!1,
l'j,
-nc,. ' ^
-
"st '-> V
'>»< »!«!.,
' > It..
-I
- ?l , °)i>.
Wsj,
> dir ^
>ke» MLih
A k-ü
IN:
'!
«iltz
«i.
j>!i! ' di-k.
»i
-»»
i?" diz,
"I-i^ -nd<
-.- '°!«s
->- "ew»
' >' !'
> i^!l lj
-ö. » >. . 11 1
>
: .-'-nr-
' r,.^,1
'N!
- <-s? . /--' ,ei, k- -'Y>!
-^i"
-' q
lriickt ^ . ' die ^ :«t ei» z -' !«D; ^ »lies ' ie gch
^fe-z, reden - all W
ldlhkN! s l Teitz nle slyh, ch dazu
Anilij > Card«
->« iaskin?' trolkned ) neigd
M.
--" -h,, dch! r- Ä len der!
eiederk a ks»«
siML!
«s»i '
^ ssl.
.-' 5 -, > ^ . . N'
-.. ^7
si.ilu
^ -- 'i:7
i"«'-
':5 "-1
- ,
„uk
»k
'
'j
' ni
's -'i ä" I
..i »1^.
?x'i: r ! -"
wdieKe K A r e/EÄ
ÄMÜI
ttliu
i, iidei« nit Uid Ltlsiliii rten i»
ISI
üisir. d «»>»" elzneL i >Isic>>^
srs»rl>'
! Xm d
» lli! '
... ?'-i
Nstr> li
vis«
reiöt»
»te» d Neb« ° »jed> '
!d Us
», .Wk itt.
hei«! en" «>?' NkM"l nea^'"!
i.SOl
lieb
iln«!,
»eii.^
w
M
l^ss«> l' zv,
^IS , iseb'-s' 5cb>"
''b.Ä
s'
"A
Szs
->t>^
j.e '
rE'
!l ^ ee-er>
e»
x.»
!k
^ eek
K
L
Erscheint 7mal wöchentlich
Msnntriezas 2,80 RM «inlchl Zustellgebühr; Postbezugrprei» monatUch S,SV RM (etnlchl. 80,1 Rpf P-stzeitungsgebührl zuzügl. <2 Npf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17272. Lnzel» genprelse und Aufnahmebedingungen lt. Preis- lift«. Sufnahmetermin« ohn« Derbindlichkett.
vremerWuny
GeschSftstz-llen;
Bremen: Teeren S/8, Ru, 2 ISS1. N-chtruf 0. sonntag- 2«7KS: Odernstr SS. Ru» 21SS1; Egke: Mühlendamm 2; Br-Hemelingen: Bahn« hofstratze «. Ecke Poststr.. Ruf «81 SS; vr.« vegefack: Rohrstr 2«, Ruf« -. 8: Br.-Blumen« thal: Rapt.-Dallmann-Str. «1/«3, Ruf 83 u. 89.
Parletaintkclie Layeszettung
vos Amtsblatt des legierenden vürgermeistcrs der §reien kiansestadt vremen
der NationalftizraMen. Vremens
flmtliches verkündungsbial» des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen
Nr. 112/ 1Z. Jahrgang
Vonnerstag, 22. flprU 194Z
kinzelpreis 15 Npf.
llie briliscke Hisäsrlsge in kurma virkl sied sus
Küc^5cii/og von snt5c/is,'c/snc/s5 ösc/sutun9 — Ä5atS9»5ci,s k/liiis/t c/s5 ?a/ctmöc^ts
Drahtbericht unserer Berliner Tchriftleitung
vr. v. sod. Berlin, 21. April. Im Londoner Nachrichtendienst erscheint heute das Eingeständnis der vollendeten und endgültigen Niederlage der Engländer in Burma. „Die britischen Truppen", so heiht es da, „zogen sich am Dienstag weiter aus die indische Grenze zurück. Sie gingen aus beiden Seiten des Meju-Flusses nach Norden vor. Der Feind hat jetzt in diesem Gebiet Artillerie konzentriert» mit der er den Flug beherrscht".
Man muh sich daran erinnern, mit welch großem Geschrei die britischen Agitatoren den Beginn der Offensive in Richtung auf Akyab begleitet haben. Da wurde es bereits als eine Selbstverständlichkeit angesehen, daß die Japaner in absehbarer Zeit aus Burma verjagt sein würden. Die Landoerbindung mit Tschungking-China werde, so verkündete man, bald wieder hergestellt sein, und dann werde sich auch nn Fernen Osten alles, alles wenden. Doch was sind Hoffnungen, was Entwürfe (!). Die Japaner, die bei Beginn der britischen Winteroffensive kampflos einiges Gelände preisgegeben hatten, das nicht zur Verteidigung geeignet war, stehen heute wieder in der gleichen bedrohlichen Nähe der indischen Grenze wie vor dem Beginn des Winters. Daß die Briten sich größere operative Ziele gesteckt hatten, konnte man aus den zahlreichen Luftangriffen erkennen, die gleichzeitig mit den Bewegungen von Land- und Seestreitkräften in Richtung auf Akyab durchgeführt wurden. Erst als sich erwies, daß der japanische Widerstand viel stärker
war als man erwartet hatte, wurden dem Fuchs die Trauben zu sauer, und mit der Erklärung, daß eine erfolgreiche Offensive in Burma eine größere Zahl von Streitkräften erfordere, wurde die Oeffentlichkeit auf den Rückschlag vorbereitet, der jetzt eingetreten ist.
Das Geständnis der Niederlage ist den Briten wohl durch die Tatsache etwas erleichtert worden, daß jetzt auch die Amerikaner die Pflöcke ihrer prahlerischen Ankündigungen wesentlich zurückstecken mußten. Als die Amerikaner im Raum der Salomonen- Jnseln einige taktische Vorteile zu erringen vermochten, wobei sie in Wirklichkeit zum Opfer einer sehr geschickten japanischen Ab- nützungs- und Ausblutungsstrategie geworden waren, da glaubten sie auch schon in der Weltöffentlichkeit den Eindruck hervorrufen zu können, daß sie das Gesetz des Handelns an sich gerissen hätten und endgültig zur Offensive übergegangen seien. Heute sieht gerade auch nach maßgeblichen amerikanischen und australischen Darstellungen das^Bild wieder ganz anders aus. In den Vereinigten Staaten selbst hat sich der zur Zeit dort befindliche Außenminister Evatt zu alarmierenden Hilferufen veranlaßt gesehen. In Australien hatte man sich zwar notgedrungen vorerst mit der These von Ca- sablanca abfinden wollen, nach der Deutschland als der gefährlichste Gegner zunächst niedergerungen werden müsse und daß dann Japan an die Reihe kommen werde. Man hatte dabei aber immerhin mit der Wahrscheinlichkeit gerechnet, daß britische Schläge von Burma her und amerikanische Angriffe
im siidwestpazifischen Raum es verhindern würden, daß Japan in dem gewonnenen gewaltigen weiten Raum sich ungestört vollkommen konsolidierte und unangreifbar mache. Der Zusammenbruch sowohl der britischen wie der amerikanischen Unternehmungen hat nunmehr in Australien geradezu eine Panikstimmung ausgelöst.
Heute will es der Außenminister Evatt nicht mehr wahrhaben, daß die These von Casablanca die richtige Strategie darstelle. „Eine bedeutend größere Gefahr droht von Japan". Evatt kündigte eine beginnende Auflehnung gegen die politische Strategie von London und Washington an. „Wenn diese zwangsläufig eine weitere Konsolidierung der japanischen Gewinne und «ine weitere Ausbreitung der japanischen Herrschaft innerhalb der jetzt besetzten reichen Gebiete mit sich bringen würde". Auf der gleichen Linie liegt die Warnung des australischen Ministers Bruce, der dieser Tage sagte, daß die kritische Stimmung in Australien zunehme, weil man in England und in den Vereinigten Staaten das ungeheure Ausmaß der japanischen Gefahr nicht zu erkennen vermöge. Zwar will Roosevelts erster Prahlhans, der Marinesekretär Knox, über all das mit einer lässigen Handbewegung hinweggehen — die Japaner seien gar nicht in der Lage, eine Invasion in Australien zu starten — aber die Militärs sind da doch wesentlich skeptischer und besorgter. In MacArthurs Hauptquartier mußte der Sprecher zugeben, (Fortsetzung auf Seite 2j
Harte «smpke eülUick von AoivoroeÄjsk
91 5ovv/sti/ugrsugs otigsLckoLrsn — §to/4s5 t>f/tk§c/isf K/Ms gsgsn c/is tunsris^is 5l)c/1/ont
Aus dem Führerhauptquartier, 21. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Auch gestern kam es südlich Naiv o r o s s i j s k zu harten Kämpfen. Die Luftwaffe schoß hier 91 Sowjetflugzeuge bei zwei eigenen Verlusten ab. Leick^e deutsche See- streitkräfte versenkten bei der Bekämpfung des sowjetischen Nachschubs drei mit Munition belabene Prähme. An der übrigen Ostfront verlief der Tag ruhig. In der Nacht zum 20. 4. traten starke britische Kräfte nach mehrstündiger heftiger Artillerievorbereitung zum Angiff gegen die deutsch-italienischen Stellungen an der tunesischen Südfront an. Der Feind wurde in schweren Kämpfen, die zur Zeit noch andauern, blutig abgewiesen. Oertliche Einbrüche konnten durch Gegenangriffe wieder bereinigt werden. Feindliche Bombenflugzeuge griffen in der vergangenen Nacht T i l s i t an und verursachten Eebäudeschäden. Die Bevölkerung hatte Per- luste. Terrorangriffe britischer Bomber richteten sich gegen Stettin und Rostock. Bombeneinschläge in Wohnvierteln und Krankenhäusern verursachten Verluste unter der Bevölkerung und zum Teil erhebliche Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe schössen nach den bisherigen Feststellungen 30 der angreifenden feindlichen Bombenflugzeuge ab. Ein weiteres wurde an der Kanalküste zum Absturz gebracht."
Im Raum südlich Noworossijsk hielten Dienstag die Kämpfe mit unverminderter Härte an. Bei auf breiter Front zusammenhanglos geführten Vorstößen erlitt der Feind sehr hohe Verluste. An den übrigen Abschnitten des östlichen Kriegsschauplatzes fanden keine nennenswerten Kampfhandlungen statt. Die Witterung hat sich im Osten allenthalben wesentlich gebessert. Das warme, sonnige Wetter wurde nur stellenweise von Regenschauern und Frllh- lingsgewittern unterbrochen. Im Süden stieg das Thermometer bereits auf plus 2b Grad. Straßen, Woge und Gelände trocknen langsam ab und werden für die Bewegung und Versorgung der Truppen wieder gangbar. Im Zusammenwirken mit den Verbänden des Heeres führte auch die Luftwaffe mit Kampf- und Sturzkampfgeschwadern schwere Schläge gegen sowjetische Be
reitschaftsstellungen, Infanterie- und Panzeransammlungen bei Noworvssijsk. Der Versuch der sowjetischen Luftwaffe, unsere Flugzeuge von ihren Zielen abzudrängen, wurde von den begleitenden Jagdfliegern vereitelt und führte zu heftigen Luftkämpfen, in denen auch Schlachtflieger bei der Abwehr angreifender Jäger gute Erfolge hatten. Mit dem Abschuß der im Wehrmachtsbericht gemeldeten 91 sowjetischen Flugzeuge erhöht sich die Gesamtzahl der feindlichen Verluste an der Ostfront auf 103 bei vier eigenen Verlusten.
Heuer kinmecker l-uttsisy
Helsinki, 21. April. Das Staatliche Jnfor- mationsamt gibt folgende Sondermel- dung bekannt: Am Mittwochmorgen stießen unsere Jagdflugzeuge bei der Insel Seiskari
wieder auf einen größeren feindlichen Luftverband von 35 Flugzeugen. In dem sich entwickelnden heftigen Luftkampf wurden elf Flugzeuge vom Typ JAK. 1, vier Lagg 3 und vier Lagg 5,' zusammen 19 Flugzeuge, abgeschBsen. Gleichzeitig wurden von unseren Kampfflugzeugen vor Kotka von drei feindlichen Bombern Pea 2 einer zum Absturz gebracht. In den letzten vier Tagen hat somit die feindliche Luftwaffe an der finnischen Front 46 Flugzeuge verloren. Davon wurden 43 von finnischen Jagdfliegern abgeschossen und drei von der Marineluftabwehr zum Absturz gebracht. Außerdem wurden zahlreiche feindliche Maschinen beschädigt. Von dem Kampf am Mittwoch kehrten zwei finnische Flugzeuge nicht an ihre Stützpunkte zurück.
4
DEN---»
Oeutscke 8 cknellboots greifen an. „Oeutscbe Lcknsllbooie versenkten in unmittelbarer bläke ckes engliscken Hakens ?almc>utk einen britiseken Zerstörer unck einen tiekbs- iackenen Tanker von 4000 Ml.' Diese unck sknlicks Ivlelckungen sincl okt im Seriekt ckes OKW. entkalten unck geben Leugnis von ckem 8 cknsiä unck Angriffsgeist unserer 8 cknellboots. ^ 1 —l'T- Aeioknuus Lrisssbeiioktsr ^riscksi.
Dtik- / Litt sm-ies §eLü Laeiee 2eit
Wir leben nicht in einer Zeit der Worte, sondern in einer Zeit, in der Taten allein die ganze Entscheidung tragen. Wir haben gelernt, auf jedes Wort zuviel zu verzichten und es gehört zu unserer Haltung, die uns allein befähigt, mit starken Herzen den Kampf auf Leben und Tod zu bestehen, daß wir über vieles schweigen, was dieser Krieg uns an kleinen und großen Opfern und Schmerzen abverlangt. In schweigendem Jn- grimtn beißen wir auch die Zähne zusammen, wenn die fliegenden Mordbrenner und Meuchelmörder mit ihren Bomben eine Stadt verwüstet und Frauen und Kinder getötet haben. Aus diesem Schweigen aber wächst der unbändige Wille, daß dies alles gerächt werde und nichts in diesem Kriege, kein Opfer und kein Schmerz, einmal vergebens und ohne Erfüllung gewesen fei?
So gehört Schweigen zu der Haltung, die diese harte Zeit von uns verlangt. In einem anderen unmittelbaren Sinne aber noch ist das Schweigen ein ernstes Gebot der Zeit: daß wir nicht mit unvorsichtigen und unbedachten Worten dem Feind nutzen und unseren Schicksalskampf gefährden und nicht etwa selber dazu beitragen, daß der fliegende Tod vermeintliche oder tatsächliche Ziele mit seinen Bomben belegt oder an der Front deutsche Soldaten mit ihrem Leben dafür büßen müssen, weil in der Heimat jemand ein unbedachtes Wort gesprochen hat, wo Schweigen seine Pflicht gewesen wäre!
Lllglsmls kslläskpolitkcks MIsge
05^.-V^ö/i5ung5vo//mocktsn olins 6o/c/k/cru5s/
ckr. wt. Berlin, 21. April. Der amerikanische Kongreß ist gegenwärtig dabei, die Währungsvollmachten des Präsidenten Roo- sevelt zu verlängern. Die Verlängerung muß bis zum 30. Juni erfolgen. In diesen Währungsvollmachten ist eine Goldklausel enthalten, die dem Präsidenten das Recht gibt, den Goldgehalt des Dollars herabzusetzen. Von dieser Möglichkeit hat Roosevelt bisher keinen Gebrauch gemacht, sein Finanzminister Morgenthau hat aber erklärt, man brauche die Goldklausel, weil sie ein gutes Kampfmittel namentlich gegen England sei, um die amerikanische wirtschaftliche Position zu bessern oder aber die Positionen anderer Staaten zu unterminieren. Zur allgemeinen Ueberraschung hat der Bankausschuß des Senats die Goldklausel gestrichen; der Senat hat die Währungsvollmachten ohne das Abwertungsrecht angenommen. Roosevelt wird selbstverständlich alle Hebel in Bewegung setzen, um den Kongreß dahin zu bringen, das Gesetz in seiner letzten Fassung wiederherzustellen.
Die Engländer betrachten mit großer Spannung diesen Streit. Sie haben aber nicht die mindeste Veranlassung, sich über die Streichung der Goldklausel zu freuen, weil erstens
noch nicht feststeht, ob es dabei endgültig l hat in diesem Kriege enorme Wohlstandsbleiben wird und weil zweitens ihre Not- verluste erlitten, es muß sogar zugeben, daß läge, wie die englische Zeitschrift „Anglo- seine Wohlstandsquellen zum allergrößten American News" schreibt, „einzigartig'' ist. I Teil verschuldet sind. Unter diesen Umstän- Schon Mister Cripps hat vor einigen Tagen.
Es wäre freilich menschlich begreiflich, wenn der oder jener in der Freude und in dem Stolz über das, was er an seinem alten oder neuen Arbeitsplatz, in dem Werk oder dem Rüstungsbetrieb, sieht oder auch nur vermutet und woran er mitarbeiten und mit- schaffen darf, einmal eine Bemerkung der Zuversicht oder der Befriedigung oder des bewundernden Stolzes fallen ließe. Aber es darf nicht sein, denn selbst, wenn die einzelne Bemerkung an sich noch nichts verriete, so könnte sie doch irgendwo ein Ohr, das für den Feind hört, erreichen, den Feind aufmerksam machen, und aus der Vielzahl der scheinbar belanglosen Bemerkungen könnte sich dem Feinde ein Wissen erschließen, das über die Front oder übe^: die Heimat schwere Gefahren zu bringen vermag.
Darum gilt für uns alle die Haltung und das Vorbild des Soldaten, der seinen so bitterschweren Kampf kämpft und seinen Einsatz leistet, ohne hinterher viel Worte darüber zu verlieren. Er hat es gelernt, daß man seine Pflicht schweigend erfüllt, daß der ein-
mit Worten, 8onüern mit ?sten Iskt un8 keute und in 2uknnkt un8ere unwandelbare ?reus ruin kübrer und un8eren ent8ckIo88enen Willen rur Mitarbeit an 8einem Zroüen Werk bekunden.
Hermann Löring.
erklärt, daß England 75 v. H. seines Außenhandels in diesem Kriege verloren habe. Die lachenden Erben sind die Amerikaner, „Anglo-American News" hebt jetzt die große Abhängigkeit Englands vom Welthandel hervor. Der Handel habe den Wohlstand Englands in der Vergangenheit aufgebaut. 93 v. H. der arbeitenden englischen Bevölkerung seien vom Export abhängig. Rund 25 v. H. seiner Einfuhr habe England früher mit den Zinsen seines im Ausland arbeitenden Kapitals bezahlen können. Heute sei seine Notlage einzigartig, während Amerika alles habe, was es benötige.
Die Amerikaner werden derartige trübselige Betrachtungen mit unverkennbarer Freude registrieren. Ihnen kommt es daraus an, den englischen Außenhandel restlos zu zerschlagen. Darum haben sie auch die Goldklausel in die Währungsvollmachten Roosevelts hineingenommen, die, wenn nötig, den Wert des Dollars senken soll, um Amerikas Außenhan'dölsposition zu stärken. England
den sind die Amerikaner so stark geworden, daß sie auch ohne das Kampfmittel der möglichen Abwertung die Engländer auf dem Gebiete des Außenhandels glatt an die Wand drücken können. Das rechte Wort in dieser Beziehung soll nach dem Kriege gesprochen werden. Vor der dann einsetzenden Entscheidung bebt und zittert man heute schon in England.
Inzwischen hat der H au sh a l,t s a u s- s chuß des USA.-Repräsentantenhauses einstimmig den durch den Senat eingebrachten Gesetzentwurf abgelehnt, durch den die Vollmachten des Präsidenten zur Kontrolle über den Stabilisierungsfonds von 2000 Millionen Dollar um zwei Jahre verlängert werden sollten. Der Ausschuß erörterte zahlreiche Zusätze und Abänderungsvorschläge zu dem Gesetzentwurf, die sämtlich darauf hinausgingen. die Anwendungsmöglichkeiten des Fonds einzuschränken. Es kam jedoch-zu keiner Einigung, so daß sich der Ausschuß schließlich vertagte.
llss kolniscke Kote kreur ruin ^ssoemnorä in kstM
Osr ^sntro/ousscliuö irsr/clitst an c/sn ?rö5/c/sntsn c/s§ /ntsrnot/ono/sn Kom/tssL in 6sn1 üdsr c//s ?4orc/tat
Warschau, 21. April. Nunmehr hat auch der Zentralausschuß des Polnischen Roten Kreuzes zum Massenmord von Katyn Stellung genommen und folgendes Schreiben an den Präsidenten des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Genf gerichtet: „Angesichts seiner Wicht, im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten zur Aufklärung des schmerzlichen Falles von Smo- lensk beizutragen, beehrt sich das Polnische Rote Kreuz. Ihnen den Inhalt des Berichts unseres Generalsekretärs zur Kenntnis zu bringen, der sich an der Spitze des technischen Ausschusses unseres Informationsbüros befindet. Herr Skarzynski stellte folgendes fest:
1. In der Umgebung von Tmolensk befinden sich in einem mit Katyn bezeichneten Ort die Massengräber polnischer Offiziere, die zum Teil geöffnet sind.
2. Auf Grund der Untersuchung von ungefähr 300 ausgegrabenen Leichen läßt sich feststellen, daß diese. Offiziere durch Pistolenschüsse in das Genick ermordet worden sind, aus der typischen Gleichförmigkeit der Wunden muß auf Ermordung durch fachlich geschulte Henker geschlossen werden.
3. Der Mord trägt nicht die Züge eines Raubmordes: die Toten sind noch mit Uniformen, Stiefeln, bekleidet und tragen noch Auszeichnungen, außerdem finden sich bei den Ermordeten erhebliche Beträge polnischen Geldes.
4. Aus den bei den Leichen vorgefundenen Papieren und Urkunden muß geschlossen werden, daß der Mord ungefähr in den Monaten März bis April 1940 stattgefunden hat.
5. Bis jetzt konnte lediglich eine beschränkte Anzahl von Leichen (ungefähr 150) identifiziert werden.
6. Zur Identifizierung und Registrierung aller Ermordeten wäre es zweckmäßig, die nach Smolensk entsandte technische Mannschaft des Polnischen Roten Kreuzes um fünf bis sechs Personen zu verstärken.
7. Die Arbeiten des technischen Ausschusses können nur in enger Zusammenarbeit mit denen der zuständigen örtlichen deutschen Militärbehörden weitergeführt und gefördert werden.
8. Unser technischer Ausschuß erfreut sich in seiner Tätigkeit seitens der deutschen Militärbehörden einer sehr verbindlichen Unterstützung und Mitarbeit.
Auf Grund des im vorstehenden Bericht enthaltenen Tatbestandes und unter Bezug- t nähme auf Artikel 4, Lit. D. E. H. der
Satzung des Internationalen Ausschusses des Roten Kreuzes (28. August 1930) bitten wir Sie. Herr Präsident, alle Schritte und Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, die in der Satzung des Internationalen Ausschusses vorgesehen sind und für die der Ausschuß auf Grund der internationalen Abkommen zuständig ist. Polnisches Rotes Kreuz Zentralausschuß W. Lacher. Präsident: Dr. W. Eorczycki, Direktor.
AiilmsHslnÄiSll m
Drahtbericht unteres Vertreter»
. c> sck. Bern, 21. April. Die Wut der Sowjets über die Demaskierung des Bolschewismus als Mordpest durch die Enthüllungen von Katyn äußert sich hauptsächlich in weiteren Angriffen auf die polnische Exilregierung in London. Zwischen den Zeilen
zelne hinter die Tat zurücktritt, und daß auch der Stolz und die Genugtuung über Erfolge nicht nach lauten Worten der Befriedigung oder der Anerkennung durch die anderen verlangen. Vor dem großen Schicksal wird der Mensch still, und Schweigen gehört zur Haltung in unserer Zeit, — in jeder Beziehung!
Diejenigen aber, die sich einfach aus dümmlicher Angeberei, aus einer törichten Wichtigtuerei oder einem unheilvollen Dränge nur ihrem vermeintlichen Wissen hervortun, sind weit gefährlicher als die Meckerer! Wie wir die Meckerer zum Schweigen gebracht haben, so wird jeder seiner Pflicht Bewußte auch dem leichtfertigen Schwätzer Einhalt gebieten und ihm den Mund schließen. Denn die Redseligen gehören, so wenige es ihrer auch nur geben mag, wahrhaftig nicht zu je, nein Typus des deutschen Menschen, dessen die schwere , Zeit bedarf, damif wir sie bestehen. Sie gefährden aus Leichtsinn oder Dummheit unseren Kamps, darum werden wir sie das Schweigen lehren!
Wir haben es gelernt, unseren Stolz, unsere Zuversicht und unseren Glauben ebenso wie unseren Schmerz, unsere Trauer, unseren Haß und unseren Ingrimm schweigend zu tragen. Wir wissen, daß wir stark und hart genug geworden sind und die große und tapfere Haltung haben, statt überflüssige Worte zu machen, alle Taten zu vollbringen, die die Zeit von uns verlangt. So soll und muß es sein, daß wir alle unsere Pflicht in schweigendem Stolz, in schweigendem Haß und in schweigendem Gehorsam erfüllen. X.
kann man den Vorwurf an die britische Regierung lesen, diesen von ihr hochgepäppelten Emigrantenverein nicht besser an der Kandare zu halten. Die sowjetische Taß- Agentur erklärt jetzt, der heftige Angriff der Moskauer „Prawda" gegen die polnischen Emigranten in London entspreche völlig der Ansicht der führenden sowjejtischen Kreise. Die Taß-Agentur versteigt sich sogar zu der lächerlichen Behauptung, die „gegen die Sowjetunion gerichtete Kampagne" lasse nur die Annahme von „Vereinbarungen zwischen den deutschen und den prohitlerischen Elementen in den Kreisen der polnischen Exilregierung" zu. Damit bezeugt sie, daß sich die Moskauer Machthaber unter dem Ein- b.ruck ihrer grauenhaften Verbrechen auf die zivilisierte Menschheit in ihrer Haut gerade nicht wohl fühlen. Nicht minder aufschlußreich ist es, daß die Sowjets ihre ganze Raserei gegen die „schwächste Stelle", nämlich dre polniichen Emigranten in London, richten. Eine sachliche Widerlegung des Vlut- zcugnlssrs von Katyn ist ihnen eben nicht möglich.