Ausgabe 
(16.6.1943) 165
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parleiarntliclie Layeszettung

^os^flmtsdlott^des^Neglerenden vürgermeistcrs sicr Zrcien fja risestadt vremen

Nr. 165 , 1Z. Jahrgang

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Donnerstag, 1?. Juni 1S4Z

der Nationalsozialisten. Vremens

flmtliches verkünüungsblatt des Ncichsstaktlialters in Olden burg und vremen

kinzelpreis 15 Npf.

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«- Berlin, 16. Juni. Stalins Ver­trauensmann Litwinow, der zur besonderen Berichterstattung nach Moskau berufen wurde — damit er während der Besprechun­gen zwischen Churchill und Roosevelt nicht iu Washington war —, hat einen Zwischen­aufenthalt in Teheran benutzt, um einen kleinen Zipfel von dem Geheimnis der bol­schewistischen Kriegsziel« zu lüften. Litwi­now ist viel zu gerissen, als daß er ohne tieferen Zweck aus der Schule plaudern könnte. Wenn er also vor Pressevertretern in aller Oeffentlichkeit die Forderung aus­gestellt hat. dah sich die Sowjetunion nicht mit einem Ausgang zum Aegäischen Meer be­gnüge, sondern auch einen Zugang zum Mit­telmeer durch die Adria verlange, dann hat er damit ganz zweifellos die Zustimmung Stalins gehabt, der auf diesem Umweg ein neues Teilstück seiner Ansprüche aus Europa anmelden will.

Litwinow denkt sich die Sache so, dah Kroatien, Dalmatien, Slowenien, Istrien und Trieft zu einem Staat zusammengefaßt werden. Dieser Staat soll dann das Ädria- tische Meer kontrollieren; und er soll natür­lich ein Sowjetstaat sein. Denn sonst hätte

ja die Sowjetunion keinen unmittelbaren Einfluß auf ihn. Eine sehr aufschlußreiche Enthüllung, denn ein solcher Sowjetstaat an der Adria kann ja nicht aus sich selbst exi­stieren. Er wäre lebensfähig nur. wenn er in unmittelbarer Verbindung mit Moskau stände, was also heißen würde, daß Rumä­nien und Bulgarien, die dazwischen liegen, ohne weiteres auch aufgesogen würden — für die Baltanstaaten eine aufschlußreiche Eröffnung. Sie erkennen daraus, welches Schicksal sie zu erwarten haben, wenn Sta­lin Gelegenheit bekommen sollte, seine Ab­sichten zu verwirklichen. Im Grunde aber sind nicht nur die Balkanstaaten daran in­teressiert, sondern mindestens ebenso Eng­land. England hat darum gekämpft, sich den Weg nach Indien freizuhalten. Jetzt sieht es sich wohl in der Gefahr, daß im Falle eines englischen Sieges die Bedrohung seiner Stellung im Mittelmeer noch sehr viel größer wird. Denn Stalin begnügt sich nicht mit den Dardanellen und der Aegäis, er will auch die Adria, also die ganze Ost­hälfte des Mittelmeeres und dadurch eine Sperre legen, die England von Indien, aber auch von Aegypten abschneiden würde,

wodurch der „Sieg", in eine Niederlage gegenüber den bolschewistischen Machtansprü­chen verwandelt würde.

Es ist gewiß auch kein Zufall, wenn Litwi­now gerade jetzt mit diesem Plan heraus­tritt. nachdem durch den Briefwechsel zwi­schen Roosevelt und Stalin das Problem Polen im Sinne der bolschewistischen Wün­sche erledigt ist. Stalin hat die Zusage in der Tasche, daß er seine Westgrenze noch weit über die Linie von 1941 vorverlegen kann. Roosevelt hat ihm Finnland, die baltischen Staaten und Polen geopfert. Jetzt kommt der nächste Sprung, zunächst bis zur Adria. England aber wird dabei gar nicht gefragt. Es ist bewußt, baß nicht einmal die Form diplomatischer Höflichkeiten gegenüber dem englischen Botschafter gewahrt wurde. Der frühere norwegische Präsident des Stor- thing. Hambro. hat schon recht, wenn er als Ergebnis seiner Erfahrungen als Emigrant in seinem von der englischen Presse begreif­licherweise' totgeschwiegenen Buch feststellt,, die kleinen, mit England verbündeten Län­der. seien nur Bauern in einem großen Schachspiel, die beliebig geopfert würden, wenn man dafür eine wertvolle Figur ge­winnen könne.

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Drahtbericht unseres Vertreters

bv. Stockholm, 16. Juni. In dem englischen Scheibenschießen gegen die Neutralen, na­mentlich gegen Schweden, das gegenwärtig mal wieder vor sich geht, wird eine ganze Breitseite abgefeuert vom „Daily Expreß". Das Beaverbrook-Vlatt richtet Schmähungen gegen die Neutralen im allgemeinen, wobei zedoch 'Schweden besonders herausgegriffen und wegen „diplomatischer Gesten" aus der letzten Zeit ironisiert wird, die als miß­glückte und verspätete Versuche der Anbie­derung an die Plutokratien hingestellt wer­den. Don grundsätzlicher Bedeutung ist die Erklärung oes „Daily Expreß", daß Fragen um Recht und Unrecht, die in diesem Kriege auf dem Spiel ständen, „keine nationalen

Grenzen respektieren tonnten". Die englisch- amerikanisch-sowjetische Liga kämpfe für die Freiheit, auch die der Neutralen, was das englische Blatt glattweg als unverdienten Vorteil für diese hinstellt. Der .Daily Expreß' beendet seine neuen Erpressungsversuche mit folgender unmißverständlicher Drohung: Die Anti-Achsenmächte würden sich nach ihrem Siege nicht von irgendwelchen Grenzpfählen aufhalten lassen.

Das hat jeder Einsichtige, der.sich über die Motive und Ziele der plutokratisch- bolschewistischen Koalition klar war, längst gewußt. Selbstverständlich würden die Plu- tokraten und Bolschewisten, wenn sie je sie­gen sollten, vor keinem Grenzpfahl und kei­ner neutralen Flagge haltmachen. Sie wür-

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Aus dem Führerhauptquartier, 16. Juni. I räum 23 Flugzeuge. Von den am 1-5. Juni Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be-.I als beschädigt gemeldeten sieben Transport- kannt: „An der Ostfront wurden mehrere ^ schiffen sind nach abschließenden Feststellun-

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feindliche Vorstöße im Raum von Orel ab- ewehrt. Schwere Artillerie des Heeres be- oß mit guter Wirkung kriegswichtige An­lagen in Leningrad. Verbände schneller deutscher Kampfflugzeuge führten gestern die Angriffe gegen Schiffsansammlungen vor Pantelleria fort. Sie versenkten zwei große Landungsfahrzeuge, beschädigten meh­rere andere und trafen einen Zerstörer schwer. Auch in den Hafenanlagen entstanden größere Schäden. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Der Feind verlor im Bkittelmeer-

gen drei feindliche Transporter mit zusam­men 9000 BRT. gesunken.

Sicherheitsfahrzeuge der Kriegsmarine schössen im Kanal aus einem angreifenden feindlichen Fliegerverband fünf Flugzeuge ab. In der letzten Nacht überflogen ein­zelne feindliche Flugzeuge das nördliche, Reichsgebiet und warfen Bomben, durch die nur unbedeutende Schäden entstanden. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge bombar­dierten in der Nacht zum 16. Juni Einzel­ziele in S L d o st - E n g l a n d."

den Europa und die ganze Welt zerstückeln, zerreißen und unter sich zu verteilen suchen. Sie würden Rache nehmen an allen, die entgegen ihren Forderungen außerhalb des Krieges bleiben wollen. Sie würden alle ihre Versprechungen und Phrasen, seien sie in der Atlantik-Charta oder in anderen Bluffgebilden enthalten, hohnlächelnd bei­seitelegen und die Proteste jener mit Füßen trete», die praktisch nicht von der Gnade der Plutokraten, sondern von dem Abwehr- und Freiheitskampf Deutschlands leben, der ja im Interesse Europas und für die Rettung Europas geführt wird.

Daß sich all diese englischen Vorhaltungen gerade gegenwärtig besonders gegen Schwe­den richten, hat seine tieferen Gründe. Die Verbündeten sind offentsichtlich enttäuscht darüber, daß die von ihnen verlangte und eifrig betriebene Verstrickung Schwedens ihrer Kriegspolitik nicht gelang. Sie haben gewisse diplomatische Gesten in Stockholm und namentlich manche inneren Umtriebe als ermunterndes Vorzeichen aufgefaßt und leiten daraus das Recht ab zu frecher Ein­mischung und drohenden Vorhaltungen, die auf die bekannte Melodie hinauslaufen: ..Und willst du nicht mein Bruder sein..." Daß solche Drohungen laut werden, ist eigentlich überflüssig, denn wohl auch die meisten Schweden sind sich. so sehr ihre Nei­gungen zuweilen irregehen mögen, klar, daß im Falle eines Sieges der Antiachsenmächte die Bolschewisten eilends das Geschäft des Schädeleinschlagens übernehmen würden. Die Offenheit, mit der sich der „Daily Expreß" über diese Absichten äußert, ist nur ein Zeichen von vielen für die immer engere Brüderschaft zwischen den^ englischen Kon­servativen, Juden und Sowjets.

Lin klsssndrocksn V/rs ein Lulle suk einem 8cbläcbteikarren, so virck diese Sclrvsrs kombe suk ckem Lomdsnscklitten rum küuZreug gezogen: ein verderben-, vsrnicktung- und todbringendes Ungetreuer, dss unsere Oegner kurcbtbsr trikkt.

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rd. Berlin, 16. Juni. Für den Verlauf dieses Krieges ist die Luftwaffe von wesent­licher Bedeutung. Dies wird niemand be- streiten, der die technische Entwicklung des Flugwesens und die daraus sich ergebenden taktischen Einsatzmöglichkeiten der Luftwaffe mit Aufmerksamkeit verfolgt hat. Im Welt­krieg noch eine Hilfswaffe der Armee, steht die Luftwaffe heute gleichrangig neben den anderen Wehrmachtteilen. Die sprunghafte Aufwärtsentwicklung, die die neue Waffe seit dem ersten Weltkrieg nahm, ist auch heute noch nicht abgeschlossen. Deutschland war in der Luftfahrtforschung und im Flug­zeugbau schon immer führend gewesen und daher vor diesem Krieg den anderen Na­tionen um einige Nasenlängen voraus. Dies bewiesen das Züricher Flugmeeting 1937, wo die deutschen Bomber bereits schneller als die ausländischen Jäger waren, sowie die Erkenntnisse des Luftkrieges in Spa­nien. So zog Deutschland-im Herbst 1939 mit einer Luftmacht ins Feld, die es ohne Ileber- heblichkeit als die beste und stärkste der Welt bezeichnen konnte.

Polen brach nicht zuletzt unter ihrem vernichtenden Bombenhagel zusammen, Nor­wegen und Frankreich erfuhren ihren un­gestümen Angriffswillen, die britische Insel erbebte unter ihren wuchtigen Schlägen, auf dem Balkan wie auf den Westen des Mee­res und über den Wüsten Afrikas bewies sie ihre Angriffskraft und im Osten rich­tete sie gegen die bolschewistischen Stoß­armeen. deren Aufmarsch- und Versorgungs­basen ihre unaufhörlichen Schläge. Diese großen Erfolge konnten nur errungen wer­den von besten und kühnsten Fliegern in erstklassigen Flugzeugen. Diese Tatsache ver­dankt die Fliegertruppe nicht zuletzt unse­rer hochentwickelten, leistungsfähigen Luft­fahrtindustrie, die die Front nicht nur stän­dig mit einer genügenden Zahl von Flug­zeugen, sondern auch dauernd mit neuen, besseren Baumustrrn versorgt. Das Bessere ist immer der Feind des Guten. Sowie ein Flugzeugmuster nicht mehr den gestellten

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Tokio, 16. Juni. Der japanische Reichstag trat am Mittwoch zu einer bedeutsamen Ta­gung zulammen. Zu Beginn seiner einstlln-

rende Persönlichkeiten zur Nationalregierung übergetreten sind. spreche für die gesunde Wiedergeburt des Landes. Japan sei gewillt,

fest an den Erfolg Deutschlands, Italiens I Rede, daß die japanische Marine in eng-

digen Ausführungen vor den beiden Häu-^EHina auch künftighin auf jede nur mögliche

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fern des japanischen Reichstages gedachte Premierminister T o j o des gefallenen Groß­admirals Pamamoto und der Helden von Attu. Es gebe keinen Japaner, der nicht gewillt und entschlossen sei, ihrem Beispiel zu folgen. Das gesamte Volk sei mehr denn je bereit, seine Kräfte einzusetzen und nicht eher zu ruhen, bis der Feind vernichtend ge­schlagen sei. Japans militärische Positionen in Eroßostasien würden. täglich verstärkt, während« gleichzeitig die großen Rohstoffvor­kommen und Naturschätze dieses Gebietes in zunehmendem Maße für Japans Kriegsindu­strie zur Verfügung ständen. So seien hier die entscheidenden Voraussetzungen geschaf­fen worden, die den Endsieg sichern würden.

Angesichts dieser Tatsache unternahm es der Gegner, unter Mobilisierung seiner ge­samten Materialkräfte Gegenoffensiven vor­zubereiten. Japan sei selbstverständlich hier­auf entsprechend vorbereitet. Der Krieg sei damit in ernstes, entscheidendes Stadium ge­treten. In erfreulichem Maße, so fuhr Tojo fort, arbeiteten heute bereits alle Völker Ostasiens mit Japan zusammen, dem sie größtes Vertrauen entgegenbringen. Seine Besuche in Mandschukuo, China und auf den Philippinen hätten diese Erkenntnis- nur verstärkt.

. Tojo ging sodann auf die Beziehungen Ja­pans zu anderen Nationen ein. Die herzliche Freundschaft, die Japan mit Mandschukuo verbinde, lasse nichts zu wünschen übrig. Die Zusammenarbeit mit dem nationalen China erfolge auch weiterhin aufrichtig. Zusammen mit Japan setze China heute als unabhän­gige Nation feine ungeheueren Kräfte für^die Schaffung eines neuen Ostasien ein. Die Tat­sache, daß in der letzten Zeit zahlreiche fuh-

Weise zu unterstützen. Das gleiche gelte für Thailand. Was Burma anbelange, so sei damit zu rechnen, daß die Vorbereitungen für die Unabhängigkeit baldigst abgeschlossen werden. Auf den Philippinen arbeite das Volk mit größtem Verständnis mit Japan zusammen, dessen Haltung in der Frage der Unabhängigkeit der Philippinen bereits mehrfach klargestellt wurde.

„Wir möchten heute jedoch noch einen Schritt weiter gehen", so fuhr Tojo fort, und erklärte, „datz wir gewillt sind. den Philippinen noch im Laufe dieses Jahr s oie Unabhängigkeit zn gewähren. Dann vird bereits in weniger als zwei Iahe: nach

Ausbruch' des Krieges in Grogostasien der langgehegte Wunsch der Filipinos erfüllt. Was die besetzten Siidgebiete wie Malays, Sumatra, Java, Vorneö, Celebes anbelangt, so ist vorgesehen, die dortige Bevölkerung entsprechend ihren Fähigkeiten noch im Lause dieses Jahres für die Verwaltung heranzu­ziehen. Dies trifft vor allem für Java zu, welches am weitesten fortgeschritten ist."

Zu Französisch-Jndochina stellte Tojo fest, daß hier Jcrpän immer engere Zusammen­arbeit anstrebe. Dem indischen Volk gegen­über hege Japan die allergrößte Sympathie und sei fest entschlossen, alle Möglichkeiten und Mittel zu erschöpfen, damit Indien end­lich vom anglo-amerikanischen Einfluß be­freit und das indische Volk unabhängig werde.

„Wenn wir uns der Lage in Europa zu­wenden". so fuhr Tojo fort, „dann sehen wir. daß Deutschland und Italien und ihre Verbündeten- auf dem Wege zum Endsieg fortschreiten, indem gleichzeitig die Bande

und ihrer Verbündeten dank der glänzenden Kriegführung, der unüberwindlichen Stel­lungen, die bereits gesichert sind. und dank der entschlossenen Führung.

Japan gelobt, Schulter an Schulter mit Deutschland, Italien und den anderen Ver­bündeten zu kämpfen in enger Wasfenkame- radschaft und in beiderseitiger Hilfe und Unterstützung.

Ueberall in der Welt versuchen die Anglo­amerikaner den Frieden zu stören und die neutralen Mächte in das Kriegsgeschehen hineinzuziehen. Skrupellos opfern sie Blut und Gut anderer Nationen für. die eigenen Vorteile und lassen sie die Hauptlast des Krieges tragen. Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, um meine Bewunderung denjeni­gen Nationen auszusprechen, die trotz der angloamerikanischen Jntrigen entschlossen an ihrer Neutralität festhalten. Zwischen diesen Ländern und Japan bestehen freundschaft­liche Beziehungen.

Tajo wandte sich dann innerpolitischen Problemen zu und befaßte sich mit den Maß­nahmen zur weiteren Stärkung der Kriegs­industrie und zur Sicherung der Ernährung des japanischen Volkes. Was das Ernäh­rungsproblem anlangt, so werde die Regie­rung alle möglichen Maßnahmen ergreifen um die Lebenshaltung und die Ernährung während der Kriegszeit zu sichern. Die Re­gierung beabsichtige eine außerordentliche Steigerung der Produktion von Reis, Wei­zen. Gerste. Kartoffeln und anderen Lebens­mitteln. Heute müßten alle Kräfte aus­schließlich eingesetzt werden für die Kriegs­produktion und für die Maßnahmen, die in direkter Wirkung zum Kriegsgeschehen ste­hen; alles andere habe hinter diesen Erwä­gungen zurückzubleiben.

Der japanische Marineministcr Admiral

- mit Japan immer enger werden. Ich glaube I Shigetaro Schimada betonte in seiner

ster Zusammenarbeit mit der Armee eine offensive Strategie aufrechterhalte. Er gab dann die Leistungen der Marine seit Aus­bruch des Krieges bis zum heutigen Tage bekannt:

5214 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder fönst vernichtet,

13 Schlachtschiffe versenkt,

11 Flugzeugträger versenkt,

55 Kreuzer versenkt,

56 Zerstörer versenkt,

128 U-Boote versenkt,

6» sonstige Kriegssahrzeuge versenkt.

Außerdem wurden zahlreiche weitere feind­liche Einheiten beschädigt, ferner 369 Han­delsschiffe mit insgesamt 2 250 000 BRT. ver­senkt.

^ Zu den Kämpfen im Südwest-Pazifik teilte Schimada mit, daß die japanischen Streit­kräfte großangelegte Operationen begonnen hätten. Die japanische Luftwaffe habe An­griffe auf die feindlichen Luftstützpunkte im Gebiet von Euadalcanar, Port Moresby. Port Darwin, der Milne-Bucht und auf andere Stützpunkte auf Neu-Euinea durch­geführt. wobei sie dem Feind schwere Schläge zufügte. Gleichzeitig wurde ein Ueber- wachungsdienst gegen feindliche Luftstreit­kräfte. die die japanischen Stellungen in den besetzten Gebieten anzugreifen versuchten, durchgeführt Durch ständige Angriffe aus die feindlichen Nachschublinien seien die Versuche des Feindes vereitelt worden, seine Stütz­punkte im Südwest-Pazifik zu verstärken, wo­bei die Marineeinheiten und die Marine­luftwaffe dem Feind keine Atempause gege­ben hätten. Im Monat April allein seien 299 Feindflugzeuge abgeschossen oder am Bo­den vernichtet worden Die kombinierte Flotte, die zur Zeit dem Kommando Admi- lFortsetzung auf Seite 2)

Anforderungen entspricht, hat die Industrie auch schon neue Typen herausgebracht, bei denen die Erfahrungen der Front weit­gehend berücksichtigt wurden. So sind die Flugzeugmuster, mit denen wir 1939 in den Krieg eintraten, nach und nach durch lei­stungsfähigere ersetzt worden, oder die alten Typen wurden durch neue Serien laufend verbessert und vervollkommnet. Denn nicht die Zahl der Flugzeizge und Flieger an sich ist entscheidend, wie auch der erste Welt­krieg lehrte, sondern immer nur die Güte der einzelnen Maschine und das Können und der Schneid des einzelnen Fliegers. Eine zahlenmäßig überlegene Luftwaffe wird immer unterlegen sein. wenn der Geg­ner die besseren Flugzeuge und tüchtigeren Flieger besitzt.

Im Verlauf dieses Krieges erfuhr nun die Welt von zahlreichen aufsehenerregenden Neukonstruktionen, die die altbewährten Ty­pen ablösten und die zum Schrecken unserer Gegner wurden. Mit der Junkers Iu 88 er­hielt die deutsche Luftwaffe ein Universal­kampfflugzeug bester Leistungen und stärkster Kampfkraft. Es ist zugleich das erste zwei- motorige Sturzkampfflugzeug der Welt. In der Iu 88 haben alle praktischen Erfahrungen vom Einsatz der Kampfflugzeuge in den letz­ten Jahren sowohl in taktischer wie in kon­struktiver Hinsicht ihre Auswertung gefunden. Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie nur möglich: als schnelles Kampfflug­zeug kann es seine Bomben im Horizontal- und Sturzflug bei Tag und Nacht abwerfen, als Fernaufklärer stößt es weit in das feind­liche Hinterland hinein. Gegenüber dem be­kannten Sturzbomber Iu 87 weist die Iu 88 vergrößerte Reichweite, erhöhte Tragfähig­keit, gesteigerte Geschwindigkeit und vermehrte Abwehrkraft auf. Von den für derartige Flug­zeuge kaum glaubhaften Leistungen zeugt ein aufsehenerregender Weltrekord, den eine der Erstausführungen der Iu 88 im Sommer 1939 aufstellte. Mit 2000 Kg. Last flog diese Maschine eine Strecke von 2000 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 501 Std.-Kw. Bald darauf kam die Iu 88 in Großserienbau von bisher nicht dagewesenem Ausmaß und machte im Frühjahr 1940 von sich reden, als sie zum regelmäßigen Fronteinsatz gelangte. Seitdem ist die Iu 88 aus allen Kriegsschau­plätzen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil zahlreicher Geschwader unserer siegreichen Luftwaffe geworden.

Ein neues Kapitel des Luftkrieges wurde eingeleitet durch den Einsatz des Sturz­kampfflugzeuges Dornier Do 217, das erst im Frühjahr 1942 der Oeffentlichkeit vor­gestellt wurde, obwohl unsere Feinde schon seil längerer Zeit die Furchtbarkeit dieser Waffe zu spüren bekamen. Aeußerlich ist die Verwandtschaft mit den bekannten Vorläu­fern Do 17 und Do 215 unverkennbar, je­doch unterscheidet die Do 217 sich dadurch von jenen, daß sie noch mehr und Noch schwerere Bomben schleppt, noch größere Flugstrecken überwindet, noch stärkere Bewaffnung hat und noch größere Geschwindigkeit erzielt.

Um die atlantischen Zufahrtsstraßen zuv britischen Insel unter die Kontrolle der deut­schen Wehrmacht zu bringen, mußte ein be­sonderes Großkampfflugzeug geschaffen wer­den. Aus dem 1938 durch seine Rekordflüge nach New Park und Tokio bekanntgeworde­nen viermotorigen Eroßverkehrsflugzeug Focke - Wulf Fw 200 „Condor" wurde der Langstreckenbomber Fw 200—0 „Condor" entwickelt. Er ist durch seine Erfolge im Kampf gegen die britische Versorgungs- schftfahrt und seine hervorragende Eignung als Fernaufklärer besonders bekannt gewor­den. Durch vielfache Erwähnung- in den OKW.-Berichten, die manchmal von An­griffen 500 Kilometer westlich der Portugie­sischen Küste und im Gebiet um Island spre­chen, wurden Besatzungen und Maschinen stolze Anerkennung zuteil. Stärkste Bewaff­nung und die Fähigkeit, allergrößte Bom- oenlasten über weiteste Strecken zu tragen, machen den „Condor" im Verein mit vielen anderen Vorzügen zu einer sehr gcfürchteten Waffe.

Bei. der Jagdfliegerwaffe hat der Name Messerichmitt nach wie vor seinen guten alten Klgng. Die Me. 109 ist zum Inbegriff des deutschen J.agdflugzeuges geworden, und

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