wie s. Z. Hanson Baldwin, nur mit umgekehrtem Vorzeichen — als einen schweren militärischen Fehler, den jetzigen Zustand beizubehalten. In Washington hat man dies aber übelgenommen und am Vorabend des Zusammentritts des Kongresses erklärte der militärische Kongreßkorrespondent der „New York Times“, an höchster Stelle stehe man auf dem Standpunkt, ein Wechsel im Oberbefehl sei durchaus notwendig. Die Ernennung gar eines Engländers zum Oberbefehlshaber der Bodentruppen könne nur Uneinigkeit zwischen den Verbünd'’-r- vorrufen.
gestrigen Nachmittag scheiterten erneute Durchbruchsversuche des Feindes. — An der Front' zwischen der Ost-Slowakei nnd Kur-
•Die anglo-amerikanischcn Terrorflieger, die am gestrigen Tage nach Westdeutschland sowie m das Rhein-Main-Gebiet einflogen, warfen ihre Bomben vor allem auf die Stadt Fulda, wo erneut Schäden und zahlreiche Brände) entstanden. . < .
Das Vergeltungsfeuer auf den Raum von Groß-London wurde fortgesetzt..
Die deutsche Kriegsmarine versenkte Im Monat Dezember 163 600 BRT., feindlichen Schiffsraums und außerdem 16 Zerstörer und Geleitfahrzeuge.
Neue Phase der Winferschlacht
Drahtberieht unserer Berliner 'Schriftleitung b. Berlin, 4. Jan. Das schwere Ringen zwischen Maas und Mosel ist in eine neue Phasp seiner Entwicklung gerückt. Nachdem die massiert im Raum von Bastogne angreifenden acht Divisionen der 3. nordamerikanischen Armee von den deutschen Panzern in die Verteidigung gedrängt wurden, hat Eisenhower das Schwergewicht seiner Gegenmaßnahmen an den Nordabschnitt des deutschen Einbruchsraumes verlagert und hier in dem Abschnitt Stavelot—Marche einen Großangriff mit dem offenbaren Ziel eines Durchbruchs angesetzt. Die nordamerikanischen Angriffe, über deren StärkeT)is- her keine näheren Informationen vorliegen, die aber im wesentlichen durch die wiederaufgefüllten Divisionen der im ersten deutschen Ansturm zersprengten 1. nordamerikanischen Armee getragen werden dürften, werden sowohl- aus Nördwesten als auch direkt von Norden geführt. Brennpunkte der neuen Schlacht entwickelten sich nach jüngsten Berichten bei Kalterherberg, Basse Badeux, Bilgette sowie zwischen .Hutton und Rochefort. Bisher konnten alle amerikanischen Durchbruchsversuche abgewiesen werden. - ,
Die immer neuen Umgruppierungen der nordamerikanischen Divisionen unterstreiche^ die Tatsache, daß naclPwie vor die deutsche- Führung die Initiative in ihren Händen hält. An der pfälZisch-elsässischen Front und an der Saarfront zwischen For- bach und Weißenburg setzten die deutschen Truppen ihre Angriffe an zahlreichen Abschnitten fort. Die Amerikaner versuchten, durch Heranführung aller verfügbaren Kräfte von benachbarten Fronten den deutschen Angriffen zu begegnen, konnten jedoch, nicht verhindern, daß die deutschen Truppen weitere Geländegewinne erzielten. Ober die Möglichkeiten dieser .Angriffe und die 1 Stärke der in ihnen angesetzten deutschen Verbände sind keinerlei nähere Informationen verfügbar. Das deutsche Oberkommando übt auch in diesem Falle eine starke Zurückhaltung in der> Nachrichtengebung, die sich bei dem Unternehmen, an anderer Stelle sehr bewährte.
Im Licht der Führerworie
Von unserem Berliner Vertreter
Dr. Walter Schneider
Nach den Stunden der Besinnung nnd Einkehr, die nun einmal für den Deutschen in jeder Lage, des Lebens und noch zu heißen.Kampfes mit Weihnachten und Silvester verbunden sind, stehen wir nunmehr schon seit Tagen fest mit beiden Füßen in dem neuen Jahr, in dem wir das Fieber der -Entscheidung fühlen. In ihm bleibt unser Denken und Handeln ausgerichtet nach den grundsätzlichen Darlegungen und Parolen, die wir dankbar und mit leidenschaftlicher Anteilnahme in der vertrauten dunklen Stimme in den ersten Stunden des Jahres auf den Ätherwellen vernahmen. Die Worte, die wir in dieser Stunde hörten, beleuchten naturgemäß alle neuen Ereignisse und Symptome der militärischen und politischen Entwicklung in besonderer Weise. Die Wehr- hiachtberichte der letzten Tage- bestätigen besonders eindrucksvoll,. was der Führer als eine' der entscheidenden Auswirkungen der umfassenden. deutschen Volkserhebung feststellte, ‘daß nämlich das Wiedererstarken und, die Bewegung zur- Höchststeigerung der deutschen Widerstandskraft dem Gegner bei seinem Ansturm gegen das Reich einen Blutzoll abverlangen werden, der so tief ln seine Substanz greifen müsse, daß der Aderlaß auf die Dauer nicht ertragen werden könne. „Unsere Gegner müssen wissen“, so sagte der Führer, „daß jeder Kilometer gegen Deutschland mit einer steigenden Blutlasfr verbunden Ist und daß sie mit einem Erlahmen oder gar Aufgeben dieses Widerstandes niemals rechnen dürfen. Ober 50 000 Mann blutige Verluste und über 24 000 Gefangene neben gewaltigen Beute- und Vernichtungsziffern —, das ist ein vorläufiger Abschlußbericht über den Erfolg des t deutschen Gegenschlages im belgisch-luxemburgischen Räum, der die Ankündigung des Führers'aufs nachdrücklichste- unterstreicht. Die von deutscher amtlicher Seite Veröffentlichten Zahlen werden sogar noch von denen übertroffen, die in den Vereinigten Staaten selbst genannt werden. So- beziffert der amerikanische’ Korrespondent des' „News Chronicle", Robert Waithman, in einer Bilanz für 1944, nach der die amerikanischen Verluste schon jetzt doppelt so hoch wie im ersten Weltkrieg sind, allein für den Monat Dezember den. von den amerikanischen Truppen entrichteten Blutzoll auf über 100 000 Mapn, also eine für einen einzigen Monat ungeheuerlich erscheinende Höhe. Der Feind selbst also muß durch tatsächliche Feststellungen ein wesentliches Argument des/Führers in seiner Neujahrskundgebung höchst eindrucksvoll unterstreichen.
Das gleiche gilt? auch nach anderer Richtung, vor allem für die Beweiskraft der politisch-moralischen Ausführungen des Führers, Der Führer begründete die unversiegbaren Quellen der deutschen Kraft im Widerstand und im »Angriff vor allem mit der Klarheit Und sittlichen Unangreifbarkeit unseres Kriegsziels, das durch den Willen zur Erkaltung und Sicherung unserer Freiheit und Zukunft .gegenüber den absoluten Ausrottungs- und Abwürgungsplänen der Feinde bestimmt wird. Wenn heute im Feindlager erregte Debatten über die Frage stattfinden, wo die Schuld, für dfen militärischen Rückschlag im belgisch-luxemburgischen Raum zu suchen sei, der den gesamten Feldzugsplan Eisenhowers zertrümmert habe, so wird jetzt in vielen amerikanischen und englischen Zeitungen darüber geklagt, daß man. durch die offene Verkündung der Vernichtungspläne zur Stärkung der deutschen Widerstandskraft beigetragen habe. „Daily Herald“, „Sunday Times“ und andere Blätter vertreten nunmehr die Auffassung, daß es höchst unzweckmäßig gewesen sei, dem deutschen Volke schon heute mitzuteilen, was man mit ihm vorhabe. Es wird in diesem Zusammenhang natürlich nicht gesagt, daß die bis in alle Einzelheiten erörterten Vernichtungspläne an sich politisch falsch Und moralisch verwerflich seien, Klage wird nur über die taktische Ungeschicklichkeit der vorzeitigen Veröffentlichung geführt. Wir können die Feindseite in dem Sinne beruhigen, daß auch ohne eine solche „Ungeschicklichkeit“ nach den Erfahrungen mit dem Wilson-Schwindel am Ende des ersten Weltkriegs niemand in Deutschland auf die Wiederholung eines solchen Manövers hereingefallen wäre. Dazu ist die Zeitspanne zu kurz, die zwischen der ^leit nach 1918 und heute liegt. Aber nach allem, was man sich auf der Gegenseite im Siegestaumel an der Ausmalung von Vernich tungspliantasien von Ilja Ehrenburg über Morgenthau bis zu Churchill selbst geleistet hat, konnte der Führer am Neujahrstage mit Recht noch einmal auf seine bereits im Jahre 1939 aus? gesprochene Erkenntnis verweisen, daß dieser Krieg zu einem unbarmherzigen Ringen
Wieder zwei USA-Transporier versenkt
Tokio, 4. Jan. Einheiten des Kamikaze- Spezialangriffskorps der japanischen Marine griffen am 3. Januar, wie das Kaiserlich japanische Hauptquartier meldet, mit Truppen und Munition vollbeladenen Geleitzug in der Mindanao-See an. Zwei große feindliche Transporter wurden bei diesem Angriff versenkt, während ein Zerstörer schwer be-‘ schädigt wurde.
Einheiten der japanischen Luftwaffe führen am 3. J.. vor Tageranbruch heftige
Saipan durch und verursachten an einigen Stellen der Flugfelder Brände. Ferner wur- ded hie feindlichen Flugplätze von San Jose auf der Insel. Mindoro sowie Tacloban auf der Insel Leyte erneut angegriffen, wobei es ihnen gelang, an dreizehn Steilen dieser Flugplätze Brände und an zwei weiteren große Explosionen zu verursachen.
Starke Einheiten der japanischen Luft-, waffe griffen auch in die Bodenkämpfe im Gebiet von Nordbirma ein. Die motorisierten
Flugfelder auf j feindlichen Streitkräfte hatten große Verluste.