Ausgabe 
(17.11.1942) Nr. 317
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vremeröeitung

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parteicmrtUcke Layeszeilung

W vas flmtsdlatt des Negierenden viirgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

Nr. 51 i' , 12. Jahrgang

Vienstag, 1 ?. November 1942

der NationatsoziaMen. vremens

flmtUches verkvndungsbiatt des Ncichsstaktlzalters in Ol denburg und vremen

kinzelpreis 15 Npf.

Veutsche und italienische Irupoen in lunesien

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das anslo-amerikanische „Monopol der Überraschungen" gebrochen / Neue Iransportflotten als veule

für unsere U-Voole und öomber im Nnmarsch

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Sorgen der fllMerlen

vrstitbsrictit unserer Berliner PckrUtleitung

b. Berlin, 18. November. Das Mittelmeer ist in der gegenwärtigen Phase des Krieges zu einem der Hauptkriegsschauplätze geworden, der den Anglo-Ameri- tanern endlich das seit Jahren angestrebte „Monopol der Ueberraschungen" versprach und in den ersten Tagen ihrer Operationen gegen die nordafrilanischen Besitzun­gen Frankreichs auf dieser Ueberraschung basierende Er­folge bescherte. Die Landungstruppen tonnten den Wi­derstand in Algerien und Marokko entweder überwinden oder durch andere Mittel ausschalten, ohne jedoch die Salutschüsse und Willkommensgrühe zu empsangen, die man zu Beginn des Ueberfalls erhofft hatte und die den weiteren Weg nach Osten mühelos öffnen sollten. Diese erste kleine Enttäuschung wurde jedoch dann durch die Initiative der Achsenmächte sehr viel größer gekrönt: Die Besetzung der französischen Mittelmeerküste sicherte die als „weich" bezeichnete Südslanke Europas, die Ee- genschläge der U-Boote und Bomber gegen die alliierten Flottenstreitkräfte und die von ihnen gesicherten Trans­portslotten schafften Risiken an einer Stelle, die als „Punkt des geringsten Widerstandes" angesehen wurde, die Landung der deutschen und italienischen Truppen in Tunesien aber hat auf dem Boden Nordafrikas selbst eine Wandlung geschaffen, die durchaus als Bruch des „Ueberraschungs-Monopols" der Alliierten angesehen werden kann.

Die anglo-amerikanischen Mächte hatten sicherlich eine derart wirksame und erfolgreiche Eegentktion, wie sie der Einsatz der Luftwaffen- und Marinestreitkräfte der Achse und die Sicherung Tunestens darstellt, nicht er­wartet. Die Ueberraschung auf anglo-amerikanischer Seite kommt deutlich in dem gedämpften Ton und der vorsichtigen Haltung der feindlichen. Agitation zum Aus­druck, die sich jetzt veranlaßt sieht, auf die Härte und die lange Dauer der bevorstehenden Kämpfe hinzuwei­sen. Man erkennt hier, daß ein We-rteranhalten der in der vergangenen Woche erzielten Achsenerfolge von einer derartigen Tragweite sein würde, daß sie sich auf die gesamte Tonnagefrage verhängnisvoll auswirken müßte. Da der den anglo-amerikanischen Seemächten zur Ver­fügung stehende Transportraum auch auf anderen Kriegsschauplätzen durch die dort kaum geschmälerte Wirft'amkeit der U-Voot« andauernd weiter geschwächt wird und die Japaner umfangreiche amerikanische Ton­nage bei den Salomon-Jnseln binden, kann das nord-

Neue MtterkreuztrSger

Berlin, 18. November. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Friedrich Otte, Kommandeur eines Jäger-Regiments. Haupt­mann Eberhard Wolfram, Kompaniechef in einem Erenadier-Regiment. Oberleutnant d. R. Kurt Knack, Kompaniefllhrer in einem Grenadier-RegimcntOllnter- ossizier Otto Kroögmann, Zugführer in einem Erenadier-Regiment.

Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an Feldwebel Steinhaufen, Flug­zeugführer in einem Jagdgeschwader.

Feldwebel Günter Steinhaufen, am 15. September 1817 in Lobkowitz auf Rüsten geboren, hat sich im Kamps gegen die englische Luftwaffe aus dem afrikanischen Kriegs­schauplatz besonders bewährt und in zahlreichen harten Luft­kämpfen gegen einen oft weit überlegenen Gegner 40 Flug­zeug« abgeschossen. Nach dem 48. Lustsiag ist er von einem Feindflug nicht zurückgekehrt.

Britisch« Admiralität gibt U-Boot-Vcrlust bekannt. Einer . Reutsrmeldung zufolge gibt die britische Admiralität den Ver­lust des Unterseebootes „Talisman" bekannt.

afrikanische Abenteuer nicht pausenlos fortgesetzt werden, wenn es nicht gelingt, die gefährlichen Achsenoperatro- nen abzuwenden. Britische Darstellungen besagen, daß vorerst die Eeleitzüge noch durch Tausende von Kilo- metern „u-boot-verpesteter Gewässer" zu bringen seien. Man sieht sich vor die Notwendigkeit gestellt, trotz dieser sichtbaren Gefahren ^weitere Nachschubtransporte der nordafrilanischen Küste zusteuern lassen zu müssen und bedenkt besorgt, daß diese wertvollen Schiffe sehr leicht neue Beute der Luftwaffenverbände und der U-Boot- Gruppen der Achse werden können.

Neben diesem militärischen Dilemma wind das po­litische für die Alliierten ganz offenbar. Trotz des größten Bemühens der angelsächsischen Agitation, Freu­denbotschaften aus dem Kreml zu locken, war bisher nichts als ein abwartendes Echo aus der Sowjetunion zu vernehmen. Die „Times" will heute wissen, daß die gesamte sowjetische Presse doch noch allmählich der novd- afrikanischen Unternehmung Anerkennung zolle. Die an­geführten Zitate widersprechen jedoch der abwesenden Haltung Maiskys keineswegs; sie besagen, daß man eine „richtige Zweite Front" in Moskau immer noch er­warte, wenn man auch die Anstrengungen in Nord- afrika zu würdigen wisse. Die politische Einigung Europas ist jedoch durch den anglo-amerikanischen Ueberfall und die anschließend erfolgte Demaskierung der wahren Ziele Londons und Washingtons offensicht­lich stark gefördert worden. Die politische Gärung in Frankreich, die vielleicht widerspruchsvoll und paradox

erscheinen kann, bedeutet jedoch in Wirklichkeit das Kennzeichen des politischen Dinigungsprozesses in Europa,

Die Sicherung Tunestens durch die Achsenstreitkriifte erfolgte, wie das Oberkommando der Wehrmacht aus­drücklich feststellte, „in vollem Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden". Welche Rückwirkungen diese Operationen auf die Kämpfe der deutsch-italienischen Panzerdivisionen unter der Füh­rung Rommels haben, muß abgewartet werden. Vor­läufig ist das Gesicht dieses Kampfschauplatzes durch die Ausweichbewegungen in der Cqrenaika bestimmt, deren Planmäßigkeit mit Vertrauen in die Entwick­lung erfüllen darf.

Wenn jedoch die Anglo-Amerikaner ihr nordafrikani- sche§ Unternehmen mit der Offensive gegen Rommel in Verbindung bringen, so ist gerade die Landung in Tu­nis als an einer taktisch besonders günstigen Stelle als strategischer Eegenschlag von Bedeutung zu werten. Die Gegenmaßnahmen der Achse werden auch in der Folge­zeit einen sehr starken Rechenfehler in den Plänen der Alliierten darstellen, zumal die große Aktivität der deutschen Luftwaffe in den Gewässern des Mittelmeeres nicht ausschließt, daß weitere erhebliche Kräfte gerade der Luftwaffe an der Ostfront zum Einsatz kommen, während die U-Boote beweisen, daß die Schwerpunkt­verlagerung zum westlichen Mittelmeer nicht gleichbedeu­tend mit einer Verringerung der Aktivität in den übri­gen Seegebieten vom Eismeer bis zu den Gewässern vor der südamerikanischen Küste ist.

feindgruppen im Kaukasus vernichtet

fluoweichbewegungen in See lyrenaika oerlaulen planmößig

Aus dem F L h r e r h a u p 1 q u a r t i e r, 18. No­vember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Deutsche Truppen vernichteten im Kaukasus zwei eingeschlossene feindliche Kräftegruppen und wiesen an anderen Abschnitten Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zurück. Kampfflugzeuge warfen ein Frachtschiff im Kaspischen Meer in Brand und beschädigten zwei Transporter. In Stalingrad wurden durch Stoßtruppunternehmen weitere Häuser­blocks genommen und feindliche Gegenstöße abgewiesen. Am Wolchow brach ein feindlich?» Angriff im eigenen Abwehrfeuer zusammen. Die Ausweichbewegungen in der Cyrenaika verlaufen planmäßig. Keutschc und itali­enische Kamps- und Zerstöreroerbände griffen feindliche Kolonnen mit guter Wirkung an. In Luftkäpipfen mit überlegenen feindlichen Fliegerverbänden wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Deutsche und ita­lienische Truppen sind im vollen Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden in Tunesien gelandet. An der Küste Algeriens wurden Hafen und Flugplatz Bone bombardiert. Ein deutsches Unterseeboot torpedierte vbr der marokkani­schen Atlantikküste ein Fahrgastschiff von 8888 VRT. In der Nacht zum 15. November fand vor der niederländi­schen Küste ein Seegefecht zwischen Vorpostenbooten und feindlichen Schnellbooten statt. Der Feind zog sich nach kurzem Gefecht zurück.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden im gemeinsamen Kamps der italienischen und deutschen Luftwaffen und der italienischen und deutschen Marinen in der Bekämpfung des feindlichen Eeleitzuges gegen die nordafrikanische Küste im westlichen Mittel­meer folgende Erfolge erzielt: Vernichtet oder beschädigt wurden insgesamt 88 Einheiten, und zwar: 14 Handels­und größere Transportschiffe mit insgesamt 182 888 VRT. versenkt. Ein großer Tanker (etwa 18 888 VRT.) wurde torpediert und in sinkendem Zustand zurückgelas­sen. 7 Handels- und größere Transportschiffe mit insge­

samt 71 888 BRT. wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem Verlust mit Sicherheit gerechnet werden kann. Somit wurde eine Gesamtsumme von 183 888 VRT. wertvollsten feindlichen Fracht-, Tanker- und Transport­raums vernichtet. Hiervon sind bereits acht Schiffe mit 78 888 VRT. in, der Sondermeldung vom 14. November bekanntgegeben. Weitere 35 Handels- und Transport­schiffe mit insgesamt 234 888 BRT. wurden beschädigt, teilweise so schwer, daß mit ihrem längeren Ausfall für Transportzwecke zu rechnen ist. Außerdem wurden ein Schlachtschiff beschädigt, drei Träger beschädigt, davon einer so schwer, daß mit seinem längeren Ausfall zu rechnen ist, drei Kreuzer versenkt, 14 Kreuzer und große Zerstörer beschädigt, vier Zerstörer und Bewacher ver­senkt, sieben Zerstörer und Bewacher beschädigt."

In der Cyrenaika standen,die deutschen und ita­lienischen Truppen am Sonntag in heftigen Kämpfen gegen die nachdrängenden Briten. Beim Versuch, die Nachhuten zu umfassen, gerieten die Angriffsspitzen der 8. britischen Armee in Minenfeldes Weitere Ausfälle erlitt der Feind durch Angriffe unserer Sturzkampf­und leichten Kampfflugzeuge. Aufklärer hatten auf der Küstenstraße zwischen Sidi el Barani und Tobruk starke britische Kolonnen festgestellt, Ueberraschend stießen un­sere Flieger auf den Feind herab und warfen ihre Bom­ben mitten zwischen die Panzer und Fahrzeuge.

Besonders erfolgreich waren die Angriffe gegen auf­gestaute Kolonnen am Halfaya-Paß, sowie südostwärts Sidi el Barani, wo 300 parkende Kraftwagen mit Bomben belegt wurden. Unsere Flieger brachten hier durch ihre unerwarteten Bomben- und Tiefangriffe den Feind so in Verwirrung, daß keine Bodenabwehr er­folgte. Weitere Kampffliegerstaffeln belegten Tobruk mit Bomben. Britische Jäger, die unsere Kampfflug­zeuge von den Zielen abdrängen wollten, wurden ver­trieben. Däbei kam es zu Luftkämpfen, beii denen die deutsch-italienischen Jäger ohne eigene Verluste drei britische Flugzeuge abschössen.

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für beispielhafte vewahrung im Kriegsemsah

Neue Kriegsmusterbelriebe und Irriger des kriegsverdienstkreuzes krster Klasse — feierlirke lagung der Neirksarbeitskammer

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Berlin, 18. November. In feierlichem Rahmen wurden aus einer Tagung der Reichsarbeitskammer am Montag im Haus der Flieger in Berlin 25 rüstungs- wichtige Betriebe, die vom Führer als „Kricgs- musterbetriebe" ausgezeichnet worden sind, besonders geehrt. Außerdem überreichten Reichsminister Speer und Reichsleiter Dr. Ley im Auftrage des Führers einer Anzahl von Vetriebsfllhrern, Ingenieuren und Arbei­tern das Kriegsverdienstlreuz 1. Klasse. Die Angehöri­gen dieser Betriebe haben mit einem ungewöhnlichen Aufwand an Arbeit, Technik und Energie die größten Leistungen erzielt. Als äußeres Zeichen der Ehrung wurde diesen Betrieben, unter denen sich bereits drei­zehn NS.-Musterbetriebe befinden, das Kriegsverdienst­kreuz als Schmuck für ihre Fahnen zugesprochen. Auf der Tagung ergriffen Reichsminister Speer, Ncichs- leiter Dr. Ley sowie der Beauftragte des Neichsorga- nisationsleiiers für den Leistungskamps der deutschen Betriebe, Dr. Hupsauer, das Wort.

Im Blickpunkt des dicht gefüllten, festlich gestimmten Saales stand ein riesiges Hoheitszeichen des Reiches auf einem Sockel mit der Inschrift: „Die Leistung ist un­sere Ehre", beiderseits von zahlreichen DAF.-Fahnen

flankiert. Nachdem das feierliche Vorspiel zu den „Mei­stersingern". vorgetragen vom Berliner Philharmoni­schen Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor

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Artur Rother, verklungen war, eröffnete der Ge­schäftsführer der DAF., Oberbefehlsleiter Otto Mar- renbach, die Tagung und begrüßte die in überaus großer Zahl erschienenen Vertreter von Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft, unter ihnen 5ie beiden Pio­niere der Arbeit, Reichsminister Funk und Professor Porsche. Weiter nahmen an der Tagung sämtliche Reichstreuhänder der Arbeit, die Präsidenten der Lan- desarbettsämter sowie sämtliche Gau- und Kreisobmän- ne- und alle Amtsleiter der DAF, teil. Nach einer Ehrung des jüngst verstorbenen Wehrwirtschaftssührers und Vetriebsführers der Messerschmitt-EmbH. in Re- j

gensburg, Oberbereichsleiters Croneiß, betonte OLer- befehlsleiter Marrenbach, daß die Auszeichnung als Kriegsmusterbetrieb eine Ehrung der gesamten Gefolg­schaft dieser Betriebe sei und anderen Betriebey als ein Ansporn zu noch höherer Leistung gelten solle.

In der grundsätzlichen Ansprache beleuchtete dann Oberdienstleiter Dr. Hupfauer die notwendigen be­triebstechnischen und betriebsorganisatorischen Maßnah­men zur Erzielung höchster Arbeitsergebnisse. Er würdigte dabei insbesondere die jetzt vom Generalbevoll­mächtigten für den Arbeitseinsatz in Zusammenarbeit mit der DAF. eingeleiteten lohnordnenden Maßnahmen in den kriegswirtschaftlichen Betrieben.

In seinem weitgespannten Sachreferat ging Dr. Hupf­auer davon aus, daß der Krieg uns zu einer von Dr. Todt und Dr. Ley gestarteten Arbeitsoffcnsive größten Ausmaßes genötigt habe. Die schaffende Heimat dürfe nie vergessen, daß Höhe und Wertigkeit ihres Einsatzes mitbestimmend seien für den Erfolg der kiimpsendcn Front und daß von der Güte und Menge der produ­zierten Kampfmittel auch der Umfang der Opser der Front abhänge. Das stolze Ergebnis dieser Arbeits­schlacht bestehe darin, daß der deutsche Soldat zu jeder Stunde und für jeden Auftrag seines Kampfes die Waffe hat, die er braucht.

Dr. Hupfauer unterzog darauf den schaffenden Men­schen, seine betriebliche Umwelt und die Möglichkeit einer weiteren Hebung seiner Leistung einer kurzen Be­trachtung, um den Weg zu einer betrieblichen Ordnung aufzuzeigen, die das vernünftige Zusammenspiel von Mensch, Technik uiko Organisation ermöglicht und somit auch in jedem Falle die optimale betriebliche Leistung garantiert. '

Nach einem aufklärenden Beitrag zu der vom Gene­ralbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz Gauleiter Sauckel, mit Wirkung vom 1. Oktober befohlenen Lohn- neuordnnng erklärte Dr, Hupfauer, daß der Leistungs­kampf als überbetrieblicher Wettkampf ein Instrument

höchster Aktivierung unserer Vetriebsgemeinschast zur Verwirklichung einer nationalsozialistischen betrieblichen Ordnung der Arbeit sei. Abschließend gab Dr. Hupfauer der Hoffnung Ausdruck, daß unsere Betriebsführer und ihre Betriebsgemeinschaften im Sinne bester Pflichter­füllung es denen gleichtun werden, die der Führer selbst als Produktionsspitzenbetriebe mit der Auszeichnung „Kriegsmusterbetrieb" geehrt hat.

Während sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben, nahmen anschließend Reichsminister Speer und Reichs- organisationsleiter Dr. Ley gemeinsam die Ehrung der vom Führer ausgezeichneten Kriegsmusterbetriebe und Männer der Wirtschaft durch die lleberreichung der Ur­kunden vor. ,

Dr. Ley, stürmisch begrüßt, würdigte die gewaltigen Leistungen, die insbesondere unsere Rüstungsarbeiter nun bereits seit Jahren vollbringen und mit denen sie einen ungewöhnlich großen Beitrag zur erfolgreichen Führung des Krieges beisteuerten. Der Krkeg, so führte der Reichsleiter aus, ist die große Bewährung für Par­tei, Staat und Nation und für jeden einzelnen deutschen Menschen. Die Gemeinschaft muß im Kriege wachsen. Der Krieg ist aber zugleich die Bewährung des Glau­bens, und dieser Glaube des deutschen Menschen wird stärker sein, als alles, was uns das Geschick bieten kann. Wir haben alle Chancen zum Sieg, es kommt nur'auf den Kampfwillen an. Wir müssen diesmal die Freiheit unseres Raumes, unserer Nation und unserer Rasse er­obern. Mit dem Appell, für den Sieg alle Kräfte rest­los einzusehen, schloß der Reichsorganisationsleiter sei­nen mit stürmischem Beifall aufaenommenen Aufruf zur Standhaftigkeit. Reichsminister Speer würdigte dann ansiübrlich die große Steigerung der Leistungen, die die deutsche Rüstung gerade in den letzten Monaten vollbracht hat. Die feierliche und eindrucksvolle Kund-' gebung klang in der Führerehrung und mit den Lie­dern der Nation aus. i

Von

llsinr körslrnüllsr

Dort, wo der schwarze Erdteil Afrika seine Nordküste weit ins Mittelmeer vorstreckt, gleichsam, als ob er eine Brücke bilden wollt« hinüber zur europäischen Land- zunge Italien, liegt das französische Protektorat Tu­nesien, das östlichste Gebiet des dreigetetlten franzö­sischen Nordafrikas. Nur die Straße von Sizilien trennt hier die beiden Erdteile voneinander, und die Entfer­nung von Tap Von, einer jener Küstenspitzen, auf denen die östlichen Höhenzüg« des Atlasgebirges bis hart an das Mittelmser auslaufen um dann in einer 600 Meter hohen Steilküste zum Meeresstrarvd abzufallen, bis hin­über nach Sizilien beträgt lediglich 140 Kilometer, Dieser kurz vor seiner Vollendung abbrechende Verbin­dungsversuch beider Kontinente teilt das Mittelmser in sein östliches und westliches Becken, Die schmale Meer­enge. die diese ineinander fließen läßt, wird bewacht von den Küsten zweier stark am Mittelmeer inter­essierter Mächte von Italien, das auf Sizilien und der vorgelagerten Insel Pantellerta weitgehenden Einfluß auf die Meeresstraße zu nehmen vermag, und von Frankreich, das den an der Nordküste Tunestens gele­genen Hafen Vizerta zu einem Krisgshafen und Stütz­punkt seiner Mittelmserflotte ausgebaut hat.

Diese durch seine geographische Lage bedingte stra­tegische Bedeutung hat Tunis schon immer ein« Rolle in der Politik -uerteilt, die weit zurück in die geschichtliche Vergangenheit reicht. Das Land am Sperr- Niegel im Mittelmeer war seit jeher Gegenständ politi­scher Interessen und Spekulationen all/r jener Mächte, denen an der Verteidigung der Herrschaft über das Mittelmeer gelegen war. Phönizier, Römer. Vandalen hatten im Altertum, Seeräuber und europäische Han­delsfahrer im Mittelalter gerungen und gekämpft um jenen so wichtigen Streifen an der Küste'Nordafrikas. Hohe Weltpolitik der neuesten Zeit, die Entfaltung der europäischen Machte zu Kolonialreichen, sahen in Tunesien einen Faktor von wesentlicher Bedeutung. Das Augenmerk der englischen Kolonialpolitik war stets mit Argwohn auf alle die in und um Tunesien stattfinden­den Machtkonstellattonen gerichtet, denn die Küste dieses Landes begrenzt ja auf einer Seite wenigstens die Meerenge von Sizilien, den gefährdetsten Punkt der Hauptschlagader des britischen Empire, als die das Mit­telmeer in seiner Bedeutung auf dem Wege nach dem Orient, nach Indien, angesehen werden müßte.

Das ausklinkende vorige Jahrhundert erlebte die koloniale Expansion Frankreichs von Alg'er aus nach. Tunesien, und 1881 mußte der Bey von Tunis jenen Vertrag unterschreiben, der sein Land zum französischen Protektorat werden ließ. Räuberische Einfälle einge­borener Stämme nach Algier zum Anlaß nehmend, hatte sich Frankreich im Laufe eines Jahres in den Besitz des Landes gebracht und somit fein nordafrikanisches Ge­biet bis an die Grenzen des italienischen Tripolis vor­geschoben. Die Annexion Tunestens. als Ergebnis einer ränkereichen Kolonialpolitik Frankreichs, hätte entschei­dende Auswirkung auf die politische Gruppierung der europäischen Staaten. Die Tunis-Affäre bildete einen der Hauptgründe für die Abkehr Italiens von seiner bislang Paris freundschaftlich orientierten Politik und führte zur Entstehung des Dreibundes mit Deutschland und der Habsburg-Monarchie.

In der Ausübung seiner Herrschaft über Tunesien wahrte Frankreich, im Gegensatz zu Algier und Ma­rokko, den Schein einer gewissen Selbständigkeit des Landes. Der Bey von Tunis, dessen Souveränität von der französischen Regierung garantiert und geachtet wird, führt zusaknmen mit einem französischen General­residenten die Regierungsgeschäfte im Namen Frank­reichs. Er ist jedoch fast ausschließlich auf die Unter­stützung französischer Organe angewiesen, dem vor­wiegend aus Franzosen bestehenden Ministerrat und zweier beratender Versammlungen, dem Grand Con­seil und dem Conseil Superieur, Eeneralresident und Ministerrat sichern im wesentlichen den Einfluß Frank­reichs. So kann der Bey zum Beispiel Reformen auf dem Gebiet des Rechts- und Verwaltungswesens nur nach Einwilligung des französischen Eeneralresidenten vornehmen.

Das Land Tunis selbst zerfällt in den gebirgigen Küstenteil des Nordens, der durch die Atlasäusläufer, die in vier Höhenadern das Land durchziehen, gebildet wird, und geht im Süden und Südosten über in die flachen Ebenen und Wüstengebiete, die dem östlichen

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Deutsche und italienische Truppen sind in Tu­nesien gelandet.

Die Ausweichbewegungen der Achsenstreitkriiste in der Cyrenaika verlausen planmäßig.

Im Kaukasus wurden zwei eingekesselte sowjetische Kräftegruppen vernichtet.

Die neueste Entwicklung der Schlacht um Guadal- canar hat die Flotteniiberlegenheit der Japaner weiter verstärkt.

Marschall Pvtain hat in einem Ausruf den Ver­räter Darlan gebrandmarkt.

Auf einer Tagung der Rcichsarbcitskammer wurde die Ehrung weiterer Kriegsmusterbetriebe und die Verleihung von Kriegsverdicnstkreuzen Erster Klasse verkündet.

Eine Reihe von Verbrechen gegen die Rationie­rungsbestimmungen wurden wiederum mit harten Strafen belegt.

Die Hitlerjugend bastelt Weihnachtsgeschenke für Soldatenkinder.

Zur kommenden Reichsstratzensammlung sind ver­schiedene besondere Veranstaltungen vorgesehen.

Für die Regelung von Kriegsschäden in der See­schiffahrt wurden neue Bestimmungen erlasse«.