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Pa^teiarntliclie Layeszeilung
Dos flmtsblatt des Negierenden viirgermeislers der Zrclen Hansestadt Vremen
der NationalldziaMen. Vremens
flmtliches verKündungsbiat» des Ncichsstattlialters in Oldenburg und vremen
Dr. 122 , 1Z. Jahrgang
Dienstag, 4. INai 1S4Z
kinzelpreis 1S Dpf.
Viktor Lüste - ein Paladin Ves füstrrrs
Ver Stabschef -er Sfl. zur Standarte borst Veffel eingegangen!
Zutiefst erschüttert steht das nationalsozialistische Deutschland vor der Tatsache des infolge Anfalls eingetretenen Todes des Stabschefs der SA., Viktor Lutze. Im vierten Jahre des zweiten Weltkrieges hat ihn, den unermüdlichen Kämpfer und Helfer des Führers, auf einer Dienstreise die Tücke des Schicksals hinweggerafft. Die von allen Volksgenossen gehegten Hoffnungen, daß er trotz der erlittenen schweren Verletzungen noch am Leben und damit dem Führer, der Bewegung und Deutschland erhalten bleiben könnte, haben sich leider nicht erfüllt.
Die SA. hat ihren Stabschef, der Führer einen seiner besten Männer, die Partei einen der tapfersten alten Kämpfer und einen glänzenden Organisator verloren. Das deutsche Volk trauert an der Bahre dieses Mannes, der im ersten Weltkrieg viermal verwundet, sein Blut dem Vaterlande gab, dabei sein eines Auge verlor und dennoch nach dem Kriege nicht ruhen und rasten mochte, sondern zum Führer sich gesellend und an dessen Seite die Schmach von Versailles bekämpfend, unablässig zur Rettung des Reiches und des Volkes tätig war.
Aus einer Bauern- und Handwerkerfamilie in Bewergen des Bezirkes Münster stammend, hat in ihm sein Leben lang das wertvolle deutsche Erbgut geschasst und gewirkt, und sein Westfalentum hat sich in keiner seiner Lebenslagen verleugnet. Mit zweiundzwanzig Jahren trat er 1912 bei dem In- fanterie-Regt. 55 zu Höxter in den Militärdienst ein und ist im ersten Weltkriege Kompanieführer und Adjutant gewesen. Seine vorher nach dem Abgang vom Gymnasium im höheren Pvstdienst eingeschlagene Laufbahn, die bei dem Eintritt ins Heer und dann durch den Krieg unterbrochen worden war, konnte, wie bei vielen deutschen Volksgenossen nach dem Kriege, wo so vieles in Trüm- mer gegangen war, was an vorherigem sorgfältigen Aufbau der Einzelne geleistet hatte, nicht mehr weitergeführt werden.
Als Waffengefährte ^eo Schlageters im Kampfe gegen die Terrorherrschaft der Franzosen im Ruhrgebiet sammelte er damals im Westen Deutschlands die Männer um sich, denen gleich ihm der Glaube an das deutsche Volk im Herzen nicht erloschen war und bewährte sich als einer der unerbittlichsten Aktivisten, die unter dem ständigen Einsatz ihrer Freiheit und ihres Lebens gegen die französischen Negerhorden angingen, welche die deutschen Gebiete als den Tummelplatz ihrer Machtbegierden und ihrer üblen Lüste betrachten wollten.
Als Gründer und Führer der Kameradschaft Schill, zu der auch Schlageter gehört hatte, holte er den toten Helden aus dem besetzten Gebiet in seine Heimat Schönau. And von da an kannte er kein anderes Ziel mehr, als im Dienste der Idee Adolf Hitlers Deutschland zu dienen. Zuerst als SA.- Mann, dann als SA.-Führer, schließlich Ortsgruppenleiter und Gau-SA.-Führer durchlief er die Rangstufen der SA. in der Kampfzeit.
Stellvertretender Gauleiter, Oberführer Ruhr, Osaf Nord, Gruppenführer Nord, Oberführer VI und endlich Stabschef der SA. sind die weiteren dienstlichen Ränge, die der Verstorbene dann nach der Machtergreifung innehätte.
Verlin, Mai. Ver Stabschef der Sfl. Viktor Lutze, ist am Sonntag« abend im Sliidtischen krankentzaus Potsdam leinen bei Sem kraltwagenunfall erlittenen schweren Verletzungen erlegen.
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Bemerkenswert ist dabei, daß er der erste Gau-SA.-Führer in Deutschland überhaupt war, also der erste, der die SA. zu einem Gau- . verband formiert , hat und sie dann zu Anter- verbänden organisierte, wobei er die Führerabzeichen bereits für seinen Gau einführte, dieselben Zeichen, wie sie heute von der gesamten SA. noch getragen werden.
In Adolf Hitlers Bewegung fand Viktor Lutze kämpfend jenen Halt, der ihm zum Ausgangspunkt auf dein Wege zur Erreichung aller seiner idealen Ziele um Deutschlands Wiedererneuerung wurde.
Als Sendbote des Führers zog er durch das Land, stärkte die Zweifelnden, rüttelte die Lauen und gab den Gläubigen Ziel und Richtung. So betätigte er sich, ein anderer Horst Wessel (der ihm später Freund und Kamerad geworden ist) vom Vertrauen des Führers getragen, unermüdlich und immer erfolgreich bis zum Siege über die Systemmächte.
Zehn Jahre unbeugsamen Kampfes vor der Machtergreifung und zehn Jahre ungeteilter
Hingabe an die ihm vom Führer gewordene Aufgabe nachher, zeugen von dem kompromißlosen Pflichtgefühl des Mannes und seiner soldatischen Ehrauffassung. Er blieb immer derselbe, sowohl in der Zeit des furchtbaren Zusammenbruchs als in den Jahren zähesten und völlig aussichtslos erschienenen Kampfes, wie auch nach den Jahren des hart errungenen Sieges, die von schwerer, mühseliger, aber von schönen Erfolgen gekrönter Aufbauarbeit ausgefüllt waren. Vieles an Kleinarbeit und Organisation, was innerhalb der SA. bereits zur Selbstverständlichkeit geworden ist, geht auf Viktor Lutzes Initiative und auf seine Persönlichkeit zurück und daß er die SA. mit dem Geist des Opfersinnes, der selbstlosen Hingabe und unbedingten Treue bis zum letzten Mann zu beseelen wußte, das ist über alle seine Verdienste hinaus sein größtes und höchstes Verdienst.
Vorbild für jede SA.-Foipnation waren die Verbände, an deren Spitze Viktor Lutze stand. And es ist kein Zufall, daß gerade aus
dem Kreis des ehemaligen Gausturmführers Viktor Lutze des Gaues „Ruhr", eine große Anzahl nationalsozialistischer Führer hervorging, die mit den verantwortungsvollsten und wichtigsten Aufgaben heute betraut sind.
Kein Wunder, wenn ihn das Vertrauen des Führers nach den stürmischen Tagen der nationalsozialistischen Revolution an die Spitze der Sturmabteilungen rief, wo er, was er vorder in begrenztem Amfang und auf kleinerem Sektor bereits zur Zufriedenheit des Führers vollbracht hatte, nun insgesamt in der SA. durchzuführen vermochte: die in ihr zusammengefaßten Korps der politischen Soldaten zu der braunen Armee umzuwandeln, die als Garant der politischen Zielsetzung der Bewegung und als Wecker und Helfer des Wehrgeistes und der Wehrtüchtigkeit der Jugend Deutschlands, als Erziehungs-Znstrument zur politischen Willensbildung des deutschen Mannes vorbildlich heute dasteht und nicht mehr wegzudenken ist aus dem Lager des nationalsozialistischen Deutschlands, das heute in dem schweren Existenzkampf auf Leben und Tod nach außen hin so wie es in der Kampfzeit nach innen hin über alle Widerstände hinweg dem Siege entgegenschreitet.
Viktor Lutzes menschliches und kameradschaftliches Wesen, seine Mannestugenden, mit denen er das Vorbild des politischen Soldaten des Führers zwingend formte und den nationalsozialistischen Geist verkörperte, haben ihn in die Reihe der Paladine des Führers erhoben, auf deren glühenden Opfersinn und quadersichere Treue dieser sich zu jeder Stunde verlassen und stützen darf.
Es ist eine besondere Prüfung des Schicksals, daß gerade der Kreis dieser Männer, die, wie der Tote, vom ersten Tage an ihre ganze Persönlichkeit und ihre Kraft dem Durchbruch der nationalsozialistischen Idee und später dem Aufbau des Großdeutschen Reiches gewidmet haben, in den letzten Jahren immer kleiner geworden ist. Am so schmerzlicher stehen wir vor der neuen Lücke, die hingerissen wurde. Aber um so fester mögen die sich heute um den Führer scharen, die als die Ersten dieser Getreuen von Anfang an zu ihm standen.
Viel zu früh zur Standarte Horst Wessels berufen, wird der Name Viktor Lutze in der Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands ewig unvergessen bleiben. Indem er zum Heerbann Horst Wessels einging, ist er einer der Ansterblichen geworden, zu dem als ewiges Vorbild deutscher Treue und deutscher Tapferkeit die lebende und alle kommenden Generationen aufblicken. Aeber die tiefe Trauer hinaus aber, die bei seinem Tode die Bewegung mit der SA. und das ganze deutsche Volk fühlt, bleibt im Herzen jedes Volksgenossen die Gewißheit als Trost, daß auch Viktor Lutze fortan mit den Kämpfern für Deutschland im Geiste weiter marschiert, hinter der Fahne, die er bisher vorantrug und daß er um diese Fahne sein wird bis zur letzten Vollendung dessen, waö ihm im Leben vorschwebte und wofür er hundertfach sein Leben eingesetzt hat.
Sein Werk, das. seinen Tod überdauert, wird für ihn und sein Mannestum zeugen, solange die Partei besteht und in ihr die SA. als des Führers scharfkantiges Werkzeug im Kampfe gegen alle Feinde Deutschlands.
ckok. 8. vietrick
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