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Varleianrtiiclie Layeszettung
Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeislcrs der Zreien lganscstadt Nremen
der NarionaisdziaMen Vremens
pmtiiches verkündungsdlatt des Ncichsstattliaiters in cildenburg und Nremen
Nr. 1Z0 , 1Z. ZMgang
Mittwoch. 12. Mai 194Z
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Sofia, 11. Mai. Am Montagfrüh wurde i« Sofia von bolschewistisch verseuchten Elementen wieder ein Mordversuch unternommen. Ein Mann und eine Frau erschienen an der Wohnung eines Technikers, der im Fahndungsdienst tätig war. Als ihnen nicht geöffnet wurde, schössen die Verbrecher durch die Tür und verwundeten den Techniker. Es kam zu einer wilden Verfolgungsjagd durch mehrere Straßen. bei der die Täter dank der energischen Mithilfe der Bevölkerung dingfest gemacht werden konnten. Bei der Vernehmung stellte sich heraus daß der an dem Mordanschlag beteiligte Mann ein ISjähriger Jude namens Pappo ist, der einen gefälschten Ausweis bei sich hatte. Im vorigen Jahre ist er bereits wegen Sabotage in Abwesenheit zu lebenslänglichem Kerker verurteilt worden. Auch dürfte er an der Ermordung eines bulgarischen Polizisten beteiligt gewesen sein Im übrigen gehört er einer bolschewistischen Organisation an. Es konnten bereits vier ihrer Helfershelfer festgenommen werden.
Zur gleichen Stunde, in der sich der jüngste Mordversuch in Sofia ereignete, entdeckte die Kriminalpolizei in Skoplje. der Hauptstadt des neuen mazedonischen Gebietes, ein jüdisches Büro, das mit der Anfertigung falscher Pässe beschäftigt war. Einige Juden wurden an der Ostgrenze des Landes gefaßt, gerade als sie im Begriff waren, türkischen Boden auf Schleichwegen zu erreichen. Man fand in ihrem Besitz Goldmünzen und große Mengen Medikamente. Die Juden sehen also, daß ihre Stunde in Bulgarien geschlagen hat. Ein Teil sucht über die Grenzen zu entkommen, während die Zurückbleibenden durch Attentate das politische und das soziale Gleichgewicht eines Landes zerstören möchten, das ihnen so lange Gastfreundschaft gewährt hat.
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Berlin, 11. Mai.
Ueber den im Wehrmachtsbericht vom Montag gemeldeten Nachtangriff schwerer deutscher Kampfflugzeuge auf das Hafengebiet von Bone werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Am Sonntagabend gegen 21 Uhr stieß ein starker Verband von Kampfflugzeugen gegen Bone vor und belegte Hafenanlagen und Schiffe mit Bomben schweren Kalibers. Der für den Feind überraschende Angriff, der zum Teil aus geringen Höhen und im St-urzflug durchgeführt wurde, war sehr erfolgreich. So erzielte schon die erste Welle auf vier Schiffen von je 7000 BAT.. die im Nordöstteil des Hafens lagen, Born« benvolltreffer. Die nachfolgenden Besatzungen erkannten auf den Transportschiffen mehrere große, schnell um sich greifende Brände. Trotz heftiger Fiakabwehr griffen nie deutschen Flieger weitere Schiffe an und verursachten auf ihnen grobe Zerstörungen. Eine schwere Bombe fiel auf das Deck eines mit Flak stark bestückten Schiffes, das daraufhin lein Feuer einstellte. Unmittelbar neben der Bordwand eines Handelsschiffes, das aus dem Hafen zu entkommen versuchte, explodierten mehrere Bomben, so daß das Schiff gestoppt liegen blieb. Auch die Hafenanlagen von Bone wurden schwer getroffen. Alle deutschen Flugzeuge kehrten zurück.
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Berlin, 11. Mai. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalmajor Dipl.-Jng, Erich Schneider, Kommandeur einer Panzer-Division, Oberfeldwebel Simon Sturm, Zugführer in einem Erenadier-Negt., Unteroffizier Willi Pieper, in der Stabskompanie eines Grenadier-Regiments.
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Aus dem Führerhauptquar. er, 11. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit: Als die Engländer im Oktober 1942 ihre große Offensive gegen die Stellung von El Alamein begannen, befand sich Generalfeldmarschall Rommel in Deutschland. Der lange Aufenthalt ich Afrika hatte zu so schweren gesundheitlichen Schädigungen geführt, daß die bis dorthin immer wieder verschobene ärztliche Behandlung nicht mehr vermieden werden konnte.
Nach dem Eintreffen der ersten Nachrichten üher den englischen Angriff brach der Feldmarschall, entgegen dem dringendsten Rat seiner Aerzte, die kaum begonnene Kur
sofort ab und begab sich wieder nach Afrika zurück.
Nach der Landung der englisch-amerikanischen Streitkräfte in Französisch-Nordafrika verlängerte sich der nur als vorübergehend gedachte Aufenthalt bei seiner Armee. Unter ständigen Angriffen gegen einen weit über- Feino führte sie der Marschall
in
legenen Fei einer geschichtlich vorbildlichen Ausweichbewegung his nach Tunesien zurück. Da der gesundheitliche Zustand des Feldmarschalls sich immer mehr verschlechtert hatte, entschloß sich der Führer, in Uebereinstimmung mit dem Wunsch des Duce. dem Marschall Rommel zu befehlen, nach Erreichung der Eabes-
Stellung unverzüglich zur nötigsten Wiederherstellung seiner Gesundheit nach Deutschland zurückzukehren.
Am 11. März 1943 meldete sich Feldmar- schall Rommel im Führerhauptquartier und empfing dort in Anerkennung seiner einmaligen Verdienste um den zweijährigen Feldzug in Nordafrika vom Führer das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Die Gesundheit des Eeneralfeldmarschalls Rommel befindet sich zur Zeit ,im Zustande einer Besserung. Der Führer wird ihn nach seiner völligen Wiederherstellung mit einer neuen Aufgabe betrauen.
vie Ltnks-Lsmpte im Urteil äer Veit
„Ontsrnskmsn gsgsn kuropa vksi rciiivsrsr unc/ c>u5§«ciit5io5"
Nm SübabsKnitt der Ostfront bat eines*der Lort eingesetzten NSKK.-Transrwrt-Neaiinentcr seit Beginn der Winterskblachten vom November 1842 bis zum April 1943 über zwei Millio- nen Kilometer zurückgelegt. Die Kühlleistung entspricht der Entfernung von täglich sechs Fahrten zwischen Leningrad und Bordeaux.
Drahtbericht unserer Berliner §chrt'tleltuna
br. Berlin, 11. Maz. Wenn man auch rn den militärischen Kreisen auf der Feindseite sich darüber im klaren sein muß, daß als Ergebnis der Kämpfe in Nordafrika ein entscheidender strategischer Zeitgewinn für die Achsenmächte zu verzeichnen ist, so macht doch selbstverständlich die gegnerische Agitation alle Bemühungen, um die Ereignisse in Tunesien maßlos zu übersteigern, an ihnen die Kriegsstimmung der eigenen Bevölkerung aufzuputschen und die Sowjetunion sowie die neutralen Mächte zu beeindrucken. Der Erfolg dieser Bemühungen ist zumindest zweifelhaft. Wer sich die Sache gründlich überlegt, kann der Erkenntnis nicht ausweichen, daß die Engländer und Amerikaner in Afrika nur an der äußersten Peripherie des Krieges einen Erfolg davongetragen haben und ihn mit einem Verlust von Zeit. Truppen und Material bezahlen mußten, der für den weiteren Verlauf des Krieges von entscheidender Bedeutung werden kann. Die zweifelnde Auffassung macht sich gerade auch in solchen neutralen Zeitungen bemerkbar, die sonst durchaus im Fahrwasser der britischen Agitation schwimmen und mit ihren Sympathien gewiß nicht auf unserer Seite stehen. So meinten die „Basier Nachrichten", daß der jetzt zu verzeichnende Erfolg für die Engländer und Amerikaner in Afrika höchstens als das Zurücklegen einer Teildistanz des Weges angesprochen werdep könne. Darüber müsse man sich. so heißt es. weiter, klar sein, „daß dann, wenn man das Unternehmen Nordafrika als Mittelschwere Aufgabe bezeichnen will. das nächste nun kommende Unternehmen, wenn es im Ueber- brücken eines der Meere besteht, welche die Küsten Europas bespülen, die Qualifikation „sehr schwer" verdient Auch das Gelingen dieses Brückenschlages wird immer noch nicht mehr bedeuten als das Zurücklegen eines Schrittes auf einer Straße, die nur mit zahlreichen Schritten überwunden werden kann."
Wenn man bedenkt, daß eine solche Betrachtung in einem durchaus englandfreund- lichen Blatte angestellt wird. so kann ihr Sinn nicht anders als so gedeutet werden, daß man auch in diesen neutralen Kreisen die Möglichkeit als höchst zweifelhaft einschätzt, daß heute noch ein größeres Unternehmen unserer Feinde gegen Europa gelingen könnte. Das heißt daß der Wert unseres auf den Zeitgewinn zielenden Widerstandes in
nicht vergeblich gewesen seien, wenn sie zu dem notwendigen Zeitgewinn geführt hätten, um die Küsten oes Mittelmeers zu befestigen und die Organisationsarbejien an der Süd- front zu beendigen.
Den feindlichen Agitationsbemühungen nach dem Fall von Bizerta und Tunis stellt die japanische Zeitung „Tokio Asahi Schim- bun" mit Recht die Feststellung gegenüber, daß durch eine solche Agitation der eiserne Wall nicht gebrochen werden kann. der in den letzten Monaten von der Achse zum Schutze Europas errichtet worden sei .Der diplomatische Mitarbeiter der „Agenzia Ste- sani" hält der Feindagitation entgegen, daß die Schwierigkeiten, denen die Engländer und Amerikaner bei einem Landungsversuch in Europa begegnen würden, wesentlich größer als die in Tunesien sein würden. In Europa brauche nicht bis zur letzten Pa
trone gekämpst zu werden, hier würden die Achsenmächte stets unerschöpfliche Mengen Blei zur Verfügung haben. und. so schließt „Popolo dJtalia" seine Betrachtung zu diesem Thema: „Landungen sind nicht fo einfach und so leicht wie die Beschießung un- bewasfneter Einwohner mit Maschinengewehren."
Daß die Kämpf« in Afrika im Hinblick auf die größeren strategischen Zusammenhänge des Krieges für die Achenmächte keinen entscheidenden Fehlschlag einschließen, das mußte auch Lord Halifax indirekt in einer Rede zugestehen. die er am Montag in Chicago hielt. Er erinnerte daran daß Churchill schon unmittelbar nach Dünkirchen die Notwendigkeit erkannte, die letzten verfügbaren Kräfte nach dem Mittleren Osten abzuzweigen Damit ist gesagt, daß de, Eimatz der Achsenstreitkräfte lFortletzung auf Seite 21
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Aus dem Führerhauptquartixr, 11. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am Kuban-Brückenkopf griff der
Feind gestern nur an einigen Stellen mit schwächeren Kräften an. Die Angriffe wurden zum ^Teil schon in der Bereitstellung zerschlagen. Bei den erfolgreichen Abwehrkämp fen am Kuban-Brückenkopf vom 29. April bis 10. Mai wurden allein von Truppen des Heeres 159 Sowjetpanzer zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen. In der Barentssee wurde ein Frachter von 3000 BRT. durch Bombentreffer versenkt.
Südöstlich Tunis führte der Feind zahlreiche frische Infanterie- und Panzerverbände zum Angriff gegen die Stellungen der deutschen und italienischen Truppen heran. Trotz größter Entbehrungen und wocheNlangen ununterbrochenen Kampfeinsatzes fetzten die heldenmütig kämpfenden Soldaten aller Truppengattungen auch gestern dem pausenlosen Ansturm des Feindes härtesten Widerstand entgegen. Die schweren, für beide Seiten verlustreichen Kämpfe gehen mit unverminder- ter Heftigkeit weiter Aus dem afrikanischen Kriegsschauplatz haben sich die 90. leichte .. .... . „ - > ^ Afrika-Division unter der Führung von Ee-
Afrika richtig erkannt wurde Das „Journal neralleutnant Gras Sponeck und die 15 Pan- de Eeneve" stellt m dieser Richtung fest. daß zer-Division unter Führung von General- dre Opfer der Achsenstreitkräfte 'eir Alamein'major Vorowietz besonders ausgezeichnet.
Explosive küIIblskMs sdgeivorksa
6o,bofi'Lc/is omsr/kom'rcjisx /.uichonc/ltsy /'m gsgsn /to/isn
Rom, 11. Mai. Amerikanische Luftbanditen haben bei ihren mehrfachen Terrorangriffen aus italienilche Städte auch explosive Füllhalter und Fullbletstifte abgeworfen. Sie wurden u. a. in Castelvetrano fim südlichen Westsizilien), in Lapodimonte und in Erosscto gefunden. Zahlreiche italienische Kinder und Passanten, die diese Federhalter und Bleistifte mit Sprengladungen aufhoben, wurden bei der Berührung teilweise sogar schwer verletzt.
Es ist tyvisch für die Mentalität und die Methoden der Luftkriegführung auf feiten der Amerikaner, daß sie sich solcher barbarischer Mittel bedienen. Die Versuche unschuldige Kinder und harmlose Zivilpersonen aus solche Weise zu verletzen oder zu töten, tragen nur zu deutlich einen Stempel jüdischer Perversität, wie sie in den amerikanischen Gangsterkreiien stets am Platze ist.
Von den italienischen Zeitungen werden Abbildungen dieser Sprengbleistifte und Füllfederhalter veröffentlicht. Die Bilder zeigen, wie täuschend ähnlich man beides nachgemacht hat, um insbesondere auch die Kinder zu veranlassen, sie anzufassen und
aufzuheben. Die Bleistifte bestehen aus einer Röhre aus glänzendem Metall und sind 10
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bis 12 Zentimeter lang. An einem Ende des. Stiftes befindet sich eine Art Feststeck- klammer wie sie für die Befestigung von Fiillbleistiften und Füllfederhaltern üblin ist. Durch Drehen dieser Feststeckklammer wird der Schlagbolzen ausgelöst, der den Zündsatz und damit die Sprengladung zur Erplosion bringt. Die Füllfederhalter bestehen aus brüniertem Metall und entsprechen in ihrem Aeußeren vollkommen einem gewöhnlichen Halter. Auch durch Drehung der Schutzkappe wird die Erplosion ausgelöst.
Die römische Presse gibt der Empörung des italienischen Volkes über die Gangster- angriffe amerikanischer Flieger aus. Unschuldige Ausdruck. Diese Gemeinheiten stehen in der Geschichte dieses Krieges nicht einmalig da, wie „Lavoro Fascista" erklärt, sondern sind nur ein Glied in der Kette britischer und amerikanischer Barbareien, die sich um den ganzen Erdball spannen, angefangen von den MG-Angrisfen auf japanische schiffbrüchige Seeleute, über die Erschießung der Ueberlebenden eines vor Sardinien versenkten neutralen portugiesischen Dampfers bis zu den Angriffen auf Lazarettschiffe.
Beide Divisionen haben sich seit Beginn des Afrika-Feldzuges hervorragend geschlagen Eine Flakdivision der Luftwaffe unter Führung de^ Generalmajors Neuffer vernichtete noch mit ihren letzten Granaten 37 feindliche Panzer."
In Tunesien standen die deutschen und italienischen Truppen am 10. Mai in den Gebirgen südöstlich der Stadt Tunis von neuem in erbitterten Kämpfen gegen erdrückende feindliche Uebermachl Aus dem Raum Hamman-Lif stießen starke Infanterie- und Panzerkräfte des Gegners nach Südosten vor und drangen unter fortgesetztem rasenden Artilleriefeuer und pausenlosen Luftangriffen auf der Straße nach Hammamet in das Bergland an der Basis der Halbinsel Kap Bone ein. Im Tal der Siraße und 'n den Olivenhainen der zerklüfteten Berghänge leisteten unsere Soldaten trotz ihrer Erschöpfung durch wochenlangc ununterbrochene Gefechte den frischen feindlichen Truppen häriesten Widerstand Offiziere Unteroffiziere und Mannschaften oller Waffengattungen zwangen den Feind, um jeden Meter Boden mit allen Kräften zu kämpfen. Immer wieder stürmten sie, wenn sie sich verschossen hatten, auf den langsam Boden gewinnenden .Gegner. Den Mangel an Munition und schweren Waffen ersetzten sie durch hinreißenden Mut und Draufgängertum Mit den letzten Minen und geballten Ladungen gehen sie den feindlichen anzern zu Leibe.
Der
Wo«
Von KUexslierieliter Norbert Lcbsrnszl
Seit Tagen und Wochen liegt die blutgetränkte Erde an der Front des Kuban- Brückenkopfes in Fieberschauern. Ein Ringen von beispielloser Erbitterung geht dort vor sich. rast in Orgien von Blut und Era-, naten aller Kaliber durch Tag und Nacht, bis die restlose Erschöpfung der anrennenden Sowjetmassen eine kurze, zeitbedingte, in ihrem Schweigen noch drohendere Ruhe diktiert. der ein um so wilderes Aufleben der Kämpfe an manchmal wechselnden Abschnitten folgt. Immer wieder werden neue Truppen aus den zerschlagenen Resten der Zurückgeworfenen in schonungsloser Hast zusammen- gezwungen, nach vorn geworfen. Ununterbrochen stehen die Unseren nun seit Sommer und Winter einem in seiner Blutgier und Grausamkeit unbegreiflichen Gegner gegenüber, der mit der ganzen Macht seiner zahlenmäßigen Ueberlegenheit — und was für einer Ueberlegenheit — die in Not und Tod unschlagbar zusammengeschweißte Abwehrfront am Kuban einzurennen versucht. Gleich der vielköpfigen Hydra wird der bolschewistische Ansturm Tag und Nacht zurückgeworfen, erstickt in Strömen von Blut. Der Tod hält eine unbarmherzige reiche Ernte.
An diesem ganzen Frontabschnitt gibt es keine Stellung nfthr, an der die Sowjets nicht in langen Tagen und Nächten unter Ausnutzung von Masse und Material versucht hätten, den endgültigen Erfolg mit dem Einbruch zu bewerkstelligen. Täglich aufs neue treibt der Stalin-Befehl, den Brückenkopf zu nehmen, koste es. was es wolle, neue Sturmreihen in den Rachen der Vernichtung. Denn ihnen gegenüber steht die deutsche Abwehr nach wie vor unerschütterlich. Ob auch zeitweilig räumliche Veränderungen unvermeidlich sind, werden doch immer wietzer gewaltsam erzwungene kleinere Einbrüche abgeriegelt, in kühnem Gegenstoß bereinigt und allem feindlichen Bemühen endlich ein unüberwindlicher Damm entgegengesetzt. Mit einem Heldenmut ohnegleichen steht hier der deutsche Soldat und schlägt trotz aller Ueber- gewalt kaltblütig den täglich neuen Ansturm zu Scherben. Längst hätte an anderen Abschnitten der weiten Ostfront eine weitere Zunahme bolschewistischer Kampftätigkeit um »ich gegriffen, hätte der Gegner nicht so unlösbar sich hier hineiagebissen, um mit allen Mitteln doch noch eine für ihn günstige Ent- 'cheidung zu erzwingen.
Längst ist auch der Frühling in der Schwärze des granatenzerrissenen Bodens untergegangen. Das sonst so inbrünstig als eine Erlösung aus der Winterstarre begrüßte Grün erstirbt zu der verwunschenen Tarnfarbe eines darin zur Meisterschaft ausgebildeten Feindes. Bunte Farben aber sind schon bei ihrer Geburt im Grau der weiten Rauchfahnen vergangen, die aus dem Staub der Steppe im Zusammenhang mit den elenden Nachschubstraßen gleich einem dichten Schleier über der Landschaft hängen. Wie ein böses, verwunschenes Reich erscheint dem Auge. das sich eben an dem leuchtenden Bläu des Asowschen Meeres erfrischt hat, das einförmige Grau dieses wie mit einem Sträflingsgewand überzogenen Bodens, aus dem nur die dichteren Quellen der Rauchpilze explodierender Geschosse oder in holpriger Fahrt !cbütternder Lastkraftwagen heraustreten.
Vor den ersten Linien häufen sich Bergs von zerstörten Wagen und Gerät aller Art, liegen die Trümmer unzähliger vernichteter Panzer. Allein in den letzten Tagen ist auch im Wehrmachtbericht die Zahl der hier eingesetzten und im Zusammenwirken aller Mehrmachtteile zusammengeschlagenen bol- chemistischen Panzerwagen herausgeboben worden die der Gegner zur letzten Verstär- .kung ins Kesechf warf. wenn auch die iage- und nächrelange Artilleriebearbeitung der deutschen Linien nicht mehr helfen wollte. 2^ bis 30 Stück in Flammen aufgegangener Kolosse je an^ einem Tage beweisen die unerhörte Maisierung dieser schweren Waffe und ihren rücksichtslosen Einsatz.
Wieder hat die Luftwaffe an der Durch- haltekrasl deutscher Grenadiere und der Ab, wehr der erbitterten Anstürme entscheiden.
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