Ausgabe 
(10.12.1942) Nr. 340
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Donnerstag. 10. Dezember 1942

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Iruppenttansporter mit Mann und Maus versenkt

Unsere U-Voole schickten s0S000 VNI. auf den Meeresgrund, darunter die I871Z SNr. große „keramic"

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Wertvolles Kriegsmaterial ging verloren

Berlin, 8. Dezember. Zu den im Wehrmachtsbericht gemeldeten neuen Erfolgen der deutschen Unterseeboote teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Der Kampf um den Nachschub wird immer mehr zu einer Lebensfrage für den Feind. Durch die Ausdehnung der Fronten auch aus Französtsch-Nordwestasrika, 3288 See­meilen oder fast 6888 Kilometer von Ncwyork entfernt, wurde er gezwungen, an anderen Stellen dringend be­nötigten Schiffsraum jetzt hier einzusetzen, nicht nur, um die in Französisch-Nordwestasrika benötigten Truppen überhaupt heriiberznbringen, sondern auch um den lau­fenden Nachschub sicherzustellen, für den' allmonatlich mehrere hunderttausende VRT. Schiffsraum benötigt werden. Allein bei der ersten Landung aus marokkani­schem und algerischem Boden verlor der Feind »ach sei­nem eigenen Eingeständnis fünf grotze Truppentrans­porter mit 53 888 BRT. Jetzt siel, wie in der Sonder- meldung vom 9. Dezember bekanntgegeben, wieder ein grohes britisches Fahrgastschiff den deutsche« Untersee­booten zum Opfer, die 18 713 BRT. grohe „Ceramic". Dieses Schiff gehörte der Reederei Shaw Savil L Al­bion, Ltd., London, die mit ihren durchweg über 18 888 BRT. grotzen Fahrzeugen im Frieden einen regclmähi- gen Dienst zwischen England und Australien-Neuseeland unterhielt. Jetzt war dieses Schiff als Truppentranspor­ter eingesetzt. Westlich der Azoren, auf dem Wege nach Gibraltar, ereilte es das Schicksal. Trotz starker Abwehr des Feindes gelang es einem deutschen U-Boot, auf den grotzen Truppentransporter zum Schutz zu kommen und ihn zu versenken. Die „Ceramic" nutz bei ihrer Grütze und bei voller Ausnutzung der Unterbringungsmöglichkeiten mindestens dreitausend Mann Truppen nebst normaler Ausrüstung an Bord gehabt haben. Da das Schiff sehr schnell sank, ist damit zu rechnen, datz ein grotzcr Teil der Truppen mit dem Transporter Untergängen ist.

Drei weitere Schiffe, die aus demselben Geleitzug wie die „Ceramic" herausgeschossen wurden, hatt«» wertvolles Kriegsmaterial für di« Front in Algerien geladen. Unter diesen Schiffen befanden sich der 3157 BRT. groß« Frachter „Wallsend", der mit einer Ladung Flugzeugen und. Flugzeugteilen nach Freetown in der britilchen Kolonie Sierra Leone unterwegs war und der Dampfer „Stanley" (5127 BRT.), der u. a. eine Dynamitladung an Bord hatte. Dieses Schiff sank nach einem Torpedotreffer unter starken Explosionen inner­halb von wenigen Minuten. Der Dampfer „Besholt" (1977 VRT-). der eine Ladefähigkeit von 7725 Do. hatte, wurde auf der Fahrt von Lobito in Portugiesisch An­gola nach Trinidad versenkt; das Schiff hatte eine La­dung von Zinn. Kupferkies und Palmöl an Bord. Unter den im Nordatlantik versenkten feindlichen Schiffen be­fand sich ferner ein 8000 BRT. grotzer Tanker.

Das Stocken des nordamerikanifch-britischen Angriffes in Französisch-Nordasrika ist nicht zuletzt aus die Nach- schubschwierigkciten zurückzuführen, mit denen der Geg­ner zu kämpfen hat und die mit jedem Verlust eines

Neue Mtterkreujtriigee

Berlin, 9. Dezember. Der Führer verlieh das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Franz Kusatz, Staffelkapitän einer Aufklärungsstaffel, Leutnant d. R. Karl-Friedrich Wittholz, Zugführer in einem Pan­zer-Regiment.

Major Franz K u s a b, als Sobn eines Kaufmannes am 11. 9. 1909 in Mödlius bei Wien geboren, war ein hervor- ragender Aufklärungsflieger, der auf einem Sonöergebiet der Aufklärung bahnbrechend gewirkt bat. In zahlreichen iSwicrigen Fingen, erfloa er der Führung bedeutsame An,- kiärnngsergebnine. Er starb Ende Oktober 1942 den Flieger­tod. Major Kusatz. dessen Vater 1914 im Feldzng gegen Serbien gcsalien ist. erlangte 1929 auf der techniich-gcioerb- lichen Bundcslcbranstalt in Wien das Reifezeugnis und wurde dann Soldat. Er wurde 1934 Leutnant im oitcr- rcichischcn Infanterie-Regiment. Als Hanptmann und Staffelkapitän nahm er am Polenfeldzug, am Krieg gegen Frankreich und am Kamvi gegen England teil. Im De­zember erhielt er das Deutsche Kreuz in Gold und wurde im April 1942 zum Major befördert.

Ritterkreuzträger Hauptmann Alfred M u e tz, Kom­paniechef in einem Panzer-Erenadier-Regiment, ist am 2K. November 1912 seiner schweren Verwundung erlegen.

Snt Beginn des Ostieldznges hatte sich der vorbildlich tap- iere Liüzicr mehrfach durch selbständiges entschlossenes öan- bcln u,iv kühnes Transgängcrtnm lo hervorgetan. dah er vom Nsshrer schon im Dezember 1941 mit dein Ritterkreuz des Weinen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Sein unermüdlicher, w jedem Lyscr bereiter Einsatz wird seinen Panzergrenadie­re» unvcrgehlich und siir immer Vorbild und Ansporn sein.

Truppentransporters oder eines mit Kriegsmaterial beladenen Frachters grötzer werde».

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Nachdem unsere Unterseeboote entgegen allen Mög­lichkeiten der Voraussicht im November ihren Ber- senkungsrekord noch einmal um beinahe 200 000 BRT. steigern konnten, verspricht der Dezember heute immer­hin schon wieder ein Ergebnis, datz über dem Tiefstand des gleichen Monats im Vorjahr liegt. Damals brach­ten es die Unterseeboote nur auf eine Versenkungs- zifser von 115 700 BRT., was vor allem in den jahres­zeitlichen Schwierigkeiten, in den Atlantikstürmen und in den kurzen Tagen begründet war. Diesmal fühlen sich die Kommandanten und Besatzungen unserer in­zwischen erheblich verstärkten Unterseebottflotte Herrn Roosevelt in besonderer Weise zum Dank verpflichtet, weil er ihnen durch die Einleitung seines Afrika- Unternehmens eine unerwartet grotze Beute zuführte. Am afrikanischen Knstenvorfeld vor Marokko, vor Gi­braltar und im Mittelmeer wurden allein nutzer drei Kreuzern und fünf Zerstörern im November 150 000 BRT. versenkt, und die Erfolge im Atlantik waren wohl auch im wesentlichen darauf zurückzuführen, datz die Unterseeboote in den Transportausmarsch für Afrika wirkungsvoll hineinstotzen konnten. Dis Mög­lichkeiten. die sich hieraus ergeben, bleiben auch weiter­hin bestehen, weil die Fortsetzung des amerikanisch­britischen Unternehmens in Franzosisch-Afrika den un­unterbrochenen Nachschub von Truppen und Kriegs­material zur Voraussetzung hat.

Beachtlich an der neuen Sondermeldung des OKW. ist die Tatsache, datz die jüngsten Erfolge unserer Un­terseeboote im Nord- und Mittelatlaintik. also in den Meeresgebieten erzielt werden konnten, in denen sich dein erfolgreichen Kampf zur Zeit die denkbar ungünstig­sten Wetterhodingungen entgegenstellen. Wenn wir also selbst im Dezember mit einem Absinken der Erfolgskurve gegenüber den Nekordmonaten rechnen müssen, so offen­bart sich doch, auf längere Zeiträume gesehen, auch jetzt wieder die aufsteigende Linie im Kampf gegen den feind­lichen Schiffsraum. Es ist gewitz nichi von ungefähr, wenn sich gerade in diesen Tagen die Kassandra-Ruse im Feindlager gehäuft haben. Nachdem der südafrikani­sche Premier Smuts die U-Boot-Eefahr als die grötzie Gefahr für das Empire bezeichnet und Lord Woolton so­gar erklärt hat. datz sie heute grötzer als jemals während der schlimmsten Zeit des letzten Krieges sei. stützt heute auch die „Daily Mail" in alarmierender Weise in das gleiche Horn. Ausgehend von den letzten Reden Chur­chills und des Marschalls Smuts, in denen die Zunahme der Versenkungen eingestanden wurden, stellt das Blatt fest, datz ein Eeleitzug in der Regel etwa 20 bis 30 Schiffe umfasse. Nordamerikanischen Darstellungen zu­folge seien im Westatlantik in diesem Jahr allein 518 Schiffe versenkt worden, das heißt, eine Vielzahl ganzer Eeleitzllge. Diese Schiffe seien alle in einem Gebiet allein Opfer der deutschen U-Boote geworden. Man. dürfe sich Nicht mit der Mitteilung trösten, datz in der letzten Woche „nur fünf Schiffe im Westatlantik versenkt wur- (Fortsetzung auf Seite 2)

Her deutsche flngriff im mittleren dstabschnitt

Sie volschewisten von ihren rückwärtigen Verbindungen abgescknitten

An der gesamten afrikanischen Front war gestern nur örtliche Kampstäiigkeit zu verzeichnen. Ein großes bri­tisches Frachtschisf wurde nordwestlich Bengasi durch Bombentreffer schwer beschädigt. Deutsche Jäger schössen vier britische Jagdflugzeuge ab. Ein eigenes Jagdflug­zeug wird vermißt. Bei Störangrisfcn einzelner bri­tischer Bomber gegen Nordwestdentfchland und bei nächtlichen Einslügen in das deutsche Küstengebiet wnrde» fünf, über Westsrankreich und vor der SUdost- küste Englands zwei weitere feindliche Flugzeuge ab­geschossen.

Aus dem Führer Hauptquartier, 9. Dezem­ber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Neue Versuche der Sowjets, die deutschen Stellungen im Ostkaukasns und im Wolga-Dongebiet zu durch­breche», scheiterten auch gestern unter hohen feindlichen Verlusten. Feindliche Mafsenangriffe von Jnfanteric- und Panzcrlriiften führten zwischen Wolga und Don zu sehr harten, für unsere Truppen erfolgreichen Kämpfen. Gefangene und Beute wurden eingebracht, 51 Panzer- kampfwagen vernichtet. Im grotzen Donbogen warfen deutsche Panzer-Grenadiere im Gegenangriff den Feind aus seinen Stellungen und schössen 18 Sowjetpanzer ohne eigene Panzerverlnste ab. Deutsche, italienische und ungarische Luftstreitkräste bekämpften an der Don-Front feindliche Ausmarschbeivegnngen »nd Truppenunter- liinfte. Im mittleren Frontabschnitt schreitet der deutsche Gegenangriff kraftvoll fort, während die großangelegten feindlichen Operationen fühlbar an Schlagkraft verloren haben. Bei dieser Ope­ration wurden im Zusammenwirken mit Kampf- und Sturzlampfsliegern zahlreiche Ortschaften genommen, feindliche Stellungen ausgerollt und der Gegner von seinen rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten. In hef­tigen Lustkämpfen verlor der Feind hier 18 Flugzeuge. Südlich des Jlmensees führte der Feind nur schwächere Angriffe. Panzerbereitstellungen wurde» durch Ar- tilleriefeucr zerschlagen.

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Wie durch Sonder mel du ng bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Nord- und Mittel­atlantik im unablässigen Kamps gegen die feindliche Schiffahrt wieder fünfzehn Schiffe mit 188 888 VRT. Zwei weitere Schiffe sowie ein Zerstörer des Geleit- dienstes wurden torpediert. Bei diesen Operationen wurde der feindliche Nachschub für Nordasrika besonders schwer getroffen. Unter den versenkten Schiffen befand sich das britische Fahrgastschiff „Ceramic" von 18 713 VRT., das als Truppentransporter nach Nordasrika bestimmt war. Das Schiff ging nach den Torpedotreffer» sofort unter, so datz bei dem herrschenden Sturm und schweren Seegang mit hohen Menschenverlusten zu rech­nen ist. Aus demselben Eeleitzug verlor der Feind drei weitere mit Kriegsgerät beladen« Schiffe."

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Japans enge Zusammenarbeit nnt der flchse

krklärungen des Ministerpräfidonten rojo vor deutschen und italienischen Pressevertretern

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Tokio, 9. Dezember. Unerschütterliche Sieges­zuversicht und der Wille zu dauernder enger Zusammen­arbeit unter den Achsenmächten waren d,e Hauptzuge der Erklärungen, die Ministerpräsident To,o am Mitt­woch im Rabmcn eines Presse-Interviews mit deutichen und italienischen Korrespondenten gab.

.. Tojo. der seine Eeneralsuniform trug und einen äußerst frischen Eindruck machte, eröffnete die Zusam­menkunft mit einer Erklärung zum 1. Jahrestag des deutsch-japanisch-italienischen Abkommens vom 11. D - zember 1941. Er sagte: „Seit die Achsenmächte sich da­mals verbündeten, den Krieg gegen England und die USA. bis zum erfolgreichen Ende durchzukämpfen keinen Sonderfrieden abzuschließen und am Ausbau nner neuen Weltordnnng auch nach dem Kriege eng- stenz zusammenzuarbeiten, ist aus den ^^gen Europa und Asien ein einziger grotzer Kamps, geworden. »> dessen Namen die drei Mächte ihre politischen, wiri- '-kiaitlichcn und militärischen Kräfte gemeinsam ein- KPn. Fm Laufe dieses ersten Kriegssahres sind ,aml- s'-be anoloamerikanischen Stützpunkte u, Ostayen in lapanische Hände gefallen. Große,tagen Iial damit.im Batzen und ganzen seine eigentliche Gestalt ZurUllge­wonnen. Japan hat eine Lage geschaffen, die den vollen

Sieg sicherstellt. Von dieser Stellung aus kann es den Krieg, auch wenn er lange dauert, bis zum Endsieg durchkämpfen."

„Wir führen einen heiligen Krieg", fuhr Tojo fort, „besten Ziel nicht die Gewinnung von Rohstoffen ist, sondern die Sicherftellung eines dauernden Friedens. Wir streben eine neue Ordnung auf moralischer und ethischer Grundlage an, die allen Völkern den ihnen gebührenden Raum gewährt. Japan, Deutschland und Italien sind durch diese Idee aufs engste miteinander verbunden. Jede der drei Nationen ist sich der ernsten Verantwortung bewußt, die dieses Streben mit sich bringt und unendlich stolz darauf, bei der historischen Ausgabe, der Weltgeschichte eine neue Wendung zu geben, mitwirken zu können.

In diesen Tagen wo wir in das zweite Jathr des Grotzostasienkrieges eintreten, möchte ich meiner Hoch­achtung und Bewunderung über die glänzenden Waffe, 1 - erfolge und grotzen Beiträge der Völker Deutschlands und Italiens zur Erringung des Endsieges Ausdruck geben und für ihre Zusammenarbeit mit Japan herz­lich danken Ich hoffe, datz diese Zusammenarbeit aui geistigem und materiellem Gebiet noch länger währen wird und gelobe erneut, Schulter an Schulter

mit unseren Bundesgenossen auch weiterhin eng zusammenzuarbeiten auf dem Wege zum ge­meinsamen Sie g."

Vollstes Vertrauen sprach auch aus Tojos Aeuße­rungen zur wirtschaftlichen Lage im weiteren Verlauf des Interviews. „Der Rohstoffreichtum, der uns als Ergebnis der Kriegserfolge zufiel, wird schon heute weilestgehend in der japanischen Kriegsindustrie ein­gesetzt. Dem Mut unserer Soldaten verdanken wir, datz der Feind sein Zerstörungsprogramm vor seiner Ka­pitulation nur teilweise durchführen konnte und datz beispielsweise auf dem Gebiete des Erdöls unsere Pro­duktion heute beträchtlich höher ist als wir zuerst er­wartet hatten. Die Erfolge der Aufbauarbeit in den Siidgebieten hat die Oelverjorgung Japans in diesem Kriege auf jeden Fall sichergestellt. Ich habe es immer als Ehrenpflicht betrachtet, datz ein Teil der Rohstoffe auch einen Beitrag zur Kriegführung Deutschlands und Italiens leistet. „Ueber unsere strategischen Pläne für die Zul'inst kann ich mich selbstverständlich nicht äußern", schloß Tojo. „Sie dürfen aber gewiß sein. datz auch sie sich unserem unerschütterlichen Grundsatz unterordnen: Japan wird kämpfen, bis der Endsieg

gewonnen ist."

Der Sieg der völkischen Grotzraumordnung über den Finanzimperialismus

k. kckü. Die politische Neuordnung Europas spiegelt eine von den Achsenmächten auf völkischer Grundlage geschaffene und garantierte Rechtsordnung wider, deren Struktur sich auf dem Hintergrund des gewaltigsten Umformungsprozesses aller Zeiten schon heute in aller Klarheit abzeichnet. Durch nichts können ihre Ziel­setzungen schärfer in den Blickpunkt des nachdenklichen Zeitgenossen gerückt werden, als durch einen gegen­überstellenden Vergleich des nationalsozialistisch-faschi­stischen Völkerrechts mit den von unseren Feinden vertretenen alten ,.Völkerrechts"-Erundsätzcn. soweit sich diese in den Ereignissen der letzten Zeit dokumen­tierten. Gerade die sich weiterhin auswirkenden Vor­gänge in Frankreich und in Nordwcstafrika bedürfen noch einer besonderen Beurteilung von der Warte des neuen kontinental-europäischen Rechtslebens aus.

Spürt man auf dieser Grundlage zunächst den inneren Zusammenhängen der Katastrophe in Frank­reich nach. so ergibt sich der folgenreiche Tatbestand, datz hier ein ganzes weltanschaulich-staatspolitisches System zusammengebrochen ist. Es war die univer­salistisch-kosmopolitische, auf dem Eleichartigkeits- denken beruhende Staatsauffasiung des Westens, mit eii^n Wort, der demokratische Staatsbegriff, dem die Entwicklung nunmehr auch in Gallien den Todesstoß versetzt hat. Die in der Irrlehre" der Assimilierbarkeit fremden Volksiums gipfelnde Ideologie von „Frei­heit. Gleichheit und Brüderlichkeit", der die national­sozialistische Erkenntnis" vom rassisch-gebundenen schöp­ferischen Urvolk entgegensteht, drängte Frankreich immer mehr auf den Weg des innenpolitischen Chaos, wäh­rend das neue europäische, von der Blutsgemeinschaft des artmätzig begrenzten Volksiums ausgehende Staats- denken seine sieghafte Kraft erwiesen hat. Auf das Verfassungsleben übertragen: Die These derJn- dividualfreiheit hat im We st en Europas endgültig Schiffbruch erlitten: auf der Seite der Achsenstaaten dagegen hat das völkische Ord- nungsprinzip, das alle Einzelwesen der Nation auf dis Erfordernisse des totalen Staates als Mittel der völ­kischen Selbstbehauptung ausrichtete, seine Feuerprobe glänzend bestanden und darüber hinaus die europäische Kultur für alle Zeiten vor liberalistisch-holschemist'sckier Zerset-ung oesichert Der Völkerrechtslehrer Vrokessor Dr. E. A Walz hat es schon während einer früheren Phase dieses Krieges unternommen, die Erneuerung des Völkerrechts einer erschöpfenden Untersuchung zil unterziehen. Das Ergebnis seiner dankenswerten Ar­beit, die sich auch auf die Erundbeariife des zwischen­staatlichen Rechts vor 1914 und die Entwicklung der Rechismoterie nach 1918 erstreckte, liegt setzt in der Schrift ..Nölkerrechtsordnung und Nationalsozialismus" vor (erschienen im Zentralverlag der NSDAP. Frz. Eher Nachf. München). Es trägt zum tieferen Ver­ständnis der Auseinandersetzung zwischen den beiden Völkerwelten Lei, an Hand der sachlich fundierten und außerordentlich prägnanten Feststellungen Professor Walz' noch einige andere antzenvolitische Vorgänge und Erscheinungen zu beurteilen. (Diese Art der Vetrach. tunq bestätigt zugleich die Allgemeingiiliigkeit der er­wähnten Publikation).

Die NSA. haben sich bei dem Raub nordafri» klinischer Gebiete wie überhaupt bei der Be- leüung von Stützpunkten außerhalb ihres ursprünglichen Machtbereichs erneut über die regional begrenzende Monroedokiriu hinweggesetzt und ihren bisher noch mühsam getarntem schrankenlosen Raumtmperialismus vor aller Welt demaskiert. Damit wurden die Gesetze eines natürlichen Raumdenkens in schroffster Weise verletzt. Die unseren Erdteil gestaltende völkische Raumpalitik läßt keinen Zweifel darüber, „daß die vom Erotzdeutschen Reich beanspruchte Ordnung des mitteleuropäischen Raumes mit jenen universalistischen Prinzipien nichts gemein hat". Professor Walz sieht den Grund dafür, datz die treibenden Machtgruppen in den Vereinigten Staaten" die natürliche regionale Raumbeichränkung der Monroedoktrin so schnell und vorbehaltlos aufzugeben bereit waren, mit Recht in der Tatsache, „daß rein wirtschaftliche Kräfte bei der Enistebunq der amerikanischen Ration'entscheidend beteiligt waren, und datz der natürliche feste Kern eines eigenen Urvolkes dieser Nation mangelt." Im Gegen- ,atz zur volkszerstörenden Tendenz der anglo-amerika- nijchen Expansivnsbestrebunqen steht es von der Grotz- raumbildunq der Dreierpaktmächte fest. datz sie die Vor­aussetzung für die völkische Selbständigkeit der in die neuen Hoheitsbereiche eingegliederten Nationen mit-

Unter 15 Schiffen mit 188 888 VRT. schickten unsere U-Boote auch das Erotzschisf „Ceramic" mit 3888 Mann und wertvollem Kriegsmaterial an Vord aus den Meeresgrund.

Im mitleren Frontabschnitt schreitet der deutsche Gegenangriff fort; der Gegner wurde von seinen rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten. Sowjetische Durchbruchsversnche im Ostkaukasus und im Wolga—Don-Gebiet sind wieder gescheitert.

Der japanische Ministerpräsident Tojo betonte in einem Presse-Interview die japanische Entschlossen- heit zum gemeinsamen Sieg mit der Achse.

In den besetzten Oftgebieten wurde ein Tabak- und Spiritusmonopol errichtet.

Die Verschuldung der deutfchen Landwirtschaft ist weiter zurückgegangen.

SA.-Obergruppenführer Vöhmcker sprach in Bremcn- Begcsack aus Anlaß der Woche der NSDAP. Generalleutnant der Polizei Querncr hielt in Bre­men einen Appell ab.

Ueber die Hanse im europäischen Raum spricht heute in Bremen Pros. Dr. Fritz Nörig von der Universi­tät Berlin.

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