Ausgabe 
(17.6.1943) 166
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Bremen: Leeren 8/8. Ru, 2 ISSN Nachtu.« u. I-nntag, 2 47 65: Obernst,. 8S. Ruf 2ISA: Sqk-: Mühlendamm L: «r-Kemelingen: Bahn- hofstrntze 8. Ecke Poststr.. Ruf 4 34 88: Br.» vegela«: Rahrstr 24. Ruf 4 - 8: Br -Blume». th»l: Rapt.-DallmLnn.Str. 41/48. Ruf 88 o. 8S

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vas flmlsdlatt des Negierenden viirgermeislers dcr Zielen fjan sestavt Vremen

Nr. 166, 1Z. Iaiirgang

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der Nationalsozialisten. Vremens

flmlliches verkünüungsblatt des Ncichsstattlialrers in Oldenburg und vremen

5reitag, 18. Juni 1S4Z

kmzelpreis 15 Npf.

Lllglsaäs Verrsl in neuer Leleucdtung

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- Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

'ckr. V. sck. Berlin, 17. Juni. Datz der Kon­greß der englischen Labour-Party den Aus- »ahmsatttrag der Kommunisten ablehnen würde, war vorauszusehen. Ebenso ist es sicher, datz diese formale Entscheidung keine wesent­liche politische Bedeutung im Hinblick auf die Einstellung Englands gegenüber den Sowjets hat. Churchill mitsamt seinen La- bour-Marionetten haben durch ihren Amok­lauf in diesem Kriege England in eine voll­kommene Abhängigkeit vom Bolschewismus getrieben, und sie müssen dafür jeden Preis zahlen, den Stalin verlangt. Sie haben sich ganz unzweideutig bereit erklärt, dem.Bol­schewismus Europa und den abendländischen Kulturkreis als Beute zu überlassen, geben sich aber gleichzeitig der lächerlichen Illusion hin, datz sie sich selbst wie auf einer sicheren Insel vor der bolschewistischen Ueberflutung sichern könnten. Der Führer hat einmal pro­phezeit, datz die Völker des europäischen Fest­landes der bolschewistischen Bedrohung in jedem Fall Herr werden würden, und datz, wenn die bolschewistische Weltrevolution ein neues Opfer finden werde, sicher England am ehesten drankommen würde. Die Zukunft wird zeigen, wie der Führer auch in diesem Falle die kommende Entwicklung richtig vor­ausgesehen hat.

Den spießbürgerlichen Labour-Demökraten mag es heute schon zu denken geben, wenn den 1950 000 Stimmen für die Ablehnung des kommunistischen Antrages über 700 000 Stimmen sich entgegenstellten, die für eine Verschmelzung mit den Kommunisten ein­traten. Auf dieser Seite der Radikalen stand immerhin die besonders wichtige Gewerk­schaft der Bergarbeiter in fast völliger Ge­schlossenheit. Solche Symptome sind aber im g^enwärtigen Augenblick nicht das Charak­teristische der Lage. Für sie ist vielmehr in stärkerem Matze eine Rede bezeichnend, die der Innenminister Morrison gegen den kopr- munistischen Aufnahmeantrag gehalten hat. Im Grunde hat Morrison die Erkenntnisse und Besorgnisse, die auf unserer und der gesamt- europäischen Seite immer wieder über die wahre Gestalt und das innerste Wesen des Bolschewismus ausgesprochen wurden, mit stärkstem Nachdruck unterstrichen. Als Stalin kürzlich den Theatercoup der Auflösung der Komintern auf Anregung Roosevelts in­szenierte, da gab sich die politische Oöffent­lich keit in England und den Vereinigten Staaten den Anschein, als ob man das ernst nähme und nun erleichtert in die-Zukunft schauen könne. In Wirklichkeit begrüßte man

Ulsus LjttsrkrsurtrSssr

Berlin, 17. Juni. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Wolz, Kommandeur eines Flakregiments; Feldwebel Josef Heinrichs. Zugführer in einem Grenadier-Regiment.

Leutnant Friedrich Rupp. ein bewährter Jagdflieger, dem der Führer am 24. 1. 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­lieh, ist an der Kanalküste gefallen.

Stalins Tarnungsmanöver nur darum, weil es der eigenen Nerratsbereitschaft gegenüber Europa ein Mäntelchen umhängen könnte. Wie man auch in führenden Kreisen der englischen Labour-Party diese Angelegen­heit in Wirklichkeit beurteilt, das lassen Morrisons Ausführungen ganz eindeutig er­kennen.

Morrison gab ganz offen zu. datz man die Möglichkeit einer Wiederauserstehung der Komintern ins Auge fassen müsse. Er selbst, so sagte er absolut überzeugungsschwach, glaube nicht daran, weil die kommunistische Internationale auch im Urteil Stalins Nach­teile für die Beziehungen der Sowjetunion zu anderen Staaten in sich schliche. Der Labourkongretz hat die Worte Morrisons schon richtig gedeutet. Der Hinweis auf die

Möglichkeit der Wiederauserstehung der Komintern sollte ja schließlich das entscheid dende Argument gegen den kommunistischen Aufnahmeantrag darstellen. Man mutz be­denken, datz Morrison als Innenminister der Regierung Churchill angehört und darum seine Worte etwas vorsichtig formulieren mutzte. Aber seine Speichelleckereien gegen­über Stalin hatten einen unverkennbaren Unterton. Es klang so, wie wenn Antonius in der Leichenrede für Cäsar den Brutus lobt:Doch Brutus sagt... und Brutus ist ein ehrenwerter Mann," Datz Morrison und die anderen Labour-Hauptlinge in Wirklich­keit Stalin mit Recht für das Gegenteil eines ehrenwerten Mannes halten, beweist die Tatsache, dah sie von seinem System in England selbst nichts wissen wollen. Um

so schamloser und niederträchtiger ist es, wenn die Briten, nachdem sie sich selbst in eine unausweichbare Kriegsnot manövriert haben, Europa dem Steppennihilismus des Ostens ausliefern wollen und dabei so tun. als ob sie an eine Wandlung des Bolsche­wismus glaubten. Durch die Tat beweisen sie, dah sie wider besseres Wissen handeln, wenn sie die Gefahr der bolschewistischen Weltrevolution gegenüber Europa bestreite'n, während sie sich im eigenen Lande mit Hän­den und Füßen gegen die Uebergrifssversuche des Kommunismus zur Wehr setzen, dem sie auf lange Sicht den Weg bei sich zu Hause doch nicht werden versperren können. Immer wieder kommen Nachrichten zu uns, die auf Symptome der zunehmenden kommunistischen (Fortsetzung auf Seite 2)

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Drahtbericht unseres Vertreters

ep. Ankara, 17. Juni. Im Rahmen der Kammerdiskussion über eine Interpellation nationalgesinnter ägyptischer Abgeordneter über die Anwesenheit fremder Truppen in Aegypten wurden Einzelheiten über das, Be­nehmen achsenfeindlicher Truppen bekannt.

Die genannte Interpellation bezog sich auf militärische und industrielle Einrichtungen fremder Armeen in Aegypten, und im zwei­ten Teil auf das Verhalten der fremden Truppen, die die Bevölkerung mißhandeln. Unschuldige verhaften, eigenmächtig Haus­suchungen durchführen und Verbrechen gegen das ägyptische Gesetz ungestraft begehen. Un­terzeichner dieser Interpellation waren die 'nationalgesinnten Abgeordneten Abdel Aziz el Sufani und Fikri Abaza.

Zur Frage der militärischen Einrichtun­gen und Industrien fremder Armeen auf ägyptischem Boden stellte Abdel Aziz el Su­fani fest, datz die Armeen sich zu einem Staat- im Staate entwickelt haben, über ihre eigene Unabhängigkeit, ihre eigenen Kasernen, ihre eigene Gerichtsbarkeit, ja über ihre eigenen Häuser und , Wohnviertel in den meisten Städten des Landes verfügten, die dem ägyptischen Staat nicht steuerpflichtig sind, und dah diese Zustände soweit gediehen sind, datz neuerdings die ägyptische Regierung überhaupt nicht mehr über das Hereinströ- men fremder Truppen, gleich welcher Natio­nalität, unterrichtet oder gar befragt wird.

Der Abgeordnete stellte weiter fest, datz man inerhalb Aegyptens Zwangsrekrutierun­gen vorgenommen habe, ohne datz die ägyp­tische Regierung dagegen auch nur Protest erhoben hätte. Aegyptische Untertanen, die sich diesem Zwangskriegsdienst in alliierten Heeren zu entziehen suchten, seien von frem­der Militärpolizei in Aegypten verfolgt, auf­gestöbert und verhraftet worden.

Tatsache sei, so rief der Abgeordnete wört­lich aus, dah grohe Teile Aegyptens aus dem ägyptischen Mutterland praktisch heraus-

I gelöst seien. Im Zeichen solcher Tatsachesi ge­schehen Verbrechen, die keine Sühne finden. So erwähnte der Redner, dah ein nordameri- kanischer Soldat, der in einer Pension seine Rechnung bezahlen sollte, den Pensionsinha­ber niederschoß,und vom nordamerikanischen Kriegsgericht freigesprochen wurde, weil es sich um einen angeblichen Unfall handelte. In Alerandrien habe ein fremder Soldat einen Aegypter getötet. Als die ägyptische Polizei ihn verhaften wollte, sei sie von Fremden überfallen worden. Nichts sei ge­schehen, um dieses Verbrechen zu sühnen. Ein größerer fremder Truppenverband habe ein ägyptisches Dorf im Sturm genommen, Männer getötet und das Dorf völlig ausge­plündert. Das gegen den Truppenteil einge­leitete Gerichtsverfahren aber sei nieder­geschlagen worden.

Aus dem Führerhäuptquartier, 17. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Von der Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Im südlichen Ab­schnitt wurden gestern 24 Sowjetflugzeuge, darunter zwei durch ungarische Jagdflieger, ohne eigene Verluste abgeschossen. An der nordfinnijchen Front wie>en deutsche Trup­pen mehrere sowjetische Vorstöße ab. Die Luftwaffe traf vor Pantelleria ein Handels­schiff mittlerer Größe und bei bewaffneter Aufklärung im nördlichen Atlantik einen Frachter mit schweren Bomben. Beide Schiffe erlitten so schwere Beschädigungen, daß ihre Vernichtung sicher ist.

Britische Bomber griffen in der letzten Nacht westdeutsches Gebiet an und ver­ursachten durch Bombenwürfe auf Wohnvier­tel, insbesondere in Köln, Verluste unter der Bevölkerung und Eebäudeschäden. Vier Krankenhäuser und drei Kirchen wurden ge-

Der zweite Interpellant, Fikri Abaza, er­gänzte die Ausführungen des ersten Inter­pellanten und verwies darauf, daß die ägyp­tische Regierung unter Nahas Pascha in ver­fassungswidriger Weise das Recht der ägyp­tischen Souveränität preisgegeben habe, als sie ohne Befragen des Parlaments und ohne Unterrichtung des Souveräns einen Vertrag mit den Nordamerikanern abschloß, durch den diesen ohne jede Gegenleistung auf ägypti­schem Territorium außerordentliche Äechte eingeräumt wurden, die nicht vereinbar seien mit der Würde, dem Ansehen und der Macht eines unabhängigen Staates. Fikri Abaza machte der Regierung Nahas Pascha den Vorwurf, ihre Pflicht sträflicherweise ver­nachlässigt und die Rechte des Parlaments sowie des Souveräns umgangen zu haben.

troffen. Gleichzeitig führten einzelne feind­liche Flugzeuge Störflüge über Nord­deutschland durch. Bombenabwürfe wur­den hierbei nicht festgestellt. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe vernichteten 14 Bomber. Vier weitere feindliche Flugzeuge wurden gestern ohne eigene Verluste über den besetzten Westgebieien abgeschossen."

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Rom, 17. Juni. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Hafen von Pantelleria an. Auf einige kleinere Orte der Campagne in Calabrien und Sizilien wurden vom Feinde begrenzte Luftangriffe unternommen, die keinen nennenswerten Schaden verursachten. Südwestlich von Scircca (Agrigents wurden zwei Flugzeuge von unseren Jägern ins Meer abgeschossen."

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Aus dem Führerhäuptquartier» 17. Juni. Der Führer übermittelte dem Reichsverweser des Königsreichs Ungarn Nikolaus von Horthy zu seinem 75. Geburtstag in einem herzlich gehaltenen Handschreiben seine und des deutschen Volkes aufrichtigsten Glück­wünsche.

Im Januar 191k. Schwere Granaten ziehen ihre gefahrbringende Bahn von dem über 2000 Meter hohen Locven, einem Berggipfel des Zwergstaates Montenegro, tief hinab gen Tattaro, einem der bedeutendsten Stützpunkte der österreichisch-ungarischen Flotte. Der Berg, dessen einzige Zugangsstratze gesprengt und durch Festungswerke gesperrt ist, mutz genom­men werden. Egerländer und Bosniaken ste­hen unter Feldmarschalleutnant Trollmann bereit. Aber ohne entsprechende Artillerie­vorbereitung ist das Wagnis nicht zu unter­nehmen. Mörser und Haubitzen versuchen ver­geblich, die Batterien auf dem hohen Felsen zum Schweigen zu bringen. Selbst den Turm­geschützen der österreichisch-ungarischen Linien­schiffe bleibt ein Erfolg verfügt, weil ihnen ein Steilfeuer, wie es hier notwendig wäre, nicht möglich ist.

- Da läßt ein Linienschiffskapitän die Schot­ten seines Schiffes aus der einen Seite voll Master laufen, bis dieses 40 Grad Schlag­seite ausweist. Nun haben die Geschütze den richtigen Schutzwinkel, um die montenegri­nische Felsenstellung wirkungsvoll unter Feuer nehmen zu können. Als schließlich an einem der nächsten Tage eine Granate dort oben das Hauptmunitionsmagazin trifft, dessen Explosion den ganzen Felsen erschüttert, ist auch der letzte Widerstand der Montene­griner gebrochen, und die österreichisch-unga­rischen Bataillone stürmen die für unein­nehmbar gehaltene Stellung.

. Dex Linienschiffskapitän, dessen kluger Ein- . fall dle Voraussetzung für die Besiegung der Ftinde auf dem Locven schuf, hietz Nikolaus Horty von Nagybanya. Seit dem 1. März 1920 ist er Verweser des Reiches der Ste­phanskrone. Am heutigen 18. Juni wird er »" O 4«b»-- t»

Szolnok als Sprößling einer protestantischen Familie altungarischen Adels geboren, wurde er mit 14 Jahren Seekadett und durchlief als tüchtiger Seeoffizier eine überraschend schnelle Karriere. 1909 ernannte ihn Kaiser Franz Joseph zu seinem Flügeladjutanten. Als je­doch die Schüsse von Serajewo den ersten Weltkrieg auslösten, da hielt es den talen­tierten Offizier nicht mehr bei Hofe. Er wurde Kommandant des Kriegsschiffes Habsburg" und dann des KreuzersNo- vara". Die erfolgreiche Beschießung von Porto Corsini, di« Versenkung einer Trans­portflotte in S. Giovanni di Medua und der Durchbruch durch die feindliche Tperr- linie in der Straße von Otranto, wobei fünf britische Ueberwachungsdampser versenkt wurden, sind untrennbar mit dem Namen des tapferen Seeoffiziers Nikolaus von Horthy verknüpft.

Am 14. Mai 1917 erntete er mit einem aus den KreuzernNovara",Helgoland" undSaiba" sowie zwei Torpedobooten be­stehenden Geschwader, das er vom Flagg­schiffNovara" aus befehligte, in der See­schlacht von Otranto neuen, unvergänglichen Ruhm. Er nahm den Kampf gegen eine fast doppelte Uebermacht auf, wobei er was ein Novum in der Seekriegsgeschichte dar­stellte zum erstenmal Nebelapparate ver­wandte. Horthy wurde dabei selbst verwun­det, führte das Schiff jedoch weiter, bis ihn eine Gasvergiftung und ein Ohnmachtsanfall zwangen, das Kommando abzugeben. Aber auch dann beteiligte er sich noch an der Führung des Gefechts. Der Erfolg war. datz die Gegner plötzlich abdrehten und das öster­reichisch-ungarische Geschwader, dessen Flagg­schiff schwer beschädigt worden war, als Sie- K->» Anfang 1918 übernahm

Nikolaus von Horthy als Vizeadmiral das Kommando über die gesamte österreichisch­ungarische Flotte, legte es jedoch beim Zu- sammenbruch der Donaumonarchie nieder.

Er zog sich auf sein Gut in Kenderes zu­rück. Im Frühjahr 1919 erhielt er einen

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neuen Ruf zum Dienst am Vaterland. Gegen die von dem Juden Bela Khun am 21. März 1919 in Budapest errichtete bolschewistische Terrorherrschaft war in Südungarn eine gegenrevolutionäre Regierung entstanden, die ihm den Auftrag zur Neubildung einer Armee gab. Er führte diesen Auftrag durch, übernahm im Herbst 1919 den Oberbefehl und ja- «1t iaiäar Ar«« a« 18-

1919 in Budapest ein. Der bolschewistische Spuk wurde hinweggefegt. Am 1. März 1920 wählte die ungarische Nationalversammlung mit überwältigender Mehrheit den Armee­führer Admiral von Horthy zum Reichs­verweser.

Karl von Lothringen-Bourbon, als König von Ungarn Karl IV., war in die Schweiz geflüchtet. Als er seine Stunde gekommen glaubte und am 26. März 1921 nach Buda­pest zurückkehrte, um seine Ansprüche auf den Thron geltend zu machen, lehnte der Reichs­verweser, der dadurch außenpolitische Gefah­ren für das Land und auch Unruhen im In­nern befürchtete, die Forderungen Karls ab. Es kam zu Kämpfen, in denen der König und sein Anhang unterlagen. Die Entente verbannte Karl dann nach Madeira. Durch ein im Juni 1937 beschlossenes Gesetz wurde die ungarische Verfassung abgeändert und der Reichsverweser erhielt dadurch eine staatsrechtliche Stellung, die weit über die anderer Staatspräsidenten hinausgeht ein Zeichen für die Achtung und Liebe, deren sich Nikolaus von Horthy in der ungarischen Be­völkerung erfreut.

Horthy verfolgte stets eine Politik der Freundschaft zum Reich, die auch in mehr­fachen Staatsbesuchen in Deutschland zum Ausdruck kam. Er stellte sich und sein Lcknd an die Seite der Achse im Kampf gegen den bolschewistischen Weltfeind und schickte Hon- vedtruppen auf die Schlachtfelder des euro­päischen Schicksalskamvfes im Osten. Seine und des ungarischen Volkes Haltung fand des Führers Anerkennung durch Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz am 11. September 1941 und des Goldenen Grotz- kreuzes des Deutschen Adlers im April 1942 an den greisen Reichsverweser.

Wenn die ungarische Nation heute den 75. Geburtstag ihres verdienstvollen Staatsfiih- rers begeht, dann gedenkt auch das deutsche Volk mit herzlichen Glückwünschen dieses Mannes auf dem Kommandoturm des un­garischen Staatsschiffes.

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Das Bild des Führers in einem soeben er» schienenen Buch von Karl Hederich

Von Hermann ^kner

Wie oft schon wurden wir erinnert an jenen hundertsten Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, der in ganz Deutschland und also auch in der stolzen und freien Hansestadt Bremen im Oktober 1913, gebührend ge­feiert wurde. Wir Jünglinge von damals aber waren nicht zufrieden mit den Massen- chören und den Festgirlanden, sondern fühl­ten dumpf, datz diese Fassade etwas verdecke. Wer doch vor hundert Jahren hätte leben dürfen, so gestanden wir zu dieser Hundert­jahrfeier, denn eng und allzu vorgezeichnet schien uns das Dasein im Deutschland der Eründerjahre. Wir ahnten damals nicht, datz ein Jahr später der Krieg uns in Er­lebnisse schleuderte, wie sie größer und tiefer keine Generation erfahren hat. Vom dama­ligen Weltkrieg über Inflation, Weimarer System, Kampfzeit bis zum heutigen zweiten Weltkriege und dem uns Daheimgebliebene schwer treffenden Bombenkrieg ist es eine Steigerung, die wir nur mit tapferem Her­zen und hartem Sinn überwinden werden.

Wie schnell also, das wollten wir mit un­serer Erinnerung sagen, beantwortet das Schicksal einen Wunsch, es den Ahnen gleich­tun zu dürfen, ja noch härter sich bewähren zu müssen. Auch der Knabe AdolfHitler, der für des Volkes Größe und seine Helden von jeher begeistert war und der sich in die Geschichte der Deutschen versenkte wie kaum einer, hat das unruhige Gefühl gehabt, zu spät geboren zu sein, um noch in großen Taten sich erweisen zu können. Bei ihm aber waren solche Stunden Ahnung späterer großer Bestimmung. Er war vom Schicksal ausersehen, sein Volk in dem schwer­sten Entscheidungskampf" der Geschichte zu führen.

Es ist schon oft gesagt worden, datz spätere Geschlechter uns darum beneiden werden, Zeitgenossen Adolf Hitlers gewesen zu sein. Man wird später mehr vom Führer wissen als wir Heutigen, die wir uns ihm mit einer gewissen Scheu nähern, weil wir alle fühlen, daß hier alle positiven Kräfte eines Volkes sich in einem Genius verdichtet haben. Und doch möchten wir gerne etwas von dem Menschen Adolf Hitler misten. Bei aller verständlichen Zurückhaltung hat Karl Hederich einen solchen Wunsch er­füllt. Ein Büchlein von 64 Seiten, heraus- aeqeben vom Bibliographischen In­stitut Leipzig, beantwortet manche Fragen, die dem Führer qelten, Fragen nach Geist, Wesen und Herz Adolf Hitlers. Man kann über dieses Büchlein keine Betrachtung anstellen, sondern man erlebt es, man ist so angesprochen von allem, was Karl Hede­rich sagt, datz man dieses Büchlein hüten möchte wie ein kleines Schatzkästlein.

gendzeit und seine Entwicklung zum Politiker selbst geschildert. Was er in seiner Zurück­haltung nicht sagen wollte, das erfahren wir durch dieses Büchlein. Wir lesen davon, wie das Schicksal ihn hart anpackt, wie der Kna­be kurz hintereinander Vater und Mutter verliert und wie sein Juqendtraum, Maler zu werden, um dem Drängen seiner Seele in Gemälden und Bildern Gestalt zu geben, zerrann. Die Begabung aus dem Gebiet der architektonischen Gestaltung führte ihn auf die Baustellen, denn er will Baumeister wer­den. Hier als Bauarbeiter, denn so mutzte er ohne Geldmittel beginnen, geriet er dann in die Welt des Proletariats, die Welt der Jllusionslosigkeit. Hier in Wien erkannte er Nicht nur die Notwendigkeit einer sozialen Befriedung, sondern auch die der Einigung aller Deutschen. Hier erkannte er vor allem die beiden Gefahren für die Existenz des deutschen Volkes: Marxismus und Ju­dentum. Mit seherischem Blick erkannte er damals die Zeichen der Zeit. sah die Be­reitschaft der vielen, spürte den Aufbruch des Volkes. Damals hat er wohl seine Be­rufung schon geahnt.

Die Angst befällt ihn vor der Ruhe und Enge eines bürgerlichen Daseins. Warum lebte ich nicht hundert Jahre früher in den Freiheitskriegen, klagt er an, womit habe ich die Niedertracht des Schicksals verdient, im Angesicht des Wetterleuchtens einer ge­waltigen Zeit einer bürgerlichen Zukunft ausgeliefert zu sein?" Die Schüsse in Sera- ,ewo nehmen ihn beim Wort: in München, wo er damals weilte, meldet er sich als Oesterreicher, freiwillig und ist vier Jahre Frontwldat, bis seine Gasvergiftung vom 14. Oktober 1918 ihm den Anblick der Schan­de und Auflösung des kaiserlichen Deutsch­lands entzieht. Gehärtet in vielen Schlach­ten getroffen durch manches Leid. hört Adolj Hitler den Ruf des Schicksals, die deut- iche Revolution begann.

Wir Zeitgenossen kennen alle den einzig­artigen Weg des Führers. Aber wie schwel er war. wie nur das Bewußtsein, vom Schick- ,al berufen zu sein für eine große Aufgabe den Führer immer wieder stark machte zr diesem Kampf, das lesen wir in diesem Büch­lein. Lesen von dem Widerhall in Millioner Deutschen, von der Liebe und Verehrung von den offenen Herzen, wenn er durch der Rundfunk zu seinem Volke spricht. Wohe, lolche Wirkung kommt? Houston Stewar Chamberlain hat es 1923 mal so ausgedrückt als er dem Führer begegnet war:Sie er warmen die Herzen. Der Fanatiker wil überreden. Sie wollen überzeugen, nur über zeugenund darum gelingt es Ihnen auch Daß Deutschland in der Stunde seiner höch sten Not sich einen Hitler gebiert, das be zeugt sein Lebendigsein." Und ein Jahi ,pater schreibt Chamberlain:Hitler gehör zu den seltenen Lichtgestalten, zu den gan durchsichtigen Menschen. Er ist ein große:

A" einfacher^ das gehört zu seine: Wahrhaftigkeit. Man kann bedeutende Men