Anzetgen-Grundprelse:
> ein^ in srj.
" Anmä7>n en „F»
ZMZS
rHZfD,
k°"
!b-^«ch?-tzE''
»,-»"»284 ^
ms das Herz i^M iarke, tief unt ,
"-L L-Z
!Zum wegen -" Atem an.
-^Eeäst uSZ;
steht d°-k r TmrumVchL e
ntwort" "" I
,?"d. ein einzig»,».. !
«M'D
N"t Hellem T- "l!
" L S^°nT
seid hinaus. f
er die Sonne übe, d?
muckgeschleudeit rgeteilter Erde lob . ersten Crenzen enjA en Geweihe inemezj,» männlichen H«L Atem durch die,j U mgen berühren sch'L Starke der Teich»,«
-saftigen Rüben «?;„» Anden.Laufe. Aber chj chter wird ineinaichM fen zusammen und b ' ^ ternd verfolgt der mit dem Geweih >, en und bleibt dann, d der Ceftraste mit »windet.
iibenfeld, breit wie udel zieht demütig, n . oreter zu, der sich ch I t umblickt. I
chsenlaus leise vom w I Passion schlägt ungems» I lamme aus dem ZiM l in Erwartung des schin Blatt des Zwölfers, m Schweitzfleck wnhineh«, I
der Hirsch dar inächiige daß die hellen lkndea W >eit das Eeäse und schieb ! dem Rudel wie ei» r. Auf seiner M liegt ie. um ihn Kerl das der lichtbrchck» 5»» ibenkraut, Ä « A gesstandaite sm MM rühluft!
r Büchsenlaul mi n«r
;ung. Als ich den W ein Gesicht, dar ws» den Augen scheck N zliH aufgeian zu M», 'liche, rückhaltlose Wr
e-r ein echter Ra«^ in versteckter Dichtens Anbeter des SchoW Trunken fast hängt V as der Meister in die - und kraftvoll aufgebam
gefayr, ternde Re- Starke zit , hn wartet, h
zusammen
ehen wart- gv eren Jäger ^
ganze Ruch nickte besaite einen
>nd nun überläuft st Me. Zwei AugenM«
"ner Gemeinsamkeit.
Erscheint 7mal wöchentlich
Monatsde^ug 2.30 RM einichi .-»usteNgebühr: PoUbk,»nsp»I» monatlich 2.30 RM letngchl. 30.1 Rpt P-ksettunn-n-bühH ,n,ügi 32 Rpf. Befiellgild vkzngspkkis ist im voraus zahlbar Vokichock: Hambvrg 17 272 Ein« Behinderung vor Ltelerunq rechtferiint keinen Anspruch auf Rückzahlung des «ezuzspreifes. Verlag: NS-Eauverlag Weser-Em, EnibK., Bremen. Teeren S/S. Fernruf 21031, Nachtrus au» sonntags 23733. Sprechzeiten: verlagwerk- tägl. 12-13 Uhr. Schriftleitg. 12.30-13.30 Uhr.
VremeMlima
Parleiarntliciie Tayeszettung
vos flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der 5relen fjansestadt Bremen
M
Anzeigenptiile unb üuinadmeveotngungen laut Pretslilie AuMavmetermine odne Berbindiich- iett. Seschckttskelien: Bremen: Keeren 3/8. Ruf 2 >0 31: Nachirn» und ionniags 2 37 33: Obere,ffrahe 88. Rn» 2 18 31! s,k«: Mühlen, dämm 2: Bremen-Hemeltngen: Bahnhofstr. I, Ecke Boffftrahe. Ruf 333 38: «remen-vegelack: Rohrftrah« 23. Ruf 3 a 8: Bremen-Blomen- thal: Navi -Dallmann-Str. 31/33. Ruf 88 n. 88
Her Nationalsozialisten Vreinens
flmiliches verkündungsbiatt des Beicht-statthalters in Oldenburg und Bremen
Nr. Z96 , 12. Jahrgang
Lreitag. 6. November 1942
Limeioreis 19 Nps.
Memraubende Steigerung der U-Voot krfolge
168000 VM. versenkt: erneuter schwerer Schlag gegen die alliierte versorgungsschiffakrt
Malfterle felndttche Angriffe in figvplen
U-Boot-Operationen vom Nördlichen Eismeer bis zu den Gewässern südlich von Madagaskar
Aus dem Führerhauptquartier, S. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im westlichen Kaukasus erstürmte Infanterie nach Abwehr starker Gegenangriffe feindliche Stellungen. Kampfflieger vernichteten im Hafengeviet von Tuapse drei Handelsschiffe mit zusammen 5800 BRT. Nahkamps- stieger griffen den feindlichen Nachschub an. Im Raum von Alagir sind erbitterte Amgriffskämpfe gegen den sich hartnäckig verteidigenden Feind im Gange. Truppenansammlnngen und Versorgungslager der Sowjets im Raume zwischen den Flüssen Kuma und Terek sowie Eisenbahnziige südlich von Astrachan wurden von der Luftwaffe bombardiert. In Stalingrad wurden Stoßtruppunternehmen erfolgreich durchgeführt. Ein feindlicher Stützpunkt wurde ausgehoben, Vorstöße des Gegners abgewehrt. Sicherungen des Heeres an der Wolga versenkten einen größeren Flußdampfer. Schwere Luftangriffe richteten sich gegen Stützpunkte des Feindes westlich des Wolga-Knies und Vatteriestellungen ostwärts des Stromes. An der Don-Front wiesen italienische Truppen Uebersetzversuche ab. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt vernichteten eigene Stoßtrupps eine größere Unzahl feindlicher Kampsstände mit ihren Besatzungen. Oeriliche Angriffe des Feindes scheiterten. Kampfflieger bombardierten trotz sehr schlechter Wetterlage einen wichtigen Nachschub- und Verkehrsknotenpunkt der Sowjets. — In der Zeit vom 18. bis 31. Oktober wurden an der Ostfront 815 feindliche Flugzeuge vernichtet, hiervon 535 in Luftkämpfen und 61 durch Flakartillerie der Luftwaffe. Der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 58 eigene Flugzeuge verloren.
Die Schlacht in Aegypten ist an der ganzen Front weiter im Gange. Die deutsch-italienische Panzerarmee setzt den massierten feindlichen Angriffen äußersten Widerstand entgegen. In einzelnen Abschnitten wurde die eigene Truppe planmäßig in vorbereitete zweite Stellungen zurückgenommen. Kampffliegerkräfte führten lausend Bombenangriffe gegen die britischen Panzerverbände und Artilleriestellungen. Am 3. und 1. November schössen deutsche und italienische Jagdflieger in erbitterten Luftkämpfen gegen zahlenmäßig überlegenen Feind dreißig Flugzeuge ab. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Im Nordmeer versenkte die Luftwaffe ein Handelsschiff von 7888 BRT. und beschädigte zwei große Frachtschiffe.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben. haben deutsche Unterseeboote in weit verzweigten Operationen, die vom Nördlichen Eismeer bis in die Gewässer südlich von Madagaskar reichten, nach den großen Erfolgen der letzten Tage in unermüdlichem Anarilfsgeilt den feindlichen Transportflotten neue schwerste Verluste zugefügt. Zsm Nordatlantik erhielten sie in hartnäckiger Verfolgung erneut Fühlung an die Reste
Neue MtkerkreuztrSger
Berlin, 5. November. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Bernhard Flachs, im Stäbe eines. Artillerie-Kommandeurs. Oberleutnant d. N. Franz Silzner, Kompaniechef in einem Grenadier-Regiment. Oberfeldwebel Franke, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
Oberfeldwebel Alfred Franke, am 28. S. 1918 in Jena geboren, hat sich als Jagdflieger im Kampf gegen Frankreich, England und besonders im Einsatz gegen die Sowjetunion hervorragend bewährt und in harten Lnftkämpfen gegen eine meist zahlenmäßige Ueberlegenheit 59 Lustsicge errungen. Auch in vielen schneidig durchgeführten Tiefangriffen schädigte er den bolschewistischen. Gegner. Der tapfere Oberfeldwebel ist von einem Fcindflug nicht zurückgekehrt. '
des mit Kriegsmaterial und Lebensmitteln nach England bestimmten Geleitzuges, aus dem bereits 16 Schiffe mit S4VVV BRT. herausgeschossen waren, versenkten aus ihm weitere sechs Schiffe mit 37 üvü BRT. und beschädigten zwei Dampfer durch Torpedotreffer. Andere Unterseeboote versenkten in Einzeljagd im Nördlichen Eismeer bei der Insel Jan Magen, im Nordatlantik bei St. Johns, im Aequatorgebiet bei der Insel Fernando Noronha, im Südatlantik, vornehmlich im Seegebiet um Kapstadt und in den Rakdgebieten des Indischen Ozeans südlich von Madagaskar 2V Schiffe mit 131VOÜ BRT. Eines von diesen ist mit fünf Dampserbesatzungen untergegangen, die von versenkten Schiffen an Bord genommen waren und in den verfügbaren Rettungsbooten keinen Platz fanden. Damit hat der Feind wiederum 26 Handelsschiffe mit insgesamt 168 vvv
Berlin, 5. November. Aus dem nordafrikanischen Schlachtfeld führten der britische Großangriff und die Gegenstöße der Achsentruppen zu erbitterten Kämpfen. Nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen hatten die Briten in den letzten Tagen aus dem mittleren und südlichen Abschnitt der El-Alamein-Front alle verfügbaren Truppen und Panzer abgezogen und diese im Schutze der Landstürme an den Küstenabschnitt geworfen. Mit diesen frischen Truppen begannen die Briten in der Frühe des 31. Oktober ihren Angriff mit stärkstem Trommelfeuer. Dann fetzten sie massierte Jnsanteriekräfte aus schmalem Raum im Gebiet der Küstenstraße in Richtung aus Sidi el Rah- man zum Vorstoß an. Unter schwersten Opfern gelang es den Australiern, in die deutschen Stellungen an der Bahn einzudringen. Durch rücksichtslosen Einsatz weiterer Infanterie- und Panzerkräste versuchte der Feind, diesen örtlichen Erfolg auszuweiten, doch hielten die deutschen Grenadiere ihre Gräben rings um die Einbruchsstelle solange, bis um 12 Uhr mittags der deutsch-italienische Gegenstoß den Feind mit voller Wucht traf. Es kam zu mehrstündigen Panzerschlachten, in denen 18 britische Panzer zerschossen wurden und zahlreiche weitere schwer beschädigt im Wüstensand liegen blieben.
Am 1. November führte die deutsch-italienische Panzerarmee ihren Gegenangriff fort. 2n den breiten, mit zahllosen Stützpunkten besetzten Sanddünen zwischen Eisenbahn und Meer entbrannten erbitterte Kämpfe Hier schlugen sich die deutschen Truppen gegen britische Stoßkeile, die von zwei Seiten her unsere Grenadiere abzuschneiden versuchten. Diese Zange wurde im Gegenstoß geöffnet. Mit zäher Verbissenheit wiederholten die Briten am 2. November ihre Angriffe. Nach schwerster Feuervorbereitung drangen die von zahlreichen Panzern unterstützten Kolonialiruppen vor und konnten, wenn auch unter schwersten Verlusten, erneut Boden gewinnen. Im Gegenangriff wurde dieser Stoß aufgehalten. Wieder verloren die Briten an die 80 Panzer und einige hundert Gefangene. Ebenso erbittert waren die Kämpfe unserer Luftwaffe, deren Geschwader gegen britische Panzer und Fahrzcugansammlungen eingesetzt waren. Als starke Verbände britischer Jagdflieger erschienen, drängten die deutschen Jäger den Feind aus dem Aiigrifssraum heraus und schössen in Verfolgungskämpfen elf britische Jagdflugzeuge ab. Vier weitere stürzten im Feuer italienischer Jäger ab.
Trotz ihrer ungeheuren Ausfälle an Truppen und Waffen am 10. Tage ihres Großangriffs setzten die Briten am 3. November unter Zusammenfassung aller verfügbaren Kräfte den Versuch fort, die deuisch- iialienische Front zu durchbrechen. Schon beim Aufmarsch dieser mehrerer hundert Panzerkampfwagen zerschlugen die Bomben unserer Sturzkampfflugzeuge viele schwere Panzer, während gleichzeitig unsere Jäger, die den An-
BRT. verloren. Ein Teil dieser Schiffe war mit Kriegsmaterial für die Nordafrika-Front bestimmt."
Zu den neuen Erfolgen der deutschen Unterseehoot« teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Seit Ende Oktober konnten trotz der schweren Wetterlage, die im Atlantik herrschte, in kürzesten Abständen immer neue Unterseebooterfolge durch Sondermeldungen bekanntgegeben werden. In gruppenweisem Einsatz gelangen vernichtende Schläge gegen feindliche Keleitzüge, bei denen sich die Hohe Schule des Unierseebootskrieges unter erschwerten Bedingungen bewährte. Dies zeigt sich besonders daran, daß es den deutschen Booten jetzt gelang, mit den Resten des Neusundland-Eeleitzuges erneut Fühlung zu bekommen. Obwohl sich der Aeind schon durch den Verlust von 16 Schiffen in höchster Alarmstufe befand und seine Sicherungsstreitkräfte auf die wenigen, übriggebliebenen Dampfer konzentrieren
(Fortsetzung auf Seite 2)
X
griff der Sturzkampfflugzeuge sicherten, 21 britische Flugzeuge zum Absturz brachten. Als die britischen Kampfwagen nach dem Einbruch in das dsutsch- italisnlsche Stellungssystem südlich von Sidi Abd el Rahman versuchten, diese schmale Bresche zu erweitern, empfing sie das Abwehrfeuer der panzerbrechenden Waffen. Obwohl die erste Welle des britischen Panzerkeils durch die Granaten schwerer Flakgeschütze, durch Bomben der Sturzkampsflugzeuge und mitten in der tobenden Artillerieschlacht durch Minen und geballte Ladungen unserer Grenadiere zerfetzt worden war, rollten immer neue britische Panzer, aus allen Rohren feuernd, gegen die deutsch-italienischen Stellungen an. Als der Kampf seinen Höhepunkt erreicht hatte, traf der deutsch-italienische Gegenstoß die Flanke des Feindes. In härtestem Ringen gelang es, die Briten Meter um Meter zurückzudrängen. Wenn auch unter Verlusten, so behauptete die deutsch-italienische Panzerarmee doch am Abend des elften Tages des britischen Großangriffes das Schlachtfeld.
In der folgenden Nacht und am 1. November waren die Fronten völlig ineinander verkeilt. Aus den Stützpunkten der deutsch-italienischen Panzerarmee und aus den Igelstellungen der Briten kämpfte man nach allen Seiten. Um diese Verkrampfung der Front zu lösen, wurden die eigenen Truppen aus einzelnen Abschnitten in die vorbereitete zweite Stellung zurückgenommen. Die Achsenluftwasse sicherte den Luftraum, so daß die britischen Bomber in ihrem Kampseinsatz gegen diese Operationen stark behindert wurden. Hierbei und im Verlaus weiterer Angriffe gegen die britische Aufmarsch- basis wurden von deutsch-italienischen Jägern weitere neun britische Flugzeuge vernichtet und die Kesamt- abschußzahl der letzten beiden Tage aus 38 britische Flugzeuge erhöht. »
Die Kämpfe in Aegypien haben in den letzten Tagen an Härte noch zugenommen. Die Briten greifen immer wieder mit ihren überlegenen Mitteln an Truppen, Panzern und Flugzeugen an und erzielten hier und dort trotz des heldenhaften Widerstandes der Verteidiger Eeländegewinne, ohne jedoch das operative Ziel ihrer Offensive erreicht zu haben. Wenn das deutsche Oberkommando meldet, daß die deutsch-italienischen Panzerkolonnen auf einigen Abschnitten planmäßig auf ihre zweite Stellung zurückgenommen wurden, so bedeutet das im Hinblick auf die Erfahrungen der früheren Nordafrika-Offensiven der Engländer keineswegs eine Entscheidung zugunsten des Feindes. Gerade die Erinnerung an die früheren Offensiven der Briten in diesem Raume führt zu einer wichtigen Beurteilung der gegenwärtigen Lage. Wie lange die Briten ihre jetzigen „harten Angriffe" bei den hohen Einbußen an Truppen und Material durchholten können, bleibt abzuwarten. d.
Me Schlacht in Nordafrika geht weiter
Veutsch-ttaiienische truppen in vorbereitete Slellungen zurückgenommen
Streit um die USfl -Waffenlittfe für Moskau
Deutsche Unterseekriegjührung macht Lieferungsoertröge unserer feinde illusorisch
b. Berlin, 5. November. Die Ncwyorker Zeitschrift „News Week" bestätigt die Auffassung, daß der deutsche Kampf zur See ursächlich für die enormen Schwierigkeiten im Verkehr der Alliierten untereinander geworden ist. In dem Augenblick, in dem die sowjetische Regierung durch ihren Ausruf: „Gebt der Front und dem Land unter allen Umständen mehr Lebensmittel und mehr Rohstoffe für die Industrie, strengt alle Kräfte für die Unterstützung der Front an" und die Dringlichkeit der Formulierung überzeugend darlegt, wie stark die Sowjetunion von den verbündeten Briten und Amerikanern im Stich gekästen wurde, liefert die „News Week" neues Material zu diesem Thema der amerikanischen Waffenhilse für Moskau. Die Vereinigten Staaten haben sich nach diesen Informationen verpflichtet, vom Oktober des vergangenen Jahres bis zum 38. Juni in diesem Jahr für eine Milliarde Dollar Kriegsmaterial an die Sowjetunion zu liefern, wobei jedoch die Frage der Be- sürderungsmöglichkeit angesichts der deutschen U-Boot- Aktivität außerordentliche Sorge bereitete. Die Amerikaner, die bis Ende Juni lediglich achtzig Prozent des Solls bereitstellen konnten, versteiften sich auf dem Standpunkt, daß sie ihre Lieferungsverpflichtung durch Bereitstellung in einem USA.-Hafen erfüllt hätten. Die Sowjetunion dagegen machte geltend, daß als wirkliche Hilfe nur die Materialmengen anerkannt werden könnten, die tatsächlich in den sowjetischen Häfen ausgeladen würden. Man forderte daher in Moskau und Molotow unterstrich diese Forderung bei seinem Besuch in Washington, daß die USA. und England gemeinsam die Gewähr für die sichere Auslieferung der versprochenen Krirasmaterialien in den sowjetischen Hasen übernehmen müßten.
Die gewaltig angewachsenen Forderungen der eigenen Fronten ließen den Anglo-Amerikanern jedoch nicht die
Möglichkeit, diese Garantie zu übernehmen. Man mußte selbst dazu übergehen, die Versorgung der eigenen Fronten nach Dringlichkeitsgraden zu unterscheiden und konnte lediglich die wichtigsten Transporte durchführen. Da sich inzwischen auch die bei einem solchen Verfahren namrlich ergebenden Reserven angebrochen werden mußten, können heute lediglich die allerwichtigsten Transporte durchgeführt werden, so daß jeder Verlust doppelt und dreifach schwer wiegt.
Die sowjetischen Zeitungen betonen, daß der am 30. Juni 1912 abgelaufene Lieserungsvertrag zwischen den USA. und der Sowjetunion bisher nicht erneuert worden sei. Auch hier wird die deutsche Unter-Seekrieg- führuNg entscheidend die amerikanischen Entschlüsse beeinflußt haben, wenn Roosevelt auch gleichzeitig durch die Nichterncuerung des Lseferungsvertrags andere Ziel verfolgte. Wie „News Week" betont,.erklärte der amerikanische Präsident dem Sowjetkommissar Molotow, daß lediglich Stalins Eintritt in das System der globalen Kriegführung, seine Vertretung im pazifischen Kriegsrat und in den verschiedenen alliierten Büros, also praktisch seine Unterstellung unter das Oberkommando Roosevelts eine Weiterversorgung der Sowjetunion im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes möglich mache. Stalin hat nach dem Zeugnis der amerikanischen Zeitschrift diese Forderung Roosevelts abgelehnt und noch einmal seine Forderungen in unmißverständlicher Form präzisiert: „Die Sowjets verlangen", so schreibt das Blatt, „eine alliierte Invasion des euroväischen Kontinents in unmittelbarer Zukunft und ohne Rücksicht äuf die Möglichkeit eines Fehlschlages. Moskau betrachtet alle Maßnahmen als gerechtfertigt, die den Druck auf die Sowjetarmee erleichtern könnten. Im Hintergrund dieser Üeberlegungen spukt wahrscheinlich noch der Gedanke, daß beim Ausbleiben sofortiger Hilfe selbst
eine siegreiche Sowjetunion aus dem Kriege als eine stark geschwächte Macht im Vergleich mit den Vereinigten Staaten und England hervorgehen würde. Die Meinung Washingtons und Londons über eine Zweite Front ist ebenso einfach. Sie betrachten die Invasion des Kontinents nicht als eine Hilfsaktion für die Sowjetunion, sondern als einen Eroßawgriff gegen Deutschland. Ein solcher Angriff darf aber nicht eher stattfinden, bis eine überwältigende militärische Macht bereit steht und der Erfolg tatsächlich gesichert ist. Das verlangt Zeit, und die Engländer haben sich niemals allein für eine solche Aufgabe für befähigt gehalten. Stalin ist sich über die Gründe für die Verzögerung des Angriffs auf Europa völlig im klaren. Wenn die augenblickliche sowjetische Agitation gegen die beiden Demokratien gerichtet zu sein scheint, so bietet sie in Wirklichkeit ein anderes Bild. Stalin hatte den Sowjets versprochen, daß der Krieg im Jahre 1912 beendet sein würde. Darin hat er sich getäuscht. Durch die Forderung einer Zweiten Front und dadurch, daß man die Sorgen der Sowjets mit dem Ausbleiben eines anglo-amerikamschen Angriffs begründete, wird die Idee verbreitet, daß für die Kriegsverlänaerung die Vereinigten Staaten und Großbritannien verantwortlich sind. Die Gründe für diesen Standpunkt werden in Washington und London verstanden und gewürdigt.
Die Tendenz der amerikanischen Stellungnahme ist unschwer zu erkennen. Der Bericht ist für das amerikanische Publikum bestimmt und versucht in seinem Schluß die Unruhe der USN.-Bevölkerung über die ausbleibende Waffenhilse für Moskau durch Hinweis auf hiniergrsindige Abmocknmoen" zu zerstreuen, vor allem auch. um nicht die Blicke auf die Besorgnis erregende und immer stärkere Ausweitung des deutschen U-Dootkrieges zu lenken.
Von
L. v. kkillppokk
Am 7. und 8. November 1917, also vor 25 Jahren, begann mit dem Sturz der „Provisorischen Regierung" in Petersburg das bolschewistische Schreckensregiment.
In den ersten Tagen des März 1917 brachen in Petersburg Unruhen aus. Die Brotrationen waren erneut gekürzt und deshalb von einer aufgehetzten Menge mehrere Geschäfte gestürmt worden; die gegen die Demonstranten aufgebotenen Ersatzbataillone weigerten sich jedoch, gegen die Menge mit Gewalt vorzugehen. Diese an sich belanglosen Tatsachen gaben der Dumaopposition den willkommenen Anlaß, die Abdankung des Zaren zu fordern und eine provisorische Regierung zu bilden.
Die durch einen schwachen Herrscher unterschriebene Thronentsagung und Aufforderung an das Volk, Ruhe zu bewahren und seinen Nachfolgern Gehorsam zu leisten, raubte den konservativen Element«! des Heeres und des Verwaltungsapparates die Möglichkeit, der Provisorischen Regierung Widerstand zu leisten. Aber auch diese Regierung war unfähig, , die Entwicklung zu meistern; ihre Unsicherheit äußerte sich in ständigen Kursänderungen und häufigen Ministerwechseln. Vom März bis zum Oktober 1917 wurden die verschiedenen Ministerposten von nicht weniger als 144 Personen besetzt. Man mutzte schließlich sogar die Bildung einer Nebenregierung dulden, des sogenannten Rates der Arbeiter- und Soldatenräte, der fast ausschließlich aus Bol- schewisten bestand und von vornherein den Kampf gegen die offizielle Regierung proklamiert hatte. Allerdings gelang es noch, einen von den Bolschewisten im Juli in der Hauptstadt organisierten Aufstand niederzuringen und gegen die Haupirädelsführer Haftbefehle zu erlassen. Lenin ergriff die Flucht.
Eine neue Gefahr für das schwankende Regime entstand jedoch der aus gemäßigten Sozialisten gebildeten Kerenskl-Regierung, als die Bolschewisten diese für abgesetzt erklärten. Der General Krasnow wurde an der Spitze der 3. Kosaken-Division gegen Petersburg geschickt. um die Hauptstadt zu besetzen. Allerdings kam Krasnow infolge eines Eisenbahnerstreiks nicht bis zur Hauptstadt, und Kornilow wurde darauf von Kerenski, der sich zum Diktator ausrufen ließ, verhaftet. Die Regierung verlor damit aber jede Unterstützung seitens des Offizierkorps.
Die Bolschewisten nützten diese erneute Schwächung der Regierung zur Organisation eines neuen Aufstandes. Während Kerenski, der frühere Rechisanwali, der vom Justiz- und Kriegsminister bis zum Ministerpräsidenten und Diktator emporgestiegen war, von einer Stadt zur anderen fuhr und Propagandareden hielt, trafen Lenin und seine Spießgesellen insgeheim alle Vorbereitungen. Die Regierung hatte nicht mehr die Kraft, sich der bolschewistischen Flut enlgegenzustemmen; in einem am 7. Oktober zusammengetretenen „Vorparlament" begeisterte man sich zwar an schönen Reden, sprach über Völkcrversöhnung und sozialen Frieden aber — handelte nicht!
Vorsitzender des Generalstabs der bolschewistischen Revolution, des sogenannten „krisgsrevolutionären Komitees", war Lenin, der damals — um unerkannt zu bleiben — glattrasiert und mit einer seine Glatze verdeckenden Perücke auftrat. Dieser Rote Eeneralstab legte fest, zu welcher Stunde dieses oder jenes öffentliche Gebäude, ein wichtiger Betrieb oder eine Vcrkehrseinrich- iung von bewaffneten bolschewistischen Patrouillen besetzt werden sollten. Die Stoßtrupps des Bolschewismus stellten damals die Matrosen und Werftarbeiter von Kronstadt, nachdem diese wichtige Festung bereits einige Monate vorher sich zu einem fast selbständigen Staaiswesen mit bolschewistischer Regierung erklärt hatte.
Die Kerenski-Regierung bekam allerdings rechtzeitig Wind von diesen Vorbereitungen Lenins. Sie wußte, daß die Kasernen der Petersburger Garnison von bolschewistischen Hetzern verseucht waren, daß alle Regimenter ihre „Neutralität" erklärt hatten, — soweit sie nicht offen an die Seite des Arbeiter- und Soldaien- rates Übergängen waren. Kerenski forderte treue Truppen vom Nordabschniit der Front an. Diese wurden jehoch unterwegs durch die Sabotage der bolschewistischen Eisenbahner aufgehalten. Kerenski konnte also nur auf die Zöglinge der Petersburger Kriegsschulen rechnen und lreß daher diese die wichtigsten Betriebe der Hauptstadt besetzten — in der Hoffnung, daß die versprochenen Fronttruppen Petersburg noch vor dem Losschlagen der Bolschewisten erreichen würden.
Am 6. November schlugen die Bolschewisten los. Das Haupttelegraphenamt, die Bahnhöfe, die Kraft- und Wasserwerke sowie andere wichtige Gebäude wurden besetzt, die schwachen Wachabteilunaen überwältigt. Immer enger umschnürten sie das Winierpalais. in dem die Regierung tagte. Der Kreuzer „Aurora" lief in die Newa ein und nahm neben der Peter-Pauls-Festuna Aufstellung. Drohend richteten sich die Geschützrohre gegen das Schloß. Die frühere Zarcnjacht „Polarstern" und mehrere Torpedoboote taten das gleiche.
«NMIN»I»I»I»IIIIII»IN»I»I»»II»IIII»»II»IIN»N»IINMIMII»IIN»»INIMIMI
28 Schiffe mit zusammen 188 000 BRT. schickten unsere U-Boote in weitverzweigten Operationen erneut auf den Meeresgrund.
Bei äußerstem Widerstand der Achsentruppen gegen massierten seindlichon Angriff nimmt die schwere Schlacht in Aegypten ihren Fortgang.
Im westlichen Kaukasus sind unsere Truppen in heftigem Angriff.
Deutsche Unterscekriegsührung macht Licferungs- verträge unserer Feinde illusorisch.
In Reval und Riga wurden deutsche Lagerhaus- gesellschaften gegründet.
Die Atlas Levante-Linie trennt ihre Geschäftsräume von denen der Argo Reederei.
Die Bremer Laienorchester haben sich zu einem Kreisorchester zusammengeschlossen.