Ausgabe 
(15.5.1943) 133
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

' -. 7

in»* -

3t-I

! W

cht-^

> 1'7!

?"7-

. ..

"7! ' 11^1^ ^

7 1

,-,nr --< ^ 1

i.'sn"

> k>.>

' ., -,7 -!»»

^"' ^i,»'

,. i ^ -I

.- - ..§

-.7

' ^,.d

. 1a

c-»*-' ^',;>2 ü^r .. ,-> : j-

'^,'1 1^., !- '.^

^>1 ^1!

uk.

. KZ

A-'^-A,

5''^ l^'^7

Erscheint 7mal wöchentlich

Monalobezoz 2.39 RM etnlchl Zustellgebühr; Postiezugsxiei, monatlich 2,39 RM stiirlchl. 89.1 stkpf. Postzektüngsgebührl zuziigl, 12 Npf. Bestellgeld. P-ftschetk: Hamburg 17272. Snzei« genpreise und Aufnahmebedingungen lt. Prelo» list«. stlufnahmetermin» ohn« Verbindlichkeit.

vremerWuna

G e s ch S f t - st e H - «r

Lremen: Teeren 8/8, Ruf 2 19 31; Nachtruf a. sonntag« 2 <7 88: Obernstr. SS. Ruf 219 31; Syke: Mühlendamm2; Br.-Kemelingen: Bahn» Hofstrabi 8. Ecke Poststr.. Sluf 134 SS; Br.o D-gesack: Rohrfir. 21. Ruf 1 a. 8; «r.-Blumene thal: Kapt.-Dallmann-Str. 11/13. Ruf 88 u. 89

Parleiarntliclie Layeszeilnny

Das flmlsdlatt des legierenden viirgermeistrrs der Zreien Hansestadt vremen

der Nationalsozialisten. Vremens

flmtliches vcrkündungsbiatt des Ncichsstatthalters in Oldenburg und Dremen

Nr. 1ZZ , 1Z. Jahrgang

Sonnabend, 15. TNai 1S4Z

Einzelpreis 15 Npf.

dsi^I köven rum 6e6enken

<r-

w s

Ein Jahr verging, seitdem Carl Ro­ver, der alte Mitkämpfer des Führers und erste Gauleiter von Weser-Ems die Augen schloß. Noch ist in frischer Er- innerung der Schmerz und die Trauer, die alle befiel, welche ihm nahestanden oder auch nur kannten und wer hat ihn in unserem Gau nicht gekannt, als die Anheilskunde von seinem Ab­leben aus der Reichshauptstadt bei uns eintraf. Noch steht er vor uns lebendig mit seinem ganzen Wollen und seinem Wesen, kurz, mit seiner ganzen Persön­lichkeit. And als sei es erst gestern ge- Wesen, so mutet es einen an, wenn man sich die Kernworte seiner Reden und die voll Arsprünglichkeit geladenen Be­gründungen zu seinen entscheidenden Beschlüssen ins Gedächtnis zurückruft.

Völlig unvergeßlich aber bleibt uns sein Charakterkopf, der nunmehr zum Jahrestag seines Todes als sprechende Plastik, geschaffen von einem namhaf­ten deutschen Künstler in Bremen, voll­endet vor uns steht und an das ge­mahnt, was er lebend so oft und ein­dringlich in die Kerzen der Volksge­nossen seines Gaues gelegt hat als Saat, die vielfach zu seinen Lebzeiten bereits herrlich aufging, die aber auch nach seinem Tode weitersprießt und ge- deiht und Früchte tragen wird für alle Zeiten.

Zuerst und vor allem steht uns vor Augen und was wichtiger ist, lebt uns . im Kerzen sein Einsich und Wirken während der Kampfzeit im un­ermüdlichen Verbreiten der Idee Adolf Killers, der geistigen Grundlagen der Bewegung, und im rastlosen Verpflich­ten und Ausrichten der Menschen seines Gaues auf den Führer nach der Macht- Übernahme. Weltanschaulich selber ein granitner Block im nationalsozialisti­schen Bollwerk der Lehre des Füh­rers, war er, seit er im Jahre 1923 den Weg zur Bewegung fand, keinen Augenblick müßig gewesen in Auf­klärung und Erziehung seiner Amgebung und aller ihm im Gau anvertrauten Menschen.

Bookholzberg, die Schulungs­stätte der Partei im Gau, Ahlhorn, der Sammelpunkt der verschworenen Gemeinschaft unserer ältesten Parteige­nossen in Weser-Ems und der verjün­gende Quell nationalsozialistischer Kraft in unserem'Gau schlechtiveg, 'werden die dauernden imposanten Denkmäler der politischen und weltanschaulichen Arbeit Carl Rovers bleiben. And wenn von un­serem Keimatgau schor bei seinem Tode gesagt werden durfte, daß er einer der weltanschaulich am klarsten ausgerichteten' Gaue im ganzen Reiche ist, so wissen wir heute noch bester, welch großes Ver­dienst hierbei dem Verstorbenen zukommt, wenn dieser, sein Gau, sich während des nun bald vier Jahre währenden Krieges und vor allem während der vielen Bom­benangriffe, die er durchzustehen hatte, so tapfer und musterhaft verhielt. -

Es ist nicht von ungefähr, daß gerade Alfred Rosenberg, der Reichsleiter und Beauftragte des Führers für die ge­samte geistige und weltanschauliche Schulung des deutschen Volkes zum Todestage Carl Rovers in unseren Gau kommt. Es geschieht dies nicht allein, diesen unseren vorn Kriege stark heimgesuchten Gau in seiner Haltung weiter zu bestärken, sondern vor allem auch um den Toten besonders zu ehren. War doch Carl Rover im Gefolge bes Führers einer der leidenschaftlichsten und fanatischsten Bekenner des Ge­dankengutes der Bewegung und Alfred Rosenbergs unermüdlicher Mitstreiter und Mithelfer in der Verbreitung der nationalsozialistischen Weltanschau­ung, zu deren Wahre, und Küter diesen der Führer bestellt hat.

Der gleiche Beweggrund, der vor einem Jahre beim Staatsakt zu Ehren des Toten im Mosaiksaal der Reichs­kanzlei Reichsleiter Rosenberg zum Sprecher des Führers und zum Deuter der Empfindungen des deutschen Vol- kes an der B'ahre Carl Rovers be-, stimmt. hat, hat den alten Kampfge­nosten und Freund des Toten auch jetzt

bestimmt, zur Wiederkehr des ersten Jahrestages seines Todes sein Grab zu besuchen und zu der Bevölke­rung unseres Gaues zu sprechen. Er ist der Berufene, uns an diesem Tage von neuem vor Augen zu stellen, um was der Verewigte als unentwegter politischer Kämpfer des Führers und als Kort der nationalsozialistischen Weltanschauung innerhalb der Bewegung gerungen und gekämpft hat.

"-«»

Neben den Erfolgen seines politischen und weltanschaulichen Einsatzes, die Carl Röver als Gauleiter zu verzeich­nen hatte, ist es nicht zuletzt auch seine erfolgreiche Verwaltungstätigkeit als Oldenburgischer Ministerpräsident und später als Reichsstatthalter von Olden­burg und Bremen, der man heute nach einam Jahre seines Todes als einer wert­vollen Hinterlassenschaft gedenken muß. Die Oldenburger Berwaltnngsresorm,

durch die eine vorbildliche Verein­fachung der Staatsverwaltung herbei­geführt wurde, wird dauernd mit seinem Namen verbunden bleiben. Dankbarst aber gedenkt Bremen, und vor allem die bremische Wirtschaft am heutigen Tage der Betreuung und Förderung, die der Kansestadt wirtschaftliche In­teressen durch Carl Röver erfuhren, eine Förderung, die in weitem und erfreu­lichem Ausmaß ihre beste Fortsetzung

«»- -

Ei

»

WWW

W

<7.

^ ^

> . 7.'7- 4s,

. ..

vuko.: Irn>L»r<1 Lestmon.

kin >Venk pnof. knnzt Oonzemsnnz

Im Arbeitszimmer des Gauleiters im Landtagsgebäude steht obige Büste unseres verstorbenen GüuleÜers und Reichsstatthal­ters Carl Röver, die der Bremer Bildhauer Ernst Gorsemann geschaffen hat. Es ist so als wäre Carl Röver noch in seinem letzten Wirkungskreis anwesend. Im ersten. Augen- blick wirkt der markante Kopf für den, der Bildwerke Nur in Marmor oder Bronze zu sehen gewohnt ist, etwas befremdend, wenn er den ins rötliche spielenden Ton des Kopfes wahrnimmt. Denn Professor Gorse­mann hat für dieses Werk heimatliches Ma­terial, den Ton aus unseren Marschen ge­wählt. Sieht man sich dann aber in diese Züge hinein, dann entdeckt man, wie sehr der Ton, aus dem der Kopf geformt ist, dem Wesen des Mannes gerecht wird, der bis ins Tiefste ein Sohn unserer Marsch war. Dieses Kinn unter einem energischen etwas vorgeschobe­nen Mund, die gerade kräftige Nase, die hohe breite Stirn mit den Oberaugenknochen und den buschigen Brauen, der eigenwillig ge- formte Schädel, sie kennzeichnen die Kämpfer­natur eines unbedingten jedem Küyrpromiss abkolden Mannes nordisch-fälischer Rasse, dessen Lebenswerk der Kamps für Deutsch-,

lands Befreiung in unserem engeren Bezirk war. Aus den Augen aber, die iin Ton einen Ausdruck gewonnen haben, der die Gesichts- zttge beherrscht, spricht die grosse Güte und Menschenfreundlichkeit Carl Rovers. Das Material hat es ermöglicht, statt der gewohn­ten glatten Oberfläche einer Bronzebüste dem Kopf den weichen Schimmer der Äaut zu be­lassen. In einer Fülle von Poren und Rillen bricht sich das Licht, so daß man vermeint, unter diesetz Wangen, hinter dieser Stirn, müßte noch pulsendes Leben wohnen.

Tief hat der Künstler, der diese Büste schuf, sich in das Wesen Carl Rövers hineingefühlt. War er ihm doch artverbunden. Denn auch Ernst Gorsemann, ein Junge aus den Vor­orten von Bremen, früh vaterlos und darauf angewiesen von seinem 8. Lebensjahr an, trotz körperlicher Schwäche, durch Milchans- tragen mitzuverdienen, ist durch eine harte Schule gegangen. Als Maurerlehrling hat er sich nebenher das Wissen angeeignet/das ihn zuletzt zum Bauführer und dann mit einem Stipendium Bremens auf die Akademie in Kassel und so . zum Bildhauer werden liess. Kriegsfreiwilliger des ersten Weltkrieges, Offizier Mackensens, bei dessen Siegeszug

durch Rumänien wurde er zugleich Gestalter der Kriegergräber, der dann seine Kunst in den Dienst der Erinnerungen an unsere Kämpfer stellte. Den .hannoverschen'Ulanen in der Eilenriede und den Bonner Lusaren setzte er Denkmäler. Dann aber fesseln ihn Gelchrtenköpfe wie Dietrich Schäfer und Äans Delbrück in der Berliner Universität. Als er 1934 von seiner Vaterstadt Bremen als Pro- fessor an die Nordische Kunsthochschule zurück­berufen wurde, trat er wieder in den Lebens- kreis seiner Lieimat. Gorsemanns monumen­talste Schöpfung ist Bremens Ehrenmal. Da- neben zieren seine Tierbildnisse, bei denen er zum erstenmal den heimischen Ton ver­wandte, die Gärten und Plätze der Hansestadt.

Es war wie eine folgerichtige Notwendig- keit, daß der Kämpfer um seine künstlerische Ausgabe Ernst Gorsemann den Kämpfer um seine politische Aufgabe Carl Röver in seinem Wesenskern zu erfassen suchte, um ihn aus heimischem Material in einer Büste zu ge­stalten. Wir freuen uns, dass uns so von unserem verewigten Gauleiter Carl Röver ein plastisches Bild erstand, nachdem er uns vor Jahresfrist genommen wurde. ,

vk. X.jLcrczK«

fand durch unseren jetzigen Gauleiter Paul Wegener, der wie Carl Röver gleichfalls ein Sohn unseres Gaues, mit hervorragendem Einfühlungsvermögen und mit neuer Initiative tatkräftig und erfolgreich das Werk des Verstorhenen fortsetzt und mit neuen Planungen es vervollkommnn und bereichert.

Wenn es wahr ist und wer dürfte es bezweifeln, daß die Bedeutung eines Mannes danach bewertet werden muß, was er an dauernden Werten, Gu­tem und Schönem der Mitwelt geschenkt und der Nachwelt überliefert hat, so kann man von Carl Röver wohl be­haupten, daß er ein Bedeutender untee den Bedeutenden war, die als Auslese unseres Volkes in vierzehnjährigen, un­erbittlichen Prüfungen während des Machtkampfes des Führers in höchst berechtigter Weife schon vor dem Siege in der Partei, und danach auch noch im Staate, die Stellung einnehmen, die ihnen nach Fähigkeiten und Verdiensten zukommen.

Ein Blick auf die nebenstehende Pla­stik läßt die große Energie des rast­losen Kämpfers Carl Rövers erkennen, gleichzeitig aber auch die innere Ruhe, womit er nicht nur unerschütterlich allen Widerständen trotzte und alle Kemm- nifse überwand, sondern auch mit der ihm eigenen Stetigkeit beharrlich seine Ziele verfolgte, dabei ständig weiter planend, was zutn Besten des Landes und vor allem des ihm mit dem Nord» seegaü anvertrauten deutschen Volks» teils erstrebt und vollbracht werden konnte.

Wie er, mit solchen Führereigenfchaf- ten ausgestattet, längst schon vor der Machtübernahme in die erste Reihe der Getreuen Adolf Kitlers trat, so hat er diesen Platz bis zuletzt behauptet und konnte davon nur durch einen allzu» frühen Tod abberufen werden.

Daß ihm dennoch vergönnt gewesen, nicht allein in seinem Wirken sehr viel Gutes und Schönes zu vollenden, son­dern über den Tod hinaus noch Rich­tunggebendes für die Zukunft zu hinter­lassen, mag mit dem Schicksal, das ihn uns allzufrüh hinwegnahm, einiger­maßen versöhnen. Zumal er doch in Paul Wegener, unserem jetzigen Gau­leiter, einen von neuen Ideen und Tat­kraft strotzenden Nachfolger gefunden hat, der nicht allein Wahrer, sondern auch Mehrer des Erbes Carl Rö­vers sein will und ist.

Wie wir wissen, läßt Paul Wegener es sich nicht genug sein, dort, wo sein Vorgänger das Säen eingestellt hat, le­diglich fortzufahren in der verantwor­tungsvollen, Segen bringenden Arbeit für unseren Gau, sondern ist darüber hinaus im Begriff, weiteres Neuland zu erschließen, zu bepflügen und zu be­bauen, wobei er sich nirgends der An­erkennung und Bewunderung gewisser fühlen darf, als dort, wo man seines Vorgängers Einsatzfreudigkeit und Treue, dessen Streben und Vollbringen zu würdigen versteht. Gauleiter Ro­ver vor allem würde, wenn er noch am Leben wäre, der Arbeit seines Nach­folgers die höchste Wertschätzung und Dankbarkeit entgegenbringen.

And wenn wir Carl Röver heute zum ersten Jahrestage seines Todes im Geiste versichern können, daß sein Erbe in bester Verwaltung, sein Gau in aller­besten Länden ist, dann wollen wir dabei die Gelegenheit nicht vorüber- gehen lassen, im Sinne des Verstorbe- nen ein Treuebekenntnis zu dem leben­den Gauleiter abzulegen und ihm zu ge­loben, zu jeder Stunde hinter ihm zu stehen als verschworene Gemeinschaft in dieser uns vom Schicksal auferlegten harten Zeit, seine Weisungen durch alle Prüfungen des Schicksals hindurch bis ins Einzelne zu befolgen und ihn in seinen schwierigen Aufgaben, wo nur immer es geht, freudigst zu unterstützen, ganz im Sinne des unvergeßlichen To­ten und in unverbrüchlicher Treue zum Führer, zugleich im unerschütterlichen Vertrauen auf Deutschlands Zukunft und den deutschen Sieg. ^

ckoll. L. Dietrich?