Ausgabe 
(23.5.1943) 141
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ParTeicmitlielie Tageszeitung

va» Amtsblatt des Neokerenden VDroermellter» der dreien Hansestadt vremea

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Vorgetäuschte Auslösung üsr Dritten Intemstionsle

" Neuer jüdischer Dreh

Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung

goe. Berlin, 22. Mai. Aus Moskau wird gemeldet, daß durch einen in der Prawda" veröffentlichten Beschluß des Zen­tralkomitees der Dritten kommunistischen In­ternationale und des Vollzugsausschusses die kommunistische Internationale mit sofortiger Wirkung aufgelöst sei.

Aus dieser Nachricht ist unschwer ein neuer gigantischer Judenschwindel abzulesen. Unter dem Eindruck der wachsenden antijüdischen Erkenntnis aller Nationen haben Noosevelt und Churchill als die Exponenten des Inter­nationalen Judentums Stalin den Rat zu diesem typisch jüdischen Täuschungsmanöver gegeben. Von diesem Tage an präsentiert sich der'Bolschewismus in einer neuen Maske, deren Zweck es ist, dem englischen und ameri­kanischen Volke und darüber kinaus den Völ­kern der-Welt, die jetzt die weltimperia- listischen Ziele des Weltbolschewismus zu durchschauen begannen, Stalin als einen na­tionalen Biedermann zu empfehlen und die Sowjetunion als einen Staat unter Staaten, der keine anderen als nationale Aspirationen besitzt.

Die angebliche Auslösung der Dritten In­ternationale erfolgte unmittelbar auf einen persönlichen Wunsch Noosevelts an Stalin, der durch den amerikanischen Botschafter Do­mes überreicht wurde. Davies selbst erklärte, daß dieser Brief sehr lang gewesen sei und daß Stalin ihn sofort übersehen lieh. Wenn Davies weiter mitteilt, dah Stalin leicht lächelnd und an seiner Pfeife ziehend die llebersetzung des Briefes schweigend und ohne irgendwelche Kommentare zur Kennt­nis genommen habe, so bietet diese Schil- , derung ganz das plastische Bild jenes Vor­gangs, mit dem ein Betrüger die Vorschläge -des anderen zur Kenntnis nimmt und sie gutheißt.

Die politischen Ziele, die Noosevelt und Stalin verfolgen und die sich gegenseitig er­gänzen, sind nie deutlicher zutage getreten als in diesem neuen Dreh des jüdischen Be­truges, durch den den Völkern nunmehr der Bolschewismus im Schafsfell präsentiert wer- lFortsetzung auf Seite 2)

riugslütwuickls auk Kalla dskLmvkt

Der gestrige OKW.-Bericht

Aus dem Führerhauptquartier, 22. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Oertliche Angriffe der Sowjets im Raum nördlich Lissitschansk und südöstlich Suchinitschy scheiterten teilweise im Nah- kampf unter hohen blutigen feindlichen Ver­lusten. Die Luftwaffe unterstützte die Ab­wehrkämpfe des Heeres durch laufende An­griffe von Sturzkampf- und Schlachtflugzeu­gen. Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Abschnittes wurden 15 Vandenlager zerstört, die Banden vernichtet und zahlreiche Beute an Waffen und Vorräten eingebracht. An der übrigen Ostfront nur beiderseitige Späh- und Stoßtrupptätigkeit. In den Gewässern der Fischer-Halbinsel wurde ein feindliches Frachtschiff von 4000 VRT. durch Bomben­wurf versenkt. Im Mittelmeerraum vernich­tete die Luftwaffe gestern 18 feindliche Flug­zeuge. Unter Jagdschutz angreifende schnelle deutsche Kampflugzeuge bekämpften bei Tage mit guter Wirkung Flugstützpunkte auf der Insel Malta.

Bei einem Tages-Luftangriff des Feindes in die Deutsche Bucht hatte die Bevölkerung Verluste. In den Stadtgebieten von Wil- helmshaoen und Emden entstanden größere Schäden. Durch Jäger sowie durch Flakartil­lerie der Kriegsmarine und der Luftwaffe wurden 17 der angreifenden viermotorigen Bomber abgeschossen. Zwei deutsche Jagdflug­zeuge gingen hierbei in Luftkämpfen verlo­ren. Bei Einflügen in die besetzten Wcstge- biete wurden vier feindliche Flugzeuge ver­nichtet. In der Nacht zum 22. Mai bekämpf­ten schnelle Bombenflugzeuge erneut militä­rische Einzelziele im 'Gebiet von London und an der Südküste Englands. Ein Flugzeug ging verloren. Einzelne feindliche Störflug­zeuge überflogen nachts das westliche und nördliche Reichsgebiet."

Kie8ige§ velnigskomplott koonevells, Ldurcdilk

Ü^S5 c/sn c/65 ?/uto/c5crt65»p5ö5/c/snt6n on /(fsm/kolnsn

Berlin, 22. Mai. Die ersten Andeutungen über Noosevelts Bries an Stalin werden, wie der Lissaboner Korrespondent von Europa-Preß meldet, in Lissaboner Kreisen der Achsenseinde gemacht, nachdem der Akt der lleberreichung durch den Sonderbotschaf­ter Davies zwei Tage zurückliegt. In Lissa­bon ansässige Nordamerikaner, die mit Se­natoren in Washington Fühlung haben, machen kein Hehl daraus, daß Noosevelt kon­krete Forderungen an Stalin gerichtet hat. Der wesentliche Inhalt dieser Forderungen wird folgendermaßen zusammengefaßt:

1. Noosevelt richtet das eindringliche Er­suchen an Stalin, in der politischen Taktik mit größerer Vorsicht als bisher vorzugehen, da durch die frühzeitige Veröffentlichung der politischen und militärischen Zielsetzungen Moskaus die beabsichtigte Herauslösung Finnlands aus der Front der Gegner der Sowjetunion gescheitert sei.

2. empfiehlt Noosevelt ebenso nachdrücklich besonders Vorsicht in der Bekanntgabe von sowjetischen Kriegszielen gegenüber den an­dere« westlichen Nachbarn der Sowjetunion, insbesondere gegenüber Polen, den Palkan- mächten und der Türkei, da auch hier die Gefahr bestehe, daß diese Staaten durch eine vorzeitige Enthüllung sowjetischer An- nektionspläne in ihrem Abwehrwillen ge­stärkt und immer größeren Widerstand leisten würden.

3. Ersucht Noosevelt Stalin um einen wirksamen Beitrag zur Entlastung der inner­politischen Spannungen in England und den USA. Zu diesem Zweck schlägt er eine sofortige zumindest formale Auflösung der internationalen Organe deck Kommunismus und die Liquidierung der kommunistischen Internationale vor.

4. Als Gegenleistung für die Erfüllung dieser Forderungen ist Noosevelt bereit» sich

zu verpflichten, bei Friedensschluß Stalin völlig freie Hand in allen jenen Gebieten in Europa zu lassen, an denen die Sowjetunion interessiert ist.

Unser Stockholmer Kv.-Korrespondent ^drahtet hierzu noch: Noosevelts Briefträger in Moskau, Davies, ist unter den für pluto- kratische Diplomaten üblichen Formen be­handelt worden: Plötzlich spät abends be­stellte ihn ein Bote in den Kreml, wo er gegen Mitternacht empfangen wurde und seinen Brief abgeben durfte. Die ame­rikanischen Weltbeherrscher sind mit dieser Behandlung durch die Bolschewisten offenbar noch höchst zufrieden. Davies bekundete nach seinem eigenen Aeußerungen Stalin gegenüberim Namen aller Amerikaner" tiefe Dankbarkeit für die sowjetischen Kriegsleistungen.

Um die Sowjets günstig zu stimmen, gab der Leih- und Pachtvertreter Stettinius be­

kannt, Sowjetrußland habe mehr Flugzeuge, Tanks und Motorfahrzeuge erhalten als irgendein anderes Land. Andererseits wer­den die Sowjets vielleicht erstaunt ver­nehmen, daß sich, wie Noosevelt auf seiner Pressekonferenz verkündete, ein großer Teil der amerikanischen Armee und Marine außerhalb der Vereinigten Staaten im Pa­zifik befinde, ebenso die Hälfte der über­seeischen Luftstreitkräfte. Die Engländer su­chen die nach ihrer Ansicht herbeigeführte Besserung der Stimmung im Kreml die von derTimes" entzückt konstatiert wird, eige­nen Verdiensten zuzuschreiben. Noch vor Ta­gen habe ein englische Publizist, wie das Londoner Blatt berichtet, von derHeili­gen Ungeduld" gesprochen, mit der die Atmo­sphäre geladen sei, jetzt aber sei das Zu­trauen der Sowjets zum Kampfopfer Eng­lands Neu belebt. Widerlicher läßt sich die Liebedienerei des einst so stolzen Albion vor dem Kreml wirklich nicht zum Ausdruck bringen!

Her Seist aber ist unüdervinäliüi!

I^ür <lle O-iuIruItuiksxe l^eser-lüms 1943 bst cker Csuleiter kolxenckes 6elelNvort zescbi-ieben:

Allein die schöpferischen Leistungen einer Nation sind es, die den Ewigkeitsanspruch eines Volkes begründen. Menschen und Mauern können fallen, der Geist aber ist unüberwindlich.

So sollen denn auch für uns hier auf einem der vorgeschobensten Posten des Heimatkriegsgebietes diese Gyukulturtage 1943 ein sicht­barer Ausdruck des Glaubens an die Ewigkeitswerte unseres Bolkstums und damit an die Unüberwindlichkrit deutschet: Geisteshaltung sein.

Paul Wegener Gauleiter.

Heukctilgnä imä Italien - vier Satire in einer krönt

Äoatssskrstär von 5tssngsoc/it. öotsckostsr ^/s,s,k unci /^imrtsf/o/^stsk/or 0/oc/i'u5 8proci,sn

Rückschläge für seinen endgültigen Ausgang niemals entscheidend seien. Er würdigte die heldenmütige Tapferkeit des deutschen Sol­daten und wies darauf hin, daß Italien nach den Worten des Duce nach Afrika zurück­kehren werde, wenn es auch jetzt seine mit dem Blute seines Volkes erkämpften Kolo­nien habe verlassen müssen. Wenn auch die feindlichen Luftangriffe schwer seien, so ver­möge nichts den Widerstandswillen und die Kampfbereitschaft des italienischen Volkes zu erschüttern, das eng um seinen König geschart und im stolzen Bewußtsein den Befehlen des Duce zu gehorchen mit unerschütterlicher Zuversicht in die Zukunfb blicke.

Der Vizepräsident der deutsch-italienischen Gesellschaft, Ministerialdirektor Dr. Carl Clodius, gab in seinem nun folgenden Vor­trug einen Ueberblick über die einzelnen Etappen der Entwicklung der deutsch- italienischen Freundschaft seit dem Jahre 1933. Er schilderte ferner die aus. der politi­schen Interessengemeinschaft sich ergebende, immer engere Verflechtung zwischen dem deutschen und dem italienischen Volke, für die die jahrhundertealte Verbindung zwi­schen dem deutschen und italienischen Geistes­leben die seelischen Grundlagen bot und die dann in dem gemeinsamen Kamps um die Freiheit Europas auf den Schlachtfeldern Europas und Afrikas ihren höchsten Aus­druck gefunden hat.

Berlin, 22. Mai. Der Vizepräsident der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, Ministe­rialdirektor Dr. Clodius, hatte am Sonn- abendmittwg anläßlich des vierten Jahres­tages des Abschlusses des Stahlpaktes zu einer Kundgebung im Reichsavbeitsministe- rium eingeladen. Neben den Angehörigen der italienischen Botschaft mit Botschafter Dino Alfieri an der Spitze nahmen an dem Festakt Reichsminister Dorpmüller, Staats­minister Meißner, Gauleiter Dr. Meyer so­wie weitere namhafte Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht teil. Der mit den Fahnen Deutschlands und Italiens festlich geschmückte Saal bot ein besonders eindrucks­volles Bild durch die Beteiligung von Ab­ordnungen der Parteigliederungen, des Fascio, zahlreicher Vertreter aller Waffen­gattungen der Wehrmacht und der italieni­schen Kolonie. Deutsche und italienische Ver­wundete und italienische Arbeiter wohnten der Veranstaltung bei. Nach den Klängen eines vom Ztabsmusikkorps des ff-Führungs- hauptamtes gespielten Musikstückes begrüßte Minnisterialdirektor Dr. Clodius die Er­schienenen und gedachte des verstorbenen Präsidenten der Deutsch-Italienischen Gesell­schaft. des Reichssportführers von Tschammer und Osten.

Sodann ergriff der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Steengracht in Ver­tretung des Reichsaußenministers das Wort. In seiner Ansprache erinnerte er zunächst daran, daß mit der vor vier Jahren erfolg­

ten Unterzeichnung des Freundschafts- und Bündnispaktes zwischen Deutschland und Italien eine Entwicklung abgeschlossen wurde, die sich zwischen beiden Ländern auf Grund der Gemeinschaft der Lebensinteressen beider Völker und der Gemeinsamkeit der Ideal« beider Revolutionen schon seit Jah­ren angebahnt hatte. Der Stahlpakt habe seine geschichtliche Bewährung erst recht in den Abwehrkämpfen gegen den Bolschewis­mus und jetzt in dem heroischen Kampf in Afrika gefunden. Der Stahlpakt ist durch das an beiden Fronten vergossene Blut end­gültig besiegelt worden. Staatssekretär von Steengracht begrüßte daher besonders die Abordnungen italienischer und deutscher Verwundeter, dieheute als ein sichtbares Zeichen dieser unzerreißbaren Kampfgemein­schaft unter uns weilen". Der Staatssekre­tär sprach dann den Dank des deutschen Volkes für die von den italienischen Arbei­tern in Deutschland geleistete Arbeit aus.

Der italienische Botschafter Dino Alfieri gedachte in seiner Ansprache zunächst ehen- falls des verstorbenen Reichssportführers. Nach einer zusammenfassenden Uebersicht über die Wirksamkeit des deutsch-italienischen Bündnispaktes, der sich durch die geschicht­lichen Ereignisse der ihm gegebenen Bezeich­nung als Stahlpakt würdig erwiesen habe, betonte der Botschafter, daß auch er bewußt gewesen sei, daß der Krieg hart und schwer werde, daß aber im Krieg unvermeidliche

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Lsickerolt einer englkeken Illusion

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'Don unserem Vertreter

' vr. v. T>. Rom. 22. Mai. Nach 112tägiger Pause ist die britische Jnselfestung Malta wieder von deutschen Luftstreitkräften mit bestem Erfolg angegriffen worden. Die Nach­richt hat in Italien freudige Genugtuung ausgelöst, da hier auch der militärnch nicht vorgebildete Mann aus der Straße weiß, daß Malta geradezu das Barometer für den Mit- tclmeerkriegsschauplatz darstellt. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen aus den Kampf­handlungen im Mittelmeer und in Nord­afrika ist erkennbar, daß Maltas Schwäche immer das untrügliche Zeichen der Stärke der Achienwaffe und umgekehrt war.

Der letzte in den Wehrmachtsberichten der Achse genannte Luftangriff auf Malta fand durch italienische Verbände im Januar d. I- mit einer Aktion gegen den Hafen La Va­letta statt. In der Folgezeit mußten die Luftstreitkräfte der Achse in Tunesien oder gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt im Mittelmcer und die algerischen Häfen eingesetzt werden, so daß Malta, das lm Jahre 1942 mindestens 3500 Luft­angriffe erlebte, Ruhe hatte. Aus Grund «er vorübergehenden Einstellung der Aktio­nen gegen Malta erhob sich in England

augenblicklich eine Art von Siegestaumel, den der britische Gouverneur der Insel, Lord Gort, auf der Pressekonferenz in London am 25. Februar d. I. zu der Weissagunng be­nutzte. daß die Achsenluftwafse nun nicht mehr fähig sei; Malta wirksam anzugreifen. Auf Grund dieser Illusion/ gestattete er sich, die wahre Lage Maltas während der Luft­belagerung der Insel durch die Achsenlust- waffe in den vorausgegangenen Monaten zu schildern und gestand dabei ein, daß die Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe Malta an den Rand dts Ab­grundes geführt hätten. Seinen Schilderun­gen zufolge fehlte es schließlich in Malta an allem, vom Brot bis-zur Elektrizität, vom Brennstoff bis zum Trinkwasser. Alle Haus­tiere die auf Malta vorhanden waren, muß­ten auf Grund des Futtermangels geschlach­tet weiden. Um das Leben auf der belager­ten Insel einigermaßen aufrechtzuerhalten, verschrieb er sich aus London sogenannte wissenschaftliche Berater für Rationiertkngs- wesen, Anbauplanung, Wassergewinnung usw. die jedoch nach den eigenen Worten des Lords nichts ausrichten konnten, so daß. wie er sagte,der Gürtel eng geschnallt wer­den" mußte.

Diese Darstellung der Wirksamkeit der Luftangriffe auf Malta wurde veröffentlicht auf Grund der gegen Ende Februar d. I. in Londoner militärischen Kreisen sicheren Annahme, daß die Achsenluftwafse nicht mehr fähig sein würde, Malta anzugreifen. Unter demselben Gesichtspunkt wurde Reuter ge­stattet. bekanntzugeben, daß Maltatatsäch­lich beinahe niedergekämpft" gewesen sei.

Während des Aufschubs der Bombarde­ments Maltas im Frühjahr dieses Jahres konnten die britischen Stimmen nicht genug darauf hinweisen, daß Malta als Schlüssel­stellung im Mittelmeer bei Aktionen gegen Italien nun eine hervorragende Rolle spielen werde. Der Angriff deutscher Kampfflug­zeuge auf Malta am Freitag und die schwe­ren Verwüstungen, die auf den Flugplätzen der Insel hervorgerufen wurden, haben die britische Illusion, daß Malta ungestraftder Stachel im Fleisch Italiens" sei, zerstört. Der Genugtuung, mit der in Italien die Nach­richt aufgenommen wurde, entspricht die Ueherraschung auf feindlicher Seite, wo man sich bereits in den Gedanken des britischen Luftmarschalls Tedder wiegte, daß derHim­mel des Mittelmeeres von der deutschen und italienischen Luftwaffe reingefegt" sei.

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Zum Beginn der Gaukulturtage Weser-Ems 1943

Von ^oligsng 8 s s ci s r

Wenn wir uns am Ende des vierten Kriegs­frühlings, nach einem Winter, der. unserem Frontgau Weser-Ems nicht allein schwere Lasten im Zuge des von den Briten ange­zettelten Luftkrieges auferlegte, sondern auch sonst vielfältige Probleme stellte, zu Kultnt- tagen zusammenfinden, so liegt es nahe, zu fragen, ob es nicht unpassend und überflüssig sei, dieses zu tun. Dem oberflächlichen Be­schauer mag es erscheinen, als schließe die Konzentration der Kräfte durch den totalen Krieg jede Erörterung von Kunst und Kul­tur aus. Es ist aber eine im Laufe dieses Weltkrieges schon oft bewiesene Tatsache, daß den Kampf um Sein oder Nichtsein deutschen Lebens nicht nur das tapferste, bestausge- rüstete und am besten geführte Volk gewin­nen wird, sondern auch das Volk mit der größten inneren Widerstandsfähigkeit und Geschlossenheit der Herzen. Die deutsche Volks- und Staatsführung hat daher in wei­ser Erkenntnis der Notwendigkeit nichts un­terlassen, um die seelischen und geistigen Kräfte unseres Volkes zu stärken. Die kul­turellen Veranstaltungen dieser Maitage sind daher auch eine Demonstration der im Front­gau Weser-Ems trotz des Krieges und der Terrorangriffe des Feindes aktiven Kräfte auf dem weiten Gebiet des kulturellen Le­bens. Und diese Demonstration gilt ^wie­derum dem einen Ziel, dem wir alle Tage und in durchwachten oder durcharbeiteten Nächten mit aller Kraft und jeder Faser des Herzens zustreben: nämlich dem totalen Sieg unserer Waffen!

Unser deutsches Volk bildet nun einmal keine Sammlung von Maschinenmenschen, sondern es ist in Arbeit und Kampf um so erfolgreicher und in seiner Haltung um so geschlossener, je mehr ihm bewußt wird, um was es letzten Endes geht, und je stärker sein Glaube an die ewigen Werte ist. Es gibt aber für uns Menschen des Zeitalters Adolf Hitlers keine bessere Offenbarung des ewigen Deutschlands als die unvergänglichen Werte deutscher Kultur in Vergangenheit und Gegenwart. Vielen von uns ist der Verlust eines jahrhundertealten Bauernhau­ses oder eines mittelalterlichen Patrizier» Hauses in Bremen, Emden odkr Osnabrück durch die Terrorflieger Anlaß gewesen, die Sinnlosigkeit des Luftkrieges englischer und uz-amerikanischer Erfindung zu erkennen. Und mit dieser Erkenntnis ist immer auch das beste Bewußtsein gewachsen, wodurch wir Deutsche uns beispielsweise von den Yankees unterscheiden, die für die mensch­liche Kultur nichts taten, außer den Jazz, den Wolkenkratzer und den Swingtanz zu er­finden.

Vielfältig ist das deutsche Kulturleben. Un­vergänglich sind seine Zeugnisse. Kein Volk dieser Erde hat Aehnliches auszuweisen. In Musik, Malerei, Plastik und Schrifttum haben deutsche Menschen in Jahrhunderten eine Unmenge aus tiefstem Herzen gestaltet. Unser Volkstum äußerte sich in der verschie­densten Form und prägte damit das Gesicht der europäischen Kultur mit dem Stempel seiner Reife. Ist das nicht Grund für uns alle, stolz zu sein und glücklich darüber, die­sem Volk anzugehören, berufen, dieses alles gegen den Ansturm der östlichen Steppe und den Imperialismus der anglo-amerikanischen Juden zu verteidigen? Das Erbe jeglichen deutschen Kulturschaffens liegt in unseren Händen und verpflichtet, tagtäglich uns dessen bewußt zu sein. Unser Heimatgau, in besten Bereich so viele erhabene Aeußerungen von deutscher Kunst und Kultur zu hüten und zu verteidgien sind, hat es daher mit innerer Berechtigung gewagt, seine Einheit auch im Kulturellen zu beweisen, zumal Weser-Ems sich gerade in diesen Kriegstagen anschickt, nicht nur der geographischen, wirt­schaftlichen und strukturmäßigen Gemeinschaft inne zu werden, sondern auch im Feuer der Bewährung die Schicksalsgemeinschaft bildet, die stets am besten zu binden pflegt, was Tradition. Entwicklung und zeitbedingte Um­stände bisher auseinander hielten.

Der Nordseegau bekennt mit seinen Kul­turtagen geschart um das Ewig-Bleibende unserer Art und unserer Kultur; die Terror-

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