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Parteiamtliche Tageszeitung
Da« Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsbkttt des Reichsetatthaliere in ttdonhw nnd Bremen
Nummer I 15. lahrgang Dienstag, 2. Januar 1945 I. Blaff Einzelpreis 15 Rpf.
zu siegen
Des Führers Dank an das deutsche Volk Unermeßliches geleistet. Furchtbares erduldet "■ Geist und Wille erzwingen Sieg ^ a
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Fanatische Enischlossenheil
Ans dem Führerhauptquartier,
1. Jan. Der Führer hat zum Jahreswechsel folgende Ansprache an das deutsche Volk gerichtet:
Deutsches Volk! Nationalsozialisten! Natio- nalsozialistinnen! Meine Volksgenossen!
Nur der Jahreswechsel veranlaßt mich, heute zu Ihnen, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, zu sprechen. Die Zeit hat von mir mehr als Reden gefor-, dert. Die Ereignisse der hinter uns liegenden zwölf Monate, besonders aber der Vorgang des 20. Juli, haben mich gezwungen, meine ganze Aufmerksamkeit und Arbeitskraft der einzigen Aufgabe zu widmen, für die ich seit vielen Jahren lebe: dem Schicksalskampf meines Volkes. Denn wenn auch die Gegner schon früher jedes Jahr unseren Zusammenbruch prophezeit haben, dann setzten sie doch auf das Jahr 1944 besondere Hoffnungen. Noch niemals schien ihnen der Sieg so nahe zu sein als in den Augusttagen des vergangenen Jahres, als eine Katastrophe förmlich der anderen folgte.
Wenn es nun trotzdem gelungen Ist, das Schicksal wieder, wie so oft, zu wenden, dann fällt neben dem Opfer, Ringen und Arbeiten aller meiner Volksgenossen in der Heimat und an der Front auch meiner eigenen Arbeit und meinem eigenen Einsatz ein Anteil an diesen Verdiensten zu. Ich habe damit nur fn dem Sinne gehandelt, dem . ich in der denkwürdigen Reichstagssitzung am 1. September mit der Erklärung Ausdruck verlieh, daß in diesem Kampfe Deutschland weder durch Waffengewalt, noch durch die Zeit jemals würde niedergezwungen werden, daß sich aber ein 9. Nov. im Deutschen Reich nie mehr wiederholen wird.
Wer nun allerdings Deutschland nur ln seiner Verfallszeit kannte, der durfte vielleicht hoffen, daß diesem Staat weder ein Wiederaufstieg noch die Kraft, einen solchen gegen eine ganze Welt von Feinden zu behaupten, beschienen sein werde. So hat denn auch die jüdisch-internationale Weltverschwörung vom ersten Tage an von Hoffnungen gelebt. Immer dann, wenn die Völker mißtrauisch zu werden drohten, wurden aus Hoffnungen dann Prophezeiungen formuliert und mit einer gewissen agitatorischen Dreistigkeit in den Augen der breiten Masse als unbedingt sicher, ja, als ganz selbstverständlich hingestellt. Zweier Methoden bediente sich dabei diese Propaganda, obwohl sie am Ende, wie jede Lüge, doch nur kurze Beine haben, nämlich auf der einen Seite werden zur Beruhigung der Ungeduld der Massen Termine festgelegt, an denen der deutsche Zusammenbruch mit Sicherheit zu erwarten ist, und auf der anderen Seite werden Fragen behandelt, deren Lösung nach diesem Zusammenbruch für die Alliierten notwendig sein würde. Ehe überhaupt der Krieg begonnen hatte, lag schon die erste englische Äußerung vor, daß die gemeinsame englischfranzösische Kriegserklärung in Deutschland spätestens nach sieben bis acht Tagen zur inneren Revolution und damit zum Zusammenbruch des Deutschen Reiches führen würde. Dem folgten nun mit fast astronomischer Regelmäßigkeit im Winter, Frühjahr und Herbst und manchesmal auch zwischendurch immer neue Versicherungen, daß nunmehr der bedingungslose deutsche Zusammenbruch und damit die Übergabe — beides wäre ja gleichbedeutend — unmittelbar vor der Türe stünden.
Lächerliche Prophezeiungen
Schon im Herbst 1939 jagte eine solche Versicherung die andere. Bald war es der „General Schlamm“, dann der „General Hunger“ und dann wieder der „General Winter“, die uns besiegen sollten. Besonders das Jahr 1940 aber war zu seinem Beginn mit solchen alliierten Erklärungen reichlich bedacht worden. Nach dem französischen Feldzug wurden neue Prophezeiungen aufgestellt, und zwar, daß, wenn es Deutschland nunmehr nicht gelänge, den Krieg in zwei Monaten, also bis spätestens September zu beenden, im Frühjahr 1941 der deutsche Zusammenbruch unweigerlich eintreten würde. Es war dieses Frühjahr noch kaum vergangen, als schon wieder neue Zielsetzungen für den Sommer und endlich den Winter 1941 als abermalige Termine für unsere sichere Vernichtung angegeben wurden, seitdem wiederholte sich dieses Spiel Jahr für Jahr.
Einmal hieß es, daß der Krieg aus sein würde, ehe noch die Blätter fallen, das andere Mal wieder, daß Deutschland vor der Kapitulation stünde, ehe der neue Winter gekommen sein würde, mit schlafwandlerischer Sicherheit bezeichnete man den August 1944 als den Monat der bedingungslosen Übergabe und vereinbarte dann kurze Zeit darauf ein gemeinsames Treffer, der führenden Staatsmänner vor Weihnachten in Berlin. Vor kurzem war nun der neue Termin der Januar, dann der März 1945, jetzt erklärt man vorsichtigerweise, da die beiden Monate in rasender Schnelligkeit näher rücken, es sei der August. Im Juli wird man sicher wieder vom Winter 1946 reden, außer, es findet unterdes der Krieg tatsächlich sein Ende, und zwar nicht durch die deutsche Kapitulation, denn diese wird nie kommen, sondern durch den deutschen Sieg!
Parallel zu diesen Prophezeiungen erfolgt aber — um die Richtigkeit der Annahme
psychologisch zu bestärken, die theoretische Einsetzung von immer neuen Kommissionen für die Behandlung europäischer Fragen nach dem Kriege, die Gründung von Gesellschaften zur Regelung der Lebensmittelversorgung nach dem deutschen Zusammenbruch, also die Wiederaufrichtung jener Schieberinstitutionen, die wir vom Weltkrieg her kennen, die Proklamierung von Wirtschaftsabmachungen, die Einrichtung von Verkehrslinien, von Flugstützpunkten sowie die Abfassung und Verkündung von zum Teil wahrhaft idiotischen Gesetzen zur Behandlung des deutschen Volkes, immer so, als ob der Krieg bereits gewönnen wäre und man sich daher mit voller Ruhe alle Maßnahmen schon jetzt überlegen könnte zur Regierung Europas durch Staaten, die freilich selbst ein geradezu trauriges Beispiel dafür bieten, wie man Völker nicht regieren kann. Dieses pro^ pagandistische Manöver kann man den einsichtslosen. Massen in den demokratischen Staaten allerdings erstaunlich lange vorexerzieren, allein eines Tages wird es auch dort offenbar werden, daß es nichts anderes ist als eine der in diesen Ländern üblichen Schwindeleien. Wenn aber trotzdem in den westlich-demokratischen Staaten der eine oder andere der führenden Männer wirklich an das alles glauben sollte, was man den Völkern vorsetzt, dann kqnnte dies seine Erklärung nur in drei Ursachen finden:
Man kennt Deutschland gar nicht
1. Darin, daß man das deutsche Volk überhaupt gar nicht kennt, vor allem nicht weiß, daß die letzten 300 Jahre der hinter uns liegenden deutschen Geschichte kein Bild des
Wesens des deutschen Volkes, sondern nur die Folgeerscheinung der innerpolitischen Zerrissenheit waren, daß dieses deutsche Volk aber, seit es in die Geschichte eingetreten ist, nicht nur einer der entscheidenden, sondern der entscheidendste Faktor der europäischen Geschichte und damit der Welt-, geschichte überhaupt war, es heute ist und in der Zukunft erst recht sein wird.
2. Daß man vom nationalsozialistischen Staat keine Ahnung hat, daß man dem Wesen dieser Volksidee schimmerlos gegenübersteht, daß die Leistungen, die das nationalsozialistische Regime unter den schwersten Umständen vollbracht hat, den meisten Menschen der uns umgebenden Länder verborgen geblieben sind und wohl auch verborgen bleiben mußten, weil die Unterrichtung des öffentlichen Lebens und damit die Bildung der öffentlichen Meinung dort nur von Juden gemacht, d. h. also verdreht und verlogen gestaltet wird. Man weiß daher anscheinend auch jetzt noch nicht, daß der nationalsozialistische Staat weder vom Bolschewismus noch von der demokratisch-plutokra- tischen Ideenwelt — sofern von einer solchen überhaupt die Rede ist — abgelöst werden kann, da sich beide in Deutschland selbst in ihren Leistungen als unfähig erwiesen haben und im übrigen die Ergebnisse ihres Wirkens in den von ihnen beherrschten eigenen Ländern nur als das abschreckendste Beispiel darstellen.
3. Daß man aber in diesen Ländern dafür etwas anderes gekannt hat, was die überwältigende Masse des gesunden deutschen Volkes nicht kennt, nämlich einen kleinen Klüngel von Salonpolitikern und Salongeneralen, die
in völliger Verkennung Ihrer eigenen geistigen,' politischen und militärischen Bedeutungslosigkeit der Welt einzureden versuchten, daß sie durch einen Staatsstreich eines Tages an die Macht kommen und dann ohne weiteres eine Kapitulation so ähnlich wie in Italien, Finnland, Ungarn, Rumänien und Bulgarien anzubieten in der Lage wären. So wenig unsere Feinde daher das deutsche Volk kannten, je geringer ihr Wissen vom Wesen des nationalsozialistischen Staates war, um so lieber bauten sie auf die Versicherungen dieser charakterlosen Subjekte und hielten deren phantastische Gedankengänge und Auslassungen für wahr und honorierten sie nicht nur mit einem starken Glauben, sondern auch mit barer Münze.
Wir werden nie kapitulieren
Ich möchte nun demgegenüber an der Wende eines Jahres, das uns genügend Gelegenheit geboten hat, den Beweis dafür zu liefern, daß dieses Volk und dieser Staat nnd seine führenden Männer unerschütterlich sind in ihrem Willen und unbeirrbar in ihrer fanatischen Entschlossenheit, den Krieg unter allen Umständen erfolgreich durchzukämpfen, auch unter Inkaufnahme aller durch die Tücken des Schicksals uns auferlegten Rückschläge: noch einmal das feststellen, was sich für uns aus der Vergangenheit und Gegenwart ergibt und für die Zukunft zu wissen für alle Welt notwendig ist.
1. Wir kennen aus der Vergangenheit und Gegenwart die Ziele unserer Feinde. Was die britisch-amerikanischen Staatsmänner mit
(Fortsetzung auf der nächsten Seite)
1945 —■ Jahr der geschichtlichen Wende
Tagesbefehl des Führers an die deutsche Wehrmacht
Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Tagesbefehl an die deutsche Wehrmacht erlassen:
Soldaten!
Die weltentscheidende Bedeutung des Krieges, in dem wir uns befinden, ist dem deutschen Volke heute klar: ein unbarmherziges Ringen um Sein oder Nichtsein, d. h. um Leben oder Tod! Denn das Ziel der uns gegenüberstehenden jüdisch-internationalen Weltverschwörung ist die Ausrottung unseres Volkes.
Wenn ich im Jahre 1939 eine solche Erkenntnis aussprach, dann hat sie der eine oder andere vielleicht doch als übertrieben gehalten. Im Laufe der sich anschließenden Jahre mochte sie — weil Immer und immer wiederholt — als „Propaganda-Mache“ erscheinen. Heute kann an der Absicht unserer Gegner niemand mehr zweifeln. Sie wird belegt nicht nur durch die Tätigkeit untergeordneter Organe der öffentlichen Publi
zistik, sondern bestätigt durch die uns gegenüberstehenden feindlichen Staatsmänner. Sie ist weiter erwiesen durch die Art der Kriegführung sowohl als durch die politischen Vorarbeiten unserer Feinde für die Nachkriegszeit. Der jüdisch-östliche Bolschewismus entspricht in seiner Ausrottungstendenz den Zielen des jüdisch-westlichen Kapitalismus. In jedem Falle sollen freie Völker zu Sklaven gemacht werden. Herr Churchill erklärt, daß ganz Ostdeutschland zumindest an Polen — also in Wahrheit an Sowjetrußland — abgetreten werden soll, und zwar nicht nur Ostpreußen und Danzig, sondern sogar noch Pommern und Schlesien. Die eventuellen Bevölkerungsprobleme tut er damit ab, daß er der Hoffnung Ausdruck gibt, es würde ihm gelingen, ohnehin durch den Bombenkrieg noch sechs oder mehr Millionen Deutsche — d. h. Frauen und Kinder — umzubringen. Sein Schützling de Gaulle wieder fordert,, daß Westdeutschland unter
.Wir werden uns als Deutsche schlagen!*
Reichsmarschall Göring zum Jahreswechsel
„Deutsche Volksgenossen! Ein Jahr harter Prüfungen, gewaltiger Anstrengungen und schwerster Opfer liegt hinter uns. Aber es hat sich als das Jahr der Bewährung erwiesen. Unsere ruhmreiche Wehrmacht hat den Generalangriff der Feinde an den Grenzen des Reiches abgeschlagen. Heute an der Jahreswende steht sie an der Westfront wieder im Angriff.
Die gewaltigen Leistungen unseres Volkes in dieser schweren Zeit werden ewig in der Geschichte verzeichnet bleiben. Seine Härte und sein Heldenmut sind ohne Beispiel. Mit unvergleichlicher Tapferkeit und Aufopferung kämpft die Front im sechsten Kriegsjahr. Und ebenso bewährt sich die Heimat in unbeirrbarer Siegeszuversicht in diesem harten Ringen.
In höchster Konzentration arbeiten nach dem Willen des Führers alle verfügbaren Kräfte ausschließlich für die Belange der Front. Mit ausdauerndem Eifer schaffen Männer und Frauen, ja selbst die deutsche Jugend, an der Rüstungssteigerung und der Ernährungssicherung des deutschen Volkes. Im vergangenen Jahr Ist der Heimat die schwere Aufgabe erwachsen, durch vermehrte Arbeit die wirtschaftlichen Ausfälle zu ersetzen, die uns durch den Verlust ehemals besetzter Gebiete entstanden sird. Sie erfordert heute und in Zukunft höheren Fleiß und noch größere Anstrengung. Einen köderen Weg gibt es nicht.
Ich weiß, wie hart und beschwerlich' er-Äir jeden einzelnen ist. Daß er jedoch zum Erfolg führt, haben die letzten Monate bewiesen, Die Herbstbestellung ist trotz größter Schwierigkeiten erfolgversprechend durchgeführt. Die neuen Waffen der Wehrmacht setzen dem Feind schon jetzt erheblich zu und haben sich heute bereits für den Gegner als eine schwere Belastung erwiesen. Nur äußerste Anspannung aller Kräfte kann uns den Weg in eine bessere Zukunft bahnen. Was wir von unseren Feinden zu erwarten hätten, wenn wir müde und weich werden, wissen wir. Dann würde es Deutschland noch schlimmer ergehen, als den Staaten, die ihre Waffen Im Vertrauen auf leer« Zuiag «n des
Gegners feige vorzeitig aus der Hand gelegt haben und zum Verräter an Europa wurden. Befreiung haben sie ihnen versprochen. Bürgerkrieg und Chaos, Elend und Hunger haben sie ihnen gebracht. Niemals ist die allgemeine Verwirrung in Europa größer gewesen als jetzt. Was könnten wir angesichts dieser Erfahrungen von unseren Feinden erwarten, wenn sie je als Eroberer ins Reich einrücken würden? In Grauen und Verzweiflung, in Blut und Tränen würde unser Volk versinken! Das durch Standhaftigkeit und Opfermut zu verhindern, den Angriff wieder in Feindesland vorzutragen, ist unsere Pflicht und Aufgabe im neuen Jahr.
Das deutsche Volk und seine Führung haben diesen furchtbaren Krieg nicht zu verantworten. Jahrzehntelang verfolgen uns unsere Feinde mit Haß und Vemichtungswil- len. Ihre Einkreisungspolitik hat zum ersten Weltkrieg geführt. Dem. besiegten Deutschland haben sie dann jede Gleichberechtigung verweigert. Gegen das wiedererstarkende nationalsozialistische Reich fanden sie sich haßerfüllt erneut zum Kriege zusammen, trotz größter Interessenunterschiede doch einig in der Absicht, Deutschland zu zerstören. So haben uns die Gegner das Schwert selbst in die Faust gezwungen. Ehe wir es beiseitelegen, muß die deutsche Freiheit für alle Zeiten gesichert sein. Mit festem Gottvertrauen und ungebrochenem Mut sehen wir dem neuen Jahr entgegen. Heiß und hart wird es hergehen, das ist gewiß. Aber ebenso giesüß ist es, daß wir unter der Führung Adolf EKtlers den Sieg und damit den Frieden erkämpfen' WK den,ijgen wir alle mit heißem" Herzen ersehnen. ' ‘v
Der Wille des Führeirs durchglüht die kämpfende Front und die (Schaffende Heimat. Er bringt die gewaltige t. traft des von ihm geeinten deutschen Volkesj zu höchster Entfaltung. Im Vertrauen aiif ihn wird diese geballte deutsche Volkskrajft in den schwersten Stürmen dieser Krijegszeit nur noch stählerner werden. Deshalb heißt die Parole für das neue Jahr: Abwehr oder Angriffe, wir werden uns als Dieutsch- schlagen.
H»r*;«aaQörlii{.“
französische Oberhoheit kommen und das ; übrige Deutschland aufgelöst werden soll. Dies entspricht aber genau den programmatischen Erklärungen des Stalin'schen Hausjuden Ehrenburg, der darüber hinaus an- kündigt, daß das deutsche Volk zerschlagen und ausgerottet werden muß. Und dies wieder ist das gleiche Ziel, das in der Zukunftsplanung des amerikanischen Ministers und Juden Morgenthau aufgestellt wird.
Für mich sind diese Gedanken keine Überraschungen. Sie waren bei unseren Feinden immer vorhanden, und nur um ihre Durchführung zu verhindern, habe ich mich bemüht, das deutsche Volk stark und widerstandsfähig zu machen. Es sollte innerlich und äußerlich die Kraft erhalten, die zu seiner Lebensbehauptung notwendig ist. In diesem Kampf um Sein oder Nichtsein stehen wir nunmehr seit über fünf Jahren. Er wird in den'Forderungen im sechsten Kriegsjahr vielleicht noch härter werden, hat aber trotzdem den Höhepunkt überschritten.
Bis zum heutigen Tage haben das deutsche Volk und seine Wehrmacht den Abwürgungsversuchen unserer Feinde erfolgreich Widerstand entgegengesetzt, trotz zahlreicher Krisen und vieler Rückschläge. Auch im kommenden Jahr wird es gelingen, die feindlichen Angriffsunternehmungen abzuwehren und sie am Ende durch Gegenhiebe zu brechen. Wenn uns in diesem gewaltigen Ringen, das nicht nur für Deutschland, sondern für die Zukunft ganz Europas durchgekämpft wird, die schweren Rückschläge nicht erspart geblieben sind, dann liegt die Ursache nicht heim deutschen Volk und seiner Wehrmacht, sondern auf seiten unserer europäischen Verbündeten. Angefangen von dem Zusammenbruch der rumänisch- italienisch-ungarischen Front am Don und ihrer sich daran anschließenden völligen Auflösung, über die Sabotage der gemeinsamen Kriegführung durch das italienische Königshaus hinweg bis zum Putsch gegen das faschistische, an unserer Seite stehende Italien des Duce läuft ein gerader Weg des Verrats. Er hat seine Fortsetzung gefunden in der jammervollen Kapitulation der finnischen Staatsführung, im Treubruch des rumänischen Königs und seiner Umgebung, in der Selbstaufgabe ' Bulgariens sowie im schmachvollen Verhalten des früheren Ungarischen Reichsverwesers. Daraus ergaben sich für die politische und militärische Kriegführung schwere Folgerungen. Dazu kam im abgelaufenen Jahre' ein hinterhältiger Angriff im Innern selbst durch ehrlose Verbrecher, die allerdings in wenigen Stunden niedergeschlagen und seitdem nun rücksichtslos erledigt worden sind.
Trotzdem gerade der 20. Juli an den Fronten besonders bedrückende militärische Folgen auslöste und leider mitgeholfen hat, den Glauben an die deutsche Widerstandskraft bei Freund und Feind zu erschüttern, ist er doch als ein Wendepunkt des deutschen Schicksals anzusehen. Denn der Versuch, durch ein inneres Komplott den sozialen deutschen Volksstaat in der Zeit seines bittersten Kampfes zu vernichten und Deutschland der internationalen Verschwörung aus- zuliefem, ist d^jnit einmal für • immer gescheitert.
Ich kann versichern, daß dies der letzte derartige Versuch gewesen ist. Damit wird (Fortsetzung Auf der nächsten Seite)
Bilanz und Parole
Von
Erich Beck
Der Führer hat auch diesmal wieder in seiner Neujahrsansprache an das deutsche Volk jene große Übersicht über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges gegeben, die wir alle so lieben und der die ganze Nation immer mit imerhörter Spannung entgegenharrt. Wir haben diesmal lange darauf warten müssen, mehr als fünf Monate! Damals, am 20. Juli 1944, unmittelbar hach dem Attentat, hörten wir ebenfalls kurz nach Mitternacht seine Stimme, und seine Worte wurden uns zum Beweis, daß der Anschlag mißglückt und die göttliche Vorsehung ihn abermals > in ihren gnädigen Schutz genommen hatte. Aber seitdem schwieg er. Während die anderen redeten und redeten, Proklamationen verfaßtet und verkündeten, Ausschüsse einsetzten, um über „die Zukunft Deutschlands zu beraten“, herrschte Schweigen um sein Hauptquartier. Wir kannten diese Stille, die so manchem großen Ereignis voranging, wir warteten voll gläubigen Vertrauens auf die Entschlüsse, die eines Tages offenbar werden würden, und während die Schwatzhaftigkeit der. anderen ins Uferlose anstieg, da folgten wir dem Führer. Wir wurden selbst ruhig, wir arbeiteten, wir kämpften und bereiteten das vor, was der Führer in seiner Abgeschiedenheit geplant hatte und was jetzt in seinen ersten Anfängen sichtbar geworden ist.
Und jetzt hat er wieder zu uns gesprochen. Die Welt wird wissen, was das bedeutet. Sie wird aus seinen Worten entnommen haben, daß hier ein Mann vor sie hintrat, der seiner Sache absolut sicher, und daß nichts, aber auch gar nichts von dem richtig gewesen ist, was wahnsinnig gewordene Schreiberlinge in London und Washington sich in den letzten Wochen,vcr.. dem, Iß.. pezfipiJ 3 .ej_zu,«ammen- gefaselt hatten. Sie machen sich das wirklich etwas gar zu leicht, die Herrschaften jenseits des Kanals und des Ozeans. Sie glauben auch noch im sechsten Kriegsjahr mit den gleichen Methoden der Lüge und der Verleumdung arbeiten zu können wie einst, in den Zeiten des ersten Weltkrieges. Aber ein Northcliffe ist nicht mehr unter ihnen, und selbst wenn er da wäre, er würde ihnen nichts mehr nützen, denn ihm stünde heute ein anderes Volk und erst recht eine andere Führung gegenüber als damals.
Vielleicht hat das Wort einmal gestimmt, daß das deutsche Volk ein unpolitisches sei, seit 1933 ist es das nicht mehr und erst recht nicht mehr seit 1939. Erst wir Heutigen verstehen den Sinn des Krieges von 1914 bis 1918, erst wir haben seine Fehlerquellen begriffen und die tieferen Ursachen seines Verlustes. Aber wir haben zugleich ein weitaus größeres geschichtliches Verständnis gewonnen als irgendeine Generation vor uns. Wir wissen heute, warum in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder den Tagen des Glanzes, der Siege und der Macht das Elend der Niederlage und der Demütigung folgte und warum die deutsche Geschichte eine einzige Folge von Höhen und Tiefen hat sein müssen. Ein Reich wie das deutsche kann gar nicht anders wachsen, es muß durch alle Niedrigkeiten und Wirren dieser Erde hindurch, es muß sich immer wieder bewähren im Kampf mit seiner mißgünstigen Umwelt, um dadurch um so stärker für seine endliche Zukunft und für die Erfüllung seiner Mission zu werden. Das ist der Sinn unserer Geschichte und das ist der Wille unseres Schicksals. Es ist schwer, aber wir müssen es begreifen. Nichts wird groß und stark, das nicht vorher die Probe seiner höchsten Bewährung abgelegt hätte. Wir mögen es als schmerzlich empfinden, daß gerade wir die Träger dieser Aufgabe geworden sind, aber da uns nun einmal dies Los getroffen hat, haben wir uns nicht damit müde und resigniert abzufinden, sondern uns voller Stolz zu dem Auftrag zu bekennen, der uns geworden ist.
Es gibt kein anderes Volk, das ein besseres Vorbild für eine solche innere Haltung hätte als wir. Wer, wie wir alle, in der Neujahrsnacht die Worte des Führers gehört hat in ihrer entschlossenen Entschiedenheit und in ihrer Siegeszuversicht, nein, Siegesgewißheit, der weiß zugleich, daß wir diesmal unter allen Umständen Herr der Lage bleiben werden. Wer das überstanden hat, was wir in den letzten zwölf Monaten erlebt haben, wer so ungebrochen in das neue Jahr eingetreten ist wie wir, der wird siegen und muß siegen! Hier vereinigt sich ln großartiger einmaliger Weise eine geniale politische und militärische Führung mit dem Willen eines ganzen Volkes, sich nun auch endgültig durchzusetzen, koste es was es wolle. Nationalsozialist sein, heißt, allen Widerständen zum Trotz den Kampf bestehen. Wir sind Nationalsozialisten und werden darum auch niemals ein Ringen aufgeben, ehe es nicht für uns entschieden ist. Das ist die Bilanz der Jahre, die hinter uns liegen, und das ist zugleich die Parole für die kommende Zeit, die, so heißt es in dem Tagesbefehl des FüKvrs an die Wehrmacht, die geschichtliche Wende bringen wird.
Man soll im Kriege niemals prophezeien, aber keine seiner Perioden hat für unsere Gegner einen solchen Zusammenbruch aller