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Parleramtticlie Layeszettuny
Vas flmtsblatk des Negierenden Viirgermeistcrs der §relen fjansestadt vremen
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üer Nationalsozialisten, vreinens
flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und vremen
Nr. 118, 1Z. Jahrgang
Donnerstag. 29. flpril 194Z
Linzelpreis 15 Npf.
Lm öudsll-örückenllolik Lciieileriell kemäsugrikke
Der gestrige Wehrmachtsbericht
Aus dem Führerhauptquartier» 28. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am Kuban-Brückenkopf wurden zahlreiche Angriffe des Feindes im Zusammenwirken mit der Luftwaffe abgewiesen. An der übrigen Ostfront fanden nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt. Ueber dem Südabschnitt der Ostfront wurden am 27. April 44 Sowjetflugzeuge abgeschossen, hiervon sieben durch slowakische und sechs durch kroatische Jäger. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. In Tunesien führte der Feind gegen einige Abschnitte der Westfront örtliche Angriffe, die in harten Kämpfen zurückgeschlagen wurden. In den schweren Kämpfen der vergangenen Tage hat sich ein Kraftradschützen-Vataillon unter Führung seines mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichneten Kommandeurs, Major Drewes, erneut bewährt. Kampf- und Nahkampsfliegeroerbände griffen in die Kämpfe ein und bekämpften Bereitstellungen und Kolonnen des Feindes. Die Häfen Bone und Philippeville wurden erneut bombardiert."
Die britischen Fluggeugverluste in der Nacht zum 27. April bei dem Angriff auf westdeutsches Gebiet haben sich durch noch eingelaufene Nachmeldungen auf einundzwanzig erhöht.
Usus killerkreurtrLgsr
Berlin, 28. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant d. R. Dr. Rudolf Kalb eck, Kommandeur eines Grenadier-Regiments; Oberleutnant Werner Reich, Kompaniechef in einem Pionier-Bataillon; Oberleutnant Jmmo Fritz sche, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader; Oberleutnant Manfred Meurer, Staffelkapitän in einem Nachtjagdgeschwader; Feldwebel Rudolf Berger, Zugführer in einem Pionier-Bataillon; Gefreiter Willi Hackbarth, Funker in einem Artillerie-Regiment.
vor ItsUsnisüis IVetirmsclilsberiikI
Rom, 28. April. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Auch am gestrigen Tage scheiterten die vom Feinde mit starken Artillerie- und Panzerkrästen in Tunesien unternommenen Angriffe. Von den in den vorhergehenden Wehrmachtberichten erwähnten Verbänden verdient die von Major Pisciselli Taeggi aus Neapel befehligte Panzer-Abteilung für ihren tapferen Einsatz besondere Anerkennung. Italienisch^ und deutsche Flugzeugverbände griffen weiterhin wirksam feindliche auf dem Marsch und in Stellung befindliche Kolonnen an. Vier englisch-amerikanische Flugzeuge wurden zerstört, eines von deutschen Jägern über Tunesien, eines von der Bodenabwehr an der Küste des Peleponnes, zwei von einem unserer Torpedoboote über deip Kanal von Sizilien. Ein Angriff amerikanischer viermotoriger Bomber auf die Umgebung von Cagliari verursachte unbedeutende Schäden. Unter der Zivilbevölkerung gab es keine Opfer. Drei unserer Flugzeuge kehrten nicht zu ihren Stützpunkten zurück."
Der kükrsr sn üsn lemw
Aus dem Führerhauptquartier, 29- April. Der Führer hat dem Tenno an- lählich seines Geburtstages ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt.
Me »imgersnol!n ttonan
Nanking, 28. April. Aus dem Hungergebiet der chinesischen Provinz Honan trafen Abgesandte in Nanking ein, um Hilfe zu erbitten. Sie legten Berichte über die dort herrschenden Zustände vor, aus denen hervorgeht, daß aus vielen Distrikten die jungen Menschen auswandern, während die älteren den Hungertod sterben. Baumrinde und Pflanzen- wurzeln dienen als Nahrung.
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Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung
xoe. Berlin, 28. April. Wenn schon die ersten feindlichen Presfestimmen zu dem Abbruch der Beziehungen zwischen der Sowjet- uniön und der polnischen Emigrantenregierung die starke Betretenheit in England und Amerika auherordentlich deutlich zeigten, so verstärken die neuesten Aufsätze noch den Eindruck der peinlichen Reaktion, den das Vorgehen Moskaus in London und Washington auslöste.
Wie sehr man in London bemüht ist, die Krise zu überwinden, zeigt ein Vorschlag, den Außenminister Eden machte und der dahingeht, eine neue polnische Emigrantenregierung zu bilden, die die an Moskau gestellten Fragen zurückziehen und außerdem aber auch auf polnische Gebiete zugunsten der Sowjets Verzicht leisten soll. Dieser von Eden vorgeschlagene Ausweg ist um so bemerkenswerter, als Eden selbst einmal erklärte. daß Polen der „Lieblingsverbündete" Englands sei. Heute scheint die Zeit allerdings sehr weit zurückzuliegen, in der England Polen garantierte. Heute ist man in London bereit, Herrn Sikorski ohne Gnade und Erbarmen fallen zu lassen, um den Ansprüchen des größeren Bundesgenossen gerecht zu werden.
Das Verhalten Englands gegenüber der polnischen Exilregierung erscheint gerade im Lichte der historischen Betrachtung besonders bemerkenswert. Bekanntlich war es Polen, das schon vor Ausbruch des Krieges durch seine anmaßende Territorialpolitik an der Zuspitzung der Lage mitschuldig war. Polni
sche Chauvinisten erklärten damals im Bewußtsein ihrer Londoner Rückendeckung, auf Berlin marschieren zu wollen. Es wird bei der Betrachtung der Entstehung dieses Krieges immer wichtig sein, daß London und Washington die polnische Frage zum Bor- wand benutzten, um den neuen Weltkrieg vom Zaune zu brechen. Damals bedrohte niemand die Existenz Polens. Der polnische Starrsinn im Zusammenhang mit den Fragen des Korridors und der deutschen Stadt Danzig löste auf der Basis der britischen Garantie für Polen diesen Krieg aus. Nunmehr liefert England kaltblütig' dieses Werkzeug seiner Politik an den Bölschewismus aus. Gerade weil Polen im Gesamtrahmen des Krieges für die Anglo-Amerikaner sicherlich keine nebensächliche Karte darstellte, ist ihr heutiges Verhalten gegen Polen von so außerordentlicher Bedeutung. Es läßt Rückschlüsse daraus zu, welche Behandlung andere Länder von England zu gewärtigen hätten, wenn schon der Lieblingsverbündete Englands in dieser Weise von London behandelt wird.
Andererseits stellt der Abbruch der erwähnten Beziehungen ein Musterbeispiel der sowjetischen Politik dar. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, daß nach neutralen Korrespondenten sowjetische Kreise in London durchblicken lassen, daß die polnische „Regierung" zu Kreuze kriechen und um Entschuldigung bitten müsse. Man weist darauf hin, daß Moskau auf die Bildung einer neuen polnischen Regierung bestehen werde, die aber aus polnischen Kommunisten zu
sammengesetzt sein müsse. Mit weniger könne sich die Sowjetunion wohl kaum zufrieden geben. Die amtliche sowjetische Note rührt darüber hinaus an gewisse heikle Erenzfra- gen und deutet an, daß hinter dem jetzigen Bruche grundlegende Auseinandersetzungen stehen. Schwedische Zeitungen erklären denn auch offen, daß der angegebene Grund für den Abbruch der Beziehungen durch den Kreml lediglich ein Vorwand sei. Der Beschluß dazu sei schon früher gefaßt worden. Auch „New Hork Herald Tribune" gibt zu, daß die polnisch-sowjetischen Beziehungen bereits seit dem Augenblicke schlechter geworden seien, als die Sowjetunion ihre Absicht, Teile des polnischen Gebietes zu behalten, offen verkündet *>abe. Auch aus einem Ausspruch der „Jswestjia" leitet der Londoner Korrespondent von „Soenska Dagbladet" die Folgerung ab, daß die Grenzprobleme die Hauptschwierigkeiten bilden. Die Volschewisten verfolgen also mit ihrem Schritt das klare Ziel eines weiteren Raubzuges an ihren Westgrenzen. Der „Bester Lloyd" bezeichnet das Vorgehen der Bolschewiken als ein Schulbeispiel für die Art. wie pch die Sowjets ihr Verhältnis zu den Nachbarstaaten vorstellen. Der ganze Fall sei auch aufschlußreich für die Beurteilung jener sogenannten Regelung in Osteuropa, die die Sowjetunion in den Be- ratun""n mit ihren Verbündeten für sich reklamierte.
Ruch „Popolo di Roma" zeigt sich hier der entschlossene Wille der Sowjets, den Krieg zur Vernichtung der geistigen und mate- (Fortsetzung auf Seite 2)
Lke» Keines
Heute weilt der Staatssekretär im Reichsjustizministerium. Dr. Rothenberger, der engste Mitarbeiter des Neichsministers der Justiz, zu wichtigen Besprechungen im Gau Weser-Ems und spricht aus Einladung des Gauleiters zu den führenden Männern des Rordfcegaues.
„Eine starke Rechtspflege ist eine tragende Säule des Eroßdeutschen Reiches." Diesen Satz schrieb Staatssekretär Dr. Rothenberger wenige Tage nach seiner Ernennung zum Staatssekretär im vorigen Jahre. Er bekundet damit jene Ueberzeugung, die sich mit dem grundlegenden Erlaß des Führers vom 20. Äugust 1942 an die Spitze der neuen Grundsätze deutscher Rechtsführung gesetzt hat und seitdem die ersten Anfänge des endgültigen Aufbaues einer nationalsozialistischen Rechtspflege bestimmte. Nächst dem Reichsjustizminister selbst ist der heutige Gast des Nordseegaues — Staatssekretär Dr. Curt Rothenberger — diejenige Persönlichkeit, der
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Führerhauptquartier, 28. April. Der Führer empfing am 27. April den Staatssührer des unabhängigen Staates Kroatien» Dr. Ante Pavelic, zu einem Besuch im Führerhauptquartier. Der Führer hatte mit dem Poglavnik Besprechungen über die politische und militärische Lage des gemeinsamen Kampfes der Achsenmächte gegen den Bolschewismus und die englisch-amerikanischen Plutokraten. Die Unterredungen, an denen der Reichsminister des Auswärtigen von Ridbentrop und der kroatische Außenminister Dr. Bndak, sowie Generalseldmar- schall Keitel und General Begic teilnahmen, verliefen im Geiste des herzlichen Einvernehmens und der Freundschaft des Reiches zu dem jungen kroatischen Staat und seinem tapferen Volle. Dr. Pavelic brachte die Entschlossenheit des kroatischen Volkes zum Ausdruck, an der Seite der Achsenmächte die Freiheit des unabhängigen Kroatiens zu verteidigen und alle Kräfte für den kompromißlosen Sieg der Dreierpaktmächte über die gemeinsamen Feinde einzusetzen.
An der Zusammenkunft im Führerhaupt- quartier nahmen auch der deutsche Gesandte in Agram, Kasche, und der deutsche bevollmächtigte General in Kro-^ien, Glaise von Horstenau, teil.
*
Das Kommunique über den Empfang des kroatischen Staatsführers beim Führer weist die gleichen Formeln des gegenseitigen Einvernehmens und der harten Entschlossenheit, diesen Kampf bis zum Endsiege durchzu- fechten, auf, wie die amtlichen Bekannt
machungen zu den vorangegangenen Besuchen der verbündeten Staatsmänner im Führer- hauptquartier. In diesen Besprechungen zusammengenommen rundet sich schon heute aus dem politischen Sektor das Bild des kämpfenden Europa. Das in der harten Auseinandersetzung mit den bolschewistisch-pluto- kratischen Mächten und ihren jüdischen Hin- tcrmännern um seine Gestaltung und Zukunft ringt. Die Einigkeit der in dem Dreimächtepakt verbündeten Nationen zeigt sich so einmal im Kampfe selbst, wie auf der anderen Seite in dem Ziel dieses Kampfes.
Der Empfang des Poglavnik beim Führer verweist im übrigen nochmals in besonderer Art auf die epochale Bedeutung des historischen Bündnisses, in dem sich die jungen und aufstrebenden Kräfte des Nationalsozialismus und des italienischen Faschismus miteinander verbanden. Der kroatische Staat ist mit Italien durch besonders freundschaftliche und innige Bande verknüpft. Er anerkennt eben darum in seinem Verhältnis zum Reich dieselben Leitsätze einer unverbrüchlichen Waffenbrüderschaft und einer durch nichts zu zerbrechenden Kameradschaft, die auch für das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien gelten. Darüber hinaus ist diese Bündnisgemeinschaft, die ursprünglich nur der Behauptung des Lebensrechtes der deutschen und der italienischen Nation galt, aber zu dem Grundstock einer europäischen Liga geworden, die heute mit der Waffe in der Hand maßgebend den Selbstbehauptungswillen Europas gegenüber bolschewistischer Bedrohung und plutokratischem Verrat vertritt. Zusam
men mit ihren europäischen Verkündeten repräsentiert heute die Achse, wie auch das Kommunique über den Besuch des kroatischen Ctaatsführers erneut ausweist, Europa gegenüber den ihm feindlichen Mächten.
Kroatien ist bereit, in diesem Ringen s.inen vollen Beitrag zu leisten wie es auch bisher schon diesen Willen durch den Einsatz der kroatischen Freiwilligen in überzeugender Art nachzuweisen vermochte. Kroatische Verbände haben Seite an Seite mit den Männern der sechsten Armee an dem Heldenkampf um Stalingrad teilgenommen. Deutschland wird diesen Beitrag Kroatiens nie vergessen. Aus dieser Kampfgemeinschaft erwächst zwischen dem Reich und Kroatien eine Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen. die das Kommunique zum Ausdruck bringt, indem es von dem „Geiste des herzlichen Einvernehmens und der Freundschaft des Reiches zu dem jungen kroatischen Staat und seinem tapferen Bolle" spricht. Die Freiheit des unabhängigen Kroatien ist das hohe Ziel, für das sich kroatische Freiwillige an der Ostfront heute mit ihrem Blute' einsehen. Sie werden diese Freiheit erringen und darüber hinaus einmal mit Stolz darauf verweisen dürfen, einen vollen Beitrag zur Verteidigung und Befreiung Eesamteuropas geleistet zu haben. goe.
Obsrlsriclssgsrictits in l-Ismburg, Lsnstor vr. kottisnbsrgsr, c>sr vom ssükrsr rum 8tsstsss>crstsr im ksiciisjustir-kvlim- rtsrium smsnrit v/rncls. Lckeri-Silcksrsiellst, Serlw
in dieser Richtung schon in den wenigen Monaten seiner Amtsführung vieles an grundsätzlichen Bemerkungen zur Rechtspflege unseres Reiches von heute zu danken ist. Mit der Konsequenz, die nun einmal alte Nationalsozialisten auszeichnet, hat Dr. Rothenberger immer wieder darauf hingewiesen, daß der nationalsozialistische Rechts- wahrer unlösbar.mit der Revolution des Führers verbunden ist und aus diesem engen Verhältnis zur Weltanschauung Adolf Hitlers die Kraft zur Rechtsprechung schöpfen muß.
Zweifellos ruht auf diesem Mitarbeiter des mit weitgehenden Vollmachten ausgestatteten Reichsjustizministers eine große Verantwortung, und eine gewaltige Aufgaben- fülle lastet auf, seinen Schultern. Seine in der weiteren Öffentlichkeit bekanntgewordenen Darlegungen zur Frage des Richters im nationalsozialistischen Reiche und seine Worte an den Rechtswahrernachwuchs haben jedoch erkennen lassen, daß Staatssekretär Dr. Rothenberger nicht der Mann ist, der von dem Beharrungsvermögen einer Rechtsanschauung
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Berlin, 28. April. Von den bei den siebentägigen Abwehrkämpfen in Tunesien vernichteten 193 britischen und nordamerika- nischen Panzern hat eine kleine Kampfgruppe von „Tiger"-Panzern in der Zeit vom 29. bis 24. April allein 75 abgeschossen sowie mehrere weitere schwer beschädigt und damit von neuem die artilleristische und technische Ueber- legenheit des „Tiger" gegen die modernsten feindlichen Panzer bewiesen. Ganz gleich, ob es nordamerikanische Panzerkampswagen vom Typ „Pilot", „General Graut", „Lee" oder „Sherman" oder ob es die schwergepanzerten britischen der neuesten „Marc"-Typen waren» alles, was vor die Rohre des „Tiger" kam, zerbrach im Feuer seines Geschützes, dessen Granaten auch die dicksten Panzerplatten der feindlichen Stahlkolosse zerschlugen.
Nicht weniger eindrucksvoll waren aber auch die Kampferfolge der anderen Truppenteile, wenn es darauf ankam, der feindlichen Infanterie im Ringen Mann gegen Mann die Stirn zu bieten. Zu Beginn der harten Abwehrkämpfe war es zum Beispiel dem Feind gelungen, an einer Stelle durch seine lleberlegenheit an Menschen und Waffen in die südliche Verteidigungslinie einzubrechen. Er hatte sich einer Höhe bemächtigt, die für die weitere Kampfführung in dem gesamten Abschnitt von entscheide.nder Bedeutung war. Um die Lage wiederherzustellen, wurde eine Panzeraufklärungsabteilung zum Gegenstoß angesetzt. Obwohl der Feind Las zerklüftete.
unübersichtliche Berggelände fortgesetzt schwer beschoß, führte der Kommandeur persönlich die Erkundung durch, um den günstigsten Ansatzpunkt für den Gegenangriff zu finden. Als er erkannte, daß der Gegner in starken, fast uneinnehmbaren Stellungen saß und. ein Sturm bei Tage wenig Äussicht auf Erfolg bot, entschloß er sich zum Nachtangriff. Nachdem die Kompanien angesetzt und alle Anordnungen bis ins kleinste getroffen waren, begann der Stoß, der planmäßig abrollte.
Da der Kommandeur seine Führungsaufgaben im Augenblick als erfüllt ansah, begab er sich selber zur Kompanie, die den entscheidenden Einbruch in die britischen Stellungen erzwingen sollte, um selbst als Eewehrschütze bei der Spitzengruppe mitzukämpfen. Er war es dann auch, der als erster in die feindlichen Gräben eindrang und gemeinsam mit den nachstürmenden Panzerschützen in erbittertem Nahkampf den sich hartnäckig wehrenden Feind aus den Stellungen hinauswarf. Kaum hatte sich die Abteilung auf der wiedergewonnenen Höhe zur Perteidigung eingerichtet, als drei nordamerikanische Bataillone mit ihren Gegenstößen begannen. Drei- bis viermal täglich bekannten sie mehrere Tage lang die Bergstellung, wurden aber jedesmal blutig abgeschlagen. Am vierten Tage des erbitterten Kampfes gelang es, einen der Gegenstöße so geschickt und energisch ju führen, daß eines der nordamerikanischen Bataillone vollständig vernichtet werden
konnte. Unter den 190 Gefangenen, die dabei in die Hände der Aufklärungsabteilung fielen, befanden sich auch der Regiments- und Bataillonskommandeur der zerschlagenen feindlichen Einheit.
An anderer Stelle war ein deutscher Gegenangriff in schwerem feindlichen Artillerie- feuer liegen geblieben, und auch der nächtliche Angriff eines Panzergrenadier- Bataillons vermochte zunächst nicht, die britische Sperrfeuerzone zu durchstoßen. Als das feindliche Feuer noch immer an Stärke zunahm und die Lage bedrohlich wurde, raffte der Bataillonskommandeur, ein Kauptmann aus Wien, die in seiner Nähe liegenden Panzergrenadiere zusammen und riß sie mit sich vorwärts. An der Spitze von nur 40 Mann brach er mit der blanken Waffe in die britischen Bergstellungen ein. Von hieraus sah er, daß sich in dem hinter den Gräben liegenden, versumpften Wadi mehrere feindliche Panzer festgefahren hatten. Sofort stießen die Panzergrenadiere weiter vor. noch während sie mit Nahkampf- mtttsln die ersten feindlichen Panzer vernichteten. wurde schnell eine Panzerabteilung herangezogen, mit deren Hilfe sämtliche im Flußtal befindlichen Britenpanzer zerschlagen wurhen. Nach Ausräumung des Wadis gewann der eigene Angriff weiter an Boden, so daß noch im Laufe der Nacht die alte Hauptkampflinie in vollem Umfange wiederhergestellt werden konnte.
int. Berlin, 28. April.
Die Washingtoner Regierung hat, wie der Finanzminister Morgenthau mitteilte, einen der argentinischen Regierung in Aussicht gestellten Kredit in Höhe von 50 Mill. Dollar zurückgezogen. Mit Hilfe dieser Summe sollte der Warenaustausch zwischen den Vereinigten Staaten und Argentinien belebt werden. Von nordamerikanischer Seite ist aber den Argentiniern gegenüber bis heute nichts getan worden, um deren wirtschaftliche Wünsche zu erfüllen. Washington benutzt die Schwierigkeiten Argentiniens, um schließlich doch noch sein politisches Ziel, den Kricgseintritt dieses südamerikanischen Staates zu erzwingen, zu erreichen. Aber die Argentinier brauchen nur in Mittel- und Südamerika Umschau zu halten, dann wissen sie, daß die Vereinigten Staaten alle gemachten Versprechungen, sie würden im Austausch gegen den Abbruch der Beziehungen der Mittel- und südamerikanischen Staaten zu den Achsenmächten Waren aller Art in vermehrtem Umfange liefern, damit diese Staaten keinen wirtschaftlichen und finanziellen Schaden erlitten, nicht halten. Stattdesien hat die Nordamerikanische Union an Rohstoffen an sich gezogen, was sie greifen konnte, jedoch Bedarfsgüter nicht bereitgestellt. Natürlich dürfen die Staaten, die sich in die politische Gefolgschaft Nordamerikas begeben haben, die wahrheitsgemäßen Angaben über den gegenseitigen Güteraustausch nicht veröffentlichen. Es genügen jedoch die fortgesetzten Klagen aus den verschiedensten Ländern, die beweisen, wie es in Wirklichkeit mit der Er
füllung der nordamerikanischen Versprechungen aussieht.
Den besten Beweis liefert aber Argentinien, das, frei und unabhängig, sehr gute Zahlen über den Schiffsverkehr in seinen Häfen veröffentlicht hat. Gegenüber dem Vorjahre ist das Ein- und Auslaufen nordameri- kanischer Schiffe' auf ein Sechstel gesunken. Im Januar und Februar vorigen Jahres wurden in Buenos Aires 30 USA.-Dampfer gezählt, im Januar und Februar 1943 waren es nur noch 5 Dampfer. Auch der sonstige Ueberseeoerkehr ist zurückgegangen, das gilt besonders für Großbritannien. Die Engländer hatten sich verpflichtet, 700 000 Tonnen argentinischen Fleisches abzunehmen und mit eigenen Schiffen nach England zu bringen. Es wurden jedoch im Januar und Februar dieses Jahres nur 19 englische Fracht- und Passagierdampfer in Buenos Aires gezählt. Dagegen hat der Schiffsverkehr der süd- amerikanisechn Staaten untereinander zugenommen.
Aus der Tatsache, daß die Nordamerikaner weitgehend aus den sehr wichtigen Häfen Argentiniens verschwunden sind, lassen sich Rückschlüsse auf den erheblichen Mangel an Schiffsraum bei den USA. ziehen. Dann aber spricht aus dieser Zurückhaltung auch dre betonte Absicht der Nordamerikaner, ins- bejondere den Argentiniern das vorzuenthalten, worauf sie besonderen Wert legen, aljo Güter des täglichen Bedarfs und Ver- brauchs. Aber auch die übrigen südamerika- nischen Staaten sind nicht besser daran, obwohl sie sich den Nordamerikanern mit Haut und Haaren verschrieben und die Beziehungen zu den Achsenmächten abgebrochen haben in einem Fall sogar zur Kriegserklärung ae- Ichntten waren. " "