Ausgabe 
(23.11.1942) Nr. 323
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p arlesarnrUciie Layeszettuny

vos flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der'Zrelen ffaifsestad» vremen

der NarionalsoziaMen. vremens

flmtliches verkünüungsbtatl des Ncichsstattliallers in Oldenburg und Vremen

Nr. Z2Z ,12. läkrgang

Montag. 2Z. November 1942

kinzelpreis 19 Npf.

„18 ^HIIiynsn /^rkvi-slosv in rlen nack «lein Kriege"

Me plutokratie prangert sich selbst an

SenfaNonelle flusbftcke einer amerikanischen Zeitschrift aus das, „was nachher kommt"

DratztSericht unserer Berliner SEriftlxitnng

l>r- Berlin, 22. November. Die USA.-Zeitschrift „Coliers Magazine" veröffentlicht eine sensationelle Darstellung der riesigen Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbrnchs, der die USA. für die Friedenszeit entgegensteuern. Es sei mit einer Arbeitslosenziffer von 18 Millionen in den Vereinigten Staaten zn rech­nen „wenn nicht schon jetzt vorbeugende Maßnahmen zur Umstellung der Industrie auf Friedensarbeit er­griffen «erden."

In dem Artikel heisst es u. a. „Die meisten Menschen scheinen sich mit einer wirtschaftlichen Depression nach dem Kriege abgefunden zn haben, die alles bisher Da­gewesene an Ausmahen übertrifft. Wir stellen uns vor, dag nach Beendigung des Krieges Aufträge für Kriegs­material überall rückgängig gemacht werden; die Öf­fentlichkeit wird die.weitere Herstellung von ungeheuren Materiwlmengen, die für die Vernichtung bestimmt sind, nicht mehr zulassen. Wir werden einem ungeheuren lleberschug an Milch, einer zehnfachen Ueberprodnktion von Sojabohnen und riesigen Baunnwollvorräten gegen­überstehen. Diese und ähnliche Beispiele lassen zn dem Schluß kommen, daß die Arbeitslosenzahl in den Ber­einigten Staaten nach dem Kriege nicht weniger als l8 Millionen erreichen wird. Ein derartiger Zustand müßte das Land in ein Chaos stürzen."

Für uns wird der Begriff „Plutokratie" durch diesen tzeständnisreichem Artikel außerordentlich aufschlußreich erläutert. Er ist ein grelles Schlaglicht jener wirtschaft­lichen Zustände, die wesentlichste Triebkraft des Roose- veltschem Krieges war; nämlich die Kriegssntsachung aus Furcht vor den Nöten des Friedens, die sein Sy­stem nicht zrf steuern vermochte. Während man sich in Europa bereits darüber den Kopf zerbricht, wie der rie­sige Arbeitsanfall nach dem Kriege durch die Zahl der vorhandenen Arbeitskräfte bewältigt werden kann,- stellt man den Vereinigten Staaten eine riesige Arbeitss l o s e n anzachl in Aussicht. Die außerordent­liche wirtschaftliche Depression, so betont man in den USA., ließe sich selbst nach einem siegreichen Abschluß des Krieges für die Vereinigten Staaten wicht unter­drücken da eine Ueberprolduktion angenommen werden müsse, deren Wirkung unte'r den Erscheinungen der Ar­beitslosigkeit bedeutend verschärft würde. '

Man hat in Europa jetzt das Wort geprägt, die Unglo-AmerAaner seien die Quartiermacher des Bolsche-

lrlpps aus dem Kriegskabinett ausgebootet

'Drabtvericht unsere^ Berliner SKriftleitung d-. Verlin, 22. November. Die in politischen Krei­sen Londons seit Wochen kursierenden Gerüchte über eine Ausbootung Cripps' aus dem Kriegskabinett ha­ben sich bewahrheitet. Cripps wurde jetzt als Minister für die Flugzeugproduktion eingesetzt, mußte seinen Posten im Kriegskabinett niederlegen und auch als Manager des Unterhauses zurücktreten. Den von ihm geräumten Platz im Kriegskavinett wird Morrison unter Beibehaltung feiner Posten als Minister des Innern und Minister für innere Sicherheit einnehmen. Als Manager des Unterhauses wurde Eden bestellt, der den Posten des Außenministers beivehält. Oberst Oliver Stanley wird als Nachfolger des abgesetzten Lord Cran- borne Kolonialminister. Lord Cranborne selbst über­nimmt das Amt eines Lordstegelberoahrers, ohne jedoch Mitglied des Kriegskabinetts zu werden.

Oberst Liewellin, der bisherige Minister für die FliDzeugproduMsn, wirb Beauftragter für Versor- gungsangelegenheiten in Washington.

wttlkk greift erneu» lfturchill an

Stockholm, 22. November. Nach einer Nswyoriker Mel­dung von „Folkets Dagblad" richtete Wendel! Willkie in der „New Park Hevald Tribune" erneut einen schar­fen Angriff gegen Churchill anläßlich dessen Erklä­rungen, das britische Empire in seinem Bestände be­wahren zu wollen. Willkie habe direkt verlangt, daß England sich der amerikanischen Auffassung anschließen solle. Dadurch seien die scharfen Gegensätze zwischen Willkie und Churchill über die Endziele wieder kraß her­vorgetreten. In einem noch schärferen Tone habe sich Willkie in einem Aufsatz im „New Pork Forum" ge­gen England gewandt.

wismus. Gerade im Hinblick aus die Geständnisse der amerikanischen Zeitschrift gewinnt dieses Wort an Be­deutung. lleberproduktion, Absatzstockungen, Konkurse und die damit verbundene Verelendung der Massen werden den Boden Englands und Amerikas für den Bolschewismus vorbereiten. Während die Führung in Deutschland in dem Krieg eine an sich unwillkommene Unterbrechung der Friedensarbeit steht, wird im Lande

Roosevelts von der.jiddischen Führungsschicht der Krieg als «ine willkommene Bemäntelung der wirtschaftlichen Unfähigkeit betrachtet. 3n Deutschland werdest wirt­schaftliche Aufbauarbeiten, Arbeiterwohnungen und so­ziale Maßnahmen größten Stils bereits im Kriege für den Frieden vorbereitet, in den Plntokvatien muß man «ine Verelendung der Massen ankündigen. Die Ver­gleiche sprechen für sich.

6roße Leute im Naum von Naltschik

öl SowjetpanM bei den ftbwekrkSmpfen im großen Von-Vogen vernichte»

Aus dem Führerhanptquartier, 22. No­vember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Im Raum von Naltschik erbeuteten deutsche und rumänische Truppen bei erfolgreiche» Angriffs- kämpsen in gebirgigem Gelände eiste große Anzahl Fahrzeuge und Geräte. Zwei Kräitegruppen des Feindes wurden am Terek-Abschvitt eingeschlossen und vernichtet. Ein eigener Angriff traf den Feind in der Flanke und fügte ihm schwere Verluste zu. Im Raum südlich Stalin­grad und im großen Don-Bogen halten die erbitterten Abwehrkämpfe an. Deutsche und rumänische' Truppen brachten bei einem Gegenangriff 6vl> Gefangene ein und vernichteten 28 Panzerkampfwagen. Weitere 36 So­wjetpanzer wurden am 2V. «nd 21. November von einer Panzer-Division abgeschossen. Deutsche und rumänische Lustftreitlräfte unterstützten die eigenen Truppen und fügten dem Feinde in rollenden Angriffen gegen Pan­zerbereitstellungen, Jnfanterieverbände, Ausladungen und Fahrzengkolonnen hohe Verluste zu. In Stalin-

grad wurden bei Stoßtrnppunternehmen weitere stark ausgebaute Stützpunkte genommen und an mehreren Stel­le» Vorstöße der Sowjets abgewiesen. Bei Wöronesch wurde ein starker feindlicher Stoßtrupp aufgerieben. Oertliche Angriffe des Gegners südostwärts des Jlmen- fees scheiterten in erbitterten Kämpfen. Ueberfetzver- fuche über die Newa brachen im zusammengefaßten deutschen Artilleriefeuer zusammen. Sturzkampfflugzeuge fetzten die Angriffe gegen die Murmanbahn fort.

In der Cyrenaika beiderseitige lebhafte Spiih- trupptätigleit. Die eigenen Bewegungen verlaufen planmäßig. Kampffliegerverbände bombardierten Lei Tag und Nacht stark belegte Flugplätze im algerischen Küstengebiet sowie die Häfen von Vongie und Philippe- oille. Ein deutsches Unterseeboot erzielte im Mittel­meer drei Treffer aus einen Schlachtschissverband, der von einem Flugzeugträger und Kreuzern gesichert wurde. Dasselbe Boot torpedierte aus einem Geleitzug zwei Frachter und einen Zerstörer."

5kurmpioniere vernichteten 70 Lunker

kanfoakische örenodiere erstürmten feindlichen Brückenkopf an der Newa

Berlin, 22. November. Vor einigen Wochen war es bolschewistischen Truppen gelungen, einen Brücken­kopf über die Newa vorzutreiben. Dieser Brückenkopf mit guten Deckungsmöglichkeiten an einem steil zum Flußbett abfallenden Hang war durch ein System guter Vergstellungen ausgebaut und in nächtlicher Arbeit mit breiten Drahthindernissen und Minenfeldern um­geben worden. Eine» starken Rückhalt boten den Bol- schewisten etwa 2V Geschützbatterien, mehrere Granat- werferabteiknngen und Salvengeschütze am jenseitigen Ufer der Newa. Unter ihrem Schutz konnte die Be­satzung sich wochenlang in ihrer exponierten Lage hal­ten und bildete eine ständige Beunruhigung der deut­schen Sperrfront vor Leningrad.

In der Nacht zum 20. November traten Stoßtrupps von zwei Grenadier-Regimentern — Männern aus Bremen, Hamburg, Oldenburg, Ostfries- land, Schleswig-Holstein und Hannover — zum An­griff an, mit dem Auftrag, den feindlichen Brückenkopf auszuhehen und damit die Basis für einen Ausbruchs­versuch der Bolschewisten aus Leningrad zu vernichten. Nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorlie­

genden Meldungen wurde das Unternehmen mit einem schweren Fenerschlag unserer Artillerie und Werfer- Batterien eingeleitet, die im Laufe der bis zum Mor­gengrauen andauernden Kämpfe durch Pnnktschießen mehrere feindliche Batterien zum Schweigen brachten.

Unter dem Schutz dieses Feuerriegels arbeiteten sich unsere Grenadiere zu ihren Sturmausgangsstellungen heran: Zwei Stoßaruppen, die den Brückenkopf von den Flanken her abschnüren, zwei weitere, die frontal angreifen sollten. Mit ihnen zusammen gingen Sturm­pioniere vor, die ungeachtet der niederprasselnden Erd­klumpen und Granatsplitter die Drahthindernisse durch­schnitten und Sturmgassen in die Minenfelder spreng­ten. Auf die Sekunde genau würde das Artilleriefeuer vorverlegt. Farbige Leuchtzeichen zischten in den Him­mel, und es gelang unseren Stoßtrupps, mit den ersten Sprüngen überraschend in die vordersten Feindgräben einzudringen und unter geringen eigenen Verlusten den Widerstand der überraschten Besatzung zu brechen.

2m weiteren Verlauf des Unternehmens versteifte sich die Gegenwehr der Bolschewisten, die keine Answeich- (Fortsetzung auf Seite 2)

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veutsolie LampkklusLvusv auk 1 rme 8 l 8 vlieiv k'luxpltttL. In» Voräerxronä elav äeul8vkv Lampkma8oklllv vorn Klu8ter Lv 111 uoä (reedls Im LiQlerxruuä) elu 1rsn!rö8l8olier LomDor. Lrlsssbsr. Lars (8ed)

Spaftergarrg durch die afrikanische Hintertür gescheitert

flnglo-amerikaniskker wochenbeginn okne Vegeisterung — Mililörische ralsachen erstickten den voreiligen lubelsturm

DrahtberlKt unserer Berliner Schriftleitung

b, Berlin, 22. November. Die militärische Situation ?u Beginn der neuen Woche zu schildern, wird von den anglo-amerikanischen Militärbeobachtern als eine we- M dankbare Aufgabe angesehen, da weder London noch -Washington auf dem afrikanischen Kontinent eine Ent­wicklung .vorweisen können, die man selbst bei größtem Optimismus als Erfüllung jener großen Hoffnungen bezeichnen konnte, die nach dem Coup in Algerien und Marokko in Aussicht gestellt wurden. Die singenomms- uen militärischen Stellungen in Nordafrika seien nicht ber erhosste Angriff an sich, sondern Positionen, aus denen ,^1 11 ,m ysn^riss Lirt-rechen

denen man vielleicht einmal zum Angriff antreten könne, meint die amerikanische Zeitschrift „Life - Dse sowjetischen Lügen über „großartige bolschewistische ^ege* im Kaukasusgebiet haben sich sehr schnell als °n ßch agitatorisch unverständliche Liigenmatznahmen des lowjetischen Informationsbüros erwiesen, denen die eng- Ujchen und amerikanischen Militärbeobachter nicht >o ohne weiteres folgen wollen. Inzwischen ist ihnen durch bw deutschen Bewegungen im Kaukasus demonstriert worden, welche Folgen die sowjetischen „Siege", aller­dings mit umgekehrten Vorzeichen, haben.

Das plötzlich wieder entflammte Interesse des anglo- omerikanischen Publikums für die Ereignisse an der ^tiront Lasiert offensichtlich aus den „Voisicht«-Rufen.

ocnen die seriöseren britischen und amerikanischen omungen das Kriegsgeschehen in Tunis begleiten.

die Lage weiterhin durch leichte Eefechtsberührung der deutschen und italienischen Truppen mit den anglo- amerikanischen Vorhuten und gaullistischen Verbänden gekennzeichnet wird. Die britischen Zeitungen bemühen sich heute, ihrer Leserschaft klar zu machen, daß in die­sem Gebiet keineswegs mit den schnellen Erfolgen ge­rechnet werden sönne, die in Algerien und Tunis gegen die französischen Kolonialtruppcn ohne einbeit- liche Führung und mit Unterstützung französischer Ver­räter-Generale erreicht werden tonnten. Allgemein wird heute in London erneut betont, daß die eigentlichen Kämpfe um Tnncsien noch bevorständen. Die deutsch­italienische Besetzung wichtiger Häfen Tunesiens, so meldet die „Daily Mail", habe die Lage der Anglo- Amerikaner sehr „kompliziert". Die militärischen Kor­respondenten des „Daily Telegraph" und des „Daily Herald" find sich einig, daß die bisher gemeldeten „Sen- sationsersolge" der Alliierten aus Tunesien keinesfalls der wahren Lage entsprechen.

Der gleiche pessimistische Ton schwingt durch die Be­richterstattung über die Lage in Libyen, die vielleicht von den Militär-Beobachtern noch kritischer als an den Vor­tagen betrachtet wird. Regenfälle und verschlammte Straßen hielten den Vormarsch der achten britischen Ar­mee bedeutend auf, so betont man. Man dürfe nicht ver­gessen, daß auf den stark aufgeweichten Straßen die Fahrzeuge oft achsentief stecken blieben, und daß die deutsch-italienische Panzerarmee bei ihren Bewegungen den größten Wert auf eine Behinderung der britischen

Vormarschstraßen durch Minen und so weiter gelegt hätten. Die Aufgaben der achten Armee seien unter diesen Umständen außerordentlich probleinreich, meint „News Chronicle". Erstens einmal müsse Rommel ein­geholt werden, zweitens seien äußerst ungünstige Witte­rungsverhältnisse und deren Folgen zu überwinden und drittens müsse man mit den starken Nachichubschwierig- keitsn auf,der jetzt sehr langgezogenen Versorgungs- ronte fertig' werden. Ob Rommel sich nun in El Ageila festsetze, oder wo.er es sonst für richtig halte: Tatsache bleibe, immer, daß er seinen Nachschub auf Gründ der kurzen Verbindungslinien sehr viel »leichter meistern könne.

Stockholm, 22. November. Aus einer Erklärung, die im Hauptquartier des USA.-Eenerals Eisenhower in Nordafrika abgegeben wurde, geht hervor, daß sich die USA.-Soldaten, die Rooseoelt nach Afrika geschickt hat, den Krieg wesentlich anders vorgestellt haben, als sie ihn jetzt erleben. Vielleicht haben sie von dem „Spazier- gang durch die afrikanische Hintertür nach Europa" ge­träumt, von dem auch ÜSA.-Zeitungen im ersten künst­lich entfachten Siegestaumel vhantasierten. Jetzt klagt Eisenhowers Hauptquartier, die größte Gefahr für den Vormarsch der Kolonne bestehe in der Tätigkeit der deutschen Stukas. Besonders unter den jungen USA.- Soldaten, das könne man nicht verschweigen, seien die Stukaangriffe zum Teil von verheerender Wirkung ge­wesen.

Da» AU «at itee L«io»kea

Von

Or. ckossk bckärn, ?rag

Seit das Reich sich großdentsch nennen kann und Millio­nen von Volksgenossen aufgenommen hat, die bisher von ihm getrennt waren, ist auch sein Verhältnis zum Süd­osten Europas anders geworden. Politisch wird der Süd­osten, angelehnt an die ordnende Kraft der Achse,' sei­nen Problemen eine Lösung geben, die für ihn selbst und für die europäische Schicksalsgemeinschaft seine Kräfte richtig einsetzt, wie sich das in der Wafsenkame- radschaft an der Ostfront schon beweist.

Das Reich ist dem Südosten niemals erobernd gegen- übergelreten, wohl aber hat .es ihm geholfen, wo die eigenen Kräfte des Raumes nicht ausreichten, vor allem in der Abwehr der ihn überwältigenden Fluten aus dem Osten. Immer wieder hat besonders Ungarn die Hilfe des Reiches erfahren, als drei Viertel seines Ge­bietes auf eineinhalb Jahrhunderte unter jremde Bot­mäßigkeit geraten waren, und die Kurfürsten von Bran­denburg, von Sachsen, von Bayern haben vor Ofen und. vor Belgrad ebenso ruhmreich gefochten wie die Heere des Prinzen Eugen in Südungarn, Bosnien und Ser­bien. Die Kräfte der Südostvölker haben ihre Aufgabe darin gesehen, mit dem Reich zusammen an der Zer­schlagung' der Europa bedrohenden Gefahren mitzuar­beiten. Wieviel an deutschen Menschen dem Südosten zuteil geworden ist, soll unvergessen bleiben; seit den Tagen der ungarischen Königin Gisela, als deutsche Rit­ter, Bürger, Bauern, Handwerker Ungarn in die euro­päische Völkergemeinschaft einordnen halfen, und der Einwanderung der Moselfranken nach Siebenbürgen, wo eine festgefügte deutsche Gemeinschaft entstand, bis zu der Neubesiedlung des Vanats und tief in das 19. Jahr­hundert hinein, ist deutsches Volkstum immer wieder der Sauerteig gewesen, der die Länder des Sudostens durchdrang.

Kein anderes Volk hat sich mit solcher Anteilnahme des Südostens angenommen wie das deutsche, es hat nicht nur seine Seele zu erfassen gesucht, sondern auch seine Erforschung um ihrer selbst willen und nicht aus Ee- winnstreben betrieben. Die Völker des Südostens waren sich über ihr eigenes Wesen noch nicht klar, so hatten sie noch kaum ihre Schriftsprache zu entwickeln begonnen und ihre Namen und ihre Individualität noch nicht ausgeprägt, als die großen deutschen Geister mit der ganzen dem Deutschen eigenen Liebe zum Gegenstand um der reinen Wissenschaft willen in die Tiefen vor­drangen. Goethe, Herder, Jakob Grimm haben die Spra­chen und Volkslieder bewundert, die Heldensagen neu erweckt, Leopold von Ranke hat das Volksgebundene und geschichtlich Große in der Geschichte des Balkans heraus­gearbeitet. Welche Unsumme von Anregungen, Kultur- geschenken, Vildungsgut hat dann das darauffolgende Jahrhundert über den Südosten ausgebreitet, als die begabten Söhne seiner jungen Staaten in Wien. Graz, Innsbruck, Leipzig studierend, sich das Rüstzeug erwar­ben, mit dem sie später ihrer Heimat dienen konnten! Als unerschöpflich erwiesen sich die Büchereien und Ar­chive schon allein von Wien für die Aufhellung wichtiger Zeitabschnitte der Vergangenheit dieses Erdraumes. Das deutsche Schulwesen drückte dem ganzen Gebiet den Stempel deutscher geistiger und seelischer Bildung auf.

Das Gebiet des Eroßdeuffchen Reiches ist aber auch in wirtschaftlicher Beziehung dem Südosten so nahe -verbunden, daß beiden zusammen eine geradezu ideale Ergänzung zuteil geworden ist. Nur das Großdeutsche Reich allein bietet den Erzeugnissen des Wdostens einen dauernden Absatzmarkt, der ein ständiger Abneh­mer ist und nicht den Bauern von Launen und Spekü- lationen abhängig macht. Spekulativer Zwischenhandel hat die Wirtschaft des Eüdostens früher um den Lohn ihrer Arbeit betrogen. Aber schon vor Ausbruch des gegenwärtigen Krieges haben die Handels- und Wirt­schaftsverträge des Reiches mit den Südoststaaten den ersten Schritt zu einer dauerhaften Regelung gebracht, und die damit geschaffenen Beziehungen erlauben das Rechnen mit festen und auskömmlichen Preisen und den Anbau-nach >den Wünschen des Abnehmers. Aber auch das Reich allein ist imstande, den Südosten mit allen den Produktionsmitteln zu versorgen, deren er zum Ausbau seiner Wirtschaft bedarf, nicht nur damit ver­altete Erzeugungsmethoden verbessert werden (der Holz­pflug vor allem verschwindet), sondern auch damit Fruchtland und Bodenschätze keinem. Raubbau ausge­liefert sind und die Intensität, die den Ertrag dem mitteleuropäischen Durchschnitt anzugleichen vermag in geregelte Bahnen gelenkt wird.

Derkehrsmäßig ist der Südosten mit dem Eroßdeut- schen Reich in breiter Front verbunden. Leistungsfähige Straßen, Eisenbckhnen. kurze Wasserwege, vor allem d'ie Donau,'führen in ihn hinein und werden in Zukunft noch einen viel größeren Austausch zu bewältigen ha-.

Das Reich ist nicht lediglich am Rande mit dem Sudosten verbunden, sondern kann ihn in durchdachter Planung auch auf dem Verkehrsgebiet ordnen. Staats- kunst, Kultur. Wirtschaft bedürfen der Realität eines Verkehrsweges, um verwirklicht werden zu können.

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Bei Angriffskämpfen im Raume von Naltschik brach­ten unsere Truppen große Beute ein.

2n den Abwehrkämpfen im großen Don-Bogen ver­nichteten unsere Truppen 61 Sowjetpanzer.

Im Verlauf der Erstürmung eines feindlichen Brückenkopfes an der Newa zeichneten sich Bre­mer Grenadiere aus.

Vongie und Philippeville wurden von Kampfslie- gerverbänden der Achse bombardiert.

Cripps wurde aus dem britischen Kriegskabinett ausgebootet.

Eine USA.-Zeitschrist zeichnet ein düsteres Bild plutokratischer Nachkriegsentwicklung.

Auch in diesem Jahr ruft die Industrie- und Han­delskammer Bremen zur Spende in den „Bremer Schoß" auf.

Deutschland gewann mit einem eindeutigen Sieg über die Slowakei seinen 106. Fußball-Länderkamps.

Italien siegte im Dreiländersechten vor Ungarn und Deutschland.

Werder schlug in Hamburg den Hamburge. Sport­verein durch eine überlegene Mannschastsleistung.

In der Fußball-Eauklasse waren der VSV. über Blumenthal und die Sportfreunde über Schinkel vl siegreich.