Ausgabe 
(27.11.1942) Nr. 327
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parteimntkclie ^ayeszettuny

Hos Amtsblatt des legierenden Dürgermeisters der freien Hansestadt Bremen

der NarioncUsdMMen. Bremens

flmliiches verkündungsbiat« des säcichsstattf,alters in Mdenburg und Bremen

Nr. Z27 , 12. Zalirgang

Lreitag. 2?. November 1942

kinzelpreis 15 Ws.

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S owjetangriff IM von vagen abgewehrt

Luftwaffe bekämpft den feindlichen Nachschub an der Wolga

Berlin. 28. November. Im Raum südwestlich Ttalingrad zwischen Wolga und grohem Donbogen hielten am 2ä. November die schweren Abwehrkämpfe an. Den fortgesetzten Angriffe» starker Infanterie- und Panzerkräfte des Feindes setzten unsere Truppen hart­näckigen Widerstand entgegen. Südwestlich Stalingrad rics die Treibeis führende Wolga an den Uebergängen Verkehrsstauungen hervor, die von unseren Fliegern wiederholt mit starker Wirkung angegriffen wurden. Dabei vernichteten die Bomben der Kampfflieger, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, allein an einer Stelle über hundert oollbekadene Lastkraftwagen.

Zwischen Wolga und Don konnten die Bolschewistsn trotz ihres massierten Einsatzes von Infanterie und Pan­zern bei ihren Vorstößen keine Ergebnisse erzielen und auch in Stalingrad selbst wurden alle Angriffsversuche abgewiesen. An der Einbruchsstelle im Donbogen ging der wechselvolle Kampf um Stützpunkte, Dörfer, Berg- stellungen und Schluchten weiter. Um den Kranz der Widerstandsnester und Igelstellungen wurde erbittert gekämpft. Unsere Heeresoerbände wurden in ihrem Kampf durch deutsche und rumänische Kampfflugzeuge sowie durch Nahkampffliegerkräfte gut unterstützt. Mehr­fach konnten Einbruchsversuche feindlicher Panzer sofort nach Eingang der Aufklärermeldungen so erfolgreich mit Iamben und Bordwaffen bekämpft werden, daß die lolschewisten nach Vernichtung zahlreicher Panzerkampf­sagen ihre Vorstöße aufgeben mußten. Weitere schwere Verluste halte besonders die feindliche Infanterie da­durch, daß sie von unseren Fliegern oft schon in ihren Bereitstellungsräumen oder beim Anmarsch unter Feuer genommen werden konnten. Insgesamt vernichteten die Bomben unserer Kampfflugzeuge über 450 motorisierte und bespannte Fahrzeuge des Feindes, die, mit Trup­pen und Material beladen, auf dem Wege zur Front waren.

Auch im mittleren Abschnitt der Ostfront sind die Volschewksten am 25. November im Gebiet südwestlich Kalinin und in dem Raum südostwärts und westlich Toropez auf breiter Front zum Angriff angetreten. Diese Aktionen wurden von unseren Truppen schon seit längerer Zeit erwartet, doch hatte bis.jetzt die mehr­fach gemeldete witksame Bekämpfung des feindlichen Aufmarsches durch unsere Luftwaffe oen Angriff ver­zögert. An den Vortagen hatten bereits große Bewe­gungen beim Feind sowie stärkere örtliche Vorstöße auf den unmittelbar bevorstehenden Angriff schließen lassen. Nach starkem, oft mehrstündigem Artilleriefeuer, das von unseren Batterien mit verstärktem Störungs- und Ver-

Ver Italienische welirmachtsbericht

Rom, 28. November. Das Hauptquartier der italie­nischen Wehrmacht gibt bekannt: „Die Kampstätigkeit nahm am 28. 11. in der Cyrenaika und besonders in Tunesien zu. Im Treffen schneller Abteilungen haben wir einige leichte Kampfwagen erbeutet und einige Ge­fangene gemacht. Trotz der ungünstigen Witterungsbe­dingungen griffen italienische und deutsche Angriffs- slugzcuge feindliche Kolonnen aus dem Marsch an. Deutsche Jäger schössen in Lusttämpsen sechs Feindslug- zenge ab. Ein weiteres Flugzeug wurde durch Artille- rieseuer abgeschossen. Einsluge aus Palermo und andere Orte von Sizilien zogen keine Opfer nach sich. Ein britisches Flugzeug wurde von den Abwehrbatterien getrosten und stürzte brennend bei Eela ins Meer. Der Flugzeugführer, der sich hatte retten können, wurde ge­fangengenommen."

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Der Duce hat dem Befehlshaber der Luftwaffe auf Tardinien und den Mannschaften der Torpedoflugzeuge, die an dem erfolgreichen Angriff auf den feindlichen Eeleitzug in den algerischen Gewässern teilgenommen haben, durch den Generalstabschef der italienischen Luft­waffe seine Anerkennung aussprechen lassen. Die Aktion ist-um so bemerkenswerter, als die Witterungsverhält- nisss denkbar ungünstig waren. Die planmäßige Durch­führung des Angriffes konnte auch von der sehr starken Abwehr nicht verhindert werden.

nichtungsfeuer beantwortet wurde, setzten sich die bol­schewistischen Sturmwellen und Panzerformationen in Bewegung. Sie stießen auf die kampfbereite deutsche Verteidigung. Bei der zahlenmäßigen Ueberlegenheit des Feindes konnte es nicht ausbleiben, daß seine Vor­stöße vereinzelt zu Einbrüchen führten. Diese wurden sämtlich im Gegenstoß bereinigt und dabei 18 feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen. Besonders hartnäckige, teilweise unter heftigen Schneestürmen geführte Kämpfe gingen um einige Stützpunkte und Ortschaften, die im

Laufe des Tages wiederholt ihren Besitzer wechselten, bis sie fest in unserer Hand blieben. Auch unsere Ar­tillerie kam zu wirksamen Einsätzen. Sie schirmte durch Sperrfeuer die im Gegenstoß angegriffenen Räume ab und bekämpfte feindliche Panzerbereitstellungen sowie den Anmarsch von Verstärkungen, die der Feind durch Einnebeln der Beobachtung und dem Feuer zu entziehen versuchte. Trotz des starken Einsatzes von Infanterie, Panzern und Schlachtfliegern wurden alle feindlichen Angriffe in diesem Abschnitt abgeschlagen.

Hohe ptMMverlulle der Sowjets

volschewisten greifen südlich kalinin aus breiter sront an krsolgreiche liitigkeil der Luftwaffe

in der lgrenaika und in Lunesien

Aus dem Führer Hauptquartier, 28. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Zwi­schen Wolga und Don und im großen Don-Bogen hal­ten die schweren Panzer- und Jnsanterieangrisse des Feindes an. Sie wurden in erbitterten Kämpfen abge­wehrt. Der Gegner verlor erneut zahlreiche Panzer­kampswagen. Eigene Luftangriffe fügten dem Gegner st arte Verluste an Menschen, schweren Waffen und Fahrzeugen aller Art zu. In Stalingrad brachen auch gestern feindliche Angrisfsversuche zusammen. Im mitt­leren Frontabschnitt ist der Feind am 25. November im Gebiet südlich Kalinin und im Raum südostwärts und westlich Toropez auf breiter Front zu dem er­warteten Angriff angetreten. In zum Teil harten

Kämpfen wurden gestern alle Angriffe unter hohen blu­tigen Verlusten abgewiesen, vorübergehende örtliche Ein­brüche im Gegenangriff bereinigt. 18 Sowjetpanzer wur­den vernichtet. In der Cyrenaika und in Tune­sien wurden bei Gefechten vorgeschobener beweglicher Abteilungen feindliche Kraftfahrzeuge erbeutet und Ge­fangene eingebracht. Marschkolonnen, Zeltlager und Batteriestellungen in der westlichen Cyrenaika wurden bombardiert. Im tunesischen Hochland bekämpften Ver­bände der Luftwaffe feindliche Panzer, motorisierte Ab­teilungen und Truppenquartiere. Im Mittelmeer und an der Küste der besetzten Westgebiete verlor die bri­tische Luftwaffe am gestrigen Tage acht Flugzeuge. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt."

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Unsers l-rensckisre in Stslingrsck, ZturmZesckütrs unterstützen in dein ein rissiges Trüwmsrksld darstellenden ksdrilcgslKnds das Vorgeben der Intonierte.

?K,-/tuknokine: Kriegsbericktsr Heine (Lob) <^.tl.)

Sie Juden flüchten aus lannes

Drabtberickt unseres Vertreters ep. Bichy, 26. November. Ein Sonderbericht des „Pa­ris Soir" schildert die Flucht der Juden und de-Eaulle- Anhänger aus den Bädern an der französischen Riviera. Als die Botschaft des Führers an das französische Volk und der Einmarsch der deutschen Truppen in das un­besetzte Frankreich bekannt wurde, habe sich der dortigen

Emigranten eine Panikstimmung bemächtigt. Die übrige Bevölkerung verfolgte den Einmarsch der Deutschen mit großer Neugierde. In Marseille umsäumten dichte Men­schenmassen die Straßen, durch die die deutschen Solda­ten marschierten. Die Luxushotels in Cannes, die bis­her zum größten Teil von Juden bewohnt wurden, leerten sich in wenigen Stunden. Nur wenige Juden seien völlig niedergeschmettert in Cannes zurückge­blieben.

HöllengewiNer über der Neede von fllgier

soridauernde deutsche tustwaffenangriffe gegen die anglo-amerikanischen Kriegs- und Iransportschiffe

Von Krisgsdsilckisr Hermann 2 iocb -4. Bei der Luftwaffe, im November, l^-l -Wir flogen westwärts in Richtung Algier, flogen in die tauende Sonne, die mit ihren starken rötlichen und flam­menden Farben den Himmel glühend verzauberte. Für «nen Augenblick hatten wir im Anblick dieser vom Son­nenuntergang unwirklich berührten Welt der Berge und Himmels vergessen, daß wir uns auf Feindflug be- londen. Ob wohl dem Feldwebel da vorn am Steuer­knüppel auch diese seltsame afrikanische Dämmerstunde Zum Bewußtsein kommt? Oder denkt er an etwas anderes?

. „Da drüben sind sie schon!" höre ich mit einem Mal leine Stimme durch das Mikrophon der Kopfhaube. An mesem einen Ausspruch erkenne ich, daß er seine Ge­danken längst beim amerikanischen Eeleitzug hat „Da drüben sind sie schon!" Das schoß aus ihm heraus, als datte er die ganze Zeit nichts getan als nur auf.diesen einen Augenblick gewartet . . . „Aufpassen! Jäger unten unks!" gibt der Funker durch. Wir wären aufs Meer mnausgeflogen, auf Neie d'Algier zu, und nun sehe ich deutlich, wie einer der feindlichen Jäger unter zwei «iner Nachbarflugzeuge hinweg auf die Küste steuert. 4Urd er nun zu einem Bogen ausholen und sich, da wir ußen stiegen, hinter unsere Lncie-Siegfried bangen^ 7," «'nein Lappen wische ich noch einmal die Scheiben >,^.??«rdienster sauber, um nach hinten hinaus lebe ver- «Eige Annäherung beobachten zu können. Daß man < - «ab 'nlfneitia am Maschinenqewehr hat. darauf

imnwt e- Aber der Jäqer ist spurlos verschwunden - ^'esabr des eigenen Feuers wird er sich nicht mebr begeben.

M'r noch nicht über dem Geleit hängen. Tendern uns die Schiffsgeschiitze ihre ALwehrsalven

entgegen. Es ist die Stunde der blauen Dämmerung. Die Zerstörer und Kreuzer, die sich schützend um die Handelsschiffe gelegt haben, heben sich nur noch als dunkle, längliche Flecken vom Wasser ab. Erst als wir weiter herabdrllcken, lasten sie sich deutlicher unter­scheiden. Wo gibt es sonst einen solchen Hagel der Abwehr wie hier, wo die Kriegsschiffe, die auf der Reede von Algier liegen, ihr Feuer auf die 2u 88 kon­zentrieren können, noch bevor sie zum Sturz ansetzen? Wir schaukeln Abwehrbewegungen. Die Welt um und unter uns schaukelt mit. Nie sieht man sie so aus ihrem Festige gehoben, wie in diesen Minuten. Und als dann eines der Schiffe im Visier erscheint, stürzt sich der Falke auf sein Opfer hinab. Nicht jede Bombe kann treffen, aber kein Flug vergeht, der dem amerikanisch-englischen Eeleitzug nicht neuen Zerstörungen hinzufügt, Schiffe herausreißt, sie anknackt oder lahmlegt. Ich sehe, wie beim Sturz der Zeiger die Zahl der Stundenkilometer hinausjagt. Ein Zittern geht durch das Flugzeug. Der Körper vibriert mit. Die Hände klammern sich krampf­haft fest. Mit einemal wächst die Fläche unten, die üen wie ein weites, graues Tuch dalag. Wie Fontänen spritzen die Geschosse auf, Leuchtspurgarben fliegen vor­bei, Flakwolken stehen zum Greifen nahe. Das sind Se­kunden im Sturz, die für jedes Flugzeug tödliche Ge­fahren bergen. Will der Flugzeugführer noch immer nicht abfangen? So darf es keine drei Sekunden weiter­gehen, dann wäre es zu spät, „Weg! Los!" höre ich, oder habe ich mir das selbst vorgeredet? Was getroffen wurde, konnte ich nicht mehr sehen, da beim Abfangen die linke Fläche alle Sicht nahm. Als ich den Ausblick wieder frei hatte, brausten um un» schon die Fetzen von Wolken, die wie abgerissene Fahnen vorüberflätterten. Das Maschinengewehr in der Bodenwanne ist entsichert. Wenn jetzt Jäger kommen . . . Wer sehen kaun man

fast nichts. Die afrikanische Nacht verdunkelt das Meer nicht wenig schnell, wie im Theater nach dem Schau­spiel der zusammenfallende Vorhang den Zuschauerraum verdunkelt.

Plötzlich sehe ich nach links zu ein Flugzeug brennen. Wie eine rote Kugel glüht es für Sekunden aus der Dunkelheit auf, dann stürzt es ab, über dem Meer noch einmal eine helle rotdurchglühte Wassersäule, wie manch­mal der Aufschlag von Bomben im Meer. Sekunden später aber war in der Richtung nur noch das Dunkel von vorher zu sehen, so, als sei nichts geschehen. Und noch ein Flugzeug? Zur Landseite ganz vorn ein Auf- schlagbraad War es eine Ju 88? Eines unserer Flug­zeuge? Uns drängte diese ungewisse Frage? Wer? Nachher erzählten es uns die Kameraden, die schon vor uns gelandet waren. Ein Flugzeug, das Führerflugzxug, wurde von einem feindlichen Jäger verfolgt, von einem der Jäger, die wir kurz vor unserem Angriff gesehen hatten. Der Bordschütze aber hat ihn abschießen können. Ein toller Wirbel ist es gewesen. Der Unteroffizier schluckte noch die heißen Sätze hinunter, als er den er­regenden Kampf schilderte. Mir schlug er auf die Schul­ter. weil ich ihm den Abschuß des Jägers bestätigen konnte Und wer war das zweite Flugzeug? Einen Augenblick wird es still. „Ja, einer von uns. Die Abwehr der Schiffsgeschiitze . . Hoffentlich sind st- noch herausgekommen." Am anderen Tag stehen wir vor dem Flugzeug, das den angreifenden Jäger abgeschossen hatte. Dreizehn Trefssr in der linken Luftschraube, wur­den gezählt. Die so schwer beschädigte Ju 88, die nach Algier geflogen war, hat den weiten Weg von der Reede Algiers zurück überstehen können. Soldat und Maschine — haben sich beide nicht auf diesem Feindflug von neuem bewährt?

Da» AU ^ie» öseeir

Von unserem Lsrlinsi Lebrilllsitsi Dr. IValtsr Scbnsidsr

Berlin, 26. November. In kurzen Abständen erheben sich im Feindlager immer wieder Leute, die sich aufblasen wie ein Gummischwein und dann einer fassungslos staunenden Weltöffentlichkeit in allen Ein­zelheiten klarmachen wollen, wie sie uns, die Nazis, die Faschisten, die Japaner und alle unsere Verbündeten nach dem Siege fertigmachen und für immer in Ketten legen werden. Wenn ein harmloser Zeitgenosse solche Ausgeburten der wollüstigen Phantasie und des aus Purims Erinnerungen genährten Sadismus als ein Zeichen des Kraftbewußtseins und der Siegessicherheit auffassen sollte, so befindet er sich in einem maßlosen Irrtum. Die Jäger, die das Fell ves Bären schon vor der Jagd zu verteilen pflegen, kommen meist ohne Beute heim. Wir haben da ja unsere eigenen schmerzhaften Erfahrungen machen müssen, als sich im ersten Welt­kriege Risse im Gebäude der Kriegführung andeuteten, als infolge der Zielunsicherheit und des Entschlußman­gels bei der politischen Führung sich die inneren Spal­tungen vorbereiteten, da begann gleichzeitig der Streit um die Kriegszicle, da wurden neue Parteien auf der Grundlage bestimmter territorialer Forderungen gegrün­det, da begann man sich darüber zu zanken, ob man sich mit Vriey, mit Longwy und mit der flandrischen Küste begnügen dürfe oder noch viel mehr fordern müsse und lustig so weiter. Statt alle Kräfte zunächst ausschließlich auf die Errichtung des Sieges und auf seine Voraus­setzung, die Erhaltung der inneren Einheit, zu konzen­trieren, verlor sich in Zukunftsspekulationen. die in der Nachwirkung das grausame Ende noch bitterer machten.

In diesem Kriege hat das Bild auf unserer Seile einen ganz anderen Charakter, Wie das neue Europa und überhaupt die Grundlagen der kommenden Welt­ordnung aussehen werden, davon hat man bei uns eben­so wie im ganzen Lager der mit uns verbündeten Völ­ker der einfachste Mann eine so fest umrissene und klare Vorstellung, daß darüber vor allem, was die Einzel- hsitsn anbetrifft, überhaupt nicht diskutiert zu werden braucht. Diese Tatsache ist in übereinstimmenden Be­trachtungen eindrucksvoll in Erscheinung getreten, die anläßlich des Jahrestages des Antikominternpaktes in der Presse aller im Waffenkampf oder ideologisch mit uns verbündeten Völker veröffentlicht wurden. In un­serem Lager herrscht allerdings gleichzeitig auch Klar­heit in dem Sinne, daß uns der Sieg nicht geschenkt wird, daß wir auf dem Wege zu ihm all« Kräfte bis zum äußersten anspannen müssen und daß uns diese An­spannung keine spekulativen Abirrungen gestattet. Wenn wir einmal an die Zukunft denken, so nur mit der Sorge, woher wir die Menschen nehmen sollen, um die gewaltigen Aufgaben des Aufbaues und der Neuord­nung zu lösen, während im plutokratischen -Feindlager bereits heute das Gespenst der millionenfachen Arbeits­losigkeit nach dem Kriege den Menschen Angst und Schrecken einjagen.

Wenn wir von solchen Tatsachen und'vor allem auch von den eigenen schmerzlichen Erinnerungen aus den Zeiten des ersten Weltkrieges ausgehen, so können Orgien der Kriegszielspekulationen auf der gegnerischen Seite gewiß nicht als Symptome der Stärke und der Sicherheit angesehen werden. Eher handelt es sich um Ausbrüche der ohnmächtigen Wut angesichts eines Kriegsverlaufes, der bisher alle Pläne und Hoffnungen der Feinde zuschanden werden ließ, was auch durch zeit­weilige Schwankungen aus den Schlachtfeldern nicht überdeckt werden kann. Ein ganz tolles Stück auf diesem Gebiet der Nachkriegsmalerei hat sich gerade setzt wieder der jüdisch versippte Herausgeber einer führenden poli­tischen Zeitschrift in England, des „Nineteenth Cen­tury" geleistet. In dem Widersinn dieser Ausführungen über die britische Außenpolitik und über die englischen Nachkriegsansprüche, die im luftleeren Raum gestaltet werden, und sich in alttestamentarischem Haß zu der Forderung nach Abschlachtung der Deutschen überstei­gern, muß man gleichwohl einen Niederschlug der Stim­mungen und Auffassungen erblicken, die in den weitesten Bereichen der gegnerischen Öffentlichkeit bis zu den maß­geblichen Stellen hinauf herrschen. Es ist im Grunde nichts anderes als der sogenannte „Vansittartismus" rn etwas populärerer Form, der hier dem englischen Leserpublikum vorgetragen und bis zu seiner letzten sa­distischen Konsequenz durchgeführt wird. Irgendwie knüpft der Herausgeber des „Nineteenth Century" an die Parolen an, die kürzlich Churchill und Eden im Hinblick auf die Empirepolitik formuliert haben. „Un­sere Geschichte und geographische Lage erfordern es. daß Wettmacht mit größtem Anteil am Weltbesitz bleiben (Eden) und „ich bin nicht Premierminister ge­worden, um das Empire zu liquidieren" (Churchill), Das „Nrneteenth Century" unterbaut diesen Anspruch mit maßloser Arroganz so, daß nur England befähigt sei, die Zukunft Europas und der Welt zu formen, daß Eng­land wieder Schiedsrichter des europäischen Schicksals werden müsse, daß es ohne England keinen gerechten und dauernden Frieden geben könne und daß ohne Eng­land Europa verloren sei.

Dann wird im einzelnen aufgezeigt, wie diese ?ax Lritsnrucs aussehen soll. Italien würde, nach der Mei­nung des „Nineteenth Century", noch mit „maßvollen Bedingungen" davonkommen, aber selbstverständlich sich vom Balkan zurückziehen, Jstrten mit Trieft, Fiume und Pola an Jugoslawien, den Dodekanes an Griechenland und die Insel Panteleria „aus strategischen Gründen" an England abtreten. Abessinien sei schon verloren, und

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Das Chaos in Algier wächst.

Die Luftwaffe der Achsenmächte entwickelte eine er­folgreiche Tätigkeit in der Cyrenaika und in Tu­nesten.

Südlich Kalinin griffen die Volschewisten aus breiter Front an.

Im großen Don-Bogen wurden wieder schwere Sowjet- angriffe abgewiesen; in erbitterten Kämpfen ver­nichteten unsere Truppen zahlreiche Panzer.

Der Führer hat einem Richtkanonier aus unserm Gau das Ritterkreuz verliehen.

Bremen hat starkes Interesse für einen Vortraq über Ozeanographie gezeigt.

Der K. Führer des Gebietes der Hitler-Jugend be­richtet über die erweiterte Kinderlandverschickung. Die Einfuhr aus den besetzten Gebieten ist mit qei ringen Ausnahmen ab 1. Dezember frei von Zölll und Umsatzausgleichssteuer.