Ausgabe 
(24.12.1942) Nr. 354
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6r. V. scli. Berlin, 23. Dezember. Nachdem im Feind­lager der verfrühte Jubel über den Einfall in Franzö- sisch-Asrika verrauscht ist, macht sich immer nervöser die Unsicherheit darüber bemerkbar, wie denn überhaupt die militärische Entwicklung in Afrika weiter verlausen und welche strategische Zielsetzung hinter dem grossen Auf­wand, der schon mit so gewaltigen Verlusten verbunden war, gesucht werden soll. Groß ist die Enttäuschung und der Aerger der Briten darüber, daß entgegen allen groß­spurigen Ankündigungen Montgomerys der Marschall Rommel sich mit seiner Armee der vernichtenden Um­fassung entziehen konnte. Mit höchstem Mißtrauen wer­den seine weiteren Bewegungen verfolgt. Hinter allem, was er tut, vermuten die Gegner eine gefährliche Falle. Am meisten jedoch dürfte die anglo-amerikanische Öffentlichkeit durch die Erkenntnis enttäuscht worden sein, die ihnen jetzt von ihren militärischen Sachver­ständigen übermittelt wird, daß auch im Falle einer Be­setzung der gesamten afrikanischen Mittelmeerküste durch die Achsengegner noch kein strategisch entscheidender Osfenstverfolg errungen wäre, daß man dann höchstens einen Ausgangspunkt für eine Offensive gewonnen habe und daß anschließend erst das große und schier unlösbare Problem sich stellen werde, wie der Sprung über das Mittelmeer durchaeführt werden könnte.

Es ist den Engländern' furchtbar peinlich, daß wieder einmal in Washington ein Schreüenskind aufgetreten ist und in ganz plumper Manier finstere Pläne aus­gesprochen hat, mit denen ganz ossenkundig in Washing­ton gespielt worden ist. Wir meinen die Aeußerung des kubanischen Präsidenten Batist«, der als Gast Roose- velts behauptete, ein Einfall unserer Gegner in Spa­nien werde den Beifall der ganzen lateinamerikanischen Welt finden. Wenn man solche militärischen Ueberfalls- abfichten hat, so soll man sie nach der Auffassung in London selbstverständlich nicht merken lassen, sondern den gegenteiligen Eindruck hervorrusen. Deshalb haben sich die Regierungen in London und Washington unmit­telbar anschließend an den Einfall in Marokko und Al­gier beeilt, den Spaniern und Portugiesen zu versichern, - daß sie nicht daran dächten, die territoriale Integrität der iberischen Staaten und ihrer Besitzungen in Afrika anzutasten. Darum auch bemühte man sich jetzt um den Eindruck, daß man die Bildung eines liberalen Blockes begrüße und in ihm eine Vorbeugungsmaßnahme gegen angebliche Pläne der Achsenmächte erblicke. Aber da ist dieser verfluchte Trottel Batist«, der so freimütig aus der Schule geplaudert hat. Was tun? fragte man sich in London und kam auf die Idee der lächerlichen Behauptung, daß Batist« sich „nur versprochen" habe. Wir sind der Sache etwas nachgegangen. Wenn Batist» sich versprochen hat, dann haben sich der „Bnenos Aires Herold" und die Nordamerikanische Nachrichtenagentur Associated Preß wohl auch „nur verschrieben". In den Nord- und südamerilanischen Berichten wurden nämlich die Worte Batistas genau so verzeichnet, wie er sie gesprochen hat. Man kann sich schlecht vorstellen, daß der klägliche Londoner Distanzierungsversuch in Madrid und Lissabon zu überzeugen vermöchte.

Auch die Portugiesen haben allen Anlaß zum Miß­trauen. Auf der Insel Timor haben sie bereits ihre

Erfahrungen gemacht. Es ist ihnen selbstverständlich auch nicht entgangen, daß in strategischen Betrachtungen der Amerikaner und der Briten immer wieder von den Azoren und Kapverden die Rede war und daß die nord- amerikanische Zeitschrift „Colliers Magazine" ganz un­verblümt nach einer baldigen Besetzung von Mozam- bique rief, weil es sich da „um eines der reichsten Ge­biete Afrikas" handelt. Wenn den Briten und Ame­rikanern nicht ein machtgewichtiges Halt geboten wird, kennen sie keinerlei Hemmungen und im Falle des Mittelmeeres wissen sie ganz genau, daß ihnen selbst nach einer für sie günstigen militärischen Entwicklung in Afrika, nach der es bisher allerdings nicht aussieht, heute von Toulon über Lorsika, Sardinien, Sizilien und Kreta bis zum Dodekanes die unerschütterliche Abwehr­macht der Achsenmächte gegenüberstehen würde. Auch in den Augen solcher türkischen Zeitungen, die stark mit England sympathisieren, macht sich der britische Staats­minister sür den Mittelosten, Casey, nur lächerlich, mit der Ankündigung, daß „der Krieg vom Mittelasien als Sprungbrett aus gewonnen werden kann". Auf der gleichen Linie liegen die Betrachtungen nordamerika- nischer Pressevertreter über Pläne unserer Gegner, vom mittleren Orient aus nach den Inseln im ägäischen Meer und weiter nach Griechenland und Trazi'en vor­zustoßen.

Selbst in den Augen eines türkischen Publizisten, den man in seiner Heimat wegen seiner probritischen Ein­stellung als den „türkischen Churchill" bezeichnet, sind das ganz dumme Hirngespinste. Die Achsengegner, so sagte er, seien noch lange nicht Herren des Mittelmee­

res, und sie hätten auch weder den Dodekanes noch Kreta oder die griechischen Luftlandeplätze erobert. Ohne all das aber käme eine Hilfe für die Sowjets auf dem Wege durch das Mittelmeer überhaupt nicht in Frage. Es ist ganz offenkundig, daß auch dieser sonst völlig im britischen Fahrwasser schwimmende „neutrale" Beurtei­ler überhaupt nicht an die Möglichkeit glaubt, daß un­sere Gegner wieder zu Herren des Mittelmeeres werden. Das Hirngespinst, daß unsere Feinde an irgendeiner europäischen Küste von Narvik bis zu den Dodekanes, wo die militärische Abwehr der Achsenstreitkräfte steht, jemals einen erfolgreichen Landungsversuch machen könnten, dürfte nach Dieppe von keinem vernünftigen Menschen aus der Welt ernst genommen werden. Wenn aber die anglo-amerikaniichen Agitatoren dennoch dau­ernd versichern, daß in absehbarer Zeit der Kampf ums Mittelmeer auf einen Höhepunkt kommen werde, könnte man sich da wirklich wundern, wenn die Spanier und Portugiesen die Erklärung Batistas, die er dock schließ­lich von Washington aus abgab, so nebmen wie sie ge­sprochen wurde und nicht so, wie sie London jetzt zu deu­ten versucht?

Es muß als eine besonders ernste Warnung wirken, wenn ausgerechnet in diesen Tagen englische und ame­rikanische Flugzeuge sich nicht scheuen, portugiesisches Gebiet zu überfliegen. Unter diesen Umständen braucht man sich über eine Meldung der sckwedischen Zeitung „Dagsposten" aus Madrid nicht zu wundern, die die Möglichkeit andeutet, daß auch Portugal seine Streit- kräfte teilmobilisieren könnte.

Me Kampfe am mittleren Von lialten an

stolze Verluste der Sowjets zwischen Wolga und Von und in Stalingrad

Aus dem Führerhauptquartier, 23. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche Panzertruppen stießen nördlich des Terek, nachdem sie starke feindliche Angriffe blutig abgewiesen hatten, dem weichenden Gegner nach, brachten über vierhundert Gefangene ein und schössen einen Panzer- zug in Brand. Bei erneuten vergeblichen Angriffen zwi­schen Wolga und Don und in Stalin grad er­litten die Sowjets hohe Verluste. Am mittleren Don halten die schweren Kämpfe an. Bei Woronesch drangen deutsche Truppen über den zugefrorenen Fluß in die feindlichen Stellungen ein und zerstörten dabei zahlreiche Unterstände. Die Besatzungen wurden ver­nichtet oder gefangengenommen, Gegenangriffe zum Teil schon in der Bereitstellung zerschlagen. Im mitt­leren und nördlichen Frontabschnitt Kämpfe von ört­licher Bedeutung bzw. Späh- und Stoßtrupptätigkeit. Angriffe gegen den Stützpunkt Welikij-Luki scheiterten an der tapferen Haltung der deutschen Be­satzung.

In Libyen wurden feindliche Stoßtrupps ver­nichtet. Deutsch-italienische Kampfgruppen warfen in Tunesien den Feind aus zäh verteidigten Bergstellungen. Zahlreiche Gefangene und Beute wurden eingebracht, eine feindliche Schwadron aufgerieben. Ostwärts Bougie wurden zwei große Transportschiffe, darunter ein Fahr­gastschiff von 12 vvll bis 15 VVV BRT. bei einem Angriff deutscher Kampfflieger in Brand geworfen. Zerstörer- flugzeuge erzielten Bombentreffer auf einem feindlichen Unterseeboot. Mit seinem Verlust ist zu rechnen. Bei Nacht wurden die Hasenanlagen von Vone und ein Flugstützpunkt in Algerien bombardiert.

Einzelne britische Flugzeuge unternahmen bei Tage und in der vergangenen Nacht wirkungslose Stör- angriffe aus nördwe st deutsches Gebiet. Dabei wurden zwei, an der französischen Küste ein Flugzeug abgeschossen. Im Süden Englands belegten Kampf­flugzeuge am Tage mehrere Orte mit Spreng- und Brandbomben. Am 17. Dezember wurde bei Bor­deaux ein englischer Sabotagetrnpp noch vor der Aus­führung seines Auftrages gestellt und vernichtet."

kriegsweilinacht bei den Kämpfern Nommels

»wovon kann der Landser Senn schon träumen ', wenn er vindfaden und Packpapier erbettelt kat!

Von KrlSA-dsrlctitSiststter H.rmiii 8cbönb6ig

rä. In Afrika, im Dezember. Sobald wir einmal unse­ren Kriegsschauplatz nicht mehr sand- und zähne­knirschend Wüste, sondern sanft und träumerisch Morgen- land nennen, wozu wir ja berechtigt sickd, bekommt er für euch einen magischen Zauber. Aber ihr sollt wissen, daß die Wunderlampe Aladins, die über den orientali­schen Märchen funkelt, für uns erloschen ist. Denn wir Asrikakrieqer haben, solange wir überhaupt im Morgen- land sind' immer zwischen Sand, Stein und berstendem Stahl gelebt. Wenn wir etwas suchten, so war es nicht mehr als ein Streifen Schatten oder ein Deckungsloch, menn wir uns etwas wünschten, so war es die Ge­legenheit, einmal die Wäsche wechseln oder Ruhe haben zu können, die nicht gleich wieder aufgestört wurde, und wenn wir aus etwas warteten, so war es auf Brennstofs oder Munition. Wasser, Verpflegung oder Feldpost. Kein Wüstenkrieqer hat jemals von dem frieden des Morgenlandes gekostet, den die holden Geschichten ver­heißen Und in jeder sizilianischen Hafenstadt latzt stck eine Nacht genußreicher verbringen, als „tausend unv eine" in den Wüstenräumen. die wir belagerten. Nicki die schattenfächelnden Palmen, sondern der Itaubende Sand. nicht die Musik fließender Brunnen, londern der Krawall ewiger Beschießungen, nicht die prickelnden Blicke verschleierter Frauen, sondern die prickelnden Beine der Fliegen sind die alltägliche Wahrheit inneres Morgenlandes. ^

Hundert Tage, zweihundert, dreihundert, vierhundert, fünfhundert Tage ... Es ist ganz gleich, wie lang« sich schon der eine oder andere auz der hohen See des Biüstcnkrieqes befindet, denn sie sind sich alle gleich ge­worden wie ein Sandkorn dem andern. Man kann pe beliebig vertauschen, denn das glühende Layd und der feurig« Krieg hat ihnen solange alle Unter,chiede her- ausgcbrannt. bis allein der Rommel-Soldat übrig blieb, der alles auf sich nimmt, Sandsturm und Durst. Er,chop- fung und feindliche Uebermacht. und der auch dann das Selbstvertrauen nicht verliert, wenn seine Lage aus­sichtslos erscheint und rings nur Wüste, Feuer und -rod lauern. Freilich heute spiegelt sich doch das heraus­ziehende Weihnachtsfest unter den Wüstenknegern ver­schieden ab. Wenn man den Afrika-Landser auf der Verteidigungslinie beobachtet, oder bester, m ,einem Regiment, öder besser in seiner Kompanie, oder bester in seinem zeltllberspannlen Deckungsloch, — se kleiner der Lcbenskreis ist. um so mehr erscheint er selbst — >o wird man seben, daß sich die Nähe des Festes in ver­schiedensten Temperamenten abdrückt. Denn da- Heim­weh. dem der Wüstcnkrieger sonst standbiclt. bemächtigt sich seiner und treibt ibn mit seinen Gedanken etwas abseits. „Weihnachten ist nun schon zum zweiten Mal

Fehlanzeige" sagt der Phlegmatiker. „Ja, morgen, Kinder, wirds was geben, einen englischen Eroßangrifs"

kür ckie Eimer sm krontsbscknitt ckes Ilmensees kommt ckie ZVeilmsctitspost mit 'tVeiknsctitsmsnv an, cker sicli ckes liier üdlircksn Verkehrsmittel-, cker 8rckler, beckient ?K.-/tukv»kms: Kriegsberichter v, ck, Lecke (8ck>

unkt der Sanguiniker und schüttelt den Kopf. Der Cho­leriker spuckt sich seinen Groll von der Seele. „Elocken- läuten, Kerzenlicht, Brat- äpfel, Kinderjubel, — Hei­mat" sinnt der andere.

Freilich, die Oberhand behalten auch in diesen Ta­gen, wo die Herzen der Afrikakrieger wie die ver­schütteten Bergleute Klopf­zeichen geben, die Optimi­sten, die die Krankheit des Heimwehs nicht packt. Da schreibt ein Oberqefreiter zu dem Feldpostpäckchen Sand, das er seiner Frau als Weihnachtsgabe schickt: „Ich habe nichts anderes, was ich dir von mir schen­ken könnnte. Wenn auch in diesem Sand kein Gold ist, wie es die Alchimisten früher glaubten, so ist es auch kein gewöhnlicher Sand. Denn ich habo agg ihm in all den Abenden und Nächten gelegen und an dich gedacht." Dort hat ein Panzergrenadier so­lange Kameldornbusch um Kameldornbusch abgesucht, bis er die vier Schildkröten für seine beiden Buben und Mädel in den Schachteln hatte, die er sorgsam durch­löcherte und auf die er schrieb: „Vom Weihnachts­mann aus Afrika". Wenn es auch nicht sicher ist, ob die Weihnachtspäckchen pünkt­lich befördert werden kön­nen, da es ja kriegswich­tigeres zu befördern gilt, so kann doch kaum einer der Wüstenkrieger an die Hei­mat denken, ohne seinen Lie­ben hundert feldposterlaubte Gramm an Ueberraschung einzupacken. Freilich können sie sich bei der Wahl der bescheidenen Geschenke nur (Fortsetzung Seite 2)

VeeLreess

Auch die Perle der Empire-Krone löst sich Ceylon fordert Unabhängigkeit

br. Berlin, 23. Dezember. Großbritannien ist durch Roosevelt in die Rolle des „Verlierers in jedem Fall" gedrängt worden. Seine und des Empires Zukunft ist in gleicher Weise bedroht durch die Gefahr des Em­pire Zerfalls von innen heraus, durch die Erbschleicher­absichten des Wallstreet-Imperialismus und schließlich und vor allem durch die Waffengewalt der Dreierpakt- mächt«. Daß Roosevelt sich da, wo er sich militärische oder politische Stützpunkte in der Welt geschaffen hat, freiwillig zugunsten Englands wieder einmal weichen könnte, werden wohl nur ganz naive Gemüter anneh­men, Er hat sich militärisch auf den Westindischen In­seln, in Nordafrika, im Persischen Golf auf den Bahrein-Inseln, in Australien und auch bereits in In­dien selbst festgesetzt. Politisch und wirtscha-'lich sind Kanada, Australien und Neuseeland wcitgc.,:nd vom Mutterland gelöst und in die amerikanische Sphäre ein- bezogen. 2n Afrika hab Roosevelt einen amerikanischen Minister, in der Kronkolonie Indien eine» Botschafter ernannt. Gleichzeitig schreitet der innere Auflösungs­prozeß im Empire weiter. Daß Indien nur noch mit den Mitteln des grausamsten Terrors durch Militär und Polizei niedergehalten werden kann, hat kürzlich erst der Vizekönig Lord Linlithgow bestätigt. Die Fiktion, daß die bisher von England unterdrückten Völker der Erde schließlich doch noch auf eine Grundlage der frei­willigen Zusammenarbeit geführt werden könnten, zer­fällt mit jedem Tage weiter.

Besonders bezeichnend im Sinne dieser Entwicklung ist der Beschluß, den soeben nach einem Bericht des Londoner „Daily Herald" die Kongreßpartei von Teylon gefaßt hat. Während sich bisher die Kongreß­partei von Ceylon mit der Gewährung des Dominion- Status zufrieden geben wollte, hat sie jetzt auf einer Tagung in Tandy diese Haltung umgestoßen und durch einen Mehrheitsbeschluß die volle Unabhängigkeit von England gefordert. Gleichzeitig wurde eine Entschließung angenommen, nach der die vereinigten Nationen bald­möglichst eine bindende Erklärung abgeben sollen, daß sie Ceylons Freiheit nach dem Kriege garantieren. Auf­zuhalten ist diese Bewegung heute ganz offenkundig nicht mehr. Irgendwo findet die Macht des Terrors ihre Grenze, wenn der Bogen überspannt wird. Schließlich werden in der Endphase dieser Entwicklung die Massen der Dreierpaktmächte ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben.

Wenn die Bevölkerung von Ceylon gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt ihre Unabchängigksitsforde- rung steigert, so ist das doch ein Zeichen dafür, daß die bischer von England unterdrückten *Böl- ker nicht, mehr mit dem Siege der Achsengegner rechnen, sondern im großostasiatifchen Raum den Enderfolg Japans als sicher ansehen. Wenn man be­denkt, daß die Briten gewohnt waren, Teylon als die Perle in der Empire-Krone anzusehen, so kann man sich vorstellen, welche Schockwirkung der Entschluß der Kongreßpartei von Ceylon bei den britischen Pluto- kraten auslösen muß. Das fehlte gerade noch nach all den Enttäuschungen, die die Briten in der letzten Zeit vor allem im Hinblick auf das immer rücksichtslrstere Hervortreten des Wallstreet-Imperialismus erlebt haben.

Neue Mterkreuztröger

Berlin, 23. Dezember. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Alexander Bial, Kommandeur eines Grenadier-Regiments; Major Karl Lorenz, Kommandeur des Pionier- Bataillons „Kroßdeutschland"; Oberleutnant d. N. Ger­hard Tuerke, Kompaniechef in einem Grenadier- Regiment; Oberfeldwebel Bruno Kohns, Zugführer in einem Jäger-Regiment. ^

Hauptmann Hachfeld, Eruppenkominandcur in einem Zerstörer-Geschwader, starb den Fliegertod. Der Führer hatte diesem hervorragenden Ossizier am 28. 1g. 1812 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen.

Bei den schweren Kämpfen an der Abwclirfront von Toropcz sand der in Lawdin, Kreis Granden,i. geborene, in Potsdam wobubaftc Rittcrkrcnzträacr Oberst Botbo von Franbins als ibommandenr eines Grcnadicrrcaimcnts den Heldentod.

vor italienische welirmachtsbericht

Rom, 23. Dezember. Das Hauptquartier der italieni­schen Wehrmacht gibt bekannt: „In Tunesien erzielten italienische und deutsche Kampfgruppen Eeländcgewinn und besetzten nach lebhaften örtlichen Zusammenstößen zäh verteidigte Höhenstellungen. Ecgenangrifsc des Fein­des wurden zurückgewiesen. Es wurden Gefangene ge­macht und Material erbeutet. In der Syrte wurden scindlichc Abteilungen bei dem Versuch, Störungsaktio­nen durchzuführen, vernichtet. Die Vodcnabwchr schoß im Verlause des Tages zwei englische Flugzeuge ab. Deutsche Flugzeuge führten Angriffe gegen enqlisch-amc- rikanische Eeleitziige in den algerischen Gewässern durch. Fünf große Handelsdampfcr und ein Torpedoboot wur­den in den letzten zwei Tagen getroffen und schwer be­schädigt."

Alane Flicacrstasscl in Madrid feierlich begrübt. Auf dem Militiirflnabafci, Getafe bei Madrid fand am Mittwoch durch üc» spanischen Liiftfghrtministcr General Vigon die offizielle Bcgriisziing der Blauen st-licgcrstasiel statt, die vor wenigen Tagen unter dem Befehl des Majors Savador von der Ostiront zurückkehrte.

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Zwischen Wolga nnd Don und in Stalingrad erlit­ten die Sowjets wieder hohe Verluste.

London versucht vergebens, Vatistas Enthüllungen über anglo-amerikanische Pläne gegenüber der Pqrenäen-Halbinsel zu entkräften.

Nunmehr fordert auch Ceylon von Britannien die staatliche Unabhängigkeit.

In Kalkutta brachen nach den japanischen Luftan­griffen schwere Brände aus.

Der Rcichskriegsopscrführer widmet dem verstor­benen Gauamtsleiter der NSKOV., Aloys Kroger, einen Nachruf.

Wegen Ileberschreiten des zulässigen Höchstpreises sür Geslnael erhielt ein Bremer eine empfindliche Geldstrafe.

Sämtliche Borräte an Ueberscehölzern sind beschlag­nahmt worden.