Ausgabe 
(14.11.1942) Nr. 314
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ParleicuiitkcliL ^ayeszettuny

vas flmtsblatk des Negierenden vürgermeistcrs der §relen (jansestadk vremen

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üev NationalsdziaMen. Vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und vremen

Nr. Z14 , 12. Jahrgang

Sonnabend, 14. November 1S42

Linzeipreis 15 Npf.

koosevelts betrug an frankreich entlarvt

USfl. willlokale vefchlagnabme" von flfrlka / kngland zuvorgekommen

Sensationeller Vokumentenfund in Vichy bestätigt Schurkenstreich

Dratztbericht unserer Berliner Schriftleitung är. XV. -cd. Berlin, 13. November. Wenn es noch eines letzten und durchschlagenden Beweises bedurft hätte, um Roosevelt der frechsten und widerlichsten Lüge bei der Einleitung seines Asrika-llnternehmens zu überführen, so ist er heute gebracht. Bisher mochten harmlose Gemü­ter die Spekulationen amerikanischer Wirtschaftler, die Noosevelts Vorstoß nach Afrika im Zusammenhang mit weitausgreifenden Wirtschaftsimperialistischen Plänen beurteilen wollten, als persönliche Ansichten einiger un­verantwortlicher Männerabzutun" versuchen. Heute geht das nicht mehr! Die Behörden der französischen Re­gierung in Vichy haben nach der Abreise der Amerikaner in dem verlassenen Botschaftsgebäude ein Dokument ge­funden, das die letzten Schleier vor den jüdisch-plutokra- tischen Weltherrschaftsplänen mit den Zentralen in Washington und in Wallstreet zerreißt.

Bei dem Dokument handelt es sich um ein Schreiben, das der Militärattache der amerikanischen Botschaft in Vichy an seine Regierung gerichtet hat und in dem er die auf-Afrika zielenden Eroberungsabfichten Roosevelts als eine im internen Kreis bekannte absolute Selbstver­ständlichkeit behandelt. Von dem albernen Verwand, daß Französisch-Nordafrika von den Achsenmächten bedroht sei, ist in diesem aufsehenerregenden Schreiben überhaupt nicht die Rede. Man glaubte sich ja in diesem Briefver­kehr zwischen der Botschaft in Vichy und der Zentrale in Washington ganz unter sich. Ueber die strategische Auf­fassung hinaus aber, nach der die Festung Europa von Süden her angreifbar sei, eine Auffassung, deren Berech­tigung angesichts der bereits eingeleiteten Eegenschläge der Achsenmächte selbst im Feindlager jetzt schon skepti­scher beurteilt wird, wird in dem Schreiben des ameri­kanischen Militärattaches mit brutaler Offenheit die Tatsache behandelt, daß Roosevelt und seine Hintermän- ner die weltwirtschaftliche Hegemonie an­streben, daß der afrikanische Kontinent, als wenn es sich um Südamerika handelte, der westlichen Hemisphäre zu­geschlagen werden und daß dabei selbstverständlich auch Frankreich sein Kolonialreich verlieren soll.

Jetzt wird es auch klar, warum Roosevelt, wie wir von Churchill wissen, schon unmittelbar nach

Sie krleichlerung unserer krnätirungslage

Berlin, '13. November. Bei der letzten Zusammenkunft des Berliner Freundeskreises der Deutschen Akademie, der wiederum zahlreiche führende Persönlichkeiten aus Staat und Partei, Wehrmacht, Wirtschaft und Wissen­schaft beiwohnten, sprach nach einem ehrenden Nachruf des Vorsitzenden der Gesellschaft der Berliner Freunde der Akademie, Staatssekretär Gutterer, für den verstorbe­nen Präsidenten der Akademie Ludwig Siebert der Mi- nisterialrat im Reichsernährungsministerium, Staats- Minister a. D. Riecke, über die Ernähruugslage.

Der Redner hob unter Hinweis aus die grundsätzlichen ernährungspolitischen Mitteilungen des Reichsmarschalls hervor, daß der Tiefstand in unserer Ernährungslage eindeutig überwunden sei und nach menschlichem Ermes­sen von nun an mit einer stetigen Besserung gerechnet werden könne. Die gute Ernte dieses Jahres, habe auf entscheidenden Gebieten eine ausgesprochene Besserung gebracht. Hinzu komme die Rekordernte an Kartoffeln.

Sehr ins Gewicht falle auch die von Monat zu Monat besser werdende Organisation in den besetzten Gebieten. Bor allem aber sei in den seit mehr als einem Jahr be­wirtschafteten Gebieten des Ostraumes die erste Schlacht auf dem Ernähruugsgediet bereits gewonnen. Auch die in neuerer Zeit eroberten Gebiete brächten schon inso­fern eine wesentliche Erleichterung der Eesamtlage, als sich die dort stehenden Truppen zum größten Teil aus dem Lande selbst versorgen könnten. Diese Gesamtbesse- rung der Lage habe ihren sichtbaren Ausdruck in der Her­aussetzung der Rationen wichtiger Nahrungsmittel ge­sunden, wobei zu berücksichtigen sei, daß diese Maßnahme nach den Worten des Reichsmarschalls nur einen ersten Schritt darstelle.

der Katastrophe von Pearl Harvour den Plan zum Angriff aus Asrila faßte. Es begann ihm offenbar damals schon zu dämmern, daß die Vereinigten Staa­te» in Ostasien die Herrschaftsmöglichleit über uner­setzliche RohstosfgeLiete für immer verlieren würden, «nd dafür soll nun Afrika Ersatz bieten.

Diese Gedankengänge sind in dem von den Fran­zosen gefundenen und veröffentlichten Dokument mit voller Deutlichkeit ausgesprochen. Das Schreiben be­handelt im Grunde nur die Frage, wie man die Fran­zosen hinters Licht führen und sie dahin bringen könnte, selbst an einem Unternehmen mitzuwirken, als dessen Opfer sie bestimmt waren.Dieses Volk", so heißt es da,darf nicht wissen, daß die Freiheit, die wir ihm wiedergeben, Kompensationen wirtschaftlicher Art zu­gunsten Amerikas einschließen wird." Auch darüber, wie diese Kompensationen aussehen sollen, wird keinerlei Unklarheit gelassen. Der Militärattache in Bichy spricht aus seiner genauen Kenntnis der Absichten heraus von dertotalen Beschlagnahme" als von einer Selbst­verständlichkeit.Um die totale Beschlagnahme mehr oder weniger friedlich zu verwirklichen, die wir auf dem afrikanischen Kontinent zu erreichen suchen und zwar in einer wirksamen Front, muß man von jetzt an meiner Ansicht nach daran denken, wirksame Maß­nahmen zu ergreifen. Der afrikanische Kontinent ist die einzig mögliche Basis für einen An­griff auf'Europa und bleibt ebenso weiter der einzige Ausgangspunkt für eine wirtschaftliche

Beherrschung der Nachkriegszeit. Man muß zu­nächst dahinkommen, Laß gewisse Organe sich nicht offen über unsere Ansichten äußern, und zwar in einer Art, daß das französische Volk weiter an uns glaubt."

Wie jämmerlich und erbärmlich müssen sich heute die­jenigen Franzosen vorkommen, die sich in dem Spinnen­netz der Spionage und der niederträchtigen amerika­nischen Verführungskünste haben fangen lassen. Heut« spricht der USA.-Staatssekretär Hüll ohne Hemmun­gen davon, daß die diplomatische Vertretung der Ver­einigten Staaten in Vichy nur eine Spionage- zentrale war, die die Aufgabe hatte,höchst wich­tige Informationen zu liefern, die gegen Deutschland Eingestellten zu ermutigen und der Entsendung einer militärischen Expedition in die Gebiete des westlichen Mittelmeeres den Weg zu ebnen."

Das Hauptauartier Eisenhowers berichtet jetzt, daß schon vor Monaten Verschwörerzusammenkiinfte zwischen amerikanischen Militärs und französischen Verräter­offizieren stattgefunden haben. Diesen betrogenen Be­trügern wurde versichert, daß die von Roosevelt ge­planten Operationen die einzige Möglichkeit dar­stellten,die Nazibeherrschuna und die drohende Nazi- Invasion in Französisch-Nordafrika zu verhindern". Heute bereits ist das allps als gemeinster Schwindel entlarvt. Wir sind aus Enthüllungen über den Secret Service und andere ähnliche Einrichtungen im Feind- lager gewiß schon allerhand gewöhnt, aber der widerliche (Fortsetzung auf Seite 2)

Koke Verluste der feindlichen Landungsstotte

kin Kreuzer, ein Zerstörer und fünf rransporler versenkt / Schwere Sombenlreffer auf weiteren Kriegsschiffen / vesestung der siidfranzösischen Küste im wesentlichen beendet

Aus dem Führerhauptguartier, 13. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:An der Westkankasus-Front wurden feindliche Angriffe ab­gewiesen. Ein im Raume von Alagir vorübergehend abgeschnittener eigener Panzerverband hat unter Ab­wehr zahlreicher feindlicher Angriffe die Verbindung zu den benachbarten Kräften wieder erkämpft und dabei mehrere hundert Gefangene eingebracht. Rumänische Truppen schlugen südlich Stalingrad feindliche Angriffe in Bataillonsstärke ab. In Stalingrad wurde das am Vortag gewonnene Gelände von versprengten seind- lichen Gruppen gesäubert. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt nur örtliche Kampstätigkeit. Die Luft­waffe bekämpfte den feindlichen Nachschub aus Bahnen und Straßen.

Im Verlaufe der Angrifssoperationen deutscher Unterseeboote gegen die britisch-amerikanischen Lan- dungsstreitkriiste in Französisch-Nordafrika wurden am gestrigen Tage an der marokkanischen Atlantik-Küste ein britischer Kreuzer der Birmingham-Klasse durch fünf Torpedotresfer, ein Zerstörer der K.-Klasse, sowie aus der Reede von Fedhala drei Transporter von zu­sammen 22 50V BRT. versenkt. Im westlichen Mittel­meer versenkten andere Unterseeboote einen Trans­porter von 7000 BRT. und torpedierten zwei weitere Schisse, darunter einen großen Zwei-Schornstein- Passagierdampser. Im Golf von Bongte versenkten deutsche und italienische Kampfsliegerverbände bei fort­laufenden Tag- und Nachtangriffen einen Transporter von über 1V VVV BRT. sowie ein kleines Handelsschiff und beschädigten 11 Handelsschiffe, davon einzelne so schwer, daß mit ihrem Untergang gerechnet wird. Außer­dem wurden bei Sturz- und Tiesangrisfen schwere Bombentreffer auf zwei große Kriegsfchisfseinheiten, einen Kreuzer und drei Zerstörer erzielt. Schnelle Kampfflugzeuge bombardierten am Tage die Hasen­anlagen von Bangte und den Flugplatz Maison Blanche bei Algier.

Die Besetzung der slldfranzösischen Küste ist im wesentlichen abgeschlossen.

Ferner gibt das Oberkommando der Wehrmacht be­kannt: Der Chef der französischen Flottenstreitkräfte

im Mittelmeer und der Befehlshaber der Küstenver- teidigung von Toulon habe» eine feierliche Erklärung abgegeben, daß sie die französischen Kriegsschiffe und

die Seefestung Toulon gegen jeden Angriff der angel­sächsischen Mächte verteidigen würden. Der Führer und der Duce haben deshalb befohlen, daß von einer Be­setzung des Festnngsbereiches Toulon durch deutsche oder italienische Truppen abgesehen wird."

Der nach Umfang und Erfolg lohnendste Einsatz der deutschen und italienischen Luftstreitkräfte bracht« am 12. November der Großangriff auf die britisch-amerika­nischen Schiffe in der Bucht von Vougie. Er begann, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, mit Bom­benwürfen schneller Zerstörerstaffoln auf die Hafen- anlagen, wobei Molen und Gebäude stark mitgenommen wurden. Unter heftigen Explosionen stürzten zwei große Lagerhallen ein. Das entstehende Eroßfeuer ergriff auch das im Hafengebiet aufgestapelte britisch-amerika­nische Kriegsmaterial. Der Hauptangriff setzt« gegen 4 Uhr morgens ein. Kurz hintereinander wurden drei große Handelsschiffe getroffen und zwei von ihnen in Brand gesetzt. Beim weiteren Angriff trafen die trotz starker Flak-Abwehr angreifenden Kampfflieger ein am Pier liegendes großes Fahrgastschiff. Den Bomben­einschlägen folgten heftig« Explosionen und Brände, die sich schließlich aus die ganze Läng« des Schiffes aus­dehnten. Im Ostteil des Hafens erhielt ein weiteres, leich großes Schiff zwei Volltreffer mitschiffs und blieb rennend liegen. Andere Kamvfflugzeuge zerschlugen durch ihre Bomben die Kessslanlagen eines Frachtschis­ses von 810 000 BRT. Kurz danach versenkten zwei schwere Treffer ein Transportschiff von über 10 000 Bruttoregiftertonnen und «in kleineres Handelsschiff, das durch Explosion der Ladung völlig zerrissen wurde. Zwei versenkte und 14 schwer beschädigte Handelsschiff« waren das Ergebnis dieses erneuten Aderlasses an der für die weitere Kampfführung des Feindes lebenswich- ligen Transportflotte. Nicht weniger erfolgreich waren die Angriffe der Kampfflugzeuge gegen die britisch- amerikanischen Kriegsschiffe. Zwei große Kriegsschiffs- einheiien, ein Kreuzer und drei Zerstörer würden ge­troffen. Eins der Kriegsschiffe blieb mit schweren Be­schädigungen an Heck und Schraube bewegungslos lie­gen. Auch unsere Unterseeboote setzten ihre wirkungs­vollen Angriffe gegen die amerikanisch-britischen Schiffs­verbände fort.

Jüdischer Karnevalsrausch benebelt Newvork

kmigranien begeistern sich auch in London über diemilttiirische Promenade nach Nordafrika"

Drabtbericht unseres Vertreters

Iir«. Stockholm, 1S> November. Dieelegante Pro­menade gegen Französisch-Nordafrika", wie man sich drüben ausdrückt, hat bei der Newyorker Judenschaft und ihren Gesinnungsgenossen, schwedischem Zeugnis zu­folge, schrankenlose Begeisterung und Jubelausbrüche hervorgerufen. Die größte Judenstädt der Welt hat ohnehin ein hektisches Vergnügungsleben, aber gegen­wärtig soll dort eine Stimmung wie beim Karneval in Nizza herrschen. Ein Bericht derStockholms Tidningen" deutet an, daß die jüdischen Emigranten von allen europäischen Ländern bei diesem Jubel obenan stehen. Alle träumen neuerdings bereits von triumpha­ler Heimkehr in die früher ausgebeuteten Länder, denn alle diese Juden möchten dort ihre frühere Herrschaft über Europa wieder errichten, und dann mit welchen Orgien des Hasses und der Vergeltung! Der schwedische Bericht gibt zu. daß in diesen Emigranten-Kolonien Newyorks der Haß lden Roofevelt für seine Krieg­führung notwendig hat), konzentriert und auf dem Wege von Agitationsbroschürea, Zeitschriften, Rundfunk usw. dem ganzen amerikanischen Volk «infiltriert wird.

Aufsälligerweise legen inmitten dieses Rummels die Börsen von London und Newyork größte Zurückhaltung an den Tag. Statt der Siegeshaussen, die man hätte er­warten sollen, werden Kursverluste und gedrückte Stim­mung gemeldet. Die Hauptdrahtzieher bei den Juden und Plutokraten scheinen trotz allen Jubels nicht ganz so felsenfest oom guten Ausgang des Abenteuers überzeugt. Auch die offizielle Politik hält mancherlei Dämpfer für notwendig. Der UTA.-Kriegsminister Stimson erließ eine Warnung vor dem Glauben an einen schnelle» »nd

leichten Sieg. Er nannte es Wahnsinn, die noch ausstehen­den Anstrengungen zu unterschätzen. Er versuchte, die Hochfliige von Hoffnungen und sanguinischen Gerüchten durch düstere Warnungen zu bremsen. Man fürchtet an­scheinend die großen psychologischen Gefahren des jetzigen Ueberschwangs, da man einen Rückschlag nicht für un­möglich hält.

Auch in London sind, wie neutrale Berichte aus der englischen Hauptstadt bezeugen, weiterhin wildeste Kombinationen und Hoffnungen im Schwange, so aus­schweifend, daß man sich schon jetzt die Enttäuschung ausmalen kann, wenn die Ereignisse etwa anders ver­laufen. Etliche Zeitungen bemühen sich daher auch hier um Warnung vor verfrühtem Optimismus.Star" warnt vor Unterschätzung Rommels, der allerhand im Schilde fükren könne. Ein neutraler Bericht aus Lon­don sagt, die Beurteilung der aktuellen Ereignisse im Mittelmeer und Afrika seietwas schwebend und von unbekannten Faktoren abhängig". Die letzten neutralen Nachrichten aus England sprechen won undurchdring­lichem Dunkel um'die Vorgänge im Mittelmeer. Die Reihe der Fragezeichen werde immer größer, die Ge­rüchte immer widerspruchsvoller.

Vichy, 13. November. In derAction Francaise" nimmt der bekannte französische Publizist Charles Maurras zur Lage Stellung, indem er u. a. schreibt: Wir sind weder Deutsche noch Engländer. 1010 habe ich erklärt, daß England mit Trafalgar und Waterloo, mit Faschoda und Tanger und mit der Dreysus-Affäre in Frankreich Revolutionen entfacht hatte, die sich gegen Frankreichs Macht und Größe richteten. Wenn Ex- general d« Gaulle die französisch« Geschichte kennen

würde, müßte er Gewissensbisse bekommen. Ich wundere mich, daß einer der jüngsten Anschläge Englands nicht mehr in seinem, Gedächtnis haftet. AIs sich England

1939 entschloß, in den Krieg zu gehen, versprach es Frankreich einen seiner würdigen Platz unter den Nationen. Aber' England hat nicht sein Wort ae- kalten, weil es verhindern wollte, daß Frankreich diesen Platz einnehme. Wenn de Gaulle dem nicht Rechnung trägt, beweist er höchstens, daß er eingefleischter Anglophile ist.

Die fünfte Revolution in Frankreich begann im Juli

1940 mit der Rebellion de Gaulles. Jetzt wird sie nach Afrika verpflanzt in dem Versuch, das Mutterland über die Kolonie von hinten zu überfallen. Wir bedauern von ganzem Herzen, daß Exgeneral de Gaulle einigen er­bärmlichen Franzosen Illusionen vorspiegeln konnt«, so Saß sie nicht mehr sehen, wo Frankreichs Zukunft und Heil liegen: nämlich bei Marschall Petain. Am 8. August 1940 hat der Marschall ein Memorandum veröffentlichen lassen, daß Vereinbarungen zwischen der britischen Re­gierung und Exgeneral de Gaulle enthält, auf Grund deren de Gaulle sich verpflichtete, daß niemals Franzosen gegen Franzosen kämpfen würden. Einen Monat später aber setzte sich de Gaulle darüber hinweg und versuchte in Dakar die Zerstückelung des französischen Kolonial- reiches.

Man spricht soviel von der Unterdrückung durch Dala- dier, durch Mandel und Konsorten. Leider ist festzustellen, daß ihr Regime noch ein Regime der Freiheit war im Vergleich zu dem, durch das die Eaullisten sich auszeich­nen und durch das unser Schicksal klar vor Augen geführt wird."

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Der Wert der Versprechungen britisch-amerikanischer Raubpolitiker

Bei ihrem Uebersall aus Französisch-Nordafrika er­klärten sie Briten und Amerikaner in trautem Verein, sie hättennicht den geringsten Wunsch nach Land- erwerb". Das gleiche erklärten sie bei dem räuberischen Uebersall aus Madagaskar und aus die französischen Kongogebiete, bei dertveuhänderischen Uebernahme" der holländischen Restkslonien. Geschichtliche Beispie-le sollen die nüchterne Antwort auf diese Tarnung einer skrupellosen Raubpslitik geben und zeigen, was es mit diesen Versprechungen auf sich hat.

Im Namen des spanischen Königs nahm ein britischer Heerführer am 22. Juli 1704 Gibraltar in Besitz. Als damals der Erbfslgekrieg zwischen den Häusern Bourbon und Habsburg ausbrach, spielten sich die Eng­länder als die Treuhänder des angeblich rechtmäßigen Hwbsburgerkömgs auf. Jahr für Jahr warteten die Spanier daraus, daß die Briten nun endlich ihr oft wiederholtes Versprechen einlösen und Gibraltar dem Mutterland zurückgeben würde.

Sie warten heute noch. Seit 240 Jahreck fitzt England fest auf dem Eibraltarselssn, den es unbekümmert um das Völkerrecht und seine Versprechungen zu einer wahren Zwingburg ausbaute.

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Im Namen des Königreiches beider Sizilien, erschien 1798 eine britische Flotte unter Nelson vor Malta. Die Proklamation besagte, daß diese Insel bisher Besitz des Malteser Ritterordens wegen der Bedro­hung durch Napoleon dem italienischen Volk zurück­erstattet werde. Bereits 1801 legte der Kommissar des Königs von Sizilien, der Engländer Sir Alexander Ball, die Tarnkappe ab. Dr bezeichnete sich fortan nur noch als Beauftragter der britischen Krone aus Malta, das man gleichfalls systematisch zur Jnselfestung aus­baute.

1928 führte man auf Drängen der hundertprozentig italienischen Bevölkerung denZustand eines Tochter- landes" ein, mit beträchtlichen Sonderrechten des eng­lischen Gouverneurs. Systematisch wurden die geborenen Malteser verfolgt und bedrückt. 1939 gehörte dieDo- minionversassung" von Malta längst der Erinnerung an. Heute ist die ganze Bevölkerung unterjocht. Eng­land hat die Rückgabevergessen", 140 Jahre lang...

In der Zeit der napolleonischen Kriege war England Treuhänder" über das holländische Jnsel-Jckdien. Not­gedrungen gab es schließlich unter dem Druck der Großmächte «inen Teil der Beute heraus. AlsLohn" aber behielt es für sich: die reiche Insel Ceylon und ganz zufällig das strategisch wichtige Gebiet, aus dem später Singapur entstand. Den Holländern kam die liebevoll« Pflege ihres Verbündeten teuer zu stehen, denn England hatte gleichzeitig dafür gesorgt, daß sich dieses Kolonialreich ohne die Briten nicht verteidigen konnte und die Briten ungehindert in die Wirtschaft von Sumatra und Java eindringen konnten. Bornes mußte sogar mit den Briten und ihren Werkzeugen auch staatspoliti-sch geteilt werden.

In seinem Rechenschaftsbericht schreibt der erste hol­ländische Generalgouverneur,die Engländer werde man gar. nicht wieder los".

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Ohne die Einwohner auch nur zu fragen, erpreßte England alsTreuhänder des Sultans" 1878 die Insel Zypern und machte sie zunächst zum Protektorat und dann zur Kolonie. Zypern war jahrhundertelang ein freies Reich und ein Lehen des Deutschen Reiches ge­wesen. Wie die Briten auf. Zypern hausten, das zeigte der Aufstand von Nicosia im Jahre 1931, den die Eng­länder mit Maschinengewehren und Kerkerstrafen in echt demokratischer Weise niederschlugen. In Massen wurden die gebildeten Kreise von Zypern ins Ausland ver­jagt, die Bischöfe abgesetzt, die Politiker verfolgt.

Gegen den erklärten Willen des Volkes wurde für Zypern 1939 die Dienstpflicht im britischen Heer ange­ordnet.

Nur zurWahrnehmung ihrer Kanalinteressen" sollten die Briten auf Grund zweier Verträge eine kleine Truppe in Aegypten unterhalten, das auch vom bri­tischen Auswärtigen Amt als völlig selbständiges Land bezeichnet wurde. Am Anfang der britischen Herrschaft stand die Beschießung der damals offenen Stadt Alexandria 1881. Die Engländer unterhielten ihre Garnisonen im ganzen Land und machten daraus eine Aufmarschbasis gegen Jtalienisch-Nordafrika.

Der von England unterzeichnete Vertrag, wonach der Suezkanal auch im Kriege allen Ländern offenstehe, wurde schon 1914 systematisch gebrochen. Im übrigen nahmen die Briten dem Baumwolland mit dem oberen Nilgebiet, dem Sudan, die Lebensader fort.

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Nur als Kohlenstation" pachtete England das Ge­biet von Aden am Roten Meer. Heute ist das

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Die Besetzung der südfranzösischen Küste ist im wesentlichen beendet.

Ein sensationeller Dokumentenfund in Vichy be­stätigt den Betrug Roosevelts an Frankreich. U-Boote und Luftwaffe der Achse fügten den britisch-amerikanischen Landungsstreitkräften vor Nordasrika erneut schwere Verluste zu.

Anläßlich der Geburtstagsfeier von Kommerzien- rat Röchling erörterte der Reichswirtschaftsminister Aufgaben der wirtschaftlichen Selbstverwaltung. Auch in diesem Jahr wird wieder die vorbeugende Cebionzucker-Aktion für Säuglinge und werdende Mütter durchgeführt.

Eine Reihe von Rundfunkverbrechern wurde wie­derum mit hohen Zuchthausstrafen belegt.