Ausgabe 
(18.6.1943) 167
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vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der §re!en Hansestadt vremen

Nr. 1k? , 1Z. Iaiirgang

Sonnabend, 19. Juni 194Z

der Nationalsozialisten Vreinens

flmtiiches verkündungsbiat't des Ncichssta ttiiallers in Oldenburg und vremen

kmzelpreis 15 Npf.

Lcliulädelsäene l-ustpirsien sm krsngsr

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Dr. Sosbbs/r:ür veirc/ sinmot ckis Äunc/s lcommsn, ctoö >vir ksrror cturcb Ssgsntsrror brscbsn"

Irsuerkeier in VuppertsI

Wuppertal, 18. Juni. Reichsminister Dr. Goebbels traf am Freitagsrüh zu einem Besuch der von britischen Terrorangriffen heimgesuchten Westgebiete in Düsseldorf ein. Der Minister wurde bei seiner Ankunft von Gauleiter Florian begrüßt, der ihn aus­führlich über die bereits getroffenen Hilss- «nd Fürsorgematznahmen unterrichtete. Nach eingehenden Besprechungen mit den örtlichen Fürsorgeorganen der Partei und der öffent­lichen Verwaltung besichtigte Dr. Goebbels eine Reihe von Schadenstellen in der Stadt, wobei er weitere Mahnahmen für die schwer­geschädigte Bevölkerung traf.

Am Mittag begab sich Dr. Goebbels nach Wuppertal, wo die Bevölkerung dieser Stadt in einer eindrucksvollen Stunde ehren­den Gedächtnisses von den Männern. Frauen und Kindern Abschied nahm, die ein grau­siger britischer Terror in der Nacht zum 30. Mai d. I. aus dem Leben ritz. Als über­zeugenden Ausdruck für die tiefe innere An­teilnahme. mit der das gesamte deutsche Volk den harten Kampf der Bevölkerung der luftbedrohten Gebiete um Sein oder Nichtsein verfolgt, hielt Reichsminister Dr. Goebbels die Gedenkrede. In Worten höch­ster Anerkennung rühmte der M.nister wie schon so oft das Heldentum der Kriegsfront der Heimat, das sich in jeder Stunde neu bewähren mutz, und würdigte das Opfer der Gefallenen, das ein unerbittliches Schicksal von ihnen forderte.

An der Trauerfeier im Wuppertal nahmen teil die nächsten Angehörigen der Toten und zahlreiche Verwundete, die in der Terror­nacht verletzt wurden, und mit ihnen führende Männer der Partei, der Wehrmacht sowie der staatlichen und städtischen Behörden. Der Saal trug schlichten Schmuck, an seiner Stirn­seite leuchtete ein riesiges Eisernes Kreuz. Aber so wie Blumen und das Grün des Lor­beers als Symbol des Lebens das Schwarz der Trauer überstrahlten, so spiegelte sich auch bei allein Leid in den Zügen derer, die hier versammelt waren, jener verbissene Trotz, der auch unter den härtesten Schlägen nur einDennoch" kennt, und eine unbeirrbare Siegeszuversicht, die sich durch nichts erschüt­tern säht. Nach dem Einmarsch der Fahnen, der unter dumpfem Trommelwirbel vor sich ging, leitete das Städtische Orchester Wupper­tal die Gedenkfeier mit den heroischen Klän­gen des Trauermarsches aus der Götter­dämmerung ein. Nach seinem Verklingen Rahm Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Er führte aus:

Es ist ein trauriger und ergreifender An- latz, der mich heute in diese Stadt meiner jungen Mannesjahre zurückruft. Ich stehe hier als Beauftragter des Führers und des ganzen deutschen Volkes, um Abschied zu nehmen von den Gefallenen von Wuppertal, die als Opfer auf dem Trümmerfeld des bri­tischen Luftterrors liegen.

Für Front und Heimat sichtbar möchte ich mich bei dieser Gelegenheit in Trauer und Stolz verneigen vor allen Ge­fallenen des zivilen Lebens, die in den Lustkriegsgebieten ihre Treue zum Reich mit dem Tode bezahlten.

Mich persönlich stimmt die Stunde dieses ergreifenden Ereignisses besonders wehmütig, da es eine Stadt betrifft^ in der ich die schön­sten Jahre meines politischen Kampfes durch­lebt habe. Ungezählte grohe und stolze Er­innerungen verbinden mich mit dieser Stadt, ihrer Bevölkerung und,der Bevölkerung der ganzen rheinisch-westfälischen Provinzen. Hier liegen die Wurzeln meines Wirkens in der Öffentlichkeit. In dieser Stadt hat sich zum ersten Male in den Jahren 1924, 1928 und 1926 ein Kreis treuer nationalsozialistischer Kameraden um mich gebildet. Von hier aus

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Im Kabinen seines ^.uksntbaltss in krag sprsck, vis verlebtet, cksr Oenerslbevoll- mscbtigte kür cksn /rrbeitseinsstr, Qsnlsitsr unck keicksstattbaitsr Lsncbel, vor einem groben Kreis gelsckener Osste über äsn ^r- bsitssinsstr im Dienste cksr Krisgkükrung in Dentscblsnck unck Lurops. Dnssre Karts vsr- ansbbsuliobt einen Teil cker ^uskünrungsn von Osulsiter Saucbsl. (presss-ttokkmsnn)

haben wir die Fahne der nationalsozialisti­schen Revolution weit in das Rheinland und in das Ruhrgebiet hineingetragen. Es ist unsere gemeinsame Heimat, vor deren Ge­fallenen wir uns in dieser Stunde verneigen.

Wenn ich heute hierher zurückkehre, um Abschied zu nehmen von den Toten dieser Stadt, so zähl« ich mit Trauer unter ihnen eine ganze Reihe mir persönlich nahestehen­der Menschen, mit denen ich ungezählte Stun­den der Freude und des Frohsinns, aber auch der Sorge und Enttäuschung im ewigen Kampf um das Reich geteilt habe. Ich habe also das Recht, als Äbgesandter des Füh­rers nicht nur im Namen des ganzen deut­schen Volkes zu Ihnen zu sprechen, sondern auch im Namen der schwer geprüften Bevöl­kerung dieser schönen Provinzen vor der weitesten Öffentlichkeit das Wort zu ergrei­fen. Ich drücke dabei die Gefühle der Trauer und einer stolzen Verbissenheit aus, die in diesen Tagen die Herzen aller Deutschen be­wegen.

Leid und Schmerz, die in den hart getrof­fenen Städten der.Luftkriegsgebiete in so manche Familie einziehen, sind ein Teil des Leidens und des Schmerzes, die heute das ganze deutsche Volk um die teuren Toten empfindet. So wie wir in der grohen Ver­gangenheit die Freuden und die stolzen Er­hebungen unseres nationalen Lebens ge­meinsam getragen und brüderlich geteilt haben, so tragen wir heute gemeinsam und teilen wir brüderlich Schmerzen und Leiden, die der Krieg über so viele deutsche Familien bringt.

Ich stehe an dieser Stelle mitten unter Ihnen, um Ihnen,, meine rheinisch-westfäli­schen Landsleute, zu sagen, dah die Bevöl­kerung dieser Provinzen ihren schweren Kampf weder allein noch auf verlorenem Posten kämpft. Das ganze deutsche Volk ist bei ihr und umgibt sie mit seiner Liebe und Treue. Mit stolzer Bewunderung schaut die Nation auf das trotzig verbissene Ausharren dieses Teiles unseres Volkes gegen den feind­

lichen .Luftterror, der zwar Städte und Dör­fer in Schutt und Asche legen mag, niemals aber die Herzen der Menschen brechen kann. Die ungeheuren Sorgen und Belastungen, Schmerzen und Peinigungen, die auf die Schultern dieser Bevölkerung gelegt werden müssen, sind «in Teil des Eesamtkrieges. Es ist eine Ehrenpflicht der deutschen Nation, ihr sofort und ohne Zögern soviel davon ab- Mnehmen, wie überhaupt nur möglich ist. Was jetzt schon zur Linderung ihres mate­riellen Leidens geschehen kann, das geschieh:. Die Reichsregierung ist unentwegt bemühr, ihr in Zusammenarbeit mit den örtlichen Partei- und Verwaltungsstellen ihr« Hilfe angedeihen zu lasten. Wen der Feind ihre Häuser und Wohnungen in Trümmer ver­wandelt, so kann sie davon überzeugt sein, dah das ganze deutsche Volk nach errungenem Siege seine ungeheure materielle Kraft zu­sammenfassen wird, um die zerstörten Dörfer und Städte dieser Provinzen schöner denn (Fortsetzung aus Seite 2j

Lpsrsll sk Leilrsg rur kriegskinsnrierung

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Berlin, 18. Juni. Reichswirtschafts­minister und Präsident der Deutschen Reichs­bank, Walther Funk, entwickelt in einem in der Zeitschrift der Akademie für Deut­sches Recht veröffentlichten Artikel unter der Ueberschrift «Geld, Kredit und Währung" die Grundsätze der deutschen Währungspoli­tik, dank derer alle kriegsbedingten Schwie­rigkeiten im deutschen Geld-, Kredit- und Währungswesen überwunden werden konn­ten.

Nach Auffassung des Reichswirtfchafts- ministers werden die Grenzen der Geldschöpfung im wesentlich erst dan-n erreicht, wenn die Gesamtleistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft nach Heranziehung aller einsatzfähigen Arbeitskräfte. Energien, Rohstoffe, Produktionsstätten und Rationali­sierungsmöglichkeiten nicht mehr gesteigert werden kann. Als Gradmesser auf dem Ge­biete der Währung zeige in erster Linie der Anstieg der Spareinlagen das Ver­trauen des Volkes in die nationalsozialisti­sche Finanz- und Währungspolitik an. Diese Feststellung sei deshalb wichtig, weil der Wert des Geldes niemals durch Zwang, son­dern neben den realen Grundlagen imr durch Vertrauen bestimmt werden kann. Der Sparer hat dabei die Gewißheit, batz er nach Kriegsende seine Spargelder ohne Wertminderung in Waren umsetzen kann. Er kenne die gigantische Steigerung unserer industriellen Erzeugungskraft und die bei­spiellosen technischen Fortschritte und wisse, datz diese Erzeugungskraft, auf die Produk­tion von Friedensgutern umgestellt, die in den Sparguthaben verkörperten Ansprüche nach Kriegsende besser und billiger befriedi- Aen könne als zuvor. Die deutsche Staats- fuhrung täusche sich andererseits nicht dar­

über hinweg, datz das langsame, aber stetige Ansteigen des Notenumlaufs mehr als nur ein Schönheitsfehler sei.

Für eine Abschöpfung der Kaufkraft stän­den mehrere Möglichkeiten offen, wobei der Erfolg von dem richtigen Gebrauch derselben abhänge. Dabei dürften auch rein stimmungs- mätzige Momente nicht außer acht gelassen werden. Dies zeige sich besonders deutlich bei der Abschöpfung durch Besteuerung. Es könne nicht genug betont werden, datz jeder einzelne durch das Sparen einen wesent­lichen Beitrag zu einer geordneten Kriegs­finanzierung und damit zur Aufrechterhal­tung her Währungsstabilität leiste. Die For- derüny des Sparens gelte im übrigen ebenso sehr für diejenigen Stellen, die Gelder aus­

zugeben haben; denn sie tragen durch sparsame Wirtschaftsführung dazu bei, daß weniger Kaufkraft entsteht! Es sei die über­aus wichtige Aufgabe der Reichsbank, die jetzt nicht zum Zuge kommende Kaufkraft lang­fristig zugunsten des Staates zu binden. Der Erfolg der Anleihefinanzierung zeige sich in dem laufend hohen Anteil des deutschen Geld- und Kapitalmarktes bei der regulären Deckung der Kriegskosten. Die hieraus resul­tierenden Probleme unter dem Gesichtspunkt der steigenden Staatsverschuldung oder der Liquidität der Banken erhielten ihr eigentliches Gewicht erst in der Nach­kriegszeit und seien im Hinblick auf die u erwarttznde Ausweitung des deutschen irtschaftspotentials nicht unlösbar.

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Aus dem Fiihrerhauptquartier, 18. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:An der Ostfront verlief der Tag ruhig. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen feindliche Schiffsansammlungen bei Astrachan und Rüstungswerke an der un­teren Wolga. Vier Frachter mit zusammen 11000 BRT. wurden versenkt, ein weiteres Handelsschiff mittlerer Größe beschädigt. In den getroffenen Industrieanlagen entstanden große Zerstörungen. Bei einem Angriff eines gemischten sowjetischen Bomberverbandes aus ein deutsches Nachschubgeleit im Schwarzen Meer wurden von der Kriegsmarine und der Luftwaffe fünf feindliche Flugzeuge ab­geschossen. In der Nacht zum 18. Juni führte ein Verband deutscher Kampfflugzeuge einen Angriff gegen den algerischen Hafen Dji- djelli durch. Bei nächtlichen Störslügen

weniger feindlicher Flugzeuge über dem Reichsgebiet wurden keine Bombenabwürfe festgestellt. Ein Verband deutscher Kampf­flugzeuge griff in der vergangenen Nacht den Knegshafen Portsmouth mit Bomben schweren Kalibers an. Andere Flugzeuge bombardierten Einzelziele in Südqstengland."

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Rom, 18. Juni. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Flugzeugverbände warfen zahlreiche Bomben auf die Hafenanlagen von Djidjelli ab. Die feindliche Luftwaffe griff gestern Orte in Sizilien, Ealabrien und kleine Orte in der Mhe des Vesuvs, darunter auch Pom­peji, an. Es entstanden begrenzte Schäden Eine Spitfire wurde in der Nähe von Co- miso von unseren Jägern abgeschossen."

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München, 18. Juni. Am 18. Juni jährt es sich zum erstem Male, datz der erste Korps­führer des nationalsozialistischen Kraftfahr- korps, Reichsleiter Adolf Hühnlein, aus einem Leben rastlosen Schaffens für Deutsch­land gerissen wurde. Aus diesem Anlaß fand im Münchener Nordfriedhof an der Ruhe­stätte des alten Gefolgsmannes des Führers und leidenschaftlichen Vorkämpfers der deut­schen Motorisierung, dessen Lebenswerk im gegenwärtigen Freiheitskampf Deutschlands eine so glänzende Bewährung findet, eine schlichte Gedenkfeier statt. Ein Ehrensturm der MotorgruppeAdolf Hühnlein" mit Standarte und Stander war zu beiden Sei­ten des Grabes aufmarschiert, an dem eine Ehrenwache angetreten war. Zur feierlichen Kranzniederlegung fanden sich mit dem Korpsführer des NSKK. Erwin Kraust, der Führer des Abschnittes Süd, NSKK?» Obergruppenführer Ritter von Städler, der Führer der MotorgruppeAdolf Hühn­lein", NSKK.-Eruppenführer Zimmermann, und zahlreiche weitere Ehrengäste ein. Nach einer Minute stillen Gedenkens legte Korps- führer Krautz den Kranz der Korpsführung nieder. Es folgten die Kränze des Reichs­leiters Bormann und des Gauleiters Paul Eiesler.

*

- 6skt. - Adolf Hühnlein, Korps- führer des NSKK., Reichsloiter und General­major, gehörte M den ganz alten und treuen Gefährten des Führers. Er war Oberfranke von Herkommen, geboren am 12. September 1881 in Neustädtlein und erlebte seine Schul­zeit in Bayreuth, der Stadt, die ihm be- jonders ans Herz gewachsen war und deren Ehrenbürger er später wurde. Seine ganze militärische und politische Tätigkeit durchzog wie ein roter Faden die Unbeirrbarkeit sei­ner Persönlichkeit, die Lauterkeit seines Cha­rakters, die Geradheit seiner kämpferischen Gesinnung und die Unerschütterlichkeit seines

politischen Glaubens. Er wurde Träger des Blutordens und des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP. sowie der Hitler-Jugend. Im Weltkrieg hat er das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse sowie den Bayrischen Verdienst­orden I. Klasse erworben. In diesem Kriege verlieh ihm der Führer das Kriegsverdienst­kreuz 1. und 2. Klasse mit Schwertern und während des Staatsaktes anläßlich der Be­gräbnisfeier die oberste Stufe des Deutschen Ordens.

Im Herbst 1923 war Adolf Hühnlein aus freiem Entschluß aus der Reichswehr aus­geschieden, um sich als politischer Soldat Adolf Hitlers an dem Kampf um die innere und äußere Befreiung der deutschen Volkes zu beteiligen. Wegen Teilnahme an der Erhebung wurde ihm eine halbjährige Festungshaft zunächst in Stadelheim und dann auf der Festung Landsberg zudiktiert. Im Verlaufe der Wiedereröffnung der Par­tei und ihrer Sturmabteilungen wurde Hühnlein Quartiermeister und später Chef des Kraftfahrwesens der SA. Mit seinem Eintritt in die Oberste SA.-Führung schlug die Eeburtsstunde der Motor-SA., deren Gründer und Organisator er wurde.

Im Jahre 1933 beförderte der Führer Adolf Hühnlein zum SA.-Obergruppensührer. Im darauffolgenden Jahre wurde er vom Führer an die Spitze des aus Motor-SA. und NSKK. gebildeten und zur selbständi­gen Parteiglisderung erhobenen National­sozialistischen Kraftfährerkorps gestellt und zum Korpsführer ernannt. Damit war der gewaltige Block der 800 000, jene motori­sierte Kampfeinheit, geschaffen, die. geführt von dem feurigen soldatischen Draufgänger- geist, der zähen Energie und dem unermüd­lichen Einsatzwillen Adolf Hühnleins zum vorwärtsdrängenden Machtfaktor des deut­schen Motorisierungsgedankens und zur mo­torischen Erziehungsschule des deutschen Vol­kes wurde und in den Jahren seit 1933 einen geradezu triumphalen Siegeszuq er­lebt hat. Was unter der Führung Adolf Hühnleins das NSKK. für die Motorisie­

rung Deutschlands, für die Verkehrserzie­hung des deutschen Volkes, für die Auf­wärtsentwicklung der deutschen Kraftfahr- industrie, für die motortechnifche und wehr­sportliche Ausbildung der deutschen Jugend hier vor allem durch die Gründung und die Zchulunqsarbeit der Motor-HJ. ge­leistet hat. gehört der Geschichte an und stellt eine ungeheure Lebensarbeit dar, deren stol­zes Ergebnis von den Siegen und Erfolgen Deutschlands im jetzigen Ringen um Frei­heit und Zukunft der Nation nicht wegzu­denken ist.

Als Korpssührer Adolf Hühnlein vor einem Jahre starb, hinterließ er nicht nur ein aus das Höchste gesteigertes Kraftpoten­tial des Deutschen Reiches, sondern auch eine Ausgabe, die erst in der Zeit nach seinem Tode in immer schneller ansteigendem Matze verwirklicht werden konnte. Es ist heute nicht an der Zeit, über die Leistungen des NSKK. im Kriege erschöpfend zu schreiben. Sie sind das ureigenste Werk dieses fanatischen Kämp­fers des Führers. Der gewaltige Einsatz des NSKK. im Nachschubdienst bei Heer und Luftwaffe an allen Fronten, insbesondere an der gesamten Ostfront und in Nordafrika, ist eine Tat von höchster kriegsgeschichtlicher Be­deutung. Sie planmäßig vorbereitet und durchgeführt zu haben, ist das große soldatische Verdienst Hühnleins. Er hat damit seinen Namen mit unverlöschlichen Zeichen in das Buch dieses Krieges eingetragen.

Es war dem Korpsführer nicht vergönnt, die Waffe, die er in vielen Jahren ge­schmiedet hatte, selbst an die Front zu führen, aber die gewaltige Motorisierung der deut­schen Heere, die so überaus erfolgreichen Panzerschlachten und die nunmehrige Ein­gliederung des NSKK. in den aktiven Kriegsdienst mit Hilfe der Transportein­heiten tragen die Züge des Korpsführers und sein Vermächtnis, oas einstmals zu den Faktoren gerechnet werden wird, die zum Endsiege wesentlich beigetragen haben. Das Werk Adolf Hühnleins wird weiterleben.

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Der Freiheitskämpfer an den Toren Indiens

Der indisch« Nationalistensiihrer Subhas Chandra Böse ist, wie jetzt bekannt wird, in Japan eingetrossen und bereits vom Ministerpräsidenten Tojo empfangen wor­den.

ckr. V. seb. Das ist eine böse Schreckens­nachricht für die Engländer, datz der Führer der kompromißlosen indischen Freiheitsbewe­gung nunmehr sozusagen an den Toren des Landes mit dreihundertachtzig Millionen Einwohnern steht, die von den Briten brutal unterdrückt und ausgebeutet werden. Das nämlich ist die praktisch-politische Bedeutung der Tatsache, datz Subhas Chandra Böse den Weg von Berlin nach Tokio gefunden hat, wo er am T4. Juni von dem Ministerpräsi­denten Tojo empfangen wurde. Der japa­nische militärische Machtbereich erstreckt sich im burmesischen Nordwesten bis an die Grenze von Bengalen, von wo aus der in­dische Freiheitsfiihrer seinen politischen Weg nahm, als er im Jahre 1929 zum Leiter der bengalischen Kongretzpartei und gleichzeitig zum Vizepräsidenten des allindischen Natio- nqlkongresses gewählt wurde.

Dieser Mann ist nicht entfernt zu ver­gleichen mit den Marionetten des Emigran- tenklüngels von Regierungen ohne Völker, die sich in London aushalten lassen. Einem Mann wie Subhas Chandra Böse kann es nicht beftritten werden, datz er der tatsächliche Repräsentant des Willens seines Volkes ist. Noch ein Jahr vor dem Ausbruch des Krie­ges war er Präsident des allindischen Kon­gresses, und er mutzte auf brutalen Druck der Engländer hin diesen Posten aufgeben, die ihn im Jahre 1940 verhafteten und ihn durch eine längere Gefängnisstrafe für Jahre un­schädlich machen wollten. Es gelang ihm durch den Hungerstreik, seine Haftenlassung zu be­wirken und schließlich aus dem englischen Machtbereich zu flüchten, um nun von außen her den Kampf für die Freiheit seines Volkes durchzuführen.

Er wurde im Frühjahr 1942 in Singapur von den im Auslande lebenden Indern als Führer der Freiheitsbewegung bestätigt. Wie sehr Subhas Chandra Böse für die Briten zu einer Gestalt des Schreckens, der Angst und der Enttäuschung geworden ist, das offenbarte sich in dem lauten Jubel der englischen Presse, als kurz nach der Zu­sammenkunft von Singapur die Falschmel­dung vom Tode des indischen Freiheits­kämpfers bei einem Flugzeugunglück ver­öffentlicht wurde. Auch bei diesem Anlaß mutzten die Engländer erkennen, wie sie. sich durch die voreilige Todeserklärung und" den überstürzten Jubel selbst geschadet hatten, als nämlich auf Grund der Falschmeldungen alle Schichten des indischen Volkes ihre innere Verbundenheit mit Subhas Chandra Böse Ausdruck gaben. Als sich der Führer der indischen Freiheitsbewegung dann nach Europa wandte, um mit dem Führer und dem Duce die persönliche Fühlung aufzu­nehmen, da mutzte das für das indische Volk zum Signal dafür werden, datz der Kampf der Dreierpaktmächte auch das Ziel der wahren Freiheit Indiens einschließt. Die britische Agitation suchte Mißtrauen zu säen, indem sie Gegensätze der Auffassungen zwischen Berlin und Rom auf der einen und Tokio auf der anderen Seite konstru­ierte. Um so furchtbarer mutz jetzt für sie die Enttäuschung sein, wenn sie erfahren, datz Subhas Chandra Böse nun den 'Weg gefunden hat. der ihm, von der burmesisch- indischen Grenze aus, viel größere Aktions­möglichkeiten gibt, als er sie von seinem bisherigen Zufluchtsort in Europa aus hatte. Gleichzeitig bestätigt die Reise Böses nach Japan, daß die Zusammenarbeit der Dreierpaktmächte eine ganz vollkommene ist, datz es in ihren Zielsetzungen und politischen Methoden keine Gegensätze gibt, und datz das. was der Ministerpräsident Tojo dieser Tage sagte, nicht nur tönende Worte sind. Tuhhas Chandra Böse erscheint zudem zu einem Zeitpunkt an den Grenzn Indiens, wo dort die Krisensymptome wieder ver­schärfte Form annehmen.

In London wurde Freitag amtlich be­kanntgegeben, datz -Feldmarschall Wawell zum Vizekönig von Indien ernannt worden ist. General Auchinleck wird sein Nachfolger als Oberkommandierender in Indien.

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Berlin, 18. Juni. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Herrmann v. Wedel, Kommandeur eines Grenadier-Regiments: Hauptmann Herbert Luetje, Staffelkapitän in einem Nacht- jagdgeschwader: Oberleutnant Johann R a b, Kompaniechef in einem Panzer-Pionier-Va- taillon.

Oberleutnant Rab, am 18. 4. 1912 als Sohn des Fabrikarbeiters Anton R. in Köchling (Kreis jlloumarkt) geboren, hatte bei den Kämpfen im Raum von Kursk er­heblichen Anteil an der planmäßigen Durch­führung der deutschen Absetzbewegung. Einige Wochen später fand der tapfere Kompanie- fuhrer bei den Kämpfen um Ssewsk den Heldentod.

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Berlin, 18. Juni. Im Theater in der Saarlandstratze fand am Freitagmittaq die Trauerfeier für Staatsschauspieler Hans Jun­kermann statt. Den Kranz des Führers leqte Staatssekretär Gutterer. den des Reichsmini- sters, Dr. Goebbels Ministerialdirigent Dr. Schlösser nieder.