Ausgabe 
(1.5.1943) 120
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Varleianrtliciie Layeszettuny

Das flmtsblatl des Deglerenden Dürgermeistcrs der 5reien Hansestadt Dremen

Nr. iro , 1Z. Jalsrgang

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Sonnabend, 1. INai 1S4Z

der NationcrildziaMen. Vremens

flmtUches verkündungsblatt des Ncichsstattlialters in Oldenburg und vremen

kinzelpreis 15 Kpf.

ver n stionsle keisrlsg äe§ äsulsedsa Volkes

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„Ein Deutschland mutz geschmiedet werden von denen, die nicht Bürger noch Proletarier sein wollen, sondern nur Deutsche!"

Adolf Hitler. 12. Sept. 1S23.

Konrad Grebe, ein schlichter deutscher Arbeiter, erhielt auf Grund einer für die Kriegswirtschaft be­deutungsvollen und gleichzeitig sozialen Tat vom Führer den Titel „Pionier der Arbeit". Er hat mit der Erfindung eines neuartigen, maschinellen Kohlenabbaugerätes der deutschen Kriegswirt­schaft einen nachhaltigen Vorteil verschafft und seinen Arbeitskameraden den Arbeitsgang erleich­tert. Erst wenn man sich der wenigen Auserwähl­ten unter den hochverdienten deutschen Männern im Wirtschaftsleben erinnert, die bisher mit der höchsten Auszeichnung aus dem Gebiet der Arbeit bedacht worden sind, vermag man zu ermessen, wie gerecht und ohne Ansehen der Person der nationalsozialistische Staat die Verdienste seiner Söhne anerkennt.

Ob Maschinenfahrsteiger, ob Generaldirektor be­deutendster Werke, ob einfacher Parteigenosse oder Reichsleiter, ob Arbeiter oder Minister: beim nationalsozialistischen Staat gibt es keine Unter­schiede des Bewertungsmatzes der Leistungen und wie bei der Wehrmach der einfache Soldat als Ritterkreuzträger neben dem General die gleiche Auszeichnung tragen kann, so gesellt sich im Lichte der Bewertung verdienstvoller Taten jetzt auch der einfache Handarbeiter als „Pionier der Ar­beit" zu den mit der gleichen Anerkennung bis­her belohnten Wirtschastssührern. Wo in aller Welt außerhalb Deutschlands läßt sich ein Gleiches feststellen?. Das Leistungsprinzip ist es, was sol­ches bewirkt, das Leistungsprinzip, das als Kern des deutschen Sozialismus heute vor zehn Jahren seine öffentliche Anerkennung in Deutschland er­fuhr.

Man kann des 1. Mai 1943 nicht gedenken, ohne sich des gleichen Tages vor zehn Jahren zu erinnern, als zum erstenmal sich das deutsche Volk in seiner Gesamtheit zusammenfand, in der vom Führer proklamierten Erkenntnis, daß das große Räderwerk unserer nationalen Arbeit nur dann reibungslos laufen kann, wenn alle den ihnen zukommenden Anteil der Leistung an Arbeit so einsichtig, freudig und aufeinander kamerad­schaftlich abgestimmt, vollziehen, wie es inner­halb einer guten Gemeinschaft nur sein kann. „Zum Volke zurück", hietz damals des Führers Losungswort für alle diejenigen, die vordem auf ihre Klasse pochend, sich abgesondert hatten von den anderen Volksgenossen und wähnten, außer­halb der eigenen Nation stehend, an diesem Be­griff keinen Anteil zu haben! Und entsprechend diesem Losungswort wurde die Grundlage ge­schaffen, auf der die große Einheit aller schaffen­den Deutschen aufgebaut werden konnte, die „Deutsche Arbeitsfront", die es unternahm, den Betrieb als eine Zelle der Nation mit Eigenleben umzubilden und ein Band zu flechten, das Unter­nehmer und Arbeiter, als Betriebssührer und Ge­folgschaft zu einer Einheit werden ließ.

Klassenkampfwahn und Standesdünkel waren «s, die Jahrzehnte hindurch als verheerende Saat von jüdischen Verführern unter das deutsche Volk gestreut, jene Zwietracht schufen, welche die Iu- oen brauchten, um das deutsche Volk zu beherr­schen. Als mit dem 1. Mai 1933 jene Kräfte zer­schlagen wurden, die als politische Armee des internationalen Judentums ein willkommenes Werkzeug der dauernden Niederhaltung des deut­schen Volkes und der Aufrichtung der Herrschaft einer kleinen internationalen Clique bildeten, war jene Trutzburg gefallen, die der Schaffung der Volksgemeinschaft durch den Führer am hef­tigsten widerstanden hatte, indem sie alles daran­setzte, Millionen von international eingestellten Seelen innerhalb des deutschen Volkes als an­gebliche Fremdkörper zu isolieren.

Von da an konnte dann auch die Lehre des Führers herrschend werden, wonach sich der Ar­beiter der Stirn und der Arbeiter der Fügst gegen­seitig zu ächten hatten, weil keiner von beiden ohne den anderen bestehen kann. Von da an gedieh an Stelle der vorher alles überwuchernden Zwie­tracht die Eintracht im deutschen Volke, bei dem der soziale Gedanke als Fundament des Staats- weiens proklamiert worden war und während die Demokratie als etwas grundsätzlich undeut- sches, als etwas jüdisches entlarvt war, stand die Erkenntnis vor aller Augen, daß national und sozial als zwei identische Begriffe zu erachten sind, weil doch jeder wahrhaft nationale Gedanke letzten Endes auch sozial sein muß. Denn, so sagt der Führer: Wer bereit ist für sein Volk so voll­ständig einzutreten, daß er wirklich kein höheres Ideal kennt, als nur das Wohlergehen seines Volkes, der ist Sozialist und Nationalist. Also Nationalsozialist im wahrsten Sinne des Wortes. Wer in seinem Volke mitfühlt mit den Aermsten seiner Volksgenossen, wer in jedem dieser Volks­genossen ein wertvolles Glied der Gesamtheit er­blickt. der muß ja erkennen und erkennt auch, daß die Gesamtheit nur dann gedeihen kann, wenn nicht Herrschende und Unterdrückte sie bil­den, sondern wenn alle gemäß ihrem Können

Kriegsschiffe und Luftflotten durch unsere schas­senden Männer und Frauen zur Zeit geleistet wird, ohne Beispiel ist und die Leistungen der vorangegangenen Jahre um ein Vielfaches über­trifft, so sind wir desto mehr berechtigt, am 1. Mai dieses Jahres den Feiertag der deutschen Nation zu begehen, weil er so nicht nur Symbol des deutschen Sozialismus, sondern gleichzeitig auch Gelegenheit zur Entspannung und Erholung des schassenden deutschen Menschen zu sein ver­mag.

Aber wenn das deutsche Volk nun zum vierten Mal im Krieg unbeirrt von dem Einstürmen kriegerischen Geschehens seinen nationalen Feier­tag am 1. Mai begeht, (der nach der Verheißung des Führers vom 1. Mai 1933 ab, durch Jahr­hunderte hindurch in Deutschland gefeiert werden soll und gefeiert werden wird), so nehmen in

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Führerhauptquartier, 3V. April. Der Füh­rer empfing am 29. April in seinem Hauptquartier in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop und des italienischen Staatssekretärs für Auswärtige Angelegenheiten Bastianini den französi­schen Regierungschef Pierre Laval. Während der Unter­redung zeigten die Beteiligten volles Verständnis für die Fragen» die sich zwischen Deutschland und Italien einerseits und Frankreich andererseits ergeben. In vol­ler Objektivität wurde geprüft, welchen Anteil Frank­reich an den Anstrengungen und den Opfern zu tragen hat» die die Achsenmächte für den Aufbau des neuen Europas im Kampfe gegen den Bolschewismus und ge­gen die mit diesem verbündeten anglo-amerikanischen Plutokratien auf sich genommen haben, und welche Vor­teile sich für Frankreich aus dieser Beteiligung ergeben werden.

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Reichsleiter Dr. Sey erläht folgenden Aufruf:

Arbeiter und Arbeiterinnen! Betriebssührer und Ee- solgschaftsmitglieder! Wir feiern heute den 1. Mai. Der Führer selbst hat befohlen, datz an diesem Tage in jedem Jahr die Arbeit ruhen soll. Denn wir Deutschen begehen diesen Tag als „Fest der Arbeit" und bekunden damit, datz das nationalsozialistische Deutschland die Arbeit zur Grundlage und die Leistung zum Wertmesser der Rang­ordnung der nationalsozialistischen Gemeinschaft erhoben hat.

Die Leistung für die Zukunft unseres Volkes ist unsere Ehre! Das sei die Parole im Kriegsmai 1943.

Der 1. Mai kündet den Durchbruch des Frühlings an. und so wie der Sieg des Frühlings über den Winter alljährlich mit natürlicher Eesetzmätzigkeit kommen muh. so glauben wir Deutschen fanatisch und unerschütterlich auch an den Sieg der jungen nationalsozialistischen Re­volution über den erstarrten und veralteten Schema­tismus des Juden und über seine Zwillingskinder, den Kapitalismus und Bolschewismus. Die Jugend siegt

immer über das Alter, so werden auch die jungen Völker, Deutschland, Italien und Japan, über die ab­sterbende Welt des Goldes, des Materialismus und der Demokratie siegen. Das glauben wir Deutschen auch am vierten Kriegsmai 1943.

Und wir haben allen Grund dazu, gerade heute am 1. Mai 1943 — nach fast vier Jahren Krieg — an den absoluten und totalen Sieg der deutschen Waffen zu glauben. Jetzt, nachdem wir den Ablauf der Ereignisse, die gegeneinanderstehenden Kräfte und die möglichen Folgen übersehen und klar abschätzen können, kann uns nichts mehr überraschen.

1. Unsere Soldaten stehen trotz aller Anstürme immer noch am Atlantischen Ozean, am Mittelmeer, am Nord­kap, auf Kreta, vor Leningrad und am Asowschen Meer. und wir können gewitz sein. datz sie keine Macht der Erde von dort vertreiben wird. Deutschlands Grenzen sind so weit hinausgeschoben, datz es dadurch Menschen und Rohstoffe, Waffen und Munition in genügendem

(Fortsetzung auf Seite 2)

ihre Pflicht an der Gemeinschaft erfüllen und von dieser Gemeinschaft um ihrer Pflichterfüllung we­gen geschätzt und geweitet werden Unter solchen Gesichtspunkten vollzog sich der Ablauf des 1. Mai 1933 und unter diesen Gesichtspunkten erhielt jetzt der Arbeiter Konrad Grebe die ihm vom Führer verliehene, wohlverdiente Ehrung.

Rückwärts blickend erkennen wir heute nach zehn Jahren erst richtig, welche ungeheure Be­deutung für unseren jetzigen Existenzkampf gegen Deutschlands äußere Feinde (deren Bastionen im Innern Deutschlands damals fielen), der 1. Mai 1933 gewesen ist. Der Glaube des Führers, dem er schon zehn Jahre vorher am 1. Mai 1923, le­bendige Worte verlieh, als er sagte, daß einmal der Himmel die Deutschen zusammenführen werde in ein Reich und zwar nicht unter dem Sowjet­stern, dem Davidstern der Juden, sondern unter

dem Symbol deutscher Arbeit, dem Hakenkreuz, hat sich heute herrlich erfüllt und nur weil er sich erfüllt hat sind wir jetzt in der Lage, in der Weise wie es unbedingt nötig ist, den Feinden nach außen zu begegnen und unsere Kriegsfron­ten durch eine in der Heimat, nun restlos auf Kriegsbedürfnisse umgestellte Erzeugung, in die Lage zu versetzen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft die Erfolge zu erringen, die ihnen zur Erreichung des Sieges notwendig sind. Ein ein­ziges Heerlager ist heute die deutsche Heimat, ein gewaltiges Kriegsarsenal, dem nicht allein die Ge­samtheit der Männer, soweit sie nicht Soldaten jind, dem auch die Gesamtheit der Frauen und selbst die Jugend zu vielen Millionen in den Be­trieben schaffend dient, gemeinsam ausgerichtet auf das eine Ziel: den totalen Sieg. Und wenn das, was m der Ausrüstung unserer Heere,

diesem Jahre viel mehr noch als im Vorjahre an diesem Feiertage auch jene teil. die als An­gehörige anderer europäischer Völker in Fabriken und Betrieben gemeinsam mit den deut­schen Arbeitern für den Sieg über den Europa bedrohenden Bolschewismus mitarbeiten. Wir haben schon erwähnt — und die Auszeichnung, die heute Konrad Grebe wurde, hat es bewiesen, — wie deutscher Sozialismus Leistungssozialis­mus ist.

Wenn nun Millionen europäischer Arbeiter zur Zeit bei den großen Befestigungsanlagen im Westen und im Osten, die zur Sicherung unseres Erdteils dienen, durch ihre Arbeit auch innerlich mit Deutschland verbunden sind. so ist es begreif­lich, wenn sie mehr und mehr bei ihrer Arbeit zur Erkenntnis kommen, daß Europa eine Schick­salsgemeinschaft geworden ist und als solche nicht nur aus wirtschaftlicher Grundlage (etwa nur weil die Versorgungslage ohnehin dazu zwingt), son­dern auch auf politischer Grundlage eine einheit­liche Willensgemeinschast sein muß, wenn es sich gegen den Ansturm des zersetzenden Plutokratis- mus und des alles vernichtenden Bolschewismus halten soll.

Wie sehr Europa heute auf Grund eigener bitterer Erfahrungen Gelegenheit hat. festzustellen, daß die nationalsozialistische Innen- und Außen­politik in allen ihren Teilen wohl begründet und notwendig war, das sollte man eigentlich am Einzelnen gar nicht mehr besonders hervorheben müssen. Indes gehört es anscheinend immer noch zur Eigenart europäischen Denkens, das Nächst­liegende gering zu achten und dem Fernerliegen- ^ zollen. Noch immer spuken die jüdischen Gehirnkonstruktionen eines Marx und Lenin in den Spalten einer gewissen europäischen Presse; noch immer haben sich nicht alle Regie­rungen europäischer Staaten der jüdischen Sugge­stion erwehrt und nicht erkannt, wie die Juden auch in ihren Ländern die ungelöste soziale Frage nur dazu mißbrauchen, um die politische Macht zu handhaben und an die soziale Oberschicht zu gelangen.

Aber wenn das Ziel der nationalsozialistischen Revolution und die Aufbauarbeit des Führers seit 1933 auch nur der Ordnung des innerdeut­schen Lebens und der Errichtung eines Volksdeut­schen Staates galt, so ist dennoch die national­sozialistische Weltanschauung (wenngleich absicht­lich ihre Verbreitung über die Grenzen des deut­schen Volkes hinweg nie bei uns gefördert wurde), durch den Gang der Ereignisse und zwar mitten im Lärm der Waffen Schritt für Schritt auch jenseits unserer Staatsgrenzen, insbesondere bei unseren germanischen Nachbarvölkern weiterge- drüngen. weil ihrer zwingenden Richtigkeit kein Einhalt zu gebieten ist. Man hat dort wenigstens zum Teil erkannt, wie doch Sozialismus etwas an­deres und weit mehr als bloß eine Veränderung der gewerblichen Organisationsformen oder gar der Eigentumsverhältnisse in der Wirtschaftest und die sozialen Fortschritte Deutschlands können als Früchte der politischen Arbeit der Partei ein­fach gar nicht mehr übersehen werden.

Und wenn schon während der Kampfzeit ehr­lich m sich gehende Männer der Gewc.I'ch^ten staunend und mit schlecht verhehl Bewunderung