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Bremen: Leeren 8/8. Ru, 2 ISSN Nachtu.« u. I-nntag, 2 47 65: Obernst,. 8S. Ruf 2ISA: Sqk-: Mühlendamm L: «r-Kemelingen: Bahn- hofstrntze 8. Ecke Poststr.. Ruf 4 34 88: Br.» vegela«: Rahrstr 24. Ruf 4 - 8: Br -Blume». th»l: Rapt.-DallmLnn.Str. 41/48. Ruf 88 o. 8S
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vas flmlsdlatt des Negierenden viirgermeislers dcr Zielen fjan sestavt Vremen
Nr. 166, 1Z. Iaiirgang
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der Nationalsozialisten. Vremens
flmlliches verkünüungsblatt des Ncichsstattlialrers in Oldenburg und vremen
5reitag, 18. Juni 1S4Z
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- Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
'ckr. V. sck. Berlin, 17. Juni. Datz der Kongreß der englischen Labour-Party den Aus- »ahmsatttrag der Kommunisten ablehnen würde, war vorauszusehen. Ebenso ist es sicher, datz diese formale Entscheidung keine wesentliche politische Bedeutung im Hinblick auf die Einstellung Englands gegenüber den Sowjets hat. Churchill mitsamt seinen La- bour-Marionetten haben durch ihren Amoklauf in diesem Kriege England in eine vollkommene Abhängigkeit vom Bolschewismus getrieben, und sie müssen dafür jeden Preis zahlen, den Stalin verlangt. Sie haben sich ganz unzweideutig bereit erklärt, dem.Bolschewismus Europa und den abendländischen Kulturkreis als Beute zu überlassen, geben sich aber gleichzeitig der lächerlichen Illusion hin, datz sie sich selbst wie auf einer sicheren Insel vor der bolschewistischen Ueberflutung sichern könnten. Der Führer hat einmal prophezeit, datz die Völker des europäischen Festlandes der bolschewistischen Bedrohung in jedem Fall Herr werden würden, und datz, wenn die bolschewistische Weltrevolution ein neues Opfer finden werde, sicher England am ehesten drankommen würde. Die Zukunft wird zeigen, wie der Führer auch in diesem Falle die kommende Entwicklung richtig vorausgesehen hat.
Den spießbürgerlichen Labour-Demökraten mag es heute schon zu denken geben, wenn den 1950 000 Stimmen für die Ablehnung des kommunistischen Antrages über 700 000 Stimmen sich entgegenstellten, die für eine Verschmelzung mit den Kommunisten eintraten. Auf dieser Seite der Radikalen stand immerhin die besonders wichtige Gewerkschaft der Bergarbeiter in fast völliger Geschlossenheit. Solche Symptome sind aber im g^enwärtigen Augenblick nicht das Charakteristische der Lage. Für sie ist vielmehr in stärkerem Matze eine Rede bezeichnend, die der Innenminister Morrison gegen den kopr- munistischen Aufnahmeantrag gehalten hat. Im Grunde hat Morrison die Erkenntnisse und Besorgnisse, die auf unserer und der gesamt- europäischen Seite immer wieder über die wahre Gestalt und das innerste Wesen des Bolschewismus ausgesprochen wurden, mit stärkstem Nachdruck unterstrichen. Als Stalin kürzlich den Theatercoup der Auflösung der Komintern auf Anregung Roosevelts inszenierte, da gab sich die politische Oöffentlich keit in England und den Vereinigten Staaten den Anschein, als ob man das ernst nähme und nun erleichtert in die-Zukunft schauen könne. In Wirklichkeit begrüßte man
Ulsus LjttsrkrsurtrSssr
Berlin, 17. Juni. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Wolz, Kommandeur eines Flakregiments; Feldwebel Josef Heinrichs. Zugführer in einem Grenadier-Regiment.
Leutnant Friedrich Rupp. ein bewährter Jagdflieger, dem der Führer am 24. 1. 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh, ist an der Kanalküste gefallen.
Stalins Tarnungsmanöver nur darum, weil es der eigenen Nerratsbereitschaft gegenüber Europa ein Mäntelchen umhängen könnte. Wie man auch in führenden Kreisen der englischen Labour-Party diese Angelegenheit in Wirklichkeit beurteilt, das lassen Morrisons Ausführungen ganz eindeutig erkennen.
Morrison gab ganz offen zu. datz man die Möglichkeit einer Wiederauserstehung der Komintern ins Auge fassen müsse. Er selbst, so sagte er absolut überzeugungsschwach, glaube nicht daran, weil die kommunistische Internationale auch im Urteil Stalins Nachteile für die Beziehungen der Sowjetunion zu anderen Staaten in sich schliche. Der Labourkongretz hat die Worte Morrisons schon richtig gedeutet. Der Hinweis auf die
Möglichkeit der Wiederauserstehung der Komintern sollte ja schließlich das entscheid dende Argument gegen den kommunistischen Aufnahmeantrag darstellen. Man mutz bedenken, datz Morrison als Innenminister der Regierung Churchill angehört und darum seine Worte etwas vorsichtig formulieren mutzte. Aber seine Speichelleckereien gegenüber Stalin hatten einen unverkennbaren Unterton. Es klang so, wie wenn Antonius in der Leichenrede für Cäsar den Brutus lobt: „Doch Brutus sagt... und Brutus ist ein ehrenwerter Mann," Datz Morrison und die anderen Labour-Hauptlinge in Wirklichkeit Stalin mit Recht für das Gegenteil eines ehrenwerten Mannes halten, beweist die Tatsache, dah sie von seinem System in England selbst nichts wissen wollen. Um
so schamloser und niederträchtiger ist es, wenn die Briten, nachdem sie sich selbst in eine unausweichbare Kriegsnot manövriert haben, Europa dem Steppennihilismus des Ostens ausliefern wollen und dabei so tun. als ob sie an eine Wandlung des Bolschewismus glaubten. Durch die Tat beweisen sie, dah sie wider besseres Wissen handeln, wenn sie die Gefahr der bolschewistischen Weltrevolution gegenüber Europa bestreite'n, während sie sich im eigenen Lande mit Händen und Füßen gegen die Uebergrifssversuche des Kommunismus zur Wehr setzen, dem sie auf lange Sicht den Weg bei sich zu Hause doch nicht werden versperren können. Immer wieder kommen Nachrichten zu uns, die auf Symptome der zunehmenden kommunistischen (Fortsetzung auf Seite 2)
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Drahtbericht unseres Vertreters
ep. Ankara, 17. Juni. Im Rahmen der Kammerdiskussion über eine Interpellation nationalgesinnter ägyptischer Abgeordneter über die Anwesenheit fremder Truppen in Aegypten wurden Einzelheiten über das, Benehmen achsenfeindlicher Truppen bekannt.
Die genannte Interpellation bezog sich auf militärische und industrielle Einrichtungen fremder Armeen in Aegypten, und im zweiten Teil auf das Verhalten der fremden Truppen, die die Bevölkerung mißhandeln. Unschuldige verhaften, eigenmächtig Haussuchungen durchführen und Verbrechen gegen das ägyptische Gesetz ungestraft begehen. Unterzeichner dieser Interpellation waren die 'nationalgesinnten Abgeordneten Abdel Aziz el Sufani und Fikri Abaza.
Zur Frage der militärischen Einrichtungen und Industrien fremder Armeen auf ägyptischem Boden stellte Abdel Aziz el Sufani fest, datz die Armeen sich zu einem Staat- im Staate entwickelt haben, über ihre eigene Unabhängigkeit, ihre eigenen Kasernen, ihre eigene Gerichtsbarkeit, ja über ihre eigenen Häuser und , Wohnviertel in den meisten Städten des Landes verfügten, die dem ägyptischen Staat nicht steuerpflichtig sind, und dah diese Zustände soweit gediehen sind, datz neuerdings die ägyptische Regierung überhaupt nicht mehr über das Hereinströ- men fremder Truppen, gleich welcher Nationalität, unterrichtet oder gar befragt wird.
Der Abgeordnete stellte weiter fest, datz man inerhalb Aegyptens Zwangsrekrutierungen vorgenommen habe, ohne datz die ägyptische Regierung dagegen auch nur Protest erhoben hätte. Aegyptische Untertanen, die sich diesem Zwangskriegsdienst in alliierten Heeren zu entziehen suchten, seien von fremder Militärpolizei in Aegypten verfolgt, aufgestöbert und verhraftet worden.
Tatsache sei, so rief der Abgeordnete wörtlich aus, dah grohe Teile Aegyptens aus dem ägyptischen Mutterland praktisch heraus-
I gelöst seien. Im Zeichen solcher Tatsachesi geschehen Verbrechen, die keine Sühne finden. So erwähnte der Redner, dah ein nordameri- kanischer Soldat, der in einer Pension seine Rechnung bezahlen sollte, den Pensionsinhaber niederschoß,und vom nordamerikanischen Kriegsgericht freigesprochen wurde, weil es sich um einen angeblichen Unfall handelte. In Alerandrien habe ein fremder Soldat einen Aegypter getötet. Als die ägyptische Polizei ihn verhaften wollte, sei sie von Fremden überfallen worden. Nichts sei geschehen, um dieses Verbrechen zu sühnen. Ein größerer fremder Truppenverband habe ein ägyptisches Dorf im Sturm genommen, Männer getötet und das Dorf völlig ausgeplündert. Das gegen den Truppenteil eingeleitete Gerichtsverfahren aber sei niedergeschlagen worden.
Aus dem Führerhäuptquartier, 17. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Von der Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Im südlichen Abschnitt wurden gestern 24 Sowjetflugzeuge, darunter zwei durch ungarische Jagdflieger, ohne eigene Verluste abgeschossen. An der nordfinnijchen Front wie>en deutsche Truppen mehrere sowjetische Vorstöße ab. Die Luftwaffe traf vor Pantelleria ein Handelsschiff mittlerer Größe und bei bewaffneter Aufklärung im nördlichen Atlantik einen Frachter mit schweren Bomben. Beide Schiffe erlitten so schwere Beschädigungen, daß ihre Vernichtung sicher ist.
Britische Bomber griffen in der letzten Nacht westdeutsches Gebiet an und verursachten durch Bombenwürfe auf Wohnviertel, insbesondere in Köln, Verluste unter der Bevölkerung und Eebäudeschäden. Vier Krankenhäuser und drei Kirchen wurden ge-
Der zweite Interpellant, Fikri Abaza, ergänzte die Ausführungen des ersten Interpellanten und verwies darauf, daß die ägyptische Regierung unter Nahas Pascha in verfassungswidriger Weise das Recht der ägyptischen Souveränität preisgegeben habe, als sie ohne Befragen des Parlaments und ohne Unterrichtung des Souveräns einen Vertrag mit den Nordamerikanern abschloß, durch den diesen ohne jede Gegenleistung auf ägyptischem Territorium außerordentliche Äechte eingeräumt wurden, die nicht vereinbar seien mit der Würde, dem Ansehen und der Macht eines unabhängigen Staates. Fikri Abaza machte der Regierung Nahas Pascha den Vorwurf, ihre Pflicht sträflicherweise vernachlässigt und die Rechte des Parlaments sowie des Souveräns umgangen zu haben.
troffen. Gleichzeitig führten einzelne feindliche Flugzeuge Störflüge über Norddeutschland durch. Bombenabwürfe wurden hierbei nicht festgestellt. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe vernichteten 14 Bomber. Vier weitere feindliche Flugzeuge wurden gestern ohne eigene Verluste über den besetzten Westgebieien abgeschossen."
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Rom, 17. Juni. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Hafen von Pantelleria an. Auf einige kleinere Orte der Campagne in Calabrien und Sizilien wurden vom Feinde begrenzte Luftangriffe unternommen, die keinen nennenswerten Schaden verursachten. Südwestlich von Scircca (Agrigents wurden zwei Flugzeuge von unseren Jägern ins Meer abgeschossen."
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Aus dem Führerhäuptquartier» 17. Juni. Der Führer übermittelte dem Reichsverweser des Königsreichs Ungarn Nikolaus von Horthy zu seinem 75. Geburtstag in einem herzlich gehaltenen Handschreiben seine und des deutschen Volkes aufrichtigsten Glückwünsche.
Im Januar 191k. Schwere Granaten ziehen ihre gefahrbringende Bahn von dem über 2000 Meter hohen Locven, einem Berggipfel des Zwergstaates Montenegro, tief hinab gen Tattaro, einem der bedeutendsten Stützpunkte der österreichisch-ungarischen Flotte. Der Berg, dessen einzige Zugangsstratze gesprengt und durch Festungswerke gesperrt ist, mutz genommen werden. Egerländer und Bosniaken stehen unter Feldmarschalleutnant Trollmann bereit. Aber ohne entsprechende Artillerievorbereitung ist das Wagnis nicht zu unternehmen. Mörser und Haubitzen versuchen vergeblich, die Batterien auf dem hohen Felsen zum Schweigen zu bringen. Selbst den Turmgeschützen der österreichisch-ungarischen Linienschiffe bleibt ein Erfolg verfügt, weil ihnen ein Steilfeuer, wie es hier notwendig wäre, nicht möglich ist.
- Da läßt ein Linienschiffskapitän die Schotten seines Schiffes aus der einen Seite voll Master laufen, bis dieses 40 Grad Schlagseite ausweist. Nun haben die Geschütze den richtigen Schutzwinkel, um die montenegrinische Felsenstellung wirkungsvoll unter Feuer nehmen zu können. Als schließlich an einem der nächsten Tage eine Granate dort oben das Hauptmunitionsmagazin trifft, dessen Explosion den ganzen Felsen erschüttert, ist auch der letzte Widerstand der Montenegriner gebrochen, und die österreichisch-ungarischen Bataillone stürmen die für uneinnehmbar gehaltene Stellung.
. Dex Linienschiffskapitän, dessen kluger Ein- . fall dle Voraussetzung für die Besiegung der Ftinde auf dem Locven schuf, hietz Nikolaus Horty von Nagybanya. Seit dem 1. März 1920 ist er Verweser des Reiches der Stephanskrone. Am heutigen 18. Juni wird er »" O 4«b»—-- t»
Szolnok als Sprößling einer protestantischen Familie altungarischen Adels geboren, wurde er mit 14 Jahren Seekadett und durchlief als tüchtiger Seeoffizier eine überraschend schnelle Karriere. 1909 ernannte ihn Kaiser Franz Joseph zu seinem Flügeladjutanten. Als jedoch die Schüsse von Serajewo den ersten Weltkrieg auslösten, da hielt es den talentierten Offizier nicht mehr bei Hofe. Er wurde Kommandant des Kriegsschiffes „Habsburg" und dann des Kreuzers „No- vara". Die erfolgreiche Beschießung von Porto Corsini, di« Versenkung einer Transportflotte in S. Giovanni di Medua und der Durchbruch durch die feindliche Tperr- linie in der Straße von Otranto, wobei fünf britische Ueberwachungsdampser versenkt wurden, sind untrennbar mit dem Namen des tapferen Seeoffiziers Nikolaus von Horthy verknüpft.
Am 14. Mai 1917 erntete er mit einem aus den Kreuzern „Novara", „Helgoland" und „Saiba" sowie zwei Torpedobooten bestehenden Geschwader, das er vom Flaggschiff „Novara" aus befehligte, in der Seeschlacht von Otranto neuen, unvergänglichen Ruhm. Er nahm den Kampf gegen eine fast doppelte Uebermacht auf, wobei er — was ein Novum in der Seekriegsgeschichte darstellte — zum erstenmal Nebelapparate verwandte. Horthy wurde dabei selbst verwundet, führte das Schiff jedoch weiter, bis ihn eine Gasvergiftung und ein Ohnmachtsanfall zwangen, das Kommando abzugeben. Aber auch dann beteiligte er sich noch an der Führung des Gefechts. Der Erfolg war. datz die Gegner plötzlich abdrehten und das österreichisch-ungarische Geschwader, dessen Flaggschiff schwer beschädigt worden war, als Sie- K->» Anfang 1918 übernahm
Nikolaus von Horthy als Vizeadmiral das Kommando über die gesamte österreichischungarische Flotte, legte es jedoch beim Zu- sammenbruch der Donaumonarchie nieder.
Er zog sich auf sein Gut in Kenderes zurück. Im Frühjahr 1919 erhielt er einen
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neuen Ruf zum Dienst am Vaterland. Gegen die von dem Juden Bela Khun am 21. März 1919 in Budapest errichtete bolschewistische Terrorherrschaft war in Südungarn eine gegenrevolutionäre Regierung entstanden, die ihm den Auftrag zur Neubildung einer Armee gab. Er führte diesen Auftrag durch, übernahm im Herbst 1919 den Oberbefehl und ja- «1t iaiäar Ar«« a« 18-
1919 in Budapest ein. Der bolschewistische Spuk wurde hinweggefegt. Am 1. März 1920 wählte die ungarische Nationalversammlung mit überwältigender Mehrheit den Armeeführer Admiral von Horthy zum Reichsverweser.
Karl von Lothringen-Bourbon, als König von Ungarn Karl IV., war in die Schweiz geflüchtet. Als er seine Stunde gekommen glaubte und am 26. März 1921 nach Budapest zurückkehrte, um seine Ansprüche auf den Thron geltend zu machen, lehnte der Reichsverweser, der dadurch außenpolitische Gefahren für das Land und auch Unruhen im Innern befürchtete, die Forderungen Karls ab. Es kam zu Kämpfen, in denen der König und sein Anhang unterlagen. Die Entente verbannte Karl dann nach Madeira. Durch ein im Juni 1937 beschlossenes Gesetz wurde die ungarische Verfassung abgeändert und der Reichsverweser erhielt dadurch eine staatsrechtliche Stellung, die weit über die anderer Staatspräsidenten hinausgeht — ein Zeichen für die Achtung und Liebe, deren sich Nikolaus von Horthy in der ungarischen Bevölkerung erfreut.
Horthy verfolgte stets eine Politik der Freundschaft zum Reich, die auch in mehrfachen Staatsbesuchen in Deutschland zum Ausdruck kam. Er stellte sich und sein Lcknd an die Seite der Achse im Kampf gegen den bolschewistischen Weltfeind und schickte Hon- vedtruppen auf die Schlachtfelder des europäischen Schicksalskamvfes im Osten. Seine und des ungarischen Volkes Haltung fand des Führers Anerkennung durch Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz am 11. September 1941 und des Goldenen Grotz- kreuzes des Deutschen Adlers im April 1942 an den greisen Reichsverweser.
Wenn die ungarische Nation heute den 75. Geburtstag ihres verdienstvollen Staatsfiih- rers begeht, dann gedenkt auch das deutsche Volk mit herzlichen Glückwünschen dieses Mannes auf dem Kommandoturm des ungarischen Staatsschiffes.
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Das Bild des Führers in einem soeben er» schienenen Buch von Karl Hederich
Von Hermann ^kner
Wie oft schon wurden wir erinnert an jenen hundertsten Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, der in ganz Deutschland und also auch in der stolzen und freien Hansestadt Bremen im Oktober 1913, gebührend gefeiert wurde. Wir Jünglinge von damals aber waren nicht zufrieden mit den Massen- chören und den Festgirlanden, sondern fühlten dumpf, datz diese Fassade etwas verdecke. Wer doch vor hundert Jahren hätte leben dürfen, so gestanden wir zu dieser Hundertjahrfeier, denn eng und allzu vorgezeichnet schien uns das Dasein im Deutschland der Eründerjahre. Wir ahnten damals nicht, datz ein Jahr später der Krieg uns in Erlebnisse schleuderte, wie sie größer und tiefer keine Generation erfahren hat. Vom damaligen Weltkrieg über Inflation, Weimarer System, Kampfzeit bis zum heutigen zweiten Weltkriege und dem uns Daheimgebliebene schwer treffenden Bombenkrieg ist es eine Steigerung, die wir nur mit tapferem Herzen und hartem Sinn überwinden werden.
Wie schnell also, das wollten wir mit unserer Erinnerung sagen, beantwortet das Schicksal einen Wunsch, es den Ahnen gleichtun zu dürfen, ja noch härter sich bewähren zu müssen. Auch der Knabe AdolfHitler, der für des Volkes Größe und seine Helden von jeher begeistert war und der sich in die Geschichte der Deutschen versenkte wie kaum einer, hat das unruhige Gefühl gehabt, zu spät geboren zu sein, um noch in großen Taten sich erweisen zu können. Bei ihm aber waren solche Stunden Ahnung späterer großer Bestimmung. Er war vom Schicksal ausersehen, sein Volk in dem schwersten Entscheidungskampf" der Geschichte zu führen.
Es ist schon oft gesagt worden, datz spätere Geschlechter uns darum beneiden werden, Zeitgenossen Adolf Hitlers gewesen zu sein. Man wird später mehr vom Führer wissen als wir Heutigen, die wir uns ihm mit einer gewissen Scheu nähern, weil wir alle fühlen, daß hier alle positiven Kräfte eines Volkes sich in einem Genius verdichtet haben. Und doch möchten wir gerne etwas von dem Menschen Adolf Hitler misten. Bei aller verständlichen Zurückhaltung hat Karl Hederich einen solchen Wunsch erfüllt. Ein Büchlein von 64 Seiten, heraus- aeqeben vom Bibliographischen Institut Leipzig, beantwortet manche Fragen, die dem Führer qelten, Fragen nach Geist, Wesen und Herz Adolf Hitlers. Man kann über dieses Büchlein keine Betrachtung anstellen, sondern man erlebt es, man ist so angesprochen von allem, was Karl Hederich sagt, datz man dieses Büchlein hüten möchte wie ein kleines Schatzkästlein.
gendzeit und seine Entwicklung zum Politiker selbst geschildert. Was er in seiner Zurückhaltung nicht sagen wollte, das erfahren wir durch dieses Büchlein. Wir lesen davon, wie das Schicksal ihn hart anpackt, wie der Knabe kurz hintereinander Vater und Mutter verliert und wie sein Juqendtraum, Maler zu werden, um dem Drängen seiner Seele in Gemälden und Bildern Gestalt zu geben, zerrann. Die Begabung aus dem Gebiet der architektonischen Gestaltung führte ihn auf die Baustellen, denn er will Baumeister werden. Hier als Bauarbeiter, denn so mutzte er ohne Geldmittel beginnen, geriet er dann in die Welt des Proletariats, die Welt der Jllusionslosigkeit. Hier in Wien erkannte er Nicht nur die Notwendigkeit einer sozialen Befriedung, sondern auch die der Einigung aller Deutschen. Hier erkannte er vor allem die beiden Gefahren für die Existenz des deutschen Volkes: Marxismus und Judentum. Mit seherischem Blick erkannte er damals die Zeichen der Zeit. sah die Bereitschaft der vielen, spürte den Aufbruch des Volkes. Damals hat er wohl seine Berufung schon geahnt.
„Die Angst befällt ihn vor der Ruhe und Enge eines bürgerlichen Daseins. Warum lebte ich nicht hundert Jahre früher in den Freiheitskriegen, klagt er an, womit habe ich die Niedertracht des Schicksals verdient, im Angesicht des Wetterleuchtens einer gewaltigen Zeit einer bürgerlichen Zukunft ausgeliefert zu sein?" Die Schüsse in Sera- ,ewo nehmen ihn beim Wort: in München, wo er damals weilte, meldet er sich als Oesterreicher, freiwillig und ist vier Jahre Frontwldat, bis seine Gasvergiftung vom 14. Oktober 1918 ihm den Anblick der Schande und Auflösung des kaiserlichen Deutschlands entzieht. Gehärtet in vielen Schlachten getroffen durch manches Leid. hört Adolj Hitler den Ruf des Schicksals, die deut- iche Revolution begann.
Wir Zeitgenossen kennen alle den einzigartigen Weg des Führers. Aber wie schwel er war. wie nur das Bewußtsein, vom Schick- ,al berufen zu sein für eine große Aufgabe den Führer immer wieder stark machte zr diesem Kampf, das lesen wir in diesem Büchlein. Lesen von dem Widerhall in Millioner Deutschen, von der Liebe und Verehrung von den offenen Herzen, wenn er durch der Rundfunk zu seinem Volke spricht. Wohe, lolche Wirkung kommt? Houston Stewar Chamberlain hat es 1923 mal so ausgedrückt als er dem Führer begegnet war: „Sie er warmen die Herzen. Der Fanatiker wil überreden. Sie wollen überzeugen, nur über zeugen —und darum gelingt es Ihnen auch Daß Deutschland in der Stunde seiner höch sten Not sich einen Hitler gebiert, das be zeugt sein Lebendigsein." Und ein Jahi ,pater schreibt Chamberlain: „Hitler gehör zu den seltenen Lichtgestalten, zu den gan durchsichtigen Menschen. Er ist ein große:
A" einfacher^ das gehört zu seine: Wahrhaftigkeit. Man kann bedeutende Men