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Var^eicmrtlrciie Layeszettnny
Dos flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen fjansestadt vremen
Nr. 155 , 1Z. Zal^rgang
Sonntag, ö. Zum 1S4Z
der NationatfoziolMerr Vremens
stmtliches verkündungsblatt des Ncicffsstattiialters in Oldenburg und vremen
kinzelpreis 15 Npf.
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Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung
bsz. Berlin, 5. Juni. Auf einer Großkundgebung der NSDAP. im überfüllten Berliner Sportpalast, der traditionsreichen Kampsstätte der Berliner Bewegung, legte gestern an Hand von eindeutig sprechenden Zahlen Reichsminister Speer einen überzeugenden Leistungsbericht ab über die von der deutschen Rüstungsindustrie von Jahr zu Iabr gesteigerten gewaltigen Leistungen. Das Endergebnis seiner Ausführungen gipfelte in der Feststellung, daß im Jahre 1943 auf allen Gebieten eine Rekordhöhe i?r- ^ reicht wurde, die untej dem Einsatz der gesamten schassenden Heimat noch weiter gesteigert werden wird. Umbrandet von den Beifallsstürmen der Zehntausende empfingen anschließend aus der Hand bewährter Ritterkreuz- und Eichenlaubträger Arbeiter und führende Männer der deutschen Rüstung in einmaliger Anerkennung der großartigen Leistung der gesamten deutschen Rüstungsindustrie das Ritterkreuz -es Kriegsverdienstkreuzes. Immer wieder unterbrochen von den Zustimmungskundgebungen der Berliner sprach dann Reichsminister Dr. Goebbels zu den aktuellen Tagesfragen und manifestierte aufs neue den eisernen Willen der gesamten Nation, diesen uns aufge- zwungenen Kampf kompromißlos und unerschütterlich weiterzuführen bis zum siegreichen Ende.
Es soll niemand behaupten, die Berliner seien im vierten Kriegsjahre versammlungs- müde geworden. Im Gegenteil. Die Praxis beweist immer wieder, daß militärisch und politisch hochgespannte Zeiten mehr als sonst in den Menschen den Wunsch nach Orientierung und Ausrichtung aus berufenem Munde auslösen. Unter diesem Zeichen stand eindeutig auch die Großkundgebung im Berliner Sportpalast. Schon eine Stunde vor Beginn sind die Ränge und der weite Raum der Halle überfüllt. Ueber und unter dem leuchtenden Rot der Fahnen sitzen Zehntausende von Menschen mit dem Blick nach der Frontseite, wo sich unter dem Spruchband „Führer befiehl, wir folgen!" höchste Vertreter des Staates, der Partei und der Wehrmacht mit den neuen Trägern des Rit terkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz versam mein. So, wie bei den Zehntausenden im weiten Raum der Halle, ist es auch auf der Ehrentribüne: Neben dem Betriebsführer sitzt der deutsche Arbeiter, neben dem einfachen Soldaten der hohe Offizier. Aus allen Kreisen des zivilen und militärischen Sektors sind sie hier zusammengekommen, um gemeinsam an einer Feierstunde teilzunehmen, die zugleich der Leistung der Front wie derjenigen der Heimat gewidmet ist. Wieder haben in den ersten Reihen die Verwundeten ihre Plätze gefunden, denen heute der Leistungsbericht der deutschen Rüstungsindustrie und die spontanen Zustimmungskund- gebungen der Zehntausende zu den Worten von Reichsminister Dr. Goebbels beweisen, daß der Geist und der Kampfwille der Front im Willen zum unermüdlichen Einsatz der Heimat ihr Echo gefunden haben.
Durch dieses Meer von Menschen marschieren die Fahnen und Standarten der Bewegung ein und betreten wenig später unter stürmischen Kundgebungen die Reichsminister Dr. Goebbels und Speer den Sportpalast. Dann eröffnet Reichsminister Speer die Kundgebung mit seinem Leistungsbericht.
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^Zwei Handelsschiffe im Eismeer versenkt , Bomben auf Eastbourne
Aus dem Führerhauptqnartier, 5. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront verlief der Tag bis auf, örtliche KampftMgkeit ruhig. Ein starker Verband schwerer deutscher Kampfflugzeuge griff in der vergangenen Nacht ein bedeutendes sowjetisches Rüstungswerk an der mittleren Wolga an. Zahlreiche Bombentreffer in den großen Werkhallen und nachfolgende Flächenbrände wurden beobachtet. Heute früh versenkten schnelle Kampfflugzeuge im nördlichen Eismeer zwei Handelsschiffe mit zusammen 6000 BRT. Begleitende Jäger schössen nach bisher vorliegenden Meldungen 22 Sowjetflugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. Die Hafenanlagen von Algier wurden in der Nacht zum 5. Juni bombardiert.
. Bei einem Angriff feindlicher Jagdflieger gegen Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine vor der niederländischen Küste schössen diese zwei feindliche Flugzeuge ab. Ein Verband schneller deutscher Kampfflugzeuge bekämpfte die Hasen- und Fabrikanlagen der südeng- lvschen Küstenstadt Eastbourne. In der letzten Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge kriegswichtige Einzelziele in West-, Mittel- und Südengland an. Don diesen Unternehmungen 'ehrten zwei deutsche Flugzeuge nicht zurück.
„Mitarbeiter an der Rüstung! Parteigenossen und Parteigenossinnen! Vor einem Jahr wurde bereits in einer feierlichen Stunde der Leistungen der deutschen Rüstungsindustrie gedacht. Damals sind die deutschen Rüstungsarbeiter in einmaliger Weise dadurch hoch geehrt worden, daß einem von ihnen, — als erstem Deutschen überhaupt —, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz verliehen wurde. Heute nach einem Jahr haben wir besondere, erfreuliche Gründe, wieder eine solche Feier zu veranstalten.
Es ist für mich und meine zahllosen Mitarbeiter. die hier versammelt sind, eine besonders herzliche Freude, diesen Ehrentag hier in diesem traditionsgebundenen Bau, zusammen mit den alten Berliner Parteigenossen zu begehen. Als unbekannter Par- teigenosseffab ich einst in der Kampfzeit oft zwischen Euch, um die einzigartigen Kundgebungen des Führers zu erleben und aus den leidenschaftlichen Worten unseres Gauleiters, Dr. Goebbels, neuen Mut zu neuem' Kampf zu schöpfen.
Heute darf ich nun hier zu Ihnen sprechen, um Ihnen die Erfolge, die unsere Rüstung in einem Jahr zu verzeichnen hat, bekanntzugeben. Die vielen Millionen, die in der Rüstung arbeiten und darüber hinaus das ganze deutsche Volk, das in immer steigendem Maße in seiner Gesamtheit für die Rüstung des Reiches direkt oder mittelbar eingesetzt ist — in der Hauptsache aber unsere Soldaten an der Front — sie alle haben ein Anrecht darauf, von den gewaltigen Fortschritten, die in unserer Rüstung in diesem Jahr erreicht wurden, zu erfahren. Wenn ich auch nicht Einzelheiten angeben kann, um dem Feind keine Anhaltspunkte für seine Angriffe auf unsere Industrie zu geben, so wird das heute der Oeffentlichkeit übergebene Zahlenmaterial ihnen doch die Gewißheit geben, daß unsere Rüstungsindu
strie Außerordentliches und Gewaltiges geleistet hat.
Demgegenüber kann ich heute feststellen, daß die deutsche Rüstung von Jahr zu Jahr gestiegen ist und im Mai 1943 auf allen Gebieten Rekordhöhe erreicht hat. (Diese Feststellung wird von jubelndem Beifall unterstrichen.) Es ist das historische Verdienst des Reichsmarschalls Hermann Göring, uns durch den Vierjahresplan die Grundlagen zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Rüstungsindustrie gesichert zu haben.
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Als der Führer mir im Februar vorigen Jahres die präzise Aufgabe stellte, für fast alle Waffen, alle Panzer und für das gesamte Gebiet der Munition ein Vielfaches des bisherigen Ausbringens zu schaffen, schien diese Aufgabe mir und meinen Mitarbeitern zunächst kaum lösbar. Denn der Ausstoß an Rüstungsgut war bereits riesengroß und die straffe, in mehreren Friedensjahren erprobte Lenkungsform unserer Wirtschaft stand ^chon sofort nach Kriegsbeginn auf einer außerordentlich beachtlichen Höhe und wurde in intensiver Arbeit von Jahr zu Jahr weiter gesteigert und verbessert. Es wurde daher errechnet, daß zu diesem vielfachen Ausstoß ein vielfacher Zuwachs an Arbeitskräften, die Neubeschaffung von Zehntausenden von Werkzeugmaschinen, eine Vervielfachung der Bereitstellung von Eisen, Kupfer, Aluminium und anderer aus mangelnden Metallen notwendig sei und außerdem der Bau von neuen Fabrikhallen mit einem Kostenaufwand von mehreren Milliarden Mark in Angriff genommen werden mußte. Es war uns allen klar, daß die Durchführung der gestellten Aufgabe unter diesen Bedingungen nicht möglich ist. Es mußte daher ein neuer Weg gefunden werden, um eine Steigerung der Rüstung durchführen zu können.
(Fortsetzung auf Seite 3)
Meine deütschen Volksgenossen und Volksgenossinnen! Die Ausführungen unseres Parteigenossen Reichsminister Speer geben dem deutschen Volke zum ersten Male einen gewissen Einblick in den augenblicklichen Stand unserer Rüstungen. Wenn das meiste davon auch aus Gründen der Geheimhaltung verschwiegen werden muß, so genügt das Gesagte doch, um eine rohe Uebersicht über das gigantische Werk unserer Anstrengungen auf diesem kriegsentscheidenden Gebiet zu vermitteln. Wir haben es seit jeher abgelehnt, mit den haltlosen, hysterischen Zahlenprahlereien unserer Feinde, insbesondere der Amerikaner, in irgend eine Konkurrenz zu treten. Trotzdem hielten wir es diesmal für angebracht, den Schleier, der sonst über den Dingen liegt, ein wenig zu lüften, um bei dieser Gelegenheit dem deutschen Volke, insbesondere unsern Rüstungs- arbeitern, Vetriebsführern, Technikern, Ingenieuren und Wissenschaftlern vor der Nation den Dank auszusprechen, den sie sich, ohne viel Aufhebens davon zu machen, in rastloser Tages- und Nachtarbeit in fast vier Jahren Krieg und zum Teil schon viele Jahre vorher verdient haben.
Indem ich dabei dem Andenken unseres unvergeßlichen Pg. Dr. Todt ein Wort warmherziger und wehmütiger Erinnerung widme, glaube ich im Namen unsers ganzen Volkes zu sprechen, wenn ich unserm Pg. Alben Speer von Herzen danke und ihn beglückwünsche zu einer Leistung, die von entscheidendster Bedeutung ist und die seinen Namen für immer in das Buch dieses Krieges einträgt. (Lebhafter Beifall unterstreicht diese Feststellung des Ministers.) Er hat sich damit den Dank und die uneingeschränkte Anerkennung des deutschen Volkes verdient.
Es wäre müßig, in diesem Zusammenhang auch nur ein Wort des Lobes oder der Ehre für die deutsche Arbeit und den deutschen Arbeiter zu verlieren. Die Millionen unserer
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Berlin, 3. Juni. Bei der Auszeichnung der vom Führer in Anerkennung außergewöhnlich hervorragender Leistungen auf dem Gebiete der Rüstungswirtichait mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes besonders geehrten deutschen Rüstungsarbeiter und «führenden Männer der deutschen Rüstung hielt Oberbürgermeister Liebe! im Sportpalast folgende Ansprache:
Das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes wurde im Verlauf dieses Krieges bisher nur sehr selten verliehen. Bis jetzt sind erst neun Deutsche damit ausgezeichnet worden. Die Ihnen soeben von Reichsminister Speer bekanntgegebenen gewaltigen Erfolge der deutschen Rüstung haben den Führer veranlaßt, erstmals eine größere Zahl von Ritterkreuzen des Kriegsverdienstkreuzes für überragende Verdienste von entscheidender Auswirkung für die Durchführung der Kriegsaufgaben zu verleihen.
Als erstem deutschen Wirtschaftsführer hat der Führer vor kurzem dem um die Sicherung der Grundlagen der deutschen Rüstung im höchsten Maße verdienten Generaldirektor Staatsrat Paul Pleiger als 7. Deutschen das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen.
Die ungeheuren Verdienste der Organisation Todt sind vom Führer besonders gewürdigt und anerkannt worden durch Verleihung des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an den Leiter der OT.-Zen- trale, Ministerialdirektor Dorsch, und den Einsatzgruppenlewer der OT. im Abschnitt Rußland-Süd, Professor Walter Brug- mann.
Aus den gemeinsamen Vorschlag von Reichsmarschall Herpiann Göring und Reichsminister Albert Speer hat der Führer, in Anerkennung außergewöhnlich hervorragender Leistungen, im Namen des deutschen Volkes den heute hier zur Entgegennahme ihrer hohen Auszeichnung anwesenden fünf Arbeitern der deutschen Rüstung und der OT., sowie weiteren vier führenden Männern der deutschen Rüstung das Ritterkreuz des Kriegsverdienstireuzes verliehen.
Zu ihrer besonderen Ehrung und als äußeres Zeichen des Dankes der kämpfenden Front an die schaffende Heimat, sowie der kameradschaftlichen Verbundenheit zwischen Frontsoldaten, OT.-Mänaern und Rüstungsschaffenden hat der Führer angeordnet, daß die Ueberreichung der hohen Auszeichnung im Rahmen der heutigen Kundgebung durch hervorragende Frontkämpfer erfolgen soll. die Träger der höchsten deutschen Kriegsauszeichnungen find.
Der um die Entwicklung und die rasche Sicherung der Serienfertigung schwerer Panzer hochverdiente langjährige Schlosser, Panzerarbeiter und nunmehrige Betriebsleiter in der Panzerfertigung eines großen deutschen Rüstungswerkes
Albin Sawatzki
erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Inspekteur der Panzertruppen
Generaloberst Euderian.
Der um die Entwicklungsarbeiten und die Herstellung und Erzeugung hervorragenden Qualitätsstahls für Rüstungszwecke aller Art in außergewöhnlichem Maße verdiente, hervorragend tüchtige und bewährte Rüstungsarbeiter
Obermeister Johannes Holtmeyer erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
^-Obergruppenführer und General der
Waffen-lt Sepp Dietrich.
Der im OT.-Fronteinsatz in West und Ost auch in fchwierigsten Lagen, im feindlichen Feuer, vor allem im Kampf gegen die Sowjets aufs höchste bewährte, seine OT.-Män- ner in ständiger, unermüdlicher, rastloser Einsatzbereitschaft als leuchtendes Vorbild zu immer neuen Leistungen, entscheidender Tat und Aufopferndem Einsatz bis zum letzten mitreißende Kameradschaftsführer
OT.-Frontarbeiter Joseph Hinkerohe erhält als 9. Deutscher das Ritterkreuz mit Schwertern aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes des Ritterkreuzes -zum Eisernen Kreuz
Generalleutnant Wolfs.
Der vor einem Jahrzehnt als einfacher Soldat in ein führendes deutsches Flugzeugwerk eingetretene und um die Entwicklung der besten deutschen Jäger und Zerstörer der deutschen Luftwaffe hochvetdiente, als einer der tüchtigsten Fachleute der deutschen Flugzeugfertigung an verantwortlichster Stelle hervorragend bewährte
Karl Schmid
erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Eichenlaubes,mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Generalmajor Ealland.
Der beim Bau und der Inbetriebnahme zahlreicher neuer deutscher Treibstoffwerke immer wieder an maßgebender Stelle eingesetzt gewesene und ob seiner ungewöhnlich hohen technischen Kenntnisse und seiner außergewöhnlichen Tatkraft besonders geschätzte und überall hervorragend bewährte
Oebrmeister Christian Davidshöfer erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des
Trägers des Eichenlaubes zunl Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Korvettenkapitän Liebe.
- Der um die deutsche Rüstung hochverdiente Leiter des Hauptausschusses Panzerwagen- und -Zugmaschinen beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition und stellv. Vorsitzende im „Hauptring Eisenerzeugung" und in der „Reichsoereinigung Eisen", dem neben seinen vielfachen, sonstigen hervorragenden Verdiensten als Pionier der jungen deutschen Wirtschaftsführung in erster Linie die innerhalb kürzester Frist erreichte Gemeinschaftsleistung in der Steigerung der Pan- zersertigung zu danken ist,,
Direktor Dr. ing. Walter Roh land erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des als Wachtmeister der Panzerwaffe mit dem Eichenlaub zum "Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneten jetzigen
Leutnants der Panzerwaffe Primozic.
Der um die Steigerung der deutschen Erzeugung von Mineralöl, Leichtmetall, Buna, Stickstoff, Pulver und Sprengstoff und um die Forschung und Entwicklung zur, Schaffung neuer und Verbesserung vorhandener industrieller Rohstoffe als Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung im Vierjahresplan und Leiter des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau auis höchste verdiente
Professor Karl Krauch
erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz
Oberfeldwebel Schaufel d.
Der feit Jahren um die deutsche, Luftrüstung auf allen Gebieten in höchstem Maße verdiente, für die auf dem Gebiet' der deutschen Luftrüstung erzielten entscheidenden fabrikatorischen Fortschritte und die Einführung neuer Fertigungsmethoden und den dadurch außergewöhnlich erhöhten Ausstoß im Flugmotorenbau verantwortlichen stellv. Vorsitzenden und Leiter des Sonderreferates „Maschinen und Werkzeuge" beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition Direktor Dr. Werner erhält sein Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz
Feldwebel d. Luftw. Günther Frenzel.
Der Chef des Technischen Amtes des Reichsministers für Bewaffnung und Munition. dessen ungeheurer Tatkraft. Energie und zielbewußter, unermüdlicher und rastloser Arbeit die gewaltigen Erfolge der deutschen Rüstung vor allem mit zu danken sind,
Hauptdienstleiter Karl Otto Säur erhält das Ritterkreuz aus der Hand des Trägers des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz
Obertruppführer der Waffen--- Seitz.
schaffenden Männer und Frauen haben sich dem Ruf des Führers auch in diesem Falls nicht versagt. In einem beispielhaften Fleiß schmieden sie Waffen für die Front, helfen sie an ihrem Platz den Krieg gewinnen und beweisen damit nur erneut, wie ihre Kameraden im grauen Rock die Wahrheit des Dichterwortes auch für diesen Krieg, daß Deutschlands ärmster Sohn auch sein getreue st er ist! (Herzliche Zu- stimmungskundgebungen.) Sie geben dem Kriege, was des Krieges ist, und'zwar nicht wie so mancher Besserwisser durch Nörgelei und Eerüchtefabrikation, sondern durch harte Arbeit! Sie wissen aus ihrem eigenen Leben, das fast immer nur Mühe und Sorgen für sie bereithält, daß der Kampf um das tägliche Brot auch eines Volkes nur durch Mut und hart- Arbeit gewonnen werden kann. (Langanhaltende Zustimmung und Händeklatschen.)
Wenn unsere Feinde manchmal behaupten, die Lage des Reiches von heute gleiche der von 1917 und 1918, so brauche ich nur auf einen grundlegenden Unterschied zu verweisen: Damals gingen viele Frauen und Männer, verführt von jüdisch-marxistischen Volks- und Vaierlandsfeinden, aus den Betrieben heraus auf die Straße und verweigerten durch Munitionsstreiks ihren Kameraden an der Front -je Zufuhr von Was- fen (laute „Pfui!"-Rufe); heute dagegen kennen alle deutschen Rüstungsarbeiter
nur eins I.o8ims:
Waffen für die Front, die besten Waffen in die Hände der besten Soldaten, damit fie für unser ganzes Volk den Sieg erkämpfen und sichern können. (Tosender Beifall unterstreicht die Ausführungen des Ministers.)
Die Bilanz unserer Rüstungsproduktion, die uns Pg. Albert Speer soeben hier aufmachte. umfaßt nur Pnen Teil unserer Anstrengungen: aber auch daran kann man schon den Erfolg des totalen Krieges ablesen. den ich im Auftrage des Führers in meiner Red« vom 18. Februar von dieser Stelle aus proklamierte. Selten ist mir im Sportpalast so viel Zustimmung entgegen- getragen worden wie bei dieser Gelegenheit; aber die Begeisterung des Volkes für eine große Sache, die ich damals entgegennehmen konnte, war kein Strohfeuer. Sie ist in einem ungeheuren Arbeitsprozeß in praktische Kriegsleistung umgesetzt worden! Gewiß haben wir dabei in ungezählten Fällen harte Maßnahmen treffen müssen. Keiner hat das mehr bedauert als wir: aber die braven Volksgenossen, die dadurch zunächst Beruf, Geschäft und den Genuß eines manchmal jahrzehntelangen Fleißes
Der Deutschlandsender wiederholt die gestrige llebertragung der Sportpalast- Kundgebung am heutigen Sonntag im Anschluß an den IV-llhr-Nachrichten« dienst. Nach Ausführungen von Reichsminister Speer über den gegenwärtige« Stand der deutschen Rüstungsproduktion spricht Reichsminister Dr. Goebbels über die politische und militärische Lage.
einbüßten, können schon heute das Bewußtsein haben, daß ihr Opfer nicht umsonst war!
Sie werden dafür nach Möglichkeit jetzt schon und besonders nach dem Ende dieses Ringens in gerechter Weise entschädigt werden. Heute aber gilt es, alle Kraft auf den Sieg zu konzentrieren! (Die letzten Sätze Dr. Goebbels' werden immer wieder von stürmischen Beifallskundgebungen begleitet.)
Im Rahmen dieses gigantischen Umschichtungsprozesses sind im Verlaufe der vergangenen fünf Monate
tsst 3.5 Millionen ^eläungea von LrdsttsIrrLIion
eingelaufen. Von diesen Meldungen sind bisher 2^s Millionen bearbeitet. Viele Hunderttausende von Männern konnten aus dem Produktionsprozeß für die Wehrmacht freigestellt werden. Sie sind zu den Waffen geeilt, während andere Männer und Frauen unterdes ihre Plätze an Drehbank und Maschine eingenommen haben. Wir werden später einmal in der Geschichtsschreibung dieses Krieges den hier skizzierten Prozeß als die umfassendste produktionelle Umwandlung der deutschen Kriegswirtschaft darstellen müssen. Wenn wir hegte eine erste Bilanz dieses Prozesses vor der Oeffentlichkeit ablegen tonnen, so erfüllt uns das alle mit Stolz und Genugtuung.
Die Krise des Winters ist zu Ende. Wenn wir die Lage in den hinter uns liegenden grauen Monaten manchmal mit verbissenem Grimm unter unsern prüfenden Blick nehmen, dann haben wir doch niemals vor den Schlägen des.Schicksals resigniert; im Gegenteil. mit einer Kraftanstrengung ohne Beispiel haben sich Führung und Volk dagegen aufgebäumt.
In aller Stille und ohne viel Aufhebens ist daneben hier eine geschichtliche Leistung vollbracht worden. Die Nervenkampagne des Gegners macht deshalb auf uns keinen