Ausgabe 
(8.12.1942) Nr. 338
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Pm^teiamtkclie ^LLyeszLilung

v°s flmisblatt des Negierenden vürgermcisters der Zielen Hansestadt vremen

üev NLtwnMldzialeiftLn vvLmens

flmtlirstes verkündungsbiatt des Neichsstattstalkers in Vldenburg und Nremen

Nr. ZZS , 12. Jahrgang

Dienstag, 6. Dezember 1S42

kimelpreis 19 Npf.

kin Jahr japanischer Siege im Pazifikkrieg

ftlle strategisch wichtigen Punkte erobert / furchtbare Verluste der anglo-anierikanischen flotte

Da- KekstttetHe^t- W feaekteaö«ta«f^

In den gnrralen der Seekriege unerreicht

T o lio, 7. Dezember. Die glänzenden Leistungen der Kaiserlichen Marine im ersten Jahr des großostasiati- schcn Krieges, die in den Annalen der Seekriege in der Welt unerreicht dastehen, werden in einer Zusammen­stellung der japanischen Nachrichtenagentur Domei nach­stehend zusammengefaßt:

Versenkt wurden insgesamt 282 Kriegsschiffe, beschädigt 155 Kriegsschiffe, erbeutet neun Kriegsschiffe. 118 feindliche Handelsschiffe mit einer Eesamt- tonnage von 2 218 88V BRT. wurden entweder versenkt oder beschädigt, 583 Schifsg mit einer Tonnage von 228 888 BRT. wurden mit Beschlag belegt und 3788 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen oder be­schädigt.

Die japanischen Verluste beliesen sich aus: 11 Kriegsschiffe versenkt, 22 Kriegsschiffe beschädigt, 558 Flugzeuge warfen sich selbst in die feindlichen Ziele oder kehrten nicht zurück. Die verlorengegangenen japanischen Handelsschiffe beliesen sich auf 85 Schisse.

Die folgende namentliche Aufstellung enthält im ein­zelnen die von der Kaiserlichen Marine veriserMen oder beschädigten feindlichen Kriegsschiffe:

Versenkte feindliche Schlachtschiffe: Zwei der Cali- fornia-Klaffe (USA.), ein der Maryland-Klass« (USA.), ein der Arizona-Klasse (USA.), ein der Oklahoma-Klasse (USA.), ein „Prince df Wales" (britisch), ein „Re- pulse" (britisch), vier unbekannter Klasse; im ganzen elf Schlachtschiffe.

Schwer beschädigt« feindliche Schlachtschiffe: Ein der „Marytand"-Klasse (USA.), ein der „Nevada"-Klasse (USA.), zwei der P«nnsqlvanir"-Klasse (USA.), ein der „Northcarolina-Klasse (USA.), «in der „Texas"- Klasse (USA.), ein unbekannter Klasse (USA.), «in d«r ,.Warsplte"-Klass« (britisch), ein der „Queen Elizabeth"- Klasse (britisch)'; im ganzen neun.

An Flugzeugträgern wurden im ganzen elf versenkt: Ein „Iexington" (USA.), «in ..Saratoga" (USA.), ein „Yorktown" (USA.), ein „Wasp" (USA.), ein „Enter­prise" (USA.), ein „Hörnet" (USA.), ein .Hermes" (britisch), ein „Langley" (USA.), drei mnbskannter Klasse, ein neuer mittelgroßer Flugzeugträger, ein Son- derbau und ein großer Flugzeugträger; insgesamt elf Flugzeugträger.

Schwer beschädigt wurden vier Flugzeugträger: Ein großer Flugzeugträger (USA.), ein mittelgroßer Flug­zeugträger (USA.)! zwei unbekannte, Flugzeugträger- Typen (USA.); insgesamt vier. ,

Versenkte Schwere Kreuzer: Ein „Augusta (USA.), ein „Houston" (USA.), ein der „Portland"- Klasse (USA.), ein der „San-Franzisko"-Klasse (USA.), ein der „Wichita"-K!asse (USA.), fünf der „AstoriN- Klasse (USA.), ein der „Omahr"-Klasse (USA.), ein der „Augusta"-Klasse (USA.), ein „Exetsr" ibritlschk, ein der Eornwall-Kiasse (britisch), ein der London-Klasse (britisch), zwei der „Australia"-Klasse (britisch), ein unbekannter Klasse (britisch), im ganzen achtzehn.

Versenkte Leichte Kreuzer: Ein der „Achilles'- Klasse (britisch), zwei der „HoLart"-Klasse (britisch), ein „De Ruyier" (Holland), zwei der „Java"-Klas,e (Holland), ein der „Tromp"-Klasse (Holland); im ganzen sieben.

Schwere Kreuzer schwer beschädigt: Ein „Marbleheüd" (USA.), ein der „Northhampton"-Klasse (USA.), ein der „San-Franzisko"-Klasse (USA.), ein weiterer Schwerer oder Leichter Kreuzer; im ganzen vier.

Kreuzer schwer beschädigt': Ein der ..Leander -Klasse (britisch), zwei der „Arethusa"-Klasse (britisch), ein der „Tromp"-Klasse (Holland), im ganzen vier.

Zerstörer versenkt: Amerikanische 32 britische l2. holländische 1, insgesamt 18.

Zerstörer schwer beschädigt: Amerikanische 18. britische fünf, insgesamt 23.

Sonderschiffe versenkt: Drei amerikanische, ein holländisches, insgesamt vier. Sonderschiffe schwer be­schädigt: Zwei holländisch«. Sonderschiffe erbeuten em amerikanisches. U-Boote versenkt 93, U-Boore >chwer beschädigt: 68. Kanonenboote versenkt: 8, Kanonenboote schwer beschädigt: 6, erbeutet: zwei amerikanische Mi­nenleger versenkt: Fünf, schwer beschädigt: Zwei, Mi­nensuchboote versenkt: Sieben, schwer beschädigt und erbeutet: Ein (britisch), Torpedoboote ver'enkt: Zwei (britisch) Torpedoboote schwer beschädigt: Neun (USA.), Torpedoboote erbeutet: Zwei (ein britisch, ein hollan- Zwei weitere kleine Kriegsschiffe wurden ver- ienkl und 16 schwer beschädigt, fernerhin 21 (Holland-ich) «be-itet.

Die Presseabteilüng des Heeres des Kaiserlichen Hauptquartiers gab bekannt, daß in den Kämpfen an den weit auseinanderliegenden Fronten von den Aleuten >m Norden bis China und bis in die Sudgebiete die lapanischen Heeresstreitkräfte glänzende Erfolge seit Ausbruch des aroßostasiatischen Krieges erzielt haben, ^le Japaner eroberten alle wichtigen strategischen

Punkte, die vorn Feind gehalten wurden, darunter Sin­gapur, Hongkong, Malayen, Sumatra, Djava, die Phi­lippinen und Burma.

Bei allen diesen Operationen wurden von der Ee- samtanzahl der feindlichen Truppen, die den Japanern gegenüberstanden und die sich auf etwa 60V OVO Mann beliesen, ungefähr 803 000 Mann gefangengenommen, während der Feind außerdem ungefähr 51000 Tote auf den Kampsfeldh'rn zurückließ. In den gleichen Gebieten wurden erbeutet: 3620 Geschütze verschiedener Art, 11300 schwere und leichte Maschinengewehre, 206 000 Stück an­dere Feuerwaffen, 1140 Panzer, 31700 Autos, 12 200 Eisenbahnwagen, 235 Flugzeuge. In der gleichen Zeit schössen die japanischen Armeestreitkräfte 731 Kriegs- flugzenge ab und zerstörten am Boden 993 Flugzeuge. Versenkt oder schwer beschädigt wurden 101 feindliche Schiffe.

In dem Bericht wird weiter bekanntgegeben, daß die japanischen Streitkrüfte an den verschiedenen Fronten

in China ungefähr 25000 verschiedene Aktionen aus- fochten, das einem Durchschnitt von 70 pro Tag ent­spricht, gegen eine Macht von insgesamt 3 600 000 Mann feindlicher Truppen. Von dieser Anzahl wurden un­gefähr 123 300 gefangengenommen, während der Feind außerdem etwa 280 000 Tote zurückließ. Die in China gemachte Beute setzt sich zusammen aus: 816 Geschütze, 3200 schwere und leichte Maschinengewehre, 159100 an­dere Feuerwaffen, 129 Autos, 208 Eisenbahnwagen. Die Anzahl der abgeschossenen, zerstörten oder erbeuteten feindlichen Flugzeuge belief sich auf ll8. Im Verhältnis zu diesen außerordentlichen Erfolgen hat die japanische Armee verhältnismäßig nur geringe Verluste erlitten. Die Anzahl der Toten betrug 21170 und der Verwun­deten 12 576. An Flugzeugen gingen 399 verloren, wäh­rend die Verluste an Schissen 62 betrugen.

Die für Flugzeuge und Schiffe aufgeführten Ziffern wurden bis Ende November festgestellt, die übrigen Er­gebnisse bis Ende Oktober.

Starkevergstellung nördlich luapse gestürmt

weitere Sowjotangriffe scheiterten — ZS britische slusreuge an einem tage abgeschossen

Aus dem Führerhauptquartier, 7. De­zember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Nördlich Tuapse stürmten deutsche Jäger unter schwierigsten Gelände- und Wetterverhältnissen eine stark befestigte Bergstellung und nahmen über 85 Kamps- stiinde. Unter Einsatz frischer Kräfte rannte der Feind nördlich des Terek, zwischen Wolga und Don »nd im großen Donbogen erfolglos gegen die deutsch-rumäni­schen Stellungen an. Auch im Mittel- und Nordabschnitt griff der Feind wie bisher vergeblich an. An mehreren Stellen wurde örtlich eingebrochener Gegner in Gegen­angriffen geworfen, an anderen Abschnitten feindliche Bereitstellungen schon durch Artillerieseuer zerschlagen, 37 Panzer und Panzerfahrzeuge vernichtet.

In der Cyrenaika verstärkte sich die Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Britische Bereitstellungen und ein Versorgungslager wurden mit Bomben bekämpft. In Tunis waren Panzer- und Kraftsahrzengansamm- lungen des Feindes das Ziel schwerer Luftangriffe. Kampsfliegerverbiinde bombardierten nachts die Häfen Vone und Philippeville. Deutsche Jäger schössen im Mittelmeerraum ohne eigene Verluste sechs feindliche Flugzeuge ab. Die britische Luftwaffe griff tagsüber unter Wolkendeckung die besetzten Westgebiete, in der vergangenen Nacht West- und S üdwe st deutsch- land an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Bei diesen Angriffen, über dem Kanal und im deutschen Küsten­gebiet schössen Jagdflieger, Flakartillerie und Kriegs­marine am Tage dreißig britische Jagd- und Bomben­flugzeuge, bei Nacht fünf Bombenflugzeuge ab. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. Jagdflugzeuge grif­fen am Tage Ziele im Siidostcn Englands mit guter Wirkung an."

*

Zu dem großen Erfolg, den die deutsche Jagd- und Flakabwehr am Sonntag mit der Vernichtung von 35 britischen Jagd- und Bombenflugzeugen errang, teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch mit: Der Ein- flug der britischen Bomber in die besetzten Westgebiete wurde durch die über dem Kanal und der Küste lie­gende dichte Wolkenschicht begünstigt. Um die deut­schen Jagdverbände von den feindlichen Bombern ab­

zulenken, hatten die Briten ein starkes Ausgebot von „Spitsires"-Verbänden vorausgeschickt. Diese Taktik wurde von den „F o ck e - W u l s"-I ä g e r n sofort er­kannt. Sie wehrten die angreifenden „Spitfire" ab und stürzten sich auf die zahlreichen zwei- und vier­motorigen Bomber. Die äußerst stark bewaffneten ame­rikanischen Kampfflugzeuge, die die britisch-amerikanische Agitation unter dem Begriff „fliegende Festungen" für unbesiegbar erklärte, scheiterten ebenso wie die von den Briten bei diesem Angriff eingesetzten Bombenflugzeuge vom Muster „Douglas-Boston" und „Lockhead-Hudson" an dem vorbildlichen Zusammenwirken unserer Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe und Kriegsmarine. Noch vor Erreichen der Küste stürzten bereits zwei der stark bewaffneten amerikanischen Kampfflugzeuge, deren gepanzerter Flngzeugrumpf von den Eeschoßgarben der „Focke-Wulf"-Jä'ger förmlich durchsiebt wurden, bren­nend ab. In kürzesten Zeiträumen stürzten acht weitere britische Bomber, darunter solche amerikanischer Bau­art, im zusammengefaßten Feuer der Flakartillerie ab.

Erbittert gingen die Luftkämpfe bis in die Mittags­stunden hinein. Eine „Douglas-Boston" zerschellte nach einem harinückigen Kampf mit einem „Focke-Wulf"- Jüger auf einer Insel an der Scheldemündung. In Ab­ständen von nur ein und zwei Minuten fielen drei weitere „Douglas-Boston" den Angriffen unserer Jagd­flieger zum Opfer, während eine vierte nach schwerem Veichuß zur Notlandung gezwungen wurde. Auch an anderer Stelle der Kanalküste stellten deutsche Jäger britische Bomberverbände zum Kampf und schössen sie­ben Flugzeuge ab, darunter einen viermotorigen Bom­ber vom nordamerikanischen Typ „Liberator", der den ungestümen Angriffen der „Focke-Wuls"-Jüger im Ties- flng zu entkommen versuchte.

Währen- die Verluste der Briten allein am Sonntag 38 Bomben- und Jagdflugzeuge betrugen, gelang es, wie bereits gemeldet, der deutschen Abwehr, weitere fünf Britenbomber in der Nacht zum 7. Dezember über dem Reichsgebiet zum Absturz zu bringen. Darüber hin­aus büßten die Briten noch sechs Flugzeuge im Mittel­meerraum ein, womit der Eefamtverlust der britischen Lustwasfe sich in den letzten 21 Stunden aus 11 Flug­zeuge erhöht.

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Ver ganze Noosevellbluff schmählich geplatzt

2as oeständnis über Pearl starbour „ein zweiter Schock" kür die flmerikaner , stumme lrostverluche an der USst.-üeimatfront

Drahtbcricht unserer Berliner Schriitlcitnng

är. v. 5 ck. Berlin. 7. Dezember. Zu dem Geständ­nis Roosevelts über die Katastrophe von Pearl Har- bour, das mit einjähriger Verspätung herausgekommen "t> schreibt die „Baltimore Sun", da« tue,er Bericht «lur das amerikanische Volk einen eben,» großen <-G>ag wie der Uebersall auf Pearl Harbour vor einem Jayr selbst bedeutet". Diese Schockwirkung ist nur zu ve- Peislich, denn mit einem Male werden der amerttani- ichen Ocssentlichkeit die Augen darüber geöffnet, da« »e von ihrer Regierung in einem bisher säst unvorsteuba- kein _glicht NUk

»tzrer Legierung in einem bisher lau unvor,^»„»- Ausmaß belogen und betrogen wird. Nicht mir Lügengewebe um Pearl Harbour. sondern der ganze Roosevelt-Blusf im Hinblick sowohl aus angebliche M'Ittarischr Erfolge wie aus die Möglichkeiten der Kriegsproduktion ist jetzt geplatzt. Das USA.-Bolk, und

mit ihm die ganze Weltöffentlichkeit, weiß heute, daß es vollkommen ahnungslos im Dunkeln gehalten wird und ein absolut falsches und unsicheres Bild von den tatsächlichen Ereignissen und von den Entwicklungs­möglichkeiten des Krieges hat, während umgekehrt die unbedingte Zuverlässigkeit der Erfolgsmeldungen, die aus dem Lager der Dreierpaktmächte kommen, erneut in das hellste Licht gestellt worden ist.

Stellen wir noch einmal den Tatbestand der Nach- richiengebung über Pearl Harbour fest. Am 18. De­zember des vergangenen Jahres berichtet« die Marine- ableitung des Kaiserlich-Japanischen Hauptquartiers auf Grund der abgeschlossenen Aufklärungstättgkeit, daß die Vereinigten Staaten bei Pearl Harbour fünf Schlachtschiffe durch Versenkung bzw. Vernichtung ver­loren hätten, während vier weitere Schlachtschiffe als zum Teil schwer, zum Teil leichter beschädig: bezeichnet

wurden. Die vernichteten und beschädigten Einheiten wurden ganz genau nach Schifsskiassen bezeichnet. Unter den versenkten Schiffen befand sich in der japanischen Aufstellung auch das zum Zielschiff umgebaute Linien- schiff Utah". Nach dem heute in den Einzelheiten vor­liegenden amerikanischen Geständnis wurden am 7. De­zember des vergangenen Jahres sogar fünf Schlachtschiffe außer der „Utah" versenkt, vernichtet oder unbrauchbar gemacht. Die japanische Erfolgsmeldung vor einem ->ahr« blieb also in der Tar, was die Schlachtschiffe be­trifft, noch um ein Geringes hinter den tatsächlich be­wirkten Verlusten der UsA.-Flotte zurück. Verruchter wurden tatsächlich fünf Schlachtschiffe und das Zielschiff „Utah". beschädigt drei Schlachtschiffe, während die Ja­paner eines der heute von Washington als vernichtet angegebenen Schiffe nur als schwer beschädigt gemeldet (Fortsetzung aus Seite 2)

Vor, Virsscimlrsl ptsitksr

Ms zu Beginn des Monats November unsere U- Voot« überraschend große Erfolge gegen Gelcitzüge und Etnzelfahrer erzielen konnten, war die Hoffnung be­rechtigt, daß der an sich jahreszeitlich zu erwartende Ab­fall im Gefamt-Versenkungsergebnis des November sich in solchen Grenzen halten würde, daß eine Lockerung der Frachtraumnot unserer Gegner nicht eintreten werde. Nun ist im Novemberergebnis nicht nur kein Abfall eingetreten, sondern dieser vergangene Novem­ber hat im Gegenteil mit 1035 200 BRT. eine beträcht­liche Zunahme und das überhaupt größte bis­herige Monatsergebnis im Frachtraum- kämpf in diesem Kriege erbracht. In der Regel ging in früheren Kriegsjahren die Ersolgsleistung jahres­zeitlich bedingt in den Herbstmonaten mit ihren lang­währenden Stürmen, Nebeln und Unsichtigkeiten stark zurück. So sanken im Jahre 1911 die Monatsergeb­nisse in den Monaren September, Oktober und Novem­ber von 688 000 auf 441 000 und 232 000 BRT., während sie sich in den gleichen Monaten des laufenden Jahres auf 769 000 bzw. 730 000 und 1 035 200 BRT. belaufen. Das November-Rekordergebwis in diesem Jahre liegt danach um 10 Prozent höher als das an sich schon sehr hohe Oktoberergebnis, während 1911 ein Abfall von 17 Prozent erfolgte.

Wie ist dieser schöne, kriegswichtige Offensivbeitrag der Kriegsmarine, die mit 157 Schiffen von 975 200 BRT. den Hauptanterl am Erfolge erzielte, zu erklären? Zweifellos hat das Nordafrika-Ilnternehmen zusätzliche Ziele herangeführt. Nimmt man den hier er­zielten Ertrag mit rund 200 000 BRT. an. lo ver­bleiben für die übrigen Operationsgebiete immer noch rund 800 000 BRT., die unsere tapferen und in zähem festhalten und geschickter, treffsicherer Führung so über­aus bewährten Il-Bootskommandanten unvermindert durch die neue Nordafrika-Aufgabe im Eesamtbereich des Atlantik von der Väreninsel bis Madagaskar er- rangen. lkeberall waren sie auf dem Posten und wußten ihre Beute zu finden. Die steigende Zahl der am Feinde stehenden, deutschen U-Boote, deren sich ständig er­höhende Leistungsfähigkeit und ihre uiwichtige, den wechselnden Lagen raich angepaßte Verwendung in den verschiedenen Operations-Seegebtetcn mit stets neuen Schwerpunkten und erfolgreiche taktische Zusammen- arbei-t d-er U-Boote ist ditz Lösung des Rätsels dieses Erfolges. Zu diesem Gesamtergebnis kommen noch un- !«re eigenen Versentungsergebnisse gegen die Schiff­fahrt der Sowjetunion und die Kriegscrfoig- un­serer Verbündeten im Handelskrieg im Mittel- meer und im Indischen Ozean.

Hierzu ist noch darauf hinzuweisen, daß von britischer autoritativer Seite kürzlich betont wurde, daß neben den Erfolgen der U-Boote und Flugzeuge der Achse die engli­schen Schiffsverluste durch Minen besonders angeführt wurden, woraus geschlossen werden dqrf, daß diese'Waffe, deren Vernichtnngse-rfolge uns meist verborgen bleiben Wirkung erzielt hat. Wenn weiterhin noch 102 Schiffe von Torpedos und Bomben schwer ge­troffen wurden, ohne daß das Sinken beobachtet wenden konnte, weil die Feindbedrohung dies verhinderte, so ist von diefen Schiffen mit Gewißheit noch ein Teil als To- talverlust zu Luchen. Der Rest ist für lange Zeit fahrnn- fahrg geworden. Es ist daher nur zu begreiflich, wenn Churchill sich veranlaßt sah, in seiner Rede vor dem Un- terhaus sehr nachdrücklich das Fortbestehen der U-Boots- ge,ahr festzustellen, die statt einer Abnahme noch eine Zunahme ausweise.

Handelskriegsergebnissen kommen noch bs- achtnche Kampfersolge unserer U-Boote gegen Kriegs- schrfse. ^zm November wurden drei Kreuzer sech« Her- stdrer zwei Korvetten und ein U-Voot versenkt' Durch TorpodoKeffer wurden ein Flugzeugträger, zwei Kreuzer, drei Zerstörer und mehrere Sicherungsfahrzeuqe beschä- digt. Schließlich vernichtete die deutsche Luftwaffe noch ein feindliches U-Boot und traf mehrfach mit Bomben ein Schlachtschiff (oder Schweren Kreuzer), vier Flug­zeugträger und 28 Kreuzer. Zerstörer und sonstige klei­nere Knegsschiffseinheiten.

Der Riesenraum, in dem unsere U-Boote ihre Kampf­erfolge suchten und fanden, zeigt gerade jetzt die größten k l i m a t, s che n Unterschiede. Hoch in. Novden hat in den Breiten, die für den Eismeerverkehr in Betracht kom- Polarnacht begonnen. Die Treibeisqrenze steht fetzt südlich der Väreninsel. Dort herrscht scharfer Frost. Bm Nordatlantik war im November nach den Mel­dungen der U-Boote viel Nebel und Sturm. Im Süd-

Die britische Luftwaffe verlor bei Einfliigcn in die besetzten Westgebiete und in das Reich innerhalb 21 Stunden 35 Flugzeuge.

Deutsche Jäger stürmten eine starke Vcrgstellung der Sowjets nördlich Tuapse.

Vor Chittagong wurde ein britischer Eeleitzug von den Japanern schwer getroffen.

Aus der amtlichen Ersolgsbilanz der japanischen Wehrmacht nach einem Jahr Pazifik-Krieg erhellen ^ furchtbaren Verluste der anglo-amerikanischen Ostastenflotte.

Das Geständnis Roosevelts über die Verluste in Pearl-Harbour hat in den USA. schockartige Be­stürzung hervorgerufen.

Die imperialistischen Pläne Roosevelts im Nahen Osten losen wachsende Erregung in den nationalisti­schen Araberkreisen aus.

Die Volksiinfall-Versicherunq ist in Kraft gesetzt worden.

Gauleiter Paul Wcgcner sprach anläßlich der Ver­pflichtung von DNK.-Hclferinnen in Varcl.

Neichsleiter Dr. Ley wird diese Woche unsern Gau aufsuchen.