Ausgabe 
(30.11.1942) Nr. 330
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parreramrüclie Layeszeilung

vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der 5relen fjansesiadl vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsbiatt des Vcichsstalltzallers in Oldenburg und Vremen

Nr. ZZ0 , 12. Jahrgang

Montag. Z0. November 1942

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Im Kampf um kuropas kmahru ngsfreiheit

Staatssekretär Sacke gab die Parole für die krieugungsschlacht im vierten kriegsjalir

Posen, 2S. November. Der mit der Führung der Geschäfte des Reichsbauernführers und des Reichsernährungsministers beauftragte Staatssekretär Backe verkündete am Sonntag auf einer Kundgebung des wartheländischen Landvolkes von Posen aus die Parole für die Erzeugungsschlacht im vierten Kriegsjahr. die in dem Appell an das deutsche Land­volk und darüber hinaus an alle Länder Europas gipfelte, das Aeutzerste zu tun, um dem Boden höchste Erträge abzuringen.

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In seiner richtungweisenden Rede gab Staatssekretär Backe weiterhin die Eröffnung eines großzügigen bäuer­lichen Berusserziehnngswerks bekannt, das unter dem Leitgedankenvon der Schulbank bis zum Erbhof" den Ausbildungsweg der künftigen neuen Banernsiedler für den Osten nach dem im Warthcland bereits seit zwei Jahren praktisch geübten Vorbild festlegt.

Zu der Kundgebung in der Aula der Reichsunioersi- tät waren neben den führenden Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehrmacht Vanernabordnungen aus allen Teilen des Warkhelandes erschienen, die dem Füh- -rer des deutschen Landvolks einen herzlichen Empfang bereiteten. Gauleiter und Reichsstatthalter Greiser wies in -seinen Begrüßungsworten auf die eindrucks­vollen Kriegsletstnngen hin, die das Wartheland bereits nach dreijähriger Aufbauarbeit vollbringe, und unter­strich die feste Entschlossenheit seines Bauernganes, in der Ablieferung von Ueberschüssen zur Sicherung der Ernährungslage des Reiches auch weiterhin unter allen : Gebieten an erster Stelle zu stehen. Das wartheländische 'Landvolk empfinde es als einen Ausdruck des Dankes für seine bisherigen Leistungen, wenn Staatssekretär Backe die Hauptstadt dieses neuen Ostgebietes^ gewählt habe, um von hier aus die vierte Erzeugungsschlacht in diesem Kriege zu eröffnen.

Dann sprach

Staatssekretär Sacke

und führte, immer wieder von Beifall unterbrochen, fol­gendes aus:

Wenn ich zum Beginn der Erzeugungsschlacht im vierten Kriegsjahr im deutschen Osten spreche, so hat das einen wichtigen Grund. Wir wissen, daß die in den vergangenen Jahren erzielten Produktionsstelgerungen im Altreich mit ent­scheidende Voraussetzungen zur siegreichen Durchführung des gegenwärtigen Ringens geschaffen haben.

Ich brauche an dieser Stelle an das Ausmaß an Opscrwfl- ligkeit. Einsatzbereitschaft, an unendlicher Mühe und Arbeit nicht zu erinnern, das in Durchführung der Ausgaben der Er­zeugungsschlacht vom ganzen Landvolk und den Männern des Reichsnährstandes gelapstet wurde.

Ihr deutschen Bauern im Osten arbeitet unter schwereren Verhältnissen,

denn die harten Forderungen des Krieges bringen es nun - einmal mit sich. daß Betriebsmittel in ihrer Gesamtheit nur in geringerem Umfange zur Beringung stehen konnten als in normalen Zeiten.

Ich muß feststellen, daß eure Leistungen trotzdem in den letz­ten zwei Jahren beispielhaft gewesen sind. Was in den neuen Gauen des Ostens produziert worden ist. kommt fast schon an die Durchschnittsleistungen des Altreiches heran und hat da­mit ginz wesentlich zur Verbesserung der Ernährungslagc des Grotzdcutschcn Reiches beigetragen. Dabei begrüße ich beson­ders, daß man hier nicht irgendwelche einseitigen aus die eine oder andere Fruchtart ausgerichteten Betriebe entstehen laßt, sondern wohlausgcwogcne organische Wirtschaften, bei denen sich alle Betriebszweige die Waage halten.

T« vorbildlichen Leistungen des Wartheganes in der Er- 'zeugungSschiacht und die Aufgeschlossenheit der deutschen Men­schen dieses Raumes für die völkischen Probleme scheinen mir Anlaß genug zu sein, um gerade von der Hauptstadt dieses L'stga-uos aus zum ganzen deutschen Landvolk über zwei be- sonders wichtige Fragen zu sprechen, nümlvch

1. über die Erzeugungsschlacht im vierten Kriegsjahr und 2. über die Nachwuchsgcwinnung und Nachwuchs- erziehung für das Landvolk.

Der Rcichsmarschall hat in seiner großen Rede am Ernte­danktag ausführlich dargelegt, daß die Ernahrungslage Deutschlands einen grundsätzlichen Wandel erfahren hat.

Die Enge des uns zur Beringung stehenden Nahrungs- raumes ist gesprcn-gt. Der Mangel an Boden, der uns bn der Ausgabe, dte Ernährung unseres Dokkes zu sichern, immer be- sondere Schwievi^eitcn bereitete, ist beseitigt. Tte besetzten Ost- gebiete versorgen heute nicht nur die Truppen der Ostsront,

sondern sie liefern auch regelmäßig der Heimat erhebliche Zuschüsse an Na-Hrungsmvtteln.

Tausende von Lebensmittelzügen aus dem Osten haben bereits die deutsche Grenze passiert.

Es wäre jedoch falsch, aus dieser Tatsache schließen zu wollen, baß nunmehr der Boden in Deutschland nickst mehr so inten­siv wie bisher bewirtschaftet zu werben brauchte. Man muß vielmehr sich darüber im klaren sein, daß die Nebcrschüssc der Ostgebiete im wesentlichen den Ausfall der früheren Einfuhren ausgleichen müssen. Dabei wird die Beibehaltung dieser In­tensität auch für die Jahre nach dem Kriege unter allen Um­ständen gefordert, ja sie wird noch gesteigert werden müssen, denn wir rechnen nwt einem wachsenden Volk,

Unser Bemühen, die Erzeugung zu steigern, darf daher in keiner Weif« nachlassen. Nicht nur Deutschland, sondern alle Länder Europas müßen jetzt und immer ihr Aeutzcrstes tun, um dem Boden Höchstcrtriigc abzuringen. Die Erzcugungs- schlacht mutz weitergehen.

Unser Weg unterscheidet sich damit grundsätzlich von dem kapitalistischer und imperialistischer Staaten. Diese bauten aus Gewinnsucht ihre Kolonien aus und pernachlässigten die Ländwortschast des Mutterlandes. Wir als kontinentale völ­kische Macht wollen dagegen die Erweiterung des Lebensraums zu einer Stärkung. unseres Bauerntums benutzen.

Welche Mittel und Wege stehen uns heute für die Erzeugungsschlacht im 4. Kriegsjahr noch zur Verfügung?

Ohne Zweifel hat die Kriegswirtschaft die landwirtschaft- licho Produktion erschwert. Die deutsche Landwirtschaft kann aber überzeugt sein, baß ihre Führung das äußerste tut. um sie mit Betriebsmitteln, vor allem mit Düngemitteln, Treib­stoff, Maschinen, Geräten, Eisenwaren und dergleichen, soweit wie möglich zu versorgen. Wenn die Zuteilung an diesen Din­gen heute zum Teil nicht befriedigt und in Zukunft vielleicht noch Manche andere Verknappung auftreten wird, ist das eine Auswirkung der Tatsache, daß diese Dinge für die Errin- gung des Sieges eben an irgendeiner anderen Stelle der Kriegführung noch dringender benötigt werden.

Es wird daher wesentlich darauf ankommen, die Betriebs­mittel innerhalb des Betriebes so zweckmäßig wie irgend mög­lich einzusetzen. Darüber hinaus ist es vor allem notwen­dig, die

Möglichkeiten zur Produktionssteigerung,

die auch jetzt noch in erheblichem Maße gegeben sind. auszu­nutzen. Ich will hier nur vier Möglichkeiten erwäh­nen, die gerade im 4. Kriegsjahr der Erzeugungsschlacht be­sonderen Erfolg versprechen. Es sind dies:

1. Sorgsamste Bodenbearbeitung,

2. beste Pflege des Wirtschästsdüngers,

3. größtmöglicher Saatgntwechsel und schließlich

4. geschickteste Ausnutzung der vorhandenen Arbeits­kräfte.

In seinen weiteren Ausführungen ging Staatssekretär Backe dann aus die vergangenen drei langen und harten Kriegs­winter mit, ihrer ungünstigen Auswirkung aus die Bodenbe­arbeitung. aus die Auswinterungsschäden und den Mangel nn

kille Sowjetangriffe blutig abgewiesen

Schwere kämpse im mittleren Frontabschnitt Sowjets verloren S2 Panzer Und ZS stugzeuge

Aus dem Führerhauptquartier, 29. No­vember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Am T e r e k - Abschnitt scheiterten mehrere feindliche Angriffe. Deutsche nud rumänische Truppen haben auch gestern alle Angriffe zahlenmäßig überlege­ner seindlecher Kräste zwischen Wolga und Don blu­tig abgewiesen. 35 Panzer wurden vernichtet. Im großen Don-Bogen warf ein eigener Gegenangriff die Sowjets über einen Flußabschnitt zurück. Starke Luftstreitkräste, darunter rumänische Kampfslieger, unterstützten die Truppen des Heeres mit gutem Erfolg. Eine große An­zahl von Fahrzeugen wurden zerstört. Bahnstrecken an der unteren Wolga wurden bei Nacht erfolgreich bom­bardiert. Schnelle italienische Kampfslugzeuge glissen am mittleren Don motorisierte feindliche Kolonnen und Truppenmiterkünfte an. Im mittlere» Abschnitt der Ostsront verlor der Feind bei ständigen schweren Kämp­fen wieder 37 Panzerkampswagen. Bei seinen wieder­holten ersolglosen Angriffen südostwärts des Jlme Il­se es erlitt der Feind hohe Verluste an Menschen und

Material. Deutsche und rumänische Jäger und Flak­artillerie schössen gestern allein im Süden der Ostsront 39 Sowjetslugzeuge ab. Im gleichen Abschnitt gingen sechs eigene Flugzeuge verloren.

In der Cyrenaika Spähkrupptätigkeit. In Tu- nesien nahmen deutsche und italienische Truppen eine zäh verteidigte Höhenstellung, Luftstreitkräste grissen feindliche Kolonnen, Nachschubverbindungen und Flug­stützpunkte an. Zahlreiche Krastsahrzeuge wurden in Brand geworfen. In Lustkämpsen schössen deutsche Jäger 16 feindliche Flugzeuge, darunter viermotorige Bomber, ab. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Vor der sranzöstsch-nordasrikanijchen Küste beschädigten Kampf­flugzeuge zwei große Transporter schwer.

Bei Einslügen schwacher britischer Kräste in die be­setzten Westgebiete und bei nächtlichen Durchsliigen über Frankreich verlor der Feind fünf Flugzeuge. Jagdflug­zeuge bekämpften im Süden Englands Eisenbahnen und sonstige kriegswichtige Ziele."

In hundert lagen IIS USff.-KciegsWffe...

Sei den Salomonen versenkt oder beschädigt 8?S ?lug;euge vernichtet

Tokio, 29. November. In der Zeit zwischen dem 7. August bis 14. November hat die japanische Kriegs­flotte vor den Salomonen 119 feindliche Kriegsschiffe bzw. Transporter versenkt oder beschädigt und mehr als 879 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört.

Die in den drei Seeschlachten erzielten japanischen Er­folge lauten wie folgt: '

Drei amerikanische Schlachtschiffe versenkt, ein weite­res schwer, zwei andere mehr oder weniger beschädigt.

Vier amerikanische Flugzeugträger versenkt, zwei wei­tere schwer, zwei andere erheblich beschädigt.

Dreißig amerikanische Kreuzer versenkt, fünf weitere schwer beschädigt.

Neunzehn Zerstörer versenkt, sieben weitere schwer, drei andere erheblich, drei weitere leicht beschädigt.

Neun amerikanische U-Boote versenkt, eines schwer beschädigt.

Ein Minenräumboot versenkt, eins beschädigt.

Siebzehn amerikanische Transporter versenkt, sechs weitere schwer beschädigt.

Außerdem wurden drei amerikanische Kriegsschiffe, die nicht identifiziert werden konnten, beschädigt.

Daraus ergibt sich, daß innerhalb von hundert Tagen allein im westlichen Pazifik 83 amerikanische Kriegs­schiffe bzw. Transporter versenkt und 19 wüstere schwer sowie 11 andere leichter beschädigt wurden. Die ameri­kanischen Eesamtverluste an Kriegsschiffen bzw. Trans­portern betragen somit 119.

erfolgreiche flbwelir des Sowjel-Bnsturms

Vas polMsche Intrigenspiel englands und Amerikas auf Sem astikanischen Hintergrund relegramm Stalins an Stimson

Drahtbericht unserer Berliner Schristlsitung

b. Berlin, 29. November. Die politische und mili­tärische Situation zu Beginn der neuen Woche, die den Ansang des letzten Monats dieses Jahres bringt, erfüllt keineswegs die anglo-amerikanisch-sowjetischen Hoffnun­gen aus eine vollkommene Abkehr der Initiative von der Achse und ihre Ergreifung durch die Alliierten. Weder die militärische Besetzung Algeriens und Marokkos noch der Vorstoß qeqen Tunesien, weder der verzweifelte An­sturm Stalins an der Frontmitte und im Bannkreis Stalingrads noch die Bestechung französischer Verräter h-t der Feindseite Gewinne gebracht, die man ,n Lon­don und Washington ohne jeden Vorbehalt laut beju- bcln könnte. In allen Fällen haben sich die Gegenmaß­nahmen der Achse in ihrer Entwicklung als der beach- tcnswerteste Hemmschuh allzu voreiliger Optrmrsmus- Kampagnen auf der Gegenseite gezeigt.^

. Der Beginn der neuen Woche ist zweifellos °m stärk­sten erfülü von dem Waffenlärm der grogen Abwehr­schlachten im Osten, deren charakteristisches Merkmal je­doch die starken Panzer- und Flugzeugverluste der m Don-Wolga-Eebiet und im mittleren Frontabschnitt un­gestüm anrennenden Bolschewisten sind. Der überlege- neu Kampskraft des deutschen Soldaten und seiner Ver­bündeten gelang es, alle im Raum nördlich und südlich von Stalingrad vorgetragenen und mit ber HdN 9 am eine Abknipsung der östlich von den so«,etlichen An- gnsfsfliigeln stehenden deutschen Truppen begonnenen Unternehmungen in ihrem weiteren Verlauf blutig - zuweisen und im eigenen Gegenangriff den Gegner uoe °>nen Flußabichnitt' des großen Donboacns äuruckzuwer-

le.n und damit ein überzeugendes Beispiel ihrer du ch nichts verzettelten Kräste zu geben. Hier wie am mitt­leren Frontabschnitt setzten die deutschen Waffen dem

Verzweiflungssturm des sowjetischen Feindes und dem Willen Stalins, durch keine Opfer scheuenden Anstren­gungen die durch die deutschen Sommererfolge geschaf­fene Frontlage zu verbessern, ihre qualitative Ueberlegen- heit entgegen. Es hieße die Abwehrerfolge unserer Trup­pen zu verkleinern, wollte man nicht die außerordent­liche Härte der Kämpfe hervorheben. Es ist augenschein­lich, daß der sowjetische Diktator sich durch den rücksichts­losen Einsatz an Massen und Material nach der Methode seiner vorjährigen Winteranstrengungen Er­folge erhofft, die nur durch den stärksten Widerstand der deutschen Ostarmeen verhindert werden können, so daß noch härteste Kämpfe erwartet werden müssen. Die bis­herige Entwicklung der Kämpfe aber zeigt, wie sehr ge­rechtfertigt der Glaube des deutschen Volkes an die per­sönliche Üeberlegenheit jedes einzelnen seiner Soldaten war, eine Üeberlegenheit, die sich im vergangenen Win­ter erwies, und die nach dieser großen Bewährungs­probe sich während des Sommers auch auf dem Gebiete der Abwehr als unübertreffbar zeigte.

Das afrikanische Problem gewinnt an Bedeutung durch die politischen Jntrige» der Gegner untereinander. Es ist offensichtlich, daß Moskau seine Angriffe mit der Nebenabsicht startete, den westlichen Alliierten einen Beweis seiner Kampfbereitschaft zu liefern, um so zu verhindern, daß weitere Unterstützung und vielleicht so­gar dierichtige zweite Front" auf selten der Pluto- kraten als nutzlose Anstrengungen für einen schon zum Sturz Verurteilten angesehen werden könnte. Hierfür spricht vor allem ein Telegramm Stalins an den USA.- Kriegsminister Stimson, in dem neben dem Moskauer Glückwunsch die Warnung zum Ausdruck gebracht wird. daß man in der Sowjetunion gerade rm Augenblick eigene Anstrengungen aus Entlastung wirksamerer Art als bisher durch die westlichen Alliierten mach«.

Die anglo-ameibkaniische Agitation hat stiller Usber- oinkunst gemäß den genauen Wortlaut des Stalin-Telegramms nicht veröffentlicht, eine Maßnahme, die immerhin einigermaßen verdächtig ist, da ein reines Glückwunschtelegramm Stalins ja sicherlich sehr groß plakatiert und in genauem Wortlwur gebracht worden wäre. Da der sowjetische Diktator je­doch auf vorher abgemacht« Pläne hinweist, die eine große Zangenoperation gegen Europa vorsahen, und Stalin dabei den Blutzoll seiner Armisten vorweisen kann. hält man es in den westlichen Plntokratien für zweckmäßig, den durch die Achsengegenmaßnahmen illu­sorisch gewordenen Plan nicht mehr derart öffentlich zu behandeln. Ganz offensichtlich waren die sowjetischen Offensivanstrsngungen , als ein Teil eines Großunter­nehmens gedacht, in dem die Alliierten durch einen An­griff auf den Westen oder Süden Europas ihren Bei­trag leisten sollten. Nach der Besetzung Toulons und der damit verbundenen Schließung der letzten Lücke in der bisher reichen, jetzt zur Abwehrfront ausgestalteten Südflanke Europas schenken London und Washington diesem Problem jedoch weniger Beachtung als der im Streit de Gaulle Darlan ...

London und Washington schenken diesem Problem jedoch weniger Beachtung als oer am Streit de Gaulle Darlan offen zutage getretenen Spannung zwischen England und Amerika. Da General Anderson wenig Erfolg von seinem Marsch nach Tunesien berichten kann. vielmehr die Achsentruppen weben ihren starken An­griffen gegen feindliche Kolonnen und die.Nachschubver­bindungen des Gegners auch im direkten Erdkampf Er­folge erringen und eine zäh verteidigte Höhenstellung besetzen konnten, widmet man sich mit Inbrunst der Er­örterung der Frage, wer größeren Einfluß in den durch

(Fortsetzung auf Seite 2)

Arbeitskräften ein. Demgegenüber ermögliche heute die bes­sere Versorgung mit Arbeitskräften «ine sorg­same Pflege des Bodens und geringere Düngergaben. Auch bei den Grün'düugungsjaaten zeichne sich eine Auswärisbeloegung ab. Andererseits dürste die sorgsamere Ackerpslcge nicht zu Aiehransorderungen an Treibstoff führen. Entscheidend komme es daraus an. durch Einsatz von Ps.erde-, Ochsen- und Kuhgespa'nnen Treibstoff zu sparen, um diesen für die Arbeitsspitzen insbesondere für die Ernle, zur Verfügung zu haben. Besonderer Wert sei in diesem Zusammenhang aus die Nachbarschasts- und Eemeiiischoitshilsc zu legen.. ,

Der Staatssekretär wies weiter aus die Wichtigkeit der bes­seren Pflege des Wirtschästsdüngers und die ent­scheidende Bedeutung der Saaigutfrage hin.

Wir wissen", so sagte er,alle, daß von Art und Beschaf­fenheit des Saatgutes der Erntcertrag abhängt. Sorgsamste Bodenbearbeitung, beste Pflege des Wirtschästsdüngers und größtmöglicher Saatguiwechscl bilden die drei Parolen, die wir unter den heutigen Verhältnissen besonders herausstellen müssen, um eine gute Ernte zu erreichen. Durch Verwendung besseren Saatgutes können die Erträge bei Getreide teilweise um 19 bis 29 Prozent und bei Kartosscln sogar um 39 Pro­zent gesteigert weiden. Die für die Pslanzgntcrzeugung bei Kartoffeln anerkannten Flächen sind bereits vor dem Kriege aus das Dreifache und im Kriege nochmals um das Zwci- einhalbsache gesteigert worden. Wir werden voraussichtlich im nächsten Frühjahr 1 Million Tonnen, das sind 59 Prozent mehr Pslanzkartosseln zur Verfügung haben als im letzten Jahr.

Darüber hinaus kann festgestellt werden, daß in diesem Jahr doch

wesentlich mehr Arbeitskräfte eingesetzt

werden konnten als im Vorjahr. Soweit ein Teil dieser Kräfte für Rüstungsaufgaben herausgezogen werden mußte, wird dafür gesorgt werden, daß sie im Frühjahr wieder zur Verfügung stehen werden. Trotz der Einziehungen und trotz der Umsetzungen der Arbeitskräfte müssen wir aber die größtmögliche Produktionsleistung in der Landwirtschaft er­zielen. Das werden wir auch erreichen, wenn in der Land­wirtschaft auf der ganzen Linie planmäßig gearbeitet wird. Dabei ist eines vor allem notwendig: Stellt .rechtzeitig Betriebs-, Futter- und Arbeitspläne aus, und zwar nicht nur für euren Betrieb allein, sondern sür alle Höse, insbesondere für Höfe. wo Soldatenfrauen ihren Be­trieb unter schwerster körperlicher Belastung allein führen müssen.

Insgesamt gesehen, ist es also nicht so, daß die Knappheit an manchen Betriebsmitteln die Fortsetzung der Erzcugungs- schlacht unmöglich macht. Es besteht nach wie vor nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch die Möglichkeit, die Erzcu- gungsschlacht fortzuführen.

Die Produktionsausgabcn sind auch im vierten Kriegsjahr unserer Erzeugungsschlacht im wesentlichen die glei­chen wie in den vergangenen Jahren. Die Grundparole für die Führung unserer landwirtschaftlichen Betriebe ist auch weiterhin die Parole von 1934:

Mehr erzeugen und das Erzeugte spar­samer verwerten."

Der Staatssekretär gab dann einen llcberblick über die ver­schiedenen Gebiet« der landwirtschaftlichen Produktion, sür die die Einzelparolen der Erzeugungsschlacht unverändert bleiben. Beim Brotgetreide sei erfreulicherweise festzustellen, daß schon bei der diesjährigen .Herbstbestellung die Anbaufläche sür Weizen und Roggen wieder höher ist als im vergangenen Jahre. Daneben müsse aber auch noch. möglichst viel Som- merbrotgetveid« angebaut werden. Denn je höher unsere Brot- getreideernte ausfällt, um so eher fällt die in diesem Jahre not­wendige Eerstebeimischung weg.

. Bei Kartoffeln werde es im kommenden Jahr darauf ankommen, durch beste Pflege des Wirtschästsdüngers und Pslanzgutwcchsel möglichst hohe Evträge von der Flächeneinheit zu erzielen. Eine weitere Ausdehnung der Kartosfclanbau- släche werde jedoch schwer durchführbar sein. In Taufenden von Einzclsällcn werde aber auch im nächsten Jahr noch eine weitere, zum Teil starke Erhöhung der Anbaufläche stattfinden können. Wir brauchten auch große Kartofselernten nicht nur zur Sicherung des stark gestiegenen Speisekartosfelbedarfs der Städte, sondern auch zur Sicherung der Futterversorgung un­serer Schweinebestände und selbstverständlich auä> für die kriegswichtige industrielle Verarbeitung zu Stärke, Kartos- selslvcken usw.

Bei den Zuckerrüben, bei denen die Anbaufläche in diesem Jahr ungefähr ebenso gvotz gewesen fei wie im ver­gangenen Jahre und die der wichtigste Lieferant von Futter für unsere Viehställe seien, iverde es im Interesse der Fut­terversorgung unserer Viehwirtschaft notwendig sein, die An­baufläche mindestens in ihrem bisherigen Umfang zu erhalten, darüber hinaus sogar auf Kosten von Runkcln und Steckrüben auszudehnen. Grundsätzlich bleibe es bei der alten Parole:

Steigert die Erträge im Hackfruchtbau".

Beim Gemüse werde es auch im neuen Jahr darauf ankommen, die Erzeugung wieper aus einen möglichst hohen Stand zu bringen. Eine weitere allgemeine Aus­dehnung der Gcmüscanbausläche werde hier allerdings nicht durchführbar sein. Hier seien noch die Folgen des letzten Winters zu tragen, und es sei notwendig, mit dem Gemüse- saatgut äußerst sparsam umzugehen.

Bei den Oelsaaten müsse auch weiterhin eine- möglichst große Anbaufläche angestrebt werden. Die Erzeugung der von uns besetzten Ostgebiete an Sonnenblnmcnkernen und Sonnen-

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In erbitterten Kämpfen wurden alle Sowjet­angriffe an der Don-Front sowie im mittleren Frontabschnitt blutig abgewiesen.

Die Sowjets verloren an einem Tage weitere 92 Panzer und 39 Flugzeuge.

In Tunesien wurde von den Achsentruppen eine wichtige Höhenstellung genommen.

Nach zusammenfassenden japanischen Meldungen haben die USA. bei den Salomonen vom 7. August bis 14. November 119 Kriegsschiff bzw. Trans­porter sowie 879 Flugzeuge eingebüßt. Staatssekretär Backe sprach in Posen über die landwirtschaftliche Erzeugungsschlacht im vierten Kriegsjahr.

Japan siegte im ersten Handball-Länderkampf gegen eine deutsche Auswahl knapp mit 8:7 Toren.

Bor 50 9611 Zuschauern endete im Olympia-Stadion der Städtekamps Berlin Wien 1:1.

Werder und Wilhelmshaven 95 gewannen ihre Eauklassen-Fnßballspiele jeweils mit 3:2, wodurch Wilhelmshaven Herbstmeister wurde.

I» der Handballgauklasse siegte der Bremer Sport­verein abermals.

Im Dreiländerkamps im Boxen erhielt Hcin ten Hoff den Vorzug vor Runge und Kleinholdermann.