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2os Amtsblatt des ^legierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt lZrenien
der NationalldziaMen. Vremens
flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstattlialters in Oldenburg und lZremen
Nr. 1Z6 , 1Z. Jahrgang
Dienstag, 18. TNai 1S4Z
Linzelpreis 15 Npf.
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dr. V. I. Rom, 17. Mai. Nach fast dreijähriger Pause traten in der Nacht zum Donnerstag zür Abwehr eines feindlichen Ein- flugverfüches in den Luftraum über der italienischen Hauptstadt die Flakbatterien wieder einmal in Rom in Aktion. Der Angriff galt — wie sich aus dem italienischen Wehrmachtsbericht ergibt — nicht Rom selbst, sondern dem 26 Kilometer südwestlich von Rom gelegenen, neuerdings eingemeindeten kleinen Küstenstädtchen Ostia, das in der Antike der Seehafen Roms war und in den letzten Jahren immer stärker zum Ausflugsort der Römer wurde.
Die durch Bombenabwurf auf Ostia angerichteten Schäden sind von geringem Umfang. Rom wurde im bisherigen Kriegsverlauf insgesamt dreimal von feindlichen Flugzeugen überflogen. Diese Einflüge fanden im Juni 1940 kurz nach dem Kriegseintritt Italiens statt und wurden damals von französischen Flugzeugen durchgeführt, die sich darauf beschränkten. Flugzettel abzuwerfen.
Bon dem am Freitag von den Amerikanern gegen die 75 Kilometer nordwestlich von Rom gelegene kleine Hafenstadt Civitaoecchia (40 000 Einwohner) gerichteten Angriff, der untet der Zivilbevölkerung 174 Tote und 300 Verwundete forderte, werde» weitere Einzelheiten bekannt. Die barbarischen Szenen von Erossete, wo die amerikanischen Flugzeuge regelrechte Jagden aus Frauen und Kinder veranstalteten, wurden diesmal von 36 viermotorigen Bombern wiederholt, die von See her mit abgestellten Motoren einen Uebersall aus die Stadt ausführten. Wie überall waren auch hier Kirchen, Denkmäler, Kulturstätten das Ziel der amerikanischen Flieger. Darüber hinaus ergötz sich über die Hafenstadt von Civitaoecchia ein Regen von Explosivstoffen, die in Eebrauchsgegenftände gefüllt waren. Nutzer den bereits über vielen italienischen Städten und Dörfern abgeworfenen hochexplosiven Bleistiften und Füllfederhaltern wurde dieses Mal Spielzeug aller Art, darunter Puppen für Kinder, weiter Taschenmesser, Lippenstifte, Taschenlampen, Pastillenschachteln usw. ausgestreut. Auf Grund der nachhaltigen Warnungen der
zuständigen Stellen an die Bevölkerung konnte bisher die gemeine Absicht vereitelt werden, durch diese Gegenstände Verluste und Panik unter der Zivilbevölkerung hervorzurufen.
Von allen dem feindlichen Luftterror ausgesetzten italienischen Städten ist Palermo bisher am meisten betroffen worden. Hier wurden durch die zahlreichen Luftangriffe bksher über 1000 Personen, zum überwiegenden Teil Frauen und Kinder, getötet und unersetzliche Werke sizilianischer Kultur, darunter auch die Kathedrale mit den Särgen der Normannenkönige und des Hohenstaufen- kaisers Friedrich tl. sowie das Geburtshaus des großen italienischen Staatsmannes Cri- spi^ zerstört oder schwer beschädigt.
Haß und Abscheu gegen die Urheber dieser Verbrechen herrscht in allen Kreisen des italienischen Volkes. In der Bevölkerung wird der Vorschlag der faschistischen Zeitung „Popolo d'Jtalia" besprochen, Paragraph 108 des italienischen Strafgesetzes gegen die amerikanischen Flieger anzuwenden, d. h. sie als gemeine Verbrecher abzuurteilen.
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Oslo, 17. Mai. Die Feierlichkeiten anläßlich des Lehnten Jahrestages des Nasjonal Sämling wurden am Montag mit einem Empfang bei Ministerpräsident Ouisling eingeleitet, an dem deutscherseits Reichskommissar Terboven mit seinen engsten Mitarbeitern teilnahmen. Vor den? Osloer Schloß fand -ein feierlicher Appell statt, zu dem Abordnungen der germanischen Norwegen, der verschiedenen Gliederungen von Nasjonal Sämling und der norwegischen Polizei angetreten waren. Unter den Ehrengästen befanden sich eine Reihe deutscher und norwegischer Persönlichkeiten sowie mehrere Verwundete norwegischer Frontkämpfer. Im Mittelpunkt des Appells stand eine Ansprache von Ministerpräsident Ouisling, in der er. die kämpferische Zielsetzung von Nasjonal Sämling darlegte. Ouisling schilderte, wie seine Bewegung von vornherein antibolschewistisch ausgerichtet war. Im Kampfe gegen Judentum, Plutokratie und Bolschewismus sei das eigentliche Europa heute bereits tatsächlich vereint in einem Block von 350 Millionen Menschen, dessen Hilfsmittel für den Freiheitskrieg Europas total mobilisiert würden. Diese Tatsache bürge für den Endsieg der Neuordnung. Je mehr Norwegen zu dein Einsatz für den europäischen Unabhängigkeitskampf — der auch Norwegens Kampf ist — beitrage, desto mehr werde es gleichzeitig seiner eigenen norwegischen Sache dienen. Anschließend marschierten die Verbände von Nasjonal Sämling durch die feierlich geschmückten Hauptstraßen Oslos.
Die Zeitungen veröffentlichten einen historischen Rückblick auf den Entwicklungsgang der Bewegung seit dem 17. Mai 1933, als die Bewegung ibre ersten Mitglieder gewann, nachdem Vidkun Ouisling sein Programm veröffentlicht hatte, bis zum 1. Februar 1943.
' Der norwegische Dichter Knut Hamsun übermittelte in einer Zuschrift an „Fritt Folk" seine Glückwünsche' zum zehnjährigen Bestehen von Nasjonal Sämling.
v«r ilslismscks VekrinLekIsderiekt
Rom, 17. Mai. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Mit gutem Erfolg griffen italienische und deutsche Verbände algerische Häfen an. In d^r vergangenen Nacht wurde Rom von feindlichen Flugzeugen überflogen, die sodann Bomben im Gebiet von Ostia abwarfen. Es entstand einiger Schaden, und es gab mehrere Perletzte.
I.ebdskts AoülnippWgkeil im Osten
aus m///tö5i5csis ^mrs/r/s/s im j?oum von s.onc/on
Aus dem Führerhauptquarticr, 17. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Aus dem Raum von Welikije Luki wird erfolgreiche eigene Kampftätigkeit gemeldet. In verschiedenen anderen Abschnitten der Ostfront brachen deutsche Stoßtrupps überraschend in feindliche Stellungen ein, zerstörten zahlreiche Kampfstände und brachten Gefangene und Beute ein. Einzelne Angriffe der Sowjets wurden teilweise im Zusammenwirken mit der Luftwaffe abgewiesen. Bei der planmäßigen Bekämpfung des feindlichen Nachschubs im südlichen und mittleren Abschnitt der Ostfront wurden auch gestern wichtige Bahnhöfe und eine große Zahl von Transportzügen aller Art durch deutsche Kampfflugzeuge mit vernichtender Wirkung bekämpft.
Schwache britische Fliegerkräfte drangen in der vergangenen Nacht in das Reichsgebiet ein und warfen an einigen Orten eine geringe Zahl von Sprengbomben. Es wurden zwei Talsperren beschädigt und durch den eintretenden Wassersturz schwere Verluste unter der Zivilbevölkerung hervorgerufen. Acht der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, neun weitere feindliche Flugzeuge über den besetzten Westgebieten vernichtet, darunter eines durch Gruppen des Heeres.
Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 17. Mai mehrere Stunden hindurch militärisch wichtige Einzelziele im Raum von London mit Bomben schweren Kalibers an. Zwei eigene Flugzeuge kehrten von diesen Einsätzen nicht zurück. — Oberfeldwebel Kociok schoß in einer Nacht vier sowjetische Bombenflugzeuge ab.
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Die kelsigs Steilküste am Kanal ist in unsrinücilieksr Arbeit ru einer un- einnekrnbarsn Lelsentestnng ausgebaut v/orclen. Ourck ein bab^rintk von untsrirckiscbsn Stollen und Laufgräben sind clie einzelnen Wobn- unck Qs- ksektsbunker . miteinander verbunden. — Unser öild reigt eins Streits vor den rückwärtigen Stollensingängen der Küstenkslssn.
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Der
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nachstehende Aussatz stammt aus der unseres Mitarbeiters Dr. Peter A l - des Verfassers der beiden im Nordland-Verlag (Berlin) erschienenen Bücher „Juden erobern England" und „Juden beherrschen England." In dem nachstehenden Artikel zeigt er in einem kurzen Ueberblick den Weg, den das Judentum bis zur endgültigen Eroberung Englands zurückgelegt hat.
Als Großbritannien den zweiten Weltkrieg vom Zaune brach, begründete es diesen Schritt mit der Notwendigkeit, den Schutz der kleinen Staaten übernehmen und die demokratischen — sprich britischen — Interessen der Welt verteidigen zu müssen. Was ist nun heute von dieser ursprünglichen britischen Welt übriggeblieben? Es wird immer deutlicher, daß sich in England diejenigen Kreise mehr und mehr in den Vordergrund drängen, die offen oder versteckt einen linksradikalen Kurs zu steuern bestrebt sind. Die letzte Nachwahl zum Paria-
kwlllsllü virä sick keinem keilläe beugen
^s/c/skigsc/sn^kscis c/sr //nm'scksn /^/nsrtsrpxäL/c/sntsn — Vs/äi/srikrüc/spsciici/t mit c/sm Ksic/i
Helsinki, 17. Mai. Bei der offiziellen Heldengedenkfeier, die bei strahlendem Friih- lingswetter am Sonntag in Anwesenheit des finnischen Staatspräsidenten, des Ministerpräsidenten, des Kriegsministers, des Reichstagspräsidenten und zahlreicher anderer hoher Persönlichkeiten sowie einer 4000köpfigen Menschenmenge anläßlich des 25. Jahrestages der Beendigung des finnischen Freiheitskampfes in dem südwestfinnischen Ort Jokioi- nen begangen wurde, hielt Ministerpräsident Linkomies die Gedenkrede. Er sprach von dem Sinn des Heldengedenkens, der Opferbereitschaft und der Einigkeit, die angesichts der gefallenen Helden immer von neuem gestärkt werden müsse.
Finnland habe keine andere Bestrebung gehabt, als sein von den Vorvätern aus einer Wildnis dem abendländischen Kulturkreis zugeführtes und durch internationale Verträge gesichertes und garantiertes Land in Frieden weiter zu bebauen. Aber ein Volk, das seine Freiheit liebe, die Arbeit seiner Väter ehre und für die Zukunft seiner Kinder sorge, könne nicht anders als zu den Waffen greifen, wenn Gegner ihm über alle Verträge hinweg dieses sein Teuerstes rauben wollen.
Der Kampf müsse ohne Rücksicht auf alle seine Widerwärtigkeiten fortgesetzt werden. Das finnische Volk idealisiere nicht den Krieg, aber es werde sich and) niemals beugen, wenn eine fremde Macht mit ihren imperialistischen Bestrebungen in der einen oder anderen Form auf Finnland abziele, ihm seine Selbständigkeit rauben und sein nationales Dasein vernichten wolle. Deswegen sei noch keine Möglichkeit vorhanden, von dem beschrittenen Weg, auf den Finnland durch den Angriff vom Osten her geführt worden sei, abzutreten. Das finnische Volk wolle lieber bis zum allerletzten kämpfen, als sich der Gnade seines östlichen Nachbarn zu unterwerfen, den es aus bittersten Erfahrungen gründlich kenne. Schon der Gedanke an Unterwerfung wäre ein Verbrechen gegenüber den gefallenen Helden.
Auch Marschall Mannerheim nahm am Sonntag mit seinem Stäbe an einer Helden- gedenkseier teil. Dabei gedachte er der Gefallenen und erklärte: „Der vor 25 Jahren beendete erste Freiheitskrieg hat vom finnischen Volk schwere Opfer gefordert. Aus dem gemeinsam vergossenen Blut und den gemeinsamen Prüfungen erwuchs aber hie Einigkeit unseres Volkes, die Kraft und Entschlossenheit in dem schweren Winterkrieg
und die unerschütterliche Front des gegenwärtigen Lebenskampfes. Das Gedenken der für die Freiheit und Zukunft des Vaterlandes gefallenen Waffenbrüder verpflichtet uns zu weiteren Anstrengungen. Denn ihre Taten und Opfer leben weiter und erleichtern den Weg zum endgültigen Siege." Nach der Ansprache legte der Marschall auf dem Heldengrabe des betreffenden Ortes einen Lorbeerkranz nieder. Es folgten noch Kranzniederlegungen seitens der deutschen Wehrmachtvertreter und anderer. Die Feier schloß mit der finnischen Hymne.
Der fimiische Frontkämpferverband, der am Heldengspenktag in der finnischen Hauptstadt tagte, faßte folgenden Beschluß: Die Bedeutung des finnischen Freiheitskampfes soll der jungen Generation dargelegt werden, damit kommende Geschlechter diesen Kampf zu würdigen wissen. Den Kämvfern aller finnischen Freiheitskriege sollen Staat und Nation ihre- Fürsorge angedeihen lasten. In aufrichtiger Waffenbrüderschaft mit dem Reich muß der gegenwärtige Freiheitskrieg zu einem Ende geführt werden, das die Sicherheit Finnlands garantiert und die Voraussetzungen zu einem friedlichen Leben schafft. Die Angelegenheiten des Landes sollen nur in den Händen fähiger Männer liegen.
knicke llsmokkrstie im Ollen lieben ru neuem kinlstz bereit
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LK. Im Osten, im Mai 1943. Daß das Bild der kämpfenden Truppe heute ein anderes ist als zu Beginn des Ostfeldzuges, liegt in zahllosen Formkräften begründet, denen das Heer ohnehin im Kriege ständig unterworfen ist und die gerade im Laufe dieses Feldzuges ganz überraschend und schnell wirksame Wandlungen auslösten.
Solche Strukturveränderungen vollziehen sich im allgemeinen im Rahmen eines Ee- füges von fast unwandelbaren militärischen Formen. 2m fließenden Uebergang der verschiedensten Neuerscheinungen, im Rahmen des Heeres, ist es meist schwer, sofort das Wesentliche zu erkennen, das den Typus der jeweiligen Kriegsphase formt. Auch das Heer des ersten Weltkrieges trug jedes Jahr' ein neues Gesicht, aber wir haben erst sehr viel später gelernt, den Wert des Stoßtruppkämpfers von'1917 und des Langemarck-Stürmcrs von 1914 richtig gegeneinander abzuwägen. Wir wissen heute noch nicht, in welchem Maße beispielsweise unser neuer schwerer Panzer,
technische Neuerung das Bild des kommenden Kriegsabschnitts bestimmen wird. Aber wir verzeichnen die wesentliche Tatsache, daß das deutsche Heer zur Zeit den besten Panzer der Welt besitzt und damit im vierten Kriegsjahr nach schmerzlichen Rückschlägen wieder einen gewaltigen Vorsprung auf dem Gebiete der motorisierten Streitkräfte errungen hat.
Deutschland hat zur Einleitung des neuen Kampfjahres seine eigenen schaffenhen Kräfte und die aller übrigen schicksalsverbun- denen europäischen Nationen in einem imponierenden Energieaufwand zusammengefaßt, um sein Kriegsinstrument materiell und personell auf ein höchstes Maß zu kräftigen. Das kann ebenso eine Wende bedeuten, wie die neue strategische Ausgangsstellung, deren vorteilhafter Verlauf uns alle Möglichkeiten der Initiative offen läßt.
Der stärkste der Faktoren, die die gegenwärtige Situation kennzeichnen, aber ist der einzigartige Schatz an Kriegserfahrungen
der „Tiger", oder irgend eine andere waffen- derjenigen alten Soldaten, Führer und lln
terführer, die diesen Krieg, insbesondere den ganzen Ostfeldzug miterlebt und durchgestanden haben. Wenn wir gerade auch im Zeitalter des Maschinenkrieges die Persönlichkeit des Kämpfers mehr als je für entscheidend ansehen, so liegt in diesem gehärteten Kern des deutschen Heeres sicherlich die wesentlichste Substanz der deutschen Schlagkraft überhaupt. Es kann unbedingt behauptet werden, daß die überragenden Werte dieses deutschen Soldatentums von keinem feindlichen Heer mehr erreicht werden. Sie werden die beherrschende Gelegenheit auch des neuen Kampfabschnittes darstellen und den neuen, an die Front kommenden Ersatz immer wieder zu jener Höhe des Kämpfer- tums emporheben, die diesem Kriege das im- ponierendste Gesicht geprägt hat.
Es ist interessant zu verfolgen, wieviele unserer Ritterkreuzträger bereits den Generationen angehören, die erst im vorgeschrittenen Stadium des Krieges Soldaten wurden und an die Front kamen. Die Gefallenen und Verwundeten haben immer wieder würdige
Nachfolger gefunden und es ist kein Anlaß, in dieser Hinsicht für die Zukunft irgendwelche Bedenken zu hegen. Deutschland hatte nie ein so starkes Besitztum als das sturmerprobte Heer von 1943. Unser Krieqsinstru- ment verdient das Vertrauen, das Führer und Volk ihm in unvermindertem Maße entgegenbringen.
In langsamer Entwicklung hat sich innerhalb des deutschen Ostheeres nun eins organisatorische Neuerscheinung herausgebildet, deren Bedeutung für den weiteren 'Kriegsablauf man heute nur ahnen kann. Sicherlich aber ist sie eine der wichtigsten, die dieser Krieg überhaupt erzeugt hat. Es sind im Rahmen des deutschen Heeres neue Truppen- verbände aufgestellt worden, die sich aus den vom Bolschewismus befreiten Völkern des Ostens rekrutieren. Die Anfänge dieser Entwicklung reichen weit zurück. Schon in den ersten Monaten des Ostfeldzuges bildeten sich an verschiedenen Frontabschnitten unter deutscher Führung antibolschcwistische Kampf- (Fortsetzung auf Seite 2)
ment ergab den Sieg eines Kandidaten, der zwar nach außen hin für die britischen Zukunftsideale. tatsächlich abv unter geschickter Tarnung für linksradikale Ziele eintritt.
Auch außenpolitisch hat Großbritannien sein Visier gelüftet. Es hat sich bereit erklärt, Europa dem Bdlschewismus zu überlassen und damit kundgetan, daß es seine so! laut proklamierte Rolle als Beschützer der kleinen Staaten aufgegeben hat. Das Beispiel Polens ist hierfür am eindeutigsten. Der Ausverkauf des Empire an die Vereinigten Staaten macht weitere Fortschritts und spricht eine eindeutige Sprache. Alls diese Ereignisse lassen die Frage auftauchen, wie es zu diesem Kriege und dem sich infolgedessen anbahnenden Zerfall des britischen Imperiums gekommen ist.
Es dürfte bereits außer Zweifel stehen, daß die beherrschende Position des Judentums in Großbritannien in diesem Zusammenhang eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt hat. Es dürfte sich daher verlohnen, der Geschichte der Verjudung dieses Landes einmal kurz nachzugehen. Im Jahre 1290 hatte ein weitschauender König, Eduard I., die ^zuden des Landes verwiesen. Volkserhaltende Erwägungen hatten ihn zu dieser Maßnahme veranlaßt.
Mehr als daei Jahrhunderte blieb England praktisch frei von Juden, bis Anfang des 17. Jahrhunderts allmählich von Spanien her die Marranos — getaufte Juden, die um persönlicher Vorteile willen nach außen hin zum Christentum übergetreten A?*en ^"iid H" strömen begannen.
Die Verhältniße waren ihren Bestrebungen außerordentlich günstig, da die so lange in England herrschende Klasse des Landadels von den begüterten Handelstreisen der Städte mehr und mehr zurückgedrängt wurde. Die>e Handelskreise waren die hauptsächlichsten Vertreter des Puritanismus, der alle Lebensbegriffe mehr und mehr rationalisierte Wer reich war. war nach Ansicht der Puritaner auch gut. Der Weg zum Reichtum aber führte über das Geschäft. Daneben basierten die Ideen des Puritanismus vor allem auf den Lehren des Alten Testaments, und so bestanden zahlreiche Berührungspunkte mit dem Judentum. Die Folge davon war, daß unter Cromwell die Juden bald eine bedeutende Rolle im Wirtschaftsleben Großbritanniens spielten, um so mehr. als ste sich mit ihrem schon damals weitverzweigten Nachrichtendienst als Spione in den Dienst Cromwells stellten, so daß er mit ihrer Hilfe innen- und außenpolitisch weitgehend .er ,ble Absichten seiner Gegner unterrichtet war.
s^ch nach dem Tode Cromwells die Rückkehr der Stuarts nach England abzeichnete, wechselten die Juden ohne Zögern in das Lager ihrer einstmaligen Gegner über und unterstützten die Rückkehr Karls II. mit Geld und Waffen. Unter seiner Regierung sowohl als unter der Herrschaft Jakobs II. genossen sie fast noch größere Privilegien als unter Cromwell, und ihr politischer Einfluß innerhalb der liberalen Partei nahm mehr und mehr zu.. ^
- ^ochdem es dem Judentum gelungen war, im Jahre 1740 bereits praktisch die völlige Emanzipation in den britischen Kolonien zu erreichen, benutzte es diesen Erfola als Sprungbrett dafür, die gleichen Rechte auch im Mutterland zu erringen. Nach heftigen Kämpfen brachte das Sturmfahr 1753 mit Hilfe des Königs sowie des Ober- und Unterhauses eine Gesetzgebung, die die Erund- lage für die Emanzipation der Juden schuf. Dieser Sieg sollte sich jedoch in eine Nie- derlage verwandeln, nachdem die überwiegende Mehrheit des englischen Volkes, geführt von der niederen Geistlichkeit und besonders von den Kreisen der City von London. durch zahlreiche Proteste und über das ganze Land verbreitete öffentliche Kundgebungen die Befürworter diesps Gesetzes zwang, für seine Aufhebung zu stimmen.