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vremeröeitung
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parteicmrtUcke Layeszeilung
W vas flmtsdlatt des Negierenden viirgermeisters der Zielen Hansestadt vremen
Nr. 51 i' , 12. Jahrgang
Vienstag, 1 ?. November 1942
der NationatsoziaMen. vremens
flmtUches verkvndungsbiatt des Ncichsstaktlzalters in Ol denburg und vremen
kinzelpreis 15 Npf.
Veutsche und italienische Irupoen in lunesien
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das anslo-amerikanische „Monopol der Überraschungen" gebrochen / Neue Iransportflotten als veule
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Sorgen der fllMerlen
vrstitbsrictit unserer Berliner PckrUtleitung
b. Berlin, 18. November. Das Mittelmeer ist in der gegenwärtigen Phase des Krieges zu einem der Hauptkriegsschauplätze geworden, der den Anglo-Ameri- tanern endlich das seit Jahren angestrebte „Monopol der Ueberraschungen" versprach und in den ersten Tagen ihrer Operationen gegen die nordafrilanischen Besitzungen Frankreichs auf dieser Ueberraschung basierende Erfolge bescherte. Die Landungstruppen tonnten den Widerstand in Algerien und Marokko entweder überwinden oder durch andere Mittel ausschalten, ohne jedoch die Salutschüsse und Willkommensgrühe zu empsangen, die man zu Beginn des Ueberfalls erhofft hatte und die den weiteren Weg nach Osten mühelos öffnen sollten. Diese erste kleine Enttäuschung wurde jedoch dann durch die Initiative der Achsenmächte sehr viel größer gekrönt: Die Besetzung der französischen Mittelmeerküste sicherte die als „weich" bezeichnete Südslanke Europas, die Ee- genschläge der U-Boote und Bomber gegen die alliierten Flottenstreitkräfte und die von ihnen gesicherten Transportslotten schafften Risiken an einer Stelle, die als „Punkt des geringsten Widerstandes" angesehen wurde, die Landung der deutschen und italienischen Truppen in Tunesien aber hat auf dem Boden Nordafrikas selbst eine Wandlung geschaffen, die durchaus als Bruch des „Ueberraschungs-Monopols" der Alliierten angesehen werden kann.
Die anglo-amerikanischen Mächte hatten sicherlich eine derart wirksame und erfolgreiche Eegentktion, wie sie der Einsatz der Luftwaffen- und Marinestreitkräfte der Achse und die Sicherung Tunestens darstellt, nicht erwartet. Die Ueberraschung auf anglo-amerikanischer Seite kommt deutlich in dem gedämpften Ton und der vorsichtigen Haltung der feindlichen. Agitation zum Ausdruck, die sich jetzt veranlaßt sieht, auf die Härte und die lange Dauer der bevorstehenden Kämpfe hinzuweisen. Man erkennt hier, daß ein We-rteranhalten der in der vergangenen Woche erzielten Achsenerfolge von einer derartigen Tragweite sein würde, daß sie sich auf die gesamte Tonnagefrage verhängnisvoll auswirken müßte. Da der den anglo-amerikanischen Seemächten zur Verfügung stehende Transportraum auch auf anderen Kriegsschauplätzen durch die dort kaum geschmälerte Wirft'amkeit der U-Voot« andauernd weiter geschwächt wird und die Japaner umfangreiche amerikanische Tonnage bei den Salomon-Jnseln binden, kann das nord-
Neue MtterkreuztrSger
Berlin, 18. November. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Friedrich Otte, Kommandeur eines Jäger-Regiments. Hauptmann Eberhard Wolfram, Kompaniechef in einem Erenadier-Regiment. Oberleutnant d. R. Kurt Knack, Kompaniefllhrer in einem Grenadier-RegimcntOllnter- ossizier Otto Kroögmann, Zugführer in einem Erenadier-Regiment.
Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Feldwebel Steinhaufen, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
Feldwebel Günter Steinhaufen, am 15. September 1817 in Lobkowitz auf Rüsten geboren, hat sich im Kamps gegen die englische Luftwaffe aus dem afrikanischen Kriegsschauplatz besonders bewährt und in zahlreichen harten Luftkämpfen gegen einen oft weit überlegenen Gegner 40 Flugzeug« abgeschossen. Nach dem 48. Lustsiag ist er von einem Feindflug nicht zurückgekehrt.
Britisch« Admiralität gibt U-Boot-Vcrlust bekannt. Einer . Reutsrmeldung zufolge gibt die britische Admiralität den Verlust des Unterseebootes „Talisman" bekannt.
afrikanische Abenteuer nicht pausenlos fortgesetzt werden, wenn es nicht gelingt, die gefährlichen Achsenoperatro- nen abzuwenden. Britische Darstellungen besagen, daß vorerst die Eeleitzüge noch durch Tausende von Kilo- metern „u-boot-verpesteter Gewässer" zu bringen seien. Man sieht sich vor die Notwendigkeit gestellt, trotz dieser sichtbaren Gefahren ^weitere Nachschubtransporte der nordafrilanischen Küste zusteuern lassen zu müssen und bedenkt besorgt, daß diese wertvollen Schiffe sehr leicht neue Beute der Luftwaffenverbände und der U-Boot- Gruppen der Achse werden können.
Neben diesem militärischen Dilemma wind das politische für die Alliierten ganz offenbar. Trotz des größten Bemühens der angelsächsischen Agitation, Freudenbotschaften aus dem Kreml zu locken, war bisher nichts als ein abwartendes Echo aus der Sowjetunion zu vernehmen. Die „Times" will heute wissen, daß die gesamte sowjetische Presse doch noch allmählich der novd- afrikanischen Unternehmung Anerkennung zolle. Die angeführten Zitate widersprechen jedoch der abwesenden Haltung Maiskys keineswegs; sie besagen, daß man eine „richtige Zweite Front" in Moskau immer noch erwarte, wenn man auch die Anstrengungen in Nord- afrika zu würdigen wisse. Die politische Einigung Europas ist jedoch durch den anglo-amerikanischen Ueberfall und die anschließend erfolgte Demaskierung der wahren Ziele Londons und Washingtons offensichtlich stark gefördert worden. Die politische Gärung in Frankreich, die vielleicht widerspruchsvoll und paradox
erscheinen kann, bedeutet jedoch in Wirklichkeit das Kennzeichen des politischen Dinigungsprozesses in Europa,
Die Sicherung Tunestens durch die Achsenstreitkriifte erfolgte, wie das Oberkommando der Wehrmacht ausdrücklich feststellte, „in vollem Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden". Welche Rückwirkungen diese Operationen auf die Kämpfe der deutsch-italienischen Panzerdivisionen unter der Führung Rommels haben, muß abgewartet werden. Vorläufig ist das Gesicht dieses Kampfschauplatzes durch die Ausweichbewegungen in der Cqrenaika bestimmt, deren Planmäßigkeit mit Vertrauen in die Entwicklung erfüllen darf.
Wenn jedoch die Anglo-Amerikaner ihr nordafrikani- sche§ Unternehmen mit der Offensive gegen Rommel in Verbindung bringen, so ist gerade die Landung in Tunis als an einer taktisch besonders günstigen Stelle als strategischer Eegenschlag von Bedeutung zu werten. Die Gegenmaßnahmen der Achse werden auch in der Folgezeit einen sehr starken Rechenfehler in den Plänen der Alliierten darstellen, zumal die große Aktivität der deutschen Luftwaffe in den Gewässern des Mittelmeeres nicht ausschließt, daß weitere erhebliche Kräfte gerade der Luftwaffe an der Ostfront zum Einsatz kommen, während die U-Boote beweisen, daß die Schwerpunktverlagerung zum westlichen Mittelmeer nicht gleichbedeutend mit einer Verringerung der Aktivität in den übrigen Seegebieten vom Eismeer bis zu den Gewässern vor der südamerikanischen Küste ist.
feindgruppen im Kaukasus vernichtet
fluoweichbewegungen in See lyrenaika oerlaulen planmößig
Aus dem F L h r e r h a u p 1 q u a r t i e r, 18. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche Truppen vernichteten im Kaukasus zwei eingeschlossene feindliche Kräftegruppen und wiesen an anderen Abschnitten Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zurück. Kampfflugzeuge warfen ein Frachtschiff im Kaspischen Meer in Brand und beschädigten zwei Transporter. In Stalingrad wurden durch Stoßtruppunternehmen weitere Häuserblocks genommen und feindliche Gegenstöße abgewiesen. Am Wolchow brach ein feindlich?» Angriff im eigenen Abwehrfeuer zusammen. Die Ausweichbewegungen in der Cyrenaika verlaufen planmäßig. Keutschc und italienische Kamps- und Zerstöreroerbände griffen feindliche Kolonnen mit guter Wirkung an. In Luftkäpipfen mit überlegenen feindlichen Fliegerverbänden wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Deutsche und italienische Truppen sind im vollen Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden in Tunesien gelandet. An der Küste Algeriens wurden Hafen und Flugplatz Bone bombardiert. Ein deutsches Unterseeboot torpedierte vbr der marokkanischen Atlantikküste ein Fahrgastschiff von 8888 VRT. In der Nacht zum 15. November fand vor der niederländischen Küste ein Seegefecht zwischen Vorpostenbooten und feindlichen Schnellbooten statt. Der Feind zog sich nach kurzem Gefecht zurück.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden im gemeinsamen Kamps der italienischen und deutschen Luftwaffen und der italienischen und deutschen Marinen in der Bekämpfung des feindlichen Eeleitzuges gegen die nordafrikanische Küste im westlichen Mittelmeer folgende Erfolge erzielt: Vernichtet oder beschädigt wurden insgesamt 88 Einheiten, und zwar: 14 Handelsund größere Transportschiffe mit insgesamt 182 888 VRT. versenkt. Ein großer Tanker (etwa 18 888 VRT.) wurde torpediert und in sinkendem Zustand zurückgelassen. 7 Handels- und größere Transportschiffe mit insge
samt 71 888 BRT. wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem Verlust mit Sicherheit gerechnet werden kann. Somit wurde eine Gesamtsumme von 183 888 VRT. wertvollsten feindlichen Fracht-, Tanker- und Transportraums vernichtet. Hiervon sind bereits acht Schiffe mit 78 888 VRT. in, der Sondermeldung vom 14. November bekanntgegeben. Weitere 35 Handels- und Transportschiffe mit insgesamt 234 888 BRT. wurden beschädigt, teilweise so schwer, daß mit ihrem längeren Ausfall für Transportzwecke zu rechnen ist. Außerdem wurden ein Schlachtschiff beschädigt, drei Träger beschädigt, davon einer so schwer, daß mit seinem längeren Ausfall zu rechnen ist, drei Kreuzer versenkt, 14 Kreuzer und große Zerstörer beschädigt, vier Zerstörer und Bewacher versenkt, sieben Zerstörer und Bewacher beschädigt."
In der Cyrenaika standen,die deutschen und italienischen Truppen am Sonntag in heftigen Kämpfen gegen die nachdrängenden Briten. Beim Versuch, die Nachhuten zu umfassen, gerieten die Angriffsspitzen der 8. britischen Armee in Minenfeldes Weitere Ausfälle erlitt der Feind durch Angriffe unserer Sturzkampfund leichten Kampfflugzeuge. Aufklärer hatten auf der Küstenstraße zwischen Sidi el Barani und Tobruk starke britische Kolonnen festgestellt, Ueberraschend stießen unsere Flieger auf den Feind herab und warfen ihre Bomben mitten zwischen die Panzer und Fahrzeuge.
Besonders erfolgreich waren die Angriffe gegen aufgestaute Kolonnen am Halfaya-Paß, sowie südostwärts Sidi el Barani, wo 300 parkende Kraftwagen mit Bomben belegt wurden. Unsere Flieger brachten hier durch ihre unerwarteten Bomben- und Tiefangriffe den Feind so in Verwirrung, daß keine Bodenabwehr erfolgte. Weitere Kampffliegerstaffeln belegten Tobruk mit Bomben. Britische Jäger, die unsere Kampfflugzeuge von den Zielen abdrängen wollten, wurden vertrieben. Däbei kam es zu Luftkämpfen, beii denen die deutsch-italienischen Jäger ohne eigene Verluste drei britische Flugzeuge abschössen.
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für beispielhafte vewahrung im Kriegsemsah
Neue Kriegsmusterbelriebe und Irriger des kriegsverdienstkreuzes krster Klasse — feierlirke lagung der Neirksarbeitskammer
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Berlin, 18. November. In feierlichem Rahmen wurden aus einer Tagung der Reichsarbeitskammer am Montag im Haus der Flieger in Berlin 25 rüstungs- wichtige Betriebe, die vom Führer als „Kricgs- musterbetriebe" ausgezeichnet worden sind, besonders geehrt. Außerdem überreichten Reichsminister Speer und Reichsleiter Dr. Ley im Auftrage des Führers einer Anzahl von Vetriebsfllhrern, Ingenieuren und Arbeitern das Kriegsverdienstlreuz 1. Klasse. Die Angehörigen dieser Betriebe haben mit einem ungewöhnlichen Aufwand an Arbeit, Technik und Energie die größten Leistungen erzielt. Als äußeres Zeichen der Ehrung wurde diesen Betrieben, unter denen sich bereits dreizehn NS.-Musterbetriebe befinden, das Kriegsverdienstkreuz als Schmuck für ihre Fahnen zugesprochen. Auf der Tagung ergriffen Reichsminister Speer, Ncichs- leiter Dr. Ley sowie der Beauftragte des Neichsorga- nisationsleiiers für den Leistungskamps der deutschen Betriebe, Dr. Hupsauer, das Wort.
Im Blickpunkt des dicht gefüllten, festlich gestimmten Saales stand ein riesiges Hoheitszeichen des Reiches auf einem Sockel mit der Inschrift: „Die Leistung ist unsere Ehre", beiderseits von zahlreichen DAF.-Fahnen
flankiert. Nachdem das feierliche Vorspiel zu den „Meistersingern". vorgetragen vom Berliner Philharmonischen Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor
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Artur Rother, verklungen war, eröffnete der Geschäftsführer der DAF., Oberbefehlsleiter Otto Mar- renbach, die Tagung und begrüßte die in überaus großer Zahl erschienenen Vertreter von Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft, unter ihnen 5ie beiden Pioniere der Arbeit, Reichsminister Funk und Professor Porsche. Weiter nahmen an der Tagung sämtliche Reichstreuhänder der Arbeit, die Präsidenten der Lan- desarbettsämter sowie sämtliche Gau- und Kreisobmän- ne- und alle Amtsleiter der DAF, teil. Nach einer Ehrung des jüngst verstorbenen Wehrwirtschaftssührers und Vetriebsführers der Messerschmitt-EmbH. in Re- j
gensburg, Oberbereichsleiters Croneiß, betonte OLer- befehlsleiter Marrenbach, daß die Auszeichnung als Kriegsmusterbetrieb eine Ehrung der gesamten Gefolgschaft dieser Betriebe sei und anderen Betriebey als ein Ansporn zu noch höherer Leistung gelten solle.
In der grundsätzlichen Ansprache beleuchtete dann Oberdienstleiter Dr. Hupfauer die notwendigen betriebstechnischen und betriebsorganisatorischen Maßnahmen zur Erzielung höchster Arbeitsergebnisse. Er würdigte dabei insbesondere die jetzt vom Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz in Zusammenarbeit mit der DAF. eingeleiteten lohnordnenden Maßnahmen in den kriegswirtschaftlichen Betrieben.
In seinem weitgespannten Sachreferat ging Dr. Hupfauer davon aus, daß der Krieg uns zu einer von Dr. Todt und Dr. Ley gestarteten Arbeitsoffcnsive größten Ausmaßes genötigt habe. Die schaffende Heimat dürfe nie vergessen, daß Höhe und Wertigkeit ihres Einsatzes mitbestimmend seien für den Erfolg der kiimpsendcn Front und daß von der Güte und Menge der produzierten Kampfmittel auch der Umfang der Opser der Front abhänge. Das stolze Ergebnis dieser Arbeitsschlacht bestehe darin, daß der deutsche Soldat zu jeder Stunde und für jeden Auftrag seines Kampfes die Waffe hat, die er braucht.
Dr. Hupfauer unterzog darauf den schaffenden Menschen, seine betriebliche Umwelt und die Möglichkeit einer weiteren Hebung seiner Leistung einer kurzen Betrachtung, um den Weg zu einer betrieblichen Ordnung aufzuzeigen, die das vernünftige Zusammenspiel von Mensch, Technik uiko Organisation ermöglicht und somit auch in jedem Falle die optimale betriebliche Leistung garantiert. '
Nach einem aufklärenden Beitrag zu der vom Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz Gauleiter Sauckel, mit Wirkung vom 1. Oktober befohlenen Lohn- neuordnnng erklärte Dr, Hupfauer, daß der Leistungskampf als überbetrieblicher Wettkampf ein Instrument
höchster Aktivierung unserer Vetriebsgemeinschast zur Verwirklichung einer nationalsozialistischen betrieblichen Ordnung der Arbeit sei. Abschließend gab Dr. Hupfauer der Hoffnung Ausdruck, daß unsere Betriebsführer und ihre Betriebsgemeinschaften im Sinne bester Pflichterfüllung es denen gleichtun werden, die der Führer selbst als Produktionsspitzenbetriebe mit der Auszeichnung „Kriegsmusterbetrieb" geehrt hat.
Während sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben, nahmen anschließend Reichsminister Speer und Reichs- organisationsleiter Dr. Ley gemeinsam die Ehrung der vom Führer ausgezeichneten Kriegsmusterbetriebe und Männer der Wirtschaft durch die lleberreichung der Urkunden vor. ,
Dr. Ley, stürmisch begrüßt, würdigte die gewaltigen Leistungen, die insbesondere unsere Rüstungsarbeiter nun bereits seit Jahren vollbringen und mit denen sie einen ungewöhnlich großen Beitrag zur erfolgreichen Führung des Krieges beisteuerten. Der Krkeg, so führte der Reichsleiter aus, ist die große Bewährung für Partei, Staat und Nation und für jeden einzelnen deutschen Menschen. Die Gemeinschaft muß im Kriege wachsen. Der Krieg ist aber zugleich die Bewährung des Glaubens, und dieser Glaube des deutschen Menschen wird stärker sein, als alles, was uns das Geschick bieten kann. Wir haben alle Chancen zum Sieg, es kommt nur'auf den Kampfwillen an. Wir müssen diesmal die Freiheit unseres Raumes, unserer Nation und unserer Rasse erobern. Mit dem Appell, für den Sieg alle Kräfte restlos einzusehen, schloß der Reichsorganisationsleiter seinen mit stürmischem Beifall aufaenommenen Aufruf zur Standhaftigkeit. Reichsminister Speer würdigte dann ansiübrlich die große Steigerung der Leistungen, die die deutsche Rüstung gerade in den letzten Monaten vollbracht hat. Die feierliche und eindrucksvolle Kund-' gebung klang in der Führerehrung und mit den Liedern der Nation aus. i
Von
llsinr körslrnüllsr
Dort, wo der schwarze Erdteil Afrika seine Nordküste weit ins Mittelmeer vorstreckt, gleichsam, als ob er eine Brücke bilden wollt« hinüber zur europäischen Land- zunge Italien, liegt das französische Protektorat Tunesien, das östlichste Gebiet des dreigetetlten französischen Nordafrikas. Nur die Straße von Sizilien trennt hier die beiden Erdteile voneinander, und die Entfernung von Tap Von, einer jener Küstenspitzen, auf denen die östlichen Höhenzüg« des Atlasgebirges bis hart an das Mittelmser auslaufen um dann in einer 600 Meter hohen Steilküste zum Meeresstrarvd abzufallen, bis hinüber nach Sizilien beträgt lediglich 140 Kilometer, Dieser kurz vor seiner Vollendung abbrechende Verbindungsversuch beider Kontinente teilt das Mittelmser in sein östliches und westliches Becken, Die schmale Meerenge. die diese ineinander fließen läßt, wird bewacht von den Küsten zweier stark am Mittelmeer interessierter Mächte von Italien, das auf Sizilien und der vorgelagerten Insel Pantellerta weitgehenden Einfluß auf die Meeresstraße zu nehmen vermag, und von Frankreich, das den an der Nordküste Tunestens gelegenen Hafen Vizerta zu einem Krisgshafen und Stützpunkt seiner Mittelmserflotte ausgebaut hat.
Diese durch seine geographische Lage bedingte strategische Bedeutung hat Tunis schon immer ein« Rolle in der Politik -uerteilt, die weit zurück in die geschichtliche Vergangenheit reicht. Das Land am Sperr- Niegel im Mittelmeer war seit jeher Gegenständ politischer Interessen und Spekulationen all/r jener Mächte, denen an der Verteidigung der Herrschaft über das Mittelmeer gelegen war. Phönizier, Römer. Vandalen hatten im Altertum, Seeräuber und europäische Handelsfahrer im Mittelalter gerungen und gekämpft um jenen so wichtigen Streifen an der Küste'Nordafrikas. Hohe Weltpolitik der neuesten Zeit, die Entfaltung der europäischen Machte zu Kolonialreichen, sahen in Tunesien einen Faktor von wesentlicher Bedeutung. Das Augenmerk der englischen Kolonialpolitik war stets mit Argwohn auf alle die in und um Tunesien stattfindenden Machtkonstellattonen gerichtet, denn die Küste dieses Landes begrenzt ja auf einer Seite wenigstens die Meerenge von Sizilien, den gefährdetsten Punkt der Hauptschlagader des britischen Empire, als die das Mittelmeer in seiner Bedeutung auf dem Wege nach dem Orient, nach Indien, angesehen werden müßte.
Das ausklinkende vorige Jahrhundert erlebte die koloniale Expansion Frankreichs von Alg'er aus nach. Tunesien, und 1881 mußte der Bey von Tunis jenen Vertrag unterschreiben, der sein Land zum französischen Protektorat werden ließ. Räuberische Einfälle eingeborener Stämme nach Algier zum Anlaß nehmend, hatte sich Frankreich im Laufe eines Jahres in den Besitz des Landes gebracht und somit fein nordafrikanisches Gebiet bis an die Grenzen des italienischen Tripolis vorgeschoben. Die Annexion Tunestens. als Ergebnis einer ränkereichen Kolonialpolitik Frankreichs, hätte entscheidende Auswirkung auf die politische Gruppierung der europäischen Staaten. Die Tunis-Affäre bildete einen der Hauptgründe für die Abkehr Italiens von seiner bislang Paris freundschaftlich orientierten Politik und führte zur Entstehung des Dreibundes mit Deutschland und der Habsburg-Monarchie.
In der Ausübung seiner Herrschaft über Tunesien wahrte Frankreich, im Gegensatz zu Algier und Marokko, den Schein einer gewissen Selbständigkeit des Landes. Der Bey von Tunis, dessen Souveränität von der französischen Regierung garantiert und geachtet wird, führt zusaknmen mit einem französischen Generalresidenten die Regierungsgeschäfte im Namen Frankreichs. Er ist jedoch fast ausschließlich auf die Unterstützung französischer Organe angewiesen, dem vorwiegend aus Franzosen bestehenden Ministerrat und zweier beratender Versammlungen, dem Grand Conseil und dem Conseil Superieur, Eeneralresident und Ministerrat sichern im wesentlichen den Einfluß Frankreichs. So kann der Bey zum Beispiel Reformen auf dem Gebiet des Rechts- und Verwaltungswesens nur nach Einwilligung des französischen Eeneralresidenten vornehmen.
Das Land Tunis selbst zerfällt in den gebirgigen Küstenteil des Nordens, der durch die Atlasäusläufer, die in vier Höhenadern das Land durchziehen, gebildet wird, und geht im Süden und Südosten über in die flachen Ebenen und Wüstengebiete, die dem östlichen
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Deutsche und italienische Truppen sind in Tunesien gelandet.
Die Ausweichbewegungen der Achsenstreitkriiste in der Cyrenaika verlausen planmäßig.
Im Kaukasus wurden zwei eingekesselte sowjetische Kräftegruppen vernichtet.
Die neueste Entwicklung der Schlacht um Guadal- canar hat die Flotteniiberlegenheit der Japaner weiter verstärkt.
Marschall Pvtain hat in einem Ausruf den Verräter Darlan gebrandmarkt.
Auf einer Tagung der Rcichsarbcitskammer wurde die Ehrung weiterer Kriegsmusterbetriebe und die Verleihung von Kriegsverdicnstkreuzen Erster Klasse verkündet.
Eine Reihe von Verbrechen gegen die Rationierungsbestimmungen wurden wiederum mit harten Strafen belegt.
Die Hitlerjugend bastelt Weihnachtsgeschenke für Soldatenkinder.
Zur kommenden Reichsstratzensammlung sind verschiedene besondere Veranstaltungen vorgesehen.
Für die Regelung von Kriegsschäden in der Seeschiffahrt wurden neue Bestimmungen erlasse«.