Ausgabe 
(18.11.1942) Nr. 318
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vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeiskers der Zielen Hansestadt vrrmen

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Mittwoch. 18. November 1942

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Willkie torpediert britischen Premier

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lhurchttls Lmpire-polMK beleidigt den USft. Imperialismus

br. Berlin. 17. November. „Ich bin nicht Pre­mierminister geworden, um das britische Weltreich zu liquidieren", mutzte der britische Ministerpräsident not­gedrungen in seiner letzten Rede zur Beruhigung der angesichts der amerikanischen Erbschaftsabsichten ge- iingstigten Parlamentarier in London sagen. „Wir haben das Ziel, zn halten, was unser eigen ist, nämlich das Empire." Diese Sätze bilden jetzt für Willkie den Ansatz­punkt zu Angriffen gegen Churchill, die in ihrer Ton­art das Matz des offiziell Diplomatischen Lei weitem übersteigen. Eine erstaunte Welt, meinte Willkie, habe die Worte Churchills vernommen, und fügt hinzu: „So­lange das britische Volk nicht die Art und Weise kennt, in der wir in Amerika denken und sich dies zu Herzen nimmt, kann keine Hoffnung ans Einigkeit bestehen." Man müsse natürlich auch in Amerika versuchen, Gedan- kengänge zu verfolgen, wie sie in England und im bri­tischen Commonwealth vorgetragen würden, aber Chur­chill möge daran denken, dah die Probleme nicht da­durch zu lösen seien, dah „einer der Urheber der At­lantik-Charta die alte imperialistische Ordnung vertei­digt".

Wenn Churchill durch seine Bemerkung, daß das Em­pire erhalten werden müsse, den innerpolitischen Sturm zu dämmen hoffte, der nach der Behauptung des „Life", Amerika denke nicht daran, für das britische Empire zu kämpfen, entbrannt war, so hat Willkie ihn aufs neue entfacht. Der Steigbügelhalter Roosevelts verbittet sich britische Gegenbemerkungen und stellt fest, daß von

tripps und die sreiliett

Kopie nationalsozialistischer Aeußerungen

Wir haben im Lauf dieses Krieges häufig Aeußerun­gen ans England gehört, die eine direkte Kopie natio­nalsozialistischer Aeußerungen darstellten. Niemand, der die politischen Strategen der Briten kennt, nimmt sie «anst. Es ist ein alte Gepflogenheit der englischen Kriegsagitation, die geistigen Hintergründe zu ver­wischen. Sie glauben dadurch dem Gegner den Wind aus den Segeln nehmen zu können. Auf dieses Gebiet der politischen Agitation begab sich auch Stafford Cripps, als er in seiner letzten Rundfunkrede sozial­philosophische Töne anschlug und sich über den Begriff der Freiheit äußerte, die er mit Hilfe einer amerika­nisch-bolschewistischen Luftflotte der Nachkriegswelt be­scheren will. „Freiheit ist ein weiter Begriff", sagte Lripps . „Wie wir in unserem eigenen völkischen Leben festgestellt haben, muß die Freiheit des einzelnen in ge­wissem Umfang zugunsten einer größeren Freiheit aller beschnitten werden. Die Freiheit eines Gangsters oder eines Schuftes muß scharf eingeengt werden, wenn der friedliche Bürger sich seiner Freiheit erfreuen soll."

Das entspricht durchaus unserer Auffassung. Daß die Freiheit des ganzen über der vermeintlichen Freiheit des einzelnen steht, ist eine nationalsozialistische Er­kenntnis, die — znm Unterschied von England — bei uns aber auch schon verwirklicht ist. Bei uns ist es nicht Lei Phrasen geblieben, die aus politischen Zweckmätzig- keitsgründen ausposaunt wurden, sondern wir haben unseren Grundsatz längst in die Tat umgesetzt. Wir haben z. B. die Gangster und Schufte ausgemerzt und haben nun gar kein Bedürfnis, sie uns neu übers große Wasser importieren zu lassen.

flraber in Uran se-ien sich rur weile

Madrid, 17. November. Die Araber in Oran haben in den ersten Kampftagen die unsichere Lage ausgenutzt, um sich Waffen anzueignen. Obwohl im amerikanischen Heeresbericht von einer freundlichen Aufnahme durch die Eingeborenenbevölkerung gesprochen wunde, ist es zu schweren Schießereien gekommen, wobei zahlreiche USA.- Soldaten getötet wurden. (Siehe auch Seite 2.)

einem Zusammengehen nicht die Rede sei wenn das britische Voll sich nicht die amerikanische Denkungsavt zu eigen macht, also den amerikanischen Imperia­lismus an die Stelle des Empire-Gedankens setze. In dieser neuen amerikanischen imperialistischen „Ordnung" ist also kein Platz mehr für das britische Weltreich. Churchill kann diese Entwicklung nicht aufhalten.

Den besten Anschauungsunterricht für den Auflösungs­prozeß des Empire bietet die britische Zeitschrift „Sphere"

Aus dem Führerhauptquartier, 17. No­vember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Deutsche Truppen brachen im Raum nördlich Tuapse und im Elbrus-Abschnitt in tiesge- gliederte Stellungen ein und erstürmten zahlreiche Kampfanlagen in erbitterte» Nahkampfen. Wiederholte mit Panzerunterstützung vorgetragene Angriffe des Feindes im Terek-Abschnitt scheiterten am zähen Wider­stand der deutschen Truppen. 2m Kaspische» Meer ver­senkte die Luftwaffe einen Tanker, zwei Tankschiffe wur­de» beschädigt. Kampfflugzeuge setzten die Angriffe auf die Bahnlinien ostwärts der Wolga mit gutem Erfolg fort. Südostwärts des Jlmensees rege eigene Stotz- trupptiitigkeit. Angriffe der Sowjets an der Wolchow- Front brachen im Feuer der deutschen Abwehr zusam­men.

In der Cyrenaika dauern die Kämpfe an. Der na wurde von den deutsch-italienischen Truppen planmäßig geräumt. Kampfflieger bekämpften wirksam britische Kolonnen. Aus der britisch-amerikanischen Nachschubslotte für Nordafrika wurde ein Transporter von 12 000 VRT. durch ein deutsches Unterseeboot ver­senkt. Feindliche Marschkolonnen ans der Küstenstriche ostwärts Vone und im südlichen tunesische« Grenzgebiet erlitten durch unsere Luftangriffe schwere Verluste. Einzelne britische Flugzeuge flogen in der Abenddäm­merung in das nordwestdeutsche Grenzgebiet. Durch Bombenabwurf hatte die Bevölkerung geringe Verluste. Borpostenboote sowie Flakartillerie der Lnftwafse und Kriegsmarine schössen an der Atlantik- und Nordsee­küste sieben seindliche Flugzeuge ab."

Durch Angriffe deutscher U-Boote verlor der Feind, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, außer

Berlin, 17. November. In Berlin begann im An­schluß an die feierliche Tagung der Reichsarbeits­kammer, auf der Reichsorganisatiousleiter Dr. Ley und Reichsminister Speer im Auftrage des Führers weitere» 2S deutschen Betrieben die Auszeichnung „Krregsmuster- betrieb" verleihen konnten, eine Arbeitstagung der DAF. An ihr nehmen die Reichsamtsleiter, Gauobmän­ner, Kreisobmänner der DAF., ferner die Reichstreu­händer der Arbeit und die Präsidenten der Landes­arbeitsämter teil.

Die unter der Leitung des Geschäftsführers der DAF., Obsrbefehlslotter Marrenbach, stehende Tagung wurde durch ein grundlegendes Referat des Reichsorglamffa- tionslsitsrs Dr. Ley singÄeitet. Er umriß die großen Aufgaben, die auf den verschiedenen Arbeitsgebieten der Deutschen Arbeitsfront auch in den kommenden Mo­naten zu leisten sind. Die besondere Fürsorge, so betont« Dr. Ley, gilt im vierten Krisgsjahr mehr denn je der Erhaltung der Schaffenskraft der deutschen Manischen. Jeder Beauftragte der. Partei muß die Dinge so sehen, wie sie sind. Eine BötriöbsbkiNdhett, wie sie früher mög­lich war, darf heute nicht mehr zum Schaden des Be­triebes und der gesamten Wirtschaft aufkommen. Neben den Männern der Partei, denen die Meuschenfühvnng vor allen Dingen obliegt, stehen die Organe des St>aa-

Mtt einer Kartenskizze, in der die Kraftlinien der Ver­einigten Staaten eingezeichnet sind. Die von Washing­ton ausstrahlenden Linien münden an allen Punkten der Erde, an denen Roosevelt Truppen landen ließ unter der vorgeschobenen Behauptung, Britannien sei zu schwach, um diese Stützpunkte zu halten. So legt sich geraden ein Ring um die britischen Besitzungen. Nie mehr kann sich Churchill aus den Fanaarmen des unter freundschaftlicher Maske auftretenden Polypen befreien.

dem wertvollen Transporter von 12 l>00 VRT. zwei wei­tere seindliche Handelsschiffe, die vor der algerischen Küste von italienischen Torpedoflugzeugen versenkt wurden. Die im Eleitangriff abgeworfenen Torpedos trafen noch ein viertes Handelsschiff mittlerer Tonnage, das in stärkem Geleit fuhr, und beschädigten es schwer. Gleichzeitig setzten deutsche Kampfflugzeuge die Be­kämpfung des Hafens Bougie fort. Sie erzielten Bom­bentreffer in Hafenanlagen und Verladeeinrichtungen. Der Nachschub für das britisch-amerikanische Landungs­korps kostete dem Feind Tag für Tag neue Verluste, die um so schwerer wiegen, als es sich meist um besonders wertvolle, für schnelle Transporte geeignete Schiffstypen handelt.

Die feindlichen Landoperaftonen kommen nur lang­sam in Fluß. Bisher hatten die in Tunesten gelandeten deutsch-italienischen Heeresverbände keine Gefechtsbe­rührung mit dem Feind. Nur die Luftwaffe nahm den Kampf auf und nahm sich mit starken Kräften ostwärts Bone den feindlichen Kolonnenverkehr auf der Kllsten- straße zum Ziel. Kampfflugzeuge vom Muster Ju 88 griffen in Sturz- und Tiefflügen amerikanisch-britische Fahrzeugkolonnen, darunter auch motorisierte schwere Waffen, mit Bomben an. Die geringen Tarnungsmög- lichkeiten unter Bäumen hatten nicht ausgereicht, um die Marschbewegungen zu verbergen. Nach Bomben­treffern gerieten zahlreiche Lastkraftwagen in Brand. Den Bombenangriffen folgten im Tiesflug durchgeführte Feuerüberfälle auf die Deckung suchenden feindlichen Abteilungen. Trotz Einsatz von Jägern und trotz hef­tigem Maschinengewehrfeuer von den Fahrzeugkolonnen aus konnte der Feind die Angriffe nicht verhindern. Im Abflug beobachteten unsere Flieger noch feindliche Zelt­lager, die ebenfalls mit Bordwaffen wirksam unter Feuer genommen wurden.

tss, die ReichstosulhäUder der Arbeit und die Arbeits­ämter. Der schaffende deutsche Mensch kann in dem Bewußtsein arbeiten, daß jede erhöhte Anforderung eine entsprechende soziale Betreuung mit sich bringt.

Reichswirtschaftsmintster Funk legte die Leistungen der deutschen Kriegswirtschaft dar. Es komme nicht nur darauf an, die erforderliche Kriegsproduktion sicherzu­stellen, sondern auch dafür zn sorgen, daß der heim­kehrende Soldat in eine mit aller Konsequenz auf­gebaute nationalsozialistische Wirtschaft zurückkehre. Er zeichnete ein Bild der wichtigsten wirtschaftspolitischen Aufgaben der Gegenwart. Drei Imperative ständen heute im Vordergrund des deutschen Wirtschaftslebens: Arbeit, Rechnen und Sparen. Produktion sei das Er­gebnis unserer in der ganzen Welt bewunderten Ar­beitsleistung, Rechnen sei die Voraussetzung für eine durchgreifende Rationalisierung der Wirtschaft, und Verwaltung und Sparen gehören znr Bereitstellung je­ner Mittel, die zur kkiegsentscheioenden Rüstung not­wendig seien. Durch eine gesunde Preis- und Lohn­politik sei es gelungen, in Deutschland die Währnngs- stabilttät zn erhalten. Die Wirtschaft habe die Forde­rungen erfüllt^ die der Führer an sie gestellt hat.

(Fortsetzung auf Seite 2)

12000-sonner vor Nordafrika versenkt

Erfolgreiche Kampchandlringen unserer Iruppen an -er Vstjront

„wir Koben allen Srund, 8ptimisten;u fein"

flrbeitotagung -er Veutschen flrbeitssront

Sowjets sollen Nordafrika-toup unterstützen

Hilferufe der Sowjets durch britische Sffenfioforderungen abgelöst — vorsichtige veurteilung der tage in London

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin, 17. November. Die nüchterne Phase der auglo-amerikanischcn Agitationspolitik, die nach den Ge­genmaßnahmen der Achse an der französischen Mittel- meerküste und in Tunesien und nach den außerordentlich kräftigen Schlägen der deutschen und italienischen Lnft- und Seestreitkräfte im westlichen Mittelmeer und vor der marokkanischen Atlantikküste einsetzte, ist jetzt durch Töne aus London ergänzt worden, die in direktem Gegensatz zu den Berechnungen der ersten Tage der vergangenen Woche stehen, an denen man an der Themse dem sowjeti­schen Diktator in Moskau klarzumachen versuchte, welch „außerordentliche Entlastung^ der llebersall aus die nord- asrilanischen Besitzungen Frankreichs für die sowjetische Front bedeuten würde. Die sich in dem jüngsten Kommu­nique des sogenannten alliierten Hauptquartiers in Nordasrika mit der Bemerkung: „Die königliche Flotte hat Verluste erlitten" zeigende Situationswandlung im gesamten westlichen Mittelmeerraum, ließ die Prahle­reien gegenüber der Sowjetunion verstumme«. 2a, es fällt aus, datz das amtliche London den Hilferufenden Kreml zu neuen Vlutopfern anfeuert in einem Augen­blick, in dem Moskau eine Entlastung erträumt hatte.

Jetzt sei für die Sowjetunion der Zeitpunkt gekommen, um zu einer Gegenoffensive gegen die deutschen Truppen anzutreten, versichert der Militärkritiker des „Daily Ex­preß". Und die offiziöse „dorlshire Post" hält Moskau direkt vor, es sei jetzt unumgänglich notwendig, daß man auf sowjetischer Seite zu jeder nur möglichen Offensive

schreite, „damit nicht zu große Truppenverbände von der Ostfront nach Afrika entsandt werden." Hier spricht die Erkenntnis mit/daß trotz des starken Engagements im Mittelmeer und der hier erzielten Erfolge diedeutsche Luftwaffe weiterhin im Osten mit größ­ter Aktivität am Feind steht und keine der in London prophezeiten „Schwund-Verluste" zeigt. Die deut­sche Luftwaffe ist qualitativ und quantitativ so mächtig, daß keinerlei spürbare Kräfteverlagerung notwendig war, um die neuentstandene Aufgabe im Mittelmeer und in Nordwestafrika zu meistern mit dem Erfolg, der durch die Veisenkungsergebnisse sehr deutlich wird. Durch An- feuerung der Sowjets erhoffen sich die Briten nun eine Kräfteverlagerung nach der anderen Seite; man spricht es offen aus, daß man „in Nordasrika noch auf harte' Kämpfe gefaßt sein muß."

Man ist in London sehr schockiert, daß die Landungen der Achsenstreitkräste in Tunesten so reibungslos durchge­führt werden konnten, und bemerkt, daß die dort hinge­führten Truppen sich bereits in guten Positionen befin­den müßten. Ein Blick auf die Karte gibt in der Tat einen überzeugenden Eindruck von der günstigen strategi­schen Lage dieses Gebietes, das die bei jedem Kampf in Nordasrika dominierende Nachschubfrage auf Grund, der günstigen Verbindung zu Italien sehr zu erleichtern ver­mag. Die amtlichen Stellen an der Themse betonen, daß die 1. Armee unter General Anderson mit angeblich 90 Prozent britischer Truppen von Bone — das die letzten Tage als Stützpunkt dieser Armee bezeichnet worden war

— und von Bougie aus „mit einer gewissen Vorsicht" vorrücke. Man betont den gebirgigen Charakter des Ge­ländes an der Grenze zwischen Algerien und Tunesien. Londoner Blätter machen jedoch darauf aufmerksam, daß Anderson nur deshalb so zurückhaltend sei, weil er wisse, jetzt in Tunesien nicht Franzosen ohne einheitliche Füh­rung, sondern deutsche und italienische Truppen vor sich zu haben, über deren Stärke er sich kein Bild machen könne. „Wir müssen uns jetzt auf gewaltige Ereignisse und Reaktionen von seilen der Achsenmächte gefaßt machen und viele und harte Kämpfe erwarten", schreibt die „Daily Mail". In der „Times" stellt Cyrill Falls fest, Rommel sei es gelungen, aus Grund seiner beweg­lichen Taktik seine ihm nach der Zertrümmerung der El- Alamein-Stellung durch das britische Feuer verbleiben­den Streitkräfte so gut wie vollständig zurückzuführen. Ein Angriff aus El Ageila brauche Zeit und sorgfältige Vorbereitung, heißt es an anderer Stelle der „Times", zumal es jetzt die englischen Truppen seien, die sehr lange Verbindungswege hätten. Zwischen Anderson in seinen Stellungen ein wenig östlich Bone und den»Spitzen Ge­neral Montgomerys liege nicht nur eine Strecke von 2000 Kilometer, sondern ein sehr schwieriges, von bedeutenden deutschen und italienischen Kräften gesichertes Gebiet. Selbst die planmäßige Räumung Dernas könne in dieser Situation nach den Erfahrungen von Tobruk, wo nur einige Flaschen Mineralwasser unter Häusertrllmmern gefunden wurden, nicht den Freudenjubel erzeugen, den die britische Agitation vor acht Tagen entfacht«.

Lee AeLrs- Neswe

Von

Ssulsiisr krick Iloeli

ksicdskommisssr für clis Ulcrsins

In diesen Tagen jährt sich zum erstenmal die klebe»- nähme eines großen Teiles der früheren Sowjet-Ukraine durch die deutsch« Zivilnerwacktnng. Der deutsche Soldat und die Truppen der verbündeten europäischen Nationen hatten dank der genialen FeldherrNkunst des Führers diese Kornkammer Europas vom bolschewistischen Joch befreit. Hart aber schnell war das Kriegsgeschehen über di« gesegneten Gefilde Wolhymens, Podoliens und der Dnjspr-Land« dahingebvanst. Bereits zwei Monate nach dem ersten Kanonenschuß tonnte aus Grund eines Führer- befehls der Verwaltungsmann dem Soldaten folgen, um das durch Krieg und Bolschewismus verwüstete Land in geordnete Bahnen zu lenken und der deutschen Kriegs­wirtschaft dienstbar zu machen.

Das deutsche Volk nahm mit Recht stärksten Anteil an der Ordnung und Durchdringwim eines Landes, das durch das Blutopfer seiner besten Söhne beisetzt worden war. Es sah in der Ukraine nicht nur die .südlich er­reichte Sicherung der für die Kriegführung entschei­denden Rohstoff- und ErnÄHrungsbasis, sondern der letzte Deutsche begriff instinktiv, daß hier im Osten Europas eine Aufgab« von weltweiten Aus­maßen gestellt war. Alle Maßnahmen, die vom Rsichs- minister für die besetztem Ostgebiete, Alfred Roscnberg, und von mär als dem Reichskommissar für die Ukraine getroffen wurden, fanden daher im Reich und darüber hinaus in ganz Europa ein Interesse, das für eine zivile Aufgabe kanm erwartet werden konnte. Wir wissen es heute nach einem Jahr, daß die Ukraine ein Land här­tester Aufbauarbeit ist und bleiben wird, «im FeM> nur für Tatmsnschen und solche, die sich vor keinen Schwie­rigkeiten scheuen. Das Lied der Arbeit herrscht vor und der Rhythmus der Sensen übertönt den Klang der Bandura!

Die deutsche Führung in der Ukraine hat vom ersten Tage ihres Einsatzes an ihre Politik nach klaren und nüchternen Grundsätzen ausgerichtet. Sie erstrebte kein künstliches Gebäude rascher Scheinerfolge. Sie vermied auch die 1918 begangenen Fehler einer Jllustons- und Halbheitspolitik. Es galt in erster Linie, die deutsche Kriegswirtschaft und Kriegführung mit den außer­ordentlichen Ernährungs- und Rohstoffquellen des Lan­des zu unterstützen und zu sichern, damit Deutschland und Europa einen Krieg von beliebig langer Dauer überstehen können. Diese Aufgab« mußte aber von vornherein in Einklang gebracht werden mit dem poli­tischen Prinzip der Sicherung und Stabilisierung einer neuen europäischen Ordnung im Osten.

„Der Einsatz im Osten erfordert tadellose persönlich« Haltung, Kameradschaftlichkeit und einen unermüdlichen Arbeitswillen", so formuliert« es Reichsminister Alfred Rosenberg in seinem Dezemberaufruf an das Führer­korps Ost. Von diesem Grundsatz ausgehend, wurden für den Ilkraineeinsatz an die entscheidenden Stellen bewährte Parteiführer, Kreisleiter, SA.-, jf-, NSKK.- Führer, Ordensjunker, Verwaltungsbeamte, Landräts und bewährte Landwirte usw. gestellt. Sie mutzten auf schwierigsten Posten Haltung und Einsatzfreude bewei­sen. Was diese Männer im braunen Rock des Ostein­satzes, oft völlig auf sich allein gestellt, mit nur wenig polizeilichen Hilfskräften geleistet und erreicht haben, kann durchaus vor einer späteren Geschichtsschreibung bestehen. Gerade die NSDAP. hat für den Osteinsatz schöpferische Persönlichkeiten aus allen Gliederungen und aus allen Berufen unseres Volkes gestellt. So bildete sich in diesem einen Jahr in der Ukraine «in Verwäl- tungsführerkorps, mit dem wir getrost an die schwersten Aufgaben herangehen können.

An der Spitze aller Bemühungen der deutschen Füh­rung stand der Aufbau der Landwirtschaft. Das große Ziel, die Ukraine wieder zur Kornkammer Europas zu machen, durfte nicht aus den Augen ver­loren werden. Bei allen Maßnahmen war die Versor­gung der kämpsenden Front und das Wohl und Wehe der Heimat Ehrensache für die Verwaltung. Agrar- politische Experimente, wie sie von Theoretikern emp­fohlen wurden, lehnten wir ab. Die Agrarordnung des Ostministers, durch die das jüdisch-bolschewistische Kol- choßsystem beseitigt wurde, gab un°r ein Werkzeug zum systematischen und ruhigen Aufbau auf dem Ägrar- sekior. Auf dem gewerblichen Sektor wurde vor allen Dingen durch meinen Handwerkererlaß das vom Bol­schewismus ruinierte ukrainische Handwerk gefördert und ihm die ersten Entfaltungsmöglichkeiten gegeben. Besondere Verdienste erwarben sich meine Mitarbeiter durch den Van von Großdrücken und durch die Wieder- ingangsetzung wichtiger Großkraftwerke, wie überhaupt durch die Ingangsetzung von Betrieben. Der Erschlie­ßung der großen Rohstoffvorkommen in Kriwoj Rog und Nikopol galt unser ganzes Bemühen, damit hier wertvolle Reserven für die deutsche Kriegführung ge­wonnen werden können.

Was aus dem Gebiete des Verkehrs geleistet wurde, wird erst nach dem Kriege seine volle Würdigung er­fahren können. Auf dem Gebiet« der Technik, der Finan­zen und der Währung wurde ebenfalls umsichtig aus­gebaut. Das kulturelle Leben in der Ukraine wurde trotz der Schwierigkeiten des Krieges weitgehend gefördert. Etwa 70 Zeitungen erscheinen wieder im Reichskommissariat, 300 Filmtheater wurden eröffnet und das geistige Leben' der Ukraine erhielt nach der Niederhaltnng durch den Bolschewismus wieder Auf­trieb. Der Roligionserlaß vom Juni sicherte die Frei­heit aller religiösen Bekenntnisse.

Bon der Ostfront werden erfolgreiche Kampfhand­lungen unserer Truppen gemeldet.

Auf die Hitserufe der Sowjets antworten die Bri­ten neuerdings mit Offensivforderungen an die Bolschewisten.

Die britisch-amerikanische Nachschubslotte für Nord­asrika verlor einen weiteren 12 000-Tonner.

Derna wurde planmäßig geräumt; seindliche Marsch­kolonnen erlitten schwere Verluste.

Willkie wendet sich in einer zynischen Erklärung ge­gen Churchills Empire-Politik

Der dritte Opsersonntag für das Kriegs-WHW. er­brachte im Gau Weser-Ems mit über 828 000 RM. 19,8 Prozent mehr als die gleiche Sammlung des Vorjahres.

Handwerksmeister, die in die Ukraine übersiedeln wollen, finden dort hervorragende Entwicklungsmöa- lichleiten.