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parteiarntUciie ^ayeszeriung
Vas flmtsdlatt des Negierenden Vürgermeislers der Zielen kfansestadt vrenrrn
üev NationalldziaUften vremens
flmtliciies verdündungsbiatt des Ncichsftaktiialters in Oldenburg-und Nremen
Nr. Z 1 Z , 12 . Jahrgang
Freitag. 1 Z. November 1942
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französisch Afrika - offene Wunde der USA.
zs aaa vnr. durch U-Voole verssnkl / Sechs wettere Schiffe torpediert / vombenregen der Luftwaffe
Berlin, 12. November. Zu den llnterseebootserfol- gen an der nordasrikanischen Küste teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Eines unserer Unterseeboote sichtete vor Tagesanbruch im Seegebiet von Oran einen ungewöhnlich großen feindlichen Truppentransporter. Das Schiff zeigte in mehreren langen Decks übereinander die Aufbauten eines der großen Passagierdampfer von 19 VVV BRT., wie sie von den Engländern in Fricdenszeiten zum Schnellverkehr nach Indien eingesetzt werden. Das Schiff hatte zwei verhältnismäßig hohe Schornsteine. Die beide» Masten standen sehr weit von einander entfernt bei der vorderen und achteren Ladeluke. Mehrere Kräne zeichneten sich deutlich von der Silhouette ab. Trotz der hohen Fahrt, die das Schiff machte, erzielte das Unterseeboot zwei Treffer und beobachtete im Achterschiff eine starke Detonation. In der Dunkelheit machte das Schiff kehrt und versuchte in der Nähe der Küste mit verminderter Fahrt nach Westen zurückzulaufen. Mehrere Stunden später wurde es im Seegebiet von Malila von einem anderen Unterseeboot ersaßt und versenkt. Auch der 12 999 BRT. große Transporter der „Blue-Funnel-Line" der Liver- pooler Reederei A. Holt ^ C»., wurde im Seegebiet von Oran angegriffen. Nach zwei Detonationen erfolgte eine Kesselexplosion, die Schotten brachen und das Schiff ging unter. Ein Frachter von 4999 BRT. hatte bald darauf das gleiche Schicksal, während ein Sicherungsfahrzeug durch Torpedotresfer beschädigt wurde.
Andere Unterseeboote stießen auf einen britischen Kriegsschisfverband. Ein Flugzeugträger befand sich in Begleitung von Zerstörern und anderen Sicherungsfahrzeugen auf dem Marsch. Zunächst wurde ein Zerstörer der Tribal-Klasse angegriffen und durch Torpedotreffer in Höhe der Brücke beschädigt. Bei weiteren Angriffen konnte eine starke Detonation beobachtet werden. Ob der Flugzeugträger selbst oder ein anderes Sicherungsfahrzeug getroffen war, konnte nicht festgep stellt werden. Auch im Seegebiet vor Casablanca kamen Unterseeboote zum Angriff. Ein Frachter und zwei weiter« feindliche Einheiten erhielten Torpedotreffer. Unsere Unterseeboote haben also über die bereits gemeldeten Erfolge hinaus in der Bekämpfung der britisch- .amerikanischen Operationen erneut vor Französisch- Afrika drei Transporter mit 85 000 BRT. versenkt und sechs Schiffe, darunter mindestens drei Kriegsschiffe, durch Torpedotreffer beschädigt.
Eine starke Flaksperre lag über den einzelnen Handelsschiffen und verdichtete sich besonders im Gebiet der Hafenmole von Bougie, wo ein Handelsschiff von etwa 20 000 BRT. gerade anlegen wollte. Aus verschiedenen Richtungen anfliegend, stürzten sich unsere Kampfflugzeuge in Aetten und Staffeln auf die Schiffe herab und warfen ihre Bomben trotz der außerordentlich starken Abw«hr — es waren inzwischen feindliche Jäger
Neue NitterkreuztrSger
Berlin, 12. November. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalmajor Siegfried Thomaschki, Kommandeur in einer Infanterie-Division, Major Guerke, Abteilungskommandeur in einem Flak-Regiment, Oberleutnant Gerhard Möws, Kompaniechef in einem Kradschützen- Bataillon, Feldwebel Wilhelm Vredemeier, Zugführer in einem Gebirgsjäger-Regiment, Obergefreiter Rudi Brasche, Gruppenführer in einem Panzergrenadier-Regiment, und an Gefreiter Bern er, Richtkanonier in einem Flak-Regiment.
Hermann Riichlintz erhielt den Adlcrschild. Der Führer hat dem Hüttenwerksbesitzer Kmnmerzienrat Tr. rer. pol. h. c. Dr. -ina. e. h. Hermann Röchling in Völklinyen (Saar) aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres den Adlerschild des Deutschen Reiches mit der Widmung „Dem Pionier des Eisenhüttenwesens, dem Vorkämpfer der Saar" verliehen. Außerdem schielt er in Anerkennung seiner Verdienste aus dem Gebiet« der Versorgung des Reiches mit Massen, Kricgst- gerät und Munition die Ehrsnptakette des Heereswaffeiiamtes.
von den Flugzeugträgern aufgestiegen — aus geringen Höhen. Ein Handelsschiff von etwa 10 000 BRT. wurde von drei Bomben getroffen. Aus der Art der Explosion und der Schnelligkeit, mit der das Schiff sank, ist zu schließen, daß es sich um einen Munitionsdampfer gehandelt hat. Die 2u 88, die diese drei Volltreffer erzielte, wurde von Major Jochen Helbig, Träger des Eichenlaubs mit Schwertern, geführt.
Zu gleicher Zeit wurde ein Handelsschiff von etwa 8000 VRT. getroffen. Zwei öOO-Kilogr.-Vombe-n schlugen ihm das Vorschiff ab, und es dauerte nur Sekunden, bis auch dieses Schiff mit seiner Ladung tm Meer versunken war. Ein zum Schutz der Handelsschiffe eingesetzter Flugzeugträger erlitt durch einen Bofnbentreffer auf das Achterdeck schwere Beschädigungen. Zwei Zerstörer, die mit hoher Fahrt zwischen den Handels- und Transportschiffen Sicherung fuhren, blieben kampfunfähig mit starker Rauchentwicklung liegen. Ein Schwerer Kreuzer erhielt einen Bombentreffer mittschiffs. Die Schi'ffsflwk dieser beschädigten Kriegsschiffe stellte das Abwehrfeuer ein.
In der Bucht von Bougie wurde ferner ein Handelsschiff von 10 000 BRT. am Bug getroffen. Ein weiterer großer Transportdampfer blieb nach zwei Treffern, davon einem mittschiffs, brennend liegen. Drei Handelsschiffe mit je 10 000 VRT. wurden beim Einlaufen in die Bucht angegriffen. Es brachen, wie die Flugzeugbesatzungen beobachteten, auf diesen Schiffen ausgedehnte Brände aus. Auf einem Fahrgastschiff von etwa 15 000 bis 20 000 BRT. detonierten mehrere Bomben. Dunkle Wolken heftiger Explosionen hüllten das schwer beschädigte Schiff ein. 2n der Nähe der Hafenmole wurde ein Handelsschiff gleicher Art von zwei „Ju-88-Flugzeugen" schwer getroffen. Ein großer Ueber- seedampfer von etwa 25 000 VRT. wurde gegen 18 Uhr das Opfer eines Stuka-Angriffs. Wenige Sekunden nach einem Volltreffer stieg aus dem großen Schiff eine hundert Meter Hohe schwarze Wolke auf. Ein Fahrgastschiff von 20 000 VRT. und zwei Handelsdampfer von zusammen 23 000 BRT. wurden durch Treffer auf Bug und Heck sowie mittschiffs schwer beschädigt. Ein Truppentransporter von 10 000 VRT. geriet in Brand.
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Ssvlin, 12. ftlovembsv. Wie wie soeben vom Obsrstommsnrio ctsr Webrmsobt si"- ksbren, sincl ctis ersten cirsi ctsutseksn psnrsicftvisionsn bereits sn ctsr krsn- röslscbsn IVIittsImssrküsts singstrotsen.
Vergkuppen im Abschnitt ruapse erstürmt
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Aus dem Führerhauptquartier, 12. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasus fanden bei Alagir Kämpfe größere» Ausmaßes statt. Im Abschnitt von Tuapse wurden verschiedene wichtige Vergkuppen erstürmt. Kampfflugzeuge griffen feindliche Stellungen, Bahnanlagen und Küstenslugplätze an. In Stalingrad warfen Stoßgruppen in erbitterten Angriffsgefechten den Feind aus weiteren Häuserblocks und Stützpunkten. Artillerie des Heeres und Flakartillerie der Luftwaffe versenkten auf der Wolga fünf größere Ueberfetzboote und Frachtkähne. Artilleriestellungen und Nachschubverbindungen ostwärts des Flusses wurden durch Luftangriffe schwer getroffen. An der Don-Front kam es im Abschnitt rumänischer Truppen zu örtlichen Abwehrkämpfen. In ihrem Verlauf wurde der Feind zum Teil im Nahkampf zurückgeschlagen. An der gesamten übrigen Ostfront kei^e Kampftiitigkeit, außer starken Angriffe» der Luftwaffe aus Transporte, Truppenquartiere und Nachschublager des Feindes. Nachhaltige Wirkung wurde erzielt. Ein Nachtangriff auf den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Torshok rief große Brände hervor. In der Kronstadt-Bucht vernichtete eine Küstenbatterie der Kriegsmarine ein Sowjet-Unterseeboot durch mehrere Volltreffer.
I» Nordafrika stehen die deutsch-italienischen Truppen an der libysch-ägyptischen Grenze in schwerem Kampf mit starken feindlichen Panzcrkräften. Deutsche Jagdflieger schössen fünf britische Flugzeug« ab. Bei Tag- und Nachtangriffen der Luftwaffe gegen amerikanisch-britische Schiffseinheiten vor Algier wurden ein Flugzeugträger, ein Kreuzer und ein großes ger, ein Schwerer Kreuzer und zwei Zerstörer getroffen.
Der Hafen von Algier sowie ein mit feindlichen Flugzeugen stark belegter Flugplatz in der Nähe der Stadt waren das Ziel weiterer Bombenangriffe. In der Bucht von Bougie wurden in rollendem Einsatz zwei Transporter mit zusammen 18 999 VRT. versenkt und zwölf große Handels- und Fahrgastschiffe zum Teil schwer beschädigt. In demselben Gebiet wurden ein Flugzeugträger, ein schwerer Kreuzer und zwei Zerstörer getroffen. Sämtliche Flugzeuge kehrten von diesen Angriffen zu ihren Stützpunkten zurück.
Deutsche Unterseeboote versenkten im Angriff auf amerikanisch-britische Transporte im westlichen Mittelmeer einen Truppentransporter von 19 899 BRT., einen Transporter der Vlue-Funnel-Linie von 12 999 BRT. und einen Frachter von 4999 BRT. Aus einem Kriegsschiffsverband, der aus einem Flugzeugträger und Siche- rungsstreitkräften bestand, wurden zwei Kriegsschiffe, darunter ein Tribal-Zerstörer, durch Torpedotresfer beschädigt. Vor Algier würde ein Sicherungsfahrzeug torpediert. Im Seegcviet von Casablanca erzielten llnter- jeeboote Torpedotresfer gegen einen Frachter und zwei weitere Einheiten eines Geleits. Das im Nordatlantik von einem Unterseeboot im Wehrmachtsbericht vom 11. November 1942 als beschädigt gemeldete feindlich« Schiff war, wie eine ergänzende Meldung über die Einzelheiten des Angriffes ergibt, nicht ein Schlachtschiff der Queen-Elizabeth-Klasse, sondern der Pasfagierdamp- fer „Queen Elizabeth" mit 85 999 VRT.
Deutsche Panzer und motorisierte Truppen erreichten in den frühen Morgenstunden die französische Mittelmeerküste. Die Marschbewegungen in Südfrankreich verliefen reibungslos."
Moskau erkennt fffrika nicht als Zweite front an
stchlen-tustwafte und U-Vooie erschweren das amerikanische Nachschubproblem
Dratztbericht unserer Berliner Schristleitung be. Berlin, 12. November. Die Hoffnungen des amerikanischen Präsidenten und des sich als Assistent Roofevelts bezeichnenden britischen Premiers Churchill aus eine Erfüllung der sowjetischen Entlastungsforderungen durch den Angriff aus das nordafrikamsche Kolonial- gebict Frankreichs haben sich nicht erfüllt. Stalin, der nach dem Zeugnis Churchills in seiner llnterhausrede dem britischen Premier bei der Besprechung aller Hilfs- möglichkeiten in Moskau bereits vor Monaten den Plan des alliierten Afrika-Unternehmens als „wenig entlastend" für die sowjetische Front im Osten bezeichnete, hat nach dem Bollzug des Ueberfalls diese abwartende Haltung nicht geändert. Die erhoffte Begeisterung und freudige Erregung, die man hätte erwarten dürfen, fei in Moskau vollkommen ausgeblieben, drahtet der Korrespondent der „News Chronicle" nach London, um darauf hinzuweisen, man betrachte in Moskau das gesamte alliierte Asrika-Unternehmen nicht als eine Entlastung der sowjetischen Truppen, die noch immer die härteste Bürde im Kampf der Alliierten tragen müßten.
Die gesamte Reaktion der englischen und amerikanischen Presse zeigt darüber hinaus, daß nicht nur der Mann auf der Straße in Moskau, sondern auch das englische und amerikanische Publikum in London und Washington kaum Anzeichen einer Enttäuschung verbergen können, die notgedrungenermahen eintreten muß, da die so außerordentlich hochgeschraubten Erwartungen der ersten Tage keinesfalls ihre Erfüllung fanden. 2n ihrem Uebereifer, Erfolge melden zu wollen, haben die anglo-amerikanischen Nachrichtenorgane bereits in den ersten Tagen der Operationen Orte und Gebiete als erobert und besetzt gemeldet, die noch heute nicht genommen sind, so daß sich nun Dementis in die Spalten der Zeitungen einlchleichen, die von den Regierungen in London und Washington zur Vermeidung eines Ueberoptimismus ausgegeben werden mußten. Chur
chills Rede vor dem Unterhaus wie auch Aeußerungen von Knox und verschiedenen Militärbesehlshabern in den USA. werden vqn neutralen Korrespondenten als Vorbereitung des Publikums geweitet. Die britischen Zeitungen, wie „News Chronicle" und andere, betonen, man dürfe nun keinesfalls glauben, daß es in Nordafrika Erfolge am laufenden Band geben würde. Man dürfe nicht außer acht lassen, daß den Engländern und Amerikanern noch schwere Kämpfe bevorständen. Der Kommentator des Londoner Rundfunks, Hall, erklärt: „Wir wissen, daß uns schwere Zeiten bevorstehen, und niemand darf glauben, daß unsere Feinde in irgendeiner Weise erschüttert wären." Die gleiche Enttäuschung, die als Erundtenor in Churchills Rede vor dem Unterhaus mitschwang, läßt auch Hall anklingen, wenn er betont: „Die deutschen Gegenmaßnahmen gegen den anglo- amerikanischen Schachzug in Nordafrika sind schnell gekommen — und mit einer militärischen Präzision, wie sie die deutschen Operationen immer kennzeichnet. Wir wissen, daß Hitler über enorme Vorräte verfügt. Gewaltige Truppenmassen und gewaltige Scharen von Arbeitern stehen zu seiner Verfügung. Ich wiederhole, daß uns ernste Zeiten bevorstehen."
Die kritischen Betrachtungen der englischen und amerikanischen Militärbeobachtcr lassen erkennen, daß die Alliierten eine Durchführung der Operationen in Nord- afrika in kaum mehr als zwei bis drei Tagen vorgesehen hatten. Man erhoffte eine völlige Bindung aller deutschen Luft- und Seestreitkräfte im östlichen Mittelmeer und freie Operationsmöglichkeiien zwischen Gibraltar und Malta für die Alliierten, ist also nach den erheblichen Schlägen der Achlen-Lufiwaife und der U Boote gegen die anglo-amerikanischen Flottenstreitkräfte und Transoorter von Verlusten überrascht worden, die in derartiger Höbe nicht von vornberein in Rechnung gestellt waren. Es ist symptomatisch, daß den Auswirkungen dieser vorerst in London und Washington
krampfhaft abgeleugneten Achsenerfolge sich bereits Stimmen mehren, die das schwierige Problem des amerikanischen Nachschubs untersuchen und für die deutschen U-Boote außerordentlich bedrohliche Angriffschancen errechnen.
Die deutschen und italienischen Gegenmaßnahmen und der außer aller Erwartung erfolgte französische Widerstand in Nordafrika verdarben das Konzept Eisenhowers und Cunnighams, das einen alliierten Vorstoß gegen die französische Südkllste für den Mittwoch vorsah und nun nach Aenderung der Situation ganz neue Entscheidungen erfordert. Neben diesen Dämpfern, die den militärischen Unternehmungen zuteil wurden, ist es vor allem für London und Washington enttäuschend, daß der erwartete politische Erfolg ausblieb. War doch die gesamte Arbeit der diplomatischen Vertretungen der USA. im Vichy-Frankreich, nach dem Zeugnis des USA.- Außenministers Hüll, darauf ausgerichtet gewesen, im unbesetzten Frankreich eine Aufstandsbewegung zu schaffen, die ganz Europa erfassen sollte Der Stoß in die „weiche Südflanke" Europas sollte diese „Entwicklung" beschleunigen. Alles das ist nun fehlgeschlagen. Man erkennt heute, daß die europäische Solidarität, die so oft von den europafeindlichen Mächten angezweifelt wurde, dennoch eine Tatsache ist, die nicht einfach Übergängen werden kann.
Die Londoner Börse, die sehr gut derartige Stimmungen in ihrem Verhalten anzeigt, war gestern — so heißt es in einem Bericht aus London — „wegen allzu vieler Unsicherheitsmomente in der Beurteilung der zukünftigen politischen Entwicklung ziemlich flau". Die Meinungsäußerung Churchills und anglo-amerikanischer Militärbeobachter unterstreichen, daß diese „Flauheit" nicht nur bezeichnend für die Anschauung der Börsenmakler ist, sondern die Gesamtreaktion der letzten Ereignisse kennzeichnet.
Was die Sturmabteilungen in der Heimat leisten
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Die SA. würde ihre ganze ruhmreiche Tradition verleugnen, wenn nicht der größte Teil ihrer Männer an der Front stünde. Bisher wurden 115 SA.-Männer mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet; der Führer verlieh in Anerkennung des Fronteinsatzes der SA. einem Infanterie-Regiment, das sich aus Angehörigen der SA. zusammensetzt, die Bezeichnung „Feldherrnhalle". Diese Tatsachen allein beweisen'zur Genüge, daß die Männer der Sturmabteilungen überall inmitten der Wehrmacht an vorderster Stelle kämpfen. Aber auch die in der Heimat aus kriegswichtigen oder gesundheitlichen Gründen festgehaltenen SA.-Män- ner wollen, dem Vorbild ihrer Kameraden an der Front nacheifernd, nichts anderes als Soldaten sein. Für sie gibt es kein ziviles Dasein mehr; sie wissen sich im Dienst, ob sie in ihrer Berufsarbeit oder nach und neben dieser dauernd im besonderen SA.-Einsatz sich befinden.
Es gibt kaum ein Gebiet kriegswichtigen Einsatzes in der Heimat, auf dem die stark verringerten Stürme der Sturmabteilungen nicht unausgesetzt tätig sind. An erster Stelle steht hierbei die in den Kriegswehrmannschaften der SA durchgeführte außermili- tärische Wehrerziehung. Ueber zwei Millionen bisher ungedienten Freiwilligen wurden hierdurch nicht nur die Grundlagen der militärischen Ausbildung vermittelt, sondern auch weltanschaulich die inneren Voraussetzungen gegeben, sich als tapfere Soldaten zu bewähren. In den Jahren 1940 und 1941 bekamen von diesen zwei Millionen 170 000 Mann zum militärischen Ausbildungsschein noch das SA.-Wehrabzeichen vom Stabschef verliehen. In der Marine-SA wird der .Nachwuchs der Kriegsmarine, in der Nachrichten-, Pionier-, Reiter- und Sanitäts-SA der Nachwuchs für die Sondereiaheiten des Heeres sowie die Funker und Luftwaffe vorbereitet. Die im September 1942 in über 600 Standorten durchgeführten Wehrkampftage der SA., an denen sich 500 000 Männer aktiv beteiligten, haben einer breiteren Öffentlichkeit wertvolle Einblicke in diese gewaltige Arbeit gegeben und außerdem gezeigt, daß die SA. die ihr vom Führer übertragene Aufgabe, „Trägerin des Wehrwillens eines freien Volkes zu sein", auch unter den besonders erschwerten Verhältnissen des Krieges mit Erfolg löst.
Neben diesem unmittelbar der Wehrmacht dienenden Einsatz stehen mannigfache Leistungen zur Unterstützung der Truppe. Große Bestände von Ausrüstungsgegenständen und Spezialgeräten konnten dem Heer und der Marine zur Verfügung gestellt werden. Zahlreiche SA.-Männer übernahmen die Bewachung wehrmachteigener Objekte, wichtiger Eisenbahnstrecken, Brücken, Knotenpunkte und Transportzüge. Bei der Bewachung von Gefangenenlagern und Gefangenentransporten sind SA.-Einheiten beteiligt. Auch Transporte von Munition, Benzin, Futtermitteln und Geräten aller Asit wurden durch die SA. durchgeführt. Am Westwall und an anderen Orten wirkte die SA. bei Eeländearbeiten für die Wehrmacht mit. In Aufmarschgebieten leisteten die SA.-Männer durch Absperrungen, Lotsen- und Verkehrshilfsdienste. Quartier- beschaffung und Stellung von Dolmetschern der Truppe wertvolle Dienste. Die Sanitäts-SA. ist zur Hilfe bei Verwundetentransporten eingesetzt und bildet Lazarettpersonal aus.
Besonders auf dem Gebiet des Blutspendewesens hat die SA. sich große Verdienste erworben; es gibt SA.-Männer, die schon mehr als 100 Blutspenden leisteten. Vielen schwerverwundeten Soldaten konnte durch diesen Einsatz das Leben gerettet werden. Die Reiter-SA. wirkt, bei Pferdemusterungen mit und übernimmt das Verladen und den Transport von Pferden. Die Nachrichten-SA. erstellt notwendige Nachrichten- anlagen.
Zu diesem unmittelbaren Dienst für die Wehrmacht kommt der Einsatz der SA. im Zolldienst, Grenzschutz, bei der Fahndung nach flüchtigen Verbrecher^ und entwichenen Kriegsgefangenen. Starke reguläre Polizei- und Erenzsicherungskräfte können hierdurch für andere Zwecke frei gemacht werden. Viele Kriegsgefangene und entflohene Verbrecher wurden, häufig unter Einsatz des Lebens, von Männern der Sturmabteilungen gefaßt und sichergestellt. Im Gebiet der Ilnter- steiermark und in Oberkrain wirkte die SA. maßgeblich bei der Sicherung der Grenzen vor serbischen Banden mit. Durch lleberwachung der Kriegsgefangenen und polnischen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft leistet die SÄ. der Landbevölkerung wertvolle Hilfe.
Am augenfälligsten tritt die Tätigkeit der SA. beim Luftschutz, besonders in den luftgefährdeten Gebieten, in Erscheinung. Im Luftschutzwarn- und Meldedienst, bei Verdunkelungskontrollen, beim Ausbau von Luftschutzanlagen sind und waren Männer der SA. beteiligt. In manchen Städten sind geschlossene SA.-Ein- heiten zur besonderen Verwendung für den Fall größerer feindlicher Luftangriffe, gebildet worden. Sie haben sich hervorragend bewährt. Sonst stehen überall Vereitschaftskommandos der einzelnen Einheilen den örtlichen Luftschutzleitern zur Verfügung. Auch die Heimat-Flakformation wurde aus den Reihen der SA. verstärkt. In unzähligen Fällen wurden durch die Männer der Sturmabteilungen Menschenleben gerettet, größere Schäden verhütet, aber auch manche Opfer gebracht.
Es ist selbstverständlich, daß bei Katastrophen und Un- glucksiällen allerorts überall und jederzeit die SA zur Hilfeleistung bereit ist. Handelt es sich dabei oft auch um, im Blick, auf das Kriegsgeschehen, kleinere Falle, so ist es doch von großer Bedeutung, daß überall
Die ersten drei deutschen Panzerdivisionen haben i-ie Mittclmeerküste erreicht.
Die Italiener besetzten Korsika.
Der japanische Ring um amerikanische Truppen auf Euadalcanar wird immer enger.
35 909 BRT. versenkten unsere U-Boote aus der amerikanisch-britischen Transportflotte vor Nord- afrika; außerdem wurden zahlreiche große Transporter beschädigt.
Im Tuapse-Abschnitt wurden wichtige Vergkuppen genommen.
Moskau erkennt Afrika nicht als Zweite Front an. Die 2. Reichsstraßensammlung des Kriegs-WHW. 1942/43 erbrachte, verglichen mit dem Ergebnis der gleichen Sammlung im Borjahr, einen um 49,76 Prozent höheren Betrag.