Ausgabe 
(25.5.1943) 143
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NeichssiarrkiaHers in Mvenburg und vremen

Nr. 14Z , 15. Jalirgang

Dienstag. 25. INai 1845

Linzelpreis 15 Npf.

Die Komintern „ist tot" - ilirs L bleger leben!

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Dratztvcricht unserer Berliner Schriftleitung

sos, Berlin, 24. Mai. Nachdem bereits die gestrige Reaktion der Weltpresse deutlich ge­nug zeigte, daß kein Mensch den plumpen Täuschungsmanövern aus Moskau, das mit der Auflösung der kommunistischen Inter­nationale versucht wird, Glauben zu schen­ken vermag, liegt schon heute der Nachweis dafür vor, daß es sich nur um ein zeitweiliges „Verschwinden" der Komintern handelt, die indessen lustig unter anderem Namen weiter­lebt. Die schwedische Zeitung „Nya Daglight Allehanda" erklärt, daß die proletarische Weltrevolution unter einem neuen Deck­mantel fortgesetzt werde. Als Tarnungs­organisation für sie hat die „Mopr" zu die­nen. Diese Initialen stehen für die Welt- organisation für proletarische Revolution. Es handelt sich dabei um das gleiche, was einst die „Rote Hilfe" darstellte, die ja auch bei uns in Deutschland tätig war.

Die schwedische Zeitung untersucht ausführ­lich diese besondere Organisation der bolsche­wistischen Weltrevolution, die nach ihren Ausführungen von Stalin persönlich ausge­baut wurde. Gegenüber der „MOPR" sei die Komintern nur ein „träumendes Kind der bolschewistischen Revolution" gewesen. Stalin habe sich dagegen weniger für die ideologi­sche, dafür aber um so mehr für die praktische Seite der Weltrevolutionierung und Bolsche- visierung interessiert. Wörtlich heißt es in

der „Nya Daglight Allehanda": „Es fallt auf. daß zwar die Komintern aufgelöst, aber daß nicht ein einziges Wort über das Ab­leben aller gleichartigen Organisationen ver­loren wirb. Eine dieser Organisationen läuft unter dem Namen „Mopr". Sie ist ein ech­tes Kind von Stalins Geist und vor allen Dingen praktisch orientiert. „Mopr" trat in der letzten Zeit in der Sowjetpresse immer öfter in Erscheinung. Daß diese Organisation existiert, hängt vor allem damit zusammen, daß man es in der Sowjetunion für zweck­mäßig hält, Doppelorganisationen zu be­sitzen Wenn die eine Organisation verschwin­den muß, so nimmt die andere die Arbeit der liquidierten auf und setzt ihre Tradition, wenn auch unter anderem Namen. fort. Auch noch andere bolschewistische Organisationen mit gleichartigen Zielen bestehen. Es sei nur auf eine weitere hingewiesen, die sich „VOKS" (Weltorganisation für die Förde­rung der Kultur) nennt und die ebenso wie die „MOPR" noch besieht." Mit dieser Aeußerung wird festgestellt, daß die Rotb Hilfe" ausdrücklich nicht unter das Auflö- sungsdekret fällt, sondern die Aufgabe hat. die Komintern abzulösen. Es bleibt ferner das Zentralsckretariat der Komintern in Moskau bestehen. Lediglich der Kongreß der Komintern tritt nicht mehr zusammen.

Die tatsächliche Einstellung Stalins geht mit voller Klarheit daraus hervor, daß er

selbst lange Zeit, und zwar mindestens noch bis 1935, Mitglied des Präsidiums des Exe­kutivkomitees war und daß er jetzt den Vor­schlag für das Auslösungsdekret keineswegs selbst unterzeichnete. Der ganze Vorgang der Auflösung liegt durchaus in der Linie der bisherigen bolschewistischen Methoden. So, wie aus der ersten Internationale, die 1884 von Marx gegründet wurde, im Jahre 1889 die zweite in Paris errichtet und aus dieser die dritte Internationale wurde, die am 2. Mai 1919 in Moskau entstand, so lebt auch diese dritte Internationale jetzt, auch wenn man sie nun für tot erklärt, in irgendeiner Gestalt weiter. In welchem Sinne, das deutet auch ein Manifest der sogenannten vierten Internationale an, das aus Mexiko-City ge­meldet wird und von der Witwe des ermor­deten Trotzki stammt. In diesem Manifest heißt es wörtlich: „Es dürfte der Welt jetzt klar sein, daß die Tradition der Oktoberrevo­lution und der Lehren Lenins und Trotzkis nur noch von der vierten Internationale auf­rechterhalten wird."

Der französische Regioxungschef Laval gab deutschen Pressevertretern gegenüber eine Erklärung zum Beschluß der Sowjetregie­rung ab und wies darauf hin, daß es im Wesen des Bolschewismus liege, sich nicht an eingegangene Verpflichtungen zu halten. Da­für habe Frankreich klare Beispiele bei der (Fortsetzung auf Seite 2)

Lurops soll Lrol voll 6uÄs§ KasÄen essen

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Berlin, 24. Mai. Die britische Delegation auf der gegenwärtig in Hotsprings (USA.) tagenden Konferenz, die sich mit der Kriegs­versorgung der Antiachsenmächte befaßt, schlug, wie der USA.-Funk meldet und die britische Reuteragentur bestätigt, die Schaffung einer „Internationalen Lebensmittelbank" mit weitgehenden Vollmachten und Eingriffs­möglichkeiten in die Landwirtschaft der ein­zelnen Staaten vor. Auch eine internationale Preispolitik auf dem Gebiet der Verbrauchs­güter soll diese Bank betreiben, von der das internationale Judentum ein Feld beson­ders großer wirtschaftlicher Profite und ent­scheidender. Einflußnahme «uf das Leben der Völker erhofft.

Dieser Antrag zeigt klar den jüdischen Pferdefuß, der allen Nachkriegsplanungen unserer Gegner anhaftet. Der Antrag ist der erste Vorstoß im Rahmen eines neuen Pro­jektes. mit dem die Juden Profite zu machen und in das Leben der Völker einzugreifen gedenken.

Die Verteilung der Lebensmittel der Welt durch die jüdische Börse, der Schacher mit der den Lebensbasis der Völker, dieser

an ist ein wahrhaft typisch jüdisches Pro- kt. Welche Perspektiven würden sich damit c die profitgierigen Scharen der Eetreide- len, der Viehjuden und der übrigen Vör- «jobber eröffnen? Eine internationale Le- iismittelbank! Damit würde der wildesten irsenspekulation in Korn und in Fett, in eisch und in allen übrigen Lebensmitteln ir und Tor geöffnet. Wenn dann auch alle «gern müßten, der Jude würde verdienen.

würde satt und mehr als satt werden. Mn wo immer die Juden eine Bank er- neten, war der Zweck. Profite zu machen d andere übers Ohr zu hauen, völlig klar. Die internationale Lebensmittelbank wür-

für das Judentum in der Tat die ideale :rbindung zwischen Geschäft und Politik be­uten. Denn Hunger tut weh. Der Jude ein wäre aber dann der Herr über die aage, auf der den Völkern die Existenzmit- ihres Lebens zugemessen würden. Mit

einem Federstrich könnte er Ueberfluß oder Nationalsozialismus hat als eine seiner er- schlimmste Entbehrung einem Volke zumessen, sten Maßnahmen dem Juden die Möglichkeit In einer klaren Konsequenz zielt dieser Plan genommen, seine schmutzigen Finger in den auf die Durchführung der jüdischen Weltherr- Lebensmittelmarkt zu mischen. Für uns ist schaft hin. Denn erst, wenn er uns die Ratio- das Ernährungsproblem eine Angelegenheit, nen zuteilen oder verweigern kann. fühlt sich die jenseits der Einmischung irgenöwelcher der Jude seiner Herrschaft völlig sicher. Mit Börsen und Märkte stehen muß. Die Glei- diesem Griff nach dem Brotkorb der Völker ^ chung Gold gegen Korn geht bei uns n'cht würde er — so hofft er nicht zu unrecht — auf. Wenn infolgedessen im Deutschland des der wirklich unumschränkte Herr der Welt. vierten Kriegsjahres trotz aller notwendigen Dann würde ein einziges freies Wort über Einschränkungen, die uns ein zu kleiner Le­tzte Juden dazu genügen, um Millionen den bensraum noch auferlegt, die Ernährung auf Bauchriemen enger zu schnallen oder sie, einer gleichen Basis für alle gesichert dasteht, wenn sie sich gar gegen Judas Herrschaft auf- so'ist das ein Triumph unseres nationalen lehnen wollten, verhungern zu lassen. Kaum und sozialistischen Wollen?. Ihm gilt der ganze je dürfte ein teuflischerer Plan ersonnen Haß des Judentums. Der Sieg unserer Waf- worden sein als dieser, der durch eine Art fen aber wird dafür sorgen, daß nicht nur in Zuteilungssystem die Völker in Abhängigkeit Deutschland, sondern in allen Lebensräumen

halten will.

Der Plan verrät aber auch einen der we­sentlichen Gründe für den Haß Judas gegen das nationalsozialistische Deutschland. Der

der Achsenländer wie ihrer Verbündeten der infernalische Aushungerungsplan jener jüdi­schen internationalen Lebensmittelbank nie­mals zur Wahrheit werden wird. Zoo

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Aus dem Führerhauptquartier, 24. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „An der Ostfront fanden nur Kampf­handlungen von örtlicher Bedeutung statt. Im Mittelmeerraum griffen deutsche Kampf­flugzeuge in der vergangenen Nacht Schifss- ziele und militärische Anlagen des Hafens Djidjelli an.

Unterseeboote versenkten in schweren Kämpfen aus stark gesicherten Gelcitziigen im Nordatlantik und bei Einzeljagd zehn Schiffe mit 55 009 VRT. Vier weitere Schiffe wurden torpediert. Ihr Sinken konnte we­gen der starken Abwehr nicht mehr beob­achtet werden. Ein Kampfflugzeug beschä­digte ein feindliches Handelsschiff im At­lantik durch Bombentreffer schwer. Ein Unterseeboot schoß über der Biscaya einen feindlichen Bomber ab.

Feindliche Bomberverbände warfen in der vergangenen Nacht zahlreiche Spreng- und

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Brandbomben auf Dortmund Es entstanden Verluste unter der Bevölkerung und erheb­liche Sachschäden. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden 33 der angreifenden Flugzeuge, hauptsächlich viermotorige Bom­ber, abgeschossen. Schnelle deutsche Kampf­flugzeuge führten gestern einen überraschen­den Tagesangriff gegen die südenglischen Ha­fenstädte Boürnemouth und Hastings. In der Nacht zum 24. Mai griff die Luftwaffe wie­der den Schiffsbauplatz Eunderland mit star­ken Kräften an. Im Stadt- und Hafenge­biet entstanden nach Bombentreffern große Brände."

Reuter stellt in einer Meldung über den deutschen Luftangriff auf Eunderland fest, daß dabei auch „ausgedehnte Schäden an in­dustriellem Eigentum" zu verzeichnen seien. Es habe eine Anzahl Tote und Verletzte gegeben.

In einer Tatsache stimmen alle krieg­führenden Völker überein: der jetzige Krieg ist unendlich viel grausamer, schonungsloser und leider auch unritterlicher als etwa die Kriege des gern so leicht verurteilten 19. Jahrhunderts. Man darf sagen, daß mäh rend des ganzen 19. Jahrhunderts bis zu seiner Mitte die Kriege planmäßig stets schonsamer, rücksichtsvoller gegenüber den Nichtkümpfern und ritterlicher gewesen sind. Die drei deutschen Einigungskriege von 18bt, 1868 und 1870 71 weisen so gut wie gar keine Ausschreitungen gegen die Zivilbevölke­rung, keine Wegnahme von privatem Eigen­tum, keine unnötige Grausamkeit auf: aus dem Rahmen fiel lediglich der in einzelnen Provinzen Frankreichs zeitweilig ausgebro- chene Franktireurkrieg, der aber keine große Verbreitung erlangte, rasch erstickt und vom Bewußtsein der damaligen Welt überall ver­urteilt wurde.

Selbst Kriege zwischen kulturell rückstän­digen Völkern bemühten sich, anständige Formen aufrechtzuerhalten. Das Verhalten der türkischen Armee im russisch-türkischen Kriege 1877 78 war in Hinsicht der Einhal tung ritterlicher Kriegsbräuchc durchaus als ordentlich zu bezeichnen. Die Russen aller­dings haben vor allem in den letzten Wochen jenes Krieges sich von den anständigen Lebensformen dispensiert und widerwärtige Metzeleien gegen die türkische Bevölkerung in Thrazien vorgenommen. Immerhin — diese Dinge geschahen an der Grenze Euro pas. Im allgemeinen hatte der Grundsatz sich durchgesetzt, daß die Kriege zwischen der Streitmacht der beiden beteiligten Staaten geführt werden, während Frauen, Kinder und Nichtkämpfer Frieden haben und das Privateigentum geschont wird. Dieser Grundsatz hat mit dem „Liberalismus", mit

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der „bürgerlichen Zeit" weniH zu tun. Beide haben ihn nicht geschaffen. Er ist vielmehr aus dem Grundgefühl der Ritterlichkeit der europäischen Völker entstanden.

Wie kam >es, daß dieser Grundsatz so völlig verfiel? Es gab eine Nation in Europa, die ihn nie angenommen hat. Großbritannien hat im Seekrieg von vornherein jeden An­gehörigen einer feindlichen ^Ikation als Feind behandelt und gefangengenommen. Es hat jedes feindliche Eigentum, auch das Privateigentum, nicht nur auf feindlichen, sondern auf neutralen Schiffen konfisziert, es hat den Krieg zur See stets als Vernich­tungskrieg gegen das andere Volk geführt.

Und es hatte außerdem seine Schule der Erbarmungslosigkvit zur Seite — Irland. Wenn es den Engländern gelang zwischen 1840 und 1914 durch Hunger die Bevölkerung Irlands von acht Millionen auf vier Mil­lionen herabzudrücken, zur Auswanderung zu treiben und ihren Notschrei unter dem Galgen zu ersticken, so war das Kriegführung gegen ein Volk, mit dem man keinen Frie­den zu schließen brauchte, weil es bereits unter der englischen Herrschaft stand. Der irische Dichter W. B. Peats schildert in seinem düsteren kleinen Theaterstück „Cath- leen ni Houlihan" die „alte graue Frau", die Seele Irlands, von Vauernhaus zu Bauernhaus, von Fischerhütte zu Fischerhütte wandernd und die Lieder des Grauens über die englische Henkerherrschast singend:

. . . Der schöne blonde Donaugh ist tot, mit der Witwe um Rache zu schreien meine Pflicht, einen Hanfstrick trug er als Hals­tuch rot, ein weißes Tuch norm Gesicht..." Wie in den Zeiten Sir Walter Naleighs und Lromwells, wie in der Zeit, als die englischen „Rotbeine" die in die Klippen des äußersten Westens geflllchletsn irischen Frauen und Kinder, wie sie Fischottern tot­schlugen. so ginq das Grauen in allen jenen Jahrzehnten über die grüne Insel. Mit diesem Volk hatte England nie Frieden ge­schlossen. sondern führte seinen Ausrottungs­krieg weiter. ...

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.Rom, 24. Mai. Das Hauptquartier der ita­lienischen Wehrmacht «gibt bekannt: „Die Häfen von Biseria und Djidjelli wurden von der Luftwaffe der Achsenmächte mit guter Wirkung angegriffen. Feindliche Luft­verbände führten wiederholte Bombardie­rungsaktionen auf die Inseln Pantelleria und Lampedusa sowie auf die Stadt Messina durch. Im Zentrum der Stadt wurden be­trächtliche Schäden verursacht. Die Zahl der ^pfer unter der Zivilbevölkerung wird zur Zeit sestgestellt. Die Bodenabwehr der beiden "-igeln vernichtete sechs Flugzeuge. Ferner svurden von deutschen Jägern zwei Spitfire über Malta und ein zweimotoriges Flug- ^oug südlich Sardinien abgeschossen. Vom rjeindeinsatz der letzten Tage kehrten vier un- ^r<Flugzeuge nicht zu ihrem Stützpunkt zu-

Eiaener Drahtbericht

Berlin, 24. Mai. Die Bevölkerung Nord­irlands, das im Gegensatz zum südlichen Teil der irischen Insel unter englischer Verwal­tung steht, beklagt sich seit langem über das Treiben der dort stationierten amerikanischen Truppen, die in diesem Lande schalten und walten, als ob sie sich auf eigenem Grund und Boden befänden. Die Engländer haben bisher dazu geschwiegen, allmählich wird aber auch ihnen dieses Treiben der Ameri­kaner recht unbehaglich, wie au? einem Be­richt eines Sonderkorrespondenten der Yorkshire Post" hervorgeht, der. wie er iäqt bei einer Reise durch Nordirland > besonderes Augenmerk auf die Auswirkun­gen der amerikanischen „Besetzung" richtete.

Ist schon die Anwendung des Ausdruckes Besetzung durch einen Engländer für die Art

des amerikanischen Verhaltens sehr viel­sagend, so wird die regelrechte Inbesitznahme Nordirlands durch die Amerikaner erst aus seinen weiteren Betrachtungen so recht deut­lich. Der Korrespondent schreibt unter ande­rem: Ein Besucher Nordirlands könne in die Versuchung kommen, das Ulster von heute als Uncle-Sam-Jnsel jenseits des Atlantik zu bezeichnen. Ueberall sehe man die ameri­kanische Flagge, und der amerikanische Ein­fluß sei ständig im Wachsen begriffen. Die amerikanischen Uniformen überdeckten im Straßenbild alles andere, und es gäbe keine Gaststätte, und kein Hotel, in dem man nicht auf eine Menge Amerikaner stoße. Die von England herübergekommenen Besucher be­rühre es sehr eigenartig, gleich im Lan­dungshafen auf Amerikaner zu stoßen. Diese beherrschten den Verkehr in den nordirischen Hafen vollständig und auf jedem Schiff höre man englisch mit dem eigentümlichen ameri­

kanischen Akzent sprechen. In anderen Städten hätten die Amerikaner zahlreiche Klubs gegründet und auch in den ländlichen Bezirken gäbe es überall Amerikaner, die mit ihren Militärwagen sogar Personen- transporte durchführten.

Diese Ausführungen kennzeichnen in un­mißverständlicher Weise, daß die Amerikaner im Zuge des Ausverkaufs des britischen Em­pire im Begriff sind, sich durch eine voll­kommene Amerikanisierung Nordirlands, dessen öffentlichem Leben sie bereits weit­gehend ihren Stempel aufgedrückt haben, auch auf einem Gebiet, das die Engländer als Mutterland des britischen Empire be­zeichnen, eigene Stützpunkte zu schaffen. Eng­land aber, das diese Amerikaner selbst nach Nordirland gerufen hat, muß diesem Treiben ohnmächtig zusehen, ohne daß es irgendwie in der Lage wäre, die Geister, die es gerufen hat, wieder zu bannen. vr. Llt.

Am 6. Juli 1882 führte England Krieg gegen Aegypten. Es scheute sich nicht, die offene große Handelsstadt Alexandria in Trümmer zu legen, von seinen eindringen­den Truppen wahllos die Bevölkerung füsi­lieren zu lassen. Lord Kitchener of Chartum Ichlug bei Omdurman das Heer des Kali­fen Abdullahi nieder — und über das Schlachtfeld auf dem die Tausende der von den Maschinengewehren niedergemähten Der­wische lagen, gingen die Engländer, unter ihnen der Leutnant Leonard Spencer Win- stqn Churchill, und knallten nieder, was noch lebte. Kitchener erwarb sich damals den Ti­tel „Der Schlächter von Omdurman."

Dann kam der Vurenkrieg. Mit Waffen­gewalt konnten die Engländer die Buren nicht niederwerfen. Darauf setzten sie das Knegsrecht einfach außer Kraft. Ein Mann der heule einer der unwürdigsten Knechte Englands ist. der Burengeneral I. L. Smuts schrieb 1901: „In der Tasche eines englische«