Ausgabe 
(10.11.1942) Nr. 310
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par^eiamEclie Tageszeitung

vos flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zielen kansestodt vremen

der Nationalsozialisten Vreinens

flmiliclies verkündungsbiatt des Neicffsstattffalkers in Oldenburg und vremen

Nr. Z10 , 12. Jahrgang

Vienstag. 19. November 1942

Linzeipreis 13 Npf.

Vravourstülk deutscher Kampfgruppe bei Marsa Matruk

vom Nordatianiik bis Kapstadt wieder neue große U-Vooloerfolge: 16 Schiffe mit ISZ SSS SM. versenkt

Pngriff gegen anglo-amerlkanisthen Nottenverband bei fllgler

Aus dem Führerhauptquartier, S. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Raum von Tuapse warfen örtliche Angriffe deutscher und rumänischer Truppen den Feind aus seinen Stel­lungen. Eine Kampfgruppe wurde in den erbitterten Kämpfen eingeschlossen und vernichtet, an anderer Stelle ein stark besetzter Stützpunkt genommen. Ostwärts Ala - gir gewann der eigene Angriff unter Abwehr starker Gegenangriffe weiteren Boden. An der unteren Don- Front setzten deutsche und rumänische Luftstrcitkräfte ihre Angriffe gegen Feldstellungen und Truppennnter- künfte fort. Italienische Truppen verhinderten eine» Uebersetzverfuch. Nachschubbahnen der Sowjets im mitt­leren Frontabschnitt wurden durch Luftangriffe wieder­holt unterbrochen. Bei der Bekämpfung der Versor- gungsschifsahrt für Leningrad versenkte die Luftwaffe aus dem Ladogasee drei Fahrzeuge.

Im Raum um Marfa Matruk vernichteten deut­sche Schlachtslieger mehrere britische Panzer und zer­störten Kraftwagenkolonnen des Feindes. Ein deutscher Verband unter Führung des Generalmajors Ramcke, der vorübergehend abgeschnitten war, hat dem Feind in dreitägigen Kämpfen schwere Verluste zugefügt, eine grö­ßere Anzahl von Kraftfahrzeugen erbeutet, sich mit ihrer Hilfe beweglich gemacht und den Anschlich an die Haupt- kräfte wieder gewonnen.

Die amerikanisch-britischen Flotteneinheiten und Trup­pentransporte in den Gewässern nördlich Algier wurden seit dem 8. November bei Tag und Nacht von deutschen und italienischen Kampffliegerverbänden ange­griffen. Nach bisher vorliegenden Meldungen trafen Bomben schweren Kalibers sechs Kriegsschisseinheiten und vier Handelsschiffe. Ein deutsches Unterseeboot er­zielte im westlichen Mittelmeer einen Torpedotreffer gegen einen britischen Kreuzer der Leander-Klasse.

An der Kanalküste schosien Jagdflieger am gestrigen Tage obne eigene Verluste aus einem gemischten britischen Verband 12 Flugzeuge, darunter zwei vier­motorige Bomber ab. Sieben weitere Flugzeuge verlor der Feind bei einzelnen Störflügen im Seegebiet um Frankreich und über der Deutschen Bucht. -

Wie durch Sonder Meldung bekanntgegeben, waren im Kampf gegen gesicherte Geleitzüge und gegen Einzelfahrer deutsche Unterseeboote weiterhin erfolgreich. Sie versenkten im Nordatlantik, in der Karibischen See, bei Trinidad, im Golf von Guinea und im Seegebiet von Kapstadt 18 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 183 888 BRT. Zwei weitere wurden torpediert und schwer beschädigt. Dix Ladung mehrerer Schiffe war für die amerikanischen Etappen auf afrikanischem Boden bestimmt und bestand aus Flugzeugteilen, Munition und linderem Kriegsgerät."

In Nordägypten hielt der starke britische Druck gegen die dentfch^tallenischem Truppen an. Gewittrige Regengüsse hatten die Dünentäler aus Stundeir in schmutziggelbe Seen verwandelt und der fliehende nasse Sand hemmte die Operationen. Nach den beim Ober­kommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen führte daher der Feind seine Angriffe besonders von der festen Küstenstrahe und am Bahngelände aus nach Westen und Norden, wobei er nach starker Artillerievorbereitung seine Infanterie- und Panzerkräfte massiert einsetzte. Die Vorstöße scheiterten unter hohen Verlusten für den Feind. Dadurch konnten sich die im Raum Marsa Matruk kampsenden Verbände der deutsch-italienischen Panzer­armee vom Feinde absetzen. Diese Bewegungen wurden auch von unseren Schlachtfliegern in ununterbrochenen Angriffsflügen geschützt. Die Fliegerbomben vernich­teten mehrere britische Panzer und zersprengten auf der Kllstenstrake Versorgungskolonnen des Feindes.

Unsere Deckungstruppen standen weiter slldostwärts ebenfalls in schweren Gefechten. Hier vernichteten Pan- zerfäger einige amerikanisch« Panzer durch Beschuh mit britischen Panzerabwehrkanonen. Diese Waffen waren tags zuvor durch die von Generalmajor Ra nicke ge­führten Truppen herangebracht worden, die nach drei­tägigem Marsch durch die Wüste die deutschen Stellun­gen erreicht hatten. In schweren Kämpfm Hatten sie den britischen Sperring aufgebrochen, dabei mehrere feind­liche Panzer vernichtet und viele Fahrzeuge erbeutet. Mit diesen hatten sie sich beweglich gemacht, so dah sie schließlich, unter Mitnahme zahlreicher Gefangener und erbeuteter Waffen, den Anschluß an die Hauptkräfte wiederherstellen konnten. Im weiteren Verlauf des Kampfes gegen den südlichen Flankenschutz hatten die Briten so schwer« Verluste, daß sie ihre Vorstöße ab­brachen ynd tiefer in die Wüste auswichen. um dort am Rande der weiter südlich liegenden Felsterrasse vor­sichtig nach Westen vorzufühlen.

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Erst vor vier Tagen wurden durch Sondermeldungen die Bersenkung von 26 feindlichen Frachtdampfern mit insgesamt 168 000 BRT. in den weit voneinander ent­fernten Seegebieten der Erönland-See, ostwärts Neu­

fundland, bis in die Gewässer Südafrikas berichtet. Die in der Sondermeldung vom S. November bekanntge­gebenen Versenkungen erfolgten wieder in dem über 8000 Seemeilen ausgedehnten Operationsgebiet des Atlantik, von den nördlichen Breiten bis in das See­gebiet vor Kapstadt. Auch in der Karibischen See. vor der Insel Trinidad und im Golf von Euinea fielen feindliche Frachter den deutschen Torpedos zum Opfer. Wie in der Sondermeldung hervorgehoben wurde, hatten einige der versenkten Schiffe Nachschubgut für die ameri- kanffchen Truppen auf afrikanischem Boden an Bord, wie Flugzeügteile, Munition und anderes wertvolles Kriegsmaterial.

Vor wenigen Tagen erst sprach der amerikanische Ma- rineminifter Knox von einemNachlassen der Untersee- bootgesahr in den amerikanischen Gewässern". Die neuen Schiffsverluste im Karibischen Meer und vor Trinidad, also in ausgesprochen amerikanischen Küsten-gewässern werden ihm inzwischen bewiesen haben, daß die deutschen Unterseeboote trotz ihres verstärkten Auftretens vor der ganzen afrikanischen Westküste auch die Seegebiete vor Amerikas Küsten nicht vergessen haben. Jetzt schon ist der einst so lebhafte Schiffsverkehr im Karibischen Meer, im Golf von Mexiko und entlang der südamerikanischsn Ostkllste unter der Einwirkung des Unterseebootkrieges

auf einen geringen Bruchteil seines Friedensumfanges zusammengeschrumpft. Die Verschiffung des Asphalts von Trinidad stößt wegen Schiffsraummangels aus die glei- chen Schwierigkeiten wie der Transport von Kubanischem Zucker nach den USA. Selbst die amerikanische Tank­schiffahrt von den Texashäfen entlang der Ostküste nach den JiÄustriezentren Pensylvaniens und Newyorks nnttzts fast ganz eingestellt werden. Der Schiffsverkehr von Port of Spam, dem Hwupthafen von Trinidad, ist von über 8 Millionen BRT. im letzten Friedensjahr auf nach nicht ein Viertel feines damaligen Umfanges zurück­gegangen. Aehnlich sieht es mit dem Tonnageumschlag in allen Häfen des Karibischen Meeres aus.

Auch der Golf von Euinea, der sich vom Kap Palmas an der Elfenbeinküste bis zur Kongo-Mündung erstreckt, gehört zu den belebtesten Seegebieten der Erde. Hier zog der starke Schiffsverkehr von Europa nach den süd­afrikanischen Häfen entlang. Neuerdings spielt gerade dieser Teil des Atlantik in den Kriegsplänen der Briten und Amerikaner eine bedeutende Rolle, da hier die Nachschublinien für die amerikanischen Etappen auf afrikanischem Boden durchlaufen. Die wichtigsten Häfen des Golfs von Euinea sind Takoradi an der Eolfküste und Lagos in Nigeria. Beide Häfen find als Umschlag­plätze für den amerikanischen Nachschub von Bedeutung.

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Der külirer vor cker ^Iten 6sräe sm 4. Kovewber 1942 in ^Uneben.

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fln der kwigen wache

1 S Krönze des sükrers öauieiter öiesler und Seneralfeldmarschall kettet an den Sarkophagen

München, 9. November. Zum feierlichen Abschluß des Novembergedenkens versammelten sich die Partei- führerschaft und die Marschierer des 9. November 1923, soweit sie nicht im Felde stehen, mit Ehrengästen aus Staat, Wehrmacht, Konsularlorps aus dem Königlichen Platz. An der Ewigen Wache legte Gauleiter Paul Giesler in Gegenwart des Chefs des Oberkomman­dos der Wehrmacht, Eeneralfeldmarschall Keitel, an jetzem der ehernen Sarkophage einen Kranz des Füh­rers nieder. Die 18 Kränze bekundeten das Gelöbnis der Treue der NSDAP., der stolzen deutschen Wehr­macht und des ganzen im Nationalsozialismus geeinten deutschen Volkes zu diesen deutschen Männern, die als erste freudig ihr Leben einsetzten für den Wiederaufstieg und die Größe der Nation.

Aus Opferschalen flammen Feuer aus der ewigen Wache. Von den hohen Fahnenmasten wallten die gold- verbrämten großen Hgkenkreuzfahnen. Die Angehörigen des Gefallenen des 9. November waren mit Reichslei­tern, Gauleitern, Obergruppenführern und Gruppenfüh­rern der Gliederungen, OberaeLietsführern und EeLiets- führern der HJ., Arbeitsführern und mit den Ehren­gästen versammelt. Feldmarschall Keitel und Gauleiter Giesler traten vor die Blutfahne, die ewige Zeugin des Opferganges vor 19 Jahren. Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wefsel-Lied klangen die würdigen Gedenktage des 9. November im großen Kriegsjahre 1942 aus.

Im Hofe des Generalkommandos wurden an der.Ge­denktafel für Theodor Tasella und Martin Faust Lor­beerkränze mit Widmung niedergelegt. Je ein Doppel­posten der Wehrmacht und der Waffen-ff hielt unter

der mit Lorbeer und Fahnentüchern geschmückten Ge­denktafel die Ehrenwache.

Im Nordfrjedhof wurde der Männer und Frauen ge­dacht, die vor drei Jahren Opfer des verbrecherischen Anschlages am Abend des 8. November im Vürgerbräu- kellier wurden. Flammen loderten von rot umkleideten Pylonen bei dem Grabmal, das das Hoheitszeichen, Lorbeergrün sowie zahlreiche Kränze schmückten. Ehren- abordnungen der SA., des NSKK, des NSFK., der Po­litischen Leiter, der HJ., vor allem aber der Marschierer des 9. November in Stärke von je 100 Mann nahmen vor dem Grabmal Aufstellung. Gauleiter Giesler legte unter den Klängen des vom Gaumustkzug gespielten Lie­desHakenkreuz am Stahlhelm" den großen Kranz des Führers am Grabmal nieder. Weihevoll erklang das Lied vom guten Kameraden. Die schlichte Feier schloß mit dem Eruß des Gauleiters an die Hinterbliebenen der Opfer.

In der Mittagsstunde folgte das Gedenken am Mahn­mal an der Feldherrnhall'e, die die ersten national­sozialistischen Blutzeugen für ein neues Deutschland im Opfertode fallen sah. 16 Schützen einer Batterie der Waffen-ff im nahen Hofgarten kündeten, daß vor 19 Jahren 16 Männer ihr Leben für Deutschlands Wie- derauferstehung geopfert haben. Gleichzeitig rührte die Waffen-ff mit gedämpftem Klang die Trommel. Gau­leiter Giesler legte den Kranz des Führers am Mahn­mal nieder, Eeneralfeldmarschall Keitel den Kranz des Oberkommandos der Wehrmacht, während der Musikzug der SA.-Brigwde 8S zwei Strophen des LiedesIch hatt' einen Kameraden" spielte.

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3. S. 0. Bremen, 10. November

Zwei Ereignisse von geschichtlicher Bedeutung sind es, von denen heute alle Welt spricht: von der Führers eindrucksvoller Rede am Vorabend des 9. November und von Roosevelts jüngstem Schurkenstreich gegen die französischen Gebiete in Nordafrika. Von welchem Stand­punkt aus die Welt diese zwei Ereignisse betrachten mag, sie kommt nicht um das Bekenntnis herum, daß das erste die aus höchstem sittlichen Ernst geborene Kundgebung eines von stärkstem Verantwortungsbewußtsein für sein Volk und für Europa erfüllten Staatsmannes gewesen ist, und das zweite der gemeine Vanditenstreich eines völlig gewissenlosen, ohne jegliche rechtliche oder gar moralische Hemmungen drauflosexperimentierenden poli­tischen und militärischen Hasardeurs und niederträch­tigen Heuchlers zugleich.

Entsprechend der gegensätzlichen Motive, die den bei­den Ereignissen zugrunde liegen, ist denn auch ihre Wirkung in der Welt. lleberlegen, ruhig, klar und ge­tragen von unbändigem Vertrauen auf den Ausgang dieses Krieges (bei dem der Sieg denjenigen zufällt, die den Sieg verdienen) mußten des Führers Worte alle Menschen redlichen Sinnes, die über den ameri­kanischen RäuLerstreich entsetzt und empört sind, weit über Europas Grenzen hinaus mit Gefühlen der Ge­nugtuung erfüllen, der Genugtuung darüber, daß ein Mann lebt, der mit seinem großen, starken, unbesieg­baren Volk in der Lage ist, dem aus Roosevelts Schurkenstreich neuerdings ersichtlich gewordenen Ueber- mut und der hemmungslosen Willkür eine Grenze zu ziehen.

Mag man in Washington und London und weiß Gott noch, wo immer Juden regieren in diesen Tagen Freuds über den neuesten Stand der Dinge empfinden, man sollte sich doch hüten, zu voreilig zu sein und erst einmal gerade im Hinblick auf des Führers Rede über­legen, wie e r die Dinge beurteilt. Es ist schon so, daß er zu prophezeien versteht. Und wenn er daran erin­nert hat, wie das europäische Judentum damals lachte, als er ihm vorausgesagt hatte, ein von diesem Juden­tum provozierter Krieg werde die Ausrottung dieses Judentums in Europa bedeuten, so konnte er mit vollem Recht auch darauf hinweisen, daß dieses selbe Judentum bereits heute allen Anlaß zum Weinen hat.

So werden bestimmt in vielleicht nicht einmal all zu ferner Zeit auch dem verfrühten Jubel von London und Washington über Roosevelts jüngsten Gangsterstreich Jammer, Tränen und Schmerz folgen.Es kommt die Stunde, da schlage ich zurück", sagte der Führer. Und wie wir in unseren luftgefährdeten Gebieten sehr wohl wissen, daß auch die Stunde für die gerechte, erbarmungs­lose Vergeltung der Cburchillschen Terrorangriffe ein­mal schlagen wird, so ist uns heute nichtsdestoweniger klar, daß der Führer bei seinen Worten vorgestern abend auch den Piratsnstreich der Pankees im Auge hatte, der sich da im Mitielmser abzuspielen begann.

Es wird zurückgeschlagen, überall, wo unsere Feinde sich mausig machen, und daß es stets« vernichtende Schlage sind, darüber ist kein Wort zu verlieren. Es wird zurückgeschlagen bis zum bitteren Ende unserer Feinde. Bis zu ihrem bitteren Ende! Wie sollte es auch anders sein, nachdem wir bereits jetzt schon zu Beginn des vierten Kriegsfahres, wie der Führer mit Recht betonen konnte. Erfolge von solcher Zahl und Größe auszuweisen haben, wie sie vordem niemals einem anderen Volk beschieden waren. Wie sollte es anders sein, wo der größte Staatsmann und Feldherr ein Volk führt, ein Volk wie keines vorher so groß und so stark und zugleich von so eherner Geschlossenheit, von unermeßlicher Tatbereitschaft erfüllt und von hin­gebungsvollem Opferwillen beseelt gewesen ist. Wie sollte es anders sein, wo dieses Volk nicht nur in sich selbst an seiner Partei die beste Organisation der Welt hat, sondern auch sein Kriegspotential dermaßen zu organisieren vermochte, daß ihm fast die gesamte Wirt­schaftskraft Europas zur Verfügung steht.

Meine Arbeit ist das Schicksal des Reiches", sagte der Führer. Und Europa weiß sehr wohl, daß des Füh­rers Arbeit, auch das Schicksal Europas schlechtweg ist. Darum steht auch dieses Europa im Lager des Reiches. Und darum werden die andern fallen, weil wir gar nicht fallen können.Das Entscheidende ist in diesem Kriege, wer den e n d g ü l t i g e n Haken austeilt." Daß wir es sein werden, darüber besteht kein Zweifel und die afrikanische Extratour Roosevelts vermag nimmer­mehr daran etwas zu ändern.

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Nooseoells verkappte öairgster-Moral durchschaut

peinliche Überraschungen für den Segner Veutschlands Kamps ein Kamps für Europa

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung Ilr. V. »cd. Berlin, 9. November. Selbst an dem Tage, von dem die Briten und Amerikaner behaupten, daß er mit dem brutalen Ueberfall aus französisches Ge­biet in Nordafrika die neue, entscheidende und bisher erregendste Phase des Krieges eingeleitet habe, ver­mochte die dunkle, bezwingende und zuversichtliche Stimme des Führers das hysterische Kriegsgeschrei im Feindlager zu übertönen. Auch in solchen Zeitungen Europas und Südamerikas, die sich sonst besonders wil­lig der anglo-amerikanischen Nachrichtenpolitik dienst­bar machen, kann man es nicht verschweigen, daß die un­bedingte Siegeszuversicht des Führers aus diesem dra­matischen Höhepunkt des Krieges den denkbar stärksten Eindruck gemacht hat. Nur wenige Sätze hat der Füh­rer gesprochen, um seine Auffassung von dem Gangster- unternehmen der Roosevelt und Churchill zu bekunden, aber diese Sätze genügten nicht nur uns, sondern auch

weitesten Kreisen der Weltöffentlichkeit jenseits unseres Machtbereiches, um die Nebelwand der Feindagitation zu durchstoßen.Wenn heute", so sagte der Führer, Roosevelt seinen Angriff auf Nordafrika ausführt mit der Bemerkung, er müsse es vor Deutschland und vor Italien schützen, so braucht man über diese verlogene Phrase dieses alten Gangsters kein Wort zu verlieren. Er ist ohne Zweifel der Heuchlerischste dieses Klubs, der uns gegenübersteht. Aber das entscheidende und letzte Wort spricht sicherlich nicht Herr Roosevelt. davon kann er überzeugt sein. Wir werden alle unsere Schläge vor­bereiten wie immer gründlich, und sie sind immer noch zur rechten Zeit gekommen."

Dieser eindeutige Hinweis zielt auf die militärischen Maßnahmen, die in Vorbereitung sind. um den stra­tegischen Sinn des neuen britisch-amerikanischen Unter­nehmens praktisch zur rechten Zeit in sein Gegenteil zu verkehren. Im Hinblick auf die beabsichtigte mora­

lische und politische Wirkung muß man heute bereits in London und Washington erkennen, daß das gesteckte Ziel nicht erreicht worden ist. Die scheinheiligen Phra­sen der Botschaft Roosevelts nimmt auf der ganzen Welt kein Mensch ernst. Der Marschall Petain ist über sie mit einer klaren würdigen Handbewegung zur Tagesordnung geschritten. Die ganz sicher nicht deutsch­freundlicheNeue Züricher Zeitung" gelangt zu dieser Feststellung:Der Hinweis auf die Gefahr einer deutsch­italienischen Invasion stellt für den Augenblick nur einen Vorwand dar. da die Achsenmächte hei der gegen­wärtigen Lage kaum ein Interesse daran haben konnten, von sich aus die Frage Französisch-Nordafrikas aufzu­rollen."

Di« englische und amerikanisch? Presse gibt sich denn auch angesichts der Aussichtslosigkeit des Unterfangens weiter große Mühe, den Ueberfall auf Marokko und Wortsetzung auf Seit« 2)

An her Kaukafns-Front wurde der deutsche Angriff ostwärts Alagir weiter vorgetragen.

Ein deutscher Verband unter Führung des General­majors Ramcke hat bei Marsa Matruk in einer kiihnki, Einzelaktion dem Feind schwere Verluste zugefügt.

Kampffliegerverbände der Achse richteten wirkungs­volle Angriffe gegen einen britisch-amerikanischen Flottenvcrband aus der Höhe von Algier.

Deutsche U-Boote versenkten vom Nordatlantik bis Kapstadt weitere 16 Handelsschiffe mit insgesamt 193 999 BRT.

Die Welt würdigt die Führer-Rede als den Ausdruck turmhoher staatsmiinnffcher lleberlegcnheit.

An der Ewigen Wache in München wurden am 9. November Kränze des Führers niedergelegt.

In Französisch-Nordafrika leisten die französischen Truppen Widerstand; Algier mußte kapituliere». Für die Gefallenen der Bremer Ordnungspolizei fand am 9. November eine Gedenkstunde statt.

Das Gauamt für Volkswohlfahrt Weser-Ems führte eine Arbeitstagung feiner Kreisamtsleitcr durch.