Ausgabe 
(2.12.1942) Nr. 332
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TNittwoch. 2. Dezember 1S42

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Deutsche U-Voote schlagen eigenen kekord!

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visffer höchstes veelenkungseegebnis: im November ISö Schiffs mir ISZS 200 VNs.

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1024 Sowjelpanzer in elf lagen vernirhm

Aus dem Führerhauptqüartier, 1. De­zember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Sowjetrussische Angriffe im Raum nordoft- wärts Tuapfe brachen unter hohen Verlusten für den Feind zusammen. Auch am Terek-Abfchnitt wurde der Feind zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Die gestern fortgesetzten Angrisfsversuche der Sowjets zwischen Wolga und Don scheiterten unter -u n g e w ö h n l i ch hohen feindlichen Verlusten. Der deutsche Ge­genangriff warf sie über ihre Ausgangsstellungen zu­rück. Zahlreiche Gefangene und Beute wurden einge­bracht. Oertliche Angriffe im großen Don-Bogen scheiter­ten. Kampf-, Schlachf- und Zerstörergefchwader unter­stützten wirksam die Truppen des Heeres. Jagdverbände schössen 4t3, ^Flakartillerie der Luftwaffe acht Sowjet- flugzeuge ab. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. Truppenunterkünste und Bahnanlagen am mittleren Don wurden bei Tag i-nd Nacht bombardiert. Südwest­lich Kalinin und im Raum um Toropez dauern die erbitterten Kämpfe M- Kamps- und Sturzkamps­flieger führten zum Teil im Tiefflug vernichtende An­griffe gegen Panzerbereitstellungen, Marsch- und Fahr- zengkolonnen des Feindes. In der Zeit vom 2l>. bis Lll. November vernichteten Truppen des Heeres an den Brennpunkten der Kämpfe im Osten IVLck Sowjetpan­zer. Durch Luftangriffe und Flakartillerie der Luft­waffe wurden weitere 148 Panzerkampfwagcn zerstört.

An der Cyrenaikasront fanden nur örtliche Kämpfe statt. Britische Kolonnen und ein Flugzeug- stützpunkt wurden durch die Luftwaffe mit Bomben und Bordwaffen bekämpft. Deutsche und italienische Panzer­truppen griffen mit starker Unterstützung durch die Luft­waffe vorgehende motorisierte feindliche Verbände in Tunesien an und brachten Gefangene ein. Kampf­flieger bombardierten bei Tag und Nacht Hascnanlagen in Bone und Algier^ unter anderen wurde ein großes Transportschiff getroffen. Im Süden Englands griffen Jagdflugzeuge bei Tag verschiedene militärische Anlagen an und schössen über See zwei feindliche Flug­zeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermiht. — Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deut­sche See- und Luftstreitkräfte km. Monat November ins­gesamt 16K Schiffe mit 1 V35 2VÜ BRT. versenkt. Schwer beschädigt wurden 162 Schiffe, von denen ein erheblicher Teil als Totalverlust zu rechnen ist."

;wel wertvolle britische Schiffe...

Berlin, 1. Dezember. Unter den in den letzten No- .vembertagen versenkten und in der Versenkungsziffer der Sondermeldung vom 1. Dezember enthaltenen feindlichen Handelsschiffen befand sich nach Mitteilungen des Ober­kommandos der Wehrmacht auch die „Llandaff Lastle" (10 799 BRT.) der Union Tastle Mail Line in London. Das Schiff, das Einrichtungen für 399 Fahrgäste hatte, war im Frieden im Passagierverkehr zwischen London und Südafrika eingesetzt. Ferner fiel das erst im Jahre 1941 erbaute britische Frachtschiff „Empire Lromwell", das in Sunderland beheimatet war, einem Untersee­boot zum Opfer.

Landungen Schiffbrüchiger In Portugal

Drabtbericht unseres Vertreters

v. s. Lissabon, 1. Dezember. Die in der letzten Zeit sich fast täglich wiederholenden Landungen schiffbrüchiger Briten und Amerikaner auf portugiesischem Gebiet geben einen Eindruck von 'der vernichtenden Wirksamkeit des deutschen U-Voot-Krieges. So trafen am Montag Über­lebende des amerikanischen Dampfers „West Kebar" ln Funchal auf Madeira ein. Das amerikanische Schiff ist vor 29 Tagen zwischen den Azoren und Madeira von einem U-Voot versenkt worden. Acht Mann der Be­satzung, die in einem Rettungsboot auf dem Meere trie­ben. wurden von einem spanischen Tanker gerettet. Aus Lorcnzo Marques wird gemeldet, daß 30 Uebcrlebende des versenkten ehemals griechischen Dampfers „Ebentbia" eintrafen.

Das Vierfache gegenüber dem Vorjichr

fluch unsere Lujtwaffe an dem sonfalionellen krgednis beteiligt — Sondermeldung des 0KW.

Kus klein kilkrsrl, s ii p t q u s r> i s e, 1. vsiembsr. vsr Odsrllommsnklo rlsr Wskrmsclil gib« bsksnn«: „Vsuivclis See- unrl lukistrsitllkstls tisbsn im bckonsl Govsmbsr iiwgsssmr ItL Sckikts mit 1 S!6 200 VK7. versenkt. Nie krkolgs «kss bckonstr September 1>42 vvurclsri um 2! LVO SKI. vbsr- lrokksn. vsmit ist rkss bisksr liöctists krgsbnis kiisses Krieges srrisit «oreisn. Unterseeboots verrücktsten kisvon im kckorki- unrt Silrlstlsnlilr, im kismssr, clsn Nsnctgswüsssrn eies Inkliscksn Vissns un«i vor ktsn Kirsten Prsnrösisck-Aor«kskrilrss 14? tsincllicks Nsnäsls- unct Irsnsportsckikks mit -SL206 SN7. »sutscks ScknsIIboots versenkten in rtsr AorUsss unkt im Ksnsl Sekt Sckitts mit 20 000 SKI., Ksmpkvsrbünkts ktsr luktwskks neun »snktslssckitke mit LO 000 SKI. Sckvvsr besckürügt, so ktsS ein srkeblicksr Isü nock s!s lotsivsrlusl ru rscknsn ist, «urrtsn kturck ktsutscks Unterseeboots ZO Sckitts, rturck rtis luttvrstks 72 Sckitts. Unter sckvvsrstsn Wetter- unkt Ksmpk- bsktingungsn ksbsn ctis ktsutseksn Unterseeboots «tsmit im ktovsmber ikr bisksrigss bckonsts- köckstsrgsbnis vom September «tissss Iskres um runrt 200 000 SKI. llbsrtrokksn.

Im Kampt gegen Krisgssckitks versenkten unsers Unterseeboote im Ickovsmbsr ! Kreursr,

L Isrstörer, 2 Korvetten unkt 1 Unterseeboot. Sie bssckükligten kturck lorpectotrskker 1 kiugreug- Irsgsr, 2 Kreursr, S Zerstörer, so«is mskrsre Sicksrungskskrrsuge. Die lutlivstts versenkte ein Unterseeboot unri eins kleinere britiscks Krisgssckitkssinksit. vsrllber kinsus «urrtsn ein Sckiscklsckit» o6sr Sckvrsrsr Kreursr, vier kiugreugtrögsr un6 2S Kreursr, rerstörer un«t kleinere Krisgstskrrsugs rum Isil mskrtsck gslroktsn.

In «tsn gsmslktsisn rskisn sinkt ktis sekwsrsn kinbuksn rtsr sovijstiscksn Usnktsis- unct Irsnsport- tlotts nickt sntksltsn. vis lüttvistke versenkte sn kier Sckvrsrrmssrkllsts, sut klsm Ksspiscksn klssr, su» 6sr unteren Wolgs unkt suk «cksm l.s6ogssss 1> Irsnsportsckitts, Sckisppsr unkt sn- rtsrs kskrrsugs vsrsckisrtsnstsr Vröüs, ktsruntsr rvvs! Isnksr. 24 sovjstiscks Vsrsorgungstskr- rsugs stier Lrt v»ur6sn ksscküktigi. vurck luktsngritke vvurüen tsrnsr ein sovrjslisckss Ksnonsn- boot versenkt, rvvsi «eitere Ksnonsnboots, ein klseksckikt unkt r«si ScknsIIboots bescksitigt."

Die Zerfetrung der französischen sirmee

doriot für Zusammenarbeit Frankreichs mit den flchsenmöchten

Drabtverichte unserer Vertreter jk>. Vichtz, 1. Dezember. Die letzten Ereignisse, vor allem die Uebernahme des Schutzes der französischen Mittelmeerküste durch die deutsche Wehrmacht, haben mit erstaunlicher Klarheit die Disziplinlosigkeit aufge­deckt, die in der französischen Armee eingeriffen ist. Zahl­lose Offiziere und Soldaten haben ohne Erlaubnis ihre Truppenteile verlassen und sich nach Hause oder aus eigene Faust nach Nordäfrika begeben. Die chaotische Lage erschwert die jetzt angeordnete Demobilisierung.

pd. Paris, 1. Dezember. Während der Leiter der Französischen Bolkspartei. Doriot. sich bisher geweiger' hatte, mit anderen politischen Parteien m Frankreich zusammenzuarbeiten, ist er nun nach einer am Dienstag vo>m Politischen Büro veröffentlichten Erklärung dazu bereit. In dieser Erklärung heitzt es, die Ereignisse, die zum Verlust des französischen Kolonialreiches, zur völli­gen Besetzung Frankreichs, zur Zerstörung der fran­zösischen Marin« und zur Auflösung der Waffenstill- ftandsarmce geführt haben, seien die Folgen einer ame-

rikafreundlichen Außenpolitik und einer antirevolutio- nären Innenpolitik, so wie sie seit dem Waffenstill­stand betrieben wurde. Frankreich müsse dem Antikomin- lernpakt beitreten und sich mit den Achsenmächten zur Wiedererrichtung des Kolonialreiches verbinden. Das Land könne den übrigen Ländern fein Vertrauen ein­flößen, bevor es nicht seine innere Revolution durchge­führt habe.

Diese Revolution habe drei Voraussetzungen: Erstens die Aburteilung der für den Krieg und für den völligen Verlust des Kolonialreiches Verantwortlichen, zweitens die gründliche Säuberung der.Verw.altunq von Frei­maurern, Amerikahörigen, Gaullisten und Kommunisten und drittens unverzügliche Maßnahmen gegen die Ju­den. Die Erklärung verlangt weiterhin die Durchfüh­rung sofortiger nationalsozialer Maßnahmen in Frank­reich. Die Asrika-Falange und die innere Miliz müßten in einem ganz neuen Geist aufgebaut werden, d»Mt sich nicht wieder die reaktionären Militärkreise dahinter verstecken könnten.

Schiffswerften In Loulon arbe-ien wieder

jb. Pichy, 1. Dezember. Die Schiffswerften von La Sayne bei Toulon haben jetzt die Arbeit wiederauf­genommen, vorläufig in beschränktem Umfang von 36 Wochsnstunden, jedoch soll die Arbeitszeit demnächst wieder erhöht werden. Im Marinearsenal von Toulon ist die Arbeit wieder in vollem Gange, Drei Schiffe, „Algerie", „Dupleck" und „Colbert" brennen noch immer. Das. Schlachtschiff „Strasbourg" ist inzwischen gesunken. Die Demobilisieruag der Truppen des Landheeres in. Toulon ist abgeschlagen worden:

Wie jetzt bekannt wird, ist nur ein einziges U-Boot aus Toulon ausgelaufen, aber nicht in. einen von den Amerikanern besetzten Hafen, sondern nach Barcelona, wo sich die Besatzung internieren ließ.

Marokko — «brMsche Kolonie"

' Drabtbericht unteres Vertreters

vs. Lissabon, 1. Dezember. Mit einem beispiellosen Zy­nismus verkündet im Leitartikel der britischen Wochen­schrift „Observer" George Orwell „Ansprüche" Englands

auf Marokko und legt dar, daß Marokko als britischer Besitz ein wertvolles Gegengewicht für einen eventuellen Verlust Gibraltars sein werde. Die finanziellen Inter­essen Frankreichs und der französischen Besitzer in Ma­rokko müßten den Interessen Englands geopfert werden. — Vor Tische las man's anders. Da hieß es: Die Eng­länder und Amerikaner wollen sich in keiner, Weise an Frankreichs Kolonialbesitz vergreifen!

Marokkaner entziehen sich Ser krpreffung

Drabtbericht unseres Vertreters cp. Tanger, 1. Dezember. Die Nordamerikanischen Mi­litärbehörden in Marokko haben über den Sender Rabat erneut die wehrfähige eingeborene Zivilbevölkerung auf­gefordert, „endlich dem Einberufungsbefehl Folge zu lei­sten" und sich in den Meldebüros einzusinken. Gleichzei­tig wurde den Säumigen angedroht, bei weiterer Dienst- verweigerung vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden. Dieser Aufruf beweist erneut, wie sehr — entgegen allen Behauptungen der Nordamerikaner — die Bevölkerung Marokkos die Eindringlinge ablehnt und sie als Feinde betrachtet.

Deutscher Iruywall zwischen Kallmn und lorope;

flm Schwerpunkt neuer bolschewistischer kntlastungsversllche — Unerschütterlicher Kampfgeist unserer Salbölen

Von llilogrdoilciiior aiinioi «oder

(PK.t .... 1. Dezember. Seit Tagen ist die mitt­lere Ostfront wieder in das Blickfeld schwerer Abwehr- kämpfe gerückt, genauer gesagt, ein Kampfgebiet, das schon vor Jahresfrist harte Kämpfe gesehen hat und das ebciisalk mit dem Namen Rschew in engem Zusammen­hang steht. Was den Bolschewisten an der oberen Wolga, am deutschen Brückenkopf Rschew, nicht gelang, das soll nun durch eine weite ausholende Bewegung aus den gefrorenen Sümpfen von Toropez erreicht werden, way- rend durch den Angriff aus Richtung Kalinin die eigent- liche deutsche Ostfront dieses Abschnittes gebunden wer­den soll. . ,.

Am Morsen des 2S November. Nach halbstündiger Artillerievorbereitung begannen die Bolschewisten am Morgen des Lö November mit verjchiedenen. von Schützen-Panzerverbänden stoßartig geführten Angriffen die neue Offensive. Sie kam auf keiner Stelle über­raschend, Seit Tagen und Wochen h°tte^ die deut che Lustwaffe die Bahnhöfe von Kalium, Ostaschkow und Toropez sowie die Nachschub- und Amnarichwege des Feindes wirksam bekämpft. Nun mutzten die Waffen der deutschen Grenadiere sprechen! .

An einzelnen Stellen konnten die bolschewisten m die deutsche Verteidigung einbrechen. Man muß dabei «Men. daß die lange Front, die vom Fruht-hr bis zum Herbst wegen der unpassierbaren Sumpfe

kurzer jst. hz„ nur durch stlltzpunktartig ausgebaute

Verteidigungsstellungen besetzt ist, und daß es einem zahlenmäßig starken Gegner daher gelingen kann ourzy d>e Zwischenräume Truppen»einzuschleusen, .Damit ao hattg die deutsche Führung gerechnet. Die

Stutzpunkte — tief unter der Erde liegende Bunker mn

einem umfangreichen Erabensystem — gleichen klein

Festungen, von denen sich jeder einzelne im Ernstfall längere Zeit selbst verteidigen kann.

Heldenhasten Widerstand haben diese Stützpunkte an der Front zwischen Kalinin und Toropez geleistet. Die meisten seindlichen Einbrüche konnten, gerade dadurch abgeriegelt werden. Eingeschlossene und von ihrem Nach­schub abgeschnittene Krästegruppen der Bolschewisten gehem ihrer Vernichtung entgegen.

Am zweiten und dritten Angriffstage griffen wieder Sturzkampf-^.und Schlachtflieger in den Erdkampf ein und brachten den im Schnee sümpfenden Grenadieren merkliche Entlastung. Die Gefangenen- und Ueberläu- feraussägen ergaben ein eindrucksvolles' Bild von der vernichtenden Wirkung unserer Bomben, durch die ein­zelne Bataillone .des Feindes schon bis zur Hülste aufgerieben, andere von ihrem Verpflegungs- und Mu­nitionsnachschub vollkommen abgeschnitten wurden. Auf deutscher Seite dagegen trat die gute alte In. 02 vom srsten Angriffstage an wieder in Aktion, schleppte Mu­nition und Verpflegung bis wenige Kilometer hinter die Hauptkampflinie und brachte die Verwundeten in die nächsten Kriegslazarette,

Am Morgen des vierten Angrifsstages fegte ein schnei­dender Schneesturm über die Kampfstellungen. Vis auf 20 Meter reichte oft nur die Sicht. Unter dem Schutze dieses natürlichen Nebels versuchten die Bolschewisten immer wieder, ihre Kampfkeile mit Panzern weiter in die Deutsche Abwehrfront vorzutreiben. Soweit die Pan­zer nicht ein Opfer des unwegsamen Geländes oder des noch nicht ganz zugefrorenen Sumpfes wurden, fallen sie vor den Rohren der panzerbrechenden Waffen oder bleiben kampfunfähig in den Minenfeldern liegen. Ein einziges Jäger-Bataillon, das übrigens das erste Mal im Osten eingesetzt wurde, vernichtete an den erst--

drei Angriffstagen allein 18 Sowjetpanzer und zählte vor seinen'Stellungen in der gleichen Zeit über 1900 gefallene Bolschewisten.

An die Soldaten aller Waffengattungen, vom Gre­nadier bis zum Sanitätssoldat, stellte dieser Tag, im wilden Schneesturm ungeheure Anforderungen. Wenn der Feind in 26 Meter Entfernung aus dem wirbeln­den Nebel, wenn seine Panzer plötzlich im Rücken der eigenen Front herangeistern und man Freund und Feind überhaupt erst aus wenige Meter Entfernung unter­scheiden kann, dann ist dies ein Kamps, der nicht nur an den körperlichen, sondern ganz besonders an den seelischen Kräften des Soldaten zehrt.

Aber der deutsche Ostkämpser ist gewohnt, in diesem Land fast immer geqen zwei Gegner zu kämpfen, er behält seine eiserne Ruhe in jeder Situation, er läßt jeden Plan des Feindes scheitern. So weit gesteckt die Ziele der Bolschewisten auch diesmal wieder sein moch­ten, der Schwung ihres verzweifelten Angriffs zerbricht schon nach wenigen Tagen an einem Wall unerschütter­lichen Gleichmuts, wie die Brandung an steiler Felsen­küste.

Noch ist nicht abzusehen, welche Reserven Stalin an seiner neuen Ossensivfront zwischen Kalinin und Toro­pez noch zu opfern bereit ist. Seine erste Krastanstren- gung ist schon wieder verpufft; Tausende von toten Bolschewisten, über 260 Panzer liegen vor den deut­schen Bastionen, und Rschew/ der hcißumkämpste Eck­pfeiler, schaut einer Trutzburg gleich ins weite Land. Um diese Stadt dreht sich letztlich auch die neue bolsche­wistische Offensive. Der Krieg will nicht loslassen von diesen blutgetränkten Schlachtfeldern am Oberlauf der Wolga.

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Offensivschlüge aus der Festung Europa

är. vr. scb. Berlin, 1. Dezember. Die Millionengrenze der monatlichen Versenkungsziffer irn Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum wurde nach dem April 1941 zum ersten Male in diesem Jahr wieder im September knapp überschritten. Als im darauffolgenden Monat die Ersoigszahl der Kriegsmarine und der Luftwaffe zum erstenmal seit fünf Monaten wieder etwas unter 809 900 BRT. zurückging, da glaubten wir uns mit der Tatsache abfinden zu müssen, daß die Nebel und die Stürme des Winters auch bei einer wachsenden Zahl von Unteffeebooten der Tüchtigkeit und Tapferkeit ihrer Kommandanten und Besatzungen natürliche Grenzen setzen werden. Wir haben ja auch in den entsprechenden Monaten des Vorjahres ein erhebliches Absinken der Versenkungsziffern feststellen müssen, Sie fiel im No­vember des vergangenen Jahres auf 231870 von der Kriegsmarine versenkte BRT. Um so freudiger ist die Ueberraschung, die uns die Veröffentlichung des dies­jährigen Novemberergebnisses bereitet, und entsprechend groß dürfte die Enttäuschung und die Sorge im Feind­lager sein.

Bisher war es immer so, daß besonders erfolgreiche Aktionen der Luftwaffe gegen Geleitzüge, im Eismeer oder in Richtung Malta die Erfol-'sziffer wesentlich über 800 000 BRT. ansteigen ließen. Das höchste Ergeb­nis, das die Kriegsmarine bißher auszuweisen hatte, war im September dieses Jahres mit 769 200 BRT, zu verzeichnen. Unsere Unterseeboote haben diesmal ihren bisherigen Monatsrekord um rund 200 000 BRT. zu steigern vermocht. Sie versenkten im November mehr als das Vierfache dessen, was sie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr erreichen konnten. Alles Gerede im Feindlager, daß man auf dem Wege sei, der U-Voot- Gcfahr bald Herr zu werden, zerrinnt gegenüber der Tatsache, daß die schon mehrfach totgesagten Untersee­boote selbst im Kampf gegen den Aufstand der Ele­mente im Sturm- und Nebelmonat November die bis­her errungenen Erfolge noch einmal in den Schatten stellen konnten.

Das Gesamtergebnis allein des deutschen Kampfes gegen den feindlichen Schiffsraum seit Beginn des Krie­ges stellt sich jetzt auf über 23 Mill. BRT. Unter Hin- zunahme der Erfolge unserer italienischen und japani­schen Verbündeten kommt man auf mehr als 2g Mil­lionen Btuttoregistertonnen, deren Versenkung ein­wandfrei festgestellt, werden konnte. In Wirklichkeit sind die Äerluste der Gegner noch erheblich höher einzu­schätzen. Wenn hin und wieder einmal im gegnerischen Lager Geständnisse mit offiziellem Charakter durch- schlüpften, so war an ihnen deutlich zu erkennen, daß die tatsächlichen Einbußen der Feindmächte von diesen selbst höher registriert werden, als es nach den auf unserer Seite amtlich "bekanntgegebenen Ziffern der Fall sein müßte. Die Zuverlässigkeit unserer Zahlenangabcn über den Erfolg im Kampf gegen den feindlichen Schiffs­raum ist darum heute in der ganzen Weltöffentlichkeit, auch bei unseren Gegnern, ganz unbestritten, Mätzchen von Agitatoren, die ab und zu an dieser Tatsach Ab­striche zu machen suchen, nimmt überhaupt kein Mensch mehr ernst. Auch in der Sondermeldung über das No­vember-Ergebnis wird wieder die schwere Beschä­digung von rund 100 Schiffen festgestellt, mit denen als Totalverlust zu einem erheblichen Teil zu rechnen ist, ohne daß das ziffernmäßig im monatlichen Gesamt­ergebnis zum Ausdruck käme. Man acht also sicher nicht zu weit, wenn man annimmt, daß seit Beginn des Krieges die Fcindmächte mindestens 30 Millio­nen BRT. des in ihrem Besitz befindlichen oder ihnen dienstbaren Schiffsraumes eingebüßt haben. Das ist mehr als das Doppelte des Verlustes, den sie im ersten Weltkrieg zu verzeichnen hatten, und dennoch wissen wir aus den Erinnerungen von Lloyd George, von Churchill selbst und aus anderen Publikationen der Gegenseite, daß man dort im vierten Kri'easjahr den unmittelbaren Eintritt der Katastrophe und'die unver­meidliche Kapitulation als Folge des Unterseeboot- Krieges befürchtete. Und das, obgleich unsere Gegner damals mit einer größeren Gesamttonnage als diesmal in den Krieg hineingegangen waren. Wir wissen, daß der Admiral Jellieoe im vierten Jahre des ersten Welt­krieges sich zu dem Angstschrei veranlaßt sah: „Sie wer­den den Krieg gewinnen, wenn wir nicht die Versen­kungen verhindern können, und zwar schnell".-Die jetzige Sondermeldung beweist, daß alle Hoffnungen unserer Feinde nach dieser Richtung in diesem Krieg bisher illu­sorisch geblieben sind, Churchill selbst hat kürzlich alle seine früheren Prognosen über die Entwicklung des U-Boot»Krieges mit der Feststellung Lügen strafen müßen: „Der U-Boot-Krieg wird nicht geringer, son­dern nimmt immer größeren Umfang an und wird eher schlimmer als leichter". Aus diesem Grunde sieht der britische Premier- für die Achsengegner „ein schweres und furchtbares Jahr 1043" heraufziehen. Allein die Tatsache, daß wir den Kampf gegen den feint:,chen Schiffsraum mit steigender Wucht zu führen vermögen, bringt alle gegnerischen Spekulationen zum Zerflattern nach denen Adolf Hitler und die Dreierpaktmächte sich in die Defensive in den Festungen Europa und Groß-

MNIIIIIIMUII»ttttttIttIIIIttIMIIttIINI»MIIIII»Itt»»IIttIM»IIM»»ttNII IIttIMNI»

IKK Schiffe mit 1 038 200 BNT. wurden im Novem­ber von deutschen Unterseebooten und Bombern auf den Meeresgrund geschickt; auch zahlreiche Kriegs­schiffe wurden beschädigt.

Erneute Angriffe der Sowjets zwischen Wolga und Don scheiterten unter ungewöhnlich hohen Feindoer- lusten.

Truppen des Heeres vernichteten vom 20. bis 30. 11. an den Brennpunkten der Kämpfe im Osten 1024 Sowjet-Panzer.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach vor Offizieren einer Infanterie-Schule.

Bei der letzten Reichsstratzensammlung spendete der Gau Weser-Ems 77 000 RM. mehr als bei der glei­chen Sammlung im Vorjahre.