Ausgabe 
(25.4.1943) 115
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Varreianrtkclie Layeszettuny

Dos flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

Nr. 115 , 1Z. Jahrgang

Sonntag, 25. flpril 194Z

der NMionalsozial-iften. Vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstattli alters in cildenburg und vremen

kinzelpreis 15 Npf.

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Eingeständnis die Achsengegner 1942 zwölf Millionen BRT. verloren haben, um das

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Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung

6r. V. sck. Berlin, 24. April. Ein par­lamentarischer Ausschuh in Washington ist nach einer gründlichen Untersuchung des Tat­bestandes mit der Feststellung herausgeplatzt, daß die Schisfsverluste der Achsengegner sich im Jahre 1942 auf 12 Millionen Tonnen gestellt haben und damit wesentlich höher als das Ergebnis der Neubauten in den Vereinigten Staaten und England zusam­mengenommen liegen. Eine wirksamere Be­stätigung für die absolute Zuverlässigkeit der amtlichen Feststellungen auf feiten der Dreierpaktmächte, als sie uns diefer soge­nannte Truman-Ausschuh in Washington nun geliefert hat, können wir uns kaum noch vorstellen.

Hier hat eine parlamentarische Körper- schaft auf Grund eines umfassenden amtli­chen Materials und nach der Vernehmung von Sachverständigen seine Feststellungen ge­troffen. Die amtlichen deutschen Versen­kungsziffern für das Jahr 1942 beliefen sich auf 8,9 Millionen VRT. Mit den von den Japanern und Italienern gemeldeten Ver­senkungen stellte sich der Eesamterfolg des Kampfes gegen den feindlichen Schiffsraum auf 12 Millionen BRT. Genau das wurde nun in Washington maßgeblich bestätigt, während gleichzeitig aus einem Bericht der amerikanischen Vundesschiffahrtsbehörden her­vorgeht, daß die amerikanischen Werften im vergangenen Jahr Tausende von Schiffe re­parieren mußten. Der tatsächliche Ausfall an verfügbarer Tonnage übersteigt diesen Zwölf- millionenverlust des Jahres 1942 also noch ganz erheblich. Wenn man selbst die amt­liche amerikanische Neubauziffer im Hinblick auf Qualität, Geschwindigkeit, Ausrüstung und Bemannung als vollwertig beurteilen wollte — was bei den Notschiffen des Juden Kaiser bestimmt nicht zulässig ist —, so er­gibt sich eine ganz bedeutsame Differenz zwi­schen Versenkung und Neubauten. Die offi­ziöse Bekanntgabe dieser Differenz mußte Mister Knox in der Tat als eine schallende Ohrfeige empfinden.

'Die Neubauten geben die Amerikaner wohlweislich immer nur in Gewichtstonnen an, damit sich die Sache etwas fälliger dar­stellt. Sie bezifferten die Neubauten der amerikanischen Werften auf etwas über acht Millionen Gewichtstonnen, das sind etwa fünfeinhalb Millionen BRT. Die Engländer haben es knapp auf eineinhalb Millionen DRT. gebracht. Darnach stellt sich der abso­lute Verlust nach Adam Riese ohne Berück­sichtigung der schweren Beschädigungen und des Reparaturausfalles im Verlauf des Jah­res 1942 auf mindestens fünf Millionen DRT. Man kann es verstehen, wenn der „Pbiladelphia Jnauirer" entsetzt in den Ruf ausbrichi: ..Diese Tatsachen sind erschütternd! Schwere Schuld wird seitens des Ausschusses unseren Marinebehörden zugeschoben, weil sie bisher versäumten, dem Ernst des Untersee- feldzuges Hitlers die nötige Bedeutung bei- zumessen."

Selbstverständlich hat der Truman-Aus- schuß die Versenkungen in Bruttoregister- maß angegeben, weil sonst die Ziffer in der feindlichen Oeffentlichkeit noch viel kata­strophaler gewirkt hätte. So hat es auch das Reuterbüro aufgefaßt, als es noch recht schüchtern die Vermutung aussprach, daß „vielleicht" und „wahrscheinlich" der Wa­shingtoner Parlamentsausschuß nur Ee- wichtstonnen gemeint habe, als er von einem Jahresverlust von 12 Millionen Tonnen sprach. Reuter glaubte offenbar selbst nicht, was er sagte, aber der Mister Knox hat be­gierig das Siichwort aufgegriffen, und nun wettert er gegen das Truinan-Klomitee, weil dieses mit seinen „Feststellungen gänzlich un­genau" gewesen sei, vielleicht die Tonnen- matze verwechselt habe und „seine Zahlen über die Verluste aus einer schlecht infor­mierten und nicht zuständigen Quelle er­halten" habe. Da lachen doch selbstverständlich auch in den Vereinigten Staaten alle Hühner.

Natürlich hat der Senatsausschuß für seine Feststellungen exakte amtliche Unterlagen ge­habt. So wird das Geständnis in der ganzen Weltöffentlichkeit beurteilt. Die türkische Zeitung „Tasviri Askiar" geht ausdrücklich von der Feststellung aus, daß nach eigenem

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mit dem Geständnis der „Times" in Verbin­dung zu bringen, die vor einiger Zeit sich die Feststellung entschlüpfen ließ. daß die Achsengegner in diesem Krieg bisher 3V Mil­lionen BRT. verloren haben. „Diese Zahl", so sagt das türkische Blatt, „kommt den von den Deutschen und ihren Verbündeten be­kanntgegebenen Versenkungsziffern gleich Alles beweist die Richtigkeit der von den Deutschen gemeldeten Versenkungszisfern." Diese Zuverlässigkeit der deutschen Erfolgs­ziffern hat nun tatsächlich den unerschütter­lichen Wert eines Axioms gewonnen. Im Kampf dagegen erscheint der Mister Knox nur als ein Ritter von der jämmerlichen Gestalt. Die Tatsachen sprechen eine zu wuch­tige Sprache. Von ihnen ausgehend, mußte der konservative Unterhausabgeordnete South- by jetzt in einer Rede zu geradezu panischen Feststellungen gelangen. „Von der Schlacht aus dem Atlantik", so sagte er, „hängt nicht nur der Ausgang dieses Krieges, sondern das Schicksal der ganzen Welt ab. Die U- Bootgefahr ist bereits so groß, daß die bri­tische Flotte allein mit ihr nicht mehr fertig werden kann. Die Alliierten müssen auch hier eng zusammenarbeiten, wenn überhaupt Aus­sicht auf Sieg in dieser Schlacht bestehen soll.

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Aus dem Führerhauptquartier, 24. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Außer lebhafter Tätigkeit der Luftwaffe werden von der Ostfront keine be­sonderen Ereignisse gemeldet. Am 22. und 23. April wurden bei vier eigenen Verlusten 72 Sowjetflugzeuge vernichtet.

Am Westabschnitt der tunesischen Front trat der Feind zu dem erwarteten Großangriff an. In erbitterten Kämpfen, die zur Zeit in vollem Gange sind, wurden bisher 48 Pan­zer vernichtet. Jagd- und Schlachtflieger­kräfte griffen unermüdlich in die Erdkämpfe ein und unterstützten durch Bomben- und Bordwaffenangriff die in schweren Kämpfen stehenden Truppen des Heeres. An der tune­sischen Südfront griff der Feind infolge der in den Vortagen erlittenen hohen blutigen Verluste gestern nur mit schwächeren Kräf­ten vergeblich an.

Deutsche Kampfflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben schweren Kali­bers auf kriegswichtige Ziele in einigen Orten West- und Mittelenglands."

*

An der Kaukasusküste waren leichte deut­sche Seestreitkräfte, teilweise im Zusammen­wirken mit Einheiten der italienischen Kriegsmarine, bei der laufenden Be­kämpfung des feindlichen Nachschubverkehrs weiter mit Erfolg eingesetzt. Ihre Anwesen­heit allein wirkt sich bereits verzögernd auf

MeSerlscdliliLe KreasSiers im Lrennpunkt

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Berlin, 24. April. Auch am mittleren Abschnitt der Ostfront ist nunmehr Ruhe eingetreten, nachdem die Bolschewiften die neuen deutschen Stellungen wochenlang ver­geblich berannt hatten. In den voraus­gegangenen Kämpfen entwickelten sich oft­mals gefahrvolle Lagen, als der Feind von Norden und Südwesten in die tiefe Flanke der sich absetzenden deutschen Truppen vor­zustoßen versuchte, um unsere Bewegungen zu hindern. Bei diesen Kämpfen stand der Unteroffizier Löffler in der Zeit vom 18. 2. bis 2. 3. mit seinen niedersächsischen Grena­dieren mehrfach im Brennpunkt der Kämpfe nördlich der Rollbahn Roßlawl—Moskau.

Nach mehrtägigem erbittertem Ringen war es dem Feind schließlich gelungen, rechts und links des von der Gruppe Löffler ge­haltenen Stützpunktes einzubrechen. Mehrere Panzer überrollten die deutschen Gräben und stießen mit aufgesessenen Schützen in das Hintergelände vor. Trotz der erdrückenden feindlichen Uebermacht blieb der Unteroffi­zier mit seinen Grenadieren weiterhin in den Erdlöchern und wehrte, seine Männer immer von neuem anfeuernd, die anrennenden Bolschewiften ab. Er selbst nahm sich die auf­gesessenen Schützen zum Ziel und schoß mit seiner Maschinenpistole Mann für Mann von den Panzern herunter. Schließlich wurde Löffler durch eine Maschinengewehraarbe verwundet. Aber trotzdem blieb er die Seele des Widerstandes und leitete den weiteren Abwehrkamps, bis sein Abschnitt wieder voll­ständig vom Feinde befreit war.

Durch sein tapfere-. Aushalten trua er entscheidend daru bei. daß der feindliche Eindruck! am nächsten Tag durch Gegenstoß wieder bereinigt werden konnte.

Auch bei den Kämvten südwestlich Miasma zeichnete sich Unteroffizier Löffler am 13. März bei der Abwehr starker feindlicher

Der kükrsr sn KrollsümirsI Hssüsr

. Führerhauptquartier, 24. April. Der Führer hat dem Admiralinspektor der Kriegsmarine des Eroßdeutschen Reiches, Großadmiral Raeder, in einem persönlichen Schreiben die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Geburts­tag ausgesprochen.

Kräfte hervorragend aus. Nach Ausfall seines Zugführers riß er die Führung an sich und unternahm aus eigenem Entschluß einen Gegenstoß. An der Spitze niedersäch- stscher Grenadiere warf er den mehrfach über­legenen Feind unter schweren Verlusten für di'e Bolschewiften zurück. Der bereits fünf­mal verwundete Unteroffizier wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Feldwebel befördert.

den Schiffsverkehr und damit auf die Ver­sorgung der bolschewistischen Truppen aus. Bei mehrfacher Eefechtsberührung unserer leichten Seestreitkräfte mit bolschewistischen Artillerie- und Torpedoschnellbooten wichen letztere dem Kampf aus. Sie konnten eine Beschießung feindlicher Landstützpunkte durch unsere Einheiten nicht verhindern. Unter anderem, wurden Treffer in Munitions­stapeln erzielt, .die heftige Explosionen und größere Brände verursachten. Die deutschen Boote hatten bei diesen Operationen keine Ausfälle.

I4!t äsm Ritterkreuz susyersickuel

Berlin, 24. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Ge­neralleutnant Heinz Ziegler, Führer einer Kampfgruppe; Major Heinz Huffman», Kommandeur einer Sturmgeschütz-Abteilung; Oberleutnant d. R. Gerhard Boldt, Schwa­dronsführer in einer Aufklärungs-Abteilung; Haüptmann d. R. Harro Brenner, Führer einer Grenadier-Kompanie; Oberleutnant Fischer, Batterieführer in einem Flakregi­ment; Leutnant d. R. Walter Eggemann, Ordonanz-Offizier in einem Grenadier-Regi­ment; Feldwebel Kurt Ebener, Flugzeug­führer in einem Jagdgeschwader; Unteroffi­zier Otto Hünmörder, Geschützführer in der Panzerjäger-Komparie eines Grenadier-Re­giments.

In den schweren Abwehrkämpfen südlich des Jlmensees, bei denen die deutschen Stel­lungen gegen vielfache feindliche Uebermacht behauptet oder im Gegenangriff wieder­gewonnen wurden, hatte Hauptmann d. R. Alfred Zahn, Kommandeur eines Schneide­mühle! Grenadier-Bataillons, 24 Stunden lang die Angriffe weit überlegener sowjeti­scher Massen gegen eine entscheidende Höhe abgewiesen. Der tapfere Offizier, der für diese Leistungen vom Führer am 17. März mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde, ist Anfang April den schweren Verwundungen, die er bei diesen Kämpfen erlitten hatte, erlegen.

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Von Keilnut Tünäerinnnn

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Wie aus einem gewaltigen chemischen Prozeß der Läuterung treten aus den viel­gestaltigen und wechselvollen Geschehnissen des großen Krieges die klaren Fronten her­vor, zwischen denen die Entscheidung aus- getragen wird.

Wir wissen aus den Lehren der geschicht­lichen Tatsachen, daß beide Weltkriege, deren Zeugen wir waren und sind, mit kühl rech­nendem Menschenverstand planmäßig vorbe­reitet und herbeigeführt worden sind — der von 1914 noch mit rein machtpolitischen Ar­gumenten gegen ein Reich, das England zu stark zu werden drohte, im Jahre 1939 zwar mit ähnlichen Argumenten, aber Loch mit dem umfassenderen Gedanken, eine revolutio­näre Entwicklung auszulöschen, die beginnt, als Fanal zu wirken, und die der Welt zeigt, daß sie morsch geworden ist.

Der- Krieg freilich ist das große Naturge- schshen im Leben der Pölker — sein Verlaus läßt sich nicht in Formeln und Berechnun­gen zwingen; er mag planmäßig vorbereitet sein und mit Absicht ausgelöst werden, aber wenn dann die Gewalten entfesselt sind, tre­ten ganz neue Faktoren auf den Plan, die die Entwicklungen lenken und die die Er­eignisse gestalten. Um einen Krieg zu ent­fesseln, dazu mag die intrigante Eeschicklich- keit einiger weniger genügen, aber einen Krieg zu führen und ihn siegreich zur Ent­scheidung zu bringen — das ist im zwanzig­sten Jahrhundert zur Sache großer Persön­lichkeiten und gleichermaßen zur Willens­prüfung von Millionen und aber Millionen Menschen geworden.

Hier findet sich nicht nur der dramatischste Berührungspunkt von menschlichem Willen und nationalem Schicksal, denn dieses ist im Geschehen eines totalen Krieges unmittelbar abhängig von der Stärke des ersteren — hier bietet sich auch das Problem „Persönlichkeit und Masse" von einem neuen Blickpunkt aus dar: Wie der Krieg des 29. Jahrhun­derts vom einfachen Soldaten die Eigen­schaften fordert, die das Bild der entschlosse­nen Persönlichkeit ausmachen, so wird im Zuge der totalen Einfügung der Völker in das Kriegsgeschehen von ihnen ein Gleiches gefordert. Und es bedarf keiner Sehergabe, um zu erkennen, daß die siegreiche Kriegs­entscheidung in einem so allumfassenden Kampf wie dem gegenwärtigen letzten En­des den Völkern sicher sein wird, die die in­nere Kraft aufbringen, sich in vollkommen­ster Form aus der „Masse Mensch" zu einer Summe von Persönlichkeit zu entfalten und zu einem festen Block von Wille, Tatkraft und Entschlossenheit zu werden!

eiuircliilk ?rogrsmm äer kombinierten bloräbrenner

k/ns „k/it/Ü5tu/ig5botrc/ia/t" — kng/onc/§ 5ofgs um c/c>§ ?/ogfomm von dosob/onco

Drahtbericht unserer Berliner Schrittleitung

är. >v. scü. Berlin, 24. April. Wenn Roose- velt und seine jüdischen Agitatoren schreien, kann Churchill allein nicht schweigen. Dieser gehorsame „Adjutant" des Gangsters von Rewyork, hat sich beeilt, seinem gequälten Herzen und seinem verletzten Menschlichkeits­empfinden Luft zu schaffen, weil die Ja­paner es gewagt haben „Christian Soldiers", die des Kindermordes überführt wurden, der gerechten Strafe zuzuführen. Es gehört schon eine abgrundtief gemeine Verlogenheit und ein einzigartig dickes Fell dazu, wenn aus­gerechnet der alte Gauner Churchill im Zu­sammenhang mit dem Mordbrennertum der britischen und amerikanischen Vombenflieger in Entrüstung machen will. Die Tatsachen und erschütternden Aeußerungen können doch einfach nicht mehr aus der geschichtlichen Wirklichkeit gestrichen werden, nach denen Churchill in vorderster Linie als intellek­tueller Urheber des organisierten Mordbren- nertums erscheint, so hätte er in seinem Le­ben unzählige Male Gelegenheit gehabt, seine Stimme zu erheben und entsprechend zu handeln.

Als England im ersten Weltkrieg daran ging, entgegen allen Regeln des Völkerrech­tes deutsche Frauen, Kinder und Greise aus­zuhungern, als in diesem Krieg die Hunger­blockade sogar auf die Kolonie eines frühe­ren Verbündten ausgedehnt wurde, als in Französisch-Somali-Land unter den Wir­

kungen der Hungerblockade die Menschen zu Zehntausenden umkamen, als gar im Walde von Katyn eines der grausigsten Verbrechen der Bolschewiften enthüllt wurde, da ver­nahm man aus Churchills Mund kein Ster­benswörtchen der Empörung. Nun wagt es dieser verbrecherische Heuchler, in einer Bot­schaft an den General Arnold, den Chef der USA.-Luftftreitkräste, seiner „Entrüstung" über die erbarmungslose Hinrichtung der amerikanischen Mordpiloten Ausdruck zu ge­ben. Er warte ungeduldig, so sagte er, auf den Tag. wo die britischen Mordbrenner ge­meinsam mit den gedungenen Mördern Roosevelts zum Angriff auf Tokio und an­dere japanische Städte fliegen könnten, um „diese grausame und gierige Nation" ihrer Macht zu berauben. Grausame und gierige Nation. — treffender hätte Churchill das Wesen des Britentumi nicht kennzeichnen können, wie es sich in den letzten drei Jahr­hunderten in der Welt ausgetobt hat. Die Konzentrationslager des Burenkrieges, die Inder, die vor britische Kanonenrohre ge­bunden und „in die Luft geblasen" wurden, die Greuel, mit denen die Inder unterdrückt wurden, als sie nach dem ersten Weltkriog auf die Einlösung des Versprechens der Frei­heit drängten — das sind nur einzelne Hin­weise auf markante Stationen des Weges, den die Briten seit Jahrhunderten als „grausame und gierige Nation" eingeschla­gen haben, „um der Welt und der Mensch­heit Schaden zuzufügen". Wenn Churchill für

seine Mordbrennerpiloten eine Aufgabe in Anspruch nimmt, die „bis zum Ende von den kombinierten Streitkräften durchgeführt werden muß", so wollen wir im Bewußt­sein unserer Kraft und unseres reinen Ge­wissens mit Ruhe abwarten, wie dieses Ende aussehen wird und welches Schicksal an die­sem Ende die Verantwortlichen des Mord- brennertums, des Kindermordes und auch des Verbrechens von Katyn treffen wird.

Dem Aufschrei Churchills kommt im übri­gen über die widerliche pseudomoralische Seite hinaus auch noch eine gewisse politische Bedeutung zu. Es ist in den Vereinigten Staaten böse vermerkt worden, daß Churchill für den Zeitpunkt, an dem in Europa der Sieg errungen sein sollte, die Demobilisation des größten Teiles der britischen Streitkräfte in Aussicht stellte. So habe man, wurde hier­zu von Yankeeseite gesagt, in Lasablanca nicht gewettet, als man sich dort auf Hitler als den Feind Nummer 1 geeinigt und den Kampf gegen Japan in die zweite Linie ge­stellt habe. Die strikte Jnnehaltung des Pro­gramms von Casablanca erscheint aber für England geradezu als eine Frage auf Le­ben und Tod, denn das Hemd ist auch Churchill näher als der Rock. Sobald nun entweder durch militärische Ereignisse oder durch eine künstlich aufgepeitschte Erregung das amerikanische Interesse wieder stärker nach der pazifischen Seite gelenkt wird, be-

(Fortsetzung auf Seite 2)

Diese Entwicklung ganzer Völker hoch hin­aus über die Gedankenlosigkeit des früheren Massendasrins ist mit eines der revolutio­närsten Ereignisse unserer Zeit, das weit über den Krieg hinaus seine Wirkung haben wird, weil es die Stellung der Nationen im Weltbilde von Grund auf ändert.

Denn nur in den Formen, nicht im Kern hatte sich das Leben der Völker bisher von der Welt des Mittelalters und der des Absolutismus entfernt. An die Stelle der Büttel des Doudezfürsten waren die mil­deren, aber wirksameren Formen aeistesver- wirrender Agitation getreten, an die Stelle der Kanzel die Rednertribüne, an die Stelle des Hexenaberglaubens demokratischer Mas- senwahn und an die Stelle des sichtbaren Fürstengeschlechts der nicht so deutlich er­kennbare Jude! Aber die Teilnahme der Nationen an ihrem ureigensten Schicksal war und blieb ein Trugbild! An die Stelle der sichtbaren war eine unsichtbare, an denPlatz einer unnationalen eine internationale Hee- schaft getreten.

Zwar haben die Völker in wachsendem Maße einen Platz im kriegerischen und im Frisdensgefchehen eingenommen, weil die größeren Dimensionen aller Ereignisse und Entwicklungen die Beteiligung der Millio-

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nenmassen erheischten — aber der wirk­liche Eintritt der Völker in die Weltgeschichte hat erst in unserer Zeit begonnen, seit in Europa Revolutionen emporwuchsen, die an die Wurzel der Dinge rührten, die aus Massen handelnde Nationen. Träger millionenfacher Willenskraft und Entschlossenheit werden ließen. Erst seitdem beginnt die alte Welt wahrhaft zu stürzen und eine neue aufzuerstehen.

Die alte Welt: sie ist die Welt jener un­natürlichen Gegensätze, die wir einst als Erafschaftsgrenzen und später als „Klassen" bezeichneten, eine Welt nationaler Zwie­tracht und internationaler Verflechtung, der Reibungen zwischen dem Zusammengehöri­gen und der künstlichen Bindung des sich Fremden. In dieser Welt herrscht der Zwei­fel, ob die Verschiedenheiten innerhalb eines Volkes nicht etwa stärker seien als die Ge­meinsamkeit des Blutes, der Vergangenheit und der Leiensumstände. Der Blasbala ver­wirrender Parolen, zersetzender Politik war und ist am Werke, um dem instinktiven Stre­ben der Menschen zur natürlichen Ordnung entgegenzuwirken, ja, Kriege wurden und werden entfesselt, wenn sich die Gefahr er­hebt, daß ein Volk oder gar ein Kontinent selbstbewußt über alle Trennungen hinweg das Gemeinsame sucht und findet.

Die Wege jener, die die alte Welt sich Un­tertan gemacht haben, sind verschieden, aber ihre Ziele sind die gleichen: für unsere mo­derne Zeit ist es der Begriff „Wallstreet", der die Absicht einer wirtschaftlichen Dikta­tur über den Erdball, einer Herrschaft über Rohstoffe und Arbeitskraft, über Leistung und Lebensstandard verkörpert, unter der Parole „Moskau" sehen wir das gleiche auf dem Wege politischen Umsturzes und bluti­ger Drohung angestrebt. Hinter beiden Prin­zipien aber steht — wie^bei allen großen Entwicklungen — nicht ein unbestimmtes „Schicksal", sondern ein ganz bestimmter Wille — ein Wille, verkörpert durch Men­schen von Fleisch und Blut, und in unserer modernen Zeit durch eine Rasse, die, ihrem Herrschaftsinstinkt folgend, sowohl das kapi­talistische wie auch das bolschewistische Sy­stem ausgedacht und entwickelt hat: das antinationale, weil internationale Juden­tum. Es ist an Zahl zu schwach, an eigener Leistung zu unfähig, um den offenen Kampf zu wagen. Es hat einst das feudale Zeit­alter gestürzt, indem es die Parole der De­mokratie. einer vorgetäuschten ..Volksherr­schaft". und den Bolschewismus, das Mord­regime unter dem Vorwand eines „Klassen- kampfes", ersann — und es hofft nun zu ernten, was es mit diesen Trugvorstellunqen unter den Völkern aesät bat. Es sitzt aui dem Felsen und lockt willenlose Massen mit Sire- nenklängen in die Strudel der geistigen Ver­wirrung, in die Abgründe des nationalen