Ausgabe 
(7.6.1943) 156
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par^eiamtlrciie Layeszeilung

vas Amtsblatt des legierenden IZürgermeistcrs der 5reien fjansestavt vremen

Nr. 15S, 1Z. Jahrgang

der NalioncrlsoziaNsten vremens

flmtliches verkündungsblatt des NcichsstattHalkers in Oldenburg und Vremen

Montag, ?. Juni 194Z

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^ .Drahtbericht unserer Berliner Schristieitung ) ^ AOS. Berlin, k. Juni. Das Wort von der „schöpferischen Pause", das der Führer ein­mal prägte, und das unsere Feinde glaubten verspotten zu können, erhielt durch die grohe Lage- und Rüstungsbilanz, die anlählich der Kundgebung im Berliner Sportpalast von den Reichsministern Dr. Goebbels und Speer gezogen wurde, eine Bestätigung, die für die Bolschewisten wie für ihren plutokratischen Verbündeten gleich furchtbar sein muh. Man muh sich dabei vor Augen halten, dah nach den Rückschlägen des vergangenen Winters nicht nur das feindliche Ausland, sondern auch ein Teil der neutralen Presse oft und gern die These verbreitete, die deutsche Rü­stung habe die höchste Höhe ihrer Produktion erreicht und befinde sich im Abstieg, der „Ab­nutzungskrieg" mache sich auch bei der Rü­stung geltend, die deutsche Produktionskraft sei verbraucht und dergleichen^ Demgegenüber müssen die deutschen Feststellungen als eine Sensation wirken, umsomehr, als sie tatsäch­lich lediglich eine erste Zwischenbilanz des totalen deutschen Kriegseinsatzes darstellen.

Drei Dinge sind es, die bei der Behandlung der Reden besonderem Interesse begegnen: erstens die Rüstungszahlen, zweitens die Lage im U-Boot-Krieg, drittens die Aeuherungen zu den feindlichen Luftangriffen und im Zu­sammenhang damit die Androhung der Ver­geltung.

Reichsminister Dr. Goebbels kennzeichnete die Ausführungen des Reichsministers Speer über den augenblicklichen Stand unserer Rüstung mit dem Wort, dah hier der „Schleier, der sonst über diesen Dingen liegt, ein wenig gelüftet" worden sei. Reichsmini­ster Speer seinerseits drückte die Steigerung der Rüstungsproduktion am stärksten damit aus, wenn er erklärte, daß durch die Rüstung „die Forderungen d?s Führers nicht nur er­reicht, sondern teilweise wesentlich über- troffen" wurden, und wenn er von diesen Forderungen des Führers sagte, dah sie die „Ausbringung eines Vielfachen für fast alle Waffen, alle Panzer und für das gesamte Gebiet der Munition" verlangten. Die wei­tere Feststellung, dah die deutsche Rüstung im Mai 1943 auf allen Gebieten Rekordhöhe erreichte, ist nur ein schwacher Ausdruck die­ser Leistung. Den eigentlichen Zahlenanga- ben stellte der Minister grundsätzliche Be­trachtungen über den mit der Selbstverwal­tung der deutschen Wirtschaft eingeschlagenen neuen Weg und seine Erfolge voraus. Diese Selbstverwaltung der deutschen Wirtschaft ist im Zuge der Entwicklung ein vielgliedriges Kunstwerk geworden, dessen Einmaligkeit in der vorbehaltlichen Zusammenarbeit aller für das eine große Ziel besteht. Wenn der Minister weiter sagte, daß nach über ein­jährigem Bestehen diese mächtige Organisa­tion heute viertausend der besten Ingenieure und Betriebstechniker umsaht, die sich alle für diese Tätigkeit ehrenamtlich zur Ver- sllgung stellen, so zeichnet er damit das Bild eines deutschen Eehirntrustes. dessen Ver­antwortungsbewußtsein, Können und Kame­radschaft dem jüdischen Gehirntrust Roose- velts und seinen infernalischen Plänen mit einer immer neuen Vervielfältigung der deutschen Rüstung eine unmißverständliche Antwort geben wird. Zu dieser Führungs­organisation tritt die einzigartige Leistung des deutschen Arbeiters, der es mit seinem Idealismus und seinem Arbeitswillen er­möglichte, die gesteckten Ziele auch tatsächlich zu erreichen und der damit bewies und stän­dig neu beweist, daß er der Opfer der Front schert ist.

Besonderem Interesse begegnen die Aus­führungen, die Minister Dr. Goebbels über den U-Boot-Krieg machte. Die Nervosität des Feindes gegenüber dieser gefährlichen Waffe wird deutlich, wenn „Daily Expreß" sagt, die britische Oeffentlichkeit dürfe hier keine Selbstzufriedenheit an den Tag legen.

Die Enthüllungen der Amerikaner hatten bewiesen, daß die Schiffsverluste Englands und der USA. 1942 die Zahl der britischen und amerikanischen Schiffsneubauten über­trafen. Der USA.-Marineminister Knox unterstrich diese Mahnuny soeben nochmals, wenn er vor Ueberoptinnsmus warnte und sagte, daß das gesamte Bild des U-Boot- Krieges sich über Nacht ändern könne. Es sei vollkommen falsch anzunehmen, daß die U-Boot-Gefahr gebannt sei. Wenn Reichs­minister Dr. Goebbels erklärte, daß bis jetzt 26,5 Millionen Tonnen feindlichen Schiffs­raumes versenkt seien und daß man diese Zahl um ihre Bedeutung zu verstehen, mit der Tatsache vergleichen müsse, daß der deutsche U-Boot-Krieg im ersten Weltkrieg mit 12 Millionen Tonnen versenkten Schiffs­raumes England an den Rand des Abgrun­des gebracht habe, so zeigte der britische Rundfunk alsbald wie richtig hier der Mi­nister eine der schwächsten Stellen der geg­nerischen Kriegführung charakterisierte. Der . Sender London erklärte alsbald nach der Rede unter Bezugnahme auf diese Stelle der Rede, sie sei „nicht so weit von den Tatsachen entfernt. Wir sind noch nicht über den Berg."

In diesem Wort liegt das Eingeständnis, daß auch die Engländer genau wissen, daß ihr augenblickliches Triumphgeschrei gerade im Hinblick auf den Vorsprung. den die Mass« der bisherigen Versenkungen uns gibt, in keiner Weise berechtigt ist. Der Kampf «ij den Weltmeeren unterliegt wechselnden

Chancen. Am Ende aber wird, wie der Mi­nister sagte, „der Zeiger der Waage in diesem Kampf zu unseren vollen Gunsten ausschlagen."

Mit die größte Aufmerksamkeit erregten die bei der Kundgebung im Sportpalast ge­machten Ausführungen über den Luftkrieg. Hier war es in erster Linie die Mitteilung, daß ein Angriff wie derjenige auf die Tal­sperren die deutsche Rüstungswirtschaft so wenig betraf, daß noch am gleichen Tage die hierdurch ausgefallenen Energiemengen der Industrie anderweitig zugeführt werden konnten, dann aber vor allem auch die Aus­führungen, die Dr. Goebbels im Hinblick auf den britisch-amerikanischen Bombenterror machte und mit denen er die kommende Ver­geltung ankündigte. Der durch den feind­lichen Luftterror am stärksten betroffenen Bevölkerung im Westen und Nordwesten des Reiches hat der Minister mit LLorten hohen Lobes und dankbarer Anerkennung das Ver­dienst zugesprochen, daß.sie vorbildlich in ihrer Haltung für das ganze deutsche Volk sei. Ihre bewundernswerte Seelenkraft und ihre fanatische Verbissenheit läßt, wie er sagte, in den Bombennächten Männer, Frauen und Kinder Wunder an Tapferkeit vollbringen, die am Ende den feindlichen

Terror doch noch zerschellen lassen werden. Dann ab er.,w ird. d i e Stunde der Vergeltung schlagen. Dann wird das britische Volk merken, daß es keinen An­laß heute zu triumphieren besaß. Die Ehren­pflicht des ganzen deutschen Volkes aber wird es sein, das Zerstörte schöner als je wieder aufzubauen und aus den Ruinen neues Leben zu erwecken. Ueber die Zeiten hinweg aber werde das Andeüken jener wei- tergetragen werden, deren Heldentum heute neuen unvergänglichen Ruhm um die Wap­pen ihrer stolzen Heimatstädte windet. Eilt ihnen unsere ganze Bewunderung und un­sere Fürsorge, so gibt es für den Feind nur eine Entgegnung auf seinen Terror. Den Gegenterror.

Die deutsche Rüstung hat die Mittel ge­schaffen, um das „kriminelle Weltkomploit" zu zerschlagen. Ebenso wesentlich wie Waffen und Munition sind jedoch die innere Haltung des gesamten deutschen Volkes und vor allem seine volle Klarheit über die internationale jüdische Weltverschwörung, die im Hinter­gründe dieses Krieges steht. „Der internatio­nale Jude ist der Kitt, der die feindliche Koalition zusammenhält" erklärte Dr. Goeb­bels und wies damit noch einmal auf die Weltgesahr hin, die das Judentum darstellt.

Aus allen Stirnmeü, die uns vorliegen, wird jedoch das eine klar. daß die von Deutsch­land und Europa ausgehende Aufklärung über die jüdische Gefahr sich ständig weiter verbreitet, so daß der Minister mit Recht die Prophezeiung aussprechen konnte, es werde nicht mehr lange dauern, bis der „Ruf nach dem Schuldigen" durch die ganze Welt gehen wird. Dieser Prozeß erfährt seine entscheidende Förderung durch den Fort­gang der Wassenhandlungem Mit dem Gegner wird gleichzeitig die jü­dische Tarnung und die jüdische Agitation zusammenbrechen. So erfüllt die Kundgebung im Berliner Sportpalast mit ihrem stolzen Rechenschaftsbericht uns mit einem hohen Vertrauen und starker Siegeszuversicht. Hier liegen die in Zahlen und Ziffern sicheren Garanten unseres Endsieges, für den wir alle Faustpfänder in der Hand haben. Es kommt einzig darauf an, die eigene Haltung so zu kräftigen, daß wir in der letzten Viertel­stunde bei Atem bleiben. Nicht zuletzt die Tatsachen, die der Oeffentlichkeit bei der Kundgebung im Berliner Sportpalast mit­geteilt wurden, werden uns anfeuern, in dieser letzten Viertelstunde ebenso bereit zu sein wie in der ersten. Der Sieg ist uns dann gewiß. „Wir sind unschlagbar, es sei denn, wir schlagen uns selbst!"

Her I.eb6ll8gsng unserer neuen kilterkreurtrsger

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Berlin, K. Juni. Auf Vorschlag von Reichsmarschall Eöring und Reichsminister Speer hat der Führer — wie gemeldet — in Anerkennung ihrer außergewöhnlich her­vorragenden Leistungen fünf Arbeitern der deutschen Rüstung und der OT., sowie wei­teren vier führenden Männern der deutschen Rüstung das Ritterkreuz des Kriegsverdienst­kreuzes verliehen, das ihnen in der großen Kundgebung im Sportpalast am Sonnabend überreicht wurde. Wir geben anschließend die Lebensläuse der Ausgezeichneten:

-VIdin Ssvvstrki

Der Panzerarbeiter Albin Sawatzki, der am 16. 10. 1909 in Weisfluß bei Danzig

geboren wurde, ist durch.persönliche Tüchtig­keit und vorbildliche Leistung von unten auf­gestiegen. Er begann seinen beruflichen Weg als Schlosser im Bochumer Verein für Euß- stahlfabrikatioN.. Seine Laufbahn begann als .einfacher Arbeiter, uiid Arbeiter im besten Sinne ist Sawatzki bis heute geblieben. Er gehört nicht zu denen, die gleichgültig und gedankenlos ihr Tagespensum erledigen, son­dern hat stets an sich selbst gearbeitet. Mit seinem Werk stets verbunden, stieg er in zäher Arbeit auf, bis er im Juni 1941 Be­triebsleiter in einem der bedeutendsten Pan­zerwerke Deutschlands wurde. Er war maß­gebend bei der Einrichtung der neuen Pan­

zerwerkstätten für Serienanfertigung betei­ligt und half in unermüdlicher Tag- und Nachtarbeit, auch sonntags, mit, den „Tiger" Ut, bauen.. Durch seintz vorbildliche innere Verbütrdenheit mit seinen Arbeitskameraden gelang es -ihm, aus der Gefolgschaft Spitzen­leistungen herauszuholen und entscheidend mitzuhelfen.-daß der erste „Tiger" zum vor­geschriebenen Termin fertiggestellt werden konnte. Seitdem hat Sawatzki unermüdlich mitgeholfen, den Ausstoß an Panzern zu steigern und dadurch den Männern an der Front die besten Panzer der Welt in großer Zahl zur Verfügung zu stellen.

fFortsetzung aus Seite 2)

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„/cii liotts c/is wo/i/sn ^bsicktsn Japans mckit vsi5tonc/sn"

Tokio, K. Juni. Wie Domei meldet, wandte sich der Tschungking-Eeneral Jungt- zuheng am Sonntag an das Hauptquartier einer japanischen Einheit in Süd-Schantung und gab seinen Entschluß bekannt, mit den unter seinem Befehl stehenden 29VVV Mann auf die Seite der chinesischen Nationalregie- rung überzutreten. In der Begleitung von Generalleutnant Jungtzuheng befanden sich Generalmajor Sun Mangti und andere Stabsoffiziere.

Generalleutnant Jungtzuheng legte im Laufe des Tages in verschiedenen Aeußerungen die Gründe für seinen Uebertritt zur national­chinesischen Regierung dar. Seine Handlungs­weise, so sagte er, sei auf das Bemühen zu­rückzuführen, China zu retten und dem chi­nesischen Land treu zu bleiben. Tschungking habe sein Kriegsziel verloren, seitdem Japan seine wahre Absicht, die Rettung Chinas durch die Abschaffung aller ungleichen Ver­träge mit China, deutlich gezeigt habe. Er

habe bisher die wahren Absichten Japans nicht verstanden, sei aber entschlossen, seine Irrtümer in der Vergangenheit durch be­sonders tatkräftigen Einsatz in der Zukunft wieder gutzumachen.

Das Pressebüro des japanischen Haupt­quartiers in China macht folgende Angaben über die im Monat April durchgeführten chinesisch-japanischen Kämpfe in den Provin­zen Chansi, Hopeh und Kiangsu: Tschung- king-chinestsche Verluste 21 500 Tote, 7250 Ge­fangene und Ueberläufer bei 351 000 an den Kämpfen beteiligten Chinesen. Die Beute­zahlen betragen: 188 Feldgeschütze und Gra- benmörser, 432 schwere und leichte MG.. 2213 Gewehre. 1466 Pistolen. 40 000 Hand­granaten, ferner zahlreiche Munition und Ausrüstungsstücke.

Die japanischen Verluste betragen 708 Tote. Die japanische Luftwaffe- schoß im April in Luftkämpfen sieben Tschungking- Flieger ab und zerstörte drei Flugzeuge am Boden. Ferner wurden die Flugplätze Kienou

in Fukien, Lingling in Hunan und Lishui in Tschekiang zerstört.

In einer Botschaft, die Ministerpräsident Tojo am Tage des Staatsbegräbnisses Pa- mamotos an das japanische Volk richtete, heißt es: „Für das japanische Volk gibt es nur einen Weg: „Vorwärts bis zur Nieder- kämpfung der Vereinigten Staaten und Eng­lands. beseelt vom Geiste Pamamotos. dem Geiste der Einsatzbereitschaft und Hingabe, der den gefallenen Helden auszeichnete. Je­der Japaner, ob an der Front oder in der Heimat, muß seine vorgeschriebene Pflicht tun im ünerschütterlichen Glauben an den sicheren Endsieg."

Generalleutnant Jungtzuheng und die an­deren hohen ehemaligen Tschungking-Offi- ziere, die sich der Nationalregierung an­schlössen. erhielten in den Nanking-Streit­kräften neue Posten zugewiesen. Jungtzuheng wurde zum Befehlshaber der 10. Armee be­stellt.

V««

Im Schweigen liegt die Voraussetzung für den Sieg

cir. m. Berlin, 6. Juni.

Die Waffe führt der Frontkämpfer, ihre Herstellung ist Aufgabe der Heimat. Allein daraus ergibt sich bereits, wie stark Hronl und Heimar, aufeinander angewiesen sind. Aber noch etwas anderes lritt klar hervor. Mann und Frau in der Heimat sind im wahr­sten Sinne des Wortes Mitkämpfer iür Deutschlands Freiheir. Sie sind Kämpfer im Ichlichten Rock des Bürgers, aber Kämpfer, aus die es genau so ankommt wie auf die Regimenter und Divisionen im Angriff oder in der Abwehr. Doch auch in der Heimat ist es so wie an der Front. Weiß dort draußen der einzelne Soldat immer soviel, wie das ihm jeweils zu erreichende Ziel gesteckt wird, wobei er stets nur den eng begrenzten Kamv>- abschnilt überblickt, der seiner Kompanie zu­gewiesen ist: so sieht der Arbeiter oft und die Arbeiterin an der Werkbank, am Fließband, im Kohlenschacht. im Konstruktionsbüro, im Verkehrsbetrieb, im Versorgungsunterneh­men und was alles im totalen Krieg von Bedeutung ist. stets nur die unter der Hand befindliche Arbeit. Mehr nicht! Doch draußen wie drinnen weiß ein jeder, daß es gerade auf die Erfüllung dieser Einzelausgaben ankommt, damit das große Werk gelingt.

In der großen Sportpalastkundgebung ist in ganz großen und groben Umrissen aber doch in außerordentlicher Klarheit und in äußerst eindrucksvoller Form jedem Einzel­nen unter uns dargelegt worden, zu welchem Arbeitsstrom sich die Millionen kleiner Ar­beilstropfen einer jeden Arbeitsstunde und eines jeden Arbeitstages verdichtet. Dein Anteil, deutscher Mann und deutsche Frau, ist dir hier in einer Generalabrechnung ge­zeigt worden. Hier hast du einen Ueberblick darüber gewonnen, was du im Dienst für den Frontsoldaten bedeutest, und daß nur dein emsiges Schaffen die Zahl der Flugzeuge, der Geschütze, der Minen, der Granaten, der Panzer, der U-Boote und vieler, vieler an­derer Waffen ständig zu steigern vermag Ist es auch oft stumpfsinnig immer die gleiche Schraube einzuziehen: von früh bis spät den gleichen Arbeitsvorgang zu wiederholen, dauernd dasselbe zu schaffen, was man ge­stern, vorgestern und die ganzen Monate hin? durch schaffte, so kommt doch ein Einzelteil zum andern und am Ende des Arbeitsprozesses, den der einzelne Werktätige niemals in 'ei­ner ganzen Länge überblicken kann. steht dann die Waffe und jenes Gerät, das d:e Front braucht.

Mit Zahlen konnte in der Sportpalastver­anstaltung nicht gedient werden, doch re'chen schon die prozentualen Angaben aus. um das Bild einer wahrhaft gigantischen Rüstungs­industrie mit einem ebenso gigantischen Fer­tigungsaufkommen zu fasten. Und darüber hinaus zeigt der nüchterne, sachliche und ein­fache Rechenschaftsbericht wie wenig Grund vorhanden ist, sich irgendwelchen sorgenvollen Betrachtungen angesichts gewisser Zerstörun­gen durch Luftangriffe hinzugeben. Das Netz der Produktion ist riesig und engmaschig Es verliert weder an Kraft noch an Bedeutung, wenn hier oder dort eine Masche zerreißt. Im Gegenteil, die Maschen werden fester ge­knüpft. Das Netz nurd zu weiter steigenden Leistungen befähigt. Wie es im Einzelnen aussieht und wie die Einzelleistungen beschaf­fen sind, das mag uns gleichgültig sein, denn hier stoßen wir auf ausgesprochene Geheim­nisse der Landesverteidigung. Ueber diesem Punkt treffen sich Front und Heimat eben­falls! Die Verschwiegenheit des Frontsolda­ten und auch die Verschwiegenheit des schaf­fenden Menschen in der Heimat sind selbst­verständliche Voraussetzungen. Wer nicht schweigt, begeht militärischen Landesverrat. Daruirn nichts über neue Waffen erzählen, nichts über irgendwelche Verbesserungen in der Produktion, die tausendfach das Werk des unbekannten Arbeiters in der Werkstatt sind. IM Schweigen liegt die Voraussetzung für den Sieg. Für den Sieg jedoch kämpft Las ganz« deutsche Volk. Niemand möge sich ein­reden, daß er an diesem Kampf nicht betei­ligt sei. Wie sehr es auf ihn und seine Arbeitskraft, auf sein Beharrungsvermögen, auf seine seelische Größe und seinen hohen Sinn ankommt, haben die inhaltsreichen Re­den in der Sportpalastveranstaltung gezeigt. Sie haben deinen Anteil am Kampf und Sieg enthüllt.

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Aus dem Führerhauptquartier, 6. Iun Das Oberkomryando der Wehrmacht gibt b kannt: „An der Ostfront verlief der Tag b auf lebhaftere Kämpfe am Kuban-Brückei köpf ruhig, im Raum nordwestlich Kryw skaja wiesen deutsche und rumänische Tru: pen mehrere feindliche Angriffe ab. In d vergangenen Nacht griff ein starker Verbat schwerer teutscher Kampfflugzeuge ernei Rüstungswerke der Stadt Eorki an d mittleren Wolga an Es entstanden Gro brände in den Industrieanlagen und Tret stofflagern. Zwei Flugzeuge sind nicht zuriil gekehrt." » '

Deutsche Jagdflugzeuge stießen am Ncn mittag des 5. Juni vor Sardinien auf ! zweimotorige „Lightning"-Bomber. Sie sie ten. die nordamerikanischen Flugzeuge no vor Erreichen der Küste zum Kampf ui zwangen, sie zum Notwurf der Bomben üb See. Drei Jagdbomber wurden abgeschosse ein vierter mußte brennend auf das Wass niedergehen. Eines der feindlichen Flu zeuge prallte im Lustkampf gegen ein, Felsen und zerschellte Einen weiteren E folg errangen unsere Jäger im Mittelmee räum 13 Kilometer nordöstlich Kap B( durch Abschuß eines zweimotorigen nor Flugzeuges vom Must

^.Müchell-.