Ausgabe 
(15.11.1942) Nr. 315
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pcrrreiarntUclie Lciyeszettuny

vos flmtsblatt des Negierenden vürgermeislers der Zielen Hansestadt vremen

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der NMionatsozial-isten Vremens

flmtlickes verkündungsbiat« des Ncichsstatttfalters in Vldenburg und vremen

Nr. 515 , 12. Jahrgang

Sonntag. 15. November 1942

kinzeipreis 15 Nps.

Schiffssriedkof vor NorSafrika

Llloin unssrsr» V-Voolon lislsn srnsut 2L Han<Lsl88«rk»tts LUM vplsr / Lsksrr8vkonüs rS»nä8SsUunyon im Laulrasrurs sr8türmt

Aus dem Führerhauptquartier, 14. No­vember. Das Oberkommando des Wehrmacht gibt be­kannt:Im Westteil des Kaukasus wurden bei örtlichen Angrisssunternehmungen beherrschende Bergstellungen und zahlreiche Kampsanlagen erstürmt. Kampsflugzeuge bombardierten Stadt, und Hafen Tnapse. Am Terek- AbschUitt wurden starke Angriffe unter Vernichtung feindlicher Panzer abgewiesen. Deutsche motorisierte Truppen vernichteten in der Kalmückensteppe einen feindlichen Stützpunkt und brachten Gefangene und Beute ein. Südlich Stalingrad blieben örtliche An- U, griffe der Volschewisten im Abwehrfeuer rumänischer K, Truppen liegen. In Stalingrad nahmen Stoßtrupps,in ? . harten Kämpfen weitere^Häuserblocks. Feindliche Gegen- s angriffe wurden abgewiesen und Bereitstellungen durch zusammengefaßtes Artillerie- und Flakseuer und durch Sturzkampsslieger zerschlagen. An der Don-Front wehr­ten deutsche und verbündete Truppen örtliche Angriffe des Feindes ab und warfen ihn im Gegenstoß auf seine Ausgangsstellungen zurück. Deutsche und rumänische Luststreitkriiste flogen bei Tag und Nacht Angriffe gegen feindliche Truppenansammlungen. Im mitt­leren Frontabschnitt vernichteten Stoßtrupps eine An­zahl Kampsstände. Die Luftwaffe setzte ihre schweren Angriffe gegen das rückwärtige Gebiet des Feindes fort. Angriffe des Feindes südostwärts des Jlmensees und am Wolchow scheiterten. Die Sowjets verloren in der Zeit vom 1. bis 18. November 282 Flugzeuge, davon 218 in Luftkämpfen, 33 durch Flakartillerie der Luft­waffe und elf durch Verbände des Heeres. Der Rest wurde am Boden zerstört. Im gleichen Zeitraum gingen achtzehn eigene Flugzeuge verloren.

In der Marmarica griff der Feind am 13. November mit unverminderter Stärke in breiter Front an. Die deutsch-italienischen Truppen haben nach Zerstörung aller militärischen Anlagen Tobruck planmäßig ge­räumt. Kampfflugzeuge bombardierten britische Ko­lonnen aus dem Halfaya-Paß. In den Gewässern von Bougie versenkten Kampfflieger ein Handelsschiff von 6999 BRT. Zwei feindliche Kreuzer und fünf große Transporter wurden mehrfach getroffen. Die Vernichtung eines Kreuzers ist wahrscheinlich. Verladeeinrichtungen und Lagerhallen des Hafens Bougie wurden zerstört.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote im Angriff gegen die ame­rikanisch-britischen Landungsstreitkräfte in Nordwest- afrika und in der Atlantikschlacht den feindlichen Kriegs­und Transportflotten erneut ungewöhnlich schwere Ver­luste zugefügt. Sie versenkten im Eismeer, im Nordatlan­tik, vor der Kanadischen Küste, in der Karibischen See,

Hanna veitsch erhielt kk. 1

Berlin, 14. November. Der Führer hat der bekann­ten Fliegerin Flugkapitän Hanna Reitsch in Anerken­nung der besonderen Verdienste, die sie sich unter stetem Einsatz ihres Lebens um die Entwicklung des deutschen Fluggeräts erworben hat, das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Reichsmarschall Hermann Eöring hat der tapferen Fliegerin in Anerkennung seine Glückwünsche ausgesprochen. Durch diese Verleihung wurde zum ersten Male eine deutsche Frau mit dem Eisernen Kreuz 1. Kl. ausgezeichnet.

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ES ist etwas Erstmaliges und gewiß auch Einmaliges, daß eine Frau die hohe militärische Auszeichnung des Eisernen KreuzeS 1. Klasse erhält. Aber Hanna ReitschS Leistungen als VersuchSpilotin setzen ein solches Maß von Mut, Tapferkeit und Einsatzwillen voraus, haben eine so hohe Bedeutung sür k> den Kamps an der Front, daß sie mit vollem Recht den soldati­schen Leistungen gleichgestellt werden. Als erste Frau der Weit war sie 1937 zum Flugkapitän ernannt worden. Im März 1911 verlieh der Führer Hanna Reitsch das E. K. 2. Klasse. Gleichzeitig überreichte ihr der-Rcichsmarschall daS Flugzcug- sührerabzeichen in'Gold mit Brillanten. Es war die Krönung einer ungewöhnlichen fliegerischen Laufbahn, die diese Frau vom Segelslug über den Motorflug zur slugwissenschastlichen Forschung geführt hat. Jetzt empsängt sie die hohe Auszeich­nung in dem Bewußtsein, tnit ihrer Arbeit, die unablässigen ' Einsatz des 'Lebens verlangt, als treue Kameradin und Helfe­rin ein wesentlich Teil zur Schlagkraft unserer an asten Fron­ten um den Sieg Deutschlands ringenden Luftwaffe beizu­tragen.

bei den Kap Verdifchen Inseln, im Golf von Guinea und im Seegebiei östlich von Kapstadt aus gesicherten Geleit- zügen und in Einzeljagd zwanzig Schiffe mit zusammen 119 llvv BRT. sowie einen Zerstörer. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert. Im westlichen Mittelmeer vernichte­ten sie aus der britisch-amerikanischen Transportflotte wieder zwei Transporter und einen Großtanker von zu­sammen 29 999 BRT. sowie einen Zerstörer, so daß sich die Erfolge der Unterseeboote vor den Küsten von Algier und Marokko auf elf Transporter mit 99 199 BRT. er­höht haben. Seit der Sondormeldung vom 9. November hat die Unterseebootwaffe im Mittelmeer und aus dem atlantischen Kriegsschauplatz 31 Handelsschiffe mit zu­sammen 218199 BRT. versenkt und weitere sechs durch Torpedotresser beschädigt. Daneben wurden seit dem 9. November zwei britische Kreuzer und vier Zerstörer versenkt, ein Flugzeugträger, ein Zerstörer und eine Kor­vette beschädigt."

vor groks LLutt unä ü»s rauko Luropa

unsinnokmkars I*s8lung

Ivv. Bremen, 15. November.

HichtS von Roosevelt, der größte Scharlatan der 5ntlc«ieidllna Weltgeschichte, glaubt mit dem an ' ' ^ Frankreich in Nordafrika verübten

Bubenstreich einen Toup gegen die Achsenmächte ge­landet zu haben, der seine so lange Zeit schon ver­geblich genährte Hoffnung auf eine Wende der ein­deutig gegen die Alliierten sprechenden Kviegslage end­lich einmal berechtigt erscheinen lasten könnte. Das ge­radezu sich überschlagende, tolle Freudengeheul der bri­tischen und us.-amerikanischen Presse bei den Lber- schwänglichen Propagandameldungen über die angeb­lichglänzenden Aussichten" des Roosevelt'schen Ban­ditenstreichs ist denn auch völlig auf die Roosevelt'sche Annahme abgestimmt, die Achsenmächte hätten einen Faustschlag erhalten, der sie taumeln mache und schon fast das Gewicht eines Ko-Schlages in dem weltent- scheidenden Ringen dieses Krieges für sie in sich trage.

slotten-Mederlage derUSfl.bei öuadalranar

Japaner versenkten jüns Kreuzer und einen Zerstörer Weitere Kreuzer, Zerstörer und lransporter schwer beschädigt S0 seindflugzeuge abgeschossen

Tokio, 14. November. Das japanische Hauptquar­tier gibt folgende Mitteilung über eine neue Seeschlacht bei der Insel Guadalcanar: Am 12. November hat die Schlacht angefangen und dauert jetzt noch an. Japa­nische Marineflieger versenkten einen feindlichen Kreu­zer neuen Typs. Ein weiterer Kreuzer der 8-Klasse und drei Transportschiffe wurden in Brand gesetzt und 99 Flugzeuge abgeschossen. In einem anschließenden Nachtangriff japanischer Marineeinheiten wurden wei­tere Erfolge erzielt: Zwei Kreuzer neueren Typs ver­senkt, zwei weiter« große Kreuzer versenkt, ein Zer­störer versenkt; zwei Kreuzer und drei Zerstörer schwer beschädigt. Die japanischen Verluste: Ein Schlachtschiff schwer beschädigt, zwei Zerstörer gesunken, etwa zehn Flugzeuge nicht zurückgekehrt.

Mit den japanischen Erfolgen ist fast die Hälfte der feindlichen Flotte vor der Insel Guadalcanar vernichtet.

Außer den als vernichtet gemeldeten feindlichen Kriegsschiffen bei der Insel EuÄdalvanar wurden allein in den südpazifischen Gewässern vom 7. August bis zum 12. November 54 feindliche Kriegsschiffe versenkt, und zwar ein Schlachtschiff, fünf Flugzeugträger, 22 Kreuzer, 15 Zerstörer, neun U-Boote, ein Minensucher und ein Kriegsschiff unbekannter Klasse. Nachdem am 12. No­vember weitere zwei Kreuzer und drei Zerstörer schwer beschädigt worden sind, beträgt die Gesamtzahl der wäh­rend der genannten Zeit in den gleichen Gewässern be­schädigten feindlichen Kriegsschiffe 23, und zwar drei Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger, sieben Kreuzer, sie­ben Zerstörer, ein U-Boot und ein Minensucher. Ferner wurden insgesamt 25 feindliche Transporter versenkt oder beschädigt.

Im Vorlaute cker Hmgrikisoperstionen ckeutscker Unterseeboots gegen ckls britiscb-smerikaniscben lan- ckungsstreitkrSkte in kranrösisck-dlorcksirilca ivurcke, ivie dsricktet, unter snckerem auck ein britiscdsr Lrsurer ckerllirmingkam -Ulasse ckurcb künk Torpeckotrskker an cker maroklianiscdsn Htlantiklcitste ver­senkt. - Unser Lilck reigt cken iireurerSoutbampton" aus ckerselken Klasse. Diese Kreurer traben 9109 Tonnen und sinck bestückt unter anderem mit rrvöli 15,2-cm-Oesckütren: sie baden drei Tlugrsugs an Lord. Scbsil ^.rcbtv, Lsrltn

Im November bereits 6?8W0 vnr. versenkt

Me vejiirktilungen der Smuts und knor' noch überlroften empfindliche Verluste auch schneller Schifte

Und die Deutschland niemals wohlwollend gesinnt ge­wesene, sogenannte neutrale Presse in jenen europäischen Ländern, die noch nicht ihre verantwortungsvolle Pflicht dem um sein Leben und seine Kultur kämpfenden euro­päischen Kontinent gegenüber erkannt hat, sitzt bewußt oder unbewußt dem gerissenen Roosevelt-Bluff auf und unterrichtet ihre Leser wieder einmal, ganz der rauhen Wirklichkeit entgegen, völlig falsch über die Auswir­kungen des jüngsten nordafrikanischen Geschehnisses. In­dem sie so tut, als ob tatsächlich damit etwas Ent­scheidendes, d. h. ein den endgültigen Sieg der Achsen­mächte in Frage stellendes Ereignis eingetreten wäre, leistet sie absichtlich Vorschub jenen, die jeglichem An­satz zur europäischen Solidarität feindlich sind und nährt geflissentlich die Annahme, als ob nun. über Nacht ein großes Unheil über die Achsenmächte hereingebrochen wäre. Wie wenig dies der Fall ist und wie sogar im Gegenteil nun erst richtig die Streit­kräfte der USA. in den Bereich unserer Wäffenwirkung geraten sind, wo sie sich gezwungen sehen, den bestimmt nicht gering zu erachtenden Äbwehrschlägen der im übrigen unangreifbaren Festung Europa sich-, auszu­setzen, muß hier einmal ganz nüchtern und an Hand von einfach unwiderleglichen Tatsachen betrachtet und geweitet werden.

Wozu Mit dem Durchmarsch der Truppen der der Lörm? Achsenmächte durch das unbesetzte franzö- sische Gebiet bis zu jenen Punkten der französischen Mittelmeerküste, die bisher noch nicht dem Achsenschutz unterstellt waren, ist der eherne Schutzwall um ganz Europa endgültig geschlossen. Und selbst die aus­schweifende Phantasie eines Roosevelt und Churchill -wird kaum davon träumen wollen, diesen Wall je ein­mal irgendwie oder irgendwo zu zerbrechen. Nach wie vor in der bevorzugten Kampfstellung der inneren Linie, nach den großen Erfolgen im Osten, ohne entscheidenden Mangel an Nahrungsmitteln und Rohstoffen, die zur Kriegführung unentbehrlich sind, hinreichend im Be­sitz der notwendigen Arbeitskräfte und mit einer un­übertrefflichen Organisation militärischer und wirt­schaftlicher Art, ist das Lager Europa nicht allein un­angreifbar, sondern darüber hinaus beweglich genug, seinen Feinden ringsum, wo immer das Gesetz des Han­delns es verlangt, gewaltige Schläge auszuteilen, zumal diesen Feinden noch in dem starken Verbündeten der Achsenmächte, Japan (dessen Streitkräfte soeben bei Guadalcanar die Hälfte der - dort operierenden us.- Kriegsflotte vernichtet haben), draußen auf der an­deren Seite der äußeren Linie, ein Gegner erstand, der seinerseits ebenfalls auf der inneren Linie kämpfend in der Lage ist, den durch die Weite des Ozeans vonein­ander und von ihren Kolonien durch die Meere ge­trennten Feinden schwersten Abbruch zu tun. So müssen diese, wie sie selber klagend zugeben, heute bereits auf ^ Kriegsschauplätzen kämpfen, ohne irgendwo einen das Kriegsgeschehen entscheidenden Erfolg zu erringen. Daß sie gerade infolge ihrer weit sich ausdehnenden Ver­bindungslinien über die Meere ständig der ungeheuer- licheii Gefahr unserer Il-Vootwaffe ausgesetzt sind und die jüngsten Sondermeldunaen des OKW. ivrechen deut­lich genug damit täglich mehr und mehr den ihnen gerade der Mesrverbindunaen wegen unumgänglich not­wendigen Schiffsraum einbüßen, wird ihnen noch zum besonderen Verhängnis.

Kostspieliges Fünfundzwanzig Millionen Brutto-Re- Menteuer gister-Tonnen feindlichen Schiffsraumes ^ das entspricht etwa 8er gesamten

Handelstonnage Großbritanniens zu Beginn des Krie­ges 1939 liegen heute auf dem Grunde des Meeres, und daß die Kurve der Versenkungen nicht etwa sinkt, sondern sogar noch steigt, ergibt sich bereits aus dem bisherigen Versenkungsergebnis der ersten Monatshälste im November, das dem Versenkungsergebnis des Ee- samtmonats Oktober sehr nahekommt. Dabei sind zwar schon die großen Versenkungserfolge gegen die britisch­amerikanische Landungsflotte eingerechnet; keinesfalls aber kann dies bedeuten, daß dieser Teil der Ver­senkungserfolge demnächst ausfallen wird. Im Gegen­teil; das nun schon einmal unternommene Wagnis Roosevelts, jenseits der von den Achsenmächten ge­schützten europäischen Küste in Nordafrika einen neuen Kriegsschauplatz aufzumachen, verlangt gebieterisch die laufende Versorgung des neuen USA.-Kriegslagers mit dem notwendigen Nachschub, was aber bei den ständig auf der Wacht liegenden deutschen U-Booten rings um

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Drabtbericht unserer Berliner Schriftleituna dr. v. »cd. Berlin, 14. November. Die neue schwere Wunde, die der Feindtonnage im Raum um Nordwest- asrika geschlagen wurde, blutet unaufhörlich weiter. Nachdem schon die Wehrmachtberichte an den Tagen vom 19. bis zum 13. November pausenlose Feindverluste vor den Küsten Algiers und Marokkos gemeldet hatten, die sich bis gestern bei der Zusammenrechnung der Erfolge der Luftwaffe und der U-Boote aus 134199 versenkte BRT-, ohne Berücksichtigung der schweren Beschädigungen, stellten, mußten nunmehr im westlichen Mittclmeer wiederum zwei große Transporter und ein Tanker der Nachschubflotte sür das Afrika-Unternehmen Roosevelts daran glauben. Die Unterseeboote haben seit dem Be­ginn ihres Eegenschlags gegen den Piratenstreich Roose­velts 99 999 BRT. unmittelbar vor Nordwestafrika ver­senkt. Der Erfolg der Luftwaffe stellte sich bis gestern für die gleiche Zeit auf 55 999 BRT.

Bei den versenkten -der beschädigten Schiffen handelt es sich diesmal vor allem um moderne große Fahrgast­schiffe. 19 900 BRT., 19 690 BRT., 14 900 BRT., 12 999 BRT. Das waren die Größen eines Teiles der ver­senkten Schiffe, zu denen eine Reihe von anderen hinzu­kommt, deren Tonnagegehalt sich um 19 009 BRT. be­wegte. Hier handelt es sich um schnelle Schiffe von be­sonderer Art, die eine Bauzeit von Jahren beanspruchen, also selbst bei den größten Anstrengungen der amerika­

nischen Werften nicht in kurzer Zeit ersetzt werden können, aber andererseits für militärische Unternehmun­gen, wie sie der Phantasie der Roosevelt und Churchill vorschweben, ganz besonders wichtig sind. Zweifellos haben die Gegner mit Verlusten gerechnet, als sie ihr neues Afrika-Unternehmen einleiteten, aber daß sie ein solches Ausmaß annehmen würden, wie es bis heute schon festzustellen ist, das ging bestimmt über ihre schlimmsten Befürchtungen hinaus.

Besonders niederdrückend für die Amerikaner und Briten muß die Erkenntnis wirken, daß der konzen­trierte Einsatz unserer U-Boote und Bombenflugzeuge im westlichen Mittelmeer und vor der marokkanischen Atlantikküste den Unterseeboot-Operationen an allen Stellen der Weltmeere keinerlei Abbruch zu tun ver­mag. Wiederum mußte der Gegner schwere Verluste verbuchen, die ihn im Eismeer, im Karibischen Meer, im Nordatlantik, im Golf von Guinea und in der Ge­gend des Kaps trafen. In diesen weit auseinander- gezogenen Meeresräumen wurden erneut 29 Schiffe mit insgesamt 119 909 BRT. zu den Fischen geschickt. Dabei ist zu beachten, daß unter Einschluß der Sondermeldung vom 9. November bis dahin in diesem Monat von den U-Booten bereits 79 Schiffe mit 447 649 BRT. als ver­nichtet gemeldet wurden, zu denen noch zwei Schiffe mit 13 900 BRT. treten, die zwischen dem Nordkap und Spitzbergen Opfer unserer Luftwaffe wurden.

Damit stellen sich also die bisher im Monat Novem­ber von unseren Unterseebooten und unserer Luftwaffe gemeldeten Erfolge bereits aus 878 999 BRT.

Das muß dann in der Tat die schlimmsten Befürch­tungen übertreffen, die auf der Gegenseite in den letz­ten Tagen von Männern wie Smuts und selbst dein sonst so pvahlsüchttgen Staatssekretär Knox' geäußert wurden. Dazu kommen noch die schon ganz beachtlich angestiegenen Verlust« und schweren Beschädigungen, die den feindlichen Seestreitkräften zugefügt werden konnten. Im Gegenschlag gegen das feindliche Afrika- Unternehmen wurden seit dem 9. November 2 Kreuzer und 4 Zerstörer versenkt, während «in Flugzeugträger und weiter« Kriegsschiffeinheiten schwere Schäden er­litten. Die Stimmung in England, die sich bei den ersten Nachrichten von dem Pirwtenstreich gegen Fvan- zöfisch-Nordafrika überschlagen wollte, ist in der Er­kenntnis der eingetretenen Rückschläge schon stark ab­gesunken. Man kann sich vorstellen, wie unter diesen Umständen der neue schwere Schlag wirken muß, den die Japaner den Amerikanern bei der Salomnnen-Jnsel Guadalcanar zugefügt haben. Auch hier büßten die Amerikaner außer Kriegsschiffen Transportschiffe ein. Die Verlustliste der feindlichen Tonnage und Kriegs­marine nimmt in diesem Monat ganz gewaltige Aus­maße an.

Wie eine neue Sondermeldung des OKW. be­richtet, versenkten unsere U-Voote wiederum 31 Handelsschiffe mit 218199 BRT.; außerdem wurden zwei britische Kreuzer und vier Zerstörer versenkt.

Die Japaner melden die Versenkung von fünf Kreu­zern und einem Zerstörer sowie die Beschädigung weiterer Schiffe bei Guadalcanar.

Die militärischen Anlagen von Tobruk wurden von den Achsentruppen planmäßig geräumt und zerstört. Unsere Truppen stürmten im Kaukasus beherrschende Vergstellungen.

In den ersten zehn Tagen des November verloren die Sowjets 282 Flugzeuge.

Ritterkreuzträger sprachen in der Deutschlandhalle vor der HI.

Die Zahl der Verkehrsunsälle ist in Vremen be­dauerlicherweise gestiegen.

Die Witthiit hat mit der Herausgabe einer Ab­handlung von Pros. Sakimura-Tokio eine neue Verösfentlichungsreihe begonnen.

In Vremen wurde ein Lied der Rüstungsarbeitet uraufgeführt.

Die europäische Weinernte wird voraussichtlich höher ausfallen als im Vorjahr.