Ausgabe 
(21.6.1943) 170
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Varieiamtticlie Layirszettung

Va» flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der 5relen hjansestavt vremen

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der NaliontUldzral.isten Vremens

flmtliches verkünüungsbiatt des Ncichsstattlialters in Oldenbur g und Vremen

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Nr. 1?0 , 1Z. Jahrgang

Dienstag, 22. Juni 1S4Z

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Orl», 21. Juni. „Als vor zwei Jahren der große europäische Kampf gegen den Bolsche­wismus begann, wurde Europa und damit auch das norwegische Land von einer töd­lichen Bedrohung durch Adolf Hitler ge­rettet.". Mit diesen Worten über den Sinn des nunmehr zweijährigen Kampfes im Osten begann Ministerpräsident Quisling eine Rede. die er in einer Kundgebung in Hamar hielt. Der. Ministerpräsident wies auf die Be­deutung der Besetzung Norwegens im Zu­

sammenhang mit dem Kampf gegen den Bol­schewismus hin und betonte, wenn Deutsch­land nicht im Jahre 1940 Norwegen besetzt hätte, dann würde es mit den Sowjets im Laufe der späteren Entwicklung hier im Nor­den zusammengestoßen sein. und Norwegen wäre ein Schlachtfeld geworden, auf dem von allen Seiten her gekämpft worden wäre. Der Bolschewismus verfolge stets eine konsequente Politik, so legte Ministerpräsident Quisling an Hand seiner langjährigen persönlichen Er-

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Wie», 21. Juni. In Wien findet in diesen Tagen die zweite internationale Iourna- listentagung der Union nationaler Journa­listenverbände statt, an der zahlreiche Ver­treter der Presse aus den der Union ange­schlossenen Verbänden teilnehmen. In einer öffentlichen Präsidiumssitzung, in der auch der Bericht über die Tätigkeit der Union nationaler Journalistenverbände erstattet wurde, kamen am MontM die Vertreter ver­schiedener Nationen zu Wort, die die Grüße ihrer Länder und ihrer Berufsverbände über­brachten und deren Ausführungen in das einhellige Bekenntnis der für den Neuaufbau Europas und Ostasiens kämpfenden Presse zu den Idealen der neuen Ordnung ausklangen.

' In der Präsidiumssitzung der Union natio­naler Journalistenverbände verlas Gesandter Dr. Schmidt folgendes Telegramm des Reichs- autzenministers von Ribbentrop: „Den in Wien versammelten europäischen Journalisten sende ich meine herzlichsten Grüße. Ihre Ta­gung fällt in die Zeit, in der die europäischen Völker unter Führung Deutschlands und Jta-

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Berlin. 21. Juni. Der Führer hat Major Roedel, Kommodore eines Jagdgeschwaders, däs Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schrei­ben übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 255. Soldaten der Deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes gez. Adolf Hitler."

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Aus dem Führerhauptquartier, 21. Juni. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Ei­sernen Kreuzes an Feldwebel Karl-Heinz Roßbach, Zugführer in einem Panzer- Grenadier- Regiment.

Lrostiscksr 81ssl8ds§uck in LsrUn

Berlin, 21. Juni. In Berlin traf der Sektionschef im kroatischen Unterrichtsmini­sterium in Agram, Dr. Murgio, ein, der sich in der Reichshauptstadt mehrere Tage auf­halten wird, um Einrichtungen der deutschen . Wissenschaft und Forschung, die Einrich­tungen der Kaiser-Wilhelm-Eesellschaft zur Förderung der Wissenschaften kennenzulernen. Sektionschef Dr. Murgio wurde bei seinem Eintreffen von Staats>ekretär Zschintzsch und dem Amtschef des Amtes Wissenschaft im Reichserznehungsministerium, Ministerial­direktor Pros. Dr. Mentzel, begrüßt.

liens und die ostasiatischen Völker unter Ja­pans Führung in den eroberten starken Stel­lungen bereitstehen, um jeden Angriff ihrer gemeinsamen Feinde vernichtend zurückzu­jagen. Bolschewisten und ihre englisch-ame­rikanischen Helfershelfer, die Europa zerstören möchten, werden von den Truppen der Achse und ihrer europäischen Verbündeten solange geschlagen werden, bis ihnen jedes Verlan­gen, unserem Kontinent zu nahe zu kommen, ein für allemal vergeht. Heute, da eine jüdisch-kapitalistische feindliche Presse mit einer Flut von Lügennachrichten und sonsti­gem dummen Geschwätz glaubt, die Völker beeinflussen zu können, ist die Arbeit der europäischen Presse besonders wichtig. Ich bin sicher, daß sie ihre hohe Aufgabe, den Ver- geltungs- und Vernichtungswillen gegen un­sere Feinde bis in die letzte Hütte zu tragen, restlos erfüllen, und damit dazu beitragen wird, den endgültigen Sieg der Dreierpakt­mächte zu beschleunigen. Ihrer Tagung wünsche ich vollen Erfolg." -

fahrungen in der Sowjetunion dar. Nicht umsonst hätten die Sowjets bei ihren Ver­handlungen mit Deutschland die bekannten territorialen Ansprüche, u. a. auf den Balkan und, den Norden, gestellt. Wäre Deutschland darauf eingegangen, dann wären die ent­sprechenden Länder und damit auch Norwe­gen längst eine Beute des Bolschewismus geworden. Das sei todernste Wirklichkeit, und auf diesem Hintergrund müsse man den Welt­kampf ansehen, der heute ausgetragen werde. Auch die Scheinauflösunq der Komintern än­dere nichts an dieser Tatsache, sondern sei lediglich eine teuflische Taktik, um der Welt Sand in die Augen zu streuen, um die Völ­ker blind zu machen, damit sie dem Bolsche­wismus desto leichter ins Garn gehen.

Ein bolschewistisches Norwegen würde die vollständige nationale Auslöschung des nor­wegischen Volkes bedeuten. Denn Norwegen sei eines der ersten Ziele der Bolschewisten im Kampf um die Weltherrschaft. Ein eng­lisch-amerikanischer Sieg würde gleichbedeu­tend sein mit einem bolschewistischen. Wenn Europa nicht zusammenhalten würde, dann würde es unweigerlich ein Opfer des Bol­schewismus werden. Ein Sieg der bolschewi­stischen Weltrevolution würde den nationa­len Tod ganzer Völker bedeuten. Wie es zum Beispiel die freiwilligen Frontkämpfer Nor­wegens bereits getan und bewiesen hätten, so müsse ganz Norwegen zu sich selbst zurück­finden. Die norwegische Jugend müsse ver­stehen lernen, die Zeit zum Segen ihres Volkes zu nutzen. Sollte Norwegen, so be­tonte Quisling abschließend, seine Kräfte als Nation anspannen, es müsse nationale Opfer auf sich nehmen und eiserne Disziplin schaf­fen. um gemeinsam die Schwierigkeiten der Zeit zu überwinden.

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Von unserem Serliner Lckriktleiter vr. IValtker Scdneicker

Bis zu dem Tage heute vor zwei Jahren herrschte gegenüber der Weltöffentlichkeit ein undurchdringliches Dunkel über den Plänen und Kräften jenseits der sowjetischen Gren­zen. Seit dem 22. Juni 1941 ist der Schleier, 'hinter den der Bolschewismus seine weltzer- störenden Zielsetzungen zu tarnen suchte, von den Soldaten der deutschen WehrNiacht zer­rissen worden. Die schaudervollen Eräher-

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Schwedische Spende. AnlätzliL des 88. Ge­burtstages König Gustaf von Schweden über- reichte der schwedische Gesandte Mihai Nn- tonescu 225 000 Lei als Spende der schwedi­schen Unternehmungen in Rumänien zugun­sten der Witwen und Waisen der gefallenen rumänischen Soldaten.

Aüs dem Führerhauptquartier, 21. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „An der Ostfront verlief der Tag ruhig. Leichte deutsche Seestreitkräfte be­schossen in der Nacht zum 20. Juni Stadt und Hafen Jeisk am Asowschen Meer. Die Luft­waffe griff erneut Rüstungswerke im feind­lichen Hinterland an. Im Kaspischen Meer wurden zwei große Handelsschiffe in Brand geworfen. Por der Algerischen Küste wur­den in der Nacht zum 20. Juni aus einem feindlichen Eeleitzug ein Torpedoboot und acht große Frachter durch Luftangriff so schwer beschädigt, daß mit der Vernichtung mehrerer Schiffe gerechnet wird. Sämtliche Flugzeuge kehrten zurück. In der vergan­genen Nacht wurde der Hafen von Bizerta mit Bomben schweren Kalibers belegt.

Britische Bomber flogen über die besetzten Westgebiete nach Südwestdeutschland ei» und warfen Bomben auf Wohnviertel einiger Orte. Die Bevölkerung hatte Ver­luste. Andere feindliche Flugzeuge unter­nahmen Störflllge über Norddeutsch­land und warfen einige Bomben, die keine nennenswerten Schäden verursachten. Ueber den besetzten Westgebieten und dem Reichs­gebiet wurden vier feindliche Flugzeuge ab­geschossen.

In den Bergen Montenegros haben deutsche, italienische, bulgarische und kroatische Truppen im Verlauf wochenlanger Kämpfe starke Banden eingeschlossen und vernichtet. Der Hochgebirgscharakter des Landes, ungün­stige Wetterverhältnisse und der verzweifelte Widerstand der Banden erforderte von den eingesetzten Verbänden große Kampfleistun­gen und harte Entbehrungen. Die Luftwaffe, die in unermüdlichem Einsatz in die Kämpfe eingriff, hat erheblichen Anteil an der er­

folgreichen Operation. Die blutigen Verluste der Banditen sind sehr hoch. Große Mengen an Waffen. Fahrzeugen und Versorgungs­gütern werden erbeutet."

Ist Montenegro und in der Herzegowina brachöM nach vierwöchigen Kämpfen deutsche, italisnrsche. bulgarische und kroatische Trup­pen ein großes Säuberungsunternehmen zum erfolgreichen Abschluß. Der seit 15. Mai laufende Angriff gegen das Aufstandszen­trum um Savnik und Zabljak führte zur Ver­nichtung starker bewaffneter Banden. Die Kämpfe in den wildzerklüfteten, bis zu 2500 m hohen „Schwarzen Bergen" gegen die sich verzweifelt wehrenden Banditen wurden von Verbänden des deutschen Heeres und der Waffen-ll sowie von hulgarischen und kroati­schen Truppen begonnen und am 15. Mai traten sie aus den Räumen Niksie, Foca, Prjepolje und Berane zum umfassenden An­griff an, dem sich wenige Tage später italie­nische Truppen von Podgorcia her anschlössen. Um dem allseitigen Druck zu entgehen, ver-, suchte der Feind zunächst am 19. Mai mit starken Kräften nach Südosten auszubrechen, wurde aber von deutschen und italienischen Truppen zurückgeworfen. In der Zeit zwi­schen dem 20. und 26. Mai konzentrierten sich weitere starke Bandengruppen im Dreieck zwischen den Flüssen Tara und Piva und unternahmen fortgesetzte Durchbruchsversuche in nördlicher Richtung gegen die von kroa­tischen Verbänden gesicherten Linien. Erst nach siebentägigen schweren Kämpfen brachen die Vorstöße unter Hohen Verlusten für den Feind zusammen.

Gleichzeitig gewann der eigene Angriff im Süden und Südosten stetig an Boden, so daß

der Feind auf den Raum von Savnik und Bablzak zurückgedrängt wurde. Die noch im Tara-Piva-Dreieck stehenden Banden ver­stärkten sich nun durch Teile dieser Kräfte und erhöhten seit 27. Mai ihren Druck auf die nordwestliche Sperrlinie, vor allem bei­derseits Curowo am Sutjeska-Fluß. Aber auch diese wiederholten Durchbruchsversuche wurden schließlich in erbitterten Kämpfen von den deutschen und verbündeten Truppen abgeschlagen. Am 19. Mai nahmen die ge­gen Savnik vorstoßenden Verbände der Wasfen-ff die Stadt im Handstreich, und auch die von Südosten her angesetzten Trup­pen kamen trotz größter Geländeschwierig­keiten in Richtung auf Zabljak vorwärts. Diese Erfolge im Süden und Südosten ver­anlaßten den Feinde seine Anstrengungen zum Durchbruch am Sutjeska-Abschnitt noch weiter zu verstärken. In wechfelvollen Kämpfen um die Ortschaften und Flußüber- qänge scheiterten aber alle Angriffe der Banden.

Während dieser Kämpfe drangen von Osten und Süden her deutsche, italienische und bulgarische Einheiten vor und nahmen am 8. Juni Zabljak. Bis zum 11. Juni erreich­ten diese Truppen auf breiter Front die Piva. Die westlich dieses Flusses nach Nor­den vorstoßenden deutschen Truppen hatten inzwischen am 6. Juni Mratinje gegen zähen Widerstand genommen und drangen langsam weiter vor. Um der drohenden Vernichtung in dem immer enger werdenden Kessel zu entgehen, versuchten die Banden nochmals, um jeden Preis auszubrechen. Nur Teilen von ihnen gelang es schließlich, in der Nacht zum 9. Juni nach Nordwesten durchzukom­men. Die Verfolgung dieser Kräfte, die sich in Richtung auf Foca-Jelec durchzuschlagen- (Fortsetzung auf Seite 2)

feierliche Linkükrung in äen Obersten Kai ilspsns

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loki», 21. Juni. Das Jnformationsamt der Regierung gibt am Montag die Er- neuuung der Generale Terauchi und Sugi- nama zu Feldmarschällen und die Ernennung Admirals Nagano zum Großadmiral bekannt. Die feierlich« Einführung der Marfchalle und Flottenadmirale in den Obersten Rat wurde am Montag in Anwesenheit des Tenno im kaiserlichen Palast für General Sugiyama und Admiral Nagano — General Terauchi weilt zur Zeit an der Front — durchgeführt. Premierminister Tojo wohnte der Feierstunde bei.

Das japanische Marineministerium gibt am Montag folgende Ernennungen bekannt: Vizeadmiral Lhuichi Naaumo wurde Chef der Flottenstation Kure (Westteil der japa­nischen Hauptinsel Hondo) : Vizeadmiral Te- ruhisa Komatsu Chef der Flottenstation Sa- sebeo (nördlich von Nagasaki auf der Insel Kyushu). Der bisherige Chef der Flotten­station Kure. Vizeadmiral Koromochi Taka- hashi wurde dem Admiralstab zugeteilt. Be­kanntlich war nach dem Heldentod des Groß­admirals Yamamoto der frühere Chef der Flottenstation Yokosuka. Tokyonasde. Kuga, Pamamotos Nachfolger geworden und der frühere Chef der Flottenstation Kure. Toyoda. Chef der Flottenstation Yokosuka.

Dem in Manila gebildeten vorbereitenden Komitee für die Unabhängigkeit der Philip­

pinen gehören 20 der fähigsten philippini­schen Persönlichkeiten an. die nicht nur po­pulär sind, sondern sich bisher große Ver­dienste um ihr Land erworben haben. Durch die Bildung dieses Komitees ist gleichzeitig schnellstens der praktische Weg für die bal­dige Verwirklichung der Unabhängigk ir der Philippinen beschritten worden. Japan hat damit bewiesen, wie ernst es ihm mit seinen Versprechungen ist. Daß dieses Komitee aus den Kreisen des großen Nationalverbandes Kalibapi gewählt wurde, ist außerdem eine Garantie dafür, daß hinter ihm geschlossen die gesamte Bevölkerung der Philippinen steht unv seine Tätigkeit mit alten Kräften und Mitteln fördert.

Die LagS Japans nach anderthalb Jahren Krieg kennzeichnete Admiral Nomura, der letzte japanische Botschafter in den Vereinigten Staaten und frühere Außen­minister Japans, der sich nach seiner Rück­kehr aus den USA. in sein Landhaus in Shubuya zurückgezogen und in völliges Still­schweigen gehüll: hatte, in folgender Weise: „Japan ist unbesiegbar. Ich sehe alle bis­herigen Schlachten nur als eine Folge von Scharmützeln an. Der entscheidende Augen­blick für den Zusammenstoß der Hauptkrafte ist noch nicht gekommen. Amerika und Eng­land müssen sich noch auf zahlreiche lleber- raschungen gefaßt machen, die ihnen Japan bereiten wird. „Die bevorstehende Unabhän­

gigkeit der Philippinen und Burmas schafft Japan", wie Nomura hervorhob. „Verhün- dete, die den Amerikanern ihren Vorwand für ihren Eintritt in den Krleg und für ihre Einmischung in ostasiatifche Angelegenheiten entziehen." Abschließend betonte Admiral No­mura nochmals die Uubesiegbarkeit Japans und wies darauf hin daß es in der drei- tausendjährigen Geschichte des Landes noch keinem Feind gelungen sei, nach Japan ein­zufallen.

Rssisrunyskrlss In Luslrsüen?

Drahtbericht unseres Vertreters

k. v, Stockholm, 21. Juni. Eine plötzliche Regierungskrise, deren eigentliche Gründe vorläufig noch geheim gehalten werden, ist in Australien im Entstehen. Am Montag einigte sich unerwartet die Oppositions­gruppe über die Einbringung eines Miß­trauensantrages gegen die Regierung, der bereits am Dienstag zur Behandlung kom­men soll. Die Oppositionsgruppe war bisher mit einem Abgeordneten in der Minderheit. Sie hatte nach den Neuwahlen den Parla­mentsvorsitzenden gestellt, aber jetzt an ihn die Aufforderung gerichtet, von seinem Amt zurückzutreten, Da dann der Regierungs-

lich in die Minderheit. Als Zünglein an der Waage bleibt ein unabhängiger Abgeordne­ter übrig, der in den letzten 1'/- Jahren die Regierung unterstützt hatte. Die knappe Mehrheitsbasis der Regierung Curtin ist jedenfalls unversehens in Frage gestellt. Die offiziösen Quellen bemühen sich, das ganze als einen harmlosen Sturm im parlamenta­rischen Wasserglas hinzustellen. Curtin sel­ber hat alles darangesetzt, um die Unruhe in Australien vor der Möglichkeit neuer ja­panischer Aktionen durch Erklärungen im Sinne der Washingtoner Besprechungen zu beschwichtigen, wonach keinerlei akute Ge­fahr für Australien mehr bestehe. Auch der nach London entsandte Außenminister Dr. Evatt hat in diese Melodie eingestimmt. Die Schwenkung ist nach monatelangen Alarm­rufen jedoch etwas plötzlich gekommen. Man scheint der Ansicht zu sein. daß Curtin allzu kühn geworden ist, daß mindestens sein allzu beflissenes Einschwenken gemäß den Wei­sungen der Großmächte nicht zu billigen sei. Aber auch innenpolitische Konfliktstoffe sind vorhanden, vor allem in Gestalt der infla- torischen Preisentwicklung seit der starken militärischen Festsetzung der USA. in Au­stralien sowie der Produktionsschwierigkei­ten. Wahrscheinlich haben alle diese Fäkto

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gruppe dre Aufgabe zufallen wurde, den sM einen Vorstoß angebracht erscheinen zu Vorsitzenden zu stellen, gerat diese womog-1 lallen. / i / a

fünde bei Katyn haben den Enthüllungen und Feststellungen dieser beiden Jahre über das wahre Wesen des Bolschewismus und über seine Absichten die leßtmögliche gräß­liche Beleuchtung gegeben, und heute bietet sich das entschleierte Bild der grauenhaften bolschewistischen Teufelfratze der ganzen Welt offen dar.

Der Führer und der Nationalsozialismus haben sich über den Bolschewismus keine Se­kunde lang einer Täuschung hingegeben. Der Augustvertrag vom Jahre 1939 spricht gewiß nicht für das Gegenteil. Sein Abschluß war vielmehr ein genialer politischer Schachzug. Die Sowjets wurden in die Täuschung ma­növriert, daß ihren Angrisfsplänen auf Eu­ropa bessere Erfolgschancen winkten, wenn sie zunächst abwarteten, bis Deutschland im Kampfe mit seinen westlichen Gegnern ge­nügend geschwächt sei, während sie gleichzei­tig ihr Äufmarschglacis im Baltikum und in Ostpolen unbehelligt weiter nach Westen ver­schieben und gründlich vorbereiten könnten. Der Verlauf des Blitzkrieges in Frankreich zerstörte eine grundlegende Illusion der So­wjets, und sie arbeiteten dann fieberhaft an der Vollendung ihrer Vorbereitungen für den Ueberfall Europas. Welch gigantisches und unheimliches Ausmaß die bolschewistischen' Rüstungen gegen Europa angenommen hat­ten, das hat sich im Verlauf dieser zwei Jahre gezeigt. Wir wissen heute, daß der Bolschewismus unter Nichtachtung der pri­mitivsten zivilisatorischen Bedürfnisse des Sowjetvolkes zwei Jahrzehnte hindurch das wirtschaftliche Potential so gut wie aus­schließlich auf die Rüstung, auf die Vorberei­tung der lleberflutung und Versklavung der ganzen abendländischen Welt konzentriert hatte. Allein das, was an Panzern, Ge­schützen und Flugzeugen der Sowjets in die­sen zwei Jahren vernichtet und erbeutet wurde, übertrifft zahlenmäßig alles, was man früher als die Ausrüstung einer noch so großen Armee für möglich gehalten hätte in einem ungeheuerlichen Ausmaß. Daran kann darum in der Tat heute niemand mehr zweifeln, daß der Bolschewismus Europa ein furchtbares Schicksal bereitet hätte, wenn der Führer sich nicht schon sehr rechtzeitig aus diese Angrisfspläne eingestellt hätte und ihnen dann durch gewaltigen und wuchtigen Eegenschlag am 22. Juni 1941 zuvorgekom­men wäre, ehe der Gegner seinen Aufmarsch vollendet hatte.

Mit vollkommener Eeschicklichheit hatte der Bolschewismus seine Tarnungsmanöver bis zu diesem Tage doch nicht durchzuführen ver­mocht. Die zynische Brutalität, mit der Mo- lotow während seines Berliner Besuches im Herbst 1940 die Toilansprüche der Sowjets, die bis zur Ostsee, zu den Dardanellen und zum Adriatischen Meer gingen, enthüllte, ent­sprach allerdings in gleicher Weise der un­verschämten Anmaßung wie der vollkomme­nen Täuschung über die Kraft Deutschlands und über die Erundsatztreue und das euro­päischen Verantwortungsbewußtseins des Führers, Die Judäo-Plutokraten in England und in den Vereinigten Staaten dagegen sind unter ihren Häuptlingen Churchill und Roosevelt einen wirklichen Pakt mit dem bolschewistischen Teufel eingegangen, wobei es ganz dahingestellt bleiben kann, ob für diesen Entschluß mehr die verzweifelte Kriegswut oder der sadistische Vernichtungs­wille gegenüber den jungen Völkern Euro­pas die entscheidende Rolle gespielt haben. Tatsache bleibt jedenfalls, daß die Churchill und Roosevelt in voller Kenntnis der Kriegs. Vorbereitungen und der tatsächlichen Absich­ten des Bolschewismus sich zum Verrat an Europa bereitqefunden haben. Das ist der Sinn des britisch-bolschewistischen Bündnis- vertrages. der im Mai 1942 abgeschlossen wurde und der in seinem Wesen genau das Gegenteil der deutsch-sowjetischen Abmachun­gen vom August 1939 darstellt. In ihnen war ganz deutlich die Schranke gezogen: bis hierher und nicht weiter! Als die Sowjets sich darüber hinwegsetzen wollten, bekam Mo- lotow eine unzweideutig scharfe Antwort, und schließlich erfolgte der gewaltige Eegen- Ichlag, der sowohl die bolschewistischen Spe- Nllationen wie diejenigen ihrer westlichen Trabanten zunichte gemacht hat.

Daß man sich in England über die tatsäch­liche Bedeutung des Paktes mit dem Teufel niemals im unklaren gewesen ist. das enthüllt gerade jetzt zum zweiten Jahrestag des