Ausgabe 
(2.6.1943) 151
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pai^teianrtlrclie Layeszettung

vos Amtsblatt des legierenden lürgermcisicrs der 5rcicn Hansestadt lremen

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der Nationalsozialisten, vremens

flmtiiches vcrkündungsbiatt des lcichsstattiialters in Oldenburg und lremen

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Berlin, 1. Juni. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz. ge­währte dem Leiter der Berliner Schristlei- tung der japanischen Zeitung „Asahi Schim- bun", Yoshio Moriyama, am 31. Mai 1943 «ine Unterredung, in der er u. a. Fragen der deutschen Seekriegführung unter besonderer Würdigung des Unterseebootkrieges behan­delte.

Moriyama erklärte,, die Anteilnahme des deutschen Volkes am Flottentag der japani­schen Marine, die hohe Auszeichnung des Führers für den gefallenen japanischen Flot­tenchef, Großadmiral Pamamoto, um) die von Großadmiral Dönitz an die japanische Marine gerichtete Botschaft hätten das japanische Volk tief bewegt und in ihm den Wunsch ver­stärkt, auch an den großen Leistungen der deutschen Kriegsmarine in dem gemeinsamen Schicksalskampf teilzunehmen.

Großadmiral Dönitz entgegnete, die deutsche Kriegsmarine stehe noch unter dem Eindruck des Heldentodes des großen japani­schen Flottenchefs. Die aus Anlaß des Jahres­tages von Tsuschima herausgegebene Zu­sammenfassung der japanischen Marine-Er­folge sei ein mächtiges und unvergängliches Denkmal des gefallenen Großadmirals Pama- moto. Der Großadmiral fuhr fort: „Meine Erußworte Zum Tsuschima-Tage entsprangen dem Bedürfnis, die Gefühle der deutschen Kriegsmarine auszudrücken. Die Antwort des Kaiserlich-Japanischen Marineministers und des Chefs des japanischen Admiralstabes hat mich freudig bewegt. Sie wissen, daß die deutsche Kriegsmarine in dem uns von Bri­tannien aufgezwungenen Krieg in den ersten Anfängen des Neuaufbaues einer Flotte ein­treten mußte. Ungeachtet dessen — die bri­tische und französische Flotte waren allein in Nordsee und Atlantik zahlenmäßig um das Zehnfache überlegen! — hat sie vom ersten Tage des Krieges an in kühnen und blitz­artigen Vorstößen die Initiative ergriffen, den Engländer in seinem eigenen Kriegs­hasen Scapa Flow überfallen, die britischen

Küsten durch Minen verseucht, U-Boote, Schlachtschiffe, Kreuzer und Hilfskreuzer in die Weite der ozeanischen Räume entsandt, durch die Besetzung der norwegischen Häfen den britischen Plan vereitelt und wichtige Positionen in der nördlichen Flanke des Gegners erobert. Indessen hatten Heer und Luftwaffe in einzigartigem Ansturm die feindlichen Armeen überrannt und in der Südflanke der britischen Insel die wertvollen Stützpunkte der Atlantikkllste gewonnen. Von hier aus konnte nun die dem Engländer ge­fährlichste Waffe des Seekrieges — die U- Bootwaffe — gegen die Lebensadern Bri­tanniens mit größerer Wirkung angesetzt werden. Die Erfolge sind Ihnen bekannt. Im Verlauf dieses für Britannien immer bedroh­licher werdenden Ningens glaubten die dem Kriege nachlaufenden Vereinigten Staaten, das stolze japanische Kaiserreich demütigen zu können. Wir haben, wie Sie sich denken können, mit Begeisterung und Bewunderung erlebt, mit welch furchtbarer Kraft und Ent­schlossenheit Japan den Uebermut seiner Geg­ner gezüchtigt hat."

Moriyama: Herr Großadmiral, es

hat uns in dieser ernsten Echicksalsstundc mit Genugtuung ^erfüllt, wie eindrucksvoll die mächtige. Konstellation der im Dreierpakt

zusammengeschlossenen Völker zur Wirkung kam. Wir haben wohl empfunden, mit wel­cher Schnelligkeit, mit weichem strategischen Geschick und . welchem durchschlagenden Er­folg die deutsche Seekriegsführung den neuen Feind packte und ihm vor seiner Tür mit der ganzen Wucht der Il-Boot-Waffe furchtbare Wunden schlug'.

Großadmiral Dönitz: Sie haben recht! An dem Beispiel der japanischen Flotten- erfolge im Pazifik und der deutsch-italieni­schen U-Boot-Erfolge auf der anderen Seite des amerikanischen Kontinents, im Allan­tik, erkennen wir das Wesen dieses ozeani­schen Entscheidungskampfes: im Wechselspiel der Kräfte unserer vereinigten Seekriegs­mittel werden die britisch-amerikanischen Kriegs- und Handelsflotten immer wieder überall gebunden, angegriffen und schließ­lich erbarmungslos erschöpft.

Moriyama: Die erstaunlichen Ver­

senkungserfolge von über 31 Millionen BRT. sind ein beredtes Zeugnis dieses Prozesses.

Großadmiral Dönitz: Bei diesem Ver- senkunaserfolg, der einen Vorsprung vor den Abwehr- und Neubau-Anskrengungen des Gegners darstellt, der schlechterdings nicht mehr eingeholt werden kann, ist Japan mit

einem wesentlichen Beitrag beteiligt. Es ist für sie Beurteilung der Wirksamkeit unseres gemeinsamen ozeani.chen Krieges wichtig, daß wir uns stets sein Gesamtergebnis vor Au­gen stalten. Schwantungen liegen im-Wesen des Seekrieges. Entscheidend ist das End­ergebnis.

Moriyama: Herr Großadmiral, ich be­trachte es als ein glückliches Vorzeichen, daß Sie mir diese Unterredung zum 31. Mai ge­ben, an dem die deutsche Kriegsmarine die Erinnerung an die ruhmreiche Skagerrak- schlacht stegestt. Damals wurde der britischen Flotte der Nimbus der Unbesiegbarkeit ent­rissen, während heute die feindlichen Han­delsflotten mit einem Verlust von 31,5 Mil­lionen BRT. eine Niederlage erlitten haben, von der sie sich, wie ich glaube, in diesem Kriege nicht mehr erholen werden.

Großadmiral Dönitz: Ich bin über­

zeugt. daß unsere Nationen im Geiste einer heroischen Seekriegführung unbesiegbar sind. Wenn sich auch die Formen des Seekrieges seit damals gewandelt haben und weiter­hin wandeln werden, wenn die Methoden unserer Seekriegführung auch räumlich, tak­tisch und technisch verschieden sind, so ist unser Ziel doch unverrückbar das gleiche: der Endsieg!

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitung

xve. Berlin, t. Juni. Die in lleber- fiille vorliegenden Nachkriegspläne unserer Gegner lassen ebenso zwingende Schlüsse auf ihren jüdischen Ursprung zu wie aus ihnen unzweideutig hervorgeht, daß der letzte Sinn all dieser Planungen weltimperia- listische Ziele und Weltherrschaftsgeliiste» kurz eine Weltrcgierung des Judentums ist. Alle bisherigen Planungen kulminierten um

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diesen einen Punkt. Der bedeutsamste Ver­such auf diesem Gebiet war ohne Zweifel die Atlantik-Charta, die inzwischen jedoch auch schon liquidiert werden mußte. Denn alle diese Pläne ließen sich, trotz aller Ueber­einstimmung in den letzten Zielen, nur schwer unter einen Hut bringen. Der Kern dieser Judenleiden bestand darin, daß Sta­lin anders will als Churchill oder Roose- velt. Wenn trotzdem immer wieder erneut der Versuch gemacht wird, die verschiedenen Meinungen untereinander zur Deckung zu bringen und eine einheitliche Ausrichtung zu erzielen, so beweist das nur einmal mehr, daß hinter ihnen allen eine einheitliche Führungsmacht steht: das internationale

Wcltjudentum.

Ein derartiger Versuch liegt nunmehr neuerdings in Ausführungen vor, die einmal in der USA.-Zeitschrift „Look" von den be­kannten Kommentatoren Clapper und Krack gemacht wurden, die sich besonders guter In­formationen aus dem Weißen Hause zu be- siSen rühmen und dann in einer Rede, die Sumner Westes vor der Negeruniversität in Durham, Nord Cacota, hielt. In den Aus­führungen der ^ook" ist wieder einmal das Bestreben kennzeichnend, den Stalinschen Im­

perialismus anzufeuern, gleichzeitig aber auch das Bemühen, den amerikanischen Aspi­rationen möglichst weitgehend Gcliung zu verschaffen. Das sind die gleichen Momente, die auch in den jüdischinspirierten Artikeln der Weltpresse der letzten Zeit immer wieder­kehrten. Da forderte die jüdische Zeitung „Habokcr" freie Durchfahrt für die sowjeti- ichen Kriegs- und Handelsschiffe durch den Bosporus^ während andererseits amerika­nische Stützpunktforderungen unterstützt wur­den, die soweit gingen, daß beispielsweise Cypern das Schlußalied einer Kette werden sollte, die sich von Florida über die Ber­mudas nach Gibraltar und Sizilien hinzieht. Ganz im gleichen Sinne bestätigt „Look" Stalin das Recht, sich die baltischen Staaten einzugliedern und gibt zu erkennen daß er überhaupt freiö Hand in Europa haben soll. Auf der anderen Seite werden gegen die Zu­geständnisse an die Sowjets die Annexions­wünsche Roosevelts aufgerechnet, wobei unter anderem Dakar genannt wird und weiter die van Knox bereits angedeuteten Ziele der NSA. im Pazifik.

Besonders bemerkenswert bei der Aeuße­rung der „Look" sind jedoch die Sätze, die auf (Fortsetzung auf Seite 2)

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Aus dem Fiihrerhauptquartier, 1. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „An der Ostfront verlief der Tag bis auf örtliche Kampftätigkeit am Kuban-Brük- kenkopf im allgemeinen ruhig. Starke Ver­bände der Luftwaffe griffen sowjetische Pan­zer- und Jnsanterieverbände im Raum west­lich Krymskaja an und bekämpften nz.il gutem Erfolg Vatteriestellungen und Nach­schubstützpunkte des Feindes im mittleren und

nördlichen Abschnitt der Ostfront. Die So­wjets verloren gestern 51 Flugzeuge. Zwei eigene werden vermißt. Im M illei - meerraum vernichtete die Luftwaffe ge­stern acht mehrmotorige feindliche Flugzeuge. Ein Verband schwerer deutscher Kampfflug­zeuge bombardierte in her vergangenen Nacht das Hafengebiet von Sousse. Ein deutsches Unterseeboot versenkte im Atlantik ein feind­liches Handelsschiff von 8000 BRT."

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Wken, I.Juni. In besonderer Würdigung des unvergänglichen Heldentums während der schweren Kämpfe im Osten, vor allem aber auf dem Trümmerfeld von Stalingrad, hat der Führer die 44. Infanteriedivision, in de­ren Reihen auch das Jnf.-Regiment 134. das Traditionsregiment des K. u. K. Jnf.-Regts. Hoch- und Deutschmeister Nr. 4, kämpfte und blutete, mit dem stolzen und verpflichtenden Namen „Reichsgrenadier-Dioision Hoch- und Deutschmeister" ausgezeichnet.

Die Ehrung ist eine Mahnung an die An­gehörigen der Division, nach dem Vorbild derer zu handeln, die bis zzu ihrem Tode nichts anderes kannten als Pflichterfüllung. Es ist aber auch ein Auftrag unh eine Ver­pflichtung für den Reichsgau unv die alte Reichsstadt Wien, sich des Opfergeistes ihrer Söhne würdig zu erweisen. Die Auszeichnung ist auch ein Symbol. Mit ihr würdigt der Führer die innere Haltung und den Fronr- geist aller Donau- und alpenlän.dischen Trup­pen. Die Verleihung des Ehrennamens be­deutet daher nicht nur eine Auszeichnung Wiens, nicht nur die Erneuerung seiner ruhmreichen soldatischen Tradition, sondern ist gleichzeitig sichtbarer Ausdruck der un­zerstörbaren Schicksalsgemeinschaft aller Gaue des Reiches, ein Sinnbild völkischer Geschlos­senheit. das die ganze, deutsche Nation mit stolzer Genugtuung erfüllen darf.

Die Stätte des feierlichen Aktes der Na­mensverleihung war der Große Konzerthaus­saal, über deren rot ausgeschlagener Stirn­wand mahnend das Eiserne Kreuz hing. Zahl­

reiche Persönlichkeiten aus Wehrmacht, Par­tei und Staat wohnten dem Festakt bei, an ihrer Spitze Reichsleiter Baldur von Schirach. Kämpfer der Ostfront, Soldaten und Offi­ziere aller Formationen des Heeres und der Waffen-ff füllten mit den Hinterbliebenen und Angehörigen der Stalingrad-Kämpfer den großen Saal. Verwundete Soldaten und Ritterkreuzträger saßen auf Ehrenplätzen. Nachdem Gauleiter-Stellvertreter Schari- zer die Kundgebung eröffnet hatte, gab Generalleutnant Goeritz, der vorletzte Kommandeur des Jnf.-Regt. 134, einen Ueberblick über die stolze und ruhmreiche Ge­schichte der Deutschmeister in den 250 Tahren ihres Bestehens. Er erinnerte daran, daß sie unter Prinz Eugen die Feuertaufe empfin­gen, gegen die Heere des Sonnenkönigs, in den Erbfolgekriegen, im schlesischen und im siebenjährigen Krieg antraten und ruhmvoll kämpften. Er sprach von den unvergänglichen Leistungen des Regiments im Ersten Welt­krieg, verwies auf die enge Verbundenheit der Wiener Bevölkerung ^it ihrem Haus- regiment und rief die Erinnerung zurück an jenen Mär.ztag des Jahres 1038, an dem die Deutschmeister unter dem Jubel der Wiener Bevölkerung an dem Führer vorbeimarschier­ten. Der Offizier schloß: Höchsten Soldaten­ruhm aber erwarben die Träger der stolzen Deutschmeister-Ueberlieferung im Kampf ge­gen den Bolschewismus, wo die tapfere Be­währung des Regiments in Stalingrad ihre Krönung fand. Unter den Klängen des Hoch- und Deütschmeistermarschcs erfolgte nun der Einzug der ruhmbedeckten-Fahne des 1. Ba­taillons des Jnf.-Regt. 134, das die stolze Tradition der Deutschmeister wahrt.

Ritterkreuzträger Oberleutnant Heger gab eine Uebersicht über die Einsätze der 44. Jnf.-Div. Am 1. September überschritt sie im Feldzug gegen Polen die Grenze, mar­schierte 14 Tage später an der Sanbrücke am Führer vorbei, trat am 10: Mai 1940 den Vormarsch durch Luxemburg und Belgien nach Nordfrankreich an, erzielte am 5. Juni den Einbruch in die Weygand-Linie, worauf es zu den Durchbruchsschlachten an der Somme und Oise kam. Am 22. Juni 1941 brach die 44. Division in die bolschewistischen Westbefestigungen ein. Sie machte die schwe­ren Kämpfe in dek Winterschlacht des Jah­res 1941 am oberen Donez südostwärts von Charkow mit. Später war sie an der Kessel­schlacht von Kalatsch beteiligt und wuide im Donbogen eingesetzt. Als Mitte November 1942 im Nachbarbereich der Gegner unsere Stellung durchbrach, wurden zu dessen Ab­wehr auch Teile der 44. Division eingesetzt. Dem schweren Druck des Gegners aber mußte die Division Schritt ^für Schritt nachgeben, jeden Abschnitt verbissen verteidigend. Nord­westlich des Stalingradkessels kämpfte die 44. Division heroisch mit altgewohnter Bra- vour bis zur letzten Patrone.

Kommandorufe. Der Fahnenzug präsen­tiert. Die Fahnen senken sich. Die Stimme des Sprechers: Wir gedenken der gefallenen Helden der Hoch- und Deutschmeister. Seit seiner Gründung im Jahre 1695 hat das Re­gimen! bis 1914 an 206 Schlachten und Ge­fechten teilgenommen. Durch ein Viertel­jahrtausend deutscher Geschichte wehte ihre Fahne über den großen Schlachtfeldern Eu­ropas. Der Sprecher rief einige Marksteine rn Erinnerung: 1697 Zenta. 1809 Wagram,

1914 Narol, 1939 Lemberg, 1940 Somme, 1941 oberer Donez, 1942 Kiew^und Kalatsch. 1943 Stalingrad. Die Feierstunde erreichte ihren Höhepunkt, als Reichsstatthalter in Wien. Reichsleiter Baldur von Schirach. fol­gende Verfügung des Führers verlas:

„Ich verleihe in Würdigung des helden­haften Einsatzes der Offiziere, Unteroffi­ziere und Mannschaften im großdeutschen Freiheitskamps der 44. Infanteriedivision den Namen „Reichsgrenadierdivision Hoch- und Deutschmeister". Ich verbinde damit die Gewißheit, daß die Angehörigen der wieder aufgestellten Division ihrer bei Stalingrad gebliebenen Kameraden würdig bleiben werden, um nun erst recht mitzuhelfen, den Kampf um Eroßdentschlands Freiheit und Zukunft zum siegreichen Ende zu führen. Adolf Hitler."

Der Reichsleiter fuhr fort: Mit dem Schick­salskampf von Stalingrad kam in die Stadt Wien Leid und Trauer. Es flammte 'aber >auch der Stolz darüber empor, daß die Söhne, die einst ausgezogen waren aus Wien, ihrer Heimat treu geblieben waren. Nun halber Führer in diesen Gefallenen die Stadt Wien geehrt und ihren Menschen für alle Zukunft eine hohe Verpflichtung auferlegt. Unser Dank an den Führer sei das Gelöbnis, daß der Re:ckisga» Wien ebenso treu und tapfer in der Zukunft seine Pflicht erfüllen wird wie die Grenadiere der neuen Reichsgrenadier­division Hoch- und Deutschmeister. Der Gruß an den Führer und die Lieder der Nation schlössen die Feierstunde, vor deren Beginn der Reicksstattba'ter in Wien und der Wehr- krsisbefehlsbaber XII Kränze am Denkmal der Deutschmeister niederlegen ließen.

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Das Gesetz des Handelns bis zum Siege

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Im Krieg auf allen Ozeanen haben die Dreierpaktinächte unseren Feinden bereits gewaltige Verluste beigebracht. Eine Kriegs­flotte, die als Kampfinstrument größter Seemächte ausreichen würde, ruht auf dem Meeresgrund. Mehr als 31 Mill. BRT. an feindlichem Hanüclsschiffsraum mit über tu Milk, Eewichtstonnen wertvoller Fracht sind versenkt worden. Diese gigantischen feindlichen Verluste an Frachtern. Fahrgast- dampfern und Tankern sind in erster Linie den deutschen Unterseebooten zu verdanken. Sie zwingen England und die USA. dazu, einen großen Teil ihrer Gesamtproduktion ständig nur als „Torpedosutter" betrachten zu müssen, das wirkungslos in den Ozean versinkt. Neben dieser auf lange Sicht wir­kenden Zermllrbungsarbeit der Unterseeboote und neben der dadurch erreichten Verengung der operativen Bewegungsfreiheit -Englands und der Vereinigten Staaten steht noch eine andere Seite der weltweiten Wirkung des Unterseebootkrieges; von der viel zu wenig gesprochen wird. Es ist die ständige un­mittelbare Bindung feindlicher Kampfkräfte und Waffen. Man kann während des Krie­ges da nicht mit genauen Einzelheiten auf­warten. denn der Gegner bemüht sich natür­lich, über den ungewöhnlichen Umfang seiner Anstrengungen einen dichten Schleier zu breiten. Doch wir haben aus dem ersten Weltkrieg gewisse Vergleichszahlen über die riesigen Mengen von Rüstüngsmaterial, die der Feind zusammen mit dem notwendigen Personal für die Bskämpfung der Untersee­boote bereitstellen muß.

Der englische Admiral Lord Jellicoe hat in seinen Kriegserinnerungen festgestellt, daß außer über 300 Zerstörern und über 100 Hilfskreuzern und U-Boot-Fallen be­reits im Dezember 1917 nicht weniger als 3084 englische Eeleitfahrzeuge und Minen­suchboote eingesetzt waren, um die britische Schiffahrt vor den Torpedos und Minen deutscher Unterseeboote zu schützen. Doch diese rund 3500 Kriegsfahrzeuge, die gegen damals 130—140 deutlche Unterseeboote auf­geboten wurden, reichten noch keineswegs aus, obwohl weitere Tausende von amerika­nischen, französischen und anderen feindlichen Kriegsfahrzeugen hinzuzurechnen waren. Deshalb waren laut Jellicoe auf den engli­schen und kanadischen Werften Ende 1917 noch über 100 weitere Zerstörer, 150 Kano­nen- und Minensuchboote nach Art der heu­tigen „Korvetten", 800 Fischdampfer und Logger sowie 175 - Fahrzeuge anderer Art, also zusammen 1225 weitere Kriegsfahr­zeuge für die Unterseebootabwehr allein der englischen Kriegsmarine im Bau. Lord Jellicoes Aeußerungen lassen also erkennen, daß die Zahl der Kriegsfahrzeuge aller Feindmächte,, die im ersten Weltkrieg für den Schutz der Handelsschiffahrt gebaut oder umgebaut worden sind, sich auf mindestens 7000 belaufen hat.

Auf diesen 7000 Kriegsschiffen der U-Boot- Abwehr im ersten Weltkrieg waren Zehntau­sende von Geschützen, Maschinenwaffen, Was- serbombenwerfern usw. eingesetzt. Dazu kam im Weltkrieg 1914/18 nach den Angaben des Admirals Lord Jellicoe der Einbau von 4407 Geschützen auf englischen Handelsschiffen, wo­zu sich noch weitere tausend« auf den Han­delsschiffen anderer Feindmächte gesellten. Schließlich wurden auch vor 25 Jahren schon zahlreiche feindliche Flugzeuge und Klein- luftschifse (Blimps) zum Geleitschutz sowie viele Bomber zu Angriffen auf die U-Boot- Stützpunkte in Flandern eingesetzt. Die ersten- Fluazeugträger der Welt wurden 1918 aus­drücklich für den Schutz englischer Eeleitzüge gebaut.

Alle diese, Feststellungen zeigen, welche Rie­senmengen an Material mit dem entsprechen­den Bedienungspersonal im Kriege 1914/18 durch die deutschen Unterseeboote gebunden worden sind. Selbst dieser „Materialkrieg" aber hat vor 25 Jahren die erfolgreichen Unterseebootangriffe nicht verhindern kön­nen. Nicht diese feindliche Unterjeeboolab- wehr ist es gewesen, die es England ermög­lichte, am Rande des Abgrundes eben noch vorbeizukommen, an den die deutschen Unter­seeboote eingestandenermaßen bereits damals das machtgierige Jnselreich gedrängt hattenl Vielmehr waren andere Gründe maßgebend, insbesondere die Uneinheitlichkeit und Man­gel der Entschlußkraft der damaligen Neichs- fllhrung, die die Angrisfswirkung des Unter­seebootkrieges viel zu spät würdigte, dagegen zeitweilige Schwierigkeiten durch die feind­liche Abwehr überschätzte und somit die Un­terseebooterfolge nicht auszuwerten ver­mochte. während die U-Boote bis zuletzt am Feinde blieben. Wir wollen dichcn Dingen hier nicht weiter nachgehen, denn es ist uns allen und der Welt bekannt, daß im natio­nalsozialistischen Deutschland Adolf Hitlers ganz andere militärische und politische Vor­aussetzungen geschaffen worden sind. um den Unter,eebootkrieg sich im Rahmen der Ee- samtkriegsführung auf lange Sicht voll aus­wirken zu lassen.

Was nun den Feind angeht, so versuchen englische Stimmen den Eindruck zu erwecken als sei bei Kriegsbeginn die Unterseeboot­abwehr durch die englische Flotte nicht ge­nügend vorbereitet gewesen. In Wirklichkeit Insst dies gar nicht zu, denn England hatte schon lange vor Kriegsausbruch die sofortige Ein uhrung des Geleitzugsystems, die Be­waffnung der Handelsschiffe und die B«reit- stellung zahlreicher Kriegsfahrzeuge und