Ausgabe 
(18.12.1942) Nr. 348
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Lni«t»«n»r°i,e and autnahm-b-diiiguna-n U-ur Preisliste Lufnalimeterinine ohn» Verbindlich keil Te>chist«st«ll»»: Lremen: Teeren S/S, Rus ilSSl: Nachtruf an» lonnlag, 2 47 SS: Oi-rnstrotz- SS, Rul 2 ISSN knie: Mühlen dämm 2: Bremen-Hemellngen: Bahnhosstr S, lkcke-BoNftrotze: R»t 4S4S8: Bremen-V-gela«: Rohrstrahe 24: Ruf 4 und S: Bremen-Blutn-n- thol: Krpt.-DollmLnn-Str. 41/43, Ruf SS u, SS

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Monalsdezuu 2.M RM etnschl ^just-llgeiühil Poübeiuqsorets monatlich 2.30 RM leinlchl. SS,I Rot P-lizeitungShebührl ,uzüg> 42 Rps. Bestellgeld Bezugspreis ist im voraus zahl- dar^ B-stlchell: Hamburg 17 272 Eine Be­hinderung der Lieferung rechtfertigt feinen Sulpruch auf Rückzahlung des Bezugspreises, Verlag: NS.-Tauverlag Weser-Eins GmbH., Bremen Teeren S/S Fernruf 2IS3I. Nachtruf und sonntags 2 47 SS. Sprechzeiten: Verlag werk- tägl. 1213 Uhr. Schriftleitg. 12.30-13.30 Uhr

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vos flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der 5rcien Hansestadt Bremen Nr. Z48 , 12. Jahrgang

Lreitag, 18. Dezember 1S42

der NarionrüldziaMen. Vremens

flmliiches vcrkündungsbiatt des Ncichsstattgalters in Oldenburg und Bremen

kinzelpreis 15 Nps.

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^oropez - ein neues Sowjetgrab

Deutsche U-Voote schickten wieder S8 888 VKI. auf den Meeresgrund

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tndgüMge Vernichtung der eingekesselten

Deutsch-italienische Panzerarmee in der Cyrenaika setzte sich planmäßig nach Westen ab

Aus dem Führerhauptquartier, 17. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Truppen des Heeres und der Wafsen-tt schlugen im Terek-Eebiet einen Angriff der Sowjets unter schwe­ren Verlusten für den Feind ab. Deutsche und rumä­nische Truppen, unterstützt von Kampffliegerverbänden, warfen zwischen Wolga und Don den Feind im An­griff weiter zurück und wiesen im grogen Don-Bogen wiederholte Angriffe stärkerer Kräfte, zum Teil im Ge­genangriff, ab. Dreigig Sowjetpanzer wurden vernichtet. Unter Einsatz starker Infanterie- und Panzerkräfte setz­ten die Sowjets ihre Angriffe im Abschnitt der italie­nische« Truppen am Don fort. Im Zusammenwirken mit deutschen Verbänden des Heeres und der Luftwaffe wurden dem Feind hohe Verluste an Menschen und Material zugefügt. Die Kämpfe dauern an. Südlich Rschew brachen erneute feindliche Angriffe unter Ver­lust von 30 Panzern zusammen. Die Vernichtung der südöstlich Toropez eingeschlossenen feindlichen Kräfte wurde beendet. Auger schwersten blutigen Verlusten hat sich die Zahl der Gefangenen aus 42II0 erhöht. 512 Pan­zerkampswagen, 117 Geschütze, eine gro'ge Anzahl schwe­rer und leichter Infanteriewaffen, über 1VW Lastkraft­wagen und zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial wurden vernichtet bzw, erbeutet. Im N o r d a b s ch n i t t schei­terten örtliche Angriffe des Gegners. Die Sowjets ver­loren gestern 60 Flugzeuge. Ungarische Jagdflieger schössen allein vier Flugzeuge ab. Sieben deutsche Flugzeuge gingen verloren.

In der Cyrenaika setzte sich die deutsch-italieni­sche Panzerarmee planmähig nach Westen ab. Alle Ver­such« des Feindes, in diese Bewegung hineinzustoßen, wurden in heftigen Kämpfen abgewehrt. Ein neuer schwerer Nachtangriff deutscher Kampfflieger richtete si>* gegen die Hafenanlagen von Vengasi. In Algerien und im tunesischen Grenzgebiet setzten Verbände der Luftwaffe die Bekämpfung der feindlichen Luft- und Flottenstützpunkte fort. Einzelne britische Flugzeuge unternahmen in den gestrigen Abendstunden wirkungs­lose Störangrifse auf nordwest deutsches Gebiet. Ein viermotoriger Bomber wurde über Holland ab­geschossen. Im Süden, Englands führten deut­sche Kampfflugzeuge am Tage Angriffe aus mehrere Orte mit Spreng- und Brandbomben durch. Ein Flug­zeug wird vermißt.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ver­senkten deutsche Unterseeboote im Nord-, Süd- und Mittelatlantik sowie im Seegebict um Kapstadt 18 Han­delsschiffe mit insgesamt 88 666 BRT. sowie einen Ge­leitzerstörer. Drei weitere Schaffe wurden torpediert. Unter den versenkten Schissen befanden sich mehrere große Tanker."

seile eines sowjetischen klitekorps vernichtet

Berlin, 17. Dezember. Südöstlich Toropez ist die «ehrtägige Kesselschlacht gegen die bolschewistische Stoß­gruppe, die nach Mitteilungen des Oberkommandos der Wehrmacht aus starken Teilen des 1. motorisierten me­chanischen Korps bestand, am 16. Dezember abgeschlossen worden.

Als am 25. November die Bolschewisten ihre An­griffe auf breiter Front im Raum Kalinin-Toropez be­

liebt alte Kupfer- und Nicke miin,en dem wlW.

Gebt alte Kupfer- und Nickelmünzen dem WHW. Viele unter uns haben es seiner Zeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer- und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben oder gegen lursfähiges Geld umzutauschen. In allen möglichen Behältern, Schubladen und sogar in Geldbörsen sind immer noch derartige Münzen zu finden. Der ein­zelne kann damit nichts anfangen: in der Masse ge­winnen diese Münzen aber an Bedeutung und kön­nen nützlicheren Zwecken zugeführt werden. Das Kriegswintcrhilfswerk 1812/13 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf be­queme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßcnsammlung am kommenden Sonnabend und Sonntag neben unserer üblichen Spende in die Sammelbüchsen der ehrenamtlichen Helfer stecken. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung und stellen sie in den Dienst jener Kraft, die uns den Endsieg sichert.

gannen, war zunächst noch kein Schwerpunkt zu er­kennen. Aus den vielfältigen Abwehr- und Angrisss- kämpfen schälte sich dann in den ersten Dezembertagen immer klarer die taschenart.ige Umfassung des Sowjet- Korps südöstlich Toropez heraus. Jetzt war der Augen­blick für wirksame Gegenstöße.gekommen. In zwei Kei­len stießen unsere Panzerverbände durch das verschneite Waldgelünde vor. Dem mit aller Energie geführten Angriff niedersächsischer und thüringischer Pan­zer-Divisionen gelang es am 9. und 19. Dezember, den Abschniirungsring zu schließen. Um die drohende Ver­nichtung auszuhalten, versuchten die Bolschewisten ihre eingekesselten Verbände auf dem Luftwege mit dem Nötigsten zu versorgen. Viele dieser Transportflugzeuge

wurden von den Einheiten des Heeres heruntergeholt, die übrigen zurückgetrieben. Kaum eines der Flug­zeuge konnte leine Lasten auftragsgemäß abwerfen.

Im Laufe des 18. Dezember vollendete sich dann das Schicksal des eingeschlossenen Sowjet-Korps. Unnötige Ausfälle zu vermeiden, wurde die Säuberung des Kes­sels erst nach gründlicher Vorbereitung durch die schwe­ren Waffen und durch vernichtende Luftangriffe, die vom klaren wolkenlosen Wetter begünstigt waren, vor­genommen. Rund 20 909 Tote oder Gefangene, 989 Pan­zer und Geschütze. Tausende von Infanteriewaffen aller Art und über tausend Lastkraftwagen betrugen die Verluste des Feindes in dieser Kesselschlacht.

was die feindliche Schiffahrt wieder verlor

ranker unö wertvollste belavene versorgungsschiste die veute unserer tl-voote

Berlin, 17. Dezember. Zu der U-Boot-Sondermel- dung teilt das OKW. noch folgende Einzelheiten mit: Unter den als versenkt gemeldeten Schiffen befinden sich allein vier Tanker mit insgesamt 27 566 VNT., darun­ter wurden zwei Tanker mit zusammen 13 566 BRT. im Nordatlantik aus einem Eeleitzug herausgeschossen, die beide» anderen Tanker mit 11666 BRT. gehörten zu einem von fünf Zerstörern stärkstens gesicherten Ee- leitzng, der sich aus dem Weg zum Oelversorgungsgebiet in der Karibischen See befand. Auf den Kursen von und nach Trinidad verlor der Feind wertvollst« Ver- sorgungsschisfe, u. a.Eibenn Nigeria»" mit 5123 BRT., die mit Palmöl und Nüssen geladen hatte, sowie die in Swansea beheimateteSolon" (1561 BRT.) mit einer Erzladung. Ferner die mit Palmöl, Gummi und Holz schwer beladene 1987 BRT. großeNipley" und die einer Londoner Reederei gehörendeOrsor" von 6578 BRT. Dieses Schiff hatte eine Ladefähigkeit von 9885 Tonnen und wurde von Kalkutta kommend mit einer großen Eummiladung versenkt. Aus dem Wege von Newyork nach Alexandrien wurde die dort statio­nierteStar os Suez" (1999 BRT.) mit einer bis über

Ver italienische wekrmachtobericht

Rom, 17. Dszember. Das Hauptquartier der italie­nischen Wehrmacht gibt bekannt:Feindliche Versuche, die geplanten Bewegungen der Achseneinheiten im Ge­biet der Syrte zu hindern, brachen nach heftigen Kämp­fen zusammen. Im Verlauf der Kämpfe machten wir Gefangene und erbeuteten Material. Im Vorwiisten- gebiet Südlibyens zerstreuten Sahara-Abteilungen Feindgruppen. Sie zerstörten einige Klein-Kampfwagen und machten einige Gefangene. Auch britische Panzer-

die Ladeluke reichenden Fracht von Kraftwagen und Flugzeugteilen sowie die 1358 BRT. großeEast Wa­les", die verschiedenes Kriegsmaterial geladen hatte, versenkt. Das gleiche Schicksal ereilte dieCity os Bom­bay" (7116 BRT.), die Waffen und Flugzeuge für die Afrika-Front nach Kapstadt bringen sollte.

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Deutsche Kampfflugzeuge griffen Mittwoch in den Mittagsstunden Versorgungseinrichtungen und Ver­kehrsanlagen im Süden der britischen Insel an. Ueber ein Dutzend verschiedener kriegswichtiger Ziele wurden mit Bomben belegt. Die Kampfflieger gingen meist zu Tiefangriffen über und warfen ihre Spreng- und Brand­bomben aus 50 Meter Höhe ab. In dem an der engli­schen Slldküste gelegenen Hafen Pools und in Al- dershot entstanden mehrere Brände. Angriffe bri­tischer Jagdflieger wurden mit den Bordwazfen abge­wehrt, so daß die deutschen Kampfflugzeuge ihre An­griffe planmäßig durchführen konnten. In der Nähe von Hastings nahmen schnelle deutsche Kampfflug­zeuge die Anlagen der britischen Küstenverteidigung unter Bordwaffenfeuer.

spähwagen wurden von unseren Jägern mit ME.- Feuer belegt und in Brand gesetzt. Die deutsche Luft­waffe führte Bombenangriffe gegen die von englischen und amerikanischen Streitkrästen besetzte« Flugstütz­punkte Algeriens durch. Besonders starke Angriffe rich­teten sich gegen die Anlagen von Philippeville. Drei Flugzeuge wurden im Luftkamps von deutschen Jägern abgeschossen. Luftangriffe fügten der Bevölkerung von Ssax und Tunis Verluste zu. Drei der angreifenden Flugzeuge wurden von der Abwehrartillerie getroffen und stürzten bei Tunis ab."

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Die Rtesenbunlcer am Ltlsutik. Iv sirier gsvsltige^ /-r bsitSsz-ivpbouis entstaväsv an cksr ^tlsntikküsts ckis rissigen Lunlrsrbautsn. ciis unseren ll-Looten doindsn sickere Stützpunkts bieten.

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Sie selbstmörderische Verschwörung in Frankreich

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Heute beenden wir den Abdruck des Erlebnis­berichtes unseres Vertreters in Vichy, Joses Ver - dolt (vgl. BZ. vom 15. und 16. 12.).

In der Haltung Vichys gibt es noch eine undurchsich­tige Stelle. Die amtliche Darstellung behauptet, durch tlabeltolegramm sei Darlan mitgeteilt worden, der Mar- lchall halte seinen Befehl zur Verteidigung Nordafrikas aufrecht. Darauf habe Darlan geantwortet, er habe nun seinen Befehl, das Feuer einzustellen, rückgängig gemacht und sich in amerikanische Kriegsgefangenschaft begeben. Vichy belegte diese Darstellung mit dem Hinweis, die Er­nennung von Nogues zum Oberbefehlshaber an Stelle Darlans sei erfolgt. Tatsächlich wurde diese Ernennung >n Vichy hekanntgegeben. Konnte jedoch im Ernst jemand daran glauben, daß ein Kamps noch möglich sei. nach­dem schon während der beiden Vortage überwiegend nicht mehr gekämpft wovöen war. nachdem hohe Offiziere Nch als gaullistisch oder amerikafreundlich erwiesen hab ten. nachdem der Befehl zum Einstellen des Feuers durch den Generalissimus gegeben worden und der eigentliche Oberbefehlshaber des Gebietes General Iuin, überhaupt nicht in Erscheinung getreten war. sondern nur die Amc- ukaner in Algier begrüßt hatte, und nachdem alle stra­

tegischen Punkte von den amerikanischen Truppen längst besetzt waren? Wenn tatsächlich noch gekämpft werden sollte, dann wurde die Haltung von Vichy am folgenden Tag vollends unverständlich. An diesem Mittwoch wurde früh dem Staatschef der Brief des Führers überreicht der die Uebernahme des Schutzes von Korsika und des unbesetzten Frankreichs durch die Achsentruppen ankün­digte. Gleichzeitig wurde die Besetzung durch deutsche und italienische Truppen schlagartig durchgeführt. Gegen diese Maßnahme zum Schutz Frankreichs erfolgte ein formeller Protest. Dieser wurde jede Viertelstunde über Radio-Vichy, Lyon. Toulouse und Marseille und sämt­liche Kurzwellensender mit Richtstrahler "ach Afrika ver­kündet. Sollte dadurch der von Ansang an gebrochene und verratene, dann verbotene Kampfeswille entfacht werden? Wohlgemerkt: der mit in Vichy bisher unbe­kanntem Eifer eingehämmerte Protest, der wie ein sen­sationeller Notschrei wirken mußte, richtete sich auch gegen die deutsch-italienische Besetzung von Tuncsicn. wo hoch am gleichen Tage der weitere Vormarsch der Angel­sachsen durch Achsentruppen aufgehalten wurde. Was war denn eigentlich beabsichtigt? Die Auslieferung an die Angelsachsen oder die Verteidigung, die jetzt die

Achsenmächte übernahmen? Während der Protest über die Sender lief. befand sich Laval auf dem Wege von München nach Vichy. Sofort nach seinem Eintreffen un­terbrach er die Sendung. Aber was half es? Darlan war nun das Material in die Hand gespielt, das er brauchte. Er hatte nur die Verfassungsakte aus der Tasche zu zie­hen. in der es hieß: Im Falle der Verhinderung des Marschalls Petain übernimmt Admiral Darlan das Amt des Staatschefs. AlsVerhinderung" bezeichnete Dar­lan die ..Gefangenschaft" Petains. die er durch Hinweise aus den Notichreiprotest belegte. Darlan verhandelte jetzt alsStaatsches". natürlich nicht eines im ehrlichen Kampf unterlegenen Staates, dem der Gegner Achtung ichuldet, sondern eines Staates, der auf Kampf über­haupt verzichtet hat. weil er offensichtlich keine morali­sche Kraft mehr besaß. Am Donnerstag, dem 12. Novem­ber. telegraphierte Darlan nach Vichy. er verfüge über die freie Kommandogewalt, alles sei in bester Ordnung, die Verhandlungen würden fortgesetzt. General Nogues der zur Aufnahme des Kampfes von Vichy angeblich den Oberbefehl erhalten hatte, teilte mit. daß er sich dem ..Rcpräientantcn des Marschalls". Admiral Darlan un- (Fortsetzung auf Seite 2)

Nettoverlust und Rekordprahlereien

ckr. V. sck. Berlin, 17. Dezember. Gerade eben jam­merte dieTimes" über dieunaufhörliche Schlacht", die die deutschen Unterseeboote der englischen und ame­rikanischen Schiffahrt auf allen Meeren liefern, da bringt die neue deutsche Sondermeldung wieder eine Bestäti­gung für die Berechtigung des Kummers im Feindlager.' Damit haben wir vbn vornherein gerechnet, daß sich auch in diesem Jahre wieber die Unbilden der Witte­rung, die Stürme auf dem Nordatlantik und die lan­gen Nächte im Dezember aus das Ergebnis des U-Boot- Krieges auswirken würden. Wenn der November, ent­gegen allen Erwartungen, ein Rekordergebnis gebracht hat, so lag das vor allem daran, daß Roosevelt im Zu­sammenhang mit seinem Afrika-Unternehmen unseren Unterseebooten die willkommene Beute in besonderer Dichte vor die Torpedorohre schickte. Im vergangenen Dezember sank das Ergebnis des Kampfes gegen den feindlichen Schiffsraum auf 108 000 BRT. Nachdem am 9 Dezember dieses Jahres bereits 108 000 BRT. gemel­det werden konnten, hat nach der zweiten Sondermel­dung dieses Monats die erste Dezemberhälfte immerhin schon 206 000 BRT. gebracht.

Auch im ungünstigsten Monat also geht dieunaufhör­liche Schlacht" weiter, und wenn Roosevelt sich kürzlich in einer Rede zum Pacht- und Leihgesetz das Geständnis abringen mußte, daßnicht alle Eeleitzllge ankommen", so zeigt sich jetzt, daß auch unter besonders widrigen Kampfbedingungcn die Geleitzllge vor den Torpedos un­serer Unterseeboote nicht sicher sind. Zwar wissen die Kommandanten und Besatzungen unserer Unterseeboote, daß der Angriff auf Geleitzllge angesichts der verstärkten Sicherungsmatznahmen kein Spaziergang ist, sondern von ihnen den härtesten Einsatz erfordert. Wenn aber andererseits die Gegner sich einmal der Illusion hinge­geben haben sollten, im Konvoy-Systcm eine sichere Waffe in der Schlacht auf den Weltmeeren zu finden, so haben sie inzwischen begreifen müssen, daß die Anhäu­fung der Schiffe im Geleitzug für den Rudolangriff der Unterseeboote auch wieder erhöhte Erfolgschancen bietet. Die Regelmäßigkeit der deutschen Sondermeldun- gen, auch wenn ihre Äbstände im Dezember naturgemäß etwas größer werden, bezeugt das stets erneut.

Vielleicht erhoffen sich die Agitatoren Roosevelis und Churchills von den Wetterbedingungen des Dezember den Trost, daß einmal in einem Monat die Neubauten tatsächlich die Versenkungen übersteigen könnten. Daß davon im Durchschnitt längerer Zeitabschnitte trotz aller Prahlereien niemals die Rede sein kann. das wissen die Sachverständigen im Feindlager heute sehr wohl. Gerade in diesen Tagen erst hat der kanadische Munitions­minister Howe das Geständnis gemacht, daß es den Engländern und Amerikanern bisher noch nicht einmal gelungen sei. die Hälfte der versenkten Handelstonnage zu ersetzen. Diese Tonnage ist in der gleichen Weise nach den amtlichen Ziffern der Dreisrpaktmächte und der Zahlenangaben. die im Feindlager durchgeschlüpft sind, aus rund 30 Millionen BRT zu veranschlagen, so daß die Gegner, sie mögen sich drehen und wenden wie sie wollen, zumindest mit einenl Nettoverlust von über 15 Millionen BRT. heute rechnen müssen. Das ent­spricht annähernd dem Gesamtumfang der für die Ueber- seeschiffahrt geeigneten Tonnage, über die Großbritan­nien bei Beginn des Krieges im Jahre 1939 verfügte. An der Tatsache dieses Rettoverlustes. unter Berück­sichtigung aller Neubauten bis zum heutigen Tage. beißt nach dem Geständnis Howes keine Maus mehr einen Faden ab. Dieses Minus bleibt auch dann, wenn es nn Jahre 1913 den feindlichen Werften gelingen sollte, mit den Versenkungen Schritt zu halten.'

Nach dem Ergebnis des zu Ende gehenden Jahres sieht es danach keineswegs aus. In den Vereinigten stauten hat man damit renommiert, daß es gelungen >ei, im ersten Kriegsjahr 8.2 Millionen Tonnen zu bauen. Das amerikanische Agitationsmaß der Ecwichts- tonne muß bekanntlich erst auf die allgemein übliche Brutto-Register-Tonne umgerechnet werden. Dann kommt man auf etwa 5 Mill. BRT. Auch in chicsem Falle trefft Howes Feststellung zu. denn diesen 5.5 Mil- Uonen ncugebauten BRT. würden Versenkungen durch see- und Luststreitkräfte der Dreierpaktmächte gegen­überstehen. die zusammen das Doppelte ausmachen' Aber "otz aller Abstriche, die Roosevelt in der praktischen Arbeit des ersten Kriegsjahres an seinen ürsprüng- nchen astronomischen Renommierziffern machen mußte, "sr? drüben lustig weitergeprahlt. Eine englische Fach­zeit,chrizt.Engineering", hat kürzlich die Rekordphan- tauen der Yankees in geradezu vernichtender Weise iro- "tliert Auch dieTimes" scheint nicht sehr gläubig und hoffnungssroh gestimmt zu sein. wenn sie offen­kundig skeptisch der Hoffnung Ausdruck gibt. daß Lhur- ch'lls im Sommer abgegebenerrelativ günstiger Be­ruht . wonach die anglo-amerikanische Schiffbaüproduk- tion die Verluste übersteige, heute noch Geltung habe. Im engliichen Unterhaus hat soeben der aus den Ver- einigten Staaten zurückgekehrte Produktionsminister Oliver Lyttelton mitgeteilt, daß Roosevelt an seinem Bauprogramm für 1943 schon jetzt Abstriche gemacht hat. Er. Lyttelton. habe sich in Washington mit den zustän­digen Stellen auf eine Produktion von 20 Millionen Tonnengeeinigt . Auch diese Mitteilung Lytteltons

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Deutsche U-Voote schickten wieder 18 Handelsschiffe mit 98 666 BRT. auf den Meeresgrund.

Die deutsch-italienische Panzerarmee in der Cyrc- naika setzte sich planmäßig nach Westen ab. Südöstlich Toropez wurden die eingekesselten Feind­kräfte endgültig vernichtet.

Zwischen Wolga und Don wurden die Bolschewisten wiederum zurückgeworfen.

Das Jnformationsministeriuin in Vichy weist pluto- kratisch-bolschewistische Liigenmeldungcn zurück. Soldaten eines Baubntaillons waren Gäste des Re­gierenden Bürgermeisters.