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Parteiamtliche Tages3eitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der 5tcien fianfcftaöt Bremen
Der Nationalsozialisten. Vvemens
flmliiches verkündungsbiatt des Ncichsstaktiialkers in Oldenburg und Bremen
j Nr- 132 # 13. Zahrgang
Zreitag, 14. TTlai 1943
kinzelpreis 15 lipf.
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Ajnhaverbände der Achse schrieben Ruhmesblatt
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Ehrenvolles Ende des Heldenkampfes in Tunesien / Pie gestellte Aufgabe restlos erfüllt / Funksprüche des Führers und des Ducö an Generaloberst von Arnim
Aus dem Führerhauptquartier, 13. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht
S ibt bekannt: „Der Heldenkamps der deut- hen und italienischen Afrika-Verbände hat heute sein ehrenvolles Ende gesunden. Die letzten in der Umgebung von Tunis fechtenden Widerstandsgruppen, seit Tagen ohne Wasser und Verpflegung, mutzten nach Ver- schutz ihrer gesamten Munition den Kamps einstellen. Eie sind schlietzlich dem Mangel an Nachschub erlegen, nicht dem Ansturm des Feindes, der die Ueberlegenheit unserer Massen auch auf diesem Kriegsschauplatz oft genug hat anerkennen müssen.
Die Afrikakämpfer Deutschlands und Italiens haben trotzdem die ihnen gestellte Ausgabe in vollem Umfang erfüllt. Durch ihren Widerstand, der dem Feind in monatelangem, erbittertem Ringen jeden Futzbreit Boden streitig machte» fesselten sie in Nord- asrika stärkste Kräfte des Gegners und brachten ihm schwerste Menschen- und Materialverluste bei. Die damit erreichte Entlastung an anderen Fronten und die aewonnene Zeit kamen der Führung der Achsenmächte in höchstem Matze zugute.
Der Führer hat dem Generaloberst von Arnim, der die deutsch-italienischen Truppen in Nordafrika seit einiger Zeit befehligte, am 10. Mai folgenden Funkspruch gesandt: „Ihnen und Ihren heldenmütig kämpsenden Truppen, die in treuer Waffenbrüderschaft mit den italienischen Kameraden jeden Futz-
Hitterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz iür Dorsch
Berlin, 13. Mai. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Chefs der Organisation Todt, Reichsminister Speer, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern dem Leiter der OT.-Zentrale, Ministerialdirektor Dorsch. Anläßlich einer Kundgebung, zu der sich Frontarbeiter und Ingenieure am Atlantikwall vereinten, überreichte Rcichsminister Speer mit herzlichen Worten der Anerkennung seinem verdienstvollen Mitarbeiter diese hohe Auszeichnung. Durch sie werden die persönliche Leistung Dorschs und die Arbeit der ganzen OT.-Einsatzgruppe West bei der Errichtung des Atlantikwalls nachdrücklich geehrt.
Ministerialdirektor Dorsch ist ein alter Mitarbeiter Dr. Todts. Er hat bei der Gründung der OT. und bei deren späteren Leistungen entscheidend mitgewirkt. Das kameradschaftliche Vertrauensverhältnis, das Dr. Todt mit Dorsch verband, hat sich auch aus die Zusammenarbeit zwischen Reichsminister Speer als Chef der Organisation Todt und dem Leiter der OT.-Zentrale übertragen. In der Persönlichkeit Ministerialdirektors Dorsch ist das Idealbild des deutschen Bauingenieurs beispielhaft ausgeprägt. In ihm verbindet sich der Fanatismus des nationalsozialistischen Kämpfers mit hohem technischen Können und einer hervorragenden Kunst der Menschensührung.
General Messe Marschall Italiens
Dr. v. L. Rom» 13. Mai. Zugleich mit der Ankündigung des . italienischen Hauptquartiers, dah auf Befehl des Duce die 1. italienische Armee aus Mangel an Munition Und Lebensmittel den heldenhaften Kanipf um den afrikanischen Brückenkopf aufgegeben hat, wird bekannt, datz der Kommandeur der in Tunesien operierenden italienischen Truppen, General Messe, zum Marschall Italiens ernannt woirden ist.
breit des afrikanischen Bodens verteidigen, spreche ich Dank und höchste Anerkennung aus. Mit Bewunderung verfolgt mit mir das ganze deutsche Volk den Heldenkamps seiner Soldaten in Tunesien. Für den Ee- samtersolg des Krieges ist er von höchstem Wert gewesen. Der letzte Einsatz und die Haltung Ihrer Truppen werden ein Vorbild für die gesamte Wehrmacht des Erotzdeut- schen Reiches sein und als ein besonderes Ruhmesblatt der deutschen Kriegsgeschichte gelten. gez. Adolf H i t l e r."
Ferner sandte der Duce am 11. Mai Generaloberst von Arnim folgendes Funktele
gramm: „Ich verfolge mit Bewunderung und Stolz, was die Truppen der Heeresgruppe Afrika mit fester Entschlossenheit und ungebeugter Tapferkeit gegen die zahlenmäßige Uebermacht des Feindes vollbringen Die Geschichte wird diesen heroischen Taten ihre Anerkennung zollen. Ich begrütze in den Führern und Soldaten der Heeresgruppe Afrika den schönsten Tapferkeitsansdruck der Achsenvölker. gez. Mussolini."
Das fast 2*4 Jahre andauernde heldische Ringen unserer Asrika-Streitkräfte, deren Gesamtleistung einer besonderen Würdigung Vorbehalten bleibt, wird stets eines der stolzesten und ruhmreichsten Kapitel in der soldatischen Geschichte des deutschen Volkes fein.
Der gestrige Vehrmachtsbericht
Am Kuban-Brückenkopf erneut sowjetische Angriffe abgewiesen 33 feindliche Terror-Bomber abgeschossen
Aus dem Führerhauptquartier, 13. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im tunesischen Brückenkopf kämpften die deutsch-italienischen Truppen auch gestern mit äutzerster Erbitterung gegen den in überlegener Stärke von Front und Rücken angreifenden Gegner. Nach Erschöpfung der letzten Munition und Vernichtung des gesamten Kriegsgeräts wurde auch an größeren Abschnitten der Südfront der Widerstand eingestellt. Dagegen setzten im tunesischen Küstengebirge einzelne Kampfgruppen, soweit sie noch über Munition verfügen, in vorbildlicher soldatischer Pflichtersüliung ihren Widerstand fort.
An der Ostfront wurden feindliche Angriffe am Kuban-Brückenkopf und nördlich Lissit- schansk abgewiesen. Die Luftwaffe griff vor der Front und im rückwärtigen Gebiet des Feindes zahlreiche Truppenziele und wichtige
Eisenbahnverbindungen an. Im Nordmeer versenkten deutsche Jäger ein Frachtschiff von 3000 BRT. und schossen ein feindliches Schnellboot in Brand.
Britische Bomber führten in der Nacht zum 13. Mai einen schweren Angriff auf westdeutsches Gebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. An einigen Orten, besonders im Stadtgebiet von Duisburg, entstanden erhebliche Schäden durch Spreng- und Brandbomben Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden 33 der angreifenden Flugzeuge, vorwiegend viermotorige Bomber, durch Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe abgeschossen.
Starke Verbände schneller deutscher Kampfflugzeuge stießen am gestrigen Tage zweimal zur Ostküste Englands vor und bombardierten Anlagen der Stadt Lowestoft und Vorposten- boöte vor der Küste. Alle Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück."
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Helden des Ostens hei unserin Gauleiter. Im Aufträge des Generals Scherer überreichte der Führer des zur Zeit im Gau Weser-Ems zu Gast weilenden Infantec Stoßtrupps anläßlich des gestrigen Empfanges im Schloß zu Oldenburg unserem Ieiter Paul Wegener einen Stab mit den Insignien Welikije Lukis, des Ortes heldenhaften Widerstandes der Kampfgruppe Scherer. Im Hintergrund unseres Bildes die ebenfalls in unserem’ Gau zu Gast weilenden Ritterkreuzträger, Eichenlaubträgejr Hauptmann Crusius-Baumgarten (links, verdeckt) und Oberleutnant Blumenthal (rechts). Den Bericht über den Empfang bringen wir im örtlichen Teil. Autn.; Petets
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Der führet überreichte am 11. März 1943, wie berichtet, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes- an Generalfeldmarschall Rommel im Führerhauptqualtier in Anerkennung seiner einmaligen Verdienste um den zweijährigen Feldzug in Nordafrika. Presse-Hoffmann
AH den AHMden von Kaethaqa
Noch nicht die letzte Schlacht in Afrika
Drahtbericht unserer Berliner.Schriftleitung
ckr.v.scli. Berlin. 13. Mai. Die Schlacht in Afrika ist zu Ende. Allerdings nur für diesen Abschnitt dieses' Krieges, nicht für seine ganze Dauer. Denn, so hat der Duce unmißverständlich verkündet: „Wir kommen wieder!" In der Kundgebung aus dem Füh- rerhauptquartier, die nach der letzten Zusammenkunft des Führers mit dem Duce veröffentlicht wurde, ist es mit stärkstem Nachdruck unterstrichen worden, daß die Achsenmächte und ihre Verbündeten diesen Krieg so lange zu führen gedenken, bis endgültig jede Bedrohung von Osten und von Westen her nicht nur für Europa, sondern auch für den gesamten afrikanischen Raum abgewehrt und beseitigt ist. Als dieses Ziel zum erstenmal in so prägnanter Farm verkündet wurde, da bestand selbstverständlich schon volle Klarheit darüber, daß die jetzt so ruhmreich zu Ende geführten Kämpfe in Afrika noch nicht den ins Auge gefaßten großen strategischen Endzweck verfolgen konnten, daß vielmehr die Aufgabe der in Tunis kämpfenden deutschen und italienischen Truppen in diesem Kriegsabschnitt darauf beschränkt sein mußte, entscheidende Kräfte des Gegners an der strategischen Peripherie des gegenwärtigen Kriegsschauplatzes zu fesseln, ihm dort schwerste Verluste zuzufügen und schließlich einen Zeitgewinn zu schaffen, der die ausschlaggebenden Voraussetzungen für den Sieg auf dem kontinentalen Kriegsschauplatz und damit die Grundlagen für die späteren entscheidenden Angriffsschläge von der europäisch-kontinentalen Grundlage aus in Richtung sowohl auf den Atlantik wie gegen Afrikq einschließen sollte.
Diese Aufgabe haben unsere Asrikakämpfer mit einer soldatischen Ueberlegenheit, mit einem Heldenmut-und mit einer Ausdauer erfüllt, daß alle Erwartungen weit übertroffen wurden. Kein Wort des Lobes reicht ganz an die Leistungen. der Tapferen in Afrika heran, die den Kampf erst aufgaben, als sie von einer gewaltigen Uebermackt ein- geschlossen^ und vom Nachschub völlig abgetrennt, die letzte Patrone verschossen und den letzten Schluck Trinkwasser zu. sich genommen hatten. Der Führer hat ln seinem letzten Funkspruch an den Generalobersten von Arnim festgestellt, daß der letzte Einsatz unserer Afrikakämpfer nicht nur als ein besonderes Ruhmesblatt der deutschen Kriegsgeschichte gelten wird, daß vielmehr darüber hinaus der Heldenkampf in Tunesien für den Eesamt- erfolg des Krieges von höchstem Wert gewesen ist.
Neue Dokumenten-Enthüllungen über die Methode Moskaus
Politischer Betrug und Vertragsbruch als bolschewistisch-jüdisches Prinzip
Trahtbericht unserer Berliner Schristleitung
bz. Berlin, 13. Mai. Als vor einiger Zeit Stalin gegenüber einem amerikanischen Zeitungsvertreter Versicherungen abgab, daß er nach dem Kriege durchaus mit der Wiederherstellung eines starken und unabhängigen Polen einverstanden sei, da gab es in England und in Amerika scheinheilige Freuden ausbrüche. Der Diktator im Kreml, sck wollte man folgern, sei nunmehr offenbar zu einer Annäherung an die Wünsche und Auffassungen seiner westlichen Trabanten bereit. Die Frage mußte sich aufdrängen, ob die Briten und Amerikaner sich nur so naiv stellen wollten, oder ob sie tatsächlich so dumm sind, daß sie einem Versprechen Stalins auch nur den geringsten politischen oder moralischen Wert beilegen könnten. Allerdings hat der Jude Joseph Davies, den Roosevelt jetzt in geheimer Mission zu Stalin entsandt hat, kürzlich versichert, daß die Bolschewiken 'sich im Hinblick auf die Einhaltung internationaler Verträge bisher ganz musterhaft verhalten hätten.- Dieser geradezu grotesk lächerlichen Behauptung schlagen nicht nur alle Tatsachen
des bolschewistischen Handelns glatt ins Gesicht, auch in offen ausgesprochenen grundsätzlichen Feststellungen bekennt sich der Bolschewismus gerade zum Prinzip des Vertragsbruches.
So zynisch-brutal und so eindeutig ist diese bolschewistische Einstellung allerdings bisher noch nie zum Ausdruck gekommen und gegenüber der Weltöffentlichkeit sestgestellt worden, wie das in zwei Dokumenten der Fall ist, die den Beuteakten des Quai d'Orsay entstammen und jetzt zur Veröffentlichung gelangen. Diese Dokumente stellen die Niederschrift von Ausführungen dar, die einmal der stellvertretende Sekretär der kommunistischen Partei, der Jude Kaganowitsch, und dann die berüchtigte sowjetische Eesandtin in Stockholm, Frau Kollontaq, um die Jahreswende von 1932 aus 1933 im geschlossenen Kreise gemacht haben. Der Inhalt dieser Darlegungen ist dem französischen Gesandten in Stockholm durch einen Mittelsmann zugeleitet worden, der dann seinerseits die Ausführungen seinem Pariser Ministerium weitergc- gebcn hat.
Aus dem Bericht des französischen Diplomaten geht'hervor, daß die Moskauer Re
gierung vor nunmehr zehn Jahren einen Rundbefehl erließ, nach dem die Mitglieder der kommunistischen Partei an den maß- I gebenden Regierungsstellen und diplomatischen Posten über die Grundsätze der bolschewistischen Außenpolitik und Vertragspraxis aufgeklärt werden sollten, nachdem verschiedene Abmachungen mit kapitalistischen Staaten in diesen kommunistischen Kreisen Zweifel und Unruhe hervorgerufen hatten. Darum sprach zunächst der. Jude Kaganowitsch vor den Mitgliedern des Politbüros der Partei und des Exekutiv-Komitees der dritten Internationale. Auf seinem Referat, das den Auslandsdiplomaten zur Verfügung gestellt wurde, fußten dann offenbar auch die Ausführungen der Kollontay.
„Glaubt doch nicht", so beruhigte Kaganowitsch vor zehn Jahren seine Genossen, „daß wir Papierfetzen. Abmachungen. Verträgen und Verpflichtungen irgend eine Bedeutung zuerkennen! Solch leichtgläubige und^senti- mentale Personen gibt es weder im Politbüro noch in Zentralkomits:" Es könnte scheinen, als ob es solche leichtgläubige Personen immerhin in London gäbe. Zumindest tut man dort als ob man den Bolsche-'
wiken glaube, wenn man nämlich mit ihnen für die Dauer von zwei Jahrzehnten einen Bündnisvertrag abschließt und dann vorgibt, daß man von dieser Grundlage aus Politik auf weite Sicht machen könne. Wenn die Sowjetunion mit anderen Staaten Verträge abschließt. so handelt es sich nach dem Bekenntnis von Kaganowitsch nur darum, „die Versuche zu solidarischem' Handeln auf kapitalistischer Seite an ihrer Basis zu untergraben und andererseits die Gegensätze zu vertiefen und Konflikte zu provozieren." Alle Verträge und Abmachungen politischer und wirtschaftlicher Art sowie die Beteiligung an den „Genfer Operetten" werden von Kaga- nowitsch einzig mit der Zielsetzung begründet, „den Gegnern den Puls zu fühlend
In den Ausführungen von Kaganowitsch werden fast alle in Frage kommenden Staaten von dem Gesichtspunkt aus unter die Lupe genommen, wie weit in ihnen die Entwicklung im Hinblick auf die bolschemistücke Revolutionsreife gediehen ist. Auch die Regierungen dieser Staaten werden nach dieser Richtung hin untersucht, und einige Leute die heute noch gern Vogelstraußpolitik trei- (Fortsetzung auf Seite 2)
Was diese Worte bedeuten, das dürfte man im Feindlager heute schon dumpf ahnen, und die Weltöffentlichkeit wird es in absehbarer Zeit klarer erkennen. Heute noch versucht die gegnerische Agitation mit hysterischem Siegesgeschrei die Tatsache zu vernebeln, daß der sechs Monate dauernde Widerstand der Achsenstreitkräfte in Afrika alle Pläne unserer Gegner zunichte gemacht hat, die bereits auf die Entscheidung des Krieges in Europa in diesem Jahre zielten. Der Zeitgewinn, den unsere Afrikahelden unserer militärischen Führung zu sichern wußten, schließt nun umgekehrt die Tatsache der unangreifbaren Sicherheit in Europa, die Freiheit des militärischen Handelns auf unserer Seite und damit die Bürgschaft des Sieges ein. Wenn heute die politischen und militärischen „Strategen" der anderen Seite in Kairo und in Washington die Köpfe zusammenstecken. bis sie ihnen rauchen, so gewiß nicht in dem Bewußtsein, daß Tunis und Vizerta für sie entscheidende Erfolge darstellen, sondern umgekehrt in der Erkenntnis, daß sie nach einer Verspätung von weitesttragender Bedeutung in eine Sackgasse geraten sind und nun sehen müssen, wie sie die eigene Verlegenheit meistern könnten.
Es ist bezeichnend für die Beurteilung der Lage in militärischen Kreisen der Feindseite, wenn der militärische Mitarbeiter der „New- york Times" nach einll Reise von 35 000 Kilometer zu den Kriegsfronten zurückgekehrt zunächst feststellen muß, daß „Deutschland noch immer außerordentlich stark" sei und
Hell Gesicht hei bösen Dingen und bei frohen still und ernst; und gar viel wirst du vollbringen^ wenn du dies beizeiten lernst!
Ernst Moritz Arndt
daß man mit einer kritischen und für die Kriegsdauer entscheidenden Kampfphase in diesem Sommer zu rechnen habe, wobei die- ler militärische Kommentator die Erwartung yon deutschen und japanischen Osfensiv- >chlägen, nicht aber mehr das eigene llnter- nehmen gegen Europa in den BordergrünÜ seiner Betrachtungen stellt. Im Zusammenhang mit den strategischen Beratungen, die letzt aus der'Gegenseite stattfinden, stellt die „Times" auf einmal die nach den Fanfaren- klängen von Casablanca eigenartig anmutende Frage „welcher der alliierten Oberbefehlshaber eine Offensive gegen den Feind, dem er gegenübersteht, eröffnen kann, die den neuen Kriegsschauplatz erschließt, und welcher von ihnen damit zufrieden sein wird, ui dem großen Plan gegen einen örtlich überlegenen Feind in der Defensive zu bleiben." a
Das klingt nun wirklich nicht nach ungebrochenem Vertrauen in die eigenen Erfolgs- moglichkeiten, deren Reihenfolge man nach freier Wahl bestimmen könnte. Der katastrophale Rückschlag in Burma und die zunehmende Abschnürung Tschungkings scheinen vor allem den Amerikanern sehr in die Eli-e- • Zu sein. In Ä?ashington sind
elnflußreiche Kräfte am Werke, um eine Re- mston der Strategie von Casablanca zu bewirken. will sagen, .eine Konzentration der Krapte nach dem Pazifik hin zu veranlassen. Wenn man auch in England einer möglichen Entjcheidung in dieser Richtung mit großen sorgen entgegensieht, so kann die „Times" heute doch nicht umhin, zuzugestehen: „Die Ichweren Enttäuschungen der letzten Kampfmonate weisen auf die Dringlichkeit der Aufgabe im Fernen Osten hin". Die militärischen Kräfte und der Schiffsraum der Gegner die solange Zeit hindurch von unseren Afrikakampfern gefesselt wurden, haben^nicht nur für unsere Vorbereitung in Europa, sondern auch für unsere Verbündeten im Fernost eine Entlastung bedeutet. Die Folgen stellen ^ch.un>eren Gegnern heute als ein für sie 6fatzl>ches Dilemma dar. Hinter allem steht
fu i' te -^ e w*! un ! I< : Ahnung, daß es diesmal noch nicht die letzte Schlacht war, die auf den historischen Gefilden von Karthago ge- schlageg wurdL. “ a