Ausgabe 
(6.6.1943) 155
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Var^eicmrtlrciie Layeszettnny

Dos flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen fjansestadt vremen

Nr. 155 , 1Z. Zal^rgang

Sonntag, ö. Zum 1S4Z

der NationatfoziolMerr Vremens

stmtliches verkündungsblatt des Ncicffsstattiialters in Oldenburg und vremen

kinzelpreis 15 Npf.

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Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung

bsz. Berlin, 5. Juni. Auf einer Großkund­gebung der NSDAP. im überfüllten Ber­liner Sportpalast, der traditionsreichen Kampsstätte der Berliner Bewegung, legte gestern an Hand von eindeutig sprechenden Zahlen Reichsminister Speer einen über­zeugenden Leistungsbericht ab über die von der deutschen Rüstungsindustrie von Jahr zu Iabr gesteigerten gewaltigen Leistungen. Das Endergebnis seiner Ausführungen gipfelte in der Feststellung, daß im Jahre 1943 auf allen Gebieten eine Rekordhöhe i?r- ^ reicht wurde, die untej dem Einsatz der ge­samten schassenden Heimat noch weiter ge­steigert werden wird. Umbrandet von den Beifallsstürmen der Zehntausende empfingen anschließend aus der Hand bewährter Ritterkreuz- und Eichenlaubträger Arbeiter und führende Männer der deutschen Rüstung in einmaliger Anerkennung der großartigen Leistung der gesamten deutschen Rüstungs­industrie das Ritterkreuz -es Kriegsver­dienstkreuzes. Immer wieder unterbrochen von den Zustimmungskundgebungen der Ber­liner sprach dann Reichsminister Dr. Goeb­bels zu den aktuellen Tagesfragen und manifestierte aufs neue den eisernen Willen der gesamten Nation, diesen uns aufge- zwungenen Kampf kompromißlos und uner­schütterlich weiterzuführen bis zum sieg­reichen Ende.

Es soll niemand behaupten, die Berliner seien im vierten Kriegsjahre versammlungs- müde geworden. Im Gegenteil. Die Praxis beweist immer wieder, daß militärisch und politisch hochgespannte Zeiten mehr als sonst in den Menschen den Wunsch nach Orien­tierung und Ausrichtung aus berufenem Munde auslösen. Unter diesem Zeichen stand eindeutig auch die Großkundgebung im Ber­liner Sportpalast. Schon eine Stunde vor Beginn sind die Ränge und der weite Raum der Halle überfüllt. Ueber und unter dem leuchtenden Rot der Fahnen sitzen Zehntau­sende von Menschen mit dem Blick nach der Frontseite, wo sich unter dem Spruchband Führer befiehl, wir folgen!" höchste Ver­treter des Staates, der Partei und der Wehrmacht mit den neuen Trägern des Rit terkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz versam mein. So, wie bei den Zehntausenden im weiten Raum der Halle, ist es auch auf der Ehrentribüne: Neben dem Betriebsführer sitzt der deutsche Arbeiter, neben dem ein­fachen Soldaten der hohe Offizier. Aus allen Kreisen des zivilen und militärischen Sek­tors sind sie hier zusammengekommen, um gemeinsam an einer Feierstunde teilzuneh­men, die zugleich der Leistung der Front wie derjenigen der Heimat gewidmet ist. Wieder haben in den ersten Reihen die Verwunde­ten ihre Plätze gefunden, denen heute der Leistungsbericht der deutschen Rüstungsindu­strie und die spontanen Zustimmungskund- gebungen der Zehntausende zu den Worten von Reichsminister Dr. Goebbels beweisen, daß der Geist und der Kampfwille der Front im Willen zum unermüdlichen Einsatz der Heimat ihr Echo gefunden haben.

Durch dieses Meer von Menschen marschie­ren die Fahnen und Standarten der Bewe­gung ein und betreten wenig später unter stürmischen Kundgebungen die Reichsminister Dr. Goebbels und Speer den Sport­palast. Dann eröffnet Reichsminister Speer die Kundgebung mit seinem Leistungsbericht.

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^Zwei Handelsschiffe im Eismeer versenkt , Bomben auf Eastbourne

Aus dem Führerhauptqnartier, 5. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront verlief der Tag bis auf, örtliche KampftMgkeit ruhig. Ein starker Verband schwerer deutscher Kampf­flugzeuge griff in der vergangenen Nacht ein bedeutendes sowjetisches Rüstungswerk an der mittleren Wolga an. Zahlreiche Bomben­treffer in den großen Werkhallen und nach­folgende Flächenbrände wurden beobachtet. Heute früh versenkten schnelle Kampfflug­zeuge im nördlichen Eismeer zwei Handels­schiffe mit zusammen 6000 BRT. Begleitende Jäger schössen nach bisher vorliegenden Mel­dungen 22 Sowjetflugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. Die Hafenanlagen von Algier wurden in der Nacht zum 5. Juni bombardiert.

. Bei einem Angriff feindlicher Jagdflieger gegen Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine vor der niederländischen Küste schössen diese zwei feindliche Flugzeuge ab. Ein Verband schneller deutscher Kampfflugzeuge bekämpfte die Hasen- und Fabrikanlagen der südeng- lvschen Küstenstadt Eastbourne. In der letzten Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge kriegs­wichtige Einzelziele in West-, Mittel- und Südengland an. Don diesen Unternehmungen 'ehrten zwei deutsche Flugzeuge nicht zurück.

Mitarbeiter an der Rüstung! Partei­genossen und Parteigenossinnen! Vor einem Jahr wurde bereits in einer feierlichen Stunde der Leistungen der deutschen Rüstungs­industrie gedacht. Damals sind die deutschen Rüstungsarbeiter in einmaliger Weise da­durch hoch geehrt worden, daß einem von ihnen, als erstem Deutschen überhaupt , das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz verliehen wurde. Heute nach einem Jahr haben wir besondere, erfreuliche Gründe, wieder eine solche Feier zu veranstalten.

Es ist für mich und meine zahllosen Mit­arbeiter. die hier versammelt sind, eine be­sonders herzliche Freude, diesen Ehrentag hier in diesem traditionsgebundenen Bau, zusammen mit den alten Berliner Partei­genossen zu begehen. Als unbekannter Par- teigenosseffab ich einst in der Kampfzeit oft zwischen Euch, um die einzigartigen Kund­gebungen des Führers zu erleben und aus den leidenschaftlichen Worten unseres Gau­leiters, Dr. Goebbels, neuen Mut zu neuem' Kampf zu schöpfen.

Heute darf ich nun hier zu Ihnen spre­chen, um Ihnen die Erfolge, die unsere Rü­stung in einem Jahr zu verzeichnen hat, be­kanntzugeben. Die vielen Millionen, die in der Rüstung arbeiten und darüber hinaus das ganze deutsche Volk, das in immer stei­gendem Maße in seiner Gesamtheit für die Rüstung des Reiches direkt oder mittelbar eingesetzt ist in der Hauptsache aber un­sere Soldaten an der Front sie alle haben ein Anrecht darauf, von den gewaltigen Fort­schritten, die in unserer Rüstung in diesem Jahr erreicht wurden, zu erfahren. Wenn ich auch nicht Einzelheiten angeben kann, um dem Feind keine Anhaltspunkte für seine Angriffe auf unsere Industrie zu ge­ben, so wird das heute der Oeffentlichkeit übergebene Zahlenmaterial ihnen doch die Gewißheit geben, daß unsere Rüstungsindu­

strie Außerordentliches und Gewaltiges ge­leistet hat.

Demgegenüber kann ich heute feststellen, daß die deutsche Rüstung von Jahr zu Jahr gestiegen ist und im Mai 1943 auf allen Gebieten Rekordhöhe erreicht hat. (Diese Feststellung wird von jubelndem Beifall un­terstrichen.) Es ist das historische Verdienst des Reichsmarschalls Hermann Göring, uns durch den Vierjahresplan die Grund­lagen zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Rüstungsindustrie gesichert zu haben.

* Her Luttrss ÜS8 külirers

Als der Führer mir im Februar vorigen Jahres die präzise Aufgabe stellte, für fast alle Waffen, alle Panzer und für das gesamte Gebiet der Munition ein Vielfaches des bis­herigen Ausbringens zu schaffen, schien diese Aufgabe mir und meinen Mitarbeitern zu­nächst kaum lösbar. Denn der Ausstoß an Rüstungsgut war bereits riesengroß und die straffe, in mehreren Friedensjahren erprobte Lenkungsform unserer Wirtschaft stand ^chon sofort nach Kriegsbeginn auf einer außer­ordentlich beachtlichen Höhe und wurde in intensiver Arbeit von Jahr zu Jahr weiter gesteigert und verbessert. Es wurde daher er­rechnet, daß zu diesem vielfachen Ausstoß ein vielfacher Zuwachs an Arbeitskräften, die Neubeschaffung von Zehntausenden von Werkzeugmaschinen, eine Vervielfachung der Bereitstellung von Eisen, Kupfer, Aluminium und anderer aus mangelnden Metallen not­wendig sei und außerdem der Bau von neuen Fabrikhallen mit einem Kostenaufwand von mehreren Milliarden Mark in Angriff ge­nommen werden mußte. Es war uns allen klar, daß die Durchführung der gestellten Aufgabe unter diesen Bedingungen nicht mög­lich ist. Es mußte daher ein neuer Weg gefunden werden, um eine Steigerung der Rüstung durchführen zu können.

(Fortsetzung auf Seite 3)

Meine deütschen Volksgenossen und Volks­genossinnen! Die Ausführungen unseres Parteigenossen Reichsminister Speer ge­ben dem deutschen Volke zum ersten Male einen gewissen Einblick in den augenblick­lichen Stand unserer Rüstungen. Wenn das meiste davon auch aus Gründen der Geheim­haltung verschwiegen werden muß, so ge­nügt das Gesagte doch, um eine rohe Ueber­sicht über das gigantische Werk unserer An­strengungen auf diesem kriegsentscheidenden Gebiet zu vermitteln. Wir haben es seit je­her abgelehnt, mit den haltlosen, hysterischen Zahlenprahlereien unserer Feinde, insbeson­dere der Amerikaner, in irgend eine Kon­kurrenz zu treten. Trotzdem hielten wir es diesmal für angebracht, den Schleier, der sonst über den Dingen liegt, ein wenig zu lüften, um bei dieser Gelegenheit dem deut­schen Volke, insbesondere unsern Rüstungs- arbeitern, Vetriebsführern, Technikern, In­genieuren und Wissenschaftlern vor der Na­tion den Dank auszusprechen, den sie sich, ohne viel Aufhebens davon zu machen, in rastloser Tages- und Nachtarbeit in fast vier Jahren Krieg und zum Teil schon viele Jahre vorher verdient haben.

Indem ich dabei dem Andenken unseres unvergeßlichen Pg. Dr. Todt ein Wort warm­herziger und wehmütiger Erinnerung widme, glaube ich im Namen unsers ganzen Volkes zu sprechen, wenn ich unserm Pg. Alben Speer von Herzen danke und ihn beglück­wünsche zu einer Leistung, die von entschei­dendster Bedeutung ist und die seinen Na­men für immer in das Buch dieses Krieges einträgt. (Lebhafter Beifall unterstreicht diese Feststellung des Ministers.) Er hat sich damit den Dank und die uneingeschränkte Anerkennung des deutschen Volkes verdient.

Es wäre müßig, in diesem Zusammenhang auch nur ein Wort des Lobes oder der Ehre für die deutsche Arbeit und den deutschen Arbeiter zu verlieren. Die Millionen unserer

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Berlin, 3. Juni. Bei der Auszeichnung der vom Führer in Anerkennung außerge­wöhnlich hervorragender Leistungen auf dem Gebiete der Rüstungswirtichait mit dem Rit­terkreuz des Kriegsverdienstkreuzes besonders geehrten deutschen Rüstungsarbeiter und «füh­renden Männer der deutschen Rüstung hielt Oberbürgermeister Liebe! im Sportpalast folgende Ansprache:

Das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreu­zes wurde im Verlauf dieses Krieges bisher nur sehr selten verliehen. Bis jetzt sind erst neun Deutsche damit ausgezeichnet worden. Die Ihnen soeben von Reichsminister Speer bekanntgegebenen gewaltigen Erfolge der deutschen Rüstung haben den Führer ver­anlaßt, erstmals eine größere Zahl von Rit­terkreuzen des Kriegsverdienstkreuzes für überragende Verdienste von entscheidender Auswirkung für die Durchführung der Kriegsaufgaben zu verleihen.

Als erstem deutschen Wirtschaftsführer hat der Führer vor kurzem dem um die Siche­rung der Grundlagen der deutschen Rüstung im höchsten Maße verdienten General­direktor Staatsrat Paul Pleiger als 7. Deutschen das Ritterkreuz des Kriegsver­dienstkreuzes mit Schwertern verliehen.

Die ungeheuren Verdienste der Organisa­tion Todt sind vom Führer besonders gewür­digt und anerkannt worden durch Verleihung des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an den Leiter der OT.-Zen- trale, Ministerialdirektor Dorsch, und den Einsatzgruppenlewer der OT. im Abschnitt Rußland-Süd, Professor Walter Brug- mann.

Aus den gemeinsamen Vorschlag von Reichs­marschall Herpiann Göring und Reichs­minister Albert Speer hat der Führer, in Anerkennung außergewöhnlich hervorragen­der Leistungen, im Namen des deutschen Vol­kes den heute hier zur Entgegennahme ihrer hohen Auszeichnung anwesenden fünf Arbei­tern der deutschen Rüstung und der OT., so­wie weiteren vier führenden Männern der deutschen Rüstung das Ritterkreuz des Kriegs­verdienstireuzes verliehen.

Zu ihrer besonderen Ehrung und als äuße­res Zeichen des Dankes der kämpfenden Front an die schaffende Heimat, sowie der kamerad­schaftlichen Verbundenheit zwischen Front­soldaten, OT.-Mänaern und Rüstungsschaf­fenden hat der Führer angeordnet, daß die Ueberreichung der hohen Auszeichnung im Rahmen der heutigen Kundgebung durch her­vorragende Frontkämpfer erfolgen soll. die Träger der höchsten deutschen Kriegsauszeich­nungen find.

Der um die Entwicklung und die rasche Sicherung der Serienfertigung schwerer Pan­zer hochverdiente langjährige Schlosser, Pan­zerarbeiter und nunmehrige Betriebsleiter in der Panzerfertigung eines großen deut­schen Rüstungswerkes

Albin Sawatzki

erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Inspekteur der Pan­zertruppen

Generaloberst Euderian.

Der um die Entwicklungsarbeiten und die Herstellung und Erzeugung hervorragenden Qualitätsstahls für Rüstungszwecke aller Art in außergewöhnlichem Maße verdiente, her­vorragend tüchtige und bewährte Rüstungs­arbeiter

Obermeister Johannes Holtmeyer erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

^-Obergruppenführer und General der

Waffen-lt Sepp Dietrich.

Der im OT.-Fronteinsatz in West und Ost auch in fchwierigsten Lagen, im feindlichen Feuer, vor allem im Kampf gegen die So­wjets aufs höchste bewährte, seine OT.-Män- ner in ständiger, unermüdlicher, rastloser Einsatzbereitschaft als leuchtendes Vorbild zu immer neuen Leistungen, entscheidender Tat und Aufopferndem Einsatz bis zum letz­ten mitreißende Kameradschaftsführer

OT.-Frontarbeiter Joseph Hinkerohe erhält als 9. Deutscher das Ritterkreuz mit Schwertern aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes des Ritterkreuzes -zum Eiser­nen Kreuz

Generalleutnant Wolfs.

Der vor einem Jahrzehnt als einfacher Soldat in ein führendes deutsches Flugzeug­werk eingetretene und um die Entwicklung der besten deutschen Jäger und Zerstörer der deutschen Luftwaffe hochvetdiente, als einer der tüchtigsten Fachleute der deutschen Flug­zeugfertigung an verantwortlichster Stelle hervorragend bewährte

Karl Schmid

erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes,mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes

Generalmajor Ealland.

Der beim Bau und der Inbetriebnahme zahlreicher neuer deutscher Treibstoffwerke immer wieder an maßgebender Stelle ein­gesetzt gewesene und ob seiner ungewöhnlich hohen technischen Kenntnisse und seiner außer­gewöhnlichen Tatkraft besonders geschätzte und überall hervorragend bewährte

Oebrmeister Christian Davidshöfer erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des

Trägers des Eichenlaubes zunl Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Korvettenkapitän Liebe.

- Der um die deutsche Rüstung hochverdiente Leiter des Hauptausschusses Panzerwagen- und -Zugmaschinen beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition und stellv. Vor­sitzende imHauptring Eisenerzeugung" und in derReichsoereinigung Eisen", dem neben seinen vielfachen, sonstigen hervorragenden Verdiensten als Pionier der jungen deut­schen Wirtschaftsführung in erster Linie die innerhalb kürzester Frist erreichte Gemein­schaftsleistung in der Steigerung der Pan- zersertigung zu danken ist,,

Direktor Dr. ing. Walter Roh land erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des als Wachtmeister der Panzerwaffe mit dem Ei­chenlaub zum "Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneten jetzigen

Leutnants der Panzerwaffe Primozic.

Der um die Steigerung der deutschen Er­zeugung von Mineralöl, Leichtmetall, Buna, Stickstoff, Pulver und Sprengstoff und um die Forschung und Entwicklung zur, Schaf­fung neuer und Verbesserung vorhandener industrieller Rohstoffe als Generalbevoll­mächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung im Vierjahresplan und Leiter des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau auis höchste verdiente

Professor Karl Krauch

erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz

Oberfeldwebel Schaufel d.

Der feit Jahren um die deutsche, Luft­rüstung auf allen Gebieten in höchstem Maße verdiente, für die auf dem Gebiet' der deut­schen Luftrüstung erzielten entscheidenden fabrikatorischen Fortschritte und die Einfüh­rung neuer Fertigungsmethoden und den dadurch außergewöhnlich erhöhten Ausstoß im Flugmotorenbau verantwortlichen stellv. Vorsitzenden und Leiter des Sonderreferates Maschinen und Werkzeuge" beim Reichs­minister für Bewaffnung und Munition Direktor Dr. Werner erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz

Feldwebel d. Luftw. Günther Frenzel.

Der Chef des Technischen Amtes des Reichsministers für Bewaffnung und Muni­tion. dessen ungeheurer Tatkraft. Energie und zielbewußter, unermüdlicher und rast­loser Arbeit die gewaltigen Erfolge der deutschen Rüstung vor allem mit zu danken sind,

Hauptdienstleiter Karl Otto Säur erhält das Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz

Obertruppführer der Waffen--- Seitz.

schaffenden Männer und Frauen haben sich dem Ruf des Führers auch in diesem Falls nicht versagt. In einem beispielhaften Fleiß schmieden sie Waffen für die Front, helfen sie an ihrem Platz den Krieg gewinnen und beweisen damit nur erneut, wie ihre Kame­raden im grauen Rock die Wahrheit des Dichterwortes auch für diesen Krieg, daß Deutschlands ärmster Sohn auch sein getreue st er ist! (Herzliche Zu- stimmungskundgebungen.) Sie geben dem Kriege, was des Krieges ist, und'zwar nicht wie so mancher Besserwisser durch Nörgelei und Eerüchtefabrikation, sondern durch harte Arbeit! Sie wissen aus ihrem eigenen Leben, das fast immer nur Mühe und Sorgen für sie bereithält, daß der Kampf um das tägliche Brot auch eines Volkes nur durch Mut und hart- Arbeit ge­wonnen werden kann. (Langanhaltende Zu­stimmung und Händeklatschen.)

Wenn unsere Feinde manchmal behaup­ten, die Lage des Reiches von heute gleiche der von 1917 und 1918, so brauche ich nur auf einen grundlegenden Unterschied zu ver­weisen: Damals gingen viele Frauen und Männer, verführt von jüdisch-marxistischen Volks- und Vaierlandsfeinden, aus den Be­trieben heraus auf die Straße und verwei­gerten durch Munitionsstreiks ihren Kame­raden an der Front -je Zufuhr von Was- fen (lautePfui!"-Rufe); heute dagegen ken­nen alle deutschen Rüstungsarbeiter

nur eins I.o8ims:

Waffen für die Front, die besten Waffen in die Hände der besten Soldaten, damit fie für unser ganzes Volk den Sieg erkämpfen und sichern können. (Tosender Beifall unter­streicht die Ausführungen des Ministers.)

Die Bilanz unserer Rüstungsproduktion, die uns Pg. Albert Speer soeben hier auf­machte. umfaßt nur Pnen Teil unserer Anstrengungen: aber auch daran kann man schon den Erfolg des totalen Krieges ab­lesen. den ich im Auftrage des Führers in meiner Red« vom 18. Februar von dieser Stelle aus proklamierte. Selten ist mir im Sportpalast so viel Zustimmung entgegen- getragen worden wie bei dieser Gelegenheit; aber die Begeisterung des Volkes für eine große Sache, die ich damals entgegennehmen konnte, war kein Strohfeuer. Sie ist in einem ungeheuren Arbeitsprozeß in prak­tische Kriegsleistung umgesetzt wor­den! Gewiß haben wir dabei in ungezähl­ten Fällen harte Maßnahmen treffen müs­sen. Keiner hat das mehr bedauert als wir: aber die braven Volksgenossen, die dadurch zunächst Beruf, Geschäft und den Genuß eines manchmal jahrzehntelangen Fleißes

Der Deutschlandsender wiederholt die gestrige llebertragung der Sportpalast- Kundgebung am heutigen Sonntag im Anschluß an den IV-llhr-Nachrichten« dienst. Nach Ausführungen von Reichs­minister Speer über den gegenwärtige« Stand der deutschen Rüstungsproduktion spricht Reichsminister Dr. Goebbels über die politische und militärische Lage.

einbüßten, können schon heute das Bewußt­sein haben, daß ihr Opfer nicht um­sonst war!

Sie werden dafür nach Möglichkeit jetzt schon und besonders nach dem Ende dieses Ringens in gerechter Weise entschädigt wer­den. Heute aber gilt es, alle Kraft auf den Sieg zu konzentrieren! (Die letzten Sätze Dr. Goebbels' werden immer wieder von stürmischen Beifallskundgebungen begleitet.)

Im Rahmen dieses gigantischen Umschich­tungsprozesses sind im Verlaufe der vergan­genen fünf Monate

tsst 3.5 Millionen ^eläungea von LrdsttsIrrLIion

eingelaufen. Von diesen Meldungen sind bis­her 2^s Millionen bearbeitet. Viele Hundert­tausende von Männern konnten aus dem Produktionsprozeß für die Wehrmacht frei­gestellt werden. Sie sind zu den Waffen ge­eilt, während andere Männer und Frauen unterdes ihre Plätze an Drehbank und Ma­schine eingenommen haben. Wir werden spä­ter einmal in der Geschichtsschreibung dieses Krieges den hier skizzierten Prozeß als die umfassendste produktionelle Umwandlung der deutschen Kriegswirtschaft darstellen müssen. Wenn wir hegte eine erste Bilanz dieses Prozesses vor der Oeffentlichkeit ablegen tonnen, so erfüllt uns das alle mit Stolz und Genugtuung.

Die Krise des Winters ist zu Ende. Wenn wir die Lage in den hinter uns liegenden grauen Monaten manchmal mit verbissenem Grimm unter unsern prüfenden Blick neh­men, dann haben wir doch niemals vor den Schlägen des.Schicksals resigniert; im Ge­genteil. mit einer Kraftanstrengung ohne Beispiel haben sich Führung und Volk da­gegen aufgebäumt.

In aller Stille und ohne viel Aufhebens ist daneben hier eine geschichtliche Leistung vollbracht worden. Die Nervenkampagne des Gegners macht deshalb auf uns keinen