Ausgabe 
(10.6.1943) 159
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G e s ch a f i s st'e l l e

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vos Amtsblatt des legierenden vürgermeistcrs der Zielen Hansestadt vremen

der NationalsoziaUstLN Vremens

flmliiches verKündungsbiatt des leictisstattstalters in Oldenburg und Bremer^

Nr. 159 , 1 Z. Iatirgang

Donnerstag, 10 . Juni 194 Z

Linzelpreis 15 Npf.

Itsliea im Leicdea äer Kriegsmarine

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Rom, g. Juni. Alltäglich des Tages der italienischen Kriegsmarine wird von amt­licher italienischer Seite eine zusammen­fassende Statistik über die Tätigkeit zur See und die Erfolgsziffern der ita­lienischen Kriegsmarine veröffentlicht. Vom 10. k. 1910 bis 31. 5. 1913 fügten die Ucber- wasserstreitkräste der italienischen Kriegs­marine dem FekNd folgende Verluste zu: Schlachtschiffe zwei versenkt mit zusammen «5100 Tonnen, drei beschädigt mit 90 750 Tonnen. Flugzeugträger beschädigt zwei mit 37150 Tonnen. Kreuzer versenkt sieben mit 120 850 Tonnen, beschädigt 21 mit 188 000 Tonnen. Zerstörer und Torpedoboote versenkt 35 mit 53 850 Tonnen, beschädigt 15 mit 22 500 Tonnen. U-Boote: versenkt 91909 Tonnen, beschädigt drei mit 3000 Tonnen. Hilfsschiffe: versenkt ?1 mit

31101 Tonnen, beschädigt sechs mit 8700 To. Handelsdampfer: versenkt 159 mit zusammen 1110000 BRT.; beschädigt 118 mit 88«80 BRT. Tanker versenkt 31 mit 27« 115 VRT., be­schädigt einen mit 10 000 VRT. Schiffe von nicht näher bezeichneten Typen beschädigt sieben Mit zusammen 1« 000 VRT. Insgesamt also 351 Schiffe mit 3«8113 Tonnen und 1387 018 VRT., beschädigt 79 mit zusammen 358 570 Tonnen und 98 «K0 VRT.

Von italienischen Unterseebooten wurden vom 10. 6. 1940 bis 31. 5. 1943 insgesamt dem Feind folgende Verluste zugefügt: Schlachtschiffe versenkt zwei mit 65 000 Ton­nen, beschädigt eines mit 29 150 Tonnen, lugzeugträger beschädigt zwei mit 37 450 onnen. Kreuzer versenkt sechs mit 38180 Tonnen, beschädigt acht mit 61600 Tonnen. Zerstörer und Torpedoboote versenkt 20 mit 30 215 Tonnen, beschädigt zwei mit 3000

Tonnen. U-Voote versenkt sechs mit zusam­men 8090 Tonnen. Hilfsschifse versenkt zwei mit 26 394 Tonnen. Handelsdampfer ver­senkt 139 mit 976 211 VRT., beschädigt zwölf mit 68 000 BRT. Tanker versenkt 29 mit 260 415 BRT. und einen beschädigt mit 10 000 BRT. Schiffe nicht näher bezeichneten Typs beschädigt zwei mit zusammen 4000 BRT. Insgesamt also versenkt 208 Schiffe mit 168 279 Tonnen und 1 236 626 BRT. und beschädigt 28 mit 135 100 Tonnen und 78 000 BRT.

Ferner fanden fest Kriegsbeginn zwischen Ueberwasserstreitkräften insgesamt 29 See­gefechte statt. Weiter führten die italienischen Sturmkampfmittel sechs Aktionen gegen den Feind durch, die erste in der^Suda-Bucht am 26. 3. 1941, die zweite im Hafen von Malta am 26. 7. 1941, die dritte im Hafen von Gibraltar am 20. 9. 1941, die vierte im Hafen von Alexandrien am 19. 12. 1941, die fünfte im Hafen von Gibraltar am 18. 9. 1942 und die sechste im Hafen von Algier in der Nacht zum 12. 12. 1942.

Der Unterstaatssekretär im Marineministe- rium und Chef des Admiralstabes, General­admiral Riccardi, richtete anläßlich des Tages der Kriegsmarine an die Angehörigen der italienischen Marine den folgenden Aufruf:

"""Matrosen Italiens! Ihr habt das römische Ideal in die Tat umgesetzt und seid eurem Glauben treu geblieben, indem ihr seit drei Jahren zur See ununterbrochen, entschlossen und heldenhaft gegen einen Feind kämpft, der — ohne Erfolg — alles getan hat, um euren Kampfmut zu lähmen. Vom reinsten Glauben beseelt seid ihr auf dem von der Geschichte vorgezeichneten Weg vorwärts ge­

schritten und schreitet auf diesem Weg ohne Zögern weiter. Der Kampf ist hart, aber der Erfolg ist gewiß. Für Aspirationen, die heilig sind, kennt der Geist nur eine sichere Lösung. Matrosen Italiens! Ihr begeht euren Tag in der würdigsten und eines Soldaten ange­messensten Weise: Kämpfend! Die Feier gilt einem Ruhm und einem Heldenmut, die be­reits feststehen. Der Kampf wird noch lang und hart sein, ebenso wie euer Kämpfwille hart, euer Verständnis für das Ziel groß und euer Glaube unerschüterlich ist. Ich habe dje Gewißheit, daß euer Heldenmut stets eines großen Vaterlandes würdig sein wird. Es lebe der König! Es lebe der Duce!

Am Vorabend des 10. Juni, an dem Ita­lien in das vierte Kriegsjahr eintritt, steht die gesamte römische Presse ganz im Zeichen dieses Jahrestages. In riesigen Balken­überschriften, wie: „Italien tritt mit un­erschütterlichem Siegeswillen in das vierte Kriegsjahr ein", „Das italienische Volk, das sich geschlossen um den Duce schart, beginnt das vierte Kriegsjahr, indem es die Ruh­mestaten seiner Marine feiert", „Am 3. Jah­restag des Eintritts Italiens in den Krieg für die Freiheit des Mittelmeeres feiert Ita­lien den Tag seiner Marine", unterstreichen die Blätter den entschlossenen Kampfes- und Siegeswillen des italienischen Volkes. Die Blätter schildern den Einsatz der Kriegs­marine, deren bisherige Leistungen durch zahlreiche eingehende statistische Angaben über die Versenkungen und Beschädigungen feindlicher Schiffe, die Verleihung von Aus­zeichnungen an Angehörige der Kriegsmarine und die Gesamtzahl der Mannschaftsverluste der italienischen Marine seit Kriegsbeginn eindrucksvoll belegt werden.

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Drahtbericht unseres Vertreters

ws. Lissabon, 9. Juni. Der drohende Zusammenbruch Tschungking-Chinas rückt an­scheinend in immer greifbarere Nähe. USA.- Berichterstatter und maßgebende Kenner Chinas bringen sensationelle Enthüllungen über die unhaltbar gewordene Lage in den von Tschiangkaischek beherrschten Gebieten.

„Noch nie zuvor", so schreibt die bekannte amerikanische Zeitschrift „Time" im letzten Maiheft, „hat in Tschungking eine so düstere und hoffnungslose Stimmung geherrscht wie heute. Die Stadt hat aufgehört, das Herz des Widerstandes gegen Japan zu sein. Un­terernährung und Hunger haben nicht nur die Lebenskraft der Bevölkerung und Armee, sondern auch jener intellektuellen Schichten gebrochen, die bisher die Führerschaft des Landes bildeten. Nach sechs Jahren der Blockade ist China wirtschaftlich und mili­tärisch völlig geschwächt und der furchtbar­sten Inflation, die Asien in seiner Geschichte kennt, ausgeliefert. Jeder motorisierte Ver­kehr liegt still. Es gibt kaum noch irgend­eine andere Beförderung außer dem Esel, mit hölzernen Karren oder zu Fuß. Der Verkehr ist somit praktisch überhaupt tot.

Die Stadt Tschungking selbst ist mit Flücht­lingen aus den Küstengebieten übervölkert, die seinerzeit bei der Landung der Japaner nach Tschungking flüchteten und üun, ver­hungernd oder verelendet, nicht fort können Und nur noch die Sehnsucht haben, daß der Krieg endlich ein Ende nehme."

Allgemeine Unterernährung, Entmutigung über den Ausgang des Krieges und eine tiefe Traurigkeit und Depression beherrsch­ten gleichzeitig mit Bestechungen und Be­trug das Leben Tschungking-Ehinas. Das sind die Feststellungen, die die „Time", eine der ersten Zeitschriften der USA-, auf Grund der ihr von ihren- Korrespondenten zuge­gangenen Berichte über die Lage in Tschung- king-China macht, wobei sie noch hinzufügt, ^ .

diese allgemeine Hoffnungslosigkeit Tschung- lichen Not bringen."

kings beruhe auf der Erkenntnis der Un­möglichkeit, der militärischen Entwicklung in China eine andere Richtung zu geben.

Noch trostloser und erschütternder ist das Bild, das die bekannte angelsächsische Schrift­stellerin Pearl Bück, die in China geboren wurde, die »Verhältniße dort sehr gut und eingehend kennt und in engste Beziehungen zu den führenden Kreisen Tschungkings steht, von den Verhältnissen gibt. „Tschungking- China ist", so erklärte sie, „ein verhungernder Körper, in dem jetzt alle Krankheiten aus- brechen. Der Krieg Tschiangkaischeks gegen Japan hat lange aufgehört, ein Volkskrieg zu sein, und die Tschungking-Armee fesselt gegenwärtig keine beachtlichen Teile der ja­panischen Armee mehr. Die intellektuelle Jugend Chinas, die Studenten und Lehrer, die früher die eigentlichen Kräfte des Wi­der standes waren, haben ihren Kampf auf­gegeben und spielen überhaupt keine Rolle mehr in Tschungking. Eine raubgierige Büro­kratie habe die noch vorhandene Macht an sich gerissen.

Die wirklich freiheitsliebenden Chinesen sehen in Tschungking lange schon nicht mehr die Stadt ihrer Ideale. Raubgierige Unter­drückung beherrscht das Leben und geht selbst bis in die Familie Tschiangkaischecks hinein. Alle diejenigen, die einmal nationckle Füh­rer hätten sein können, sind verschwunden, und auch die persönlichen Bemühungen Tschiangkaischeks sind nicht mehr imstande, gegen die Korruption vorzugehen, die rund um ihn herum die Presse und das Leben beherrscht. „Das chinesische Volk sieht", so er­klärt Pearl Bück, „klar, aber es hat weder den Willen noch die Kraft, etwas dagegen zu unternehmen. Amerika aber, auf das man einmal in China die Hoffnung gesetzt hatte, versagt seine Hilfe. Alles, was es Tschiang­kaischek an Unterstützung angedeihen läßt, sind Anleihen, die, das weiß die Bevölke­rung Tschungkings. in fremde Taschen flie­ßen und keinerlei Erleichterung der entsetz-

Pearl Bück verschweigt auch nicht, daß die Spaltungen in der Tschungking-Armee ein sehr ernstes Ausmaß annehmen, da selbst in der engsten Umgebung Tschiangkaischeks Mächte am Werke sind, die diese Spaltungen fördern. Noch ernster aber ist der langsame und unaufhaltsame Verfall, von dem die USA.-Echriftstellerin ein aufschlußreiches Bild gibt. Ein Drittel der Armee, so er­klärt sie, gehe allein durch Krankheit und Unterernährung verloren oder nehme nicht mehr am Kampfe teil. Die restlichen Truppen seien ausgehungert und kraftlos. Es sei auch nicht mehr möglich, noch eine Reorganisation von Truppenteilen oder eine Auswechselung von Offizieren vorzunehmen.

Das einzige Bestreben der Soldaten sei, sich..da, wo sie gerade sind festzusetzen, und zu versuchen, auf irgendeine Weise ihren Hunger zu stillen. Die Offiziere^ die ebenso unter Hunger litten wie ihre Soldaten und sämtlich unzureichend besoldet werden, wenn sie überhaupt eine Bezahlung erhalten, müßten, um leben zu können, kaufmännische Geschäfte machen oder irgendeine Tätigkeit versehen, die ihnen wenigstens ein Pege- tieren gewährleistet. Tschungkina-China sehe seine Kräfte immer mehr abnehmen, da es

Am 10. Juni sind drei ereignisreiche Jahre vergangen, seit Italien an unserer Seite in den Krieg eintrat. Das bedeutet nicht, daß Italien erst seit drei Jahren mit der Waffe um >seine Freiheit und sein Recht zu kämpfen gezwungen ist. Vergessen wir nicht, daß dem

von seinen Verbündeten allein und ohne Hilfe gelassen werde. „Amerika", so klagt Pearl Bück, „läuft Gefahr, daß über kurz oder lang der wichtigste Stützpunkt und das Menschenreservoir, das es in Tschungking hat, endgültig verloren sein wird."

Zu allen diesen Schwierigkeiten kommen, wie die USA.-Zeitschrift „News Republico" eingesteht, die starken und nicht mehr fort- zuleugnenden Gegensätze zwischen Tschung- king-China und der Sowjetunion. Diese Gegensätze seien, so erklärt „News Republic", weit stärker und gefährlicher, als es die große Welt sich vorstelle. Eine Verbindung zwischen Tschiangkaischek und den chinesischen Kommunisten, die solange bestand, als die Sowjets Tschungking noch mit Waffen be­liefern konnten, sei heute zu Ende gegangen, und die Beziehungen zwsichen dem kommu­nistischen Gebiet Chinas und dem Tschiang­kaischeks seien am besten als eine bewaff­nete Neutralität zu bezeichnen.

Wie „Time" und „Life", so bestätigt auch „News Republic", daß die von Japan nicht besetzten Gebiete Chinas völlig von inneren Zersetzungen zerfressen sei und sich in einem Zustand unaufhaltsamer Auflösung befän­den, die zur endgültigen Katastrophe dränge.

Lrneut Itzl Lowjetllugreuge vernichtet

47 /.cmc/ungLboots c/sr 6o/rcks»vi5tsn am ^rovvrcksn vsrLSnkt

Aus dem Führerhauptquartier, 9. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront fanden gestern keine Kämpfe von Bedeutung statt. Bei den Kämpfen im Kuban-Brückenkopf der letzten 14 Tage, bei denen die Sowjets 13 Schützendivisionen, drei Schützenbrigaden. sechs Panzerverbände und starke Flieger­kräfte einsetzten, erlitt der Feind sehr schwere Verluste an Menschen und Material. Allein 100 Panzer und 350 Flugzeuge wur-

I-smpeäurrs, ksllteüsris unä Ostkroul

IVls c/sr briliscks kiockricktsnc/isnLt vsrsc/nvsigt unc/ vsrc/rskt , Vi/is 8, ici5/ugrsugvs7/u8ts c/sr 5ow/sts mög/ick?

Trahtbcricht unserer Berliner Schriftleituna

ckr. V. scd. Berlin, 9. Juni. Das Ge­schrei in England und in den Vereinigten Staaten hätten wir hören mögen, wenn der britische Versuch gelungen wäre, die rtalre- nische Mittelmeerinsel Lampedusa im ersten Handstreich zu nehmen. Dann hätte es na­türlich geheißen, daß der Plan, dem päischen Festland von Süden her den Bauch aufzuschlitzen, mit einem grandiosen Erfolg eingeleitet worden sei. Dann hätte man es natürlich nicht wahr haben wollen» daß die Insel Lampedusa zu einer Invasion in Eu­ropa in einem ähnlichen Verhältnis wie die normannischen Kanalinjeln zur Besetzung Englands stehen würde. Das kleine Eiland von nur dreißig Quadratkilometern liegt immerhin zweihundert Kilometer von der si- zilianischen Küste entfernt. Trotzdem haben die italienischen Truppen den beträchtlichen britischen Kräften, die zum Handstreich an­gesetzt waren, einen vernichtenden Empfang bereitet und, wie der diplomatische Mit­

arbeiter von Stefani feststellt, den Beweis Punkt italienischen Hoheitsgebietes ein Ver- erbracht, „daß an jedem, selbst dem kleinsten- tetdignngssystem besteht, das automatisch in

Tätigkeit tritt, unabhängig von einer zen­tralen Verteidigungsorganisation, die im gegebenen Augenblick eingreifen würde." Der amerikanische Marineminister Knox gab auf eine Anfrage eine ausweichende Antwort, die aber doch einem Eingeständnis der Tatsache gleichkommt. Er sagte, daß er keine amtlichen Nachrichten aus England über diese Ange­legenheit habe, es sei aber schon möglich, daß ein „Kommandoraid" unternommen sei.

Wenn London so beharrlich schweigt, so kann sich Churchill vielleicht darauf berufen, daß er noch keine unmittelbaren Nachrichten habe, denn von den Soldaten, d'ie nach Lampedusa ausgeschickt worden sind, ist nie­mand zurückgekehrt. Entscheidend aber ist, daß Churchill im gegenwärtigen Augenblick die Nachricht von der Schlappe auf Lampedusa nicht gebrauchen kann. Im Zeichen des Ner­venkrieges möchte er jetzt, statt das Thema (Fortsetzung auf Seite 2)

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den vernichtet. Nahkampffliegerkräfte ver­senkten gestern an der Ostküste des Asowschen Meeres 47 Landungsboote der Sowjets. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden bei einem Versuch der Sowjets, unsere Flug­plätze und Versorgungsstützpunkte zu bom­bardieren, 75 Sowjetflugzeuge abgeschossen, davon allein 11 durch spanische Jagdflieger. Insgesamt verlor der Gegner im Osten gestern 141 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. Schwere deutsche Kampf­flugzeuge bombardierten in der Nacht zum ^ Juni Hafenanlagen an der algerischen Küste."

Ult äsm NkLenIsud Lusgereiclmst

Berlin. 9. Juni. Der Führer verlieh am 7. Juni das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Infanterie Hans von Obstfelder, Kommandieren­der General eines Armeekorps, als 251. Sol­daten der deutschen Wehrmacht.

Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Josef Schoelß, Staffelkapitän in einem Kampf­geschwader: Oberfeldwebel Heinrich Ochs Zugführer in einer Panzer-Jäger-Abteilunq- Oberfeldwebel Georg Sträube, Zug- Panzerjäger-Abteilung: Feldwebel Walter Rudolph, Zugführer in einem Grenadier-Regiment: Oberjäger Josef Kastner, Zugführer in einem Jäger- Regnnent.

Eine Abordnung finnischer Regierungsvcrtre- ter. darunter Ministerpräsident Linkomics, un­ternahm eine Informationsreise durch Karelicn um üch an Ort und Stelle einen Einblick in die gegenwärtigen Verhältnisse -er wieüererober- ten Gebiete zu verschaffen.

italienischen Volk schon bis zu seiner Nation- werdung nichts an inneren Kämpfen erspart blieb und der geeinten Nation seitdem ein Krieg nach dkm anderen aufgedrängt wurde, die teilweise sogar zeitlich ineinander über­gingen. Erinnern wir uns an die Anstrengun­gen Ialiens um die Fußfassung im zugeord­neten afrikanischen Raum: in Tripolitanien, Somali, Eritrea und später Abessinien und an den Einsatz in Spanien. War damit schon die Beanspruchung des menschlichen und materiellen Potentials sehr groß und der Verlust an Kriegswerten aller Art sehr stark, so ist es nur um so bewundernswerter, mit welch eindeutiger inneren Einstellung und Entschlossenheit die Generation des Duce sich erneut den Notwendigkeiten dieses weltweiten Freiheitsringens unterwarf.

Es ist aber verständlich, daß gerade an diesem Jahrestag die Blicke der Welt auf das faschistische Italien gerichtet sind. Denn die neue Situation in Nordafrika und da­mit im Mittelmeerraum geht vor allem eben Italien an, jenes Italien, das nicht nur geographisch nach dem afrikanischen Raum weist, sondern das in der Tat auch seit seiner früheren Hochgeschichte in der römischen Antike geistige politisch und ma­teriell auf den gegenüberliegenden Erdteil ausgerichtet ist. Seitdem Italien sich an­schickt, seine natürliche Funktion in dieser Richtung auszuüben, haben kapitaler Egois­mus und dünkelhafte Verständnislosigkeit der Insel-Briten aus dem Mittelmeer ein Problem gemacht. Mögen sich hier nun noch so feinnervige und komplizierte Spannungen im Laufe der Jahrzehnte angehäuft haben, mögen sich hier wichtige Handelswege mit völkischem Lebensraum überschneiden, der Duce selbst hat das Problem in seiner Mai- länder Rede am 1. November 1936 auf die knappe, treffende Formel gebracht: das Mit­telmeer — via oder vita — ein Weg oder das Leben! Italien hat das mittelländische Gewässer nie als Trennung, immer als Verbindung zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Raum betrachtet. Dieses Meer ist gleichsam die Lunge des italieni­schen nnperialen Körpers und damit gleich­bedeutend mit Leben oder Niedergang Für England war und blieb das Mittelmeer der wlchtrgste ja kürzeste Weg nach dem Nahen Osten und nach Ostasien.

England setzte lange genug seine Hoffnun- gen auf einen politischen Zusammenbruch Italiens um damit die militärische Macht

auszuschalten. Mit allen Mitteln der jüdischen Agitation er- offnete Großbritannien ein Trommelfeuer der Luge und Verführung, der Lockung und Drohung gegen Italien. Heute am Jahres­tag des italienischen Entschlusses, seine Was- sen er>r nach dem totalen Sieg niederzulegen muß der anglo-amerikanische Feind erkennen, daß seine Lügen-Offensive lächerlich zu- ^mmengebrochen ist. sich seine Munition als Blindgänger erwiesen hat. Daß. sich das plutokratisch-jüdisch-bolschewistische Trio da­her um so mehr Gedanken und' manchmal unverhohlen auch um so mehr Sorgen dar­über macht daß das faschistische Italien durch den Verlust seiner imperialen Besitzungen in Afrika aber auch nicht im geringsten zu einer Haltungsänderung kam. äußert sich rn einer Steigerung seiner drohenden Haß- spöttischen Lügen und zyni­schen Verächtlichmachungen des soldatischen Geistes und der militärischen Kraft der ita­lienischen Nation ebenso wie in seinen ter- ^.ustischen Luftangriffen auf die bäuerliche ^Zivilbevölkerung.

Man darf nicht vergessen, daß Völker immer dann und dort militärisch schwach waren, wenn sie fremden und zersetz-*)»»»