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Parteiamtliche ^ayeszeituny
vas flmlsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen Hansestadt vremen
der Nationalsozialisten. Vremens
flmtlikhes verkündungsdtatt des Neichsstakttialters in Oldenburg und Nremen
^Nr. Z16 / 12. Jahrgang
INontag. 16. November 1942
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visher ISZVvo VM. wertvollsten anglo-amerlkanWen transportraumes vernichtet und 2 Z 4000 VM. beschödigt / Zahlreiche Kriegsschiffe, darunter drei Kreuzer, versenkt sowie viele weitere kinlzeiten, unter ihnen ein Schlachtschiff, erheblich angeschlagen / empfindlicher lonnageaussall für den Segner
Verlustreiche Nachhutgekechle ln der tgrenaika
Aus dem Führerhauptquartier, 15. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche und rumänische Truppen schlugen am gestrigen Tage im Kaukasusgebiet heftige feindliche Angriffe ab. Im Stadtgebiet von Stalingrad wurden feindliche Gegenangriffe abgewiesen. Die Luftwaffe unterstützte die Kämpfe wirksam durch Angriffe aus Artil leriestellungen »nd Flugplätze der Sowjets ostwärts der Wolga. Feldstellungen und Ansammlungen des Feindes am unteren Don wurden im Sturz- und Tiefslug angegriffen. An der übrigen Front wurden durch Stoh- truppunternehmungen Bunker »nd Kampfstände des Feindes gesprengt. Gefangene und Beute eingebracht. Oertliche Angriffe der Sowjets im Gebiet des Llmensees und Wolchow scheiterten an der deutschen Abwehr. Durch Kampf- und Sturzkampsgefchwader wurden Bahnhöfe und Züge des Feindes bei Tag und Nacht schwer getroffen.
In der Cyrenaika leisteten die deutsch-italienischen Truppen gegenüber dem gleichbleibendem feindlichen Druck zähen Widerstand. Sie fetzten sich unter verlustreichen Kämpfe» weiter nach Westen ab. 2m Kampf gegen die amerikanisch-britischen Landungsstreitträfte in Nordafrika versenkten deutsche Unterseeboote den Transporter „Warwick Caftle" mit 201V7 ART. fowie einen Frachter von KVVV BRT. Außerdem erhielten vier große Transporter Torpedotreffer. 2m Gebiet um Bougie wurden ein Flugplatz sowie der Hafen wirksam angegriffen» vor Bougie zwei große vollbeladene Transporter durch Bombenwurf beschädigt. Ein feindliches Unterseeboot wurde durch Bomben vernichtet. Deutsche 2agd- und Zerstörerflugzeuge schössen vor der tunesischen Küste drei feindliche Flugzeuge ab."
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In der Lyren aika lieferten die deutsch-italienischen Truppen am 14. November den nachdrängenden Briten schwere Gefechte. Die Nachhuten kämpften hartnäckig gegen den anhaltend starken Druck des Feindes, dem das ausgedehnte Straßennetz dieses Kampfgebietes und der oft felsige Boden das Heranführen schwerer Waffen erleichterte. Die Gefechte um die Straßenkreuze und Felsenterrassen nahmen an Härte zu. Uebsrall leisteten die deutschen und italienischen Truppen auf der breiten Front an ihren Flanken hartnäckigen Widerstand. In ihrem schweren Ringen wurden sie von unseren Flugzeugen unterstützt, die ihre Bomben auf die britischen Angriffsspitzen warfen. Von den Nachhuten in aufopferungsvollen Kämpfen geschützt, konnten sich die Hauptkräfte weiter nach Westen absetzen.
^ u 8 dem küdrkrdsuptyiisrtlkr, 15. November. 0»8 Oberkommando der Webrmackl xldt bekannt: „In Aemeinssmem Lampk der Itallelltscben nnd deutscben buktvvsüs und der ItsUenIacben und deutacden k/lsrtns wurde In der vekLmpknnx des teindlieben Oeleitruges Fexen die nordskrtksniscbs Lüste Im westllcben KIMelmeer tolxender Lrkolx errielt:
Vernicklet oder desedSdixt wurden insxessmt 89 Linkeiten, und rwsr: 14 Handels- und xröLere Irsnsportsckikke mit insxesamt 102 VVO LRT. versenkt, ein xroöer Tanker fetws 10 900 VKT.j wurde torpediert und in sinkendem Anstand ruriickFeisssen. Sieden Handels- und Zrökere Transpoitscditke mit insgesamt 71 000 LKT. wurden so sckwer desckädlFt, dsü mit idrem Verlust mit Sicberdeit xerecknet werden kann.
Somit wurde eine Oessmtsumme von 183 008 8RT. wertvollsten keindiicken krackt-, Tanker- nnd Transportraumes vernicklet. Hiervon sind bereits scdt SckiLe mit 76 000 Tonnen in der Sondermeidnng vom 14. November keksnntFeFeben Weitere 35 Handels- und Transportsckiike mit insgesamt 234 000 8KT. wurden kescküdigt, teilweise so sckwer, dsü mit ikrem längeren ^usisli kür Trsnsportrwecke rn recknen ist.
^nSerdem wurden ein Sckiscdtsckilk bescksdigt, drei Träger descksdlgt, davon einer so sckwer, dsü mit seinem längeren ^nsksli ru recknen ist, drei Lreurer versenkt, 14 Lreurer und groüe Aerstörer bescksdigt, vier Aerstörsr nnd Lswscker versenkt, sieben Aersiürer und Lewscker bsscdädigl." -
Stolze krfolge der Japaner fett Kriegsbeginn
;?0 Kriegsschiffe versenkt oder beschSdigt — 5744 seindliche slugieuge abgeschossen oder zerstört
Tokio, 15. November. Domei meldet aus Kreisen, die der Kaiserlichen Marine nahestanden, daß seit Ausbruch des Eroßostasiatischen Krieges bis zur letzten Verlautbarung des Kaiserlichen Hauptquartiers am Sonnabend die japanischen Marinestreitkräfte insgesamt 37V seindliche Kriegsschiffe versenkt oder beschädigt haben. Ferner wurden 897 Transportschisse versenkt, beschädigt oder aufgebracht. Außerdem wurden acht Kriegssahr- zeuge aufgebracht und mehr als 3744 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder zerstört.
Die Zusammenstellung lautet im einzelnen wie folgt: Kriegsschiffe versenkt: 9 Schlachtschiffe, 13
Flugzeugträger, 38 Kreuzer, 39 Zerstörer, 3 Fahrzeuge besonderer Verwendung, 89 U-Voote, 8 Kanonenboote,
5 Minenleger, 7 Minensuchboote, 9 Torpedoboote, 16 andere kleine Fahrzeuge, 3 Hilfsschiffe, 2 Schiffe unbekannter Art. Kriegsschiffe beschädigt: 8 Schlachtschiffe, 4 Flugzeugträger, 29 Kreuzer, 18 Zerstörer, 3 Fahrzeuge besonderer Verwendung, 39 U-Boote,
6 Kanonenboote, 2 Minenleger, 1 Minensuchboot, 2 Torpedoboote, 24 andere kleine Fahrzeuge, 2 Hilfsschiffe. Aufgebrachte Schiffe: 2 Kanonenboote, 2 Minensuchboote, 2 Torpedoboote, 2 weitere kleine Fahrzeuge. Die Zahl der versenkten oder beschädigten Transporter beläust sich auf 394, die der aufgebrachten auf 503:
Neue ülhentaubirSger
Berlin, 15. November. Der Führer hat Generalmajor Ramcke, der sich in den gegenwärtigen schweren Kämpfen in Nordafrika mit seinem Verband wieder besonders ausgezeichnet hat, und Leutnant Josef Wurmheller, Flugzeugführer in einem Jagd
geschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihnen folgendes Schreiben übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 145. bzw. 146. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler."
stnglo-flmerikas blutende Wunde im West-Mlltelmeee
Kampf der stchle gegen die Lanöungsstrettkröste in Nordafrika erfolgreich fortgesetzt — Zur Lage nach der NSumung Lobruks
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin» 15. November. Der Versuch des amerikanischen Präsidenten Noosevelt und seines „jungen Mannes" auf dem Premiersessel in London, durch ven Ueber- sall auf die nordafrikanischen Kolonialgebiete Frankreichs den Kriegsausweitungs-Lieblingsplan Churchills zu verfolgen und dort politische nnd militärische Erfolge einzuheimsen, wo man die Stelle des geringsten Widerstandes vermutet, hat für die Alliierten im Westmittelmeer eine Wunde geöffnet, deren permanenter Blutverlust durch die Sondermeldung des Sonntags so außerordentlich drastisch unterstrichen wurde. Die Luftwaffen Deutschlands und Italiens haben im Zusammenwirken mit den verbündeten Kriegsmarme-Streit- kräften den Anglo-Amerikanern im Zeitraum einer knappen Woche einen Tonnageverlust zugefügt, der in seinem Ausmaß sicherlich die in London und Washington vor Beginn der Operationen in Rechnung gestellten Risikoquote bedeutend übersteigt. In der vergangenen Woche, die Zeuge dieser Wandlung vom erwarteten Salutschuß der Franzosen an der Landungsküste zum Abwehrfeuer der deutschen und italienischen Luft- und Seestreitkräste wurde, fehlte es nicht an warnungs- rufenden Militärs im alliierten Lager. Angefangen von dem sonst vor Optimismus triefenden amerikanischen Marineminister Knox bis zu Kriegsminister Stimson und dem südafrikanischen Renegaten Smuts, waren sich alle darin einig, daß die überfallartige Vrückenkopfbil- dung keinesfalls gleichzeitig als „am ersten Tage errungener Enderfolg" betrachtet werden darf, daß vielmehr gerade die Unterhaltung eines Jnvasionsheeres so bedeutende Schwierigkeiten erwachsen läßt, daß man ruhig von dem „noch bevorstehenden schwierigsten Teil des ganzen Unternehmens" sprechen kann.
Das deutsche Volk hat nüchterne Versenknngszahlen umzuwerten gelernt; es weiß, welch eine Ladefähigkeit sich hinter 183 96» versenkten Brntto-Register-Tonnen verbirgt, es weiß „schwere Beschädigungen" in ihrem Ausmaß und ihrer Rückwirkung aus lange Kaltstellung des beschädigten Schiffsraumes zu übersehen und steht in den versenkten und beschädigten Bewachern — mag es sich um Schlachtschiffe, Flugzeugträger oder Kreuzer nnd Zerstörer handeln — «ine Schwächung des Feindes, die keinesfalls ohne Auswirkungen aus seine weiteren Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Nachschubs nach Nordafrika bleiben kann. Es war natürlich, daß die außerordentliche Massierung von feindlichen Kriegs- und Transportschiffen vor der algerischen und marokkanischen Küste geradezu magnetisch auf die deutschen U-Boot-Gruppen wirken müßten, deren „feine Nase" sich in den vergangenen Monaten stets erwiesen hat. Ein derartig durchschlagender Erfolg, wie er bereits in der ersten Woche hartnäckiger Angriffe im Zu
sammenwirken mit den Luststreitkräften erzielt wurde, war jedoch von der Heimat sicherlich nicht erwartet worden. Er gibt die Gewißheit, daß die weiteren Bemühungen der Anglo-Amerikaner, neuerliche Transporte nach Marokko und Algier zu bringen, auf gleiche kräftige Gegenmaßnahmen stoßen. ,
Diese Woche erlebte so eine Siiuationswwndlung, die auf den neutralen Beobachter geradezu faszinierend wirken muß. Waren zu Beginn der Woche die englischen nnd amerikanischen Blätter von Berichten voller überfließenden Optimismus gefüllt, so spiegelt sich jetzt eine Enttäuschung, die selbst in den Spalten der „Times" ihren Widerhall fand und besonders deutlich in dem Zitat der „Daily Mail" wird: ,Aie U-Boot-Ge- sahr ist die. ernsteste Gefahr von allen, die England drohen. Man stelle sich einmal vor, was es für die alliierten Streitkräfte in Uebersee und neuerdings in Nordafrika bedeutet, wenn der U-Boot-Feldzug der Achse weiterhin Erfolge hat. Sämtliche Hoffnungen Englands und Amerikas können dann mit einem Schlage verschwinden." Ein Kommentator im Londoner Rundfunk ergänzt: „Die Aussichten auf einen endgültigen Sieg sind von unserer Seemacht abhängig. Wen» wir den Krieg, zur See verlieren, verlieren wir überhaupt den Krieg." Was könne man nur znr Beseitigung der deutschen Il-Boot-Eesahr tun, fragt sich die „Daily Mail" und betont: „Man erklärt allgemein, daß noch nichts Rechtes geschieht. Die Bildung eines Obersten Stabes von Marine- und Luftfahrtsachverständigen wird vorgeschlagen. Seine einzige Aufgabe soll es sein, wirksame Maßnahmen auszuarbeiten. Wenn auch Smuts in seiner Rede sich derartig ausführlich mit der Il-Boot- Eefahr beschäftigt, dann wird man mit Recht vermuten, daß seine Ausführungen auf erstklassigen Informationen über diese Verluste beruhen."
Das sind völlig andere Klänge, als sie das siegestrunkene London und das sich einer ausgelassenen Karne- valsstimwung hingebende Newyork zu Beginn der vergangenen Woche erwartet hatten. Man spürt die Wunde im Mitielmeer bluten und hat in dieser Situation nicht die rechts Lust, die Räumung Tobruks durch die Achsen- streitkräste nach den üblichen Agitationsrezepten zu feiern. Man betont lediglich, daß Tobruk zerstört würde und die Stroitkräfte Rommels sich ständig von der Kräften der achten britischen Armee in geschickten taktischen Manövern absetzen können. Ueberraschenderweise macht man nicht einmal in London den Versuch. Vergleiche zwischen der Eroberung Tobruks durch die Ächsenstreitkräfte im Juni und dem jetzigen Durcknnarsch der britischen Truppen zu zishen. Vielmehr stellt man mit einem besorgten Untertan die Frage, welche strategischen Absichten Rommel durch das dauernde Absetzen von den britischen Truppen verfolg«.
Tatsächlich liegt ja auch ein gewaltiger Unterschied darin, daß bei der Einnahme Tobruks durch die Achsen- streitkräste 33 900 britische Gefangene gemacht, Hunderte von Panzern und Geschützen erobert werden konnten, und daß jetzt ein planmäßig von den Achsentruppen zerstörtes Tobruk den Feinden überlasten wurde. Rommel konnte damals mit seinen deutschen und italienischen Panzerdivisionen in vierzehn Tagen zur El-Alamein- Stellung vorstoßen. Nunmehr ist jedoch die britische achte Armee, besonders durch die Zufuhr des amerikanischen Materials so stark geworden, daß für die deutschen und italienischen Truppen die Absetzungstaktik erforderlich wurde. Den Engländern ist es jedoch nicht gelungen, das von ihnen angestrebte Ziel einer völligen Vernichtung der deutschen und italienischen Panzerdivisionen zu erreichen. Es liegt bei der deutschen Führung, wann und wo halt gemacht wird. Der Kampf ge^t weiter.
Man muß in London heute in Rechnung stellen, daß weder die Ereignisse in Libyen noch der lieb erfüll auf die nordafrikanischen Gebiete Frankreichs die große Entscheidung erzwungen wurde, die man sich ursprünglich von diesem Unternehmen erhoffte. Es hat sich wieder gezeigt, daß jede alliierte Unternehmung gegen Europa in kürzester Frist aus der inneren Linie der Gesamt- stellung der Achse heraus mit Abwehrschlägen beantwortet werden kann, deren Gewicht in der Sondermeldung des, Sonntag klar wird. Man weist in neutralen Zeitungen daraus hin, daß der Krieg in Nordafrika im wesentlichen ein Luftkrieg und eine Aufgabe für die U-Boote sein werde, so daß dadurch keine Truppenabziehungen von den übrigen Fronten für Deutschland erforderlich werden. Man könne beobachten, wie Stück für Stück der alliierten Landnngs- flotte vernichtet werde und wisse, daß zu weiteren größeren anglo-amerikanischen Erfolgen weitere Landungen gehören, die zu einem fortwährenden Aderlaß für die alliierte Tonnage zu werden drohen.
Nordafrika aber sei keineswegs eine entscheidende Phase, wie die angelsächsische Agitation behaupte. Das gehe auch daraus hervor, daß der Realist Stalin sich weigere, das Unternehmen als Zweite Front anzuerkennen, denn er erkenne, daß es sich für die Sowjetunion geradezu nachteilig auswirken müsse, denn die Tonnage der Alliierten gehe nun statt nach Stalin zu allererst nach Nordafrika. Diese sowjetische Einstellung wurde deutlich durch eine Rede Maiskys in London, wo er nach einer allgemeinen „amerikanischsowjetischen Verbriiderungsansprache" Frau Roosevelts betont«, daß nach der Ansicht der sowjetischen Regierung die Operationen in Nordafrika keinesfalls als eine „Zweite Front" im Sinne der Stalin-Forderung angesehen würden.
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Joseph Stalins «»gesprochenes Wort „Ihr vollgefresseneu Hunde ..
Wenn die westlichen Kapitalisten den Krieg schon nicht als Waffengang, sondern als Geschäft aufgefaßt wissen wollen, meinte Joseph Stalin, dann müssen sie wenigstens den kaufmännischen Ehrgeiz aufbringen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Er sptach deshalb sein berühmtes Wort gelassen aus: „Nur eines ist notwendig, und zwar, daß die Alliierten ihren eingegangenen Verpflichtungen voll und ganz nachkommen und vor allem auch die Lieferzeit einhalten." Was er sich dabei sonst noch dachte, sprach er nicht aus: Ihr vollgefressenen Hunde, ich weiß schon, was ihr mit mir vorhabt! Ihr wollt mich hier verbluten lassen und in das Geschäft nicht einmal ein paar lumpige Tonnen Stahl hineinstecken, geschweige denn das Risiko einer Zweiten Front!
Den so deutlich Angesprochenen genügte aber auch das, was er sagte, um nach Art knapp vor der betrügerischen Krida stehender Vankerotteure laut in alle Welt ihre Bonität hinauszuschreien. Sie wollten liefern, sie würden liefern, sie würden keine Opfer scheuen, um ihre nun einmal unterschriebenen Halsabschneider-Wechsel einzulösen, jeder Zweifel daran könne sie nur beleidigen. Und es mag wohl etwas dran sein an ihrer künstlichen Aufregung: Wer so selten seinen Generalen, so oft aber seinen Produktionsministern, Koordinationsbehörden und sonstigen Rüstungs-„Boß", wie dem ci-ckovaat Waren- hausexpeditionschef Donald Nelson, das Wort gibt, der ist natürlich aus dem kaufmännischen Ohr noch empfindlicher als auf dem soldatischen. Es schmerzt ihn dann, wenn sein kaufmännisches Wort um keinen Pfifferling höher geweitet wird als sein soldatisches: Das ganze Kartenhaus, der Krieg könne auf den Werften und in den Maschinenhallen gewonnen werden, bricht ja zusammen, wenn selbst der Bundesgenosse Numero 1 seiner Unzufriedenheit auch mit diesem Teil der „Kriegsanstrengungen" so öffentlichen Ausdruck gibt.
Nun könnten ja die Anglo-Amerikaner sich auf „höhere Gewalt" berufen und sagen, liefern möchten wir ja gerne und wir könnten es auch, denn unsere Häfen liegen vollgestopft mit Rüstungsgut aller Art (über die Qualität spricht dann allerdings erst das Schlachtfeld das entscheidende Wort), aber mit dem Weltverkehr ist es nicht mehr so, wie einst im Mai. als noch lustige Delphine und Fliegende Fische unsere Frachter'Einspielten, statt wie jetzt Torpedos und Bomben. Und sie könnten den Sowjets sagen: Ja, hättet ihr doch eure zwar nicht allzu- berühmte Handelsflotte in der Ostsee und im Schwarzen Meer nicht einschließen lassen, dann könntet ihr, was euer Herz begehrt, „cask cairx", kommen und holen.
Tja, auf oas an Ort unÄ Stelle bringen kommt es nämlich an. Nun hat zwar die mit großem Aufwand an Geld, Mühe und Reklame gebaute Alaska-Straße beinahe schon die Behringstraße erreicht — aber durch ganz Sibirien ist auch noch ein weiter und beschwerlicher Weg, besonders im Winter, wenn es schneit, doch manchmal auch zur Sommerszeit . . . Ebenso ist jetzt die Abzweigung der Murmanskbahn, deren Leningrader Trasse bekanntlich teilweise in finnische Hände fiel, fertig geworden, die an die große Rollbahn des alliierten Nachschubs, die Strecke Archangelsk—Moskau, anschließt. Aber Murmansk ist ja auch gerade , kein Luftkurort, will sagen, kein Ort, der gegen Luftangriffe kuriert wäre.
Deshalb sucht man neue Wege zu Kraft und Schönheit: Noteingänge in den ungefügen, verkehrsfeindlichen Klotz der Sowjetunion, jenes „Hemd mit zugenähten Aer- meln", wie es Peter der Große nannte. Die Wiute von Wl-tdrwostok her fällt aus, denn da liegen die Japaner davor. Die transsibirische Bahn ist ein Sorgenkind, denn sie hat eine Spurweite, die raumfremd ist, enger wie die russische und breiter wie die indische. Ueberdies ist das Kaspische Meer Jagdgebiet deutscher Fernkampfbomber und der Krieg seiner Westküste nahe. allzunahe: Auch dieser Nachschubweg wird bald so gefährdet sein wie der Murmansk-Weg seit fünfviertel Jahren.
Dies aber ist der neue Noteingang für alliierte Lieferungen an die ungeduldigen Sowjets: Im Jahrs 326 vor der Zeitenwende stiegen über den Khaiber-
«MII»III»»»»N„»IM,,„,»»,NNIIN»I»I,»I»NII»»NI»,»IIIIN»„„II, „MNINII
2m Kamps gegen die englisch-amerikanische Transportslotte im westlichen Mittelmeer wurden bisher
183 999 BRT. feindlichen Handelsschisssraum vernichtet und 234 999 BRT. schwer beschädigt; zahlreiche feindliche Kriegsschiffe versenkt oder schwer beschädigt.
2m Kaukasusgebiet wurden heftige Angriffe der Sowjets blutig abgeschlagen.
Das Kaiserlich-Japanische Hauptquartier veröffentlicht eine stolze Erfolgsbilanz seit Kriegsbeginn gdgen die ÜSA.-Marine.
Der Führer hat Adolf Vartels und Eerhart Hauptmann zu ihrem 89. Geburtstage seine Glückwünsche ausgesprochen.
Das kommende Wochenende steht im Zeichen einer Rerchsstraßensammlung der Gliederungen der NSDAP.
Der TSV. München 1889 schlug Schalke 94 im Kamps um den Tschammerpokal verdient mit 2:9. Der Niederrhein erkämpfte mit zehn Mann den Reichsbundpokal gegen die Nordmark.
Die Bremer Sportfreunde schlugen in der Kampfbahn den Altmeister VfL. Osnabrück.
Werder siegte in Osnabrück gegen „97" mit 8:1. Deutschland schlug Ungarn im Ringerliinderkampf.