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flmtiiches verkllndungsdlatt des Ncichsstattiialters in Oldenburg und Vremen
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Sonnabend. 19. vezember 1942
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Berlin, 18. Dezember. Der britische Vizekönig von Indien, Lord Linlithgow (dessen Amtszeit soeben verlängert wnrde), ging nach einer Meldung aus Kal.ntta am Freitag in einer Ansprache an die Bereinigten Handelskammern auch aus die Unruhen in Indien ein. Bei der Bekämpsung dieser Unruhen — so scheute sich Lord Linlithgow nicht vor seinem auserwählten Hörerkreis zu gestehen — hätten sich „Fälle von Brutalität" ereignet. Mit der zynischen Verachtung des britischen Imperialisten fiir Recht und Gesetz fugte Linlithgow hinzu, „die Verdienste des Militärs und der Zioilver- waltnng, ganz besonders aber die der Polizei, seien hervorzuheben".
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Diese „Verdienste" der englischen Polizei werden deutlich gekennzeichnet durch die lange Reihe von Meldungen. die über das unerhörte Elend der indischen Bevölkerung auch heute wieder vorliegen, die unter dem britischen Lathi seufzen. Aus dem Bljapur-Bezirk wird gemeldet, dag weit über 50 0V0 Bewohner dieses Bezirls am Verhungern sind. Aehnlich liegen die Verhältnisse in der Provinz Madras. In Ahmadabad dauern die Unruhen gleichfalls an. Ueberall schreitet die britische Polizei mit den schärfsten Mitteln ein. um die empörten Massen zu zerstreuen. Bewohner zahlreicher Ortschaften im Bardoli-Bezirk wurden zu einer Kollektivstrafe von 1ü ÜVO Rupien verurteilt.
Das Vorgehen der Engländer in Indien steht keineswegs für sich allein. Ueberall. wo der „menichheits-
Jran mutzte selbst der von den Briten abhängige Ministerpräsident feststellen, daß die Ernährungsschwie- rigkeiien des Landes infolge des Ausbleibens der versprochenen britischen Hilfe verursacht wurden. Ferner sprechen die Hungerrevolten in Syrien, im Irak und im Libanon für sich. Aus Algerien und Marokko meldet eine neutrale Stimme: „Es herrscht eine Situation des Thaos".
Auch aus anderen Teilen der Welt kommen Nachrichten, die die englische „Menschheitsbeglückung" und
..Völkerbefreiung" zeigen. Im Laufe seiner Geschichte hat England sowohl in Irland, in Südafrika, in Australien, in Indien, in Aegypten. kurz, wohin immer sich der unersättliche Imperialismus Englands wandte, Musterbeispiele dafür gegeben, wie man in London die so viel beredte „Weltbeglückung" in der Tat auffaßt. Noch kaum fe aber hat der britische Terror solche Triumphe gefeiert, wie in diesem Kriege. Die Wahrheit bleibt die: daß England überall wo es hinkommt, nur die Völker auszubeuten und zu versklaven wünscht.
Starke Sowjetstellungen durchbrochen
21 britische fluxzeuge bei den Störflügen am Donnerstagabend abgeschossen
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beglückende" Brite auftaucht, erscheint als erster Ee- 'olo
folgsmann der Hunger und mit ihm kommt es zu Massenerschießungen der friedlichen Bevölkerung. In
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kK-^.uknskins: Kriegsberichter 3chröcksr-Ost (Scb.j
Aus dem Führerhauptquartier, 18. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Feindliche Angriffe im Gebiet des Terek, im Raum von Stalingrad und im großen Don-Bogen scheiterten unter hohen Verlusten für den Gegner. Ueber 28 Panzer wurden vernichtet. Zwischen Wolga und Don durchbrachen deutsche Divisionen stark besetzte Stellungen des Feindes aus einem beherrschenden Höhenzug und gewannen im Angriff weiter Raum. Bei den fortdauernden harten Abwehrkämpfen an der Don-Front vernichteten italienische und deutsche Truppen im Zusammenwirken mit der Luftwaffe am 18. und 17. Dezember insgesamt 181 Panzerkampswagen. Starke Luftstreitkräfte, dabei auch rumänische, italienische und ungarische Fliegerverbände, unterstützten bei Tag und Nacht die deutschen und verbündeten Truppen. Mehrere hundert seindliche Fahrzeuge wurden vernichtend getroffen und schwere Waffen des Feindes zum Schweige» gebracht. Fortgesetzte Angriffe der Sowjets im mittleren Frontabschnitt wurden im Zusammenwirken von Heer und Luftwaffe zerschlagen, 28 Panzer abgeschossen und dem Feind schwere Verluste zugefügt. Im Nordabschnitt zerstörten Truppen des Heeres und der Waffen-(f bei Stotztruppkämp- fen zahlreiche Bunker und Kampfstände: Orilick,- Angriffe der Sowjets wurden abgewiesen. Am 17. Dezember verloren die Sowjets in Lustkämvfcn 98 Flugzeuge, 11 eigene Flugzeuge werde» vermißt.
In Libyen verlaufen die Operationen der deutschitalienischen Pan-crarmce planmäßig trotz des Versuches britischer Panzerverbände, diese durch fortgesetzte Flan- kcnstößc zu stören. Der Gegner erlitt hierbei hohe Verluste. In Tunesien nur Spähtrupptätigkeit. Die deutsche und italienische Luftwaffe bekämpfte motorisierte Kräfte und Artilleriestellungen des Feindes.
Nachtangriffe richteten sich gegen Bahnanlagen in Algerien. Im Mittelmeergebiet verlor der Feind durch deutsche Jagd- und Flakabwehr acht Flugzeuge bei vier eigenen Verlusten.
Die britische Luftwaffe erlitt in der vergangenen Nacht bei Störflügen im deutschen Küstengebiet und militärisch wirkungslosen Angriffen auf einige Orte in Nordwestdeutschland schwere Verluste. Nachtjäger und Flakartillerie schössen 21 seindliche Flugzeuge, darunter 11 viermotorige Bomber ab. Vorpostenboöte und Marineflak brachten außerdem am Tage fünf feindliche Flugzeuge zum Absturz. Deutsche Kampfflieger bombardierten in der Nacht zum 18. Dezember aus geringer Höhe kriegswichtige Anlagen und Versorgungs- betriebc am Humber und an der Ostkiistc Englands. Heftige Explosionen und ausgebreitete Brände wurden beobachet. Zwei Flugzeuge werden vermißt. — Bei den Abwehrkämpfen um Rschew zeichnete sich die schlesische 182. Division besonders aus."
In der Nacht zum 18. Dezember wurde die in Mittel- england gelegene Stadt Park von einem Verband schwerer deutscher Kampfflugzeuge angegriffen. Aus verschiedenen Richtungen anfliegend, durchbrachen die deutschen Flugzeuge den dichten Sperrgürtel der britischen Flak und warfen ihre Bomben auf die über 88 880 Einwohner zählende, wichtige Industriestadt. Nach heftigen Crplosionen brachen innerhalb des Stadtgebietes mehrere Brände aus. Außerdem wurden zwei in der Erafichaft Park gelegene Ortichaften wirkungsvoll mit Bomben belegt. Bei einem Tagesvorstoß gegen kriegswichtige Ziele an der Dart-Münduna zerstörten schnelle deutsche Tiefflieger mit Bombenvollireffer einige Ee- bäudekomplexe. Von diesen erfolgreichen Tages- und Nachtangriffen kehrten zwei deutsche Flugzeuge nicht zu ihren Startplätzen zurück.
Her italienische wekrmachtsbericht
Rom, 18. Dezember. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Im Gebiet der Syrte nehmen die Kämpfe der beiderseitigen Panzer- streitkrästc ihren Fortgang. Borstöße leichter feindlicher Panzerstreitkrästc, die versuchten, unsere in westlicher Richtung in Bewegung befindlichen Einheiten umzustellen, wurden vereitelt. Fünf Kleinkampswagen wurden erbeutet und einige Gefangene gemacht. In Tunesien lebhafte Spähtrupptätigkeit. Feindliche Kraftfahrzeugkolonnen wnrden von italienischen und deutschen Üust- lvafsenverbiinden angegrissen. Im Kamps mit deutschen Jägern verlor die englische und amerilanische Lustwaffe fünf Flugzeuge. Zwei weitere Jäger wurden von Jägern über Tunis zerstört. Trotz der ungünstigen Witterungs- bcdingnngen wurde der Hafen von Philippeville mit gutem Erfolg von unseren Kampfflugzeugen angegrif
fen. Ein Angriff britischer Flugzeuge gegen die Insel Lnmpedusa verursachte geringen Schaden. Die Zivilbevölkerung hatte zwei Tote und sechs Verletzte. Ein Bristol-Vlenheim und eine Curtiß wurden abgeschossen. Ein Flugzeugführer wurde gefangengenommen. Bom Tageseiniatz kehrte eines unserer Fluoreuge nicht zurück. Eines unserer Torpedoboote ist beim Geleitschutz für den Nachschub nach Afrika verlorengegangen. Ein Teil der Besatzung wurde gerettet."
Neue Mterkreuzträger
Berlin, 18. Dezember. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Putzka, Stasfelkapitän einer Fernauskliirerstafsel; Hauptmann Josef Fitz, Bataillonskommandeur in einem Panzer-Grcnadier-Negiment; Oberleutnant d. R. Horst Warschnauer, Kompaniechef im Pionier-Bataillon „Großdeutschland".
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wie die USfl. Mika verschlingen möchten
Line wirtschaltskommilsioi, nach Nordakrika — 0er Kampf mit den Marionetten Varlan und de Saulle
DrabtberiKt unserer Berliner Schriftleitung
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ör. w. sek. Berlin, 18. Dezember. So sehr es auch den Briten gegen den Strich gehen mag. die Pankees zeigen sich rücksichtslos in ihrem Bestreben, das frühere französische Afrika in der Hand zu behalten, und darum wollen sie auch Darlan nicht preisgeben, der ihnen als Gegner Englands als besonders brauchbares Werkzeug erscheint, än einer Pressekonferenz hat Noosevelts Staatssekretär Hüll gestern in kaum mißverständlicher Form an die Anhänger de Gaulles — im Grunde Mo an die britische Adresse — die Mahnung gerichtet. ..die Differenzen mit Darlan zu vergessen". Dieser Aufforderung Hulls folgte die Erklärung Darlans. daß er keinen politischen Ehrgeiz habe. Der Berichterstatter dos „Daily Expreß" muß betrübt feststellen, daß man rn Washington diese Erklärung begrüßt habe. Daraus darf man wohl den Schluß ziehen, daß die Anregung zu der ^weitschweifigen Erklärun-g Darlans von Eisenhower im Auftrag des Weißen Hauses ausgegangen ist
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Die Yankees halten es jetzt offenbar nicht mehr für nötig, aus ihrem Herzen eine Mördergrube zu machen. Sie enthüllen ihre Pläne ganz offen, wenn jetzt das
Kriegsinformationsamt En Washington ""Ailt, dag
eine achtköpsige Wirtschaftskommission nach Nordalrika entsandt worden ist, um den Zivilböaustragten des Weihen Hauses im Stäbe Eisenhowers, Murphy, zu unterstützen. Als die Ausgabe dieser Wirtschaftskommission wird es bezeichnet, „die nichtmilitärischen franzo,,,chen Bedürfnisse an Lieferungen aus den Vereinigten Stim- ten z» prüfen und die Möglichkeiten für amerikanische Lieferungen an Wirtschaftsgütern zu untersuchen. Deutlicher konnte man kaum noch werden. Aus allen amerikanischen Erörterungen über den Sinn des Pacht- und Leihgesetzes, die in der letzten Zeit stattgefunden haben, ist beweiskräftig zu entnehmen, daß die Yankees sich in erster Linie mit der Eroberung von llberseeochen Märkten für ihren Export, will sagen also, mit Aus- beutungsgebictcn für den iiidisch-intcrnationalen Kapitalismus mit der Zentrale in der Wallstreet bezahlt machen wolle». Dabei möchte man sich nicht allein aus die Schaffung neuer Absatzmärkte verlassen, der Preis soll auch weitgehend durch kombinierte militärisch-diplo- matischev Maßnahmen gesichert werden. Wenn in Indien
den amerikanischen Truppen der Botschafter Philipps nachgeschickt wurde, so liegt das aus der gleichen Linie wie die Zusammenarbeit Eisenhower-Murphy-Darlan ,n Nordasrika. Die Zielsetzung sür die amerikanische Wirtschaftskommission in Afrika beseitigt den letzten Zweifel an den wirtfchaftsimperialistischen Plänen der Wallstreet. Auch die Engländer wissen ganz genau, was es bedeutet, wenn der Kommission die Ausgabe zugewiesen wird, „die Lage aus dem Gebiet der nordasrikanischen Rohmaterialien unter ^amerikanischem Gesichtspunkt zu prüfen".
Dazu muß man die Botschaft nehmen, die Roosevelt an den Negus von Abessinien geschickt hat. In dieser Botschaft wiederholt Roosevelt die Versicherung, „daß die Verteidigung Abesfiniens für die Verteidigung der Vereinigten Staaten von lebenswichtiger Bedeutung ist, so daß es Anspruch auf Lieferung von Pacht- und Leih- hilfe erhält". Abessinien wichtig sür die Verteidigung der Vereinigten Staaten — das ist unter strateglichen Gesichtspunkten ein ganz oberfauler Witz. Aber die Engländer werden sich ihren Vers daraus machen und zu der Einsicht gelangen müssen, daß dieser offenkundige Witz ebenso offenkundig im wirtschaftsimperialistischen Sinne der USA. kein Witz ist. Sie können ebensowenig an den jetzt sichtbar werdenden Plänen eines nord-
amerjkanischen Trusts gleichgültig vorbeigehen, der un- A: ' " .-----»c... ------—»-c..Lt
ter Ausnutzung der politischen Konjunktur versucht, das gesamte afrikanische Eisenbahnwesen in seine Hände zu dringen. Morgan in Verbindung mit den Baldwm- Lokomotive-Works, die bereits die Materiallieferungen für die ägyptischen und iranischen Eisenbahnen kontrollieren. bemüht sich jetzt in Verhandlungen mit Portugal um die Uebernahme der Eisenbahnlinien in Angola und Mvzambiaue. die bisher unter britischem Einfluß standen. Es liegen auch schon Anzeichen dafür vor. daß d!e Morgan-Vaidwin-Kruppe die Arbeiten für die Transsaharabahn vorbereitet. Wenn es zutrifft, daß Darlan sich bei entsprechender Entschädigung den Wünschen des amerikanisckten Trusts willfährig zeigen will. so würde das die Hintergründe des Streites um die beiden Marionetten >n den Händen Noosevelts und Churchills noch treffender beleuchten.
Dem Verräteradmiral wird zwar von den Amerikanern in Abständen immer wieder in demütigender
Form bedeutet, daß man ihn ganz in der Hand hat, aber wenn er sich brav und willfährig erweist, bleibt ihm vorläufig die Yankee-Hilfe gewiß. Es ist selbstverständlich nicht ohne die Unterstützung von Washington denkbar, wenn. sich Darlan auf Briefbogen mit dem Kopf „Chef d l'Etat Francais" an die vichy-franzö- sischen Diplomaten im Ausland mit der Aufforderung richtet, sich ihm zur Verfügung zu stellen. Ganz so einfach fällt es auch den Amerikanern nicht, der Fiktion Darlan das erwünschte staatsrechtliche Relief zu geben. Die Diplomaten Vichys, wie u. a. der Botschafter Pietri in Madrid, ignorieren zum Teil einfach das Rundschreiben des angemaßten Staatschefs von eigenen und amerikanischen Gnaden. Der erste Versuch Darlans, Botschafter und Gesandte zu ernennen, scheiterte schon an der Abneigung selbst der Emigranten- und Scheinregierungen in London, solch- Diplomaten Darlans zu empfangen. Die Emigranten in London wollen es natürlich nicht mit ihrem englischen Auftraggeber verderben. von dem sie die Scheckbücher haben.
Der de-Eaullc-Sender Vrazaville hat auch schon angedeutet. daß London noch einen Trumpf in Händen habe, nämlich die Anerkennung de Eaulles als .'Regierung". Vrazaville fragte, was Darlan dann tun werde. Der Frag« müßte man wohl die andere voranstellen, ob es Churchill wagen würde, diesen Trumpf gegen die Yankees auszuspielen. Umgekehrt stellen neutrale Berichte au London es heute so dar, daß Churchill sich wahrscheinlich unter dem Druck von Washington dazu bequemen werde, sich mit Darlan doch noch zu verständigen. In dem Interview, das der Vertreter der Associated Preß mit Darlan hatte, wurde dieser auch gefragt. ob er de Gaulle als Chef des französischen Na- tionalrates in London anerkenne. In Vichy vertritt man die Meinung, daß diese Frage und die ausweichende Antwort Darlans ein verabredetes Spiel darstelle, um nochmals den amerikanischen Standpunkt zu manifestieren. daß die Vereinigten Staaten bei ihrem Unternehmen in Nordafrika keineswegs gewillt seien, englische Interessen zu berücksichtigen. Es kann tatsächlich kein Zweifel mehr an der Absicht der Wallstreet und des Weißen Hauses bestehen, zunächst Französisch-Afrika und anschließend den ganzen dunklen Kontinent mit Haut und Haaren zu verschlingen.
E Ha« d/e»ee-Ä«»
Von
Ssusrylslsilsr Kurt 7ti>s!s
Die gesamte volkspolitische Arbeit fand im Laufe Jahres ih
dieses Jahres ihre Anerkennung durch- die Errichtung eines Hauptamtes sür Volkstumsfragen bei der Reichsleitung der Partei und von entsprechenden Aemtern bei den Eauleitungen. In unserem Kau war der Eauamts- leiter bereits seit 1938 Eaubeaustragter der Volksdeutschen Mittelstelle sowie Eauverbandsleiter des VDA. und seit 1941 Beauftragter des Gauleiters für Volkstumsfragen. So sind die vielseitigen volkspoli- tischen Aufgaben in Weser-Ems in einer Hand vereinigt.
Im Jahre 1942 war die vollspolittsche Arbeit durch die Notwendigkeiten, die der Krieg bedingte, bestimmt. Drei große Aufgaben galt es insbesondere zu bewältigen:
1. Die Patenschaftsarbeit an den im deutschen Osten angesiedelten Volksdeutschen Umsiedlern.
2. Die Kameradschaftsarbeit an den Volksdeutschen im Gau.
.3. Die volkspolitische Aufklärung und Erziehung der Menschen unseres Gaues im Hinblick auf die durch die Hereinnähme der Fremdvölkischen entstandene Gefährdung der völkischen Haltung.
Während vor dem Kriegs das Schwergewicht der Arbeit des VDA.-Gauverbandes Weser-Ems in der Ueber- seearbeit lag, ist infolge ihrer Einstellung durch den Krieg ein neues großes Gebiet unmittelbarer praktischer Vetreuungsarbeiten an die Stelle getreten. Durch die Umsiedlungen des Führers sind V 2 Million Volksdeutsche im Osten des Reiches angesiedelt worden, die jetzt mitten im Krieg unter schwierigsten äußeren Bedingungen diesen Osten deutsch gestalten sollen.
Insbesondere im Reichsgau Wartheland hat die NSDAP. mit allen Kräften an diesem Aufbauwerk gearbeitet. Ebenso in den anderen neuen Ostgauen. Sie hat dazu weitgehende Hilfe aus dem Altreich angefordert. Zu diesem Zweck wurde ein großzügiges.Patenschaftswerk ins Leben gerufen, das dem VDA. übertragen wurde. Der VDA. führt auch hier eine traditionelle Arbeit weiter, denn er hat ja auch in der Zeit vor diesem Kriege, als die Umsiedler noch Volksdeutsche waren und unter schweren völkischem Druck standen, ihnen, soweit es möglich war. geholfen.
In der Patenschaftsarbeit im Kreise Erätz im Wartheland hat sich der Gauverband Weser- Ems des VDA. vor allen Dingen die Aufgabe gestellt, abgesehen von rein menschlichen Hilfeleistungen vor allem die kameradschaftlichen Beziehungen zwischen den Volksdeutschen des Patenkreises und den Bewohnern des Gaues Weier-Ems zu fördern. Diesem Zwecke dienten vor allen Dingen Ferienlager für Umsiedlerkinder, in denen^ Erzieher und Erzieherinnen. Jugendführer und Jugendführerinnen der Volksdeutschen Jugend eine Freizeit verschafften, die die Herzen ausschloß und auch den Eltern der Kinder näherbrachte. Es ist außerordentlich erfreulich, berichten zu können, daß in der Patenschaftsarbeit alle Stellen des Gaues zusammenarbeiten, sowohl die politische Organisation der Partei als auch die NS.-Frauenschaft. NSV.. NSLB.. die DAF.. der Reichsnährstand, die HJ. und der BDM.. so daß heute der Patenschaftskreis Erätz -sich als ..Patenichäftskreis- des Gaues Weser-Ems" durchgesetzt hat.
Da die Paienschaftsarbeit so tadellose Erfolge auswies. wurden die Anforderungen vom Kreise Erätz immer größer und dringender und erstreckten sich auf alle möglichen Lebensgebiete. So wurden Kochkurse durchgeführt. ein Kursus aus autogenes Schweißen abgehalten. ein NSV. - Hilfsstellenleiterinnen - Austausch fand statt, Kindergärtnerinnen wurden einaeietzt. Pfllchtiahr- mädel aus dem Gau Weser-Ems leisteten ihr Pflicht- jahr in den Haushaltungen der Umsiedler und gestalteten mit ihnen Dorfabende. Kinderfeste uiw. 80 Studenten aus dem Gau Weser-Ems waren bei allen möglichen Dienststellen für mehrere Wochen eingesetzt, so daß in diesem Jahre aus dem Gau Weser-Ems allein über 9808 Einsatztage von Kräften aus dem Gau Wo- ser-Ems in Erätz geleistet wurden. Daß auch die Sachleistungen nicht zu kurz kamen, dafür gibt eine Geschirr- sammlung Zeugnis, die in Bremen durch die NS.- Frauenschaft durchgeführt wurde und die, um weitere Teile ergänzt, insgesamt 28 888 Einzelteile umfaßte, zu deren Transport nach Erätz mehr als ein Eiicnbahn- waggon benötigt wurde. Ebenso konnten Turn- und Sportgeräte für die körperliche Ertüchtigung der Jugend geliefert werden. Diese Patenschaftsarbeit gibt auch allen Mitarbeitern des VDA praktische Betreuungsmöglichkeiten. und es ist eine Quelle ständiger Freude für uns. auch als westlicher Gau so in die Aufbauarbeit itn Osten eingeschaltet worden zu sein
Mit dem Strom der ausläwdiichen Arbeitskräfte sind viele Volksdeutsche ins Reich gekommen. Sie werden vielfach aber noch als Ausländer behandelt, dc^die Erkenntnis volkspolitische! Gegebenheiten sich leider immer noch nicht durchgesetzt, hat, wie es erforderlich wäre. Da ist es Aufgabe der Partei, auch hier für Verständnis für die Volksdeutschen zu sorgen und ihnen auf allen Gebieten, wo sie Schwierigkeiten hoben, zur Seite zu stehen. Diese Art der Betreuung ist im Grunde genommen nur ein« kriegsbedinote Ablösung der ursprünglichen Vetreuungsarbeit des VDA. . . .' Es muß eben auch hier im Reich gezeigt werden, daß der Wille zur Volksgemeinschaft vorhanden ist d h. daß der Reichs-
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Bei den nächtlichen Störslügen am Donnerstagabend verloren die Briten über Nordwestdeutschland 21 Flugzeuge. Ueber unserem Gau wurde der 588. Abschuß erzielt.
Zwischen Wolga und Don wurden starke Sowjetstellungen durchbrochen.
Deutsche und italienische Truppen vernichteten an der Don-Front in zwei Tagen 181 Panzer.
Der Vizekönig von Indien lobt seine Bluthunde. Der Kroßmufti von Jerusalem eröffnete in Berlin ein islamisches Kultur-Institut.
Eine amerikanische Wirtschaftskommission soll Fran- zösisch-Asrika sür die USA.-Bersklavung reif machen. In Riistungsbetriehen werden rcvierärztliche Sprechstunden eingerichtet.
Fiir den Urlaub, der 1842 nicht gewährt worden ist, erfolgt eine Regelung.
Die Betricbs-'uhe während der kommenden Festtage wurde durch eine Anordnung geregelt.