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parleiarntlrclie Layeszettnng
vüs flmisblatt des Negierenden IZürgermeistcrs der 5relen kiansestadt vremen
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üev NationLlsdziaMen Vremens
flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen
Nr. 12Z , 1Z. Jahrgang
Mittwoch. S. Mai 1S4Z
kinzeipreis 15 Npf.
Iuäs will gsnr Lurvps „kstgnisieren
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DrahtLericht unserer Berliner Schriftleitung
är. rr. sck. Berlin. 4. Mai. Vom deutschen Standpunkt aus behalten die Enthüllungen aus dem Walde von Katyn ihr« überragende grauenvolle Bedeutung in dem Sinne, dah sie den Bolschewismus in seiner unveränderten Wesensart charakterisieren und nachweisen. Für die kleinen Völker Europas treten dazu die Folgerungen in den Vordergrund, die die Sowjetunion aus der Aufdeckung der Massengräber für das Verhältnis zu Polen gezogen hat. Stalin Hai die Gelegenheit zu einem Erpressungsmanöver ausnutzen wollen, das nach dem „Abbruch der diplomatischen Beziehungen" zu dem Londoner Emigrantenklüngel nunmehr in der Forderung nach einer sowjethörigen polnischen Emigrantenregierung einen zugespitzten Ausdruck findet. Diese Forderung wird von der fowjetamtlichen Nachrichtenagentur „Tatz" verbreitet. Es heißt darin, daß nur eine „neue Regierung" bei den Sowjets üuf Verständnis hoffen könne. Vorbedingung sei die Absage an eine Politik, die auf Beherrschung des ukrainischen und weihruthenischen Bevölkerungsteiles abziele, das Bemühen um eine „freundschaftliche Lösung der Erenzlage" und die Berücksichtigung der „Rechte auch des jüdischen Volkes". Htier enthüllen sich wiederum die Hinter- männer des Erpressungsmanövers.
Es sind die jüdischen Interessen, die im Vordergrund stehen, denen zuliebe durch die heuchlerischen Verbündeten die Grundsätze der Atlantikcharta in, gleicher Weise von den Bolschewiken wie von ihren plutolra- tischen Kumpanen achtlos beiseite geschoben werden sollen, mag das auch im schreienden Gegensatz zu allen früher abgegebenen Garantieerklärungen stehen.
Gerade auch diese Erkenntnis des britischen Verrates gegenüber den kleinen Völkern, der nach Katyn eindeutiger denn je in Erscheinung trat, wirkt sich jetzt überall 'n der Weltöffentlichkeit von Tag zu Tag stärker aus. Mit Recht stellt die griechische Zeitung „Nea" fest, dah England nach den ersten Kriegsjahren all seine berüchtigten Garantien für die kleineren Völker Europas völlig vergessen habe. England habe jetzt den Beweis dafür erbracht, dah es niemals ernsthaft an das Schicksal der anderen Völker gedacht habe. Der größte Verrat sei an Polen verübt worden, das jetzt zum zweiten Male im Stich gelassen werde. Dasselbe Schicksal erwarte alle, übrigen Völker Europas, wenn es tatsächlich zum Siege der sogenannten Demokratien kommen sollte. Die Achsenmächte dagegen hätten die europäische Völkergemeinschaft vor Augen und wollten jedem europäischen Volk seine nationalen und wirtschaftlichen Rechte sichern.
Als wenn man in England selbst die Berechtigung solcher Anklagen unterstreichen wollte, sprach „News Lhronicle" jetzt von einer „stabilisierenden bolschewistischen Einflußsphäre" in Osteuropa, um dann kategorisch hinzuzufügen: „Die Polen wie alle anderen Nationen haben sich damit abzufinden." So ist es recht. Mehr haben ja schließlich auch die erbärmlichen verräterischen Kreaturen nicht verdient, die sich zum Instrument der britischen Kriegshetze machen ließen, dann schleunigst desertierten und sich mit englischen Schecks M London aushalten ließen. Sie haben nach der Entdeckung der Massengräber von Katyn eine kurze Zeitspanne hindurch geglaubt, aufmucken zu dürfen, beginnen aber jetzt schon wieder zu kuschen, nachdem man ihnen in London zu verstehen gegeben hat, daß sie von britischen Schecks ab-
ig sind. Es ist ein widerliches Schauspiel, das allerdings auf die Briten zurückfällt, weil es von diesen erzwungen wurde, wenn die polnischen Emigranten sich nunmehr wieder in kriecherischer und speichel- leckerischer Ergebenheit gegenüber den Leuten zu überbieten suchen, von denen sie ins Unglück gestürzt und dann verraten wurden. Da hat es doch tatsächlich der „Präsident" der polnischen Emigrantenorganisation -in London, Raczkiwiez, fertig gebracht, den Briten eine „Anerkennung für die Treue" aus- zusprechen, die sie im Hinblick auf ihre Verpflichtung bewiesen hätten, indem sie bei dem „deutschen Ueberfall" auf Polen Deutschland den Krieg erklärt und auch nach dem Zu
sammenbrach Frankreichs weitergeführt hätten. Dieser Raczkiwiez ist entweder ein Vollidiot oder ein Wahnsinniger, wenn er ausgerechnet in der gegenwärtigen Phase der politischen Entwicklung mit dem Gedanken >pielt, dah „Polen" in Mittel- und Osteuropa eine „starke Union freier Nationen" ins Leben rufen könne, nachdem heute vor der ganzen Weltöffentlichkeit eindeutig der Beweis dafür erbracht worden ist, daß der Bolschewismus das Programm der Katynisierung ganz Europas verfolgt, und auf die Bildung einer neuen polnischen Scheinregierung drängt, die ihre Landsleute dem Bolschewismus verkaufen soll. Erbärmlich auch, wie ein (Fortsetzung auf Seite 2)
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Aus dem Führerhauptquartier, 4. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der Feind setzte die schweren Angriffe gegen den Kuban-Brückenkopf fort, vermochte aber auch gestern keine Erfolge zu erzielen. Die harten Abwehrkämpfe dauern an. An der übrigen Ostfront verlief der Tag ruhig. Schwere Artillerie des Heeres beschoß mit gutem Erfolg-kriegswichtige Anlagen in Leningrad.
An der tunesischen Front fanden keine wesentlichen Kampfhandlungen 'statt. Im Zuge planmäßiger Bewegungen bezogen unsere Truppen im Nordabschnitt vom Feinde zunächst unbemerkt neue günstigere Stellungen.'Hierbei wurde dje Stadt Mateur nach Vernichtung der kriegswichtigen Anlagen kampflos dem Gegner überlassen
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Drahtbericht unserer Berliner Schr'llleituna t>r. Berlin, 4. Mai. Ein Teil der englischen Presse beschäftigt sich jetzt wieder in höchst sentimentalen Rückblicken mit dem Fehlschlag, den die seinerzeit so groß angekündigte Offensive in Burma erlitten hat. Der „Economist" spricht resigniert von einem „snttäuschenden Feldzug", in dem es den Briten nicht gelungen sei, vor dem Ende der für die Kriegführung geeigneten Jahreszeit auch nur begrenzte Ziele wie den Flugplatz Akyab zu erreichen. Heute will der „Economist" allerdings nichts mehr von den großspurigen Ankündigungen wissen, mit denen der Beginn der Offensive in Burma begleitet^ wurde. Niemand, so heiht es heure, am allerwenigsten die Tschungkingchinesen könnten sich eingebildet haben, dah eine von Nordwestburma ausgehende Offensive mit einer Eroberung Ranguns hätte enden können. In dieser Behauptung, auch wenn sie eine nachträgliche Korrektur darstellt. Liegt Eingeständnis der entscheidenden
das
Schwäche der angloamerikanischen Kriegführung gegenüber den Japanern.
Die Japaner vermochten in wenigen Wochen und Monaten die Briten und Amerikaner von allen noch so stark ausgebauten Stützpunkten des grohostastatischen Raumes mit Einschluß von Singapur hinwegzufegen, die Kriegsschiffe der Gegner zu zerschmettern und ihre Landtruppen in wilder Flucht vor sich herzutreiben. Wenn umgekehrt die Briten nur an einer schmalen Frontstelle und nach langer Vorbereitung sich einmal vor- wärtsbewegen wollen, wie das in Nordwestburma der Fall war. so endet das genau so mit einem Fehlschlag, wie wenn die Amerikaner Ofsensivvorstöße im Südwestpazifik versuchen. Wenn der „Economist'' jetzt sagt, dah man niemals mit einer Eroberung Ranguns als Offensiverfolg hätte rechnen können, so ist das ein recht klägliches Eingeständnis. Auf der gleichen Linie liegen die Betrachtungen der „Times", in denen der Operationsversuch gegen Burma als restlos gescheitert bezeichnet wird und in denen das Zugeständnis enthalten ist, dah alle Erwartungen furchtbar enttäuscht worden seien. Seitdem die Japaner zum Gegenangrifs übergegangen seien, hätten die Briten schnell die Initiative verloren und befänden sich nun wieder in der Defensive. Man habe die Abwehrstärke der Japaner weit unterschätzt. Auch hier spiele die Schiffsraumnoi eine entscheidende Rolle.
Ueberall werden so unsere Gegner daraus gestoßen, dah die militärischen Mahnahmen und Zielsetzungen der Dreierpaktmächte, mögen sie auch räumlich weit voneinander getrennt sein, einer einheitlichen Strategie entspringen. Die Idee, die in Casablanca auf eine Entschluhformel gebracht wurde, daß man nämlich die Dreierpaktmächte hintereinander erledigen könne, hat auch in den Augen der Gegner inzwischen ihre Ueberzeugungskraft verloren. Es bestehen tatsächlich die engsten Zusammenhänge zwischen Ostfront. Atlantikschlacht und Burma, zwischen Afrika und dem Pazifik. Die strategische Idee von Casablanca ging von einem Zeitplan aus, der nach dem eigenen Eingeständnis der Gegner durch den zähen und geschickten Widerstand der Achsenstreitkräfte in Tunis längst über den Haufen geworfen wurde. ga,nz unabhängig davon, wie sich die Dinge noch weiter entwickeln. Dah die Gegner, die den
1. Mai als äußersten Termin für die Beendigung des Afrika-Krieges angesetzt hatten, nach der Räumung von Mateur durch die Achsentruppen den Feldzug dort noch nicht abgeschlossen haben, wissen sie selbst am besten, und der Jammer über ihre schweren Verluste ist groß.
Als der Zeitplan von Casablanca über den Haufen geworfen wurde, mußte man in England und in den Vereinigten Staaten der Möglichkeit ins Auge schauen, daß sich Japan in der gewonnenen Zeit in seinem neuen Weltreich so gründlich organisieren und befestigen werde, daß es niemals wieder verdrängt werden könnt?. Die Hilferufe der australischen Regierung und die Beschwörungen Mac Arthurs haben die Sorgen der britischen und vor allem der amerikanischen Öffentlichkeit nach dieser Richtung erheblich verstärkt. Nun klagt auch der Sender London darüber, dah es die Japaner den Alliierten unendlich schwer machten, sie aus dem pazifischen Raum zu verdrängen, in dem die Ja
paner nach wie vor die Initiative in Händen hätten. Es werde schwer werden, ihnen diese Initiative zu entreißen. Gleichzeitig mehren sich gerade auch im gegnerischen Lager und vor allem in Australien die Stimmen der Befürchtung, daß eine zweite Phase des Krieges in Erohostasien bald einsetzen werde, in der wiederum Japan in der Offensive erscheinen werde. Diese Sorge mußte natürlich durch die Ankündigung des Generalmajors Pahagi, des Pressechefs im japanischen Hauptquartier, erheblich verstärkt werden, dah Vorbereitungen großen Stiles für japanische Offensivpläne betrieben würden. Die Ueberzeugung von einer einheitlichen Strategie der Dreierpaktmachte kommt in einem Artikel der nationalchinesischen Zeitung „Chung Pao" zum Ausdruck, in der die Auswirkung einer japanischen Offensive auf die Lage der Achsenmächte in Europa untersucht wird und in der es zum Schluß heißt, daß jedenfalls im Westen und Ostern große Ereignisse bevorstünden.
Bei Tagesoorstößen britischer Fliegerverbände gegen die Küste der besetzten Westgebiete wurden vierzehn feindliche Flugzeuge, darunter zwölf Bomber, abgeschossen. Zwei eigene Jagdflugzeuge gingen im Lustkampf verloren."
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Ergänzend wird mitgeteilt: In den Nachmittagsstunden des 3. Mai zwischen l? und 18 Uhr stießen etwa 30 feindliche Bomber, begleitet von starkem Jagdschutz, gegen die holländische Küste vor. Deutsche Jäger griffen sofort die in Höhen bis zu 5000 Meter anfliegenden „Ventura"- und „Boston"- Vomber sowie die „Spitfire"-Staffeln an. In den sich entwickelnden heftigen Lustkämpfen wurden neun „Dentura"-Bomber von deutschen Jägern, ein weiterer Bomber von Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgeschossen. Außerdem verlor der britische Jagdbegleitschutz zwei Spitfire, während Flakartillerie der Luftwaffe zwei Boston- Bomber zum Absturz'brachte. Mit der Vernichtung von insgesamt 14 feindlichen Maschinen verlor der Feinst bei diesem neuen AngriffsunterKehmen gegen die holländische Küste mehr als ein Drittel seiner eingesetzten Flugzeuge.
Die britische und nordamerikanische Luftwaffe verlor im Monat April über Europa und Nordafrika insgesamt 967 Flugzeuge. Von dieser Gesamtzahl wurden über Norwegen, den besetzten Westgebieten und dem Reichsgebiet 482 feindliche Flugzeuge abgeschossen. zum weitaus größten Teil mehrmotorige Bomber, die bei den britischen und Nordamerikanischen Terrorangriffen im April der deutschen Abwehx zum Opfer fielen. An diesen Abschüssen sind deutsche Jäger, die Flakartillerie der Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine beteiligt. 485 feindliche Flugzeuge wurden von der deutschen und der italienischen Luftwaffe, von Einheiten der verbündeten Kriegsmarine und Verbänden der in Nordafrika kämpfenden deutsch-italienischen Truppen, im Mittelmeerraum, in Nordafrika und über dem italienischen Heimatgebiet abgeschossen.
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6 Okwber 1940 erlebten Lremeno 8^.-st1ünner den Lesuek ikreo Ltebsekeks Viktor büke als Anerkennung >krer bis dabin ge leisteten vnrinllrtarrscken llrriebungsarbeit. Ikren Ausdruck fand diese Anerkennung ssinsrreit in den Worten des Ltsbsebets de, 8^., der mit Qenersl Lckvvandnsr, Ltellv, 6 Gleiter dost und Oberst Oaspari ru den 8-V blännern Siemens und ikrem k-ükrsr 8/i Obergruppenkukrer Lobmeker. sprseb und seine stüebste -ukriedensteit ausdrückte. Die. Nordses-8/V nird ikren toten 8tabsckei
nickt vergessen und in seinem Webi-geist weiterkämpfen I * ' S^-^rokiv
Von
Lrick Sorkenksgsn
Wiederholt hat der verantwortliche Leiter der deutschen Agrarpolitik, Staatssekretär Backe, die Völker Europas zur Erzeugungsschlacht aufgerufen und sie aufgefordert, zur Steigerung ihrer landwirtschaftlichen Intensität den Weg zu gehen, den Deutschland seit 1934 mit großem Erfolg beschriften hat. Der deutsche Weg ist nicht nur ein nationalsozialistischer. sondern ein europäischer Weg, der die Völker des Kontinents aus den letzten Verflechtungen der Weltarbeitsteilung englischer Prägung lösen wird. Durch seine Beteiligung an dieser Weltwirtschaft hat Europa, das früher ein in sich geschlossenes Wirtschaftsgebiet darstellte, seine Rohstoffbasis verloren und die Agrarländer des Kontinents damit allen Konjunkturschwankungen und Krisen des Weltniarktes unterworfen.
Die Blockade, die England in diesem Kriege nicht nur gegen Deutschland und seine Verbündeten, sondern gegen den ganzen Kontinent richtete, hat auch die letzten Staaten Europas zu der Ueberzeugung gebracht, dah sie die Abhängigkeit von dem guten Willen Großbritanniens nur durch eine Steigerung ihrer eigenen landwirtschaftlichen Erzeugung beseitigen können. An dieser Erzeugungssteigerung wird heute in ganz Europa gearbeitet. Und wo vor kurzem noch die Auffassung vertreten wurde, daß es sich dabei um eine kriegsbedingte Notwendigkeit handeln könne^ da nach dem Kriege die Weltarbeitsteilung wieder vorherrschen werde, ist heute die Meinung immer mehr im Wachsen, daß auch nach dem Kriege ohne Landarbeit und ohne Bauerntum ein starkes Europa nicht möglich sein wird. Die Intensivierung und Anpassung der landwirtschaftlichen Erzeugung Europas an den Verbrauch wird auch ini Frieden von Dauer sein.
Die bisherigen Erfolge des europäischen Bauern geben die Gewißheit, dah die Völker des Kontinents gewillt sind, ihre Kraft zu nutzen, damit der Hunger ihren Ländern fernbleibt. Die durch den Krieg neu zum Reich gekommenen Gebiete im Osten und Westen wurden schnellstens in die Erzeugunqsschlacht der deutschen Landwirtschaft eingefügt. Die wiedergewonnenen ehemals polnischen Ee-
vas Zckickssl kann die Heldenbrust rer- Nckmettern, dock einen Heidenwilien beugt 88 Nicktl 'rd. Löraer
biete konnten dem Erzeugungsniveau der deutschen Landwirtschaft angenähert werden, weil hier infolge der polnischen Mißwirtschaft erhebliche Erzeugungsreseroen vorhanden waren. Der Beitrag dieser Gebiete zur Versorgung des Eroßdeutschen Reiches ist heute bereits recht erheblich. In den im Westen eingegliederten Gebieten führte die Erzeugungsschlacht dazu, daß der bisherige Zuschußbestarf erheblich zurückging. Auch das Protektorat und das Generalgouvernement konnten mit deutscher Hilfe ähnliche Erfolge erzielen und dadurch ihre Versorgungsbilanz wesentlich günstiger gestalten.
Was hier gilt, trifft ähnlich auch für die besetzten Gebiete zu. Sowohl in Frankreich, als auch in dem besetzten Osten sind deutsche Fachkräfte am Werk, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern. Die Folgen stör Kampfhandlungen wurden schnellstens beseitigt. Unter Leitung hervorragender deutscher Fachkräfte und mit Hilfe erheblicher»Mengen an Betriebsmitteln aller Art, die das Reich zur Verfügung stellte, konnten sehr bald die Folgen früherer schlechter oder falscher Wirtschaft beseitigt werden. Schon allein durch die intensivere Bodenbewirtschaftung ergab sich eine erhebliche Ertragssteigerung. Frankreich hatte z. B. bei Kriegsausbruch 5—6 Mill. Hektar Brachland, eine Fläche, auf der ein erhebliche; Teil des Weizenverbrauchs Europas erzeugt werden kann. Hier läßt sich ebenso wie in den anderen europäischen Staaten mit niedrigerem Jntensitätsgrad durch bessere Bodenbearbeitung, Saatgutwechsel. Pflanzen« schütz und Schädlingsbekämpfung noch Vieles erreichen. Der überwiegende Teil der europäischen Länder liegt unter den deutschen Erträgen. obgleich Boden- und klimatische Verhältnisse keineswegs ungünstiger als die deutschen sind. Bei weiterer Verbesserung der Landwirtskyast dieser Länder werden sich noch erhebliche Ertragssteigerungen erzielen lassen.
Etwas anders liegen die Dinge bei Holland und Dänemark. Diese Länder hatten schon vor dem Kriege eine stark entwickelte Landwirtschaft mit den höchsten Erträgen. Der ungewöhnlich hohe Viehbesitz ergab einen größeren Anfall an natürlichem Dünger. Der Nachteil dieser Länder war, daß ihre Futtergrundlage weitgehend im Aus- land lag. Diese Staaten mußten nach dem Forifall der ausländischen Futtermitlelzu- fuhren ihre eigene Futtergrundlage erhöhen und den Viehbesitz den Futlermöglichkeiten anpassen. Hierin hat Dänemark aber auch Holland in den letzten drei Jahren beträchtliche Erfolge erzielt, lleberhaupt liegt die Hauptaufgabe der landwirtschaftlichen Erzeugung Europas in der Schaffung der eigenen Futtergrundlage Die gesamte Futtergetreidebilanz Europas schloß zu Beginn des Krieges mit 90 Prozent ab, wobei zu beachten ist, daß die europäischen Veredlungsländer mit den eingeführten überseeischen Futtermitteln einen Großteil ihrer Veredlungserzeugnisse nicht für den europäischen, jondern für den englischen Markt hergestellt haben. Da der englische Markt während des Krieges keine tierischen Erzeugnisse aus vielen Landern erhält, kann auch mindestens füi die Dauer des Krieges auf die hierfür notwendigen Futtermittel verzichtet werden Schon dadurch wird die Futlergetreidebilanz Kontlnentaleuropas erheblich verbessert Aber auch grundsätzlich läßt sich die Futter-