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Dos Amtsblatt des Negierenden vürgermeistcrs der Zre'^n Hansestadt vremen
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der tlatConalfo3iali[tßn Bremens
Amtliches verkündungsdiatt des Ncichsstatthalters in llldendurg und IZremen
7lr. 110 , 13. Jahrgang
Vienstag. 20. flpril 1943
kinzelpreis 15 Npf.
Führer-Geburtstag - Tag der Huldigung
Die Rüstung der Herzen
Von Reichspressechef Dr. Otto Dietrich
Je schwerer ein Volk vom Schicksal geprüft wird, um so härter wird es, härter in seiner Widerstandskraft, härter in seiner Entschlossenheit, härter aber auch in seinem Denken. Die Fähigkeit, ein im Frieden verweichlichtes und den Bedingungen des Kampfes entwöhntes Denken den harten Notwendigkeiten'des Krieges wieder anzupuffen, ist für die Haltung einer Natiün, die unversehens in einen Kampf auf Leben und Tod gestellt ist, von größter Bedeutung. Denn , das Denken ist nicht nur die Grundlage unseres Handelns, sondern auch das Regulativ unserer Empfindungen gegenüber plötzlich hereinbrechenden Ereignissen. Diese Ereignisse wirken auf uns in dem Maße, in dem sie vom uns erwartet werden, d. h. in dem Maße, in-dem wir ihnen gegenüber geistig gerüstet sind. Unsere Kraft, ihnen Widerstand zu leisten, hängt ab von der Erkenntnis ihrer Unvermeidbarkeit und unserer Stärke, sie zu meistern, von der Bereitschaft, mit der wir ihnen entgegentreten.
Wer das Leben nur noch von der Warte eines bequemen und gesicherten bürgerlichen Daseins zu sehen vermag, läuft Gefahr, von den kompromißlosen Anforderungen des totalen Krieges erschüttert zu werden. Wer den erbarmungslosen Daseinskampf unserer Zeit nur durch die Brille eines paradiesischen Friedenszustandes zu. sehen imstande ist und den Krieg nur an den schönen Wunschbildern seiner, Träume abmißt, der wird ihn leicht als unerträglich empfinden. Wer aber das Leben mit gesundem Wirklichkeitssinn ansieht, und seine natürlichen Gegebenheiten im klaren Licht der Geschichte betrachtet, der wird sich leichter von der weichen Lebensgewöhnung des Friedens auf die schonungslose Härte des Krieges umstellen, der wird ohne Vorbehalt auf den Boden einer harten Gegenwart treten und sich mit einer solchen Haltung eine bessere Zukunft erkämpfen.
Wer die Lehre begreift, die uns die Geschichte der Menschen darbietet, wer der Tatsache ins Gesicht sieht, daß im Leben der Volker bisher der Friede stets nur die schöne Frucht des Krieges gewesen ist, der weiß auch, daß.Kultur und Zivilisation. Reichtum und Ruhe nur aus härtestem Einsatz erwuchsen, daß ihr Besitz mit dem Leben verteidigt und im Kampf immer wieder neu errungen werden muß.
Im Frieden sehen wir meist nur die Vorteile emes kultivierten Lebens. Im Kriege aber zeigen sich auch die Schattenseiten des menschlichen Fortschritts und der Zivilisation. Völker, die sich „in ihren Lebensgewohnheiten zu weit von den natürlichen Bedingungen ihres Daseins entfernen, haben es im Kriege unendlich viel schwerer als jene, die hart geblieben sind im Ertragen von Schicksalsschlägen.
Es ist eine Paradoxie der menschlichen,Entwicklung, daß jede Kultur, je seiner sie sich ausbildet und je höher sie aufsteigt, bestrebt ist. die Grundlagen ihres eigenen Werdens und Bestehens zu schwächen und zu zerstören: — die kämpferische Kraft, von der sie ihren Ursprung nahm, die unbedingte Einsatzbereitschaft, die sie emporblühen ließ, und die Fähigkeit, mit Härte und Rücksichtslosigkeit ihren Bedrohern entgegenzutreten,
— eine Haltung, durch die sie allein gesichert werden kann.
Deshalb verlieren Völker, die inmitten ihres Kulturreichtums nicht mehr die Kraft finden, hart zu sein und ohne Bedenken für ihren Bestand zu fechten nach den ewigen und mitleidlosen Gesetzen der Natur mit ihrer Freiheit auch ihren Wohlstand, ihre Zivilisation und endlich auch ihre Kultur, die sie durch die Ablehnung der Gewalt ja gerade zu erhalten bestrebt waren.
Ohne Kraft ist kein Leben und ohne Härte keine Kultur! Nur ein Volk, das beides, innere Kultur und äußere Kraft besitzt, ein Volk, das Künder und Kämpfer, Schaffende und Schützende, Künstler und Krieger m Harmonie in sich vereint, ist gefeit gegen alle Verlockungen der Weichheit und gewappnet gegen alle Schrecken des Krieges. Der totale Krieg erfordert den totalen Menschen! Nur einem Volk, das solche Menschen sein eigen nennt, wird heute, in einer Zeit härtester Prüfungen, der Lorbeer des Sieges winken.
In der Gestalt des Führers sehen wir die Eigenschaften verkörpert, die uns befähigen, allen Stürmen dieses Krieges zu trotzen und das Schicksal zu meistern.
Das Leben des Führers hat von frühester Jugend bis zum heutigen Tage nur härteste Prüfungen und schwerste Entscheidungen gekannt. Niemals ist ihm etwas ohne Wagnis und Kampf, nichts ohne kühne Entschlossenheit und persönlichen Einsatz geschenkt morden. An Widerständen entfalteten sich stets seine Kräfte, und Rückschläge 'wurden ihm zum Ausgangspunkt neuer Erfolge.
Als das Leben ihn zwang, auf den Traum seiner Jugend, Architekt zu werden, zu verzichten, und statt dessen sich als Bauarbeiter sein Brot zu verdienen, „da setzte er mit der Erkenntnis des nationalen Sozialismus die Grundsteine seines Aufstiegs. Weil er sich dem Verrat nicht beugen wollte, wurde er im Jahre 1918 Politiker, um da^ Reich wieder zu der Größe emporzuführen, an die er unerschütterlich glaubt. Als 1923 der erste Versuch der nationalsozialistischen Erhebung am der Feldherrnhalle' zusammenbrach und alles verloren schien, da gab er sein Ziel nicht etwa auf, sondern begann nun erst recht und nur noch entschlossener den Kampf. Und als dann im Jahre 1932 der schon zum Greifen nahe Sieg aufs neue in weite Ferne entschwand, da war es wieder der Führer, der an den Widerständen wuchs, die Bewegung emporriß und sie dann doch in das Jahr des Sieges hineinfllhrte.
Die gleiche Stärke zeigte er auch als Baumeister des Großdeutschen Reiches. In jenen sechs Friedensjahren, in denen seine künstlerische Schaffenskraft auch alle Zweige der Kultur auf das schönste erblühen läßt, steht er politisch immer wieder vor kritischen Situationen, die sein ganzes Werk zu gefährden drohen. Aber stets diktieren kühner Wagemut und grenzenloses Vertrauen zu seinem Volke seine schweren Entscheidungen,
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Der Führer besichtigt ein Rüstungswerk
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.Taten sollen unsereTreue bekunden!
Aufruf des Reichsmarschalls zum Geburtstag des Führers
Berlin, 20. April. Zum Geburtstag des Führers hat Reichsmarschall Göring den nachfolgenden Aufruf erlassen:
„Deutsche Volksgenossen! Heißen und bewegten Herzens bringt das ganze deutsche Volk heute dem Führer seine Glückwünsche dar. Für ihn und sein Werk erfleht es in schwerer Kriegszeit den Schutz und Segen des Allmächtigen. Möge ein gütiges Geschick dem Führer auch im kommenden Lebensjahr Kraft und Gesundheit erhalten.
In der starken Hand des Führers ruht das deutsche Schicksal. Welch unbeugsame Kraft von ihm ausgeht, hat sich in den vergangenen Wintermonaten aufs neue erwiesen. Unter brutalster Aufbietung ungeheurer Massen haben die Bolschewisten die deutsche Front zu überrennen und das Tor zum Reich zu sprengen versucht. Der Geist und der Wille des Führers aber durchglühten die heldenhaft ringende deutsche Wehrmacht und führten sie aus opfervoller Verteidigung wieder zu kühnem, siegreichen Angriff. Nicht an leicht errungenen- Erfolgen wertet die Geschichte die Größe eines Mannes. Höchsten unvergänglichen Ruhm schenkt sie nur dem, der auch in gefahrvollster Stunde mit tapferem. Herzen ausharrt, sich niemals beugt und allen feindlichen Gewalten trotzt. Im gigantischen Ringen mit tausendfachen Widerständen erfüllt unser Führer seine Zeit als Befreier des Vaterlandes und als Retter der abendländischen Kultur.
Seit Jahrzehnten ist das Leben des Führers angespanntester Dienst für Volk und Reich. Das haben wir alle niemals stärker und unmittelbarer empfunden als in diesen kampferfüllten Jahren. Er gönnt sich keine ftuhe, auf ihm lastet eine fast übermenschliche Ar
beitsbürde. Seine schlichte soldatische Haltung und seine rastlose, zu jedem Opfer bereite Pflichterfüllung bieten uns allen ein leuchtendes Vorbild. Wir eifern ihm nach, heute mehr denn je. Denn es geht um Sieg oder Vernichtung. Die Zeit der härtesten Prüfung und der entscheidensten Bewährung unseres Volkes und jedes einzelnen Deutschen ist gekommen. Was wir dem Führer in den vergangenen Jahren, begeistert über die durch ihn errungenen Erfolge, freudig gelobt haben, werden wir jetzt in den schwersten Stürmen dieses Krieges getreulich halten. Das gilt für die Front, das gilt auch für die Heimat. Der Führer weiß, wie hart die Anforderungen sind, die er an jeden einzelnen stellen muß, und wie bitter auch die Opfer sind, die dieser Krieg auf den Schlachtfeldern und in den luftbedrohten deutschen Gauen fordert. Aber er verlangt den selbstlosen Einsatz aller nicht für sich, sondern allein für des Vaterlandes Freiheit und für den Bestand von Volk und Reich.
Nicb.t„mit Worten, sondern mit Taten laßt juns, meine deutschen Volksgenossen, heute und in Zukunft unsere unwandelbare Treue zum Führer und unseren entschlossenen Willen zur Mitarbeit an seinem großen Werk bekunden. Bewähren wir uns in der entscheidendsten Epoche unserer Geschichte als seine tapferen unüberwindlichen Streiter für unser stolzes ewiges Deutschland! Richten wir unsere Blicke fest auf unsere Pflicht, erfüllen wir unter äußerster Anspannung der Kräfte und nach bestem Können, was der Alltag des Krieges von uns fordert! Das sei unser Geschenk zum 54. Geburtstag unseres Führers.
gez. Hermann Göring.‘
„Nach höherem Gesetz"
Reichsminister Dr. Goebbels über den Genius Adolf Hitlers
Am Vorabend des Geburtstages des Führers hielt Reichsminister Dr. Goebbels folgende Ansprache:
„Das deutsche Volk begeht diesmal den Geburtstag des Führers in einer besonders ernsten Haltung und Stimmung. Der Krieg hat in seinem vierten Jahre sein bisher härtestes Stadium erreicht, und ein Ausweg aus seinen Belastungen und Leiden oder sein Ende ist vorerst npch nirgendwo zu entdecken. Die ungeheuren Dimensionen seines politischen und militärischen Geschehens umspannen jetzt schon alle fünf Kontinente, und wohin man blickt, werden die Menschen und Völker von seinen Schmerzen und Opfern geschlagen. Es gibt kaum noch ein Land, das von den schweren politischen und wirtschaftlichen Begleiterscheinungen dieses gewaltigen militärischen Dramas verschont geblieben wäre. Hier und da machen sich sogar nerven- und charakterschwache Kritiker der Zeit in den am wenigsten am Krieg beteiligten Staaten ans Werk, die weitere Lebensfähigkeit und den ferneren Bestand der menschlichen Kultur und Zivilisation überhaupt in Frage zu stellen und mit sorgenvollem Fleiß auszurechnen, was von dem stolzen Erbe, das die heute lebende Generation der Völker von ihren Vorfahren übernommen hat, am Ende dieses Krieges noch übrig geblieben sein werde.
Man vergißt in den Sorgen und Belastungen unserer Tage allzu leicht, daß dieser Krieg im Gegensatz zu allen.ihm vorangegangenen, ob ausgesprochen oder unausgesprochen, einen durchaus völkischen und rassischen Charakter trägt. Deshalb wird er auch auf beiden Seiten mit einer so zähen Erbitterung durchgekämpft. Die daran beteiligten Völker wissen genau, daß es diesmal nicht um eine mehr oder weniger wichtige oder auch belanglose Grenzkorrektur, sondern um ihr nationales Leben geht. Das haben sich wohl die Väter und ruchlosen Verursacher dieses gigantischen Völkerringens nicht träumen lassen, als sie im September 1939 zum Schwert griffen, um zu verhindern, daß die deutsche Stadt Danzig wieder in den Verband des Reiches zurückkehrte.
Auch hier hat ein kleiner Anlaß eine weltweite Wirkung erzielt. Und trotzdem wäre es fälsch, darin auch die eigentliche Ursache dieses Krieges sehen zu wollen. Es gab damals auf seiten unserer Gegner tausend Möglichkeiten, unseren berechtigten nationalen Forderungen Genüge zu tun, ohne auch nur die geringste Einbuße an Macht, Ansehen und Prestige zu erleiden. Man hat das auf der Feindseite nicht gewollt. Man wollte den Krieg, weil Deutschland, wie der gegenwärtige englische Premierminister schon 1936 zynisch erklärte, zu stark geworden war. Das europäische Kräftebild hatte auf die natürlichste Weise, und zwar nicht so sehr durch unser Handeln als vielmehr und in der Hauptsache durch unser bloßes nationalpolitisches Vorhandensein, eine Verschiebung erfahren. Damit glaubte England sich nicht abfinden zu können. Es warf seine nationale Existenz in die Waagschale der Entscheidung und muß nun im Verlaufe von etwas über dreieinhalb Jahren Krieg zu seinem Entsetzen feststellen, daß es diese, ohne auch nur das geringste von seinen Kriegszielen erreichen zu können, Stück für Stück preis- und verlorengeben mutz.
Es erscheint hin und wieder notwendig, an den Ausgangspunkt des Krieges zurückzukehren, um feine weitere Entwicklung zu seinem heutigen dramatifchen Höhepunkt begreifen und verstehen zu können. Eine gleißnerische feindliche Propaganda ist unentwegt an der Arbeit, seine Ursachen mit ihren Schmutzfluten zu überspülen, die liberaldemokratischen Phrasen und Redensarten von gestern vergessen zu machen, sie durch neue, verführerische Thesen von heute zu ersetzen und dabei die Schuldigen zu Unschuldslämmern und die Schuldlosen an diesem großen Unglück zu den eigentlich Schuldigen zu stempeln. Wir brauchen demgegenüber nur darauf zu verweisen, wie viele, leider vergebliche Versuche der Führer vor Ausbruch dieses Krieges unternommen hat, um die Rüstungen auf ein vernünftiges Matz zu begrenzen und auf diese und jede nur erdenkbare andere Weise das von ihm sonst mit absoluter Sicherheit vorausgesehene Völkerdrama womöglich doch noch zu vermeiden, ja wie oft er diese Versuche auch noch während des Krieges wiederholt hat, um ihn zum ehestmöglichen Zeitpunkt zu beendigen.
Es war alles umsonst. Die gewissenlosen Kreise, die diesen Krieg mutwillig, zynisch und frivol vom Zaune gebrochen hatten, wollten und wollen ganze Sache machen. Was schiert sie das Leid und Unglück der Völker, ihre eigenen Völker mit eingerechnet, wenn sie nur ihrem verbrecherischen Trieb nach persönlicher Bereicherung und damit schrankenloser Machtentfaltung über alle Länder und Kontinente frönen können. Sie sind nicht, wie wir, aus dem Volke hervorgegangen. Sie werden deshalb auch niemals für die eigentlichen Interessen selbst ihrer-eigenen Völker Verftänd- nis aufbringen können. Aus ihrer volksfremden, utn nicht zu sagen volksfeindlichen Gesinnung entfpringt ihr brutaler Zynismus, und daher ruht auch ihr infernalischer Haß gegen» die nationalsozialistische Volksbewegung, gegen das nationalsozialistische deutsche Volk und Reich und vor allem gegen den Führer felbst.
Sie betrachten ihn als Eindringling in die Bezirke der staatlichen Führungsgeschäfte, die für sie immer gleichbedeutend sind mit Volksbetrug und Geldherrschaft. Es gibt nichts schamloseres und ekelerregenderes, als sie von Freiheit und Würde der Menschheit reden zu sehen, sie, die, wo sie nur eine Gelegenheit dazu erspähen, die Freiheit der Menschen mit Füßen treten und ihre Würde mit dem Blut unschuldiger Kinder selbst ihrer ehemaligen Verbündeten färben. Sie führen die Begriffe eines höheren Menfchentums vergeblich im Munde. Sie wagen es vor ihren eigenen und den anderen Völkern nicht einzugestehen und doch ist dem so. Sie haben diesen Krieg planmäßig vor- bereitet und ihn im ihnen geeignet erscheinenden Augenblick provoziert, um den ersten Versuch der Bildung wahrer Volksstaaten in Europa damit zu torpedieren und ihn unter der Reaktion ihrer plutokrati-
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