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flmtliches verkündungsblat» des Ncichsstakttialters in Oldenburg und Nremen
Nr. 1?1 , 1Z. Jahrgang
Mittwoch, 2Z. Juni 1S4Z
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Wien, 22. Juni. Auf der Tagung der Union nationaler Journalistenverbände in Wie» sprach am Dienstag Reichsleiter Reichsminister Alfred Rosenberg über „Der Weltkamps und die Weltreoolution unserer Zeit«.
Der Weltkrieg unserer Tage, so führte Reichsleiter Rosenberg u. a. aus, sei zu einem wahrhaften Weltkampf geworden. Dies bedeute, daß nicht nur um militärische Vorherrschaft, um politische Erenzfragen, um industrielle Reserven gerungen werde, sondern daß sich größte Mächtegruppen gegenüberstünden in einer gegenseitigen totalen Verneinung. Die Gegnerschaft gehe über alles Militärisch-Politisch-Wirtschaftliche hinaus, sie sei ein Kampf zwischen gänzlich verschiedenen Lebenshaltungen, Staatsaufsassungen, Weltanschauungen, und in dieser Totalität des Ringens erscheine dieser zweite Weltkrieg als ein Kampf um das Leben selber.
Die furchtbaren Symbole der auf unmittelbare physische Ausrottung ganzer Nationen ausgehenden Handlungen der Sowjetunion zeigten, mit welcher hemmungslosen Brutalität der extreme Flügel der demokratisch-bolschewistischen Weltverschwörung zu Werke gegangen sei und bei einem eventuellen Siege in noch gesteigerter Form über die Kultur Europas herzufallen gedenke. Auf der einen Seite stehe die gesamte Macht der Ideologien von der französischen Revolution bis zur bolschewistischen Revolte.
Ans der anderen Seite stünden die Mächte, die die demokratische und marxistisch-bolschewistische Erkrankung bereits in furchtbarster Weise selbe* erlebt und durchkämpft haben und die in Erkenntnis der tödlichen Gefahr dieser Krankheit nunmehr in nicht zu brechender Entschlossenheit um die Freiheit ihrer Existenz, um die Weite ihrer Geschichte und damit um die Sicherheit einer zukünftigen Kulturgestaltung ringen.
Zur Erkenntnis des heutigen Weltkrieges sei es unerläßlich, zu verstehen, daß einmal, als das mi-ttelalterlich-barocke Staatensystem vermorschte, eine Reihe von Donkern und Politikern auftrat, die gegenüber der Fürstentyrannei in schwärmerischer Verzückung die Gleichheit aller Völker und Rassen als Programm verkündete, und auf Grund dieser abstrakten Träume und Dogmen glaubten,
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Führerhauptquartier, 22. Juni. Der Führer überreichte heute auf Vorschlag des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop dem Gesandten Dr. Rudolf Nahn für seine hervorragenden Leistungen im Dienste des Reiches das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz. Ferner wurde dem Gesandten Nahn vom Führer für seinen überaus tapferen persönlichen Einsatz das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen.
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Berlin, 22. Juni. Am Montag und Dienstag fand in Berlin eine Arbeitstagung der Leiter der Reichspropagandaämter statt, auf der in einer Reihe von Referaten führende Persönlichkeiten zu aktuellen Fragen der politischen und militärischen Kriegsführung des Reiches Stellung nahmen, um daraus die für die politische Arbeit in den Gauen notwendigen Folgerungen und R^tlinien herzuleiten und die in innerpolrtischer Hinsicht sich ergebenden Aufgaben zu umreißen. So berichtete u. a. der Chef des Rustungs- lieferungsamtes im Reichsmnnsteruim für Bewaffnung und Munition, Staatsrat Schieber über den Stand der Rationalisierung in der deutschen Rüstungsindustrie, wahrend Generalfeldmarschall Milch einen großangelegten Ueberblick über Fragen des Luftkrieges
i Höhepunkt der Tagung bildete auch al wieder eine Rede von Reichsmim- )r Goebbels. Der Minister stellte die den Luftkrieg entstandenen Probleme n Mittelpunkt seiner Darlegungen und delle ausführlich die von ihm bereits leiteten Hilfsmaßnahmen für die unter feindlichen Luftterror leidende Be- ung der west- und nordwestdeutschen In diesem Zusammenhang erklärte zoebbels unter Erwähnung seines Bein dem luftbedrohten Westen, daß die smoral des deutschen Volkes gerade in Gebieten über jeden Zweifel erhaben nser Volk sei heute von einer Haltung t, die unbeugsam und entschlossen allen f'tungen des feindlichen Terrors trotze >amit alle leichtfertigen Spekulationen »egners von vornherein zunichte mache.
bilde die ganze Nation von der Spitze ieiches bis zum letzten Mann im Volke einheitlichen Block der Willensstärke >er inneren Standhaftigkeit. Der Fleiß die Tapferkeit des Volkes und das der Führung vereinten sich mit dieser elhaften Haltung zu einem der wesent- n Faktoren unseres sicheren Sieges.
ein neues Gefüge der Welt errichten zu kön- > nen. In der Entwicklung habe sich ergeben, daß dies? Parolen der Schwärmer bald in diej Hände politischer Verschwörer gelangten und > zusammen mit dem technischen Zeitalter, mit der Erfindung der Eisenbahn, des Telegraphen usw. sei das Geld der Börsen und Banken praktisch Herr über die Geschicke der demokratisch gewordenen Völker geworden. Alle für
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einzusetzenden Werkzeuge seien aegründet und großgemacht worden: eine Weltpresse, die nicht mehr die natürlichen Interessen eines Volkes, sondern die Eeschäftsspekulationen internationaler Großbanken meist jüdischer Prägung vertrat, Nachrichtenagenturen, die nicht dem Ziele dienten, die Welt wahrheitsgemäß über die Ereignisse zu unterrichten, sondern die gerade den umgekehrten Zweck verfolgten, durch Falschnachrichten bestimmte politische Effekte oder unmittelbar Börsengeschäfte «immer größeren Stieles zu erzielen. Die keimende soziale Bewegung habe sich zwar zum Gegner nationaler Wirtschaften, nicht aber zum Feinde der internationalen Weltspekulation herangebildet.
Schon im ersten Weltkrieg, der eine unmittelbare Vorprobe des jetzigen darstellte, habe das internationale Verschwörertum die Werte der Schwärmer des 18. Jahrhunderts ausgenützt für die Prägung einer Weltrevolution mit dem Ende einer Weltrepublik, und mitten in dem heftigen Ringen ertönten besonders von Neuyork die gleichen Forderungen nach einer Weltregierung, nach einer Zusammenfassung des gesamten Kapitals unter amerikanisch-jüdischer Führung, die Herstellung einer einzigen von Amer ka abhängigen Weltwährung. Das heiße alles in allem eine Forderung nach brutalster Diktatur des internationalen Börsenschiebertums über die ehrliche Arbeit aller Völker und über die Geschicke aller Nationen Europas, aber auch über die große Kultur Ostasiens. Die Tatsache dieser Politik erlebten heute alle Europäer. Das Bündnis zwischen Weltdemokratie, Weltbolschewismus und Weltjudentum, das viele nicht wahrhaben wollten, sei heute unmittelbar politische Tatsache und militärische Bedrohung geworden. Der Reichsleiter zitierte an dieser Stelle zur Bekräftigung einige Absätze, die er in der Zeitschrift „Der Weltkampf" unter dem Titel
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vor -fast zwanzig Jahren veröffentlichte. „Viele noch in alten Gedankengängen sich bewegende Politiker", so hatte er damals u. a. ausgefjihpt. „werden es als irrig bezeichnen, den „antikapitalistischen" Marxismus und die kapitalistische Demokratie in einem Atemzug zu nennen, doch zeigt jeder tiefer Einblick, daß beide Erscheinungen weltanschaulich dasselbe darstellen, den Niederschlag des geldherrschaftlichen Zeitalters bilden."
An der Spitze der ganzen feindlichen Koalition, so führte Reichsleiter Rosenberg weiter aus. stünden auch heule die Flügelstaaten USA. und die Sowjetunion. Ueber das Wesen dieser beiden Gruppen habe sich jeder Europäer Rechenschaft abzulegen. Die sogenannten Vereinigten Staaten von Nordamerika seien eine europäische Gründung. Einst seien kühne Pioniere aus England, Deutschland, Holland, Frankreich, Skandinavien nach dem Westen gegangen, um als Pioniere die wilden Gebiete zu erobern. Schotten und Iren seien es vor allem gewesen. die an der vorderen westlichen Front die Kolonisation kämpferisch vorwärtstrugen, und erst nach diesen gesicherten Erfolgen habe
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Wien, 22. Juni. Der geschäftsführende Präsident der 2. internationalen Journa- listentagllng, Stellvertretender Pressechef der Reichsregierung Sündermann, gab zu Beginn der Dienstag-Tagung folgenden Beschluß des Präsidiums der Union nationaler Journalistenverbände bekannt: Das Präsidium der Union nationaler Journalistenverbände richtet an die in Wiett versammelten Teilnehmer der 2. internationalen Journa- listentagUng die folgende Adresse:
In einer Zeit größter geschichtlicher Entscheidungen für den gesamten europäischen Kontinent versammeln sich die führenden Journalisten unseres Erdteiles zum zweiten Male, um Probleme zu erörtern, die uns allen gemeinsam sind. Stand vor Jahresfrist bei unserem ersten Kongreß in Venedig der umfangreiche Fragenkreis des Welteinflusses der Großmacht Presse und ihres völkervernich- tenden Mißbrauchs im Vordergrund einer überzeugenden und dokumentarischen Beweisführung, so soll dies neue Treffen entscheidende Moment« des europäischen Lebenskampfes denen aufzeigen, die als Journalisten sowohl Sprecher wie geistige Führer ihrer Völker sind.
Das Präsidium der Union nationaler Journalistenverbände, in deren Reihen sich die national bewußten Kräfte des europäischen Journalismus gesammelt haben, begrüßt die große Zahl so bedeutender Persönlichkeiten. di« aus allen Völkern des Kontinents hierher nach Wien gekommen sind. um vor dem Forum dieser Journalistentagung ihre Stimme zu erheben und ihr Bekenntnis zur europäischen Zukunft abzulegen, auf daß wir Journalisten es in die Welt hinaustragen und im Bewußtsein unserer Völker verankern.
Nicht nur Problem« des Presseberufes, sondern Fragen unseres kontinentalen Schicksalskampfes werden Gegenstand unserer Kundgebung sein, die sowohl in der Geschichte des Journalismus als auch in der unseres Erdteiles einzigartig ist. Alle Völker Europas sind in dem großen Kreis derer vertreten, die sich — sei es als Mitglieder oder als Gäste unserer Union — im Bewußtsein der Gemeinsamkeit unseres Schicksals und der geschichtlichen Verantwortung des Journalismus hier eingefunden haben.
Das Präsidium lenkt die Gedanken der heute versammelten Journalisten auf die an den Fronten des großen Krieges für die europäische Freiheit gefallenen Berufskameraden. die mit ihrem tapferen Sterben stärker als Worte es vermögen gezeigt haben, daß der Journalismus der jungen Völker nicht privates Geschäft und nicht internationale Routine ist. sondern ernste Ueberzeugung, aufrechtes Bekenntnis und unerschrockene Entschlossenheit bedeutet. Dieses Vermächtnisses wollen wir uns in jedem Augenblick bewußt bleiben: es möge die tragende Idee unserer Kundgebung werden.
AIs Ausdruck der Geschlossenheit des europäischen Willens im gegenwärtigen Schicksalskampf Europas gegen die bolschewistische Gefahr aus dem Osten sind zwei Reden zu bezeichnen, die am Dienstag auf der Tagung
der Union nationaler Journalistenverbände gehalten wurden. Der Auslandspressedirektor im rumänischen Propagandaministerium. Dr. Aurel Cosmm erinnerte in seiner Rede an die zweite Wiederkehr des Tages, an dem die rumänische Armee an der Seite der deutschen Soldaten einen Weg der Tapferkeit und des Sieges zur Rettung Europas vor der im Osten drohenden Gefahr betreten habe. Er überbrachte die Grüße des stellvertretenden Ministerpräsidenten Mihai Anto- nescu und verwies darauf, daß der Grundsatz der Einheit Europas und die Bejahung des Rassegedankens auch die Grundlage der neuen rumänischen Ideologie bildet. Sie füge sich vollkommen in die große politische Konzeption der Baumeister der neuen Welt ein. Europa sei geeint und bahne sich heute selbst
lFortsetzung auf Seite 2)
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Aus dem Führerhauptquartier, 22. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront fand nur geringe örtliche Kampftätigkeit statt. Vor der Fischer- Halbinsel wurde ein Küstenfrachter durch Bombentreffer versenkt. Ein Nachtangriff starker deutscher Kampffliegerverbände richtete sich gegen ein sowjetisches Rüstungswerk an der Wolga. Während am gestrigen Tage einzelne feindliche Flugzeuge in das Reichs gebiet einflogen, griff ein starker Verband britischer Bomber in der vergangenen Nacht westdeutsches Gebiet an. Besonders in den Wohnvierteln der Stadt Krefeld entstanden durch Sprcng- und Brandbomben starke Schäden. Neben zahlreichen Gebäudeblocks wurden zwei Krankenhäuser zerstört. Die Bevölkerung hatte Verluste. Bisher steht der Abschuß von 39 mehrmotorigen Bombern fest. Die Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum 22. Juni Einzelziele im Raum von London und an der englischen Südküste. Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine schössen vor der niederländischen Küste aus einem Verband britischer Jagdflugzeuge drei Flugzeuge ab. —
Bei dem gemeldeten Nachtangriff deutscher Kampfflugzeuge auf den Hafen von Biserta in der Pacht zum 21. Juni wurden sechs große Handelsschiffe und zwei Kriegsfahrzeuge durch Bombentreffer beschädigt. --
Nach Prüfung neu eingegangener Abschußmeldungen erhöhen sich die Verluste der britischen Bomber, die in der Nacht zum Dienstag westdeutsches Gebiet angriffen, um fünf auf 44 mehrmotorige Flugzeuge.
Nachdem die britische Luftwaffe bei ihren nächtlichey Terrorangriffen gegen die Wohnviertel der Stadt Krefeld insgesamt 44 Flugzeuge verloren hatte, schössen in den Vormittagsstunden des 22. Juni Jäger und Flakartillerie bei Einflügen gemischter feindlicher Bomberverbände in das Reich und die Niederlande weitere 27 mehrmotorige Flugzeuge ab. Damit brachten Nachtjäger «ind Flakartillerie in weniger als 24 Stunden 71 britische und nordamerikanische Bomber zur Strecke. Der erfolgreiche Nachtjäger Ritterkreuzträger Hauptmann Frank bezwäng in der- vergangenen Nacht seinen 38. Gegner.
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Berlin, 22. Juni. Wie die nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet, hat der Führer den mit der Führung der Geschäfte des Gaues Westfalen-Süd beauftragten stellvertretenden Gauleiter Albert Hoffmann zum Gauleiter der NSDAP. ernannt.
Pg. Albert Hoffmann ist ein Söhn unserer Hansestadt Bremen und wurde am 24. Oktober 1907 geboren. In seiner Heimatstadt besuchte er die Realschule und die Handelsschule, nach deren Absolvierung er sich dem Kaufmannsberuf zuwandte. Scine spätere kaufmännische Tätigkeit bracht« ihn mir allen Zweigen der Wirtschaft des In- und Auslandos in Berührung. Schon als 15- jähriger kam er mit der NSDAP. in Fühlung. Seit dieser Zeit stellte er sich ununterbrochen in den Dienst der Bewegung. Im Jahre 1925, nach der Neugründung der Partei. wurde er Mitglied der NSDAP. Als begeisterter Kämpfer für die Idee des Führers stand er in vorderster Linie des politischen Kampfes und war Mitbegründer der SA. und der ersten Ortsgruppe in Bremen. Bald schon wurden seine Fähigkeiten auf politischem Gebiet erkannt und entsprechend eingesetzt. Bereits in den Jahren 1927 und, 1928 war er in Bremen Propagandaleiter. Nach der Machtübernahme bekleidete Albert
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Hoffmann in der Kreisleitung Bremen verschiedene Aemter.
Im Jahre 1934 erfolgte seine Berufung in die Parteikanzlei nach München. Von hier aus führten ihn verschiedene Sonderaufträge als Stillhaltekommissar im Jahre 1938 und in den darauffolgenden Jahren in die Alpen- und Donaugaue, in das Protektorat und in das SudeteNland. Außerdem gehörte Pg. Hoffmann einige Zeit dem Stab des Generals von Unruh, des Sonderbeauftragten des Führers, an. Nach erfolgreicher Tätigkeit in der Parteikanzlei wurde Pg. Albert Hoffmann am 20. April 194l vom Führer zum stellvertretenden Gauleiter des Gaues Oberschlesien ernannt. Kurze Zeit später, am 3. Juni 1941, wurde er in den Reichstag berufen. Am 26. Januar 1943 beauftragte der Führer den Parteigenossen Hoffmann mit der Führung der Geschäfte des Gaues West- falen-Süd. Gleichzeitig erfolgte seine Ernennung zum Reichsverteidigungskommissar.
Gauleiter Hoffmann ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei und besitzt die bronzene und silberne Dienstauszeichnung der NSDAP. sowie das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse mit Schwertern. Als Angehöriger einer Eebirgs-Kradschützenschwadron nahm Gauleiter Hoffmann an diesem Kriege teil und wurde mit dem E. K. 2 ausgezeichnet.
sich der Reichtum und die Weite der Räume in Europa herumgesprochen und alles, was der alten Welt müde war oder sich aus der Enge nach der Weite sehnte, sei über den Atlantischen Ozean gefahren, um dort eine neue Existenz zu gründen.
Mit diesen Eroberern seien aber sehr bald die Abenteurer, die Händler und in steigender Flut am Ende des 19. Jahrhunderts die Bewohner der Spelunken aller Großstädte gekommen, gefolgt von einem ungeheuren Schwärm der Juden aus Polen und Rußland, so daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika zwar angelsächsisch bestimmt, bis heute aber keine Nation darstellen, sondern 130 Millionen Menschen verschiedenster Herkunft ohne einen wirklich tragenden geistigen Untergrund. Die entscheidende Wende für die Entwicklung des Pankee-Staates sei die Tatsache, daß es ihm nicht gelang, ein Bauerntum zu schaffen. Um 1800 hätten die USA. rund 5V- Millionen Einwohner gehabt, von denen neun Zehntel in der Landwirtschaft tätig gewesen seien. Die technische Entwicklung habe diese Ansätze gänzlich über den Haufen geworfen und nicht etwa von einem Bauerntum her die Stadt gesichert und gelenkt, sondern umgekehrt, von der alles beherrschenden technischen» und finanziellen Spekulation aus sei der Born des Bauerntums in «in kapitalistisches Farmertum verwandelt worden. Aus einem schöpferischen Ansatz sei ein parasitäres Lebensgefüge geworden. Der verständliche unbekümmerte Individualismus inmitten der leeren Räume sei nicht durch ein hohes Staatsbewußtsein in eine neue Lebensform organisch eingefügt worden, sondern wucherte, noch dazu als angebetetes Ideal, durch das ganze Land und vernichtete auch bei den größeren Kämpfen des Pankeetums jene Einsichten, die allein die Vereinigten Staaten in die Reihe der großen Kulturnationen hätten führen können. .... _
Einmal habe ein großer Amerikaner in Vorahnung kommender gefahrdrohender Entwicklung im Jahre 1861 an den Kongreß eine Botschaft gerichtet. Es war dies Abraham Lincoln, der über das Problem von Kapital und Arbeit warnende Worte an sein Volk richtete und zu dem Schluß kam, daß das Kapital nur die Frucht der Arbeit sei und ohne diese nie existieren könne. Die Arbeit stehe daher höher als das Kapital — diese Einsicht des Siegers gegen die Südstaatcn sei klanglos verhallt — sein eigener Sieg des industrialistischen Nordens sei zugleich die Einleitung einer Entwicklung gewesen, vor der gerade der gleiche Lincoln so. eindringlich gewarnt hatte. Ohne die ' gesicherte Grundlage eines sich am Boden seiner Arbeit und seiner Fruchtbarkeit genügenden Bauerntums habe sich der
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über den nordamerikanijchen Kontinent gestürzt. Nicht bäuerlicher Wille habe den Charakter der Entwicklung bestimmt, sondern das Industrie- und Börsenkapital. Die Millionenstädte seien ins endlose gewachsen, gigantische Wolkenkratzer hätten sich als Unnatur nebeneinander emporgetürmt und dem Rhythmus des amerikanischen Lebens eine Richtung verliehen, die einem Universalismus zustrebte, weil sie unfähig gewesen sei, im Innern selbst das Land zu gestalten. Riesen- kapitalistische Unternehmungen holzten die reichen Wälder des Landes ab, der Pflug des kapitalistisch gewordenen und vom Kapital abhängigen Farmers riß die weiten Prärien auf. In wenigen Jahrzehnten soigicn deshalb Sturzbäche von Ueberschwemmungen, die Siedlungen niederrissen und wertvolkstcn Humus in die Meere jagten. Auf Grund dieser Parasitenpolitik seien heute riesige Gebiete zu nicht mehr zu rettenden Wüsten geworden. größer als Deutschland und Frankreich zusammengenommen, und immer weiter fresse diese Wüste sich in die großen Räume der USA. hinein. „Nach 1918 hatten die Yankees". so fuhr der Reichsleiter fort, „noch einmal die Besinnung. Sie lernten zum ersten Male als Nation und Staat der Welt gegenüber aufzutreten, sie hätten sehen können, daß dieser erste Weltkrieg ja die Folge des Zusammenstoßes so vieler auf Weltherrschaft ausgehender wirtschaftlicher Bestrebungen gewesen war. aber die Einsicht, daß man nicht mehr Expansion, sondern auf Intensivierung, d. h. auf Volkwerdung und Kultivierung hinarbeiten müßte, hatten nur wenige Im Gegenteil: Angesichts der "Schwächung der europäische«! Märkte erfolgte ein Versuch nach dem andern, durch Finanzver- jklavung Staaten an sich zu ketten, durch An- strebung von Lebensmittelmonopolen ein Volk nach dem andern vom amerikanisch-iü- dlschen Imperialismus abhängig zu machen. Da war es dann kein Wunder mehr. daß auf Grund dieser nicht aufzuhaltenden Entwicklung zur Börsenspekulation der gänzlich skrupellose Gewinner zu dem von keiner Hemmung zurückgehaltenen Parteipolitiker wurde und sich nach und nach mit Mächten verbin- d/n mußte, die, auf noch tieferer Ebene stehend, die letzten Konsequenzen qezouen batten: Mit dem Verbrechertum."
Kaum ein Land der Welt habe ein derart
orZsni8iert68 Verbrecker>ve86n wie die USA. Es sei vereinigt, in großen ^Zervanoen. es sei der Weite Steuereinneh- mer rn den großen Städten, es habe sich zu