Ausgabe 
(5.5.1943) 123
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Erscheint 7mal wöchentlich

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parleiarntlrclie Layeszettnng

vüs flmisblatt des Negierenden IZürgermeistcrs der 5relen kiansestadt vremen

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üev NationLlsdziaMen Vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 12Z , 1Z. Jahrgang

Mittwoch. S. Mai 1S4Z

kinzeipreis 15 Npf.

Iuäs will gsnr Lurvps „kstgnisieren

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DrahtLericht unserer Berliner Schriftleitung

är. rr. sck. Berlin. 4. Mai. Vom deutschen Standpunkt aus behalten die Enthüllungen aus dem Walde von Katyn ihr« überragende grauenvolle Bedeutung in dem Sinne, dah sie den Bolschewismus in seiner unveränder­ten Wesensart charakterisieren und nach­weisen. Für die kleinen Völker Europas treten dazu die Folgerungen in den Vor­dergrund, die die Sowjetunion aus der Auf­deckung der Massengräber für das Verhält­nis zu Polen gezogen hat. Stalin Hai die Gelegenheit zu einem Erpressungsmanöver ausnutzen wollen, das nach dem „Abbruch der diplomatischen Beziehungen" zu dem Londoner Emigrantenklüngel nunmehr in der Forderung nach einer sowjethörigen pol­nischen Emigrantenregierung einen zuge­spitzten Ausdruck findet. Diese Forderung wird von der fowjetamtlichen Nachrichten­agentur „Tatz" verbreitet. Es heißt darin, daß nur eine „neue Regierung" bei den Sowjets üuf Verständnis hoffen könne. Vor­bedingung sei die Absage an eine Politik, die auf Beherrschung des ukrainischen und weihruthenischen Bevölkerungsteiles abziele, das Bemühen um eine „freundschaftliche Lösung der Erenzlage" und die Berücksichti­gung der „Rechte auch des jüdischen Volkes". Htier enthüllen sich wiederum die Hinter- männer des Erpressungsmanövers.

Es sind die jüdischen Interessen, die im Vordergrund stehen, denen zuliebe durch die heuchlerischen Verbündeten die Grundsätze der Atlantikcharta in, gleicher Weise von den Bolschewiken wie von ihren plutolra- tischen Kumpanen achtlos beiseite geschoben werden sollen, mag das auch im schreienden Gegensatz zu allen früher abgegebenen Garantieerklärungen stehen.

Gerade auch diese Erkenntnis des briti­schen Verrates gegenüber den kleinen Völ­kern, der nach Katyn eindeutiger denn je in Erscheinung trat, wirkt sich jetzt überall 'n der Weltöffentlichkeit von Tag zu Tag stär­ker aus. Mit Recht stellt die griechische Zei­tung „Nea" fest, dah England nach den er­sten Kriegsjahren all seine berüchtigten Ga­rantien für die kleineren Völker Europas völlig vergessen habe. England habe jetzt den Beweis dafür erbracht, dah es niemals ernst­haft an das Schicksal der anderen Völker ge­dacht habe. Der größte Verrat sei an Polen verübt worden, das jetzt zum zweiten Male im Stich gelassen werde. Dasselbe Schicksal erwarte alle, übrigen Völker Europas, wenn es tatsächlich zum Siege der sogenann­ten Demokratien kommen sollte. Die Achsen­mächte dagegen hätten die europäische Völ­kergemeinschaft vor Augen und wollten je­dem europäischen Volk seine nationalen und wirtschaftlichen Rechte sichern.

Als wenn man in England selbst die Be­rechtigung solcher Anklagen unterstreichen wollte, sprach „News Lhronicle" jetzt von einer „stabilisierenden bolschewistischen Ein­flußsphäre" in Osteuropa, um dann kate­gorisch hinzuzufügen: „Die Polen wie alle anderen Nationen haben sich damit abzufin­den." So ist es recht. Mehr haben ja schließ­lich auch die erbärmlichen verräterischen Krea­turen nicht verdient, die sich zum Instrument der britischen Kriegshetze machen ließen, dann schleunigst desertierten und sich mit eng­lischen Schecks M London aushalten ließen. Sie haben nach der Entdeckung der Massen­gräber von Katyn eine kurze Zeitspanne hin­durch geglaubt, aufmucken zu dürfen, begin­nen aber jetzt schon wieder zu kuschen, nach­dem man ihnen in London zu verstehen ge­geben hat, daß sie von britischen Schecks ab-

ig sind. Es ist ein widerliches Schau­spiel, das allerdings auf die Briten zurück­fällt, weil es von diesen erzwungen wurde, wenn die polnischen Emigranten sich nun­mehr wieder in kriecherischer und speichel- leckerischer Ergebenheit gegenüber den Leuten zu überbieten suchen, von denen sie ins Un­glück gestürzt und dann verraten wurden. Da hat es doch tatsächlich der „Präsident" der polnischen Emigrantenorganisation -in London, Raczkiwiez, fertig gebracht, den Bri­ten eine „Anerkennung für die Treue" aus- zusprechen, die sie im Hinblick auf ihre Ver­pflichtung bewiesen hätten, indem sie bei dem „deutschen Ueberfall" auf Polen Deutschland den Krieg erklärt und auch nach dem Zu­

sammenbrach Frankreichs weitergeführt hätten. Dieser Raczkiwiez ist entweder ein Voll­idiot oder ein Wahnsinniger, wenn er aus­gerechnet in der gegenwärtigen Phase der politischen Entwicklung mit dem Gedanken >pielt, dah „Polen" in Mittel- und Osteuropa eine „starke Union freier Nationen" ins Le­ben rufen könne, nachdem heute vor der gan­zen Weltöffentlichkeit eindeutig der Beweis dafür erbracht worden ist, daß der Bolsche­wismus das Programm der Katynisierung ganz Europas verfolgt, und auf die Bildung einer neuen polnischen Scheinregierung drängt, die ihre Landsleute dem Bolschewis­mus verkaufen soll. Erbärmlich auch, wie ein (Fortsetzung auf Seite 2)

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Aus dem Führerhauptquartier, 4. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Der Feind setzte die schweren An­griffe gegen den Kuban-Brückenkopf fort, vermochte aber auch gestern keine Erfolge zu erzielen. Die harten Abwehrkämpfe dauern an. An der übrigen Ostfront verlief der Tag ruhig. Schwere Artillerie des Heeres beschoß mit gutem Erfolg-kriegswichtige Anlagen in Leningrad.

An der tunesischen Front fanden keine wesentlichen Kampfhandlungen 'statt. Im Zuge planmäßiger Bewegungen bezogen un­sere Truppen im Nordabschnitt vom Feinde zunächst unbemerkt neue günstigere Stellun­gen.'Hierbei wurde dje Stadt Mateur nach Vernichtung der kriegswichtigen Anlagen kampflos dem Gegner überlassen

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Drahtbericht unserer Berliner Schr'llleituna t>r. Berlin, 4. Mai. Ein Teil der eng­lischen Presse beschäftigt sich jetzt wieder in höchst sentimentalen Rückblicken mit dem Fehlschlag, den die seinerzeit so groß ange­kündigte Offensive in Burma erlitten hat. Der „Economist" spricht resigniert von einem „snttäuschenden Feldzug", in dem es den Briten nicht gelungen sei, vor dem Ende der für die Kriegführung geeigneten Jahreszeit auch nur begrenzte Ziele wie den Flugplatz Akyab zu erreichen. Heute will der „Econo­mist" allerdings nichts mehr von den groß­spurigen Ankündigungen wissen, mit denen der Beginn der Offensive in Burma be­gleitet^ wurde. Niemand, so heiht es heure, am allerwenigsten die Tschungkingchinesen könnten sich eingebildet haben, dah eine von Nordwestburma ausgehende Offensive mit einer Eroberung Ranguns hätte enden kön­nen. In dieser Behauptung, auch wenn sie eine nachträgliche Korrektur darstellt. Liegt Eingeständnis der entscheidenden

das

Schwäche der angloamerikanischen Krieg­führung gegenüber den Japanern.

Die Japaner vermochten in wenigen Wo­chen und Monaten die Briten und Ameri­kaner von allen noch so stark ausgebauten Stützpunkten des grohostastatischen Raumes mit Einschluß von Singapur hinwegzufegen, die Kriegsschiffe der Gegner zu zerschmettern und ihre Landtruppen in wilder Flucht vor sich herzutreiben. Wenn umgekehrt die Bri­ten nur an einer schmalen Frontstelle und nach langer Vorbereitung sich einmal vor- wärtsbewegen wollen, wie das in Nordwest­burma der Fall war. so endet das genau so mit einem Fehlschlag, wie wenn die Ameri­kaner Ofsensivvorstöße im Südwestpazifik versuchen. Wenn der „Economist'' jetzt sagt, dah man niemals mit einer Eroberung Ran­guns als Offensiverfolg hätte rechnen kön­nen, so ist das ein recht klägliches Einge­ständnis. Auf der gleichen Linie liegen die Betrachtungen der „Times", in denen der Operationsversuch gegen Burma als restlos gescheitert bezeichnet wird und in denen das Zugeständnis enthalten ist, dah alle Erwar­tungen furchtbar enttäuscht worden seien. Seitdem die Japaner zum Gegenangrifs übergegangen seien, hätten die Briten schnell die Initiative verloren und befänden sich nun wieder in der Defensive. Man habe die Abwehrstärke der Japaner weit unterschätzt. Auch hier spiele die Schiffsraumnoi eine ent­scheidende Rolle.

Ueberall werden so unsere Gegner daraus gestoßen, dah die militärischen Mahnahmen und Zielsetzungen der Dreierpaktmächte, mö­gen sie auch räumlich weit voneinander ge­trennt sein, einer einheitlichen Strategie ent­springen. Die Idee, die in Casablanca auf eine Entschluhformel gebracht wurde, daß man nämlich die Dreierpaktmächte hinterein­ander erledigen könne, hat auch in den Augen der Gegner inzwischen ihre Ueberzeugungs­kraft verloren. Es bestehen tatsächlich die engsten Zusammenhänge zwischen Ostfront. Atlantikschlacht und Burma, zwischen Afrika und dem Pazifik. Die strategische Idee von Casablanca ging von einem Zeitplan aus, der nach dem eigenen Eingeständnis der Geg­ner durch den zähen und geschickten Wider­stand der Achsenstreitkräfte in Tunis längst über den Haufen geworfen wurde. ga,nz un­abhängig davon, wie sich die Dinge noch weiter entwickeln. Dah die Gegner, die den

1. Mai als äußersten Termin für die Be­endigung des Afrika-Krieges angesetzt hatten, nach der Räumung von Mateur durch die Achsentruppen den Feldzug dort noch nicht abgeschlossen haben, wissen sie selbst am besten, und der Jammer über ihre schweren Verluste ist groß.

Als der Zeitplan von Casablanca über den Haufen geworfen wurde, mußte man in Eng­land und in den Vereinigten Staaten der Möglichkeit ins Auge schauen, daß sich Japan in der gewonnenen Zeit in seinem neuen Weltreich so gründlich organisieren und be­festigen werde, daß es niemals wieder ver­drängt werden könnt?. Die Hilferufe der australischen Regierung und die Beschwörun­gen Mac Arthurs haben die Sorgen der bri­tischen und vor allem der amerikanischen Öf­fentlichkeit nach dieser Richtung erheblich ver­stärkt. Nun klagt auch der Sender London darüber, dah es die Japaner den Alliierten unendlich schwer machten, sie aus dem pazifi­schen Raum zu verdrängen, in dem die Ja­

paner nach wie vor die Initiative in Händen hätten. Es werde schwer werden, ihnen diese Initiative zu entreißen. Gleichzeitig mehren sich gerade auch im gegnerischen Lager und vor allem in Australien die Stimmen der Befürchtung, daß eine zweite Phase des Krieges in Erohostasien bald einsetzen werde, in der wiederum Japan in der Offensive er­scheinen werde. Diese Sorge mußte natürlich durch die Ankündigung des Generalmajors Pahagi, des Pressechefs im japanischen Hauptquartier, erheblich verstärkt werden, dah Vorbereitungen großen Stiles für japa­nische Offensivpläne betrieben würden. Die Ueberzeugung von einer einheitlichen Stra­tegie der Dreierpaktmachte kommt in einem Artikel der nationalchinesischen Zeitung „Chung Pao" zum Ausdruck, in der die Auswirkung einer japanischen Offensive auf die Lage der Achsenmächte in Europa unter­sucht wird und in der es zum Schluß heißt, daß jedenfalls im Westen und Ostern große Ereignisse bevorstünden.

Bei Tagesoorstößen britischer Fliegerver­bände gegen die Küste der besetzten West­gebiete wurden vierzehn feindliche Flug­zeuge, darunter zwölf Bomber, abgeschossen. Zwei eigene Jagdflugzeuge gingen im Lust­kampf verloren."

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Ergänzend wird mitgeteilt: In den Nach­mittagsstunden des 3. Mai zwischen l? und 18 Uhr stießen etwa 30 feindliche Bomber, begleitet von starkem Jagdschutz, gegen die holländische Küste vor. Deutsche Jäger griffen sofort die in Höhen bis zu 5000 Me­ter anfliegenden „Ventura"- und „Boston"- Vomber sowie die „Spitfire"-Staffeln an. In den sich entwickelnden heftigen Lust­kämpfen wurden neun „Dentura"-Bomber von deutschen Jägern, ein weiterer Bomber von Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgeschossen. Außerdem verlor der britische Jagdbegleitschutz zwei Spitfire, während Flakartillerie der Luftwaffe zwei Boston- Bomber zum Absturz'brachte. Mit der Ver­nichtung von insgesamt 14 feindlichen Ma­schinen verlor der Feinst bei diesem neuen AngriffsunterKehmen gegen die holländische Küste mehr als ein Drittel seiner einge­setzten Flugzeuge.

Die britische und nordamerikanische Luft­waffe verlor im Monat April über Europa und Nordafrika insgesamt 967 Flugzeuge. Von dieser Gesamtzahl wurden über Nor­wegen, den besetzten Westgebieten und dem Reichsgebiet 482 feindliche Flugzeuge abge­schossen. zum weitaus größten Teil mehr­motorige Bomber, die bei den britischen und Nordamerikanischen Terrorangriffen im April der deutschen Abwehx zum Opfer fielen. An diesen Abschüssen sind deutsche Jäger, die Flak­artillerie der Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine beteiligt. 485 feind­liche Flugzeuge wurden von der deutschen und der italienischen Luftwaffe, von Ein­heiten der verbündeten Kriegsmarine und Verbänden der in Nordafrika kämpfenden deutsch-italienischen Truppen, im Mittelmeer­raum, in Nordafrika und über dem italieni­schen Heimatgebiet abgeschossen.

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6 Okwber 1940 erlebten Lremeno 8^.-st1ünner den Lesuek ikreo Ltebsekeks Viktor büke als Anerkennung >krer bis dabin ge leisteten vnrinllrtarrscken llrriebungsarbeit. Ikren Ausdruck fand diese Anerkennung ssinsrreit in den Worten des Ltsbsebets de, 8^., der mit Qenersl Lckvvandnsr, Ltellv, 6 Gleiter dost und Oberst Oaspari ru den 8-V blännern Siemens und ikrem k-ükrsr 8/i Obergruppenkukrer Lobmeker. sprseb und seine stüebste -ukriedensteit ausdrückte. Die. Nordses-8/V nird ikren toten 8tabsckei

nickt vergessen und in seinem Webi-geist weiterkämpfen I * ' S^-^rokiv

Von

Lrick Sorkenksgsn

Wiederholt hat der verantwortliche Leiter der deutschen Agrarpolitik, Staatssekretär Backe, die Völker Europas zur Erzeugungs­schlacht aufgerufen und sie aufgefordert, zur Steigerung ihrer landwirtschaftlichen Inten­sität den Weg zu gehen, den Deutschland seit 1934 mit großem Erfolg beschriften hat. Der deutsche Weg ist nicht nur ein nationalsozia­listischer. sondern ein europäischer Weg, der die Völker des Kontinents aus den letzten Verflechtungen der Weltarbeitsteilung eng­lischer Prägung lösen wird. Durch seine Be­teiligung an dieser Weltwirtschaft hat Euro­pa, das früher ein in sich geschlossenes Wirt­schaftsgebiet darstellte, seine Rohstoffbasis verloren und die Agrarländer des Konti­nents damit allen Konjunkturschwankungen und Krisen des Weltniarktes unterworfen.

Die Blockade, die England in diesem Kriege nicht nur gegen Deutschland und seine Verbündeten, sondern gegen den gan­zen Kontinent richtete, hat auch die letzten Staaten Europas zu der Ueberzeugung ge­bracht, dah sie die Abhängigkeit von dem guten Willen Großbritanniens nur durch eine Steigerung ihrer eigenen landwirt­schaftlichen Erzeugung beseitigen können. An dieser Erzeugungssteigerung wird heute in ganz Europa gearbeitet. Und wo vor kur­zem noch die Auffassung vertreten wurde, daß es sich dabei um eine kriegsbedingte Notwendigkeit handeln könne^ da nach dem Kriege die Weltarbeitsteilung wieder vor­herrschen werde, ist heute die Meinung im­mer mehr im Wachsen, daß auch nach dem Kriege ohne Landarbeit und ohne Bauern­tum ein starkes Europa nicht möglich sein wird. Die Intensivierung und Anpassung der landwirtschaftlichen Erzeugung Europas an den Verbrauch wird auch ini Frieden von Dauer sein.

Die bisherigen Erfolge des europäischen Bauern geben die Gewißheit, dah die Völker des Kontinents gewillt sind, ihre Kraft zu nutzen, damit der Hunger ihren Ländern fern­bleibt. Die durch den Krieg neu zum Reich gekommenen Gebiete im Osten und Westen wurden schnellstens in die Erzeugunqsschlacht der deutschen Landwirtschaft eingefügt. Die wiedergewonnenen ehemals polnischen Ee-

vas Zckickssl kann die Heldenbrust rer- Nckmettern, dock einen Heidenwilien beugt 88 Nicktl 'rd. Löraer

biete konnten dem Erzeugungsniveau der deutschen Landwirtschaft angenähert werden, weil hier infolge der polnischen Mißwirtschaft erhebliche Erzeugungsreseroen vorhanden wa­ren. Der Beitrag dieser Gebiete zur Versor­gung des Eroßdeutschen Reiches ist heute be­reits recht erheblich. In den im Westen einge­gliederten Gebieten führte die Erzeugungs­schlacht dazu, daß der bisherige Zuschußbestarf erheblich zurückging. Auch das Protektorat und das Generalgouvernement konnten mit deutscher Hilfe ähnliche Erfolge erzielen und dadurch ihre Versorgungsbilanz wesentlich günstiger gestalten.

Was hier gilt, trifft ähnlich auch für die besetzten Gebiete zu. Sowohl in Frankreich, als auch in dem besetzten Osten sind deutsche Fachkräfte am Werk, um die landwirtschaft­liche Produktion zu steigern. Die Folgen stör Kampfhandlungen wurden schnellstens besei­tigt. Unter Leitung hervorragender deutscher Fachkräfte und mit Hilfe erheblicher»Mengen an Betriebsmitteln aller Art, die das Reich zur Verfügung stellte, konnten sehr bald die Folgen früherer schlechter oder falscher Wirt­schaft beseitigt werden. Schon allein durch die intensivere Bodenbewirtschaftung ergab sich eine erhebliche Ertragssteigerung. Frankreich hatte z. B. bei Kriegsausbruch 5—6 Mill. Hektar Brachland, eine Fläche, auf der ein erhebliche; Teil des Weizenverbrauchs Euro­pas erzeugt werden kann. Hier läßt sich ebenso wie in den anderen europäischen Staaten mit niedrigerem Jntensitätsgrad durch bessere Bodenbearbeitung, Saatgutwechsel. Pflanzen« schütz und Schädlingsbekämpfung noch Vieles erreichen. Der überwiegende Teil der europä­ischen Länder liegt unter den deutschen Er­trägen. obgleich Boden- und klimatische Ver­hältnisse keineswegs ungünstiger als die deut­schen sind. Bei weiterer Verbesserung der Landwirtskyast dieser Länder werden sich noch erhebliche Ertragssteigerungen erzielen lassen.

Etwas anders liegen die Dinge bei Hol­land und Dänemark. Diese Länder hatten schon vor dem Kriege eine stark entwickelte Landwirtschaft mit den höchsten Erträgen. Der ungewöhnlich hohe Viehbesitz ergab einen größeren Anfall an natürlichem Dün­ger. Der Nachteil dieser Länder war, daß ihre Futtergrundlage weitgehend im Aus- land lag. Diese Staaten mußten nach dem Forifall der ausländischen Futtermitlelzu- fuhren ihre eigene Futtergrundlage erhöhen und den Viehbesitz den Futlermöglichkeiten anpassen. Hierin hat Dänemark aber auch Holland in den letzten drei Jahren beträcht­liche Erfolge erzielt, lleberhaupt liegt die Hauptaufgabe der landwirtschaftlichen Er­zeugung Europas in der Schaffung der eige­nen Futtergrundlage Die gesamte Futter­getreidebilanz Europas schloß zu Beginn des Krieges mit 90 Prozent ab, wobei zu be­achten ist, daß die europäischen Veredlungs­länder mit den eingeführten überseeischen Futtermitteln einen Großteil ihrer Vered­lungserzeugnisse nicht für den europäischen, jondern für den englischen Markt herge­stellt haben. Da der englische Markt während des Krieges keine tierischen Erzeugnisse aus vielen Landern erhält, kann auch mindestens füi die Dauer des Krieges auf die hierfür notwendigen Futtermittel verzichtet werden Schon dadurch wird die Futlergetreidebilanz Kontlnentaleuropas erheblich verbessert Aber auch grundsätzlich läßt sich die Futter-