Ausgabe 
(29.11.1942) Nr. 329
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrelen üansestadt Bremen

üer Naiionalldzialiltenvremens

flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstattstallers in Bidenburg und Bremen

Nr. Z29 , 12. Jahrgang

Sonntag. 29. Tlovember 1942

Einzelpreis 15 lipf.

659 SowjetpanM in einer Woche vernichtet

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Berlin, 28. November. Die abgelaufene Woche brachte im Osten sehr groh angelegte Versuche der So­wjets, den auf Stalingrad lastenden Druck zu mil­dern und in zeitlicher Uebereinstimmung mit den west­lichen Verbündeten zur Offensive überzugehen. Sowohl südwestlich, als auch nordwestlich Stalingrad wurde je eine mit grohen Massen an Infanterie und Panzern ausgestattete Gruppe angesetzt, mit dem Ziel, den Don im Rücken der Angreifer von Stalingrad zn überschrei­ten. Mit rücksichtslosem Einsatz zahlenmiigiger »Über­legenheit gelangen Einbrüche in die Abwehrstellungen. Aber seitwärts und auch innerhalb der Einbruchcksielle hielten Kampfgruppen unerschüttert stand und führten teilweise Gegenangriffe, trotz ungünstigen Wetters durch den Einsatz der deutschen und rumänischen Flieger unterstützt. 319 Sowjetpänzer wurden hier vom 20. bis 27. 11. zerstört. In erbittertem Ringen verhinderte die hervorragend kämpfende Truppe die Ausgestaltung der bolschewistischen Einbrüche.

Vom 24. November ab dehnte der Feind seine schwe­ren Angriffe auch auf den Raum zwischen Don und Wolga aus. Deutsche und rumänische Truppen brach­ten sie hier vollkommen zum Scheitern. Ebenso bleiben Versuche der Sowjets, in Stalingrad selbst vorzustoßen, erfolglos. Die Sperrung der Wolga durch Artillerie­feuer wird aufrechterhalten. Dieses versenkte zwei Mo­torschiffe. Während-hier der Feind seine Anstrengungen noch weiter fortsetzt, ging er, nachdem der harte Frost das Gelände gangbar gestaltet hatte, im mittleren Ab­schnitt der Ostfront seit dem 25. November zu einem Angriff in sehr breiter Front über. Südlich Kalinin sowie südöstlich und westlich Toropez waren die Stellen der von ihm hierzu gewählten Schwerpunkte. Die Unternehmung kam nicht überraschend. Vorberei­tungen zu ihr hatte die deutsche Luftwaffe seit langem festgestellt und bekämpft. Alle Angriffe scheiterten da­her, kleine örtliche Einbrüche wurden sofort in Gegen­angriffen bereinigt. In drei Tagen verloren die Sowjets 305 Panzer. Auch ihre sonstigen Verluste waren sehr schwer. Trotz zeitweisen Schneesturms zerschlugen Kampf­flieger hinter der Feindfrout Anlagen und Truppen.

Gegenüber diesen beiden Brennpunkten der Ereignisse im Osten in der letzten Woche treten alle übrigen Vor­gänge zurück. Im westlichen Kaukasus trat am 23. No­vember ein plötzlicher Wettersturz ein, der größere Kampfhandlungen verhinderte. Auch am Terek mach-

WUlirunsspolitik im Kriege

Berlin, 28. November. In der Reichsbank fand eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft Geld und Kredit der Akademie für Deutsches Recht unter Vorsitz von Pros. Dr. Hera Möller, Tübingen, in Anwesenheit von Vertre­tern der Wirtschaftswissenschaften säst aller deutschen Hochschulen statt. Auf der Tagesordnung wurden in einer Reihe von Referaten und in freier Aussprache ins­besondere die Probleme des Geld- und Kreditwesens, der Befestigung dos Vertrauens in den Wert des Geldes und der Währung, der Staatsverschuldung, des Zinses, der Finanzgebarung und des Volkseinkommens behan­delt. Reichswirtschaftsminister Funk wies u. a. darauf hin, daß die deutsche Geld- und Währungspolitik die Ausgaben, die ihr durch den Krieg gestellt worden sind, erfolgreich gelöst, und daß die Wirtschaftswissen­schaft der Wirtschaftsführung wertvolle Anregungen für die Planung und Durchführung der notwendigen Maßnahmen gegeben hat. Entscheidend für die-Geld- und Währungspolitik ist in jedem Fall das Vertrauen in die Staatsführung und in den Sieg der deutschen Waffen. Durch Ausrichtung der Wirtschaftspolitik und der Eeld- und Währungspolitik im gesamten Europa nach einheit­lichen Grundsätzen auf das gleiche große Ziel der Wirt- schaftsfreiheit und der Hebung des Lebensstandards der Bevölkerung wird der Geldwert gesichert. Abschließend stellte der Minister fest, daß der'autoritäre Staat zu jeder Zeit die Möglichkeit habe, die Maßnabmen durch­zuführen, die der Sicherung und der Stabilität des Eeld- und Währungsniveaus dienen.

ten sich die dadurch entstehenden lleberschwemmungen hemmend fühlbar, nachdem noch zu Wochenbeginn nach Vernichtung zweier Kampfgruppen ein Durchstoß deut­scher uizd rumänischer Truppen auf die Nachschubstraße des Feindes den Fahrzeugpark von zwei Schützenbriga­den in ihre Hände gebracht hatte. Ende der Woche brach ein Sowjetängriff ostwärts Magier unber Ver­lust von 35 Panzern zusammen. Insgesamt verloren die Sowjets vom 22. bis 28. November 859 Panzer.

In der Kalmückcnsteppe hatten überraschend vor­stoßende deutsche motorisierte und rumänische Kräfte erhebliche Erfolge gegen eine größtenteils dabei vernich­tete Kavallerie-Division. An der Donfront der italieni­schen Truppen und südostwärts des Ilmensees schei­terten örtliche Angriffsversuche, südöstlich des Ladoga­sees Uebersetzunternehmen über die Newa.

1.0. v. Bremen, 29. Noosnüber. Vss victill! '-'Wehe den Besiegten"! Das war im

Altertum das Wort, das in schlagender Kürze das Schicksal derjenigen bezeichnete, die im Kriege unterlegen, widerspruchslos die Bedingungen annehmen mußten, die der Sieger ihnen stellte. Das Wort ge­brauchte zuerst der Gallievköirig Vrennus, also «in Vor­fahre der Franzosen von heute, nachdem «r die Römer an der Allia vernichtend geschlagen und Rom erobert hatt«. Niemals in ihrer ganzen Geschichte haben die Franzosen, wenn ihnen das Kriegsglück günstig gewesen warf anders als nach diesem Worte gehandelt. Um so mehr hätten sie anerkennen müssen, daß sie nach ihrer schlechtweg fürchterlichen Niederlage in dem 1939 an Deutschland erklärten Kriege im Herbst 1940 in Mols Hitler einen Vesteger fanden, der großmütig und rit-

Segenangriffe südwestlich Kalinin

feindliche krüstegruppe in der Kalmückensteppe vernichtet

Aus dem Führerhauptquartier, 28. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deut-, sche und rumänische Truppen wiesen im Westkautasus Angriffe des Feindes im Gegenangriff zurück. Auch ostwärts Alagir brachen stärkere Angriffe der Sowjets unter Verlust von 35 Panzerkampfwagen zusammen. Jagdflieger schössen hier sieben Sowjetslugzeuge ab. Motorisierte deutsche Truppen vernichteten bei einem Vorstoß in der Kalmückensteppe wiederum eine feind­liche Krästegruppe. 80ü Gefangene wurden eingebracht. Zwischen Wolga und Don, im großen Donbogen und in Stalingrad scheiterten wiederum schwere Angriffe des Feindes in erbitterten Kämpfen. Flakartillerie' und Schlachtflieger griffen wirksam in die Erdkämpse ein und vernichteten 34 Sowjetpanzer. Nach bisherige» Meldungen verlor der Feind in der Zeit vom 20. bis 27. November zwischen Wolga und Don 319 Panzer­kampfwagen. Außerdem wurden 28 Geschütze zerstört und über 2909 Gefangene eingebracht. An der Donfront vereitelten italienische Truppen einen Uebersetzversuch. Südwestlich Kalinin und im Raum um Toropez Dauern die schweren Abwehrkämpfe an. Eigene Gegenangriffe schlugen den Feind an verschiedenen Abschnitten zurück, wobei erneut 95 Panzer abgeschossen wurden, davon 56 allein durch eine Panzerdivision. Kampssliegcrverbände griffen bei Tag und Nacht, zum Teil bei Schneesturm, Marschkolonnen, Truppenbereitstellungen und die Pahn-

anlagen von Toropez mit guter Wirkung an, Sturz- lampsflieger erzielten im hohen Norden Bombentreffer schweren Kalibers in Bahnhöfen der Murman-Strecke.

In Nordasrika nur örtliche beschränkte Kampfrätigkeit. Zeltlager und Kolonnen zwischen Bengasi und Agedabia wurden mit Bomben und Bordwaffen bekämpft. Wei­tere Luftangriffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen Flugstützpunkte und motorisierte feindliche Kräftq in Tunesien. Deutsche und italienische Jagdflieger schössen im gesamten Kampfraum zwanzig feindliche Flugzeuge ab. Deutsche Jäger griffen bei einem Tagesvorstoß zur Slldküste Englands Eisenbahnziele erfolgreich an."

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Zum Vorstoß leichter deutscher Kampfflugzeuge gegen die britische Südküste am 27. November wird noch mit­geteilt: Ein in Fahrt befindlicher Zug wurde im Tief­flug wirksam mit Bordwaffen bekämpft, wobei zahl­reiche Wagen schwer getroffen wurden und die Lokomo­tive explodierte. Aus tief liegenden Wolken hervor­stoßend, griffen unsere leichten Kampfflugzeuge mili­tärische Ziele im Süden Englands an. Auf dem Rllck- flug wurde ein im Seegebiet vor der britischen Küste gesichtetes feindliches Handelsschiff mit Bordwaffen an­gegriffen und beschädigt. Bei vereinzelten Vorstößen britischer Flugzeuge gegen die Küste der besetzten West- gebiete verlor der Feind ein Jagdflugzeug vom Muster Spitfire.

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veutscke Visrlings-lllsle Ist im Usken von Marseille in Stellung gegangen.

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„Me deutsche roulon-flktlen unanfechtbar"

Nach der Entlarvung und Mattleffung der Verräter Frankreichs

terlich es vermied, Frankreich die ganze Schwer« seiner Niederlage auskosten zu lassen, der im Gegenteil dem Be­siegten versöhnlich die 'Hand bot in der Absicht, einen: tausendjährigen, aber geschichtlich gesehen, durchaus nicht naturgegebenen Gegensatz zwischen den beiden euvot- päischsn Völkern eiWgültig aus der Welt zu schaffen. Was Güte und Selbstsicherheit war, wurde in Frank­reich für Furcht und Schwäche gehalten. Es begann jener Eiertanz zünftiger Politikaster in Vichy, die ver­meinten, Deutschland an der Nase herumführen und ihm schließlich einen Fußtritt versetzen zu können, wenn erst oer Krieg soweit fortgeschritten war, daß Deutschland sich nicht mehr nach allen Seiten hin seiner Feinde erwehren konnte. Töricht genug von diesen Menschen, daß sie auch nur einen Augenblick annahmen, man werde in Deutsch­land ihr falsches Spiel nicht rechtzeitig durchschauen, widersinnig geradezu, daß sie glaubten, Deutschland werde eines Tages so schwach sein, ihren Verrätersien zu erliegen. Keinen Augenblick befand sich der Führer rm Unklaren über die letzten Ziele derjenigen, die den Makschall Pstain immer und immer wieder umlauerten und beeinflußten. Und wenn des Führers Langmut so­gar noch die Desavouierung Montoires in Vichy un­geahndet ließ, so doch nur darum, um immer noch der Vernunft Zeit zu geben, auch dort sich endlich einmal Geltung zu verschaffen. Aber es konnte sich die Ver­nunft nicht durchsetzen. Und so mußte nochmals der Sieger sein Schwert in die Waagschale werfen — vss viciis! — und dem Besiegten klarmachen, daß nicht Vichy, sondern doch letzten Endes Berlin das Schicksal Frankreichs in der Hand hält. Nun können sich die­jenigen Franzosen, denen Frankreich mehr als nur Tummelplatz frsimwuverischer und jüdischer Tendenzen ist, im letzten Augenblick noch überlegen, wie sie den abermals vom Führer ergwnyenen Ruf zur europäischen Zusammenarbeit aufnehmen und befolgen wollen. Deutschland selbst kann weiterhin ruhig abwarten, wie sich das französische Volk zu den Dingen stellt. Nicht Deutschlands, sondern Frankreichs Zukunft steht dabei auf dem Spiele, und Frankreich ist der Besiegte!

Btülkwerk deutsch-italienischen Truppen würd nicht nur dem Eiertanz in Vichy da verdiente Ende bereitet, sondern auch den anglo amerikanischen Feinden ein Trumpf aus der Hand ge schlagen, dessen sie sich bei einer Landung an der süd europäischen Küste bedienen wollten. Toulon, diese Kriegshasen mit seiner bisher stündlich zur Verräters bereit gewesenen Flotte, bildet nun keine Bresche mehr fü Rooseveltsche und Thurchillsche Landungs-Experimentt sondern ist zu einem erstklassigen Stützpunkt der Achsen streitkräfte, hauptsächlich der U-Boote geworden un darüber hinaus mit seinen mächtigen Festungsanlage: -und Arsenalen ru- einem Eckpfeiler der Achfenstellun im Westlichen Mittelmeer überhaupt, sowie zu einer glänzenden Ausfalltor der Festung Europa. Ver geblich war alle Tücke und Hinterlist, von anglo amerikanischer Seite darauf zielend, wenigstens ein-: Teil der Toulon-Flotte in die eigene Gewalt zu brin gen. Es liegt diese Flotte, insoweit sie nicht den Achsen mächten in die Hände fiel, heute auf dem Grunde ds Meeres. Und wir verstehen wohl, wenn die englisch Presse sich in lauten Klagen ergeht, daß ein so große Teil der französischen Flotte trotz, ihrer Kampfkraf über Nacht vom Meere verschwinden konnte, ohne vor her zugunsten der Engländer gekämpft und geblutet n haben. Nun stehen die Dinge im Kamps ums Mittel meer für unsere Feinde noch schlimmer als vorher. Dem Toulon, Korsika. Sardinien und Sizilien im Verein mi der Nord- und Nordostküste von Tunis im Besitz de Achsenmächte, machen es den anglo-amerikanischei Streitkräften in Nordafrika schwer, 'sich zn entfalten I« sich auf die Dauer überhaupt zu Haltens es sei den, unter fortgesetzten Verlusten am Nachschub und Schiffs Material, das naturgemäß den ständigen Angriffen de Achsenstreitkräfte unterworfen ist. Es mag Miste Rooseoelt am Tage des sogenannten Erntedankfestes de USA. noch so großspurig von seiner Eroberung in Nord d°r größten „Ernte", die je in der Geschicht- der USA. in amerikanische Scheunen kam, gesprochn haben; es mag die englische Presse in geradezu ent waffnender Naivität das englische Volk damit zu tröst^r versuchen, daß der Besitz Französisch-Nordafrikas eil vollgültiger Ersatz für die britischen Verluste im In dischen Ozean, ja, selbst für Singapur schlechtweg sei es bleiben diese Eroberungen ein strategisches Stnckwer und erreichen m keiner Weise ihren Zweck, solange nich auch Tunis im Besitz der Anglo-Amerikaner ist.

DrabtSeriKt unserer Berliner Schriftleitung v. scii. Berlin, 28. November. Verbitterte Ent- hung ist eine schlechte Ratgeberin in politischen >en. Diese Erkenntnis wird in einem (von uns an rer Stelle veröffentlichten) Bericht unseres Stock- er Vertreters über die sich heute in England osl^i^ ade Reaktion auf die Ereignisse von Toulon noch al besonders nachdrücklich bestätigt. Schon vor mehr einer Woche hatte der „Daily Expreß" angedeutet, die französische Flotte in Toulon bereit sei auszu- :n und Reuter findet es heute sogar zweckmäßig, Reihe von Entschuldigungen vorzutragen, nach n den französischen Kriegsschiffen die Durchführung

- Absichten noch nicht möglich gewesen ,em soll. enn schon die englische Presse in ihrer maßlosen ngerung alles bestätigt, was der Führer als die rde seines Handelns zusammengefaßt hat, so ist es

verwunderlich, wenn das Urteil in der 8""^ zen Weltöffentlichkeit ganz einhellig ist. Seu>st nzerische Zeitungen, die sonst vollkommen im Fahr­er der britischen Agitation schwimmen, stellen, wie Lasier Blatt, fest, daß nach allem Vorangegangenen (vernünftige Mensch verstehen müsse, daß die Achse der Möglichkeit, ja, sogar mit der Wahrscheinlichkeit

- Versuches der französischen Flotte, sich voy Toulon den Angelsachsen durchzuschlagen, gerechnet uno

us die Konsequenzen gezogen hat, so daß kein Eruno yt, den deutschen Entschluß moralisch anzufechten, -würde an Selbstmord grenzen, wenn sich das stau­che Volk jetzt immer noch der Erkenntnis der wahren

Zusammenhänge verschließen und seine Ohren gegenüber den Stimmen im eigenen Land taub machen wollte, die aus den Erfahrungen die richtige Erlenntnis ziehen wollen. Der „Mattn" unterstreicht schon in seiner großen »Überschrift zu den letzten Ereignissen, daß die Ursache für den Entschluß des Führers und des Duce in „neuen Verrätereien" zu suchen seien. Der „Petit Parisien" spricht von Verfehlungen gegenüber unseren militäri­schen Verpflichtungen", während der „Mattn" in seinem redaktionellen Kommentar feststellt, daß der Führer innerhalb von zwei Wochen durch außerordentlich ernste Gründe zum zweiten Male gezwungen worden sei, Frankreich gegenüber unerwartete Entschlüsse zu fassen. „Wir haben kein Kolonialreich mehr. keine Flotte, keine Armee". Daß es so ist, daran tragen Verräter im fran­zösischen Volk die Schuld, die nicht nur im Kolonial- reich. sondern schließlich auch im französischen Mutter­land selbst sich zu Wert,engen des britisch-amerikanischen Imperialismus gemacht haben.

Das Bild der Lage, in der sich Frankreich heute be­findet, würde allerdings sehr unvollkommen sein, wenn man nur die Seiten beleuchten wollte, auf denen sich die Handlungen ehrloser Verräter abzeichnen. Was sie ge­tan haben, ist schließlich nur ein Bestandteil, allerdings ein wesentlicher Bestandteil der Konspirationen, die von feiten der jlldisch-plutokratisch-imperialistischen Koali­tion innerhalb des französischen Volkes selbst zur Durch­führung gebracht wurden. Die Agenten dieser dunklen Kräfte haben Frankreich in die gegenwärtige furchtbare Krise geführt. Sie zersetzten vor allem im französischen

Heer und in der Flotte die Grundlagen einer ver­nünftigen politischen Einsicht und hintertrieben mit aller Gewalt eine wahrhafte „Kooperation" auf an­ständiger Basis, anständig gerade auch im Sinne Frank­reichs. Der innersranzöstsche Verrat ist so nur als Ve-_ standteil der englisch-amerikanischen Politik zu beur­teilen, die gegen die wahren Interessen Frankreichs ge­richtet ist. Die politischen und wirtschaftlichen Interessen Frankreichs spielen für die Träger dieser Politik eben­sowenig eine Rolle wie die Wünsche der arabischen Be­völkerung in Afrika, die unbedenklich den jüdischen Aus­beutern wieder preisgegeben werden soll. Was Roose- velt plant und Eisenhower in Afrika zur Durchführung bringen soll, das laust beinahe auf die Errichtung eines amerikanischen Gegenstückes zum britischen Indien hin­aus, in erster Linie auf Frankreichs Kosten, Für den USA.-Jmperialirmus, nicht für ihr Land und ihr Volk, sind die verräterischen französischen Generale und Admirale ehrlos geworden. Sie sind es, die ihrem Vaterland noch schlimmere Wunden als der verlorene Krieg geschlagen haben. Jetzt kann nun wirklich kein Franzose mehr verkennen, daß der letzte Rettungsanker in dem Schreiben des Führers an Marschall Petain angedeutet worden ist, die Möglichkeit, doch noch zu einer europäischen Zusammenarbeit zu gelangen, für die nun die realen Voraussetzungen gegeben sind nachdem die Verräter in Frankreich entlarvt und schachmatt ge­setzt sind und nachdem durch hartes und entschlossenes Zupacken der Achse machtpottüsch und militärisch in radikaler Weise reiner Tisch gemacht worden ist. !

flttentlstell »er Geschichte dieses Krieges «inen < Anderen Platz einnehmen; denn er n

als entsche-denid gewettet wenden für die Kontr, uver das Mittelmeer. das den gewaltigen Wasser-gral im Suden der Festung Europas bildet, der Feltu deren uneinnclimbarer Wall von Petswmo bis No asrita „4,. -"-«i T".'on in der ?->-«,

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In der Kalmücken-Steppe wurde eine feindliche Krästegruppe vernichtet.

Die deutschen Truppen unternahmen Gegenangriffe südwestlich Kalinin.

Erneut scheiterten schwere sowjetische Angriffe zwischen Wol^a und Don.

In der Woche vom 22. bis 28. November wurden 659 Sowjetpanzer zerstört.

In Nordafrika schoß die Luftwaffe der Achse 29 Flugzeuge ab.

Gauleiter Wegener stattete dem Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete einen Be­such ab.

Am 3. Dezember findet in Bremen die allgemeine Viehzählung statt.

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