Ausgabe 
(26.11.1942) Nr. 326
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parteianrtüclie Hayeszettuny

vas flmtsblatk des Negierenden vürgermeisters der Zrcien Hanscstavr vremen

üer Nationalldzial-ifder». vremens

flmtUches verkündungsbiatt des Ncichsstattt,allers in Oldenburg und vremen

M» Z26 , 12. Zalirgang

Donnerstag. 26. November 1942

kmzelpreis 13 Nps.

krlsns ^ussluckt auf psinlicke kragen s „eins kriliscks pkase"

vriüsch amerikanisches lauzie ken u m Afrika

warum de Saufte im Segensatz ;u Varia» nicht reden durfte

DrahtberiKt unserer Berliner Schriftleituns

är. n. seil. Berlin, 28. November. Wenn Churchill jetzt seinen Nebenbuhler Cripps ausgebootet und sich an die Spitze eines nun imperialistischen Stohkeiles in seinem Kabinett gestellt hat, so sind damit die Besorg­nisse noch keineswegs ausgeräumt, die sich in der eng­lischen Oefsentlichkeit im Hinblick aus die amerikanischen Vorherrschaftsansprüche herausgebildet haben. Die tiefe Beunruhigung, die insbesondere von den Maßnahmen des Generals Eisenhower in Nordafrika ihren Ausgangs­punkt genommen hat, brach am Mittwoch im englischen Unterhaus durch. Das amerikanische Vorgehen in Afrika war der Gegenstand mehrerer Anfragen, die an Anthony Eden als Auhenminister und neuen parlamentarischen Sprecher des Kabinetts gerichtet wurden. Offensichtlich waren Eden diese Anfragen im Augenblick änherst un­bequem. Er suchte sie ausweichend zu beantworten^ Da­bei konnte er nicht ganz verheimlichen, dah auch die militärische Entwicklung nicht den englisch-amerika­nischen Wünschen entsprechend verlausen ist. Er ge­brauchte den Ausdruck, dah der Kamps um Nordafrrka gegenwärtig „eine änherst kritische Phase" erreicht habe. Es sei ein Stadium sehr ernster und gespannter Opera­tionen eingetreten. Dieser Zeitpunkt eigne sich daher nicht zur Erörterung von Abmachungen zwischen dem Zeneral Eisenhower und den örtlichen französischen Be­finden.

Ein solches Ausweichen ist natürlich nicht geeignet, die Unruhe zu dämpfen, die in immer werteren poli­tischen Kreisen Londons um sich greift. Höchst bezeichnend für diese Tatsache ist es, dah auch das offizielle Organ der Konservativen Partei, der „Daily Telegraph", kei­nen Tag vorübergehen läßt, ohne sein Unbehagen zum Ausdruck zu bringen. Der frühere Pariser Korrespon­dent des Blattes spricht ganz offen den Verdacht aus, dah es Roosevelt nicht ernst gemeint habe, als er von dem vorübergehenden Charakter der Abmachungen mit Darlan sprach. Gerade nach den Ereignissen in West- afrika sei es noch weniger als bisher anzunehmen, dah Darlans Tätigkeit nur vorübergehenden.Charakter habe. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dah ausgerechnet der „Daily Telegraph".solche Besorgnisse ganz ohne Whlung mit der Regierung vorträgt. Eden suchte die Abgeord­neten so zu beruhigen, dah die britische Regierung im Hinblick auf die politische Entwicklung in Nordafrika dauernd mit Washington in Verbindung bleibe, muhte aber zugeben, dah Nordafrika als Kriegsgebiet immer noch unter nordamerikanischer Oberhoheit stehe, dah also die Verantwortung für alles, was dort geschehe, bei den Amerikanern liege.

Als Prügelknabe bei dieser Entwicklung erscheint Immer mehr der Verrätergeneral de Gaulle. Er hat alle ihm nahestehenden Emigrantenorganisationen mobil ge­macht und sie zu Botschaften an die -Regierungen in Washington und London veranlaßt, in denen „mit Nach­druck" gefordert wird, „dah hie Führung Nordafrikas so­bald wie möglich in die Hände de Gaulle? gelegt wird". Das Spiel des betrogenen Verräterehrgeizes wird

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Neue Nitterkreuftrüger

Berlin, 25. November. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Otto Vüsing, Kommandeur eines Panzerregiments; Oberstleutnant Ludwig Kohlhaas, Bataillons­kommandeur im Füselierregiment „Grohdeutschland"; Oberleutnant Kurt Mater, Beobachter und Komman­dant in einem Kampfgeschwader; Unteroffizier Hans Walter Möller, Zugführer in einem Grenadier- regiment.

Wegen Tapferkeit vor dem Feinde wurde Unteroffi­zier Möller inzwischen zum Leutnant' der Reserve befördert.

Numänischer Senerol auogezeichner

Berlin, 28. November. Der Führer verlieh dem Kommandanten einer rumänischen Gebirgsdivision Joan Dumitrache in Anerkennung seines hervorragenden Einsatzes und der entschlossenen Führung seiner Divi­sion das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Vberst Salland Veneralmnior

Berlin, 28. November. Der Führer hat Oberst Ealland mit Wirkung oom 18. November 1812 zum Ecnttalmajor befördert.

immer tragikomischer. Einer der beiden Mohren, der seine Schuldigkeit getan hat, wird schließlich gehen muffen. Wer es sein wird, Darlan oder de Gaulle, wird von dem Ausgang des britisch-amerikanischen Tauziehens abhängen.

Bezeichnend für die Lage erscheint es immerhin, wenn die Genehmigung zu einer Rundfunkrede de Eanlles, die Eden bereits erteilt hatte, durch das Eingreifen Churchills in letzter Stunde zurückgezogen wurde. Das hat die Freunde de Gaulles. in London besonders in Harnisch gebracht. Der Labourabgeordnete Stokes tobte darüber, daß Darlan in Nordafrika am Rundfunk spre­chen könne, dah er aber de Gaulle überhaupt nicht nenne. „Die ganze Sache macht einen schmutzigen Eindruck und muh gesäubert werden. Die Labour-Party macht sich Sorgen darüber, dah plötzlich überall reaktionäre Kräfte auftauchen." Auch die Entziehung der Redeerlaubnis

für de Gaulle begründete Eden so, dah man Rücksicht auf das entscheidende Stadium habe nehmen müssen, in das die Kämpfe um Tunis jetzt getreten feien. „Es handelt sich um Operationen, an denen nicht Großbritannien, sondern auch die Vereinigten Staaten zunächst beteiligt find. Bei einem gemeinschaftlichen Unternehmen dieser Art muh man besondere Sorge dafür tragen, nichts zu tun oder zu gestatten, was dem Verbündeten den Ver­wand geben könnte, sich zu beklagen, dah die gemein­samen Schwierigkeiten noch erhöht würden. Es steht uns in diesem Augenblick nicht zu, die von den Amerikanern in Nordafrika getroffenen Dispositionen zu erörtern." Deutlicher als in einer solchen öffentlichen Parlaments­erklärung des britischen Außenministers kann die Tat­sache der bestehenden starken Unstimmigkeiten und das Schwächegefühl der Engländer gegenüber den amerika­nischen Aspirationen kaum unterstrichen werden.

sortsehung der schweren flbwelirkSmpse

Sie Sowjetangriffe bei Stalingrad und im Vonbogen — krjolgreicher Vorstoß in der kalmülkensteppe 10 vvo-ranner in den Sewiiftern vor fllgier vernichtet

Aus dem Führerhauptquartier, 25. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasusgebiet fanden auch gestern nur örtliche Kämpfe statt. Bei einem erfolgreichen Vorstoh in der Kalmücken- steppe brachen deutsche motorisierte Truppen in die Stellungen des Feindes ein, warfen ihn nach Osten zurück und vernichteten eine Batterie und eine Anzahl Panzer. Südwestlich Stalingrad und im großen Don­bogen setzte der Gegner seine Angriffe mit starken In­fanterie- und Panzerkriisten fort. Die eigene Abwehr wurde durch starke Nahkampfsliegerverbände sowie deutsche und rumänische Kampfflieger in rollenden Ein­sätzen wirksam unterstützt. Die Sowjettruppen erlitten erneut Hohe Verluste an Men­schen und Material. Gleichzeitige Angriffe des Gegners zwischen Wolga und Don wurden von deut­schen und rumänischen Truppen in erbitterten Kämpfen unter hohen blutigen Verlusten für den Feind abge­schlagen und dabei wieder 81 Panzerkampswagen ver­nichtet. Auch in Stalingrad selbst scheiterten feindliche Angriffe. An der übrigen Ostfront wurden einige Stoh- truppnnternehmen erfolgreich durchgeführt und örtliche Vorstöße und Angriffe des Feindes zurückgewiesen. In der Cyrenaika und in Tunesien keine Kampf­handlungen von Bedeutung. Britische Kräfte wurden in der Cyrenaika von Jagdflugzeugen und schnellen Kampf­flugzeugen im Tiefflug bekämpft, Hallen und abgestellte Flugzeuge aus einem Flugplatz mit Bomben belegt. Kampfflieger vernichteten in den Gewässern von Algier bei Nacht ein Handelsschiff ^ion 18 88» VRT., warfen einen großen Transporter in Brand und beschädigten zwei Zerstörer schwer. Bombentreffer in den Hafen- anlagen von Alaier, Vone und Philippeville riefen starke Brände hervor. Darüber hinaus wurden motori­sierte feindliche Abteilungen und Eisenbahnziele wirk­sam bekämpft."

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Im Kaukasusgebiet hielt die Schlechtwetter- lage auch am 21. November an. In den Tälern und den tiefer gelegenen Hängen verursachten d'e anhaltenden

Reaenfälle zunehmendes Hochwaffer, während im Hoch­gebirge weiter Schnee fällt. Es kam deshalb, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, nur zu örtlichen Kampfhandlungen. Erfolgreiche Späh- und Stohtrupp- unternehmen deutscher und rumänischer Truppen brach­ten eine Anzahl Gefangener ein. Oertliche bolschewistische Gegenangriffe brachen im Feuer der deutschen Geschütze und Granatwerfer unter Verlusten für den Feind zu­sammen. Auch im Terek - Abschnitt wurde ein örtlicher feindlicher Gegenstoß abgeschlagen. Deutsche Kampfflug­zeuge bombardierten in diesem Kampfraum Kraftfahr­zeug-Ansammlungen der Volschewisten, wobei der Feind empfindliche Ausfälle erlitt. In der Kalmücken­steppe führten Vorstöße deutscher motorisierter Ein­heiten zum Erfolg. An der Eebirgsschwelle, die der eigentlichen Salzsteppe westlich vorgelagert ist, griffen unsere Truppen stark ausgebaute feindliche Stützpunkte an. Durch eine Umfassungsbewegung gelang es, den Gegner einzukesseln und einen wich­tigen Stützpunkt auszuheben. Hierbei vernichteten unsere Grenadiere eine Batterie und erbeuteten zehn Geschütze, 40 bespannte Trohfahrzeuge, Pferde, Kamele sowie zahl­reiche schwere und leichte Infanteriewaffen. Die Reste des geschlagenen Feindes wichen nach Osten aus.

Im Großen Donbogen und südwestlich Staffngrad griffen die Volschewisten wiederum mit starken Jnfan- teriekräften an, die von einer großen Zahl Panzer- kampfwagen unterstützt wurden. Besonders im Don- bogen, wo durch hartnäckigen Widerstand deutscher und rumänischer Verteidigungsinfeln auf schmalem Raum feindliche Kräfte gebunden waren, kam es zu schwe­ren Kämpfen. 2n erbittertem Ringen wurden die Verbindungen zwischen einigen Igelstellun­gen wiederhergestellt und den Volschewisten blu­tige Verlust« zugefügt. Nach dem Durchbruch auf schmaler Front versuchten die Volschewisten, ihren An­griff auch auf den Raum zwischen Wolga und Don auszudehnen. Die deutschen und rumänischen Verbände, die an diesem Frontabschnitt eingesetzt sind, (Fortsetzung auf Seite 2)

wieder große krfolge der Italiener

2Ü000-vlN.-ilberleedamp!er, drei weitere Handelsschiffe und einen Zerstörer versenkt

Rom, 28. November. Das Hauptquartier der italieni­schen Wehrmacht gibt bekannt: „In der Cyrenaika setzte das schlechte Wetter der Tätigkeit zu Lande und in der Lust aus beiden Seiten Grenzen. Im Abschnitt Tunis lebhaftere Spähtrupptätigkeit. Italienische Jäger schössen im Luftkamps eine Spitsire ab. In den alge­rischen Gewässern versenkten unsere Torpedoflugzeuge bei rollenden Angriffen gegen einen feindlichen Geleit- zug einen Ucberseedampfer von 28 888 VRT., einen Handelsdampfer von 8888 VRT. und einen dritten Dampfer von mittlerer Tonnagegröhe. Die angreifen­den Verbände standen unter dem Befehl von Major Francesco Campello, von Hauptmann Giuseppe Zuccai, von Oberleutnant Alessandro Setti, von

Oberleutnant Giovanni Scarpato und von Leutnant Romano Vazzo. Zwei unserer Flugzeuge find von den verschiedenen Einsätzen des Tages nicht an ihre Stütz­punkte zurückgekehrt. Ein unter dem Befehl von Kapitän­leutnant Mario Priggione stehendes Unterseeboot drang in die Reede von Bougie ein und torpedierte aus kürzester Entfernung einen Zerstörer mit drei Tor­pedos. Der Zerstörer ging unter. Ein anderes unter dem Befehl von Kapitänleutnant Alpinolo Cinti stehendes Unterseeboot fing vor Kap de Fer (Algerien) einen feindlichen Verband ab. Ein groher Dampfer wurde torpediert und sank. Am späten Abend über­flogen 21 Feindslugzeuge Trapami. Die Flak griff sofort ein und brachte eine Blenheim zum Absturz. Zwei Besatzungsangehörige wurden gefangengenommen."

Wenn die Schiffsglocke der „vremen" in den Mer ruft

öeschiitispapier der flnslo-Iranien 0il tompanv Lid. lprichl Sande — Vrttanniens Nöte aus der IMe betrachtet

Von Kiisgsbsriclitsi llsivr 1 i s c b s r rck. Bei der Kriegsmarine, im November. (I'll.) Vor mir liegt ein britisches EeschLftspapier der .""glo-Jranicn Oil Company Ltd. Es ist die Durch- lchnft einer Rechnung über die hübsche Summe von "°hezu 115 888 Pfund Sterling. Diese Summe hatte d,e Empfängerm, im letzten Grunde die Britische Adnn- kalität, zahlen muffen für eine Ladung Tanker eben seinen Bestimmungshasen erreicht hatte; " kam aber nicht an, sondern wurde von einem deut- tchcn Kriegsschiff gestellt und dem Feind auf Nimmer- en entzogen. Mit diesem Tanker — einem im

" i,m aber nicht an, sondern wurde von oru»-

tchcn Kriegsschiff gestellt und dem Feind auf Nimmer­wiedersehen entzogen. Mit diesem Tanker — einem im werten Kriegsjahr schon gar nicht mehr zu bezahlenden -chl,, — jjxl auch die besagte Rechnung m unsere Hand. Ihre Zahlen sprechen Bände.

Die Rechnung, im äußeren-, wie alle anderen — nüch- mit ein paar eingedruckten Zahlen zwl- Acn tl.ormularspalten, verzeichnet vier Posten: 1. den preis für das Oel an sich, von dem der Tanker säst tausend Tonnen aeladen hatte: 2. die Frachtrate,

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g ^^wd Tonnen geladen hatte; 2. die '

s- die Rate für die Seeversicherung und 1. den Ausschlag nnegsrtsikoversicherung.

ch." Kesangeneii-Offtzrer, der schon nett Seebeinen ki,g . Welt kam und alle Meere dieses Planeten be- mgi, kennt „die Gegend". Er weih, was der Transport

von Oel in Friedenszeiten etwa von Mexiko nach Ham bürg kostete. Rund 1 Pfund Sterling konnte man je Tonne als Fracht ansetzen. Der Preis für die Tonne Oel selbst betrug rund 3 Pfund Sterling. Das Verhältnis von Oelprets zu Oelfracht lautet also 3:1 — eine normale und einleuchtende Rechnung. Seit nun Krieg ist und unsere Marinestreitkräfte in unermüdlichem Angriff Britannien in eine immer hoffnungslosere Transport­lage gebracht haben, da haben sich diese Preisverhält- niffe schwer verschoben. Der Mangel an Schiffsraum, vor allem an Tankerraum, hat die Frachtpreise in die Höhe schnellen lassen noch und noch. Welches unglaubliche Ausmaß aber diese Steigerung angenommen hat, oder ursächlich gesprochen: welchen Seltenheitswert heute für England der bitter knappe Tankerraum gewonnen hat, das erhellt aus diesem Stück Papier von der Größe, eines Aktenbogens.

Man muh zunächst zwei- oder dreimal draufschauen, um sich zu vergewissern, dah man sich auch nicht täuscht, denn es will einem schier unglaublich erscheinen, dah hier die Frachtsumme bei eher noch günstigeren Reise- dauerbedingunaen als bei dem Meriko-Hamburg- Veispiel den Wert der Ladung um das Doppelte über­steigt. 33 818 Pfund Sterling kostet das Oel, und 72 872 Pfund Sterling kostet die Fracht, Stand in Friedens- zeiten das Preisverhältnis von Oel zu Fracht wie 3:1,

so steht es jetzt 3:7. Welche astronomischen Liebhaber­preise mögen dann erst von Britannien für einen Tan­ker selbst gezahlt werden.

Der Oelprets ist also etwa konstant geblieben. Der Frachlpreis hat sich versiebenfacht; aber damit ist die Rechnung noch mchl zu Ende. Es erscheint die auch im Frieden übliche Seeverstcherungssumme (sür die be­tagte Ladung macht sie 873 Pfund Sterling aus) die „War Risk Insurance", die Krtegsrisiko-Versicherung, die noch einmal die Frachlsumme um 10 Prozent er­höht. Sie beträgt auj unserer Rechnung 7817 Pfund Sierttng. Fracht und Versicherung dieser Oeltadung kosten tonnt zusammen fast 81000 Pfund Sterling. Rund 31000 Pfund Sterling stehen dem gegenüber als Preis für die Ladung.

Der Tommy zahlt sich die Finger wund. Es Iaht sich schwerlich vorstellen, dah bei allen plutokratischen Noben- verdtenermethoben selbst die grimmige Skrupsltostgkeit eines Churchill noch Gefallen an dem so gänzlich an­ders verlausenden Kriege findet. Nun, wir jedenfalls wissen, dah hie Schiffsgtocke der „Bremen", deren jeder Doppelschlag die Versenkung eines Allttertenschiffes über den Deutschen Kurzwellensender in den Aether hinausruft, allabendlich noch so lange glasen wird, bis keine Sterling-Summe der Wett mehr den Niederdruck; Albions abwenden kann.

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Durchschnittene Transportadern des Feindes

N. bckll. In der modernen Kriegführung ist infolge der gesteigerten Technisierung und Motorisierung des Trans­portwesens die Bedrohung und Unterbrechung der feind­lichen Verbindungswege zu einem außerordentlich be­deutsamen Faktor der Strategie und Kriegswirtschaft geworden. Hinsichtlich der Wege des Kriegs­materials wollen wir hier zunächst die umfassenden Aktionen der Droierpaktmächte gegen die fünf wesent­lichsten Transportmöglichkeiten unserer Feinde ins Auge fassen, nämlich die großangelegten Unternehmungen 1. gegen die Schiffahrt auf den Weltmeeren und in Binnen­gewässern, 2. gegen wichtige Eisenbahnlinien, 3. gegen sonstige Straßen von bemerkenswerter Leistungsfähig­keit, 1. gegen Einrichtungen des Luftverkehrs und schließ­lich 5. gegen Erdöllinien als Transportmittel beson­derer Art.

Das glänzende Zusammenwirken deutscher, italieni­scher und japanischer U-Boote in allen Meeren der Erd­kugel hat die Briten und Roosevelt-Amerikaner vor die unabänderliche Tatsache gestellt, daß ihre überseeischen Zufahrtswege ohne Ausnahme zu Verlust- und Todes­strecken geworden sind. In Osteuropa hat unsere Wehr­macht nacheinander den lebenswichtigen Verkehr der Sowjets auf Pruth, Dnjestr, Bug, Dnjepr, Donez, Don und Wolgaunterbunden. Sodann fielen außerzahlreichenEisen­bahnstrecken des Nordsüd- und des Westost-Verkshrs der Volschewisten sonstige unersetzliche Transportadern teils nach Leningrad, teils nach den südkaukasischen Produk­tionszentren aus. Japan verbucht auf seiner Seite u. a. die Schließung des Kantonflusses und die Abriogelung der Durmastraße. Fast täglich melden die Berichte des OKW., der italienischen Wehrmacht und des japanischen Hauptquartiers die Bombardierung feindlicher Flug­plätze hinter den Frontlinien aller Kriegsschauplätze. Was schließlich die Treibstoffproduktion betrifft, so seien die Inbesitznahme mehrerer Erdölleitutzgen im Nord- kaukasus und die Unterbrechung der Pipe-Line Mossul- Haifa genannt. Keine der fünf genannten Transportmöglichkeiten hat, wie man sieht, dem Gesetz des Handelns der Dreierpakt­mächte entzogen werden können!

Die erschöpfende Wertung der deutschen, italienischen und japanischen Kampfhandlungen setzt die Kenntnis der Entfernungszifferngewisser Verbin­dungslinien voraus: 2m Nordatlantik (Newyork —Kanalhäfen) zum Beispiel ist die feindliche Versor­gungsschiffahrt aus einer Route von 5700 kw, im Mit­telatlantik (Kleine Antillen—Kanalhäfen) auf einer solchen von 9000 üw den Angriffen der Achsen-U-Boote ausgesetzt: der von Englands Südküste nach Kapstadt

§

führende Transportweg ist nicht weniger als 11 800 b lang. Die gewaltigen Erfolge unserer llnterwasserstrei kräjte auf einem derart weit gespannten Aktionsse hat selbst die kühnsten zu Beginn der „Schlacht all Schlachten" gehegten Erwartungen noch übertroffe Nachdem die Versorgung der Sowjets mit amerikan schein Kriegsmaterial über das Nordmeer in Answi kung der räumlich fast unbegrenzten Schlagkraft deu scher Unterseeboote und unter Einsatz von Langstrecke bombern vereitelt werden konnte, spielt in der angl amerikanischen Agitation neuerdings ein kombiniert! See- und Landtransportprojekt, das (auf dem Papi wenigstens) Newyork mit Bagdad über Monrovi Khartum und Suez verbindet, eine Rolle. Do auch aus diesem Wege ist das USA.-Kriegsmateri, innerhalb des Zufuhrraumes Newyork—WestafiD (6300 kin Längenausdehnung) den vernichtenden To pedos der Achsen-Kriegsschisfe ausgesetzt. Die sich ai ichliehende Landstrecke quer durch Afrika von Monrow über Suez bis Bagdad „verbindet" zwei Punkte miteii ander die wiederum 8000 km voneinander entfernt li gen Neben den Belastungen, die angesichts dieser e heblichen Entfernungen schon an sich aegeben sind fal als zeitraubendes Moment zusätzlich ins Gewicht dc die Transportgüter — soweit sie nicht auf den Meere-

vnssr

Die schweren Abwehrkämpfe bei Stalingrad und großen Donbogen nehmen ihren Fortgang.

In der Kalmiicken-Steppe unternahmen uns Truppen einen erfolgreichen Vorstoh.

In den Gewässern von Algier wurde ein 10 0 Tonner vernichtet.

Die Italiener melden große Erfolge im Kar gegen die feindliche Transportflotte im Mit, meer.

Auf Anfragen im Unterhaus über das Borgel der Amerikaner in Afrika antwortete Eden l Ausflüchten.

Oberst Ealland wurde zum Generalmajor besörd. Im Kreishaus der NSDAP. Bremen fand als S derveranstaltung eine Vorschau zum Farbfilm!,, brldervortrag, der demnächst in der Glocke aehal wird, statt.

Der Reichsinnungsmeister sprach auf einer V saminlung des bremischen Schuhmacherhandwerks In Hamburg wurde eine Mittelmeer-Reederei gründet.