Ausgabe 
(6.12.1942) Nr. 336
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flmtlickes verkündungsbiatt des vcicksstattfiallers in Mdenburg und vremen

m. ZZS , 12. Jahrgang

Sonntag. 6. Dezember 1942

kinzelpreis 13 Npf.

Britanniens Schicksal am seidenen saden"

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„Unsers Position so sioieor, äak oin Hinkruok in ciis äoutsoks Voiksgomoinsokatt nio yoiinyt"

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Berlin, 8. Dezember. Der Berlin«» Gauleiter Dr. Goebbels sprach am Freitagabend im Berliner Sportpalast zu der Amtstriigerschast seines Gaues, »m ihr in richtungweisenden Ausführungen ein Bild der gegenwärtigen politischen und militärischen Lage zu zeichnen und die^ Marschroute für die nächste Zukunft aufzuzeigen.

Ein ungeheurer Jubelsturm empfing den Gauleiter, als er, begleitet vom Stellvertretenden Gauleiter Staatsrat Eörlitzer, den Sportpalast betrat. Nach Be­grüßungsworten des Stellvertretenden Gauleiters führte Dr. Goebbels, immer wieder von stürmischen Zustim­mungskundgebungen unterbrochen, aus:

Als uns im Jahre 1939 dieser zweite Weltkrieg von den Westmächten anfgezwungen worden sei, da habe sich jeder geschichtlich und politisch denkende Mensch dar­über im klare» sein müsse», daß die deutsche Nation nun vor ihre große Probe gestellt sei und es darauf an­komme, all die Lebens- und Schicksalsfragen des deut­schen Volkes zur Lösung zu bringen, die bis dahin un­gelöst geblieben waren. Denn während wir durch 399 Jahre hindurch oft nur um blasser Ideologien willen zum Schwert gegriffen Hütten, sei die Welt in besitzende und besitzlose Völker eingeteilt worden, als wir zum politischen Erwache» gekommen seien, sei sür uns kein Raum mehr gewesen. Durch diese gegebenen Verhältnisse sei diesmal von Anfang an unsere Kriegführung be­stimmt worden. Es sei nicht damit getan gewesen, das Deutsche Reich an seinen Grenzen zu beschützen, sondern es sei darauf angekommen, den Krieg weit in die geg­nerischen Räume hineinzutragen und damit die Basis für seine siegreiche Fortsetzung sti schaffen.

Wolle man sich Wer unsere derzeitige Lage unterrich­ten, dann müsse man sich diesen Tatbestand vor Augen halten. Man müsse unsere Situation von heute mit der von 1939 vergleichen, um sich Wer das bisher Er­reichte völlig klarzuwerden. „Hätte man uns im Sep­tember 1S3S vorausgesagt daß wir im Dezember 1942 um die Wolga, in Stakingrad und um Tunis und Viferta kämpfen würden, dann wären wir vieler da­maliger Sorgen enthoben gewesen. Dean damals haben wir nicht nach der Wolga, sondern nach dem Rhein geschaut, und wir haben nicht um Viserta, sondern um Saarbrücken gekämpft: Daran mag man den

Unterschied unserer tage Mischen deute und damals

am besten ermessen", so rief Dr. Goebbels unter dem stürmischen Beifall seiner Zuhörer aus.

, „Aus der außerordentlich begrenzten Operationsbasis, die wir 1939 besaßen, sind wir so weit vor allem in den Osten hineingestoßen, daß uns seine fruchtbaren Felder und seine reichen Rohstosfgebiet« für unsere wettere Kriegführung zugutekommen. Das ist das Ent­scheidende."

Wenn sich neben allen Vorteilen, die sich aus der räumlichen Weite für unsere Kriegführung ergäben, auch einmal ein geringfügiger Nachteil herausstelle, so könne man das gelassen in Kauf nehmen.

Die Engländer suchten nun freilich nach wie vor, Siege für sich zu erfinden. So hätten sie in letzter Zeit von einem „offensiven Erfolg" gegen Rdmm-sl gefaselt. Die Wahrheit sehe allerdings anders aus: „Denn nicht di« Engländer bedrohen heute Berlin, sondern wir be­drohten damals Kairo. Die Engländer haben also zwar vielleicht eine unserer schweren und gefährlichen Offen- stvdrohungen für diesen Zeitpunkt beseitigt, aber nicht einen rawmpolitischen Gewinn errungen, der ihrer Krieg­führung einen entscheidenden Vorteil hätte verschaffen können."

Dr. Goebbels legte dann dar, wie es in Wirklichkeit um den „säkularen Sieg" bestellt sei, den Amerikaner und Engländer nach ihrem Einbruch in das nordafrika- nische Gebiet ihres ehemaligen französischen Bundes­genossen gefeiert hätten. In Wahrheit habe es sich hier nicht um einen militärischen, sondern um einen Sieg der Jntrigen gehandelt, denn es ss! keine Knust, ein Gebiet zu besten, dessen Besitzer die Tore dazu öffne.

(Fortsetzung auf Seite 2)

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Illv. Bremen, 6. Dezember.

Zu früfi Sechs Wochen sind es nun her, seitdem Mont- aeiudelt gvmery mit seinen aus einem halben Dutzend » ' Nationalitäten zusammengewürfelten Horden« in vielfacher Uebermacht und mit einem geradezu un- verhältnismäßigen Uebergewicht an Material die Stellungen des deutsch-italienischen Asrikorps bei El Alamein angriff. Auf Anordnung Churchills, des Großsprechers erster Ordnung, läuteten damals von allen Türmen der englischen Kirchen die Glocken zur Feier des „Sieges", den man schon gesichert zu haben vermeinte und der, wie ausdrücklich Churchill damals betonte, in der völligen Vernichtung der Achsentruvpen in Nordafrika bestehen sollte. Inzwischen sind mit den Klängen der Glocken auch die hoffnungsfrohen Jubel- schreie in England verhallt, die nach jahrelangen Ent­täuschungen und Katastrophen im englischen Volke znm Ausbruch gekommen waren, in der Meinung, daß nun­mehr wirklich ein Wechsel im Kriegsgeschehen eintreten müsse und daß wenigstens mit der „geplanten Reini­gung" Nordafrikas einmal ein wirklicher Erfolg Er­reicht und damit ein Sprungbrett gewonnen würde, um gegen die Festung Europa von Süden her mit der vollen Wucht des Krieges anzugchen. Es war die Illusion, der bis dahin nur Niederlagen und Rückzüge kennenden Briten in den letzten Wochen so hoch ge­stiegen, daß es Churchill für nötig hielt, angesichts dieser sich überschlagenden Siegesstimmung wortwörtlich 'u sagen: „Das brttifche Volk muß sich jetzt, nach drei ren von Mißerfolgen und Rückschlägen daran ge-

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rvöynen, auch gegenüber Siegen auszuhallen." Und als,

In stbwelfr und Angriff erfolgreich

weitere schwere panzeroerluste der Sowjets — 1a lunesien Sesetz des Handelns bei uns

Aus dem Führerhauptquartier, S. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Abschnitt Tuapse griffe» deutsche Truppen überraschend an, erzielten trotz besonders ungünstiger Wetteroerhält- nisse Eeländegewinne und erbeuteten leichte und schwere Infanteriewaffen. Starke Angriffe der Sowjets im Ost­kaukasus scheiterten wieder unter schweren Verlusten an dem hartnäckigen Widerstand deutscher und rumänischer Truppen. Die Unternehmungen schneller Verbände nörd­lich des Terek wurden fortgesetzt und über 1999 Gefan­gene eingebracht. Der gemeldete Vorstoß in der Kal­mückensteppe wurde bis tief in den Rücken des Feindes fortgesetzt und dabei ein Stützpunkt des Gegners mit großen Werkstätten für Panzerkampswage» zerstört.

Zwischen Wolga und Don griffen die Sowjets auch am 4. Dezember unter starkem Einsatz von Panzern ver­geblich an. 73 Panzer wurden vernichtet, 13 bewegungs­unfähig geschossen und dem Feind hohe Verluste an Men­schen und Waffen zugefügt. Ein kraftvoller Angriff eige­ner Panzertruppe« zerschlug feindliche Panzer- und Ka- valleriekräste, wobei 2890 Gefangene und 14 Geschütze als Beute eingebracht wurden. Italienische und unga­rische Spähtruppunternehmungen an der Don-Front er­brachten wichtige Erkundungsergebnisse.

Im Raum zwischen Kalinin »nd Jlmensee brachen auch gestern starke, znm Teil durch besonders heftiges Artilleriefeuer. Panzer und Schlachtslieger unterstützte Angriffe des Feindes zusammen. 194 Panzerkampfwagen wurden, zum Teil im Nahkampf, vernichtet und sechs

Flugzeuge durch Truppen des Heeres abgeschossen. Bei den Abwehrkämpsen der letzten zehn Tage vernichtete die 78. Infanteriedivision allein 1K9 Panzerkampfwagen. Die Luftwaffe zerschlug feindliche Trnppenbereitstellun- gen und Fahrzeugkolonnen. Jagdsliegerverbände schössen ohne eigene Verluste 58, Flakartillerie drei feindliche Flugzeuge ab. An der Nordfront wurden bei eigenen Stoßtruppnnternehmen über 89 feindliche Kampsstände und Bunker zerstört, ihre Besatzungen vernichtet oder gefangengenommen.

In Tunesien find heftige Kämpfe im Gange. Ein wich­tiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt wurde nach mehrtägigen Kämpfen im Sturm genommen. Hierbei wurde eine starke britisch-amerikanische Kräftegruppe, die weit vorgeschoben den feindlichen Aufmarsch gegen Tunesten zu decken hatte, nahezu völlig vernichtet. Der Gegner erlitt große Verluste an Menschen und Material. Starke Verbände von Kampf- und Sturzkampfflugzeu­gen griffen wirksam in die Kämpfe ein. Außerdem wur­den Artilleriestellungen, Truppen- und Panzeransamm­lungen wiederholt angegriffen, wobei über 199 Kraft­fahrzeuge vernichtet wurden. Ferner griffen deutsche und italienische Lustwasfenverbände den Hafen von Bone an. Ein Transportschiff wurde schwer getroffen, zahl­reiche andere gerieten in Brand. Deutsche Jäger schaffen 23, die Küstenartillerie in Tunis zwei feindliche Flug­zeuge ab. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. An der Küste der besetzten Westgeviete verlor die britische Luftwaffe gestern sechs Flugzeuge."

kichenlaud kür Vberleutnan» kvMng-Schmwt

Berlin, 5. Dezember. Der Führer verlieh dem Oberleutnant Ekkehard Kylling-Schmidt, Kom­paniechef in einem Grenadier-Regiment afs 159. Sol­daten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte dem Be- liehenen folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdi­gung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kamps für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 159. Sol­daten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler."

Neue Nitterkrouzkräger

Berlin, 5. Dezember. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Grö - zinger, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Hauptmann Heinz Fischer, Staffelkapitän in einem

Sturzkampfgeschwader (gefallen); Hauptmann Heinrich Hauptmann, Bataillonskommandeur in einem Panzergrenadier-Regt.; Leutnant d. R. Siegfried Gerke, Zugführer in einem Panzer-Pionier-Vataillon; Korvettenkapitän Waldemar Holst, Korvettenkapitän Wunderlich und Kapitänlentnant Wilhelm Dommes.

Leutnant d. R. Siegfried Eerke, am 30. April 1917 aG Sohn des Chefobermeisters August G. im Osnabrück (Gau Weser-Ems) geboren, brachte Ende Oktober durch sein kühnes und entschlossenes Verhalten und den geschicktem Einsatz sei­ner Panzettampswagem den Versuch starker feindlicher Kräfte, im Raume von Stalingrad einen Brückenkopf am Westnfer der Wolga zu bilden, zum Scheitern und trug durch seinen Schneid entscheidend zur Vernichtung einer übergesetzten bolschewistisck^n Kampfgruppe bei. Lt. Gerke. der Jndaftrte- praktikant ist und seit 1832 der Hbtler-Jugend — znletzt M Musikzugführer des Bannes Osnabrück — angehört, trat 1938 als Freiwilliger in das Pionierbataillon 16 in Minden /Wests, ein. 1911 wurde er zum Leutnant d. R. befördert.

Luftwaffe -er Achse schlügt in lunesien zu

vombenliogel auf feindliche panier und Kolonnen — Bravourstück deutscher Jäger

und Bordwaffen zWlreiche Kraftfahrzeuge. Auf einer der wenigen Paß-Straßen am Rand des tunesischen Hochlandes beschossen deutsch« Zerstörerflugzenge feind­liche Kraftfahrzeuge und Panzerkolonnen sowie Flak-

Berlin, 5. Dezember. Die deutsch-italienische Luft- vasse ließ auch am 4. Dezember den Feind in Tunesien

keinen Augenblick zur Ruh« kommen. Wenige Kilometer

westlich einer großen Ortschaft waren zwei Gruppen Stellungen, die den Uebergang schützen sollten. Da die von je 29 feindlichen Panzerkampfwage» deckungslos im Fahrzeuge auf der engen Straße den immer wieder vor­fielen Gelände aufgefahren. Deutsche Kampfflugzeuge getragenen Angriffen nicht ausweichen konnten, wur-

»Ju 88« stürzten sich in geschlossenem Verband auf den

völlig überraschten Feind. Die Kampswagen wurden von dem Bombenhagel förmlich zugedeckt, mehrere durch Lolltresser aufgerissen, andere von den Sprengstucken durchlöchert und bewegungsunfähig gemacht. Helle Flammen und schwarzer Qualm ans brennenden Stayi- »loßen wiesen der wenige Minuten später anfliegende» zweiten Welle der deutschen Kampsslugzeage den Weg.

Em neuer Bombenhagel deckte die Panzergruppe er»

^Nd zwang die wenigen unbeschädigt gebliebenen Kamps- wagen zur Flucht.

Don früh bis Abend setzten am 4. Dezember schwere deutsche Kampfflugzeuge und Schlachtflieger gegen Kolonnen am. Im Tiefflng brausten fie über >e langen Wagenrerhen und zerstörten mrt Bomben

n über 29 beladen« Wagen in Brand geschaffen. Sprenggranaten brachten ein Munitionslager zur Ex­plosion.

Weitere deutsche Kampfflugzeuge belegten im Laufe des Tages einen Flugplatz im Süden Algeriens mit schweren Bomben. Am Südhang des tunesiichen Gebir­ges wurde eine Straßenbrücke angegriffen. Ein vier­motoriger Stierling-Bomber wurde die Beute eines deutschen Jägers, der den im Tiefflug ausweichenden Bomber brennend abschoß. Ein kleiner Verband feind­licher Bomber drehte beim Erscheinen deutscher Jäger, die den ganzen Tag Sperre flogen, sofort ab. Einem Flugzeug dieses Verbandes- wurde der Rückzug abg«-' schnitten, nach wenigen Feuerstößen stürzte die feind­liche Maschine'ab. Damit wurden an diesem Tage ins­

gesamt 23 Flugzeuge, darunter 13 Bombenflugzeuge modernster Bauart, von den deutschen Jägern vernichtet.

Einige deutsche Jagdstaffeln stellten einen von britisch- nordamerikanischen Jagdflugzeugen gesicherten Bomber­verband von 12 Douglas-Boston. Die deutschen Jagd­flieger kreisten die feindlichen Bomber ein und trenn­ten sie von ihrem Jagdschutz. Nach wenige» Minuten waren die Kampfflugzeuge zersprengt und suchten ein­zeln ihr Heil in der Flucht. Aber das gelang ihnen nicht. In KL»e wurden nach Mitteilung des Oberkom­mandos der Wehrmacht alle 12 Boston das Opfer der deutschen Jäger, stürzten über den östlichen Ausläufern des Atlas ab und verbrannten am Boden. Der andere Teil des deutschen Jagdverbandes hatte unterdessen die als Begleitschutz beigegeveneu britisch-amerikanischen Jäger angenommen. Nach kurzem heftigem Feuergesecht mit den Spitsires und Lockheads, das von der fliege­rischen und technischen lleverlegenheit der deutschen Jä­ger bestimmt wurde, stürzten auch sämtliche feindlichen Jagdmaschinen ab. Damit war der ganze feindliche Ver­band vernichtet, kein einziges feindliches Flugzeug kehrte zurück.

wie eine Reutermeldung aus Washington besagt, der britische Produktionsminister Lyttelton, auch von der allgemeinen Jubel- und Siegesstimmung Englands er­faßt, schon von einem Ende des europäischen Krieges bis zum Juni nächsten Jahres faselte, sah sich auch Roosevelt gezwungen, — dieser vor den amerikanischen Journalisten — zu erklären, daß er es ablehnen muffe, solche Prophezeiungen Hu machen, so sehr es Lyttelton »»verwehrt bleiben müsse, seiner Meinung Ausdruck zu geben. Wie viel zu eilig es die Angloamerikaner hatten, einen großen Erfolg im Gesamtrahmen des Krieges für sich zu buchen, mochten sowohl Chur­chill als auch Roosevelt im tiefsten Herzensgründe er­ahnt haben, als sie mit ihren oben zitierten Wor­ten der Ueberspannung der Siegeserwartungen ihrer Völker entgegentraten und wie sehr sie dabei guttaten, zeigt schon der bisherige Verlauf der Nord- afrika-Aktion, die keineswegs den Erwartungen un­serer Feinde entspricht' und heute gekennzeichnet ist, nicht allein mit dem vergeblichen Versuch der 8. britischen Armee, Rommels Stellung hei El Agheila zu erschüttern, sondern auch mit dem Mißerfolg der änglo-amerikanischen 1. Armee in Algier, sich Tune- siens zu bemächtigen und die Achsentruppen aus Tunis und Vizerta zu vertreiben. Eine politische Schlacht nennt letzt auf einmal der Militärsachverständige der Newyork Times die Landung in N.ordafrika und be­tont, daß rein militärische Erwägungen dieses Aben­teuer schon allein wegen der für die Schiffe und den Nachschub ungeheuren Gefahren hätten ablehnen müssen. Es ist kein Zeichen von Stärkebewußtsein unserer Feinde, wenn amtliche Londoner Verlautbarungen jetzt nur noch bescheiden von einer „Festigung" der anglo- amerikanischen Stellungen in Nordafrika sprechen und zugeben muffen, daß die Achsenmächte ihre Nachschub­positionen erweitert haben und laufend Verstärkungen erhalten- Sie haben wieder einmal viel zu früh ge­jubelt, unsere Feinde, und wie so oft auch diesmal wie­der die Beweglichkeit und strategische Erfindungsgabe der Achse unterschätzt, und wenn wir unsererseits bei ihren Mißerfolgen gewiß nicht selber in den Fehler vor­eiliger Folgerungen verfallen wollen, so dürfen wir doch nichtsdestoweniger angesichts der setzt schon ganz anders sich ausnehmenden Lage in Nordafrika ruhiger Zuversicht es aussprechen: Wieder einmal hat sich das Wort aus dem Volke bestätigt: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!

wallcheiten „Wer zuletzt lacht, lacht am besten« gegen Heimtücke N" «.Ech für unsere italienischen ^ ^ Bundesgenossen und nicht zuletzt für

das italienische Volk gegenüber Churchills plumpen An­zapfungen und ordinären Drohungen mit britischem Barbarentum und britischen Viratenmethoden. Unzählige Flugzeuge sollen nach den mit dem „Gestank von Tabak und Alkohol geschwängerten Großspechereien Churchills" demnächst von den afrikaniscben Häfen über Italien ein­fallen und italienische Städte samt ihren Einwohnern vom Bolden wegfegen. Das italienische Volk soll so meinte, seine Heimtücke und seine Gesnhlsverknöcherung biedermannisch tarnend, der Obergangstsr Großbritan­niens sich vom Faschismus trennen und den anglo- amerikanischen Mächten sich unterwerfen; dann würde ihm alles verziehen und vergessen werden und „wieder wie früher" würde für das italienische Volk eine Aera der Wohlfahrt anbrechen. AIs ob das italienische Volk Umals vergessen hätte, daß das größte Hindernis zum Anbruch der von Muffolim und seinem Faschismus ein­geleiteten Wohlfahrtsveriods Italiens doch gerade im­mer wieder Großbritannien war, ja, daß das demo- kratijche Italien vor dem Kriege, als es noch keinen Faschismus in Italien gab, von feinen demokratischen „Brudern" mit geradezu herausfordernder Verächtlichkeit als nebensächlicher kleiner Staat behandelt worden ist und daß man ihm als „lästigen Bettler" immer und immer wieder die Tür gewiesen hat, wenn es eine Bitte oder eine Forderung, die seines Lebens Notwendigkeiten ent­sprach, in London vorbrachte. Steine statt Brot waren es, die man ihm zubilligte und Wüsten statt fruchtbarer Gebiete überließ man ihm „gnädigst", ohne auch nur zu erwägen, was es zur Wendung seiner Not und zur Verhinderung staatlicher Verkümmerung bedurft hätte. In seiner denkwürdigen Rede vor den gesetzgebenden Ausschüssen der faschistische^ korporativen Kammer hat denn auch der Duce in bewundernswerter Rethorik seinem Volke klargemacht, was es von seinen Feinden zu erwarten hätte, wenn ihm beikäme, der aus massi- und lockenden Versprechungen gemischten britischen Agitation irgendwie Gehör zu schenken. In urwüchsiger Kraft hat der Duce die Parole seinem Volk gegeben für die Wetterführung des Kampfes, dessen Ausgang sowohl Italiens wie Deutschlands Schicksal für die Zukunft bestimmt. Und wenn er ohne Rücksicht auf -die Nerven jener Schwächlinge, die es als „Dokumen- mklsmus menschlicher Dummheit" nun einmal in jedem Volke gibt, mit ungeheurem Ernst aüssprach, daß man die Drohungen Churchills durchaus ernst zu nehmen hatte, so wußte er sehr wohl. daß gerade aus dieser Feststellung die Gesamtheit des italienischen Volkes nur eherne Entschlossenheit zum Weiterkämpfen bis zum Siege

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Die Luftwaffe der Achse führte in Tunesien vernich­tende Schläge gegen feindliche Panzerkräfte; der Hafen von Bone lag im deuts hen Bombenhagel. In der Kalmückenstcppe wurde ein sowjetischer Stützpunkt zerstört.

Im Ostkaukasns, zwischen Wolga und Don sowie zwischen Kalinin und Jlmensee scheiterten starke Angriffe der Sowjets.

Dr. Goebbels hielt im Berliner Sportpalast eine richtungweisende Rede.

In Vremen wurde der stellvertretende Kommandeur der Schutzpolizei, Oberstleutnant Herbst, in sein Amt eingeführt.