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vas flmrsbllM des Negierenden Vürgermeisters der Zielen Hansestadt vremen
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flmtiiches verkündungsbiatt des Ncichsstatlifalters in Oldenburg und vremen
Nr. ZZZ , 12. Jalirgang
Donnerstag, Z. Dezember 1942
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Italiens kettiger Krieg
Ligsnsr Leiicüt cker „Lrsmsr Tsitung"
br. Berlin, 2. Dezember. Der Duce hielt am Mittwoch eine grohe Rede, die wie ein befreiendes Gewitter gewirkt hat. Wie ein Sturmwind frischer und klarer Lust haben die Worte Mussolinis die muffige und dunstige Atmosphäre weggeblasen, die die Agitatoren im Feindlager, Churchill an der Spitze, in der letzten Zeit zu erzeugen und zu verbreiten suchten. Es ist bekanntlich eine fixe Idee Churchills, daß man aus dem Wege zum Siege zunächst Italien „aus dem Kriege boxen" müsse und tonne, um dann leichtes Spiel zu haben. Seit dem Beginn der neuen militärischen Unternehmungen von Aegypten aus und in Französisch-Asrika hat er sich wieder vollkommen in diesen Gedanken verrannt, daß man die Festung Europa durch einen Angriff an der vermeintlich „weichen Siidslanke" sturmreif machen könne. Dah seine Rechnung gegenüber Völkern niemals aufgehen kann, die sich im Geiste des Nationalsozialismus und des Faschismus geeint und erneuert haben, das sollte Churchill nach der Rede des Duce nun wirklich einsehen müssen.
Der Duce ist unzweifelhaft ein Fanatiker der Wahrheit. Das hat oft in der rücksichtslosen Art von Verlustmeldungen seinen Ausdruck gefunden, die bis an die Grenze des im Kriege militärisch Möglichen gingen. Gerade darum wirkt es besonders Lberzeugungsstark ^ und zwingend, wenn er in seinem Ueberblick über die i Kriegslage zu der unabweisbaren Schlußfolgerung kommt, daß „es keinen Zweifel darüber geben kann, daß aus diesem gewaltigen Ringen nur die Waffen der . Achsenmächte siegreich hervorgehen können". Ueberall werden die Ausführungen Mussolinis besonders starke Beachtung finden, in denen er ungestüm gleichzeitig die von ihm besonders früh erkannte Ilnvermeidbarkeit des Feldzuges im Osten und die Ausdauer des von einer gigantischen Militärmaschine organisatorisch betreuten sowjetischen Soldaten betonte, um dann die Siegessicherheit mit der Tatsache zu begründen, „daß noch besser der deutsche Soldat ist, der den Sowjetsoldaten geschlagen hat".
Im Hinblick auf die besondere Lage, vor die sich Italien nach der Einleitung der gegnerischen Afrika-Unternehmungen gestellt sieht, gewinnt die Aufzeichnung der Parallelität zwischen der Situation Japans vor dem Dezember 1941 und er heutigen Lage Italiens besonderes Interesse. Niemand wird sich über die Schärfe und Entschiedenheit wundern, mit welcher der Duce gegen Frankreich Stellung nahm und betonte, daß selbst dort, wo der Führer und er an die Vertrauenswürdigkeit feierlich abgegebener Versicherungen glauben wollten, Verrat geübt worden sei. Diese Worte mußten im italienischen Volk einen besonders starken Widerhall auslösen. der sich augenblicklich in den Zustimmungskundgebungen im Anschluß an die Bemerkung ausdrückte, daß die zwei französischen Toten von Toulon die einzige Heldentat auf feiten Frankreichs bei dieser Aktion bedeuten.
Wenn Churchill tatsächlich geglaubt haben sollte, .daß er wirksame Keime der Zwietracht innerhalb des ita- lienschen Volkes und zwischen den Achsenmächten verbreiten könnte, so dürfte er heute eines besseren belehrt sein. Das Vertrauen in die Krisenfestigkeit des italienischen Volkes spiegelt sich besonders in der offenen Wiedergabe von Gerüchten und in der Verlesung der siechsten und anmaßendsten Stellen in einer der letzten Churchill-Reden wider, die sich vor allem an die italienische Adresse wandte. Die ersten Berichte au's Italien lassen erkennen, daß der Duce wirklich zum Herzen seines Volkes zu sprechen vermochte. Man darf sich von seiner Rede als Antwort auf die britischen Drohungen und auf die Einschüchterungsversuche durch Terrorangriffe die stärkste Belebung des italienischen Natio-
nalgefühls und Widerstandsgeistes versprechen, die auch an der inneren und äußeren Front bald ihre Wirkung tun wird. Weder die Ziffern der bei den Terroran- grisfen der britischen Luftwaffe zerstörten und beschädigten Häuser noch die Zahlen der Toten und Verletzten erreichen auch nur im entferntesten das Ausmaß der Befürchtungen. Da Italien, wie der Duce sagte, in seinen amtlichen Berichten geradezu einen Kult der Wahrheit betreibt, twird kein einziger Italiener diese Zahlen bezweifeln und das gleiche darf von der übrigen Weltöffentlichkeit beansprucht werden: Die E»d- wirkung der Terrorangriffe ist auch in Italien eine
Steigerung des Hasses, eine Härtung der Widerstandskraft und des Kampfwillens.
Ein besonders herzliches Echo werden in Deutschland die Worte finden, die der Duce unserer Kampfgemeinschaft widmete. Der Kampf Schulter an Schulter gehe unverbrüchlich weiter, die Kameradschaft werde jeden Tag tiefer und es gebe keinen Unterschied zwischen deutschen und italienischen Soldaten mehr. Wenn Mussolini schloß: „Die Toten befehlen den Kampf, wir gehorchen", so bezieht das deutsche Volk diese Worte auf sich mit. - (Ausführlicher Bericht über die Rede siehe Seite 2.)
öegenangriffe im großen Vonbogen
erbitterte kiimpte im mittleren Frontabschnitt und am Ilmensee
Aus dem Fllhrerhauptquartrer,-2. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei einem Vorstoß deutscher Panzer nördlich des Teret wurde der Feind geworfen und mehrere hundert Gefangene eingebracht. Zwischen Wolga und Don führten die Sowjets infolge ihrer hohen Verluste gestern nur schwächere Angriffe. Angriffe im großen Donbogen wurden im Gegenangriff abgewiesen. Gegen stärkere seindltche Truppenbewegungen am mittleren Don waren schnelle italienische und schwere deutsche Kampsflugzeuge eingesetzt. Im mittleren Frontabschnitt und am Ilmensee sind weiterhin erbitterte und heftige Kämpfe im Gange. Die Sowjets erlitten bei ihren vergeblichen Angriffen hohe blutige Verluste und verloren wieder 95 Panzerkampfwagen.
Die Lnstwafse bekämpfte feindliche Infanterie- und Panzerkräfte, Artilleriestellungen und Nachschubftraßen. 22 Panzer erhielten Bombentreffer. — Deutsche Sturz- kamps- und Jagdverbände fügten den britischen Truppen in der westlichen Cyrenaika erhebliche Material- verluste zu. In Tunesien gingen deutsch-italienische Kräfte zum Gegenangriff über und warfen den Feind aus mehreren Ortschaften. Zahlreiche Gefavgene wurden eingebracht. Fallschirmtruppen des Feindes wurden zersprengt, neun Panzer vernichtet. Deutsche Jäger schössen ohne eigene Verluste acht britische Jagdflugzeuge ab. Ueber dem Seegebiet von England und im Raum der besetzten Westküste verlor die britische Luftwaffe in den Lustkämpsen des gestrigen Tages sieben Flugzeuge. Alle deutschen Flugzeuge kehrten zurück."
vte erstmalige Vsrleikung lies Verseiirien-Sportabrelckens lm lluppelsaal ckes kslckssportkelckes Unser Lilcl reigt cken ReicNssportiiüirer von Hcliammer unck Osten bet cker Osberreicdnng cker Zportabreirbell an ckis Versebrien über ckie wir suskäbrlicii bericbtelen. /Vukv.: Lclrerl-Lilcksrckisiist
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fllle drei Stunden sinkt ein seindschiff!
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DrabtberiKt unserer Berliner Schriftleituns
l>. Berlin, 2 Dezember. Der Wettlauf zwischen den angelsächsischen Werften und unseren Torpedos, dessen Entscheidung in der Sondermelduirg über das Rekord- "skselikungsergebnis des Monats November so außer- sndenilich drastisch unterstrichen winde, hat in der europäischen OeffenAichheiit zu Vergleichen angereah die Heraus treffend sind und die Bedeutum« der SHtachr °»s den Meeren stark unterstreichen. Dieser neue Sieg, von dem die spanische Zeitung „ABC" sagt, ddß er weit mehr bedeute als eine gewonnene Landschtacht, da England freudig auf alles andere verzichten wurde, wenn die Versenkungsziffern niedriger waren als die ?chifssneudauten der' Angelsachsen, erhält durch die verschiedene Betrachtungsweise erregende Momente ^m Durchschnitt habe der Feind im November alle dre: stunden einen Dampfer verloren, rechnet dItalia" unter Beachtung der Tatsachen aus, dag nach den Angaben der deutschen Sondermeidung nn vergangenen Monat täglich tm Durchschnitt zehn ^emdschme torpediert 'und in die Tiefe gerissen wurden Wenn die deurschen Statistiken der Verluste der feindlichen Kriegs- und Handelsmarine den Engländern und Americkanern N Gesicht kommen würden, heißt es weiter >n diesem «ruht. dann würden sie feststellen tonnen, dag ge «nmal mehr in doppelter Hinsicht betrogen wurden, sum einen mit dem Versprechen des Nachlastens der U-Booi-Gefahr auf Grund der Eegenmagnahme-n von Anox und Lord Alexander, und zum anderen mit der Dornchenrng. daß die Neubauten der englischen und nordameritanischen Werften die Versenkungen reichUM """machten.
Die lediglich zweckoptimistischen Mitteilungen der ^arincministericn in London und Washington, deren Eiprcchen lauin die Zählpause zwischen den einzelnen rutschen Sondcrmeldungen agitatorisch auszufüllen oer- vlögen, werden nicht nur durch die deutschen Angaben
widerlegt, sondern selbst in der anglo-amerilanischen Welt müsse» die Fachministerieii mit der Veröffentlichung ihrer Sorgen immer wieder den amtlichen optimistischen Schleier zerstören. So schildert jetzt die amerikanische Zeitschrift „Fortune" auf Grund amtlicher Unterlagen die Schwierigkeiten des Schisfbauproblems und stellt sest, daß die Alliierten mit ihrer Schiffahrt an einem Punkt angekommen seien, an dem sie ihren dringenden Bedarf nicht mehr befriedigen könnten. Die „Warshipping Administration" habe eine Schiffsraum- zusammenstellung für die nächsten zwölf Monate durchgeführt. Doch als bereits die ersten Ziffern zusammengestellt worden seien, hätten die Ergebnisse den Männern in diesem wichtigen amerikanischen Amt den Atem verschlagen. Man habe festgestellt, daß die „wichtigsten Bedürfnisse" allein schon den vorhandenen Schisfsraum um beinahe hundert Prozent überstiegen hätten.
Die „Baltimore News Post" unterstreicht diese Feststellungen durch einen Kommentar, in dem die Konsequenzen aus dem nordasrikanischen Abe-nieuer der Anglo-Ameritaner gerade auf dem Gebiet der Schiff- fahrt gezogen werden. Die „Fortune" sagte zu diesem Thema, daß auch Präsident Roosevelt nicht mehr verbergen könne, daß die nordafrikanische Aktion und die sich daraus ergebenden Nachschubverpflichtungen wegen der steigenden' Tonnagenot zu einer weiteren Senkung des USA.-Lebeisstondards führen müßten und daß sur das u/--uwer>tgniiche Volk die Zeit anbr-che, in der der Riemen enger geschnallt werden müsse. Es sei tatsächlich so. betont'auch die „Baltimore News Post", daß der „nicht ganz wunschgemäße Verlauf der Nordasrika- Aktion" nicht nur den Enthusiasmus in den USA. gedämpft habe. sondern bereits Rückwirkungen sowohl auf innerpolitüchcm Gebiet als auch im Verhältnis der Alliierten untereinander zeige. Bar allem werde es jetzt deutlich, daß die Sowset-Union die Koben für das nordasrikanische Experiment zu zahlen habe. Als Beleg
dieser Feststellung könne eine kürzlich durchgeführte Kongreßaussprache über die Verlegung einer Autofabrik von den Vereinigten Staaten nach der Sowjetunion angeführt werden. In der Diskussion hätten nicht nur die einzelnen Redner in Uebereinstimmung sich gegen eine weitere Gewährung von Unterstützungen an die Alliierten ausgesprochen, sondern auch betont, daß die den Sowjets versprochene Autofabrik einfach infolge der Schisfahrtslage nicht geliefert worden könne. Ein Vertreter des Pacht- und Leihsiistems habe dazu erklärt, daß die Fabrik zwar gegenwärtig abgerissen würde, aber bis auf weiteres sei kein Frachtraum für die Verschiffung vorhanden. Die versprochenen Lieferungen wurden von den Kongreßmitgliedern jedoch bereits auf Grund des Versprechens heftig kritisiert. Es würde ein „Kapitalverbrechen in der Weltgeschichte sein", betonte Senator Rankin, „eine große Streitmacht nach Afrika zu schicken und danach Nordamerikanische kriegswichtige Güter irgendwoanders hinzubringen, wenn nordamerikanische Soldaten sie selbst benötigten." Die Zeit für die Sowjetlieferungen müsse vorbei sein. „Wir haben uns immer vor Augen zu halten", so sagte er weiter, „daß wir eines Tages, wenn der Krieg vorüber ist. alle Maschinen gebrauchen, die wir jetzt nicht benutzen. Kein« Stümperei mehr wie bei den Salomonen. Wenn die große nordamerikanische Offensive es verlangt, dann müssen die nordamerikanische» Truppen die Priorität über die Leih- und Pachtverpflichtungen erhalten, damit keine neue und schlimmere Tragödie des zu wenig und zu spät entsteht." Die Mehrzahl der.übrigen Abgeordneten wies darauf hin, daß der geringe noch vorhandene Schiffsraum von nun ab amerikanischen Belangen dienen müsse, und selbst dazu sei er fast zu gering geworden. — Das sind Feststellungen die nicht etwa agitatorische Ziele verfolgen, sondern aus der Besorgnis erwuchsen, die jeder Anglo-Ameritaner beim Blick auf den Atlantik und dem ständigen Ansteigen der Erfolgskurve unserer U-Boot« habcm muß.
HSyetz Lmftiee
Von unssrsm ksrllnsr Lctirltilsllsr Dr. Wslltisr S c i> n s ! ci s r
Berlin, 2. Dezember. Das erbittert« Ringen um die Vorherrschaft, das zwischen den Plutotraiien der Vereinigten Staaien und Großbritannien geführt wird. war lange Zeit ein Kampf im Dunkeln. Sein Ursprung ist nach einem heute vorliegenden amerikanischen Geständnis schon lange vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg zu suchen. In der Zeitschrift „Time" wird jetzt unumwunden zugegeben, daß der Plan zur Landung nordamerikanischer Streitkräft« in Nordafrika schon im Herbst des Jahres 1940 vom Weißen Haufe ins Auge gefaßt wurde, also schon kurze Zeit nach dem völligen Zufammenbruch Frankreichs und über ein Jahr vor Peavl Harbour. Für Eordell Hüll, so gesteht die „Time", hohe die Aufrechterhaltung der diplomatischen Beziehungen mit Vichy vor allem auch den Sinn gehabt, den Krieg in Afrika und im Mittelmeer vorzubereiten. In diesem Raum hat der bisher im Dunkeln geführte Krieg der beiden imperialistischen Mächte nunmehr eine akute Zuspitzung erfahren. Die Gegensätze prallen mit solcher Heftigkeit aufeinander und werden in ihrem ganzen Ausmaß so sichtbar, daß selbst verschärfte Zensurmaßnahmen eine weiterhin diskrete und geheime Behandlung nicht mehr verbürgen konnten.
Formalrechtlich ist die Entwicklung jetzt in ein neues Stadium getreten. Der Verräteradmiral/Darlan hat in Französisch-Nordafrika die Machtbefugnisse als „Staats- chef" übernommen und sich als Vertreter des Marschalls Petain, der „gegenwärtig Gefangener" sei, proklamiert. Darlan hat einen französischen „Empire-Rat" konstituiert, der bereits zweimal unter Darkans Vorsitz und unter Beteiligung der Generale Nogues, Boisson und des Generalgouverneurs Thatst, der Eeneralresidenten von Algier, Französtsch-Westafrika und Marokko, getagt hat. Ferner nahmen die Generale Eiroud und Barthelet an den Sitzungen teil. Dieser Versuch einer staatsrechtlichen Neuordnung in Französisch-Asrika ist kaum denkbar ohne die Zustimmung der militärischen und politischen Repräsentanten Roosevelts in Afrika, des Generals Eisenhower und des USA.-Botschafters Murphy. In London muß man die Entwicklung geradezu als einen Schlag ins Gesicht der eigenen Pläne empfinden. Die britische Regierung hat sich seit langem auf de Gaulle festgelegt. Als die ersten Abmachungen der Amerikane: mit Darlan bekannt würben, kam es zu einem Sturm in der englischen Oeffentlichkeit und zu Szenen der Empörung im Unterhaus. Eden versuchte unter allerhand Ausflüchten abzuwiegeln, mußte aber die eigene Ohnmacht mit dem Hinweis bekennen, daß in Fraiizöftsch-Nordafrita die Amerikaner als militärische MachthÄwr allein die Verantwortung trügen. Die gaullistischen Sendungen des Londoner Senders wurden zunächst eingestellt. De Gaulle selbst hat angekündigt, daß er nach Washington reisen werbe, um den Präsidenten Roosevelt „aufzuklären". Roosevelt hat in einer Pressekonferenz angekündigt, daß er natürlich de Gaulle anhören werde, aber xs könne keine Rede davon sein, daß er ihn Mm Besuch im Weißen Haus einge- laden habe. Gleichzeitig berichtet eine amerikanische Nach- richten-Agentur aus Washington, daß eine Anerkennung de Gaulles als französische Exil-Regierung, ähnlich der polnischen, norwegischen und holländischen Exil-Regie- rung in London, niemals verlangt worden sei und darum auch gegenwärtig nicht zur Diskussion stehe. Eden wiederum verweigert dem Unterhaus eine Erklärung zur Reise de Gaulles mit dem Hinweis, daß es Sache der Vereinigten Staaten sei, sich zuerst darüber zu äußern. Gleichzeitig mußte er sich aber zu dem Zugeständnis bequemen in einer Eoheimsitzung Auskunft über die Stellungnahme der britischen Regierung zu den neuen Tatsachen zu versprechen.
Nun muß es schließlich auch ein Blinder mit dem Krückstock fühlen, daß eine machtpolitische Auseinandersetzung von grundsätzlicher und entscheidender Bedeutung zwischen den Vereinigien Staaten und Großbritannien in ein akutes Stadium getreten ist. In dieser Auseinandersetzung geht es um nicht weniger als um das britische Empire und um die führende Stellung bei der geplanten plutokratisch-jlldischen Ausbeutung des Em- pire-Erbes und derjenigen Erbiete der Welt. die nicht im Machtbereich der Dreierpaktmächte liegen vor allem alio um den französischen Kolonialbesitz/
Die Hintergründe dieses Konkurrenzkampfes werden >m neutralen Ausland von den Briten und Amerikanern in Diskussionen mit ihren Freunden ganz offen bloggelegt. Aus diesen Diskussionen ergibt sich wie uns aus Lissabon berichtet wird, daß die englische Anerkennung de Gaulles als „Chef der freien Franzosen" sernerzert auf Grund des von de Gaulle gemachten Zugeständnisses gemacht worden ist, daß der gesamte Wiederaufbau rn Frankreich und rm französischen Empire England übertragen werden solle. Für die Londoner
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Die Angriffe der Sowjets zwischen Wolga und Don stauen ab; im mittleren Frontabschnitt und am Ilmensee sind weiter erbitterte Kämpfe im Gange.
Vor Guadalcanar vernichteten die Japaner einen USA.-Eeleitzug.
Aus Grund der Tonnageschwierigleiten wurde im USA.-Kongreß die Forderung erhoben, jegliche Zufuhr für die Sowjets abzustoppen.
In einer großen Rede rechnete der Duce mit der Churchill-Agitation ab; der Kamps gehe Schulter au Schulter mit Deutschland bis zum Endsieg weiter. Der Reichswirtschastsminister hat Richtlinien für eine Neuordnung der Lenkungsbereichc herausgegeben.
SA.-Obergruppcnsührcr Böbmcker wird heute an Mitglieder einer Flak-Division SA.-Wchrabzeichen verleihen.
Treppenläufer müssen mit sofortiger Wirkung von den Treppen cntsernt werden.