Ausgabe 
(17.12.1942) Nr. 347
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parleiarntttciie Layeszettung

vas flmtsblotk des Negierenden Vürgcrmcistrrs der Zrcicn Fanscstaüt vremen

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üer Nationalldziattsten. vremens

flmilichrs verkündungsblatt des ficichsslattszalters in llldenburg und Vremen

Nr. Z4? ,12. Zatzrgang

Donnerstag, 1?. Dezember 1942

kinzeipreis 15 D

HjraKsnräukeris^ke -^bsUcktvn gegen 5panien

kuropas kmiieikssront gegen Noosevelt

knglan- nach wie vor in trostlos ostnmöchtiger Vesenstoe

, Drahtbericht uns«» Berlin« Schriflleitung

ckr. v. s«ii. Berlin, 18. Dezember. Die Raubzugs- pläne des Wallstreet-Imperialismus, von denen seit dem Beginn des amerikanischen Unternehmens in Afrika die Hüllen abgesallen sind, richten sich ebenso wie gegen die britisch« Empire-Politik gegen Europa und seine überlieferte alte Kultur. Diese Erkenntnis hat dazu ge­führt, datz die einheitlich« Frontstellung des alten Kon­tinents gegen die Aussaugungspoliiik der Emporkömm­ling« aus der andere» Seite des Atlantik immer schar­fer herausgearbeitet wird. Aus dem Lager unserer europäischen Verbündeten kommen in diesen Tagen immer mehr Stimmen, die in diesem Sinne an Ein­deutigkeit nichts zu wünschen übrig lassen.

In einer rumänischen Zeitung wurde die gute For­mulierung geprägt, das; die Yankees das- Licht, das sie vom alten Kontinent empfangen haben, als eine Brand­fackel zurückschleudern möchten. Die italienische Agen­tur Stefani zeigt jetzt an Hand einerAnregung des Roosevelthörigen kubanischen Staatspräsidenten Bat- tista besonders wirkungsvoll auf, wie unter dem Deck­mantel eines ideologischen Kampfes zurVerteidigung der Demokratie" der Krieg von Roosevelt eindeutig zu einem Raubzug zur Eroberung Europas und zur völligen Knechtung Asiens gemacht worden ist. Wenn Battista den Vereinigten Staaten nahelegt, sie möch­ten auch Spanien überfallen, um damit die öffentliche Meinung der ibero-amerikanischen Staaten zu beein­flussen, so zeigt das deutlich, wie Stefani es ausdriickr, mit welcher stratzenräuberischen Einstellung die Ver­bündeten Roosevelts diesen Krieg führen." Es unterliegt keinem Zweifel, datz VattistasEmpfehlung" eine be­stellte Arbeit Washingtons ist und datz die Invasion Spaniens seit längerem zu den geheimen Plänen des Weißen Hauses gehört. An diesem Tatbestand ändert auch die Tatsache nichts, datz Roosevelt keinen anderen Handlanger für ferne Aggressionspolitik gefunden hat als die mittelamerikanische Operettenfigur des kuba­nischen Generals.

Der diplomatische Mitarbeiter der Stesani-Agentur beurteilt diese Angelegenheit überzeugend in einem größeren Zusammenhang:Es sind deutliche Anzeichen im Hinblick auf die amerikanischen Pläne gegenüber Spanien und Portugal vorhanden. Die Worte Vattistas, des Präsidenten von Washingtons Gnaden, der sich in den USA. die Taschen gefüllt hat, lasten die wahre Natur der panamerikanischen Bestrebungen der Washing­ton-Regierung' erkennen. Diese Bestrebungen zielen darauf Ob, die latsimifchen und iberischen /Traditionen der Völker Mittel- und Südamerikas zu ersticken. Diese Traditionen stören die Dollarmagnaten böi der Durch­führung des Planes, aus dem gesamtamerikanischen Kontinent «in einziges von einer AngaHl Vattistas ver­waltetes USA.-Reseioat zu machen: Zwischen den Er­klärungen des kubanischen Präsidenten und der Eden- Rede, wonach nur die USA,, England und Sowjetrutz- land gerüstet bleiben sollten, besteht offenbar ein Zu­sammenhang. Die anglo-amerikanischen Mächte bekrie­gen nicht nur Italien, Deutschland und Japan, sondern alle traditionellen, nationalen, kulturellen, geistigen und rassischen Werte der Menschheit, die die Anglo-Ame- rikan«r und ihr« bolschewistischen Alliierten völlig ver­nichten möckffdn."

Datz in den Raubzugsplänen der Wallstreet und des Weißen Hauses der Wille zur Entmachtung und Be­endung des britischen Empire eingeschlossen ist, das haben einsichtige Engländer auf Grund der jüngsten militärischen Entwicklung nun allmählich auch begriffen. Die Lage der Engländer gegenüber dem Yankee-Im­perialismus ist allerdings im Gegensatz zu derjenigen Europas eine ganz trostlose. Die Engländer müssen so tun, als ob sie den Krieg gewinnen könnten und wissen doch ganz genau, daß sie in dem hoffnungslosen Fall dieses Sieges von den Amerikanern verschluckt werde i sollen. In Berichten englischer Korrespondenten aus den Vereinigten Staaten ist in der letzten Zeit immer wie­der festgestellt worden, datz Willst« in seinen Kund­gebungen die Meinung einer überwiegenden amerika­nischen Mehrheit gegenüber England und dem Empire vertrete. Heute liegt ein« Aeußerung desDaily Herold" über die letzte Rede Willkies vor, in der es wörtlich heißt:Willkie gab einige Erklärungen ab, die nach meiner (des Korrespondenten) Ansicht englandseindlich waren. So machte er die indiskret« Bemerkung über das ; Versagen bestimmter alliierter Führer im Nahen Osten. In einem Falle äußert« er sogar Zweifel am gesunden ^Menschenverstand eines dieser Führer. Er wiederholte,

in seinen Ausführungen immer wieder; datz er Chur­chill am liebsten umbringen möcht« (lo smoics out"), da er sich weigere, über die Zukunft des britischen Empire und d'i« britischen Kriegsplän« eine Erklärung abzugeben." Es ist geradezu jämmerlich, wie England aus die praktischen Maßnahmen des Banker-Imperialis­mus reagieren mutz. In den Vereinigten Staaten wird die Entsendung des Botschafters Philipp nach Indien unter anderem auch so begründet, datz Amerika zuver­lässige Nachrichten aus diesem Land im Hinblick auf dessen Bedeutung für die Vereinigten Staaten brauchte. Damit wird den Briten rücksichtslos bescheinigt, daß ihr« Nachrichten aus Indien, über die Freiheitsbestre­bungen des indischen Volkes, über die Aktivität der in­dischen Nationalisten und über die brutalen britischen llnierdrückungsmatznahmen kein Vertrauen -verdienen. Daneben wird der Rang Philipps als Botschafter ab­sichtlich unterstrichen, derseinem Posten ein« Bedeu­tung und Würde gibt, die mit der ständig wachsenden Bedeutung des amerikanischen Militärs in Indien und mit der Rolle Indiens im asiatischen Krieg im Ein­klang steht." England in seiner Ohnmacht mutz heute so tun, als od es die Hintergründe nicht begreife, die zur

Entsendung des Botschafters Philipp geführt halbe.«. Man schwingt sich sogar dazu aus, die Amerikaner zur Wahl dieses Mannes zu beglückwünschen. Gleichzeitig mutz Attlee im englischen Unterhaus die Tatsache fest stellen, datz es Vertreter aller Dominien in den USA. gibt und datz eine Mehrheit der Dominien in Kürze auch durch eigene Gesandt« in Moskau vertreten sein wird,"

Wer diese Tatsachen nicht als entscheidende Symp­tome für den Anslösungsprozetz des Empire nach dem Willen der Koalition zwischen den Yankees und den Bolschewiken zu erkennen vermag, dem mutz jede poli­tische Erkenntnissähigkeit abgesprochen werden. Wir werden allerdings das pikante Erlebnis nicht aenietzen können, zu sehen, wie England im Falle eines Sieges derAlliierten" von den Yankees und den Bolschewisten aus allen Himmeln gestürzt und aufs tiesste erniedrigt wird. Wir werden dafür überreich entschädigt werden durch das Erlebnis einer neuen revolutionären Weib ordnung, die von den siegreichen Waffen der Dreier­paktmächte geschaffen werden und dann gleichzeitig die Welteroberungspläne Roosevelts und Stalins zuschan- den machen wird. (Siehe auch Seite 3.)

Sroßteil eingelchlolsener Sowjets vernichtet

vie volschewisten verloren über 14000 tote, Z0S0 Sesangene, Z2S Panzer unv 227 Seschütze

Aus dem Führerhauptquartier, 18. Dezem­ber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Ter e k-Gebiet wurden gestern bei der siegreichen Abwehr feindlicher Angriffe 21 Sowjetpanzer vernichtet. Zwischen Wolga und Don stürmten deutsche und rumänische Truppen verschiedene zäh vertei­digte Ortschaften und wiesen Eegenangrisse blutig ab. Italienische Truppen schlugen feindliche Angriffe unter hohen Verlusten für die Sowjets ab. Im Raum südost- wärts Toropez wurde ein großer Teil des eingeschlos­senen Feindes vernichtet. Vom 25. November bis 1S. De­zember verlor der Feind hier über 3880 Gefangene, 328 Panzer Und;327 Geschütze. Die Zahl der Gefallenen be­trägt über 11 888. Südlich des Jlmensees zerstörten Stoßtrupps zahlreiche feindliche Kampsstände. Im hohen Norden griffen Sturzkamps- und Kampfflugzeuge Stadt und Hasen Murmansk, Anlagen der Murman-Bahn und Batterie-Stellungen aus der Fischer-Halbinsel mit guter Wirkung an. I» der Zeit von« 1. bis 13. Dezember

verloren die Sowjets 111 Flugzeuge. Hiervon wurden 318 in Lustkiimpfen, 88 durch Flakartillerie der Lnfb wasfe und 28 durch Verbände des Heeres abgeschossen, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit kehrten 88 eigene Flugzeuge vom Flug gegen den Feind nicht zurück.

In der westlichen Cyrenaika hielten auch gestern heftige Kämpfe mit überlegenen feindlichen Kräften an. 18 britische Panzer und mehrere Geschütze wurden ver­nichtet. Deutsche Jäger schössen bei einem eigenen Ver­lust vier feindliche Flugzeuge ab. Bei Nacht wurde das Hasengebict von Bengasi mit guter Wirkung bombar­diert. Rachschubhäfen und Flugstützpunkte des Feindes in Algerien wurden weiterhin wirksam bekämpft. Im öst­lichen Mittelmeer versenkten deutsche Untersecbootjäger ein feindliches Unterseeboot. Schnelle deutsche Kampf­flugzeuge griffen bei Tag« an der Südostkiiste Englands kriegswichtige Anlagen mit Bomben und Bordwaf­fen an."

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Der pübrsr smplmg Osnsrs! tvlcirior Srsvcis uvct ildsrrsicbls cism Xommsricisuc ctsr rpsmscbsri Division im Osisn clss itim vsrüsiisns bictisnisub rum killsricrsur ciss kissrnen Xistirss. Messe-Hoilm-na / scLerl-äutoiier.»

A Vie selbstmör-eeistlie Verschwörung m Frankreich

^ gbgekarlete Iragikomödie von der «erbitterten Verteidigung" , lauzielien zwischen kngrand- und USfl.-kreaturen

Wir setzen heute den in der gestrigen BZ.-Aus- gabe begonnenen Erlebnisbericht unseres Vertreters in Vichy, Josef Verdolt, fort.

2n der Nacht, zum Sonntag, dem 8. November, grif- scn die Angelsachsen in Algerien und Marokko an, Landungsversuche gleich an vielen Stelhen. Vichy er- I iuhr es erst vom englischen Rundfunk. Petain soll den USA.-Eeschäftsträger wütend abgekanzelt haben. Auch aus Rabat und Algier trafen Funkmeldungen ein. Vichy war gut informiert. Jeder wußte ja auch: es wird »erleidigt. Es galt, das Imperium, Frankreichs letzte Chance, zu retten, hieß die amtliche Losung. Die Nach- U richten von 'derkaltblütigen und erbitterten Ver- leidigung" lagen gewissermaßen druckfertig in der Schublade. Sie werden jetzt ausgegeben. Alles klappte la so gut! Der Generalissimus war zufällig im Kampf- A gebiet, an seiner Seite General Iuin, der Oberbefehls- Haber für Afrika, ein strebsamer, noch junger General­stäbler, der nun Ruhmeschancen wittern mutzte. Vor ^ finigen Monaten war er in Deutschland gewesen, um Uch zu orientieren, wie zusammengearbeitet werden soll, wenn angegriffen wird. Die Hilfe der Achsenmächte ließ 1 auch nicht aus sich warten Stukas hatten schon am Vor- 1 luge feindliche Frachter angegriffen. Die chiffrierten Te- r u-granimc aus Rabat und Algier deckten sich allerdings ! "'wt ganz mit den vorbereiteten Pressemeldungen. In ! Cmablanca, besten marokkanischen Hafen, war die : Marine zwar auf dem Posten. Aber wer hätte gedacht.

datz der Feind ihre Operationspläne genau kenne? Ihre Manöver blieben vollständig wirkungslos, wäh­rend alle Kähne in den Grund geschossen wurden und 1200 Mann den Seemanstod starben. Darlan hatte die Operationspläne vier Wochen vorher schon etwas über­prüft und gebilligt War ihm davon etwas entschlüpft, als er das lange Gespräch mit Murphy, dem Chef des amerikanischen Geheimdienstes iy Nordafrika, hatte? Murphy wußte jedenfalls gut Bescheid. Er wußte auch, datz General Nogubs, der Generalresident in Rabat, Marokko verteidigen werde. Er wußte auch, welche Ge­nerale in Rabat gegen die Verteidigung waren. Denn er verständigte sies bevor der Angriff erfolgte. So nah­men die französischen Offiziere unter Führung des Ge­nerals Belhouards und seiner Genossen schon nachts den General Noguss fest. War die Haltung Bethouards in Vichy vorher unbekannt gewesen? Durchaus nicht, aber Noguös galt als verantwortlich. Denn Nogu^s unter­hielt zu Murphy und den Amerikanern gute Bezie­hungen. Nogu«s trieb ein« selbständig« Politik, die dann bestand, datz er die Amerikanerernähren ließ, wofür sie den Strom der abgeschnürten Zufuhren ge­legentlich wieder fließen ließen. SeineGefangennahme" dauerte übrigens nicht lange, nur solange, bis Rabat besetzt war Dann wurde er durch den Ordnungsdienst der Kriegsteilnehmerlegion ..befreit" und konnte mit seinen Truppen ins Landcsinnere ziehen. Unter Freun- pcn einigte man sich. Wußte man in Vichy nicht, datz Noguss, der ein« Jüdin zur Frau hat, Marokko durch

amerikanischeDiplomaten" überschwemmen ließ, an­geblich nur, um lächerlich geringe Zufuhren zu be­kommen? Murphy, der Mitarbeiter des Botschafters Bullitt, des Hauptverantwortlichen an Frankreichs Kriegserklärung, war gut bekannt. Anderthalb Jahre bearbeitete" er Marokko. Noguös aber erklärte immer wieder:Das ..befreundete" Amerika greift nicht an. Ueberigens folge ich nur den Befehlen der Regierung."

Ganz anders verlies dieVerteidigung" in Algier. Hier waren ja der Generalissimus Darlckn und der Oberbefehlshaber General Iuin. In Algier siel kein Schutz. Die Truppen, die zwei Jahr« läng auf Ver­eidigung gedrillt worden waren, wurden in den Ka­sernen belassen. Die Offiziere standen zur freundlichen Begrüßung auf dem Hasenkai. Hohe Offiziere, die ihrem Eid gemäß hätten schießen müssen, hatten das Rcgie- rungsgebäude besetzt, wo General Eisenhower, der feindliche" Oberbesehlshaber, feierlich empfangen wurde. Dachte Admiral Darlan nicht an seine Ma­trosen, die zur gleichen Stunde vor Casablanca ver­raten in den Tod gingen? Was war überhaupt mit Darlan? Er meldete am 8. November abends von Al­gier aus die Uebergabe der Stadt nach Vichy Hatte sich der Generalissimus einfach gefangennehmen lassen? So sah es aus, und dies war für Vichy kein angeneh­mer Eindruck, wo doch nun einmal gekämpst werden sollte In einem Telegramm von Vichy nach Algier ver­sicherte Marschall Petain dem anscheinend gefangenen (Fortsetzung aus Seite 2)

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Deutsche Kolonisation einst und jetzt

Ik. kckll. Die neue deutsche Ostpolitik ist in ihrer Ee- samtauswirkung Rassenpolitik: Nur dieser ihr Cha­rakter bietet die Gewähr dafür, datz bei derWieder­gewinnung altangestammten Baugrundes" wie über­haupt bei der Erweiterung unseres Lebensraumes HalbheitenundF.ehlerfrühererdeutscher Kulturarbeit im Osten Europas rückgängig gemacht und für die Zukunft planvoll vermieden wer­den. Fassen wir mit einem flüchtigen Blick in die Ver­gangenheit zunächst die (jetzt überwundene) Tragik un­srer Ostkolonisation des vorangegangenen Jahrtausends ins Auge. '

Die Gründung südöstlicher Grenzmarken durch Karl den Großen setzte zwar dem Vordringen der Slaven in die einst von germanischen Stämmen geräumten Ge­biet« einen Damm entgegen, verhinderten aber in der Folgezeit unter weniger starken Herrschern des Reiches keineswegs das weitere Einströmen artfremden Blutes.' Heinrichs I. und Ottos des Großen bedeutsamen Ko­lonisationstolen folgten, wiederum in Auswirkung spä­terer Unterlassungssünden, der verheerende Slavenauf­stand des Jahres 983 und die erste Landnahme der Polen. Die Gründung des polnischen Erzbistums Ene- sen durch den deutschen Kaiser Otto III. im Jahre 1000 ist ein Passivblatt der deytschen Geschichte für sich. 2m 14, und 15. Jahrhundert blieben sodann die Leistungen der Hanse und des Deutschritterordens im Osten unter an­derem durch die Vereinigung Litauens mit Polen (1386) und den verhängnisvollen Ausgang der Schlacht bei Tannenberg (1410) zum größten Teil ungenutzt. Eine zielbewußte Fortsetzung erfuhr ferner nicht das Ost­kolonisationswerk Friedrichs des Großen und seiner unmittelbaren Vorgänger; im Gegenteil; die fehlge­leitete politische Entwicklung-führt« schließlich im 19. Jahrhundert dahin, datz eine polnische Minderheit in­nerhalb des preußischen Staates mit Hilfe der politisch­katholischen Kirche in aller Öffentlichkeit aytigerma- nische Ziele verfolgen konnte, ohne ein für allemal in ihre Schranken zurückgewiesen zu werden.

Nicht nur aus Gründen, die mit den historischen Un­zulänglichkeiten der Reichsfüihrung nach außen hin zu- iammenhingen, (nutzte das Ergebnis der jahrhunderte­langen deutschen Anstrengungen im Osten höchst unbe­friedigend bleiben: auch die überstürzte innerwirtschaft­liche Strukturänderungvom Agrarland zum-Jn- dzlstriestaat" verschärfte in Verbindung mit der kata­strophalen Landflucht die Tendenz zur erneuten erheb­lichen ^ Schwächung ^ der germanischen Kultur- und Kampfträger im östlichen Erenzraum. Die seinerzeit nicht unterbunden« Abwanderung deutscher Bauern und Landarbeiter in. Industriestädte hatte in vielen Fällen' unter Einschaltung der Bodenspekulation , den Verlust deutschen Landbesitzes an damalige slavische Siedlungsl organisationen zur Folge. Was dieser (jetzt wieder aus­geglichene) Verlust deutscher Heimaträume namentlich >m Hinblick auf das erheblicheEeburtengefälle von Osten nach' Westen", d. h. den größeren Kinderreichtum der slavischen Völker, bedeutete, braucht hier nicht näher ausgeführt zu werden. Hinzu kam bis 1933 das offen­sichtliche Schwinden jeglicher Hemmungen vor germa­nisch-slawischen Mischehen, wodurch das Bild der rassi­schen Zusammensetzung des Bevölkerungskerns in bisher nordisch bestimmten Gebieten' zu unseren llngunsten verändert wurde.

Zum ersten Male in der deutschen Geschichte ist der Ruckerwerb und die Neugewinnung von Siedlungsland in den Weiten des Ostens ein Werk, hinter dem die gesamte Nation steht, zum ersten Male wird die Sicherung der blutgetränkten Scholle vom Bo­den und vom Menschen aus vorgenommen. Freilich, wir stehen erst am Anfang der großen nationalsoziali- stftchen Kolonisationstätigkeit, aber ihre klare Ziel­setzung läßt keinen Zweifel darüber, datz nunmehr nach den skizzierten Erfahrungen des hinter uns liegenden Jahrtausends deutschen Ringens im Osten ganze Ar- b e i t geleistet wird! An der Spitze stehen hierbei, so­weit die vordringliche ernährungswirtschaftliche Auf­gabenstellung es nur irgend zuläßt, rassenpoliti- sche U e b e r l e g u n g e n. Was die sogenannte quan­titative Bevölkerungspolitik betrifft, so wird den aller­dings auch jetzt noch nicht beseitigten Gefahren, die uns im Eeburtenkrieg drohen, durch eine ganze Reihe um­fassender Maßnahmen begegnet, angefangen bei den Ehestandsdarlehen über. die Kinderbeihilfen bis zur nationalen Ehrung kinderreicher Eltern, Gerade sür den erbtüchtigen Nachwuchs dieser vielköpfigen 'Fami­lien wfrd einmal zusätzlicher bäuerlicher Siedlungsraum zur Verfügung gestellt werden können. Die erzieheri­schen Vorarbeiten der SA,, und HJ. wiederum bür­gen bei der Neubildung deutschen Bauerntums im all­gemeinen. und der Schaffung eines lebenden Grenz- walles im besonderen für eine Auslese körperlich, charakterlich und weltanschaulich wertvoller Neusiedler. Bodenständiges Denken und Rasseinstinkt werden diese Sturmtrupps des Deutschtums in jeder Umwelt vor einer Versickerung ihres Erbstromes bewahren. Hand in Hand hiermit fördern auch rein wirtschaft­liche Maßnahmen, wie die gerechtere Bewertung, der Landarbeit, die Verbesserung der Wohnverhältnisse des Dorfes und die technische Modernisierung der bäu­erlichen Betriebe die Verwurzelung unseres neu an­gesetzten Landvolkes. Gleichzeitig wird die verstärkte Pflege, der bäuerlichen Kultur volkspolitisch ihre Früchte tragen.

Eine wichtige Frage, die im Zuge der Betreuung des Volkstums zur Zeit mit gelöst wird, ist die Wieder­gewinnung derjenigen Menschen unseres Blutes, die ohne Verlust ihrer deutschen Art vorübergehend srcmd-

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Der größte Teil der eingeschlossenen Sowjets südost- wärts Toropez ist bereits vernichtet; die Bolsche­wisten verloren über 11 888 Tote.

Zwischen Wolga und Don stürmten unsere Truppen zäh verteidigte Ortschaften.

Die Sowjets verloren vom 1. bis 15. Dezember 111 Flugzeuge.

Im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten sür Georg von Stautz würdigte Rcichsminister Dr. Funk das Schaffen des Wirtschasts- und Kulturpioniers.

Die Japaner bombardierten feindliche Flottenstütz­punkte aus den Fidji-Jnseln und Neu-Kaled-nien. In Berlin wurden deutsch-italienische Kriegswirt» schastsveyeinbarungen unterzeichnet.

Der kubanische Staatspräsident betätigtc sich als bestellter antieuropäischer Scharfmachers

Der Gauleiter empsinq in Ahlhorn Nachtjäger als seine Gäste.