Ausgabe 
(3.5.1943) 121
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Varliriarntkclie LLyeszettung

Das flmtsblatt des 'Negierenden vürgermeislcrs der §reicn Hansestadt vremen

üev NarionÄsoziaMen vrsmens

flmtiiches verkündungsbiatt des Ncichsstattlialrers in Oldenburg und vremen

Nr. 121 ,1Z. Iaiirnang

Montag, Z Mai 194 Z

kmzelpreis lS Npf.

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

ckr. «eb. Berlin, 2. Mai. Mit einer ge­wissen' Betonung wirb in Washington fest­gestellt, dah die britische Regierung die füh­rende Rolle in den Bemühungen übernom­men habe, den politischen Aufruhr beizu­legen. ben das Verbrechen von Katyn aus­gelöst ha?. 2n Amerika hat man offenbar etwas stärker das Gefühl, daß man sich der Weltöffentlichkeit als Mitschuldigen zeigt, wenn man sich offenkundig um die Ver­tuschung einer grauenvollen Barbarei be­müht. Auch die englische Presse scheint die Weisung bekommen zu haben, die Verhand­lungen über den Streit zwischen Stalin und Sikorski mit größerer Zurückhaltung zu be­handeln. ' Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Krise hat man offenbar aufgeben müssen, weil die Ursachen des ganzen Auf­ruhrs doch viel stärker sind und tiefer liegen, als man es zunächst erscheinen lassen wollte.

Die anglo-amerikanische Oesfentlichkeit sieht sich jetzt zum ersten Male veranlaßt, konkrete Folgerungen aus der Bereitschaft zum Verrat Europas an den Bolschewismus zu ziehen.

Soweit wird man in seinen Vermutungen wirklich nicht zu gehen brauchen, daß Churchill und seine Mitschuldigen bereits im Jahre 1939 den Krieg mit der Zielsetzung entfesselt haben, sich aus Europa zurückzu­ziehen, um es den Bolschewiken zu über­lassen. Dieser Entschluß entstand vielmehr aus der verzweifelten Wut darüber, daß alle Kriegsspekulationen fehlgeschlagen waren und daß das Bündnis mit den Sowjets die letzte Möglichkeit einer Atempause zu geben schien. V-elleicht haben Churchill und die Herren des Foreign Office zunächst noch ge­dacht, daß üe es am Ende des Krieges mit den Sowjets so halten könnten, wie sie es gegenüber den Arabern und gegenüber In­dien im ersten Weltkrieg gemacht haben In der No: geben die Briten jedes Versprechen, um es nachher mit gemeinster Bruralikar zu brechen. Nur daß sie inzwischen diesmal lang­sam darauf gestoßen worden sind, daß sie mit solchen Methoden gegenüber Stalin an den Anrechten gekommen sind. Der besteht wie Shylock auf seinem Schein und scheut sich auch nicht davor, denAlliierten" gegebenen­falls den Daumen aufs Auge zu sehen. Man ist sich in London heute, so will der dortige Korrespondent derNeuen Zürcher Zeitung" festgestellt haben, vollkommen klar darüber, daß die Sowjets das Vorgehen der polni­schen Emigranten als willkommenen Vor­mund zur Durchsetzung ihrer Wünsche aus­zunützen entschlossen sind.

Es kann nur ein mitleidiges Lächeln her­vorrufen, wenn man sieht, wie sich einzelne politische Kreise in England noch Möglichkei­ten auszumalen versuchen, die ihnen trotz des bereits geübten Verrates eine spätere Rückkehr nach Europa möglich machen könn­ten. England allein, so behauptet ein Leit­artikler der ZeitschriftNineteenth Century and After", sei in der Lage, als ordnende Macht auf dem Kontinent aufzutreten, weil es dort nicht, wie die Sowjetunion, terri­toriale Interessen habe. Ohne England werde Europa entweder unter den entscheidenden Machteinfluß Deutschlands oder der Sowjet­union kommen. Da ist allerdings die mili­tärische und politische Machtfrage ganz rich­tig erkannt, aber der Gedanke, daß ein 45-Millionen-Volk auf einer Europa vorge­lagerten Insel den Ausqang dieses Macht-

kstsin 2UM 1.

ep. Vichy, 2. Mai.Arbeiter, ich verstehe euren Kummer, versteht aber auch ihr meine Schwierigkeiten", mit diesen Worten begann Marschall Petain am Sonntag eine kurze Ansprache aus Anlaß des Tages der Arbeit. Seit drei Jahren zahlen wir für die'Feh­ler jener, die uns vorangegangen sind. und die uns belogen haben", so fuhr der Mar­schall fort.Der Waffenstillstand hat dem Kampf ein -Ende gesetzt, er hat jedoch unsere Niederlage nicht ausgemerzt und den Krieg nicht beendet. Die beschichte wird beweisen, daß wir mehr als nur das Nötigste getan haben, um die Arbeiter'chaft vor der gegen­wärtigen Not zu beschützen". Im einzelnen wandte sich Petain dem neuen Arbeitsstatut zu und bemerkte, daß dieses Statut manche Opposition hervorgerufen habe. Es werde vielfach nicht erkannt, daß das neue Ar­beitsstatut den Klassenkampf ausschalte und sich gegen einen falschverstandenen Liberalis­mus und Individualismus wende." Jeder muß dessen eingedenk sein. daß wir in einer außergewöhnlichen Zeit arbeiten und uns in einem Lande befinden, das besiegt und besetzt ist," Das neue Arbeitsstatut werde es er­möglichen, drei Probleme zu lösen: Das Problem einer auf moralischer Grundlage stehenden Zusammenarbeit der Erzeuger, das Problem einer gerechten Verteilung der Waren und das Problem einer ausreichen­den Eütererzeugung." Der Marschall schloß mit den Worten:An diesem ersten Mai müßt ihr Arbeiter in Frankreich wissen, daß eine Wiederbelebung nach jeder Richtung be­gonnen hat. Ihr müßt. die Ueberzeugung l aben, daß ihr euch auf einem aufsteigenden Wege befindet." Rascher als man hoffe, werde die ZLit lammen, da die Arbeit in einer vom Kriege befreiten Welt wieder leicht vonstrtten gehe. Auch, Frankreich werde wie­der ausgebaut und am ersten Mai n'cht mehr die Klaz" eines R-^latariats. sondern den Triumph ^-'Ar' Ordnung^ der

FrsM und Z..-..n."

kampfes entscheidend beeinflussen oder sich I feststellen müssen: wenn man die Sowjets ge- über ihn hinwegsetzen könnte, erscheint all-,währen läßt, würden sie bis ins Herz Euro- mählich doch als eine Ausgeburt schlimmster jpas kommen. Die deutsche Wehrmacht ist die Naivität. Die Folgerung ist entsprechend.! einzige Bürgschaft dafür, daß der Bolsche- Sie gipfelt in der Forderung, daß England ' wismus in das inncrasiatische Steppengebiet dauernd mit dem Bolschewismus zusammen-^ zurückgeworfen wird. gehen müsse, um das Gleichgewicht in Europa!News Chronicle" schreibt -in einem Leit- wiederherzustellen und beispielsweise auch artikel, daß der künftige Frieden von dem die Sicherheit des Bosporus und der Darda-! Bolschewismus abhängen werde. Bei dieser nellen zu verbürgen (hört. hört!), sonst dürfe! Zusammenarbeit werde zweifellos dersta- mansich nicht darüber wundern, daß die > bilisierende Wert der bolschewistischen Enr- Sowjets schon jetzt Vorkehrungen über die ^ flußsphäre" in Osteuropa als grundlegender Erlangung des militärischen Endsieges hin- ^ Faktor anerkannt werden.Der stabili- aus treffen, ihre politische Oberherrschaft zu sierende Wert der bolschewistischen Einfluß- errichten, die sich möglicherweise, wenn man sphäre". das ist also die herrliche neue For­ste gewähren läßt, bis weit ins Herz Euro- mel, die die Auslieferung der abendländi- pas hinein erstrecke". scheu Kultur an den Bolschewismus decken

Hier haben wir aus englischem Mund die !oll. Wir glauben nicht, daß mit dieser For- Bestätigung dessen, was wir immer wieder l (Fortsetzung aus Seite 2) ,

Ielegrsmmvsck8el rimscdsi» äem küdrsr uaä üem lenao rum I. Llsi

WMWM

Berlin, 1. Mai. Der Tenno hat zum 1. Mai an den Führer das folgende Tele­gramm gerichtet:Es ist mir eine Freude, Euerer Exzellenz anläßlich des Nationalen Feiertages des Reiches meine wärmsten Glückwünsche mit meinen aufrichtigen Wün­schen, die ich für Ihr persönliches Wohl­ergehen und für das Gedeihen Ihres Landes hege, zu übermitteln. Bei dieser günstigen Gelegenheit möchte ich Euerer Exzellenz mei­ne wärmt en Wünsche für ben Erfolg ihrer tapferen Armeen und gleichzeitig meinen festen Entschluß, unseren gemeinsamen Feind zu vernichten, zum Ausdruck bringen, gez.: Hirohit o"«.

Der Führer hat hierauf wie folgt geant­wortet:Eure Majestät bitte ich, für die mir zum Nationalen Feiertag des deutschen Vol­kes übermittelten Glückwünsche meinen herz­lichen Dank entgegenzunehmen. Mit Euerer Majestät eins in dem unerschütterlichen Ent­

schluß, den gemeinsamen Feipd zu vernichten und durch unseren Sieg eine gerechte Ord­nung der Welt und einen dauernden Frie­den zu erreichen, erwidere ich sie mit meinen aufrichtigen Wünschen für das persönliche Wohlergehen Euerer Majestät und eine glück­liche Zukunft der tapferen japanischen Na­tion. gez. Adolf Hitler.

Auch andere zahlreiche Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Staatsmänner haben dem Führer mit in herzlichen Worten gehal­tenen Telegrammen zum Nationalen Feier­tag des deutschen Volkes Glückwünsche und Grüße übermittelt. Die in Berlin beglaubig­ten ausländischen Vertreter brachten durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers . ausgelegte Besuchsbuch ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck.

Me OLIV.-Lericklv vom 1. unä 2.14si

Aus dem Führerhauptquartier, 1. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Deutsche und rumänische Truppen errangen auch gestern am Kuban-Brücken­kopf einen großen Abwehrerfolg. Die So­wjets, die unter starkem Einsatz von Artille­rie, Panzer- und Fliegerkräften angriffen, wurden unter hohen blutigen Verlusten zu­rückgeschlagen. An der übrigen Ostfront herrschte nur geringe Gefechtstätigkeit. Deut­sche Schnellboote versenkten im Schwarzen Meer ein feindliches Geleit von drei Küsten­fahrzeugen mit zusammen 1700 BRT.

Aus dem tunesischen Kampfraum wird lebhafte örtliche Gefechtstätigkeit gemeldet. Feindliche Vorstöße gegen deutsch-italienische Höhenstellungen wurden abgewiesen. An einigen Stellen traten unsere Truppen zu örtlichen Gegenstößen an. In den schweren Kämpfen an 'der Westfront des tunesischen Brückenkopfes vom 27. bis 30. April verlor der Feind 98 Panzer, 86 Panzerspäh- und Schützenpanzerwagen. 21 Geschütze, zahlreiche Kraftfahrzeuge und mehrere hundert Ge­fangene. Er erlitt besonders schwere blutige Verluste.

Britische. Bomber griffen in der vergan­genen Nacht mehrere Orte Westdeutschlands, darunter auch offene Landgemeinden, an. Durch Bombenwürfe auf Wohnviertel, vor allem in Essen, entstanden Verluste unter der Bevölkerung und erhebliche Schäden. Nach bisher vorliegenden Meldunaen wur­den sechs der angreifenden Bombenflugzeuge abqeschossen." (Inzwischen wurde die Er­höhung der Abschußziffer auf 13 gemeldet.)

Aus dem Führerhauptquartier, 2. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Am Kuban-Brückenkopf versuchten die Sowjets auch gestern mit starken Kräf­ten die deutschen Stellungen zu durchstoßen. Alle Angriffe wurden in'schwerem Abwehr- kampf zum Scheitern gebracht. Im nörd­lichen Abschnitt des Brückenkopfes gelandete feindliche Kräfte wurden vernichtet. Vor der Kaukaisusküste vensenkten leichte deutsche See­streitkräfte ein feindliches Artillerieschnell-- boot.

In Tunesien verlief der Tag bis auf ge­ringe örtliche Kampftätigkeit im allgemeinen ruhig. Die Luftwaffe griff in der vergan­genen Nacht ein feindliches Geleit in den Gewässern vor Vengasi an und beschädigte fünf große Frachtschiffe schwer.

Bei Vorstößen gegen einen deutschen Stütz­punkt an der Atlantikküste und in den nor­wegischen Gewässern verlor die nordamerika- nifche Luftwaffe gestern 11 viermotorige Bomber, die britische Luftwaffe 12 Torpedo- und Zerstörerflugzeuge. Ein eigenes Jagd­flugzeug wird vermißt."

*

Die Verluste, die der britische Flugzeug­verband bei seinem erfolglosen Angriff auf norwegisches Küstengebiet am Abend des 1. Mai erlitt, haben sich nach den letzten Meldungen noch erhöht. Insgesamt wurden von deutschen Jagdflugzeugen und Flak­artillerie 16 zweimotorige britische Flugzeuge abgeschossen.

Lracksckätren in brennenckar Ltaclt

ll-?L.-8ilcIberieliter kslmovsk!

Die Ketikree r/ee Areiei

Von

blans tlertsl

Redner und SA.-Mann sind von der frühe­sten Kampfzeit an die Aktivisten der Bewe­gung, der Redner als Künder der nationalso­zialistischen Idee und neben ihm der SA.- Mann, der auch bei dem stärksten gegnerischen Terror dafür sorgte, daß unsere Redner zu Worte kamen. Zu beiden gehörte der ffc-Ka- merad, dem damals der persönliche Schutz des Redners anvertraut war. Gemeinsam sorgten sie dafür, daß die Idee des Führers nicht Mehr totgeschwiegen oder niedergehrüllt, son­dern bis ins letzte deutsche Dorf hinein ver­kündet werden konnte. Wenn heute der SA. und der Schutzstaffel neue große Aufgaben gestellt sind. so ist die Aufgabe des Redners die gleiche geblieben. Wie rn der Kampfzeit, so gilt es auch heute und für alle Zukunft, durch das gesprochene Wort die Volksgenos­sen in unseren Kundgebungen und Versamm­lungen über die Aufgaben der Bewegung, die Ziele unseres Freiheitskampfes und unser Wollen aufzuklären, sie immer wieder zum persönlichen Einsatz aufzurufen und zu be­wußten Mitkämpfern des Führers zu for­men.

Nie hat eine politische Bewegung das ge­sprochene Wort im politischen Kampf so mei­sterhaft beherrscht und zum Einsatz gebracht wie die Nationalsozialistische Deutsche Ar­beiterpartei. In einem beispiellos schweren politischen Kampfe bewährt, in unzähligen Diskussionen in eigenen und fremden Ver­sammlungen erprobt, fanden sich im natio­nalsozialistischen Rednerkorps allmählich die Männer zusammen, die in volkstümlicher Weise aufzuklären, zu überzeugen und zu be­geistern verstehen. Immer wieder haben Millionenmassen unseres Volkes diesen Red­nern gelauscht und aus ihren Worten neue Kraft geschöpft. Ueber ein Thema aber haben diese Redner niemals gesprochen, nämlich von sich selbst, von ihrem eigenen Einsatz, von ihrer opfervollen und entbehrungs­reichen Arbeit. Der Versammlungsbesucher weiß davon nichts, denn er sieht den Redner nur im Saal, hört den Beifall und beneidet wohl oft den Redner um seine rednerische Begabung. Er sieht nur die eine Seite der Rednerarbeit, gewissermaßen den Höhepunkt.

Daneben aber steht eine andere Seite des Rednerlebens, von der hier einmal geschrie­ben werden soll. An die Spitze dieser Be­trachtungen gehört die Festellünq, daß alle Redner der Partei ihre Rednerarbeft neben­beruflich und ehrenamtlich verrichten. Die Partei hat also keine Berufsrödner, die vom

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Berlin. 2. Mai. Die schweren, am «Feuer unserer Abwehr liegen zu bleiben.

30. April mit besonderer Heftigkeit fort­gesetzten Abwehrkämpfe an der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes brachten den deutschen und rumänischen Truppen wiederum einen vollen Erfolg. Unter Maskierung aller ver­fügbaren Kräfte, insgesamt neun Divisionen, zwei bis drei Brigaden und drei Panzer- Brigaden, versuchten die Sowjets ohne Rück­sicht auf noch so hohe Verluste, eine Entschei­dung zu erzwingen. Trotzdem der Feind Ar­tillerie, Panzer und Schlachtslieger in einem bisher am Kuban-Brückenkopf noch nicht da­gewesenen Ausmaß in den Kampf warf, konnte die bolschewistische Infanterie an kei­ner Stelle auch nur einen Meter Boden ge­winnen.

Unsere Panzerjäger und Grenadiere hiel­ten, in einen ständigen Feuerhagel gehüllt, mit vorbildlicher Tapferkeit, an ihren Ge­schützen und ME.-Stellungen aus. Vergeb­lich schoß die sowjetische Artillerie allein auf die deutschen Stellungen am Ostrand von Krimskaja an 20 000 Granaten. In zahl­reichen Wellen wurden, nach starkem Artil­leriefeuer entlang der Front, die bolsche­wistischen Schützen, von Schlachtfliegern und Paitzern unterstützt, immer wieder gegen un­sere Linien vorgetrieben, um im pausenlosen

Nur an zwei Stellen gelang es feindlichen Panzerk-.ilen, in unseren Stellungen gering­fügige Einbrüche zu erzielen, die im Gegen­stoß sofort wieder ausgeglichen wurden, so daß am Abend des 30. April die Haupt­kampflinie fest in der Hand der deutschen und rumänischen Truppen war. 17 sowjeti­sche Panzer wurden vernichtet oder bewe­gungsunfähig geschossen. Die blutigen Ver­luste der Bokschewisten gingen am Ende die­ses Großkampftages bereits in die Tausende

Die deutsche Luftwaffe unterstützte die Ab­wehrkämpfe unserer Truppen aufs nachhal­tigste. Vorgeschobene Batterie- und Eranat- werferstellungen, die der Feind zwischen den Trümmern- und Mauerresten zerschossener Wirtschaftsgebäude gut getarnt und stark ausgebaut hatte, wurden durch die Bomben unserer tief herabstürzenden Stukas schwer getroffen und mehrere davon zum Schwei­gen gebracht. Deutsche Kamps- und Stuvz- kampfverbände bombardierten unausgesetzt die auch bei Tage auf Bahnen und Straßen vom Feind neu herangeführten Reserven. Volltreffer rissen große Lücken in die bol­schewistischen Kolonnen und zerstörten meh­rere zu ihrer Sicherung eingesetzte schwere Sowjetpanzer. Zahlreiche weitere Panzer- kampfwagen des Feindes, die an einer Weg- fpinne in stark besetztem Gelände aufgefahren

waren, blieben bewegungsunfähig liegen und verursachten große Stauungen des feind­lichen Truppennachschubbs. in die dann die Bomben und Bordwaffen unserer Flieger mit vernichtender Wirkung trafen.

Unsere Jagdfliegerverbände zersprengten in zahlreichen heftigen Luftkämpfen alle gegen die deutschen Stellungen anfliegenden sowjetischen Luftsireitkräfte. Sie schössen dabei 27 feindliche Flugzeuge ab, weitere sechs Luftsiege errangen slowakische Jagdflieger in freier Jagd und als Beglcitschutz bomben- tragcnder deutscher Verbände.

Auch an der Nord- und Südflanke des Brückenkopfes blieben alle sowjetischen' An­griffe erfolglos. Ein Versuch des Feindes, aus dem Landekop südlich von Noworossisk vorzustoßen, wurde unter hohen Verlusten für den Angreifer zurückgeschlagen. Das gleiche Schicksal erlitt er mit seinen hart­näckig wiederholten Uebersetzveriuchen über den Kuban an der Nordflanke. Die meisten Versuche scheiterten hier schon in ihrem An­satz. wobei mehrere hundert Bolschewisten ge­tötet und unnanareiches Brückengerät ver­nichtet wurden. Eine feindliche Gruppe, die infolge der raschen Austrocknung der Neben­arme des Kuban jenseits des Users festen Fuß fasten konnte, wurde von deutschen und rumänischen Verbänden in die Zange genom­men und aufgerieben.

Reden leben. Vielmehr kommen die Redner der Partei aus allen Ständen. Im Redner- korps stehen Arbeiter. Bauern, Beamte. Ho- heitsträger und Leiter der höchsten Partei- und Stäatsdienststellen in gemeinsamer Ar­beit. Es war von jeher ein unbeirrbarer Grundsatz der Partei, daß ihre Redner nur nebenberuflich als Redner wirken können, denn wir wollen keine Rednerkaste in die Versammlungen der Bewegung schicken, son­dern ausschließlich Männer, die am Tage durch ihre Berufsarbeit aufs engste mit dem Volk verbunden sind. seine Nöte, Sorgen und Wünsche kennen und daher auch am Abend durch eine volkstümliche Rede den Weg zum Herzen, des Volkes zu finden vermögen. Auf diese Weise ist es gelungen, dem Willen des, Führers entsprechend, ein Rednerkorps auf­zubauen. das keine akademischen Fachvor- träge hält, sondern unsere Menschen zu packen versteht.

Es mag vorkommen, daß ein intellektueller Versammlungsbesucher ein angeblich zu nie­driges Niveau einer Rede feststellt. Er mag einmal in Adolf HitlersMein Kampf" nachlesen, was der Führer über den guten Redner schreibt:Die Rede eines Staats­

vieser Weltkrieg ist cker Weltksmpk ckuckss gegen llurops. Der Tockkeinck un­seres Kontinents mull unck viril ru Locken geschlagen vercken!

mannes zu seinem Volk habe ich nicht zu messen nach dem Eindruck, den sie bei einem Universitätsprofessor hinterläßt, sondern an der Wirkung, die sie auf das Volk ausübt. Und dies allein gibt auch den Maßstab für die Genialität des Redners."

Dieser Intellektuelle möge sich gesagt sein lassen, daß es bedeutend schwieriger ist, eins jeden interessierende, volkstümliche Rede zu halten, als einen akademischen Vortrag vor der Fachwelt. In unseren Versammlungen hören,. Gott sei Dank. Menschen aller Stände die gehaltenen Reden, also Menschen, mit ganz vetschiedeNer Auffassunasgpbe und unterschiedlichen politischen und bildungs- mäßigen Voraussekunaen Der oute R-bner muß'also so sprechen,-daß er den akademftchcn Zuhörer noch fesselt und vom einfachsten Versammlun->?bes»cher noch verstanden wird. Diese Kunst ist «ebr schwer und bedingt neben gründlichster Vorbereitung vor allem auch ein sehr entwickelte^ psychologisches Einfüh­lungsvermögen. Un'ere Redner müssen daher neben ihrer Berufsarbeit unendlich viel lesen, ihr Wissen erweitern und sich stän­dig politisch informieren. Sie müssen dann aus der Fülle des ihnen bekannten Stoffes das auswählen, was aus innenpolitischen Gründen gesagt werden muß und ohne Scha­den für die außenpolitischen und militärischen ^tzteressen des Reiches gesagt werden darf. Sie dürfen dann in einer Versammlung nicht etwa ihre Rede nach einem feststehenden Schema Heruntersagen, sondern müssen sich auf ihr Publikum einstellen.

Eine Mastenkundaebung in der Großstadt ist zum Beispiel bedeutend leichter für den Redner als eine klein" Dorfversammlung oder eine Betriebskundgebunq vor Volksge­nossen, die am Ende der Schicht körperlich er­müdet der Rede iol-»?» iollen In der Groß­kundgebung wirkt schon die ganze Atmosphäre des Saales, die Masse der Besucher, die Mu­sik. der Fohneneinmarsch. die Ausschmückung und alle sonstigen äußeren Umstände auf­lockernd. Dazu kommt, daß der Großstädter im allgemeinen beweglicher ist als die Volks­genossen auf unseren Dörfern. Es ist daher ein laienhafter Irrtum, daß in den kleinen Versammlungen die schlechteren Redner spre­chen. die besten aber in den Großkundgebun­gen. Da die kleinste Versammlung im allge­meinen auch die schwerste ist, gehören in diese Versammlungen unsere besten Redner.

Aus diesem Grund- müssen auch die Red­ner der Reichspropagandaleitung ständig erheblicheStrapazen auf sich neh­men. um ihre Aufgabe zu lösen Es ist keine große Leistung, mit dem D-Zug von Berlin nach Köln zu fahren, dort iy einer Kund­gebung zu sprechen und nachts mit dem D-Zuo wieder zurückzufahren. Aber es be.