Ausgabe 
(31.12.1942) Nr. 359
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

>»n

oe

lis,

»«>>

^ Air

^ Stall

, Zutsch;« 4> ^tr^"! b!inar

ü„k?nu?>Z:L'

M schloß- ^sticht S> d,-

LKtz^

»Ms-^LZL,

^«-g°n"dikk bAt-ra

Oberst die SÄ Z

^"!de. den dlohe» ^ h>«, >.m P°Itert°^tz5'»de ,^ub-r den Hosr°q

.^"l?Sche im Licht« E°M die offene

^kschL7ne?^ ^

' °°Ulich qlitzttnd ln»^

»SL?/>""Lr

dch°n auf der ^

nn. stand der Maser

nken, Mädchen?"«,^? 'M?°rschmnStz

"r Leben und VateilM!- Sem non der NenäM i. --

L^-S

°NNt^

d°n. Im

>» krage KurjüH Fiiednch «!. ill.m die Neustadt «im Ä stjW - ->^er ran F-Hrbelliii, me,chs,rriherr von DerifliiMi, .er /ein Rost einen Auge« an ,e gurgelnde Mut. Dacht- er jener >rchist im Hemde über die Tia- !? Dachte er des Mädchens, das n Leben bezahlte? og das stolze, ein neues Zeitalter' es kurfürstlichen Herrn: ..Erdenke, iist!"

« 5c^eAE/lE- E ssrelis

m»n!mn rss nai rirss

A 5t«MpeI, Sedilitar.

7 8rsvieeungen.0e6si>

5temp«I-^üII«r

e»i>,,r1nk!n,ttsSs K ^ Nul tiitl

Erscheint?««! wöchentlich

Monatsb-zug 2,80 RM -«nicht Zust-llg-iühr: P-ftb-zugsPrei» monatlich 2,M RM teinfchl. S0.l Rpf. Postz-Itungsg-bllhrl zuzügt 42 Rpf. B-st-llg-ld. B-zug-pr-i» «st «m oorau» zahl­bar. Posticheck: Hamburg 17 272. «Ine Be­hinderung der Lieserun, rechtfertig« keinen Anspruch aus Rückzahlung de» Bezugepreise». Verlag: NS.-Gauoerlag Meser-Lm, GmbH., Bremeu. Leeren k/8. Fernruf 2l»»t. Rachtrns und sonntags 247Kb. Sprechzeiten: Berlagwerk- tSgl. 12—IS Uhr. Schriftleitg. 12.20—18.80 llhr

vremerZettma

Anzeiqen-Grnndpreisei

Anzeigenpreise und Aufnahmebedingungen laut Vretsltste. Lilfnahmetermme ohn« Verbindlich» kett Delchättsstellen: Bremen: Leere« 8/8, Ruf L IS81: Rachtruf mrd lonntag» r<7SS; Obernstratzr SS. Ruf »IVIN: Syk: Mühlen- da«« L; Vrnnen-Hemeltnge«: vahnhof-r. S, ES« Boststrahe: R»f 4 S< S8: Bre«ea-Seg«laS: Rohrstrah« L4: R»f ^ «nd 8: Vremen-Blume«« that. ffapt.,Dallmann»Str. 41/4S. Ruf SS «. SS.

pcrrreiamttiche ^ciyeszeiTung

vas flmisdlatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen kjansestadt vremen

W

der NationrüssziaMer-. Vremens

flmtUches verkündungsbiatt des Ncichsstattlialters in Oldenburg und vremen

7lr. Z5S , 12. Jahrgang

Donnerstag, Z1. Dezember 1S42

kmzeiprers 15 Rps.

kin U voot-krfolg jagt den andern!

Wieder 1S feindliche Schiffe mit über WSSSS VNI. auf dem Meeresgrund angelangt

Schwere Verluste der Sowjets

Empfindliche Ausfälle an Panzern

Aus dem Führerhauptquartier, SO. De­zember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Im Terekgebiet scheiterten starke, mit Panzern unterstützte Angriffe des Feindes. Dabei wurden acht Panzer vernichtet. In Stalingrad und im Don-Gc- Üiet hatten die Sowjets bei Fortsetzung ihrer Angriffe hohe blutige Verluste und verloren 18 Panzer. Bei er­folgreichen Gegenstößen wurden zahlreiche schwere und leichte Waffen erbeutet und Gefangene eingebracht. An­griffe deutscher Luftgeschwader sowie italienischer, rumä­nischer und ungarischer Kampfflieger fügten dem Gegner hohe Verluste und empfindliche Ausfälle an Panzern und schweren Waffen zu. Ungarische Truppen vernichte­ten bei Stotztruppunternehmen eine größere Anzahl feindlicher Bunker mit ihren Besatzungen. Im mittleren Frontabschnitt wurden einzelne feindliche Angriffe ab­gewiesen. Eigene Stoßtrupps drangen in die feindlichen Stellungen ein und zerstörten zahlreiche Kampfanlagen. Südöstlich des Jlmensees brachen erneute, von Panzern, Artillerie und Schlachtfliegern unterstützte Angriffe des Feindes zusammen. 13 Sowjetpanzer wurden abge­schossen. Am Wolchow und vor Leningrad vernichte­ten Stoßtrupps deutscher Verbände und der spanischen Freiwilligen-Divisiön zahlreich« feindliche Bunker. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge und Jagdfliegerstasfeln zersprengten in Tiefangriffen Transportkslonnen des Feindes. Vor der Fischerhalbinsel im Nördlichen Eis­meer versenkten Kampfflugzeuge bei einem überraschen­den Vorstoß ein sowjetisches Minensuchboot. Nachtan­griffe deutscher Kamps- und Sturzkampfflugzeuge rissen starke Brände in den Hasenanlagen von Murmansk und im Vahnhofsgelände von Kandalakscha hervor.

In Nordasrika bekämpften deutsche Sturzkampf- slugzeuge erfolgreich feindliche Marschkolonnen. In Tu- nesien fanden nur örtliche Kampfhandlungen statt. Der Feind erlitt durch Sturz- und Tiesangrifse deutscher Flieger hohe Einbuße an rollendem Material und Mas­sen aller Art. In den Abendstunden des 29. Dezember warfen einige britische Flugzeuge über westdeut­schem Gebiet vereinzelte Sprengbomben ab, die ge­ringfügigen Eebändeschaden anrichteten. Leichte deutsche Kampfslugzeuge versenkten im Kanal ein Vorposten­boot und bekämpften am Tage kriegswichtige Anlagen einer Hafenstadt an der englischen Slldküste mit Bom­ben. In Luftkiimpsen würden hierbei zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, setz­ten deutsche Unterseeboote die Verfolgung der ver­sprengten Reste des bei den Azoren zerschlagenen Ge­leitzuges hartnäckig fort und versenkten weitere vier Schiffe mit 21VVV VRT. Bisher sind somit aus diesem Eeleitzug insgesamt 19 Schisse mit 196 999 BRT. ver­nichtet worden. Darüber hinaus versenkten unsere Unterseeboote in anderen Seegebieten des Nord- und SUdatlantik 15 Schiffe mit zusammen 79 399 BRT. Da­mit hat die Unterseeboot-Waffe über die gestern ge­meldeten Erfolge hinaus wiederum 19 feindliche Schiffe mit 1 9 9 3 9 9 BRT. auf den Grund des Meeres ge­schickt."

Zu den in der Sondermeldung bekanntgegebenen neuen Erfolgen deutscher Unterseeboote teilt das Ober­kommando der Wehrmacht ergänzend folgendes mit: Die Reste des bei den Azoren in der Nacht zum 29. De­zember 1942 gefaßten und fast völlig aufgeriebenen britischen Eeleitzuges waren , auch weiterhin das Ziel

Neue Mtkerkreuzträger

Berlin, 39. Dezember. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Walter Wenck, im Eeneralstab einer Armeegruppe, Major Bernhard Sauvant, Abteilungskommandeur in einem Panzer-Regiment, Hanptmann d. R. Walter Sievers, Bataillonskommandeur in einem Grenadier-Regiment, Feldwebel Paul Both, Zugführer in einem Grenadier- Regiment, Unteroffizier Friedrich Weiß, in einer Flak- Abteilung, und an Kapitänleutnant Rasche, Kom­mandant eines Unterseebootes.

Drabtbericht unserer Berliner Schriftlcitung

6r. v. soll, Berlin, 30, Dezember. 2e mehr England in die absolut« Abhängigkeit von der Hilfe der Ver­einigten Staaten gerät, um so weniger halten es Roose- velt und sein« Kumpane noch für notwendig, ihre wah­ren Absichten zu verschleiern, die auf die völlige Beherr­schung und imperialistische Durchdringung all derjenigen Weltbereiche zielen, die außerhalb des militärischen Machtbereiches der Dreierpaktmächte stehen. Daß er da nichts zu sagen haben wird, wo die Waffen Deutsch­lands und ihrer Verbündeten bestimmen, das dürfte er sich in stillen Stunden schon selbst eingestanden haben, wenn er sich auch nach wie vor noch so aufplustert, als ob er wer weiß wer wäre und das künftige Gesicht der ganzen Welt bestimmen könnte. Zunächst jedenfalls mutz, er sich darauf beschränken, die Rolle des Erbschleichers innerhalb des britischen Empire zu spielen.

Die Ambitionen, die er nach dieser Richtung hegt, läßt er jetzt äußerlich besonders deutlich in dem Beschluß in Erscheinung treten, im Rahmen seiner Regierung ein neues „Amt für fremde Gebiete" zu schaffen. Diese „fremden Gebiete" — das ist Südamerika, das ist Ka­nada, Australien, Indien, die Gebiete am Persischen Golf und am Noten Meer, wozu neuerdings nun noch Französisch-Nordafrika nnir Dakar getreten sind. Die Entsendung eipes Botschafters nach Indien und die Er­nennung eines us-amerikanischen Ministers für Nord­asrika sollen jetzt in ein System gebracht werden, als deüen Zentrale das „Amt für fremde Gebiete" erscheint, das natürlich nichts anderes als ein Kolonial- und Do­minionamt mit der Zweckbestimmung ist, die Erobe­rungen, die das Weiße Haus eingeleitet »nd weiterhin

unserer Boote, die im Verlauf des 3V. Dezember bei anhaltend schlechtem Wetter und schwerster See vier weitere Schiffe mit 21090 BRT. versenkten. Damit sind aus dem für Afrika bestimmten Eeleitzug im Ver­lauf von 24 Stunden 19 Schiffe mit 106 900 BRT. ver­nichtet worden.

Im Kampf gegen kleinere Geleite und Einzelfahrer in allen Teilen des Nord- und Südatlantik sowie im Indischen Ozean bei Madagaskar sielen eine Reihe wei­terer vor allem mit Kriegs- und sonstigem Nachschub- material beladene Transporter den Torpedos der Boote zum Opfer. So sank unmittelbar vor Laurence Marques nach Torpedotresfer der englische Dampfer „Empire Eull" mit 6408 BRT. Auf dem Wege zwischen Bathurst und Freetown wurden die beiden in Glasgow bzw. Liver­pool beheimateten Transporter „Oakbank" (4154 VRT.) und „Observer" (5881 BRT.) versenkt. Beide Schiffe waren bis über die Ladeluken mit Kriegsmaterial be­laden. Ein Boot erzielte bei einem Angriff auf ein im Ballast von Freetown nach Trinidad fahrendes, nur

ins Auge gefaßt hat, politisch und verwaltungsmäßig zu organisieren. 2m Lichte dieser Bestrebungen erscheint es heute als ein schlechter Witz der Geschichte, wenn einmal ein Vorgänger Rooscvelrs im Weihen Haus eine Monroe-Doltrin ausgestellt hat.

Kürzlich fiel aus dem Munde eines besonderen Ver­trauten Roosevelts das Wort, daß, sich die Vereinigten Staaten in ihrem „Schneckenhaus" nicht wahlfühlten, sondern unbedingt heraus müßten. „Schneckenhaus" ist gut wenn man bedenkt, daß >in dem Raum der Ver­einigten Staaten auf joden Einwohner rund 60 009 Quadratmeter entfallen. Das ist das Zehnfache dessen, was im Durchschnitt dem Deutschen im Eroßdeutschen Reich zur Verfügung steht. Aber anstatt die Energien ieines Landes und Volkes der Aufgabe zuzuführen, dw weilen und reichen Räume, des eigenen Gebietes zunächst einmal ganz zu erschließen,' stürzt sich der Wallstreet-Im­perialismus auf „fremde Gebiete , um sie nach den Methoden des jüdisch-internationalen Kapitalismus auszusaugon. Der Generalstäbschsf der nordamerikani- schen Armee, General Marshall. hat es jetzt für not­wendig befunden, diese Tendenzen in besonders zynischer und brutaler Weife zu formulieren. Indem er ausdrück­lich die gegenwärtige Politik der Vereinigten-Staaten als Expansionismus charakterisierte, gelangte er zu der Forderung: „Wir haben ein doppeltes Problem zu lösen: Wir müßen unser bereits riesengroß gewordenes Stützpunktsystem aufrechterhalten und es noch weiter vergrößern." ^

General Marshall umriß dann die>es System der Stützpunkte im einzelnen, indem er auf die gewaltigen Anlagen am Persischen Golf und am Roten Meer hin- wi?s und gleichzeitig den Ausbau der Stützpunkte in

aus wenigen schnellen Schiffen bestehendes Geleit Tor- pedotresser auf zwei Schiffe, die innerhalb weniger Minuten sanken. Ein mit über 10 006 Tonnen Munition beladener Nachschubdampfer vom Typ „Baron Belhaven" wurde unmittelbar nach dem Torpedotresfer unter einer riesigen Detonation buchstäblich in tausend Tpile gerissen. Das Schiff befand sich auf der Fabrt von Nord­amerika zum Kap und wurde mitten im Atlantik das Opfer eines Torpedos. Die „Montreal Eity" mit 3066 VRT. und der Tanker „Empire Äronze", 8142 BRT., die anscheinend Reste eines zersprengten Eeleitzuges waren, wurden nach einer vierstündigen Verfolgung im Nordatlantik trotz schwerster See und dichter Schnee- und Hagelböen, die die Sicht oft für Stunden völlig nahmen, in kurzen Abständen die Beute eines U-Bootes. Im äquatorialen Seegebict des At­lantik, dicht vor der Küste Vritisch-Euyanas, ereilte einen 12 990 BRT. großen Dampfer sein Schicksal, ohne daß es dem U-Boot möglich gewesen wäre, den Namen dieses Schiffes festzustellen.

Eafablanca, Oran und Dakar ankündigte. Diese Liste ist weit davon entfernt, vollständig zu sein. Wenn Marshall in diesem Zusammenhang nicht von Indien, von Au­stralien und von Iran sprach,, so nur darum, weil e-r die Empfindlichkeit der britischen „Verbündeten" noch etwas schonen wollte. Daß diese jedoch längst wissen, was los ist, das bezeugen die immer zahlreicheren Stim­men teils der Empörung, teils der Resignation, die in der letzten Zeit in der britischen Öffentlichkeit zu ver­nehmen waren. Das bezeugt vor allem auch die Tat­sache, daß Churchill sich so verzweifelt in die Enge ge­drängt sah, daß er sich nur noch vom politischen Mord einen Ausweg erhoffen konnte. Daß die Schusse von Algier tatsächlich nur zu einer Verschärfung der Span­nung geführt haben, steht auf einem anderen Blatt. Die Absichten des Weißen Hauses und 'der Wallstreet liegen jedenfalls ganz klar zutage.

Ihnen hat in diesen Tagen auch der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Wallace, in so maßloser Form Ausdruck gegeben, daß der italienische Journalist Gayda schon recht hat, wenn er aus der Rede Wallaces die Ab­sicht liest, die ganze Welt zu Sklaven der Vereinigten Staaten zu machen. Wallace geht allerdings noch von der Wahnidee aus, daß die Vereinigten Staaten mit Hilfe der ihnen auf Gedeih und Verderb ausgelieferten „Verbündeten" zu einem militärischen Sieg über die Mächte 'des Dreierpaktes gelangen und dann ihre Welt­herrschaft auf der Grundlage der Zerstörung aller schöpferischen und aufbauenden Kräfte der besiegten Mächte und eines eigenen Rllstungsmonopols errichten könnten. Daß diese Rechnung nicht aufgehen wird, dafür werden die Waffen Deutschlands und seiner Verbündeten mit unbedingter Sicherheit sorgen.

K/esee!«- - -tsM^rkee Moek

Von

IVolkgsug Lsscker

Das Kriegsjahr 1042 hat uns allen, die wir in diesem, zum Frontgebiet gewordenen Gau wohnen und schassen, nichts geschenkt. Als sich die Frühjahrsnebel — später als sonst — hoben, lag ein Winter hinter uns, der unser Volk in feiner Ge>amtheit gewogen hatte wie nie zuvor. Die mustergültig verlaufene Woll- und Wintersachen- sammlnng für unsers Soldaten, in deren Zeichen auch unser Gau in das Jahr 1942 eingetreten war, lehrte uns gleich zu Beginn, daß es leicht ist, im Rausch der schnel­len Erfolge zu leben, aber schwerer, auch dann seinen Mann zu stehen, wenn Wolken am. Horizont stehen und ein zäher und verbissener Gegner gegen unsere Fronten anrennt. Die ersten Monate dieses nunmehr sich sen­kenden Jahres haben sicherlich mehr als einmal die Ge­danken unserer Menschen an Weser und Ems zum Sinn dieses Ringens gehen lassen. Die Erkenntnis, daß wir heute in diesem Kampf dort angekommen sind, wo es nur noch zwei Möglichkeiten gibt: Sein oder Nicht­sein—Siogod er Untergang, ließ die schweig­samen, aber. harten Menschen unseres Küstengaues nur noch verbissener werden. Einzelne wollten zunächst ver­zagen und sich apathisch dem Gang der Dinge fügen. Aber das Beispiel jener Männer an den Spritzen, die in den frostklaren Nächten des Januar immer wieder gegen Feuer und Kälte zugleich kämpften, wirkte damals Wunder. Jenes Beispiel machte Schule, und heute sind alle, die einst ein Angstgefühl überkam, härter und gewitzigter geworden im Kampf gegen die entfesselten Elemente der Bombennächte — und ernster, ruhiger und gelassener vor allem. Das Jahr 1942 hat Weser- Eins die soldatische Haltung gebracht, die Voraussetzung, Frontgebie t genannt zu werden. Wie gesagt, das Jabr 1942 schenkte uns nichts. Der überaus harte Win­ter und das späte Frühjahr schlugen der Landwirtschaft unseres vorwiegend mit dem Bauerntum verbundenen Gaues zunächst schwere Wunden und stellte die für die Ernährung und Versorgung verantwortlichen Männer aus Partei und Staat bis in den Sommer hinein vor ernste Fragen und schwierige Aufgaben. Unsere Mütter und Hausfrauen in den Städten hatten ihre Nöte und Sorgen. Die ungeheuren Anstrengungen, die Wider­stände der Natur zu überwinden und dadurch Versäum­tes nachzuholen, sind Ruhmesblätter für unsere länd­lichen Menschen, insbesondere für die Bäuerinnen in Marsch und Geest, in Moor und Heide, in jenem Buch, das einst von dem Einsatz der Heimatfront künden wird.

Das Spätfrllhjahr 1942 brachte uns einen Wendepunkt in der Geschichte des Gaues Weser-Ems. Am 15. Mai riß uns der Tod den ersten Gauleiter und Reichsstatt- halter hinweg. Es war viel ehrliche Trauer um diesen urwüchsigen heimatverwurzelten Haudegen aus der frühesten Kampfzeit, als er seine letzt« Fahrt durch die Eauhauptstadt antrat. Wie innig der Gau mit seiner Führung verbunden war, kam an diesem Tage sichtbar zum Ausdruck. Mit dem Leben Carl Rovers war zugleich ein gewichtiger Abschnitt in der Geschichte un­serer Heimat beendet. Die in den entbehrungsreichen Kampfjahren gelegte politische Saat war aufgegangen und eingebracht. Unter Carl Növer sind die im ehemali­gen Wahlkreis Weser-Ems geeinten Friesen und Ol- denburger, Bremer und Osnabrllcker in das größere Reich marschiert, um sich im Gau Weser-Ems zum poli- tiichen Willen zu bekennen. Was dies bedeutet, wußten alle, die die ganze Pracht des heimischen Frühlings auf das Grab des ersten Gauleiters in Weser-Ems häuf­ten — besonders aber jene alten Kämpfer, die als die „Ahlhorner Getreuen" die Jahre des Kampfes und des Aufbaues mit durchgestanden haben.

Nur wenige Tage blieb der Frontgau Weser-Ems ohne Führung. Innerhalb kürzester Frist trat ein Mann an die Spitze des Gaues, der ke-ine Vorschußlorbeeren brauchte. Zu langen Vorreden waren die Zeiten zu ernst; und so ist denn Gauleiter und Reichsstatthalter Paul Wegener schnell wieder heimisch geworden in seinem Heimatgau. Das, was sonst Jahre braucht, um zu reisen, nämlich das innige Vertrauensverhältnis zwischen Gau und seinem Gauleiter, ist schnell ge­worden.

Der Sommer belastete unseren Nordseegau mit Ter- rorangrisfen, wie man sie mit einer solchen Wucht bisher nicht kannte. Was sonst in erster Linie Emden mit be­wunderungswürdiger Disziplin zu überwinden hatte, lernte Bremen ebenso intensiv kennen wie Wilhelms- haven und schließlich aus Osnabrück. Da gab es über­reichlich zu tun für den Mann, dem unser Führer in einer entscheidenden Stunde deutscher Geschichte die Ver­antwortung für die 1,8 Millionen Menschen in Weser- Ems anvertraute. Im Vombenkrieg mit all seinen Fol­gen bei so kompakten Schlägen des grausamen Feindes gegen die wehrlose Zivilbevölkerung und nichtmili- tärische Ziele gab es kein Vorbild. Aber es wurde ge­schafft. Und wenn wir heute rückschauend feststellen können, daß die Kunst des Jmprovisierens und des schnellen Entschlusses wie an der kämpfenden Front so

IMM»»I«I»»II»»»IIII»»II»»»»»IIIIIIIN»»»IN»I»I»N I»»IIII»,„„I»IMIMI

Vn§i«r

Wieder versenkten unsere U-Boote im Nord- und SUdatlantik 19 Schisse mit über 199 999 VRT.

Bei der Fortsetzung ihrer Angriffe erlitten die Sowjets schwere Verluste.

Rooseoelt gründete ein Dominionamt für „Fremde Gebiete" mit deutlichen Absichten gegen das bri­tische Empire.

Der Gauleiter wendet sich mit einer Ncujahrsbot- schast an die Volksgenossen unseres Gaues.

Das Spinnstosfgesetz wurde aufgehoben.

Eine neue Anordnung erhält die Ausgabe von Schuhzeug.

Bezugscheine werden nur in dringenden Fällen aus­gestellt.

Vor 75 Jahren endete das Bremer Postrcgal.

In einer ao. HB. der Bremen-Mrndener Schiffahrt A.-E. wurde der Dividenden - Earantievcrtrag mit dem Fendel-Konzern angenommen.

VseiEk/ Dee

lleujakrskotsvkalt äss Oauleiters an äsn (Lau V7s8sr-Lrns Dank unä Lnsrksnnnny Mr ysls»8lsr« Lrks»I

Zum Jahreswechsel erläßt der Gauleiter folgenden Aufruf an den Gau Weser- Ems:

„Männer und Frauen des Gaues Weser-Ems, Nationalsozialisten!

Ein hartes, aber auch stolzes Jahr liegt hinter uns. Unsere Soldaten wußten im wechselvollen Geschehen des Krieges wieder große Siege an ihre Fahnen zu heften.

Ruhig und verbissen kämpften wir im Gau neben unseren tapferen Jägern der Luft und den Flakartilleristen gegen die englischen Luftpiraten, und die Gräber der neben uns Gefallenen sollen der Nachwelt die Härte unseres Heimateinsahes blei­bend vor Augen führen.

Im Gedenken an sie, an die Gefallenen dieses Krieges, wollen wir im , Jahre 1643 dem Schicksal erneut die Stirn bieten. Aus dem selbstlosen Ein­sah der Soldaten, der Rüstungsarbeiter, der Bauern, ja, aller Deutschen und nicht zuletzt der Männer und Frauen, Jungen und Mädel unseres Gaues, erwächst die Stärke unseres vom Führer geschmiedeten Großdeutschen Reiches.

Eltern, Söhne und Töchter des Nordseegaues! Wenn die Glocken das neue Jahr einläuten, dann wollen wir uns gedanklich die Hände reichen. Jeder wappne sich innerlich und äußerlich zu neuem Einsah. Härte und Geschlossenheit sollen und müssen uns weiterhin auszeichnen.

Mit meinem Dank an alle für die Leistungen im vergangenen Jahr erwarte ich vor allem von den Parteigenossen und Parteigenossinnen wieder vorbildliches Handeln und treue Pflichterfüllung! Die Einsahfreüde und der Opferwille unseres Gaues verdienen besondere Anerkennung! Laßt sie in Erkenntnis der Größe unserer Zeit und ihrer Aufgaben nicht kleiner werden.

In dem Gelöbnis, das Erbe des ersten nationalsozialistischen Streiters unseres Gaues, Carl Növer, nicht nur zu erhalten, sondern es für unseren Führer und unser Volk zu mehren, fassen wir wieder gleichen Schritt.

Vorwärts! !1nser Leben ist Kampf! Ohne ihn gibt es keinen Sieg, und für die Sicherung unseres Großdeutschen Reiches ist kein Einsatz zu groß!

Es lebe der Führer!

Es lebe unser deutsches Volk und unsere tapfere, unbesiegbare Wehrmacht!

Es lebe unsere nationalsozialistische Bewegung!"

Gauleiter.

Nooseoelts Vomlnionamt für «fremde öebieke"

Vor ffankeeimperialismus wird immer dsuMHer — kngland muß ohnmächtig zusehen

z